Welche 4K Blu-Ray war gestern bei Dir im Player?

  • Wenn ich mich richtig erinnere, beschränkt sich das aber auf die Szenen auf der Erde, die im Orbit waren ruhig(er). Wäre also auch hier eine Unterscheidung genau wie beim Grading.

    Richtig, zu Beginn sind die Szenen geprägt von ruhigen Kamerafahrten und Einstellungen. Die Gruppe von der Erde bringt im letzten Drittel die hektische Kamera mit rauf, ab dann wird es wilder.

  • Der Regisseur ist für mich durch. Die ersten zwei Filme hätten gut sein können, allerdings ist das gewackel nicht auszuhalten.


    Besonders Elysium fand ich ganz übel und habe die BD wieder verkauft. Für mich hat das etwas ruhigere Bild in einigen Szenen nicht geholfen.


    Den dritten Film habe ich ganz weg gelassen.


    Gab es noch mehr von ihm? Egal. Uninteressant für mich...

  • Mission: Impossible II / M:I-2

    Bild: 6/10 - vor sehr langer Zeit hatte ich den auf DVD und mir seinerzeit die BluRay Erstauflage von einem Kollegen geliehen. Damals war ich geschockt wie schlecht die BluRay aussieht. Und damals war ich noch lange nicht so verzogen wie heute, was gutes Bild angeht, könnte wirklich schlimm gewesen sein. Im Vergleich mit der Erstauflage BluRay um Welten besser! Dennoch sind erstaunlich viele Aufnahmen wahnsinnig unscharf, schon die ikonische Freeclimbingszene am Anfang ist in der Totalen gruselig. Dezente Verbesserung im Farbraum, sehr sehr dezente und vereinzelte Spitzlichter. Ein sehr schwaches Bild auf UHD, aber dennoch das deutlich beste Bild was es für die zweite Mission bisher auf die heimische Leinwand geschafft hat.


    Ton: 6,5/10 (englisch TrueHD) - ein 2000er Frühwerk dem man seine "Herkunft deutlich anhört". Viele Effekte übersteuern ein wenig oder klingen blechern, der Score bleibt fast ausschließlich auf den Mains. Surroundeffekte gibt es, vornehmlich allerdings in den Actionszenen. Davon abgesehen eher relativ verhalten. Dafür sind die Effekte in den Actionszenen ganz schön gemischt, so wie es halt in den Anfängen war- "Whoa, das Motorrad ist jetzt aber voll krass quer durch den Raum geschleudert!". Subwoofer auch sehr verhalten, kein Vergleich mit modernen Produktionen.

    Trotz Versatzstücken aus anderen Zimmer-Werken allerdings ist der Score m.E. der coolste, der bei einer unmöglichen Mission zu hören war. Metallica, harte E-Gitarren Riffs - kommt sehr gut und macht Laune.


    Film: 7/10 - das war für mich die größte Überraschung, dass der Film wahrlich gar nicht so schlimm ist. Mit mindestens zehn Jahren Abstand zum letzten Mal sehen hat das für mich prima funktioniert und war kein bisschen langweilig oder nervig. Man wusste was man bekommt. Tauben, Slowmotion, die zeitlupentauglichste Frisur die Cruise jemals hatte, eine sehr junge, bildschöne und hölzerne Thandie Newton, Latexmasken ohne Ende.

    Der Film sticht aus der ganzen Reihe heraus, denn derart übertrieben war M:I davor und danach nicht. Man kann nachlesen dass Woo das Drehbuch um Actionszenen herum schreiben ließ, der er gerne inszenieren würde. Und so sieht das ganze dann auch aus, funktioniert aber überwiegend sehr gut - wenn man sich darauf einlässt. Wenn nicht - und dieser Beretta-auf-Dauerfeuer-in-beiden-Händen rückwärtssalto-tretende Hunt hat so gar nichts mit den Hunt aus den letzten Filmen gemein - besser nicht schauen.

    Einzig die Motorradszenen am Schluss sind so sinnfrei und man sieht ihnen förmlich an, dass während des Drehs ständig jemand kam mit "oh, oh, ich hab noch eine geile Idee, lasst uns xyz noch machen". Alles andere - überraschend spaßiger Trip down the woo-memory-lane. Freue mich jetzt auf den Reboot von JJ Lensflare in Teil 3.

  • Mission: Impossible IV / M:I-4

    Film: 8/10 - Cruise ist für den dritten Teil ein kalkuliertes Risiko eingegangen und hat J.J. Abrams zu seinem Feature-Film Debut verholfen. Das hat sich ausgezahlt und so ist es diesmal Brad Bird, der erstmals keine Figuren durch Pixars Renderman scheucht, sondern echte Darsteller durch echte Kulissen.

    Der Cast hat sich erneut ein wenig geändert, Simon Pegg als Benji hat nun deutlich mehr Screentime und darf hier und da mit einem Spruch oder einer Geste die Luft aus der aufgestauten Spannung nehmen. Das funktioniert durchweg prima, bringt der englische Darsteller seine Zeilen doch meist mit knuddeliger Unschuldsmine auf die Leinwand. (Fun Fact: Nach seinem Überraschungshit "Shaun of the Dead" wurde Pegg gefragt, ob er nun eine Karriere in Hollywood starten würde. Er lachte und meinte "Es ist ja nun nicht so, dass ich demnächst in Mission Impossible III mitspielen würde." Seit Teil 3 gehört er zum Hunts Team.)

    Jeremy Renner und Paula Patton sind dieses Mal mit von der Party und vergrößern die kleine Truppe rund um Cruise. Nach dem diabolischen Seymour Hoffmann in Teil 3 ist es dieses Mal Michael Nyqvist, der den Bösewicht mimt. Leider bleibt er nahezu ohne Hintergrundgeschichte und mangels ausreichend Szenen im Film auch eher blaß und hinter seinen Möglichkeiten zurück. Sei's drum - - leichte Spoilerchen ahead - -

    In "Phantom Protocol" - was im Original den Titel "Ghost Protocol" trägt, wie dämlich! - beginnt es noch harmlos mit dem Diebstahl von Unterlagen aus dem Kreml. Die Aktion wird leider sabotiert, das Team ist auf der Flucht, der IMF wird aufgelöst und die versprengten Agenten versuchen im Alleingang die Welt vor einem Atomkrieg zu bewahren.

    Zugegeben, der Plot ist hahnebüchen. Zu Drehstart gar stand so wenig fest, so dass die Szene nach dem Gefängnisausbruch im Van doppelt gedreht wurde. Zu Beginn der Produktion und basierend auf dem zu dieser Zeit verfügbaren Wissen rätselte das Team doch tatsächlich, wer hier nun was von wem will und überhaupt. Zu finden als Delelted Scene auf der BluRay. Als dann später der Plot feststand, wurde die Szene nachgedreht. Besser so, als Kuriosum aber recht amüsant.

    Aber ob es nun Mission Impossible oder James Bond ist, der einzige Realtitsbezug in den Franchises ist mitunter seit jeher, dass grob die Gesetze der Physik gelten. Das beiseite, die Jagd durch die Schauplätze ist sehr abwechslungsreich inszeniert, an den richtigen Stellen aufgelockert, einzig im Parkhaus-Showdown vielleicht ein wenig lang geraten. Die Stunts werden von mal zu mal verrückter und - aufgepasst Herr Diesel, Herr Johnson - die Klettertour am Burj Khalifa kommt ohne CGI aus. Das ist alles echt, abzüglich digital entfernter Sicherheitsleinen natürlich (auch das zu finden auf den spärlichen Extras der BluRay und für Akrophobiker wie mich recht schweißtreibend).

    Der Cast harmoniert prima, der Schlenker am Schluss ist charmant, die Gadgets ausgesprochen crazy, die Inszenierung stimmig - ein toller Teil in der M:I Reihe, die sich danach noch weiter steigern sollte.


    Bild: 9,5/10 - Luft nach oben ist hier genauso wenig wie es größere Gebäude als den Burj Khalifa gibt. Das Bild liefert ähnliche steile Kontraste wie Teil 3, damit einhergehend sehr satte Farben. Was diesmal fehlt sind die etlichen Unschärfen, hier ist wirklich alles scharf, was scharf sein soll, der Fokus sitzt nahezu immer perfekt. Die Totalen über Szenen und Städte sind bisweilen atemberaubend. Die Trumkletterszene wurde in IMAX gedreht und ich sag' euch, euch bleibt der Mund offen ob den Details die es hier zu bestaunen gibt. Auch davon abgesehen ein wirklich famoses Bild. Einziger Kritikpunkt - die Scheibe ist sehr hell gemastert, so dass es kaum HDR Ausreißer nach oben gibt. Ich hatte über den Epson die Helligkeit des Bildes insgesamt verringert damit mehr Raum für Spitzlichter bleibt, damit passt es dann besser.


    Ton: 8/10 (englisch TrueHD) - zwischen Teil Drei und Vier liegen fünf Jahre, im Soundmixing liegen Welten dazwischen. Beständig wird eine tolle Surroundkulisse aufgebaut, die nicht nur Action kann, sondern auch Umgebungsgeräusche und Score durch den Raum wandern lässt. Apropos, wie im vorigen Teil ist erneut Giacchino für die Noten verantwortlich. Diesmal auch unzweideutig an seinen Signature-Motiven erkennbar, den Streicher-Prallern.

    Die Dynamik zeigt eine ordentliche Bandbreite und überrascht mit einer Handvoll Dynamiksprüngen die an Jump Scares grenzen und richtig großen Spaß machen. Auch der Subwoofer darf bisweilen seine Muskeln spielen lassen. So muss das in einem Film dieses Formats ;)

  • Erstmal vielen Dank für die Blumen - das spornt an! Wenn ich schon in den vielen Technik-Threads häufig eher neugierig mitlese, so bin ich doch bemüht euch Filme schmackhaft zu machen oder auch auszureden, ob in Erstsichtung oder Wiedererleben. Ist ja zum Glück alles nur Meinung, und neben all' der Technik soll ja auch des Pudels Kern, der Film, nicht zu kurz kommen ;) Je nun, gerade bin ich bei den unmöglichen Missionen hängen geblieben. Heute gab es Rogue Nation.


    Mission: Impossible V / M:I-5

    Film: 8,5/10 - Auch im fünften Teil lässt Cruise es sich nicht nehmen und besetzt fleißig Schlüsselpositionen um. Diesmal darf Christopher McQuarrie auf dem Regiestuhl Platz nehmen, der für diverse Cruise-Filme vor M:I-5 das Drehbuch schrieb (etwa Jack Reacher, Edge of Tomorrow oder Operation Walküre) und Cruise drei Jahre zuvor auch durch Jack Reacher dirigierte. Ebenfalls aus Jack Reacher kommt Joe Kraemer für den Soundtrack an Board, der davor vornehmlich TV-Produktionen mit Noten versorgt hat.

    Die Herren im Team bleiben bestehen und werden im Alec Baldwin als Chef der CIA ergänzt, die Dame wechselt erneut. Diesmal ist es Rebecca Ferguson, die nach einer Nebenrolle in Hercules ihr Hollywood-Debut auf der großen Leinwand feiert - und was für eines. Ihre Figur ist genauso tough wie die von Cruise' Partnerinnen vor ihr angelegt. Gleichzeitig bekommt sie eine interessante Hintergrundgeschichte verpasst, darf nicht nur in knapper Wäsche gut aussehen, sondern zwischendurch auch schauspielern.

    Aufgrund des regen Verschleißes an Bösewichten in der Reihe ist es diesmal Sean Harris im schwarzen Rollkragenpullover, der in Zentrum von Hunts Intersse steht. Fangen wir gleich mit ihm an - im Vergleich zum vierten Teil gibt es mehr Screentime für den Antagonisten und das ist wahrlich eine gute Idee. Harris Schauspiel als "Lane" ist ungleich intensiver als die austauschbaren wenigen Szenen mit Nyqvist im Vorgänger.

    Die Rahmenhandlung ist (natürlich) wieder arg over the top, auch in diesem Teil ist das IMF Team geächtet, Hunt gejagt, der IMF abgeschafft, ... Bisschen ermüdend das Ganze, aber wir sind schließlich bei Mission impossible und nicht bei Polizeiruf 110.

    Nach dem Stunt am höchsten Gebäude der Welt hat sich Cruise diesmal an eine startende Frachtmaschine gehangen (natürlich in echt), ist minutenlang ohne Sauerstoffgeräte durch ein Set getaucht und es gibt nach einer Pause wieder Motorräder en masse. Erneut sind die meisten Sunts "in Camera" entstanden und erneut lässt das Wissen darum die Zuschauer ganz anders mitfiebern als in Green-Screen-Produktionen.

    Der fünfte Teil kehrt ein gutes Stück zurück zu den Wurzeln im ersten Teil. Über viele Strecken ist dieser Teil nicht nur Action-Feuerwerk sondern auch Agenten-Thriller. Es gibt einige Plottwists, so genau ist häufig nicht klar, wer eigentlich auf welcher Seite steht - noch dazu ist der Film mit rund 130 Minuten Laufzeit relativ straff inszeniert. Hier kommt wirklich keine Langeweile auf. Atemlose Actionszenen wechseln sich gekonnt mit ruhigen Elementen ab. Die Sequenz in der Wiener Oper etwa ist überaus genussvoll inszeniert und ist ein Augen- wie Ohrenschmaus. Apropos - ab da webt Kraemer immer wieder mal Fetzen aus Puccinis Turandot in den Soundtrack ein. Nicht nur die Erzählweise erinnert stellenweise an den ersten Teil, gegen Ende bilden nebelige Straßen, nasses Kopfsteinpflaster und dunkle Gassen schöne Referenzen an das Werk De Palmas.

    Mir hat der Film noch besser als Teil vier gefallen. Sieht man von der wie üblich arg konstruierten Story ab, gibt es dank Pegg wieder ein paar gekonnte komische Elemente ohne ins Alberne abzudriften. Der Bösewicht ist ungleich fieser als im Vorgänger, Ferguson hat ungleich tiefere Figur zu spielen als ihre Vorgängerinnen, auch Cruise wirkt irgendwie entspannter als in den Teilen davor. Der gekonnte Wechsel zwischen ruhigen und atemlosen Szenen schließlich lässt die 130 Minuten wie im Airbus A400M vergehen.


    Bild: 7/10 - wie schade, nach dem hervorragenden vierten Teil gibt es im fünften Teil einen herben Rückschritt in der Bildqualität. Die Kameraarbeit ist diesmal ungleich ungenauer als im Teil davor, Close-Ups sind häufig unscharf und auch (Halb-)Totalen lassen die Schärfe vermissen, die den Vorgänger ausgezeichnet haben.

    Die Kontraste sind typisch für die Reihe, erneut sehr steil, lassen diesmal jedoch viele Details im Schwarz wegsaufen. Die Farben sind im Vergleich zur BluRay homogener, allerdings bisweilen auch ein wenig ins braune gezogen, was sich insbesondere auf sehr gebräunten Gesichtern bemerkbar macht. Erneut im direkten Vergleich macht die UHD das filmischere und auch dunklere Bild, die BluRay ist häufig sehr hell und neigt hier und da zum überstrahlen. Das passiert hier dank Rec2020 kaum, leider sind die Spitzlichter nur sehr verhalten gesetzt, richtige Freude will hier nicht aufkommen.

    Wie auf BluRay, so gibt's auch hier stellenweise deutlich sichtbares Filmkorn im 2,39:1 Bild zu sehen, das ist aber ob der höheren Auflösung deutlich homogener und weniger störend. Im Vergleich mit dem FullHD-Pendant ein besseres Bild, im UHD Kosmos aber nur Mittelfeld.


    Ton: 8,5/10 (englisch TrueHD) - verglichen mit dem eher raffinierten Score von Giacchino legt Kraemer ein paar Schippen drauf und hat wahrlich fette Musik geschrieben, die ordentlich ins Kino und auf's Tempo drückt. Sie kommt zwar nicht so schön über alle Kanäle wie es hätte sein können, bringt aber durch ein paar klassische Fetzen eine bisher ungehörte Dimension in die Reihe. Steht dem IMF ausgesprochen gut.

    Die Action klingt fett und alle Speaker sind nahezu durchgehend beschäftigt. Einzig die Opernpassage hätte räumlicher sein können, haben wir dort doch das Orchester ständig woanders und die Räumlichkeiten hätten sich für ein großes Surroundfeld wirklich angeboten. Sei's drum, einmal mehr trägt hervorragender Ton immens zu einem spaßigen Filmabend bei.

  • Hallo Zusammen!


    Wir haben am WE auch Nobody gesehen!

    Was für ein Hammer Film! Wir hatten richtig Spass! :poppy:


    Des weiteren haben wir Godzilla vs. Kong gesehen.

    Wow was für ein Bild! Ich glaube da wurde Farbraumtechnisch alles rausgeholt was geht^^. Guter film zum HDR abfeiern!

    Der Ton war auch richtig gut.


    Das waren auf jeden Fall zwei sehr kurzweilige Abende...


    Nico

  • Ich persönlich finde irgendwie überhaupt keinen Zugang zu Filmen wie Nobody. Was findet Ihr so faszinierend daran? Die Story ist doch bei Rache bzw. "Ich-lass-alle-angestaute-Wut-raus"-Movies eigentlich immer identisch, sehr dünn und zudem vollkommen unrealistisch. Außerdem habe ich immer das Gefühl, ich hätte eine schlechte Kopie von "Falling Down" vor mir.
    Daher ist meine wirklich ernst gemeinte Frage: Was fasziniert Euch an diesen Filmen/diesem Genre so?

  • Was fasziniert Euch an diesen Filmen/diesem Genre so?

    Ich denke mal die Identifikation mit dem Protagonisten, ganz besonders wenn es sich um Durchschnittsbürger handelt.

    Weil man dessen Motivation nachvollziehen kann und in seiner Situation am liebsten auch so handeln würde, was aber in der Realität kaum möglich bzw. ratsam wäre.


    Trotzdem gibt es für mich viel zu viele Filme nach dem Strickmuster und besonders wenn es sich um Fortsetzungen handelt (z.B. John Wick), werden sie zunehmend schlechter.

  • Das Ding aus einer anderen Welt

    UHD


    Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Unter Berücksichtigung des Ausgangsmaterials sehr schöne UHD. Den Film hatte ich aber zugegebenermaßen noch etwas besser in Erinnerung. Trotzdem auch heute noch absolut sehenswert mit einem Haufen Szenen die man nicht vergisst.


    Film 8,5/10 mit sentimentalem Bonus

    Bild 7/10

    Ton 6/10

  • Geschafft, am Wochenende habe ich meine IMF-Werkschau vorläufig abgeschlossen mit


    Mission: Impossible - Fallout / M:I-6

    Film: 8,5/10 - Hunts derzeit letzte Mission habe ich schon öfter gesehen, der Lack blättert beim wiederholten Schauen ein ganz klein wenig ab, aber nur wenig. Ich schätze, den Film kennt mittlerweile jeder hier. Falls nicht: Spoiler ahead! Wieder einmal eine sehr konstruierte Story, wieder einmal gerät Hunt ins Visier. Der sollte sich mit Jack Bauer zusammentun und im Duett ein Liedchen davon singen.

    Das Kernteam, inklusive Bösewicht, bleibt bestehen. Henry Cavill ergänzt die illustre Runde während Jeremy Renner (Avengers-bedingt) eine Pause macht. Christopher McQuarrie steuert erneut das Drehbuch bei und nimmt auf dem Regiestuhl Platz. Wie übrigens auch bei den kommenden Teilen 7 und 8, die gerade in (Post-)Produktion sind. Überaus kurzweilig gelingt auch diesmal die Jagd durch verschiedene Schauplätze, viele Personen deren Agenda entweder unklar sind oder häufiger wechseln würzen das Ganze derart mit Ablenkung, dass man kaum zum Nachdenken kommt und sich plötzlich im Abspann wiederfindet.

    Damit sind wir beim abblätternden Lack, denn in der Wiederholung hat man mehr Zeit, die diversen kleineren und größeren Logiklöcher zu begutachten. Je nun, einem Film rund um die "Impossible Mission Force" sei das verziehen. Der Cast spielt erneut wunderbar zusammen, Cavill - auch ob seiner physischen Präsenz - fügt sich großartig nicht ins Team ein, Ferguson ist wieder mit dabei und mit Vanessa Kirby gibt es eine neue spannende Figur mit rätselhaftem Hintergrund. Die Actionsequenzen sind wie gewohnt irre und wie immer aufgemerkt: wie für die Reihe üblich nahezu alles echt. Tom springt echt aus einem Flugzeug, rast echt ohne Helm in halsbrecherischem Tempo durch Paris, fliegt echt Helikopter(!). Verrückter Typ.

    Eine Randnotiz noch zum Ende und weil es passt - jüngst habe ich den letzten Bond im Kino gesehen und der M:I Reihe wird seit einer Weile nachgesagt, sie würde die besseren Bonds produzieren. In beiden Reihen stehen Gadgets genauso wie alberne Plots mit crazy Twists im Mittelpunkt, beides dreht sich um Geheimagenten und ihre Spielereien. Ich komme aber zu dem Schluss, dass sich die Reihen kaum vergleichen lassen. Cruises Hunt und Craigs Bond sind trotz der zahllosen Parallelen derart verschieden angelegt, das funktioniert irgendwie nicht recht. Beide Reihen habe ihre Für und Wider, ihre stärkeren und schwächeren Geschichten. M:I ist vielleicht mehr Action als Bond, und die läuft im letzten Teil wieder mal hervorragend.


    Bild: 7,5 / 10 - das mache ich ein wenig kurz. Offenbar bedeutet McQuarrie weiterhin ein lange nicht so gutes Bild wie im fünften Teil. Gerade in den ersten zwei Dritteln gibt es durch Grading verfremdete Bilder bis zum Abwinken, die Szenen im Club wirken fast monochromatisch, gibt es doch außer schwarz, weiß, Gold praktisch keine anderen Farben zu sehen. Schärfe ist häufig okay, häufig naja. Absolut spektakulär ist der Showdown, der im IMAX Format gedreht wurde. Hierfür wird das Seitenverhältnis von 2,39:1 auf 16:9 geöffnet, aber Freunde des Cinemascope-Bildes verzagt nicht - keine wesentlichen Inhalte oben und unten, nur mehr.

    In diesen Szenen gibt es gar kein Grading und dank Bergkulisse Details bis zum Abwinken zu bestaunen. Das ist schlicht das Maximum was man an Bild sehen kann, 10/10. Gleichfalls wie im Teil davor, kaum HDR.


    Ton: 9/10 (englisch TrueHD) - ein furioser Film, der mit ebensolchem Ton (zumindest im Ordiginal) daherkommt. Neben einem äußerst lebhaften Surroundmix, der beinahe ununterbrochen auf allen Kanälen feuert ist es diesmal vor allem der Score, der wesentlich zum Flair beiträgt. Erneut ist der Komponist ein anderer, diesmal darf Lorne Balfe Noten beisteuern. Er beschert uns praktisch zum ersten Mal in der Reihe ein paar kurze Ausflüge mit dem Piano. Er gönnt sich den Spaß und lässt den Score in Synthie-Sounds erklingen, was mir persönlich schon zu abgedreht war. Vor allem aber treibt er die Darsteller über weite Strecken mit atemlosen Streicher-Sequenzen vor sich her. Dazu mit relativ hoher Lautstärke, so dass kaum von Hintergrundmusik die Rede sein kann. In Art und Weise sehr vergleichbar mit Zimmer's Dark Knight Rises. Finesse braucht es diesmal nicht, hier kommt permanentes Forte-Fortissimo. Ein großer Spaß!

  • Hier geht es weiter mit den Filmen der letzten Tage. Nachdem es irgendwie am Stück nur BDs waren, kommen jetzt zufälligerweise nur UHDs.



    Die Zehn Gebote


    Klasse Monumentalfilm aus dem Jahr 1956 mit Charlton Heston und Yul Brynner.

    3 Stunden und 50 Minuten, inklusive längerer Musik vor dem Vorspann, Unterbrechung mit Musik und langem Abspann. Der Film ist nichts für die Generation YouTube, oder noch schlimmer, Tic Toc. Hier gibt es nicht alle 15 Sekunden was neues. Es dauert halt.


    Auch die Spezialeffekte sieht man deutlich, wo wir gleich Mal zur Bildqualität abschweifen können. Das Bild ist eigentlich ganz gut. Spartacus hatte mir besser gefallen. Gerade bei den Szenen mit Spezialeffekten sieht das Bild wie eine DVD aus. Wahrscheinlich durch damalige Technik um die Spezialeffekte zu erzeugen. Ansonsten ist das Bild gut aber wie geschrieben, fand ich Spartacus besser.


    Der Ton ist in Englisch in 5.1 und klingt gut (habe nur kurz rein gehört), deutsch ist in 2.0 Mono und klingt dementsprechend. Auch das Knacken von der Lichttonspur ist gelegentlich zu hören.


    Trotzdem ist die Veröffentlichung keine Enttäuschung für mich sondern OK.



    Gestern gab es...


    Bad Boys For Life


    Ein würdiger dritter Teil der Bad Boys. Hat mir auch beim dritten Mal gucken Spaß gemacht, ist witzig, hat coole Action und die typischen Bad Boys Zutaten.


    Das Bild ist sehr, sehr gut. Alles blitz blank sauber, scharf, schöne HDR Effekte, toller erweiterte Farbraum. Kann man auch als Referenz bezeichnen und als Demomaterial verwenden. Zeitlupen, Explosionen, Landschaftsaufnahmen, die Skyline der Stadt, ... Sieht alles echt geil aus.


    Der Ton ist in deutsch "nur" in DTS HD Master Audio 5.1, in Englisch in DTS:X. Wir haben in deutsch geguckt, hat ordentlich gerummst. In Englisch habe ich schon länger nicht mehr rein gehört, kann daher dazu nichts mehr sagen.

  • Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht


    Als ich im "Vorspann" Tim Burton las, war ich kurz davor meine Filmwahl noch einmal zu überdenken, da ich im Regelfall mit seinen Filmen nicht sonderlich viel anfangen kann. Zum Glück tat ich es nicht. Eine fantastische, herzerwärmende und liebevolle Geschichte über das Geschichtenerzählen und kleine Träumereien.

    Gepaart mit zwei "Weihnachts-Gin-Tonic" war das für meine heutige Stimmungslage der perfekte Film und bisher mit großem Abstand der beste Tim Burton Film, den ich gesehen habe. Das Bild war leider nicht einmal so recht Blu-Ray-Niveau aber der Ton hat mir ganz gut gefallen.


    Film 8,5 / 10

    Bild 5,5 / 10

    Ton 7 / 10

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