Kellerkino "Cine one"

  • Hallo zusammen,


    wie im Vorstellungsthread angekündigt, stelle ich hier mein erstes Kellerkino vor inkl. Baubericht.


    Im Gegensatz zu den meisten hier habe ich dieses Projekt ohne größere Planung, also nur aus dem Bauch heraus, begonnen.


    Ein paar Dinge waren mir aber schon wichtig:

    - nach max. 6 Wochen den ersten Film schauen

    - zwei Sitzreihen

    - kein großer Schnick Schnack wie z.B. bunte LED's etc.

    - cleaner Look und keine sichtbaren Lautsprecher

    - ordentliches, ausgewogenes Klangbild


    Im September 2020 wurde der Raum endlich frei. Es ist der alte Heizungsraum, in dem auch das Öl gelagert wurde.

    Am 5. Oktober ging es los....

    Die Öltanks waren durch eine Mauer und Fenster abgetrennt vom Rest des Raumes. Nachdem ich alles vorbereitet hatte, wurde zuerst die Mauer fachmännisch "abgebaut":big_smile:

    Zwei Tage später dann entleerte ich die Tanks und entfernte sie mithilfe eines Arbeitskollegen.

    Der Ölgeruch war nach zwei, drei Tagen zum Glück fast weg.


    Die Rückseite sah so aus. Auf dem Sockel stand der alte Heizkessel.



    Ein paar Tage später wurde ein Ausgleichsestrich gegossen, neue Fenster eingebaut und der Heizungsbauer montierte mir noch einen Heizkörper.

    Danach fing ich mit dem Podest an. Aufgrund der Raumhöhe leider nicht so hoch wie ich es gerne gehabt hätte.


    Den Boden habe ich mit OSB Platten belegt, unter denen ich Umzugsdecken verlegt habe.


    Nachdem dies erledigt war, habe ich den kompletten Raum erst einmal mit Quarzgrund vorgestrichen.

    Danach ging es mit der Lattung los. Die Seitenwände waren kein Problem. Nur mit der Front hatte ich so meine Probleme. Klingt vielleicht komisch, aber wenn man so etwas noch nie gemacht hat und dann ohne Planung an die Sache ran geht, kann es schon schwierig werden...


    Ein paar Tage später sah das ganze dann schon so aus....


    ....gleich gehts weiter...

  • Irgendwann begann ich dann mal mich um den hinteren Teil zu kümmern....


    Die Backsurrounds wurden eingepasst und das Gerüst mit 30cm Steinwolle gefüllt...


    Was ich beim bauen jeden Tag auf's neue feststellen musste: Die Tage sind zu kurz :waaaht:

    Aber gut...es ging vorwärts...


    Beleuchtung montiert, Seiten gefüllt und mit Unkrautvlies bespannt...etc.


    So langsam nahm alles Gestalt an und das Chaos verschwand so langsam.

    Das war auch gut so, denn die Spedition hatte sich mit der Lieferung der Leinwand angekündigt. Die konnte Aufgrund ihrer Größe

    auch nur durch das Fenster ins Kino gewuchtet werden.


    Zwei Tage später stand der Aufbau und die Montage an.

    Der Zusammenbau verlief zwar ohne Probleme, aber sollte ich nochmal eine Leinwand benötigen, wird die Selbstgebaut. Das Ding hat nämlich ein stattliches Gewicht und kann ohne zweite Person nicht mal eben abgenommen werden.


    Perfekt :thumbup:


    Als nächstes war Teppich verlegen dran. Der war schnell gekauft. Hochflorig und grau; passt gut in den Raum.

    Zu Beginn des Projektes hatte ich in einem Kleinanzeigeninserat eine Viererreihe Kinositze (2 Einzelsitze, 1 Pärchensitz) entdeckt, die ich mir auch gleich geholt hatte.


    Diese wurden nach dem Teppich verlegen, auf dem Podest montiert.


    Für die vordere Reihe sind mal Sessel geplant...vielleicht Usit....wenn es wieder Sammelbestellungen gibt.

    Bis dahin habe ich zwei etwas bessere Fernsehsessel mit Fußauflage.


    Am Nachmittag habe ich dann nur noch ein bisschen Technik installiert.

    AVR angeschlossen, Beamer auf- und eingestellt.


    Das war am 8.11.2020. Da wurde dann am Abend der erste Film geschaut.

    "Contact"....ewig nicht mehr gesehen.


    Nach etwa 5 Wochen Bauzeit bis dahin.

    Ziel erreicht

  • In diesem Zustand war dann erst einmal ein paar Tage Pause angesagt. Auch zur Selbstfindung, weil ich noch nicht genau wusste wie ich die Seitenwände gestalten sollte.

    Als mir dann die Idee mit den aufgesetzen Rahmen kam, war auch klar, dass ich diese vom Schreiner fertigen lassen musste. So sauber hätte ich das nie im Leben hinbekommen.

    In das Fenster habe ich einen Holzrahmen eingepasst, der mit Steinwolle gefüllt ist. Somit muß ich nur ein großes Segment abnehmen und den kleinen Rahmen aus dem Fenster nehmen. Danach kann ich normal Lüften.


    Die Rahmen direkt an der Leinwand kann ich öffnen, damit ich auch hinter die Leinwand kann, falls einmal die Notwendigkeit besteht. Z.B. befindet sich dort auch der Hauptgashahn meiner Flüssiggasanlage.


    Nach dem beziehen war ich vom Look begeistert. Absolut saubere Sache. Hinten habe ich es dann genauso gemacht.

    Bezogen habe ich das meiste mit Ditte, den ganzen hinteren Bereich mit Akustikstoff.


    Vor der Leinwand hängen mittlerweile 6 Deckenabsorber und eine kleine Bühne dient mir noch als Stauraum für meine Laserdisc Sammlung. Hier noch im Rohzustand.



    Morgen geht's weiter...:zwinker2:


    Schöne Grüße

    Markus

  • Hallo,


    Zitat

    ...den Mut die kompletten Kellerwände mal eben mit Steinwolle zuzubauen.

    Die Fotos täuschen ein wenig. Die Steinwolle habe ich schon mit Hinterlüftung montiert und die Luft kann in jede Richtung zirkulieren. Oben sind noch etwa. 20 cm und unten zwischen 5 und 12 cm Luft. Die bespannten Rahmen überdecken das natürlich.


    Leinwand ist eine Xodiac Pure Akustik in 21:9 mit einem PVC Tuch.




    Zitat


    ...den Center gegen einen dritten Standlautsprecher wie Rechts und Links zu tauschen?

    Diese Überlegung war zu Anfangs mal kurz da, habe ich dann aber erst einmal hinten angestellt.

    Zum einen bekommt man einen einzelnen nur eher schlecht und zum anderen werde ich im Sommer die Front noch umbauen müssen.

    Vor kurzem habe ich ein SBA gebaut und bin nun daran, für hinten noch 2 Türme zu bauen für ein DBA.


    Da ich die Subs nicht korrekt in der richtigen Position ins Ständerwerk einbauen konnte, muß ich eben die Front nochmal umbauen. In dem Zug baue ich dann wahrscheinlich auch neue Mains.

  • So....weiter gehts,


    vor 3 Wochen ca. war ich wieder in Baulaune und der Bau der vorderen Subwoofer wurde in Angriff genommen. Das MDF habe ich mir vom Schreiner sägen lassen. Bisschen teurer, aber wesentlich bessere Qualität als im Baumarkt...

    Dazu wurden noch eine Crown XLS-1502, Speakon Stecker & Buchsen und einige Meter Kabel geordert.


    Die Gehäuse wurden mit Dayton DC300-8 bestückt.

    Mangels Erfahrung wollte ich zu Anfang lieber mal keine Unsummen investieren.


    Nachdem alles besorgt war gings dann los...



    Da ich ja bekanntlich ohne Plan gebaut habe, stehen die Subs nun momentan nicht an den richtigen Stellen. Dies wird erst beim Umbau im Sommer korrigiert.


    Die Front wurde noch fertig verschlossen und die Leinwand wieder an ihren Platz gehängt.


    Soweit so gut...

    Nachdem dann alles angeschlossen war und lief, kam was ich schon befürchtet hatte...an den hinteren Plätzen gab es eine üble Überhöhung und am Sitzplatz kam es zu einer Auslöschung. Nicht gut...

    Audyssey hab ich mal einmessen lassen, aber da kam auch nix gutes raus.


    Ein UMIK habe ich schon länger hier, aber mit REW noch nicht wirklich viel befasst. Also hilft ja nichts....da muß ich ran.

    Wäre schön wenn es solche Programme auch in deutscher Sprache gäbe...


    Mit der ersten Messung konnte ich nicht viel anfangen. Ich sah aber dass zum einen der Nachhall viel zu hoch war (klar...30cm Steinwolle an der Rückwand bringen nicht viel) und dass bei 30 Hz ca. eine kräftige Mode zu sehen war.


    Dies war nun auch der Ausschlag dafür, dass ich nun doch gleich zum DBA weiterbaue.

    In der Hoffnung dass dies besser funktioniert....:beated:

  • Also habe ich nochmal vier Dayton Chassis, eine Crown XLS, Kabel, Stecker...etc. bestellt.

    Beim DSP habe ich mich für ein "the t.racks DSP 4x4 mini" entschieden. Das sollte für ein DBA ausreichen. Außerdem ist die Bedienoberfläche übersichtlich und einfach gestaltet.


    Nachdem der Schreiner mir wieder das MDF zugeschnitten hatte, begann ich am Samstag mit den Fräsarbeiten. Der Zusammenbau der Türme stand dann am Sonntag auf dem Programm.



    Heute wurde dann mal die hintere Reihe ausgebaut und Platz für den rechten Turm geschaffen.




    Leider ist's auch hier im Moment so, dass ich die passenden Abstände nicht einhalten kann. Hinten ist es aber generell ein Problem, da an der Wand noch alte Heizungsrohre verlaufen.


    Kann ein DBA asymetrisch überhaupt funktionieren ?


    Morgen wird weitergebaut. Hab zwei Tage frei; das muß man nutzen :respect:


    Schöne Grüße

    Markus

  • Hey Detoxin.

    Ich lese hier gespannt mit.

    Zumal ich bei dir doch einige Parallelen zu meinem eigenen Bau finden konnte.

    Ich habe auch ohne richtig aufwendige Planung gebaut (was manchmal sehr gut funktioniert hat, aber manchmal auch nicht).

    Die Raummaße in L/B gleichen sich fast (mein Raum hat 5,53mx4,12m).

    Und wir nutzen die gleichen Chassis fürs DBA und zumindest die Leinwandbreite ist gleich.:sbier:

    Bin gespannt wie es weiter geht.


    Gruß Norman

  • @Norman

    Dann bin ich erst mal froh dass die Chassis für ein DBA brauchbar sind :thumbup:

    Für eine Planung war ich auch zu ungeduldig. Ich wollte erst mal zügig einen Raum, in dem ich vernünfrig Filme schauen kann und dann erst auf- und umrüsten. Evtl. dann auch mit Plan :zwinker2:







    So...heute hab ich erstmal das Chaos auf meiner Baustelle beseitigt...



    Danach hab ich den Ausschnitt für den rechten Turm fertig gebaut, verfüllt und mit Unkrautvlies wieder verschlossen.


    Auf die Lattung und am Boden hab ich vor der Montage schlußendlich noch Streifen aus Bauschutzmatten geschraubt. Ich denke das schadet auf keinen Fall.

    Ich Ärmster muss das ganze schwere Gedöns alleine herumwuchten und ausrichten :dribble:


    Passt gerade so durch...


    Drin und sitzt perfekt




    Ja auf jeden Fall.

    Dann bin ich erstmal beruhigt.

    Die Raumbreite beträgt 4,10m, also müsste ich etwa 1 Meter von jeder Wand weg.

    Ich komme vorn auf etwa 1,20m und hinten bin ich bei 1,32m.


    Das sind die besagten Rohre die im Weg sind.

  • Neuer Tag, neues Glück,


    heute hab ich die linke Seite in Angriff genommen.

    Beim zerlegen habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass sich im Ständerwerk ja noch ein Wasserhahn befindet :shock:

    Nach dem vermessen ging mein Puls aber wieder zurück. Er sitzt genau in der Öffnung...Glück gehabt :)


    Ansonsten lief alles reibungslos....

    Die Türme stehen...wenn auch nicht so imposant wie bei Opa Uwe :big_smile:


    Der Wasserhahn ist gut im Bild :zwinker2:


    Später werd ich noch ein bisschen verkabeln und dann....ja....mal schauen...


    Wie beginnt man denn eigentlich ?

    Für's grobe hätte ich erst mal nur mit der Front Audyssey drüber laufen lassen, dann die hinteren genauso eingestellt, Abstand gemessen und eingestellt und dann die Hinteren invertiert.


    Ich denke aber dass dies der falsche Ansatz ist.

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