Beiträge von Mule

    FoLLgoTT

    Danke für die Info und Deine Unterstützung. Du meinst vermutlich Profile Info von Displaycal, oder? Ja, damit hatte ich (zumindest bezüglich der selbst erstellten Profile) schon geschaut.
    Ich werde mir das Ganze am Wochenende nochmal in Ruhe anschauen, wenn ich etwas mehr Zeit habe. Es kann eigentlich nur ein Anwenderproblem sein, da die Tools dispwin und xcalib die Verarbeitung der jeweiligen Profile korrekt bestätigen und ich bei dem bluish-Profil ja auch die Blauverschiebung sofort deutlich sehen konnte.

    FoLLgoTT : Danke für die Infos und Erläuterungen. Ich gebe auch noch nicht auf (war gestern wohl etwas frustriert). Wenn ich es richtig verstanden habe, dann bleibt die Matrix beim Erstellen eines synthetischen Profils auf Basis eines nicht synthetischen Profils erhalten, korrekt? Meine Befürchtung war, dass auch diese entfernt werden würde. Somit könnte man also ohne Verlust, wie von Dir zuvor beschrieben, das Problem mit dem Blackcrush korrigieren, korrekt?

    displaycal-apply-Profiles habe ich noch nicht getestet. Dafür habe ich gestern allerdings noch xcalib (bspw. unter Link zu finden) getestet. Hierbei habe ich dann auch von dem dortigen git-Repository die Testprofile genutzt und konnte nach Aktivierung des bluish.icc-Profils auch eine komplette Verschiebung der Farben Richtung blau sofort erkennen. Daraufhin habe ich dieses bluish.icc-Profil auch mit dispwin getestet und auch dort wurde das Bild sofort bläuclich.
    Komisch ist aber weiterhin, dass ich keine Gammaveränderungen wahrnehmen kann. So habe ich aus dem git-Repository auch das gamma_1_0.icc sowohl mit dispwin, als auch mit xcalib getestet und es gab erneut überhaupt keine Veränderungen im Bild, obwohl ein Gamma von 1 ja sofort ins Auge stechen sollte. Ich kann mir ehrlich nicht erklären was da nicht stimmt. Wie kann es sein, dass es mit entsprechenden Profilen eine Farbverschiebung gibt, aber keine Gammaveränderung?
    Vermutlich sitzt das Problem vor dem Bildschirm, aber ich komm nicht drauf.

    Ich gebe auf: Ich bekomme es nicht hin eine 3D-LUT korrekt zu verwenden. Bezüglich Gamut sieht es grundsätzlich korrekt aus, aber leider nur mit erheblichem Blackcrush.

    Sofern niemand mehr eine Idee hat, werde ich das Projekt Mediacenter mit MPV unter Linux ruhen lassen, da es so für mich leider nicht nutzbar ist. Dann bleibe ich doch lieber bei MadVR und Windows.

    Das Problem mit dem Absaufen untenrum kann ich nachvollziehen. Das kann man umgehen, wenn man das ICC-Profil in den Synthetic Profile Creator zieht (Drag & Drop), den Schwarzwert auf 0 cd/m² setzt und dann ein neues abspeichert. So richtig schön ist das aber nicht, da umständlich.

    Gerade einmal ein synthetisches Profil erstellt. Problem dabei: Es wird die LUT auf Basis der Messungen entfernt und es bleiben nur noch die "Eckkoordinaten", was man schon an der Dateigröße erkennen kann. Das ICC-File, welches ich als Grundlage genommen hatte, hatte fast 1MB. Das synthetische nur noch 3KB. Somit ist das leider kein gangbarer Weg.
    Ich schaffe es auch nach wie vor nicht, dass eine per dispwin geladenes Profil irgendeine Auswirkung auf das Gamme hätte. Dispwin lädt alles fehlerfrei, aber es schlicht keine erkennbaren Auswirkungen.

    Ich hoffe, dass jemand anderes hier noch Input liefern kann. Hier fehlt mir schlicht das Hintergrundwissen, wie man mit Displaycal eine korrekte Kalibrierung mit dispwin und MPV herstellt. Wer übernimmt?

    Ich hab zwar innerhalb des Setupguides alles vorgesehen, wie es bisher hier im Thread beschrieben wurde, aber die richtige Vorgehensweise mit Displaycal ist mir noch nicht wirklich klar und auch Nachfragen von Usern diesbezüglich im Displaycal-Forum (u.a. auch von Folgott) sind, zumindest für mich, bisher nicht wirklich eindeutig klar beantwortet worden
    So scheitert es bei mir derzeit daran, daas MPV zwar das ICC-Profil nimmt und anscheinend das Gamut-Mapping auch korrekt arbeitet (Farben passen zu MadVR). Dafür scheint aber etwas mit dem Gamma nicht zu passen, da ich wie zuvor geschrieben erheblichen Blackcrush habe.

    Für die Gamut-Umsetzung habe ich es bisher so verstanden, dass für MPV lediglich ein entsprechendes Display-Profil mit Displaycal erstellt werden muss. MPV übernimmt dann das Mapping des Source-Farbraums auf das Gamut des Display-Profil (ist sozusagen ein custom target-prim).
    Mir ist aber noch nicht wirklich klar, wie die ICC-Datei für dispwin erzeugt werden muss und ob das wirklich notwendig und richtig ist, denn wenn man ein ICC-Profil unter mpv verwendet, dann wird neben target-prim auch der Parameter target-trc laut Manual ignoriert und deshalb würde ich sagen, dass MPV auch das Gamma-Profil aus einem ICC-Profil nutzt, was aber dem bisher hier im Thread geschilderten widerspricht, da hier das Gamma eigentlich über dispwin auf OS-Ebene geladen werden soll, da es unter MPV keine Wirkung zeigt. Per dispwin konnte ich bisher aber umgekehrt auch noch keine Wirkung feststellen. Eventuell erstelle ich aber auch das ICC-Profil mit Displaycal falsch.

    Ich habe mittlerweile noch einen Beitrag von Florian Höch gefunden, in dem er kurz darauf eingeht, wie eine 3D-Lut in ein ICC-Profil durch Erzeugung eines syntethischen ICC-Profils verpackt werden kann. Dies sollte dann von ICC kompatibler Software, wie eben MPV, verwendet werden können (siehe Link ). Das werde ich in jedem Fall nochmal testen.


    Ansonsten danke für den Hinweis bzgl. bt.2446a und dem ICC-Profil.

    So, ich bin weitergekommen was die Farbsättigung angeht. Und zwar hatte ich das falsche ICC-File aus Displaycal erwischt. Hintergrund: Nachdem die Kalibrierung unter Displaycal durchgelaufen ist, befindet sich im Profilverzeichnis bereits eine ICC-Datei. Displaycal fragt aber zusätzlich noch, ob man eine ICC-Datei speichern möchte. Ich war bisher davon ausgegangen, dass die letztere die zu verwendende wäre. Ist sie aber nicht. Nimmt man die erstgenannte, dann passen die Farben auch mit Einstellung BT.2020 in der mpv.conf.


    Einziges Problem welches ich nun aber noch nach dem laden des ICC-Profils habe, ist Blackcrush. Auch mit dem Parameter target-peak habe ich das noch nicht richtig in den Griff bekommen.

    Den Sony kann man leider nur auf BT.2020 und Rec.709 stellen. Normal ist es definitiv bei mir nicht, das sieht man ohne Vergleichsbilder mit einem Auge und so würde ich auch keine UHDs schauen wollen.
    Nur wenn ich in der mpv.conf auf DCI-P3 setze, dann sieht es vergleichsweise passend aus, so wie es Mdann ja auch schreibt und das dürfte meiner Meinung nach doch gar nicht sein, oder?
    Und wie schon geschrieben, gibt es das Problem mit anderen Playern (Standalone UHD-Player, MadVR, Coreelec) auch nicht. MPV muss da irgendetwas anders machen (zumindest mit sonstigen Standardeinstellungen).

    Bei MadVR nutze ich eine eigene 3D-LUT statt „is calibrated to BT.2020“. Ich werde es auch mal ohne LUT testen. Habe aber in Erinnerung, dass es auch ohne LUT längst nicht so blass ist, wie mit MPV.


    Zudem scheint leidr auch das mit Displaycal erstellte ICC-Profil diesbezüglich mit MPV keine Verbesserung zu bringen.


    Im Moment ist mir nicht klar wo das Problem liegt.

    Interessant, dass es bei Dir auch so ist. Noch andere Leidensgenossen?


    Am reduzierten nativen Farbraum des Beamers kann es nicht liegen, denn bei Zuspielung per MadVR, einem Standalone UHD-Player oder auch einem Kodi-Player auf Basis von Coreelec (AMLogic-Chipsatz) funktioniert es ja korrekt und mein Sony-Beamer braucht auch kein BT.2020 Flag per HDMI, um BT.2020 darzustellen, da ich BT.2020 als Farbraum fest einstellen kann. Nur dennoch klappt es alleinig mit MPV nicht. Entwder ist da etwas in MPV nicht korrekt oder wir verstehen hier etwas bezüglich MPV und dessen Konfiguration falsch.

    Tony Stark : Danke für Deine Zusammenfassung und viel Spaß mit dem NZ8!

    Ansonsten bleibt vor allem die Verwirrung bezüglich der Lautstärke. Bei Dir in High nun etwas leiser, dafür E-Shift x merklich wahrnehmbar worüber andere berichteten, dass sie gar nichts hören würden. Ich kann mir derart unterschiedliche Berichte nur noch durch extreme Serienstreuung erklären. Da passt auch diese wirklich schlechte Konvergenz (die ich persönlich nicht akzeptieren würde) ins Bild.

    Nach dem ja nun das Setup soweit steht, geht es an die Config für MPV und da stolpere ich gerade darüber, dass bei UHDs die Farben viel zu blass sind und im Moment weiß ich nicht wo ich ansetzen soll, denn der Beamer steht auf BT.2020, in der mpv.conf steht target-prim=bt.2020 und mittlerweile habe ich sogar schon mit Display kalibriert. Aber auch dies hat nichts gebracht. Mit meinem anderen HTPC mit madvr habe ich da keine Probleme.
    Hat jemand eine Idee?


    p.s. Bei BT.709 sieht im Übrigen alles normal aus.

    Super, vielen Dank! :sbier:


    Man benötigt ja einen Spectrometer. Verstellen die sich evtl. auch mit der Zeit? Und ist z.B. dieses Angebot bei ibä (danke an Lando) geeignet? :sbier:

    Specbos garantiert bspw. nur 1 Jahr die Stabilität. Selbst wenn man nun sagt: Ok, ist auch der Hersteller, der gerne seinen Rekalibrierungsservice verkauft: Sicherlich muss man im Hobby-Bereich nicht jedes Jahr rekalibrieren, aber ab und zu sollte man es schon machen. Ich selbst mache es so alle 3-4 Jahre.

    Noch zwei Hinweise zur Nutzung von Displaycal bei diesem Setup:

    Da Displaycal nicht mehr von aktuelleren Linux-Distributionen unterstützt wird (es setzt noch auf das schon lange abgekündigte Python2 statt auf Python3 auf), musste ich eine Sandbox-Version (also ein Package, welches in einer eigenen Umgebung, in diesem Fall "Flatpak", läuft), installieren, welche ein paar Eigenheiten hat:

    1. Das USB-Messgerät am besten erst jeweils nach Start von Displaycal einstecken, so dass bei Erkennen eines entsprechenden Devices noch die benötigten USB-Berechtigungen automatisch gesetzt werden. Falls es beim Versuch zu messen einen Fehler geben sollte, das Messgerät nochmals abziehen und erneut einstecken.

    2. Bei Erstellung der Version seitens der Flatpak-Leute wurde nicht berücksichtigt, dass sich Displaycal aus Argyll ein paar *.ICM-Dateien zieht. Resultat ist, dass im Reiter zur Erstellung einer 3D-Lut unter Displaycal in der Auswahlliste zu "Source-Colorspace" u.a. die Einstelliungen BT.2020 und auch REC.709 fehlen. Es ist aber recht simpel die entsprechenden Dateien nachträglich bereitzustellen. Hierzu einfach die Sourcen von Argyll hier herunterladen, entpacken und alle *.ICM-Dateien aus dem Unterverzeichnis ref herauskopieren. Anschließend diese Dateien per SFTP auf den HTPC ins /tmp Verzeichnis kopieren und wie folgt vorgehen:
    a) Zunächst das Zielverzeichnis ermitteln. Hierzu: folgendes eingeben

    Code
    sudo find /var/lib/flatpak/app/net.displaycal.DisplayCAL/x86_64/stable -name *.icm

    b) Als Ergebnis erscheint nun eine Liste bereits vorhandener Dateien wie bspw.:

    Code
    //var/lib/flatpak/app/net.displaycal.DisplayCAL/x86_64/stable/c80c3c41b4d461fd6775c70b50af4e98a44d9c0beac057c7f288e380d5a2823c/files/share/DisplayCAL/ref/ACES.icm

    c) Nun die zuvor unter /tmp kopierten ICM-Dateien ins Zielverzeichnis kopieren. Hierbei das Unterverzeichnis mit dem langen Namen bestehend aus einer Buchstaben-/Ziffernkombination) (bei mir im Beispiel: c80...23c) durch das unter b) ermittelte ersetzen.

    Code
    sudo cp /tmp/*.icm /var/lib/flatpak/app/net.displaycal.DisplayCAL/x86_64/stable/c80c3c41b4d461fd6775c70b50af4e98a44d9c0beac057c7f288e380d5a2823c/files/share/DisplayCAL/ref

    Nach erfolgreichen Testinstallationen veröffentliche ich hiermit nun das angekündigte Tutorial.


    Kurze Zusammefassung der wichtigsten Features/Eckbausteine:

    - Möglichst schlanke Linux-Installation

    - Integration von Kodi, MPV und Displaycal

    - IR-Steuerung per Flirc

    - Kodi-Addons zum Setup von Flirc, MPV und Displaycal

    - Automatische Umsetzung von Kodi-NFS- und SMB-Pfaden in Moutpoints, da MPV sonst nichts damit anfangen kann

    - Konfigurierbare automatische Umschaltung von Framerate und/oder Auflösung

    - Custom Boot-/Shutdown-Logo

    - Integration eines per Displaycal erstellten ICC-Profils

    - Hardwarebeschleunigung per Nvidia-Grafikkarte

    - Integration der aktuellsten Release oder Master-Version von MPV


    Und nun etwas ausführlicher:

    Als OS kommt Ubuntu-Server in der aktuellsten 21.10. Ziel war es ein möglichst schmales und geschlossenes HTPC-System basierend auf den drei Komponenten Kodi als Medienzentrale, MPV als externer Player und Displaycal zur Kalibrierung aufzubauen und dies auch für User, die kein oder wenig Linux-KnowHow mitbringen.


    Um eine Steuerung per IR-Fernbedienung zu ermöglichen, habe ich mich entscheiden FLIRC zur Steuerung zu integrieren, da ein FLIRC Dongle kostengünstig ist, kein tiefes Hintergrundwissen unter Linux benötigt wird und zudem die Möglichkeit bietet den PC auch per Fernbedienung einzuschalten (wenn USB-Wakeup im Bios aktiviert wurde).


    Die gesamte Installation ist auf den Einsatz einer Nvidia-Grafikkarte ausgerichtet ist.


    Da MPV unter Ubuntu nicht in der aktuellsten Version verfügbar ist, enthält das HowTo einen Abschnitt MPV selbst zu kompilieren. Default ist hierbei die aktuellste Release-Version (derzeit V0.34.1). Es ist aber auch beschrieben, wie man die aktuellste Entwicklungsversion (master) kompilieren kann. Mit letzterer kann man dann auch die allerneuesten Tonemapping-Algorithmen nutzen.


    Um das System möglichst wie ein geschlossenes Standalone-System nutzen zu können, habe ich für den Aufruf der Nvidia-Settings, des Flirc-Setuptools, Displaycal und zum lokalen Editieren der MPV-Config entsprechende Kodi-Addons beigefügt, so dass man zur entsprechenden Konfiguration Kodi nicht verlassen muss.


    Zur Kalibrierung per Displaycal bzw. einer entsprechenden ICC-Datei: Um eine per Display-Cal erzeugte Kalibrierungsdatei (*.icc) nutzen zu können, muss diese als displaycal.icc unter /home/kodi abgelegt werden. Dann wird diese automatisch vom Betriebssystem und MPV geladen.


    Ebenfalls Bestandteil des Systems ist eine mögliche automatische Umschaltung der Framerate und/oder Auflösung beim Abspielen von Medien über MPV. Über die MPV-Config kann festgelegt werden, ob und was automatisch umgeschaltet werden soll.

    Nach dem Beenden von MPV wird zudem wieder zur ursprünglichen Auflösung/Framerate zurückgeschaltet.


    Nicht Bestandteil dieses Guide ist es eine möglichst optimale Konfiguration für Kodi bzw. MPV zu liefern, da 1. die individuellen Anforderungen komplett unterschiedlich sein können und 2. mir bisher auch die Zeit fehlte mich intensiv damit zu beschäftigen. In Bezug auf MPV gibt es sicherlich einige andere User hier im Forum, die hierin fitter sind und teilweise ihre Configs ja auch bereits gepostet haben.


    Anbei nun aber das Wichtigste: Link zum entsprechenden Github-Repository mit dem aktuellen V0.9-Release


    Ich hoffe, dass die Erklärungen im HowTo soweit klar und verständlich sind. Bei Fragen/Anregungen bitte diesen Thread nutzen.


    Über positives Feedback freue ich mich natürlich besonders ;-)