Gibt es irgendwo eine zusammenfassende Abhandlung zum Thema Anamorphot?

  • Für mich der am meisten überschätzte Punkt. Wir reden ja nur von einer Hochskalierung, das Signal bleibt natürlich bei der Auflösung wie zuvor.

    Hängt das nicht von der Qualität der Skalierung ab? Beim Envy hätte ich vorher nicht geglaubt, wie gut skaliertes FullHD aussehen kann. Wenn also die Skalierung sehr gut ist, kann das Ergebnis ziemlich gut aussehen, oder?

  • 3. Breiteres Bild bei gegebener Entfernung Projektor-Leinwand

    Evtl. Trugschluss.


    Wenn man schon den vollen Weitwinkel ausgenutzt hat kann man nicht einen Anamorphoten davorstellen um das Bild noch breiter zu kriegen. Das führt zu Abschattungen und/oder unerwünschten Bildfehlern im Randbereich, insbesondere bei recessed optics, also ins Gerät eingelassene Objektive, wie bei JVC und Sony bspw.

    Jeder Anamorphot hat eine bestimmte max. throw ratio (Projektionsverhältnis) je nachdem wie nah er ans Objektiv rankommt.

    U. U. kriegt man mit Anamophot kein breiteres Bild hin als mit dem max. Weitwinkel des Projektors. Das gilt es vorher genau zu prüfen.

    Auch der nötige Lensshift (nur vertikal, so wenig wie möglich) spielt da noch mit rein.

  • Wenn man schon den vollen Weitwinkel ausgenutzt hat kann man nicht einen Anamorphoten davorstellen um das Bild noch breiter zu kriegen.

    Das muss man doch auch nicht immer. Es geht auf der CS Leinwand um das 16:9 Format. Dass muss durch die Optik passen.

    Vielfach reicht es dann, ein breiteres bzw größeres zu erhalten.


    Wenn das Zoom allerdings für 16:9 bereits voll ausgeschöpft wird, kann es wie von dir richtig beschrieben knapp werden.

  • Jeder Anamorphot hat eine bestimmte max. throw ratio (Projektionsverhältnis) je nachdem wie nah er ans Objektiv rankommt.

    U. U. kriegt man mit Anamophot kein breiteres Bild hin als mit dem max. Weitwinkel des Projektors. Das gilt es vorher genau zu prüfen.

    Na klasse... 😬


    Wie kriegt man das raus, wo die Informationen im Netz eh schon so bescheiden sind? Bei den Prismasonics finde ich gar keine Daten hierzu.


    Und klar, ich bin mit dem N7 nah am Anschlag mit dem Weitwinkel.

  • Ich habe eine 21:9-Leinwand, und da bin ich schon sehr weitwinkelig unterwegs...

    Du hast eine 3 Meter Leinwand und willst auf 3,30 m gehen. Dafür brauchst du nicht den max. Zoom des Beamer. Dieser würde dich auf rund 3,75 m bringen.

    Du kannst das Bild also kleiner projizieren, um mit Anamorphoten auf 3,30 zu kommen.

    Ob das ausgeht, musst du letztendlich ausprobieren.

  • Bei Prismasonic gibt es diese Angaben: https://prismasonic.com/english/calculator_tr.php


    Unter compatibility. Bei recessed optics sollte mit der prismatic eine 16:9 throw ratio größer 2 und bei der cylindrical größer 1.6 eingehalten werden. Der Kalkulator rechnet dann bei gewünschter scope Bildbreite und Projektionsabstand zurück auf die 16:9 throw ratio.

    Das ist dann aber eben auch noch vom Lensshift und weiteren Faktoren abhängig.


    Idealerweise für beste Bildqualität sollte die 16:9 throw ratio 2 oder mehr betragen schreibt Prismasonic.

    Hält man sich daran so erreicht man in scope mit Anamorphot eine throw ratio von 2/1.33 = 1.5, was weniger wäre als mit dem max. Weitwinkelzoom des JVC alleine.

    Bei 1.6 in 16:9 käme man in scope dann weiter, aber ob das funktioniert kann man vorher halt nicht exakt sagen, im Zweifelsfall muss man das ausprobieren...


    Bei Prismasonic könnte man den Anssi Lepanen anschreiben ob es da Erfahrungswerte gibt bei Kombination xyz.

  • Wenn man schon den vollen Weitwinkel ausgenutzt hat kann man nicht einen Anamorphoten davorstellen um das Bild noch breiter zu kriegen. Das führt zu Abschattungen und/oder unerwünschten Bildfehlern im Randbereich, insbesondere bei recessed optics, also ins Gerät eingelassene Objektive, wie bei JVC und Sony bspw.

    Das kann ich zumindest für die X-Serie nicht bestätigen. Ich bekomme das Bild mit Anamorphot breiter als mit maximalem Zoom. Mit dem Prismasonic musste ich auch nichts modifizieren bei einem Projektionsverhältnis von 1,57. Das war für mich auch der primäre Kaufgrund für einen Anamorphoten. Sonst hätte ich meine 4 m bei der Raumlänge gar nicht ausleuchten können. :)



    @alle

    Ich würde aber auch niemanden zu einem Anamorphoten überreden, der ihn nicht braucht oder unbedingt haben will. Dafür sind ist der Gewinn an Licht und Auflösung zu gering für den Preis. Aber darum ging es in dem Thread ursprünglich gar nicht, sondern um eine Marktübersicht.

  • Ich würde aber auch niemanden zu einem Anamorphoten überreden, der ihn nicht braucht oder unbedingt haben will. Dafür sind ist der Gewinn an Licht und Auflösung zu gering für den Preis.

    +1. Ich hab sogar auf 20cm Bildbreite verzichtet, um mir den Zusatzaufwand zu sparen und die Prismasonic wieder verkauft.

    Gekrümmtes Bild, Montageaufwand, Ausrichtung war es mir dann doch nicht wert.

    War ursprünglich für einen Beamer ohne Lensmemory gedacht.

    Ein Prismasonic cylindrical konnte ich bei der X Serie von JVC bei voll aufgezoomten Bild wunderbar zur Bildverbreiterung einsetzen, ohne dass es zu Problemen im Bild führte.

    Auch nicht bei der Prisma Version.


    Ein 5. Vorteil wurde noch nicht genannt: So ein Anamorphot schattet 100%ig ober und unterhalb des Bildes ab. Selbst ein JVC, mit Blanking, gibt noch merkbares Licht im CS Balken ab. Aufgezoomt über die LW Maskierung hinaus. Das ist Licht auf der Frontwand, das ist unnötiges Licht um Raum, statt auf der LW.


    Ich war nochmal kurz am überlegen, die neue LW doch wieder auf 370cm Breite zu bauen und diesmal die Prismasonic Cylindical zu holen. Aber für mich überwiegen die Nachteile.

  • In der 4K-Non-DLP-Zeit. Und da sehe ich bei meinem 0,9:1 Abstandsverhältnis und durchschnittlicher Sehschärfe definitiv kein Fliegengitter.

    Lucky U! :sbier:

    Durchschnittliche Sehschärfe bedeutet Visus 1,0. Die durchschnittliche Leinwand in unseren Kreisen ist ein akustisch transparentes Gewebe...

    Ich habe einen Visus von 1,2 und eine glatte Folie ohne jede Struktur. Glaub mir, ich sehe bei jeder Projektionstechnik auch bei 4k noch ein Fliegengitter, selbst wenn ich auf 1,0:1 zurück gehe!

    Und ich sehe auch Auflösungsdefizite an kleinen Strukturen, schrägen Kanten etc.. Die werden selbstverständlich auch durch eine reine Skalierung für den Anamorphoten abgemildert.

    Ich stimme dir zu, der Unterschied ist nicht so groß wie von 2k nach 4k - woher auch? Das würde wohl auch niemand erwarten der bissl Kopfrechnen kann. Die vertikale Auflösung steigt halt um ca. ein Drittel, nicht mehr und nicht weniger. Ob man den Unterschied sehen kann, hängt offenbar von einigen Randbedingungen ab :sbier:

  • Beim Thema "recessed optics" hat JVC halt mit der N Serie auch echt den Vogel abgeschossen :beat_plaste

    Noch ungünstiger für jegliche Vorsatzoptiken hätte man das Gerät kaum konstruieren können. Da wird man mit Sicherheit noch ein gutes Stück vor dem X an die Grenzen stoßen bezüglich Weitwinkel mit Anamorphot. :shock:

    Und der X ist da schon alles andere als ideal - siehe Nils :beated:

  • Beim Thema "recessed optics" hat JVC halt mit der N Serie auch echt den Vogel abgeschossen

    ja leider. Eventuell kann man die vordere Abdeckung abmontieren und so näher an das Objektiv ran, man müsste dann halt einen Weg bez Kühlung finden. Wenn es mal N5/7 deutlich außerhalb der Garantie gibt zum guten Kurs, dann wäre das ein für mich vorstellbares Projekt um meine ISCO IIIL anzuflanschen sozusagen.

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