Beiträge von Moe

    Ach du hast einen ganzen Kasten gekauft :beat_plaste ich hätte ohne deadline auch wirklich noch eine Weile gewurschtelt (z. B. Auch mal geschlossen mit audyssey gegengetestet. Ich bin mir aber sicher das gehen wir an anderer Stelle noch einmal an :)

    Heute bzw. gestern war ich nun auch einmal bei Norman. Nachdem wir wie üblich eine Weile geschnackt haben, begaben wir uns in die heiligen Hallen. Absolut hervorragend, was mit so pragmatischen Mitteln für einen cleane Höhle geschaffen wurde. :respect:


    Nachdem wir das ein oder andere Detail bequatscht haben, nahm ich auf der Master-Lovecouch platz und ließ zunächst das Bild auf mich wirken. Hier musste ich wieder feststellen, dass ich einfach durch und durch Cinema-Scope-Fan bin und mir eine 16:9 Leinwand auf knapp 1:1 einfach zu hoch ist oder zumindest wirklich schon fast den Boden für mich berühren müsste. Die Akustik stand aber im Vordergrund. Norman wollte gern ein Feedback zum DBA und evtl. einer besseren Ankopplung der Speaker an dieses.


    Nachdem ich meine Test-CD durch hatte, fragte ich Norman, ob wir nicht einfach Film schauen wollen, da ich nicht erwartete eine deutliche Steigerung zu erschaffen, weil ich es wirklich bis auf ein paar Details im Kickbass schon richtig gut fand. ... hätten wir das Mal getan :beat_plaste


    Zunächst haben wir das DBA optimiert, das war schon ziemlich gut und durch eine Anpassung von -1dB auf -0,8 und einer Veränderung der Laufzeit von 16,6ms auf 16,8ms ließen sich kleine Details optimieren (auch größere Schritte hatten wir kurz angetestet). Unterm Strich war das aber schon wirklich gut. Genau wie bei mir auch bricht das 2x2 bei Norman oberhalb von 60 Hz aber auf. Dazu kommt noch eine fiese Resonanz im Kickbassbereich. Das haben wir versucht mit dem EQ zu richten, aber dieser regt die Resoanz nur noch viel stärker an und ist keine Option.


    Danach waren die Speaker dran, da hatte Audyssey in Laufzeit und EQ im Stimmbereich garkeine schlechte Figur gemacht, komischerweise gab es bei den Messungen dann ganz merkwürdige Probleme, so dass wir uns entschieden eine neue Einmessung zu machen. Nach der Neueinmessung waren die Probleme Geschichte und alles sah soweit top aus. Es ließ sich aber ums Verrecken keine Kombination aus Trennfrequenz von 60-120Hz finden, auch mit Anpassung der Laufzeit, die an der Front außer am Center funktioniert hätte. Unterm Strich haben wir uns dann nach 5-6h dazu entschieden, es gut sein zu lassen. Die erneute Hörprobe bestätigte auch, dass alles irgendwie etwas anders war, aber eigentlich auch nichts so recht besser. In der Summe vielleicht auch aufgrund der Erwartungshaltung sogar schon fast eher ein kleiner Rückschritt. Das grämt mich wirklich. Problembereich liegt dabei wie üblich zwischen 80-160Hz. Sowohl das DBA, als auch die Speaker brechen dort ein und versaubeuteln dabei so die Phase, dass sich heute zumindest keine Möglichkeit fand, dass irgendwie zu korrigieren. Harter EQ-Einsatz am DBA nicht und an den Speakern ist ein manueller Eingriff leider nicht möglich. :cray:


    Somit bleibt als Fazit zu sagen, dass Norman da vorab aus meiner Sicht schon richtig viel richtig gemacht hat und sein Equipment nahezu bestmöglich eingesetzt hat (bis auf etwas mehr Sorgfalt beim Entfernen von Resonanzen). Ich konnte dem Ganzen nicht mehr wirklich etwas Positives beitragen und hoffe es unterm Strich nicht sogar eher verschlechtert zu haben :sad: Messungen dazu poste ich morgen, wird heute zu spät. Wie bereits vor Ort besprochen, würde ich wohl wirklich mal dran gehen vor Allem die eine fiese Resonanz im Übergangsbereich zu beseitigen und auch noch ein paar anderen. Dann bleibt die Frage offen, ob ein 2x3 DBA das Problem darüber hinaus evtl. lösen könnte oder alternativ ein anderer AVR, der etwas flexibler im EQ der einzelnen Speaker ist, oder ob zu guter Letzt noch irgendwelche Akustikmaßnahmen dazu beitragen können, das Problem anders zu lösen. Es ist unterm Strich die gleiche Baustelle mit der ich mich 2 Jahre lang in meinem Wohnzimmer ebenso geplagt habe. Dennoch Kompliment für dein tolles Kino und deine super nette Family. Auch wenn es nicht so klingen mag, war das schon ganz großes Kino. Meistens bin ich froh, wenn die Kinos nach dem Einstellen schon so klingen, wie bei dir davor :sbier: :big_smile:

    Moe Ich war davon ausgegangen, das es nicht nur Weichen, sondernd auch Filter wären. Da hat sich mir dann die Frage gestellt, wie die erstellt werden, da es ja einen Input dazu braucht, anhand dessen gerechnet wird.. Wenn es nur Weichen sind, ist mir schon klar, wie das funktioniert.

    Ja mehr gibt die Xilica nicht her. Aber passt schon, ich bin auch so gerade schon happy.

    So ich hab da mal was gebastelt:




    Jetzt erst einmal ohne Verstärker, aber dafür braucht man nur noch Referenzwiderstand statt eines Speakers und eben den Speaker. Messergebnisse sind auch noch einen Hauch sauberer, als on the fly verbunden. Materialpreis ~10€.



    Innen sieht es so aus:



    Da wäre noch Platz für den Verstärker mit einem externen Steckernetzteil :) Danke für die Geduld Micha , ich nerve dann wieder, wenn der Verstärker da ist :p

    Ich hab mich jedenfalls gerade erschreckt, als ich meine letzte Messung auch mal auf 1/6 -so wie du -anstatt auf 1/3 Glättung gestellt habe. Das zappelt ja dermaßen, und das obwohl ich eigentlich schon entzerrt habe :dry: Aber gut, die Lautpsrecher an sich sind ja zB bei dir auch wesentlich aufwendiger konstruiert bzw konzipiert, das muss sich ja auch irgendwo wiederspiegeln :thumbup:

    Ach übrigens dazu, das ist eher sogar eine Stärke deiner Speaker, dass diese soweit ich es auf dem Schirm habe sogar gleichmäßiger abstrahlen. Der Waveguide und die geringere Gehäusebreite sind eher ein Vorteil bei den Behringer.

    Die Laufzeit hatte ich von der letzten Einstellung ja noch grob eingestellt. Sie ist nicht perfekt, aber ja auch nicht daneben. Wenn du vorab alle Speaker im Übertragungsbereich linearisierst, sollte es keine groben Phasenfehler geben. Sprich der Phasenwinkel ändert sich recht konstant und gleichmäßig über den Frequenzgang. SObald du Peaks oder Dips hast, verändert sich an diesen Punkten lokal der Phasenwinkel stärker oder schwächer, als er es bei einem linearen Signal tun würde. Wenn sich nun im Übergangsbereich zweier Filter die Phase nicht gleichmäßig ändert, gibt es keine saubere Addition. Damit die Phasenwinkel zu einander passen, muss auch die akustische Phase zu einander passen. Nehmen wir an, du setzt einen 6dB-Lowpass am TMT, dann dreht sich im Bereich der Flanke die Phase um -45° zusätzlich. Widerum am HT setzt, du einen akustischen Hochpass um 6dB, dann ergibt sich daraus eine Drehung von +45°, welches zu einer Gesamtphasendifferenz von 90° führt. Dieses entspricht einer 1/4 Schwingung und lässt sich so nicht sinnvoll vereinen. Es braucht immer 0/180/360° etc. Differenz. Eine komplette Schwingung ergibt dabei eine Phasendrehung von 360°. Wenn du nun also zwei Filter 2. Ordnung (12dB) ergeben sich am TMT -90° und am HT +90°. Die beiden sind miteinander vereinbar. Da jedoch nur eine halbe Schwingung dazwischen liegt, muss einer der Speaker verpolt werden. Daher nutze ich gern 24dB-Filter, da dabei der Lowpass -180° die Phase -180° dreht und der Highpass +180°. Aufgrund der Differenz ergibt sich bei idealer Laufzeit also keine bzw. 360° Differenz.


    Am Sub sind die Wellenlängen so lang, dass man auch kleinste Phasendifferenzen optimieren kann. Eine vollständige 80Hz Welle ist. z.B. 4,29 lang, daraus ergibt sich, dass bei einer Laufzeitveränderung von gut 1m gerade mal 90° Phasenwinkeldifferenz entstehen. Das heißt, auch wenn alle Filter richtig sind, kann ich so mit 20cm hin oder her schnell mal den Übergang noch deutlich optimieren. Bei einem HT und 3,5kHz Trennfrequenz ist die Wellenlänge für eine vollständige Schwingung nur 10cm, da ändern selbst 2,5cm den Winkel direkt um 90° aufgrund der kleinen Wellenlängen.


    Ich meine bei dir hast du den Sub invertiert, weil sich deine Mains nicht auf "normal" stellen lassen sondern auch immer invertiert sind.


    Weiterhin siehst du bei mir bei dem Sub noch so viel, weil dass der Grundgeräuschpegel meines Raumes ist. Der sogenannte Noisefloor, den du auch misst, wenn garnichts spielt.


    Ob die Laufzeit auf Impulsspitze oder Impulsbeginn besser funktioniert, muss man testen. In deinem Fall ist er auf Impulsspitze. Je nach Ergebnis, kannst du ihn als Ausgangspunkt auch mal grob in der Entfernung 2m herunternehmen im Yamaha.

    Hallo Nico, was meinst du mit der Generierung? Ich weise den Kanälen die mögliche Größe an Taps zu und gebe eine Trennfrequenz ein. Weitere Möglichkeiten gibt es nicht, auch kein FIR-EQ. Je nach Größe der zugewiesenen Taps erstellt der Xilica wie oben gezeigt einen Filter, der so nah, wie möglich an die eingegebene Trennfrequenz heranreicht, oder bei höheren Trennungen, dann so steil, wie möglich.


    Die Latenz des Xilica ist mit IIR-Filtern scheinbar 1,6ms höher, als die der DCX. Zumindest musste ich im direkten Wechsel die Laufzeit um 1,6ms verringern. Elektrisch gemessen habe ich bei der Xilica 2ms Verzögerung im Vergleich zur Loopback-Messung. Mit dem FIR Filter und 450 Taps waren es dann 4ms und mit 650Taps 5ms Durchlaufzeit.

    Hallo Andy, danke für deine netten Worte. Eines kann ich sicher sagen, die Xilica rauscht für mich unhörbar im Gegensatz zu speziell dieser DCX. Darüber hinaus kann ich keine seriöse Antwort geben. Es wurde einfach viel zu viel auf einen Schlag geändert. Insgesamt fand ich die DCX auch gut. Ich habe nur immer das Gefühl gehabt, es braucht etwas Pegel, bis diese richtig peppt. Für diese Einschätzung brauche ich aber deutlich länger, um zu sagen, ob es mit der Xilica ähnlich ist.

    Heute durfte die DCX gehen und wurde an der Front gegen die Xilica getauscht. Nach dem Einpegeln ging die Sonne auf. Das hier sind sozusagen "pure direct"-Messungen ohne EQ-Eingriffe im Raum. Den Sub hate ich über die letzten Monate immer leiser gedreht, da er mich sonst einfach immer wieder gestört hat und ich ihn als zu laut empfand. Sowohl an das DBA, als auch an die Laufzeit möchte ich dann noch einmal ran. Es ging jetzt nur darum, die Laufzeiten und Pegel wieder auf den Vorher-Stand der DCX zu bringen.


    Links:



    Rechts:



    Im Hörtest habe ich dann noch den hinterlegten 80Hz/+3dB/Q2 Filter aktiviert, sowie den Sub um 3dB angehoben. <3 Heidewitzka, endlich ist er da mein knallharter PA-Antritt, wie ich ihn aus meinem alten Fahrzeug kannte. Super konturiert aber straff auf die Brust knallt das endlich. Zudem hatte ich vorher immer ein wahrnehmbares Rauschen. Mit der Xilica ist nun auf Anhieb Funkstille. Das war echt ein super Schritt noch einmal neu abzustimmen und höher zu trennen. Die anderen Setups (200Hz und FIR), habe ich noch nicht gehört. Aktuell aber auch keinen Bedarf. Nun werde ich die Abstimmung in die DSM48 LAN übetragen und endlich mal die 15" auf den Surrounds aktivieren. Das macht Lust auf mehr :woohoo::woohoo::woohoo:

    Da ich heute eh dran war und um das Ganze für dich und andere greifbarer zu machen, habe ich das hier einmal kurz demonstriert (Laufzeit des DBA ist noch nicht final, aber darum ging es heute nicht).


    Hier einmal eine Messung des linken Speakers + Sub praktisch "pure direct", es sind im Raum noch keine EQ genutzt worden.



    Dabei sieht man gut, dass die Übergangsfrequenz okay ist. Die Flanke des TMT verläuft aber recht wild und gerade in Bezug auf die Raummode bei 30Hz nicht ideal. Es kommt zu Auslöschungen unterhalb von 50Hz bei Normalstellung und Addition bei Verpolung.

    Nun habe ich ein EQ-Band bei 30Hz / -18dB / Q16 gesetzt, nichts weiter:



    Man sieht sofort, dass die Auslöschung bei Normalstellung viel geringer ist. Die Addition im Übernahmebereich minimal besser, vor allem aber auch die Auslöschung verpolt besser, sowie nahezu keine Addition mehr. Man sieht dass der Frequenzverlauf der Flanke unterhalb 50Hz immernoch etwas ansteigt gegenüber dem Ideal. Wenn man dort noch einen breitbandigeren EQ drübersetzt, wird das noch besser. Dazu hatte ich aber keine Zeit und ich wollte eh nur die allergröbsten Schnitzer beseitigen.


    Ich hoffe, so ist das Prinzip und der Hintergrund des Equalizings deutlich über die Trennfrequenz von in meinem Fall 80Hz hinaus etwas klarer.