Beiträge von FoLLgoTT

    Soweit ich weiß hat madVR nach wie vor keine eigene Steuerungs-API,...

    Doch, die Dokumentation findet man im Unterverzeichnis "developers\interfaces". Da kann man via COM alle möglichen Einstellungen ansprechen und ändern. Vermutlich fehlen aber die vielen Testschalter für HDR, die es inzwischen gibt. Und man muss eben COM programmieren, also eher nichts für Laien.


    Außerdem liegt unter "developers" eine net-protocol.txt. Man kann madVR also auch über IP ansprechen. Aber so richtig umfangreich liest sich das für mich nicht.

    Doch genau das passiert, da kein mir bekannter Beamer "Farbmanagement" im engeren Sinne unterstützt, weil sie das eingebettete Farbprofil im Content nicht berücksichtigen.

    Sie stellen die Farben innerhalb ihrer Kalibrierung dar.

    Es gibt kein eingebettetes Farbprofil im Stream. Es wird anhand einfacher Informationen ermittelt, welcher Gamut korrekt ist (meist ist es die Auflösung). Und dann schalten Envy, Radiance und madVR auch korrekt um.


    Unterschiede in der Sättigung gibt es dann nur, wenn man plump ohne Farbraumkonvertierung zuspielt. Also das, was du beschreibst.

    Hier noch mal eine Messung, wie viel Kontrast die beiden Linsen kosten. Gemessen wurde direkt im Lichtweg und somit der Raum ausgeblendet.




    Wie man sieht, wird der Kontrast um ca. 7 % verringert. Das ist so wenig, dass man es nicht sehen dürfte. Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass wir in Verhältnissen wahrnehmen. Reflektiv in meinem Raum gemessen, verringert sich der Kontrastverlust bei der ISCO IIIL noch mal auf 4 %.


    Interessant wären noch Messungen der Cinema DLP 1.25 und den Prismasonic Cylindrical bzw. Prismavariante. Vielleicht hat ja mal jemand Lust dazu. :)

    Das ist auch der Grund warum ich Jahre nichts mehr geschrieben habe, das ist einfach nicht meine Welt.

    Foren verändern sich. Der Heimkinoverein ist inzwischen das größte deutschsprachige Heimkinoforum mit Schwerpunkt auf dedizierte Heimkinoräume. Da kann man nicht erwarten, dass alles unkritisch stehengelassen wird. Als Echokammer taugt so ein Forum dann einfach nicht mehr. Das finde ich aber eher positiv als negativ.

    Was man weiß ist, das unser Gehör nicht nur druckempfänglich, sondern auch richtungsempfenglich ist. Will heißen, daß was nicht am Mikro ankommt, können wir trotzdem hören/wahrnehmen.

    Das ist so nicht ganz richtig. Das Ohr ist immer ein Druckempfänger. Erst durch interaurale Laufzeit- und Druckdifferenzen und durch die HRTF nehmen wir eine Richtung wahr. Von daher ist es logisch, dass wir mehr hören als ein einzelnes Monomikrofon. Wir hören aber nicht mehr als z.B. ein Kunstkopfmikrofon, das eben genau diese Dinge nachbildet.


    Ergo nimmt man eine Raummode allein durch die Anregung des Raumes auch war, wenn man nicht im Druckmaximum sitzt.

    Zumindest im Schnellemaximum liegt eine Auslöschung vor. Da hört man gar nichts von der Mode. :)

    Da du aber eben mit eigenen Augen gesehen hast wie gut das Bild trotzdem war, scheint einfach ein hoher Kontrast gar nicht so wichtig zu sein :zwinker2:

    Es müsste präziser heißen: der wahrgenommen Kontrast ist relevant. Und der hängt von der Intensität des Stimulus ab.


    Aus meiner Sicht haben wir es hier vor allem mit zwei Effekten zu tun:


    Hunt-Effekt

    Farben erscheinen intensiver bei höherer Luminanz.


    Stevens-Effekt

    Der Kontrast erscheint größer bei höherer Luminanz.


    Eigentlich müsste man deren Erkenntnisse und die Leuchtdichte auf der Leinwand mit den ADL-Messungen verwursten, um eine brauchbare Vorhersage treffen zu können. Wäre doch mal interessant, wenn man so ein Modell hätte...

    Was mich beim lesen am meisten gewundert hat, das Lichtleistung für 0,7 Gain und die LW Breite ausreicht bzw. so zu begeistert weiß.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, wurden nur knapp 3 m Breite ausgeleuchtet, weil das richtige Objektiv nicht verfügbar war.

    ...oder wurde auch mal was mit Weltall, starken Kontrasten verglichen?

    Ich würde eher sagen, dass die dunklen Szenen mit schwachem Kontrast noch problematischer sind, da dann keine hellen Partien mehr herausstechen. "Gravity" hat ein paar davon, ist aber ansonsten sehr kontrastreich und in der Summe kein wirklich dunkler Film. Selbst in den dunkelsten Szenen sind in de Regel noch Pixel mit vollem Pegel enthalten.


    Richtig dunkle, kontrastarme Szenen hat z.B. "Parasite". Und gleichzeitig enthält er auch sehr kontrastreiche. Das Bild ist also sehr abwechslungsreich, was den Szenenkontrast angeht. :)

    Zur Ermittlung des Streulichtfaktors bin ich so vorgegangen. Eine ANSI-Messung im Lichtgang durchgeführt (die m. E. am besten mit dem Spyder5 funktioniert) Eine weitere ANSI-Messung reflektiv mit dem i1Display Pro (mit zusätzlichen Streulicht- Schutz-Tubus) Den Nativ-Wert in die Tabelle eingetragen, und am Streulichtfaktor gedreht, bis der kalkulierte LW-Wert, mit dem reflektiv gemessenen überein stimmt.

    Das klappt bei mir so nicht, weil ich reflektiv selbst mit Röhre vorm Sensor keine so hohen niedrigen Schwarzwerte messe wie direkt im Lichtweg. Daher habe ich das Streulicht mal testweise mit dem Diffusor in Richtung Raum und Abschattung vom Projektor gemessen. Der Faktor lag bei 0,8 %. Wenn ich meine Werte alle eingetippt habe, passte aber 0,6 % besser.


    Wahrscheinlich ist das nicht ganz so einfach, denn der Wert ist ja im Grunde nur eine Vereinfachung für einen relativ komplexen Raum. Meine Leinwand ist ziemlich groß, gekrümmt und anscheinend reflektieren die Sitze und das Podest noch signifikant zurück, obwohl der Großteil des Raumes schwarz ist.


    Letztendlich ist es ja für die Vorhersage, wie sich zwei Projektoren verhalten, auch egal, wie man das Streulicht ermittelt. Sobald ein Faktor gefunden ist, der die im Lichtweg gemessene ADL-Reihe ausreichend genau in die reflektiv gemessene konvertiert, reicht das.


    Eigentlich ist es doch ein Unsinn, dass das zu messende Weißfeld bei den ADL-Pattern so klein ist. Der Weißwert bleibt doch im Grunde gleich, der Schwarzwert ist je nach ADL01-20 variabel.

    Ja, das sehe ich auch so. Ich messe Weiß pro Reihe nur noch einmal und nicht jedes Mal über die ADL-Testbilder. Letzteres ist überflüssig. Und die Schwarzwertanhebung hat auf den Weißwert ohnehin kaum Einfluss. Da ist die Messschwankung nach ein paar Minuten größer, wenn die Lampe eine andere Temperatur hat. :zwinker2:


    Erwähnen möchte ich noch, dass der einstellbare Gain-Faktor der Kalkulations-Tabelle, derzeit nur für breit abstrahlende Tücher von Grau (0,5) bis Weiß (1,0) funktioniert. Für Kontrast-Leinwände mit winkelabhängiger Gain-Verstärkung habe ich derzeit noch keine Lösung, Diese sollten bei 1,0 eingestellt bleiben.

    Ich denke, dass man das auch gar nicht braucht. Es reicht, das Streulicht empirisch zu ermitteln. Darin stecken ja Gain, Leinwandgröße und Raumeigenschaften. Die zu trennen ist ohne großen Aufwand kaum möglich. Aber auch gar nicht notwendig, solange man nur das Verhalten von zwei Projektoren in seiner Umgebung vergleichen möchte. :)

    Sehr gute Idee! :sbier:


    Das Ergebnis kommt meiner Messung schon ziemlich nah. Beim Streulicht muss man allerdings eher empirisch vorgehen, biss es passt. Das Problem ist auch, dass es nicht nur vom Raum abhängt, sondern auch von der Leinwandgröße. Eine größere Leinwand erzeugt bei identischer Leuchtdichte mehr Streulicht als eine kleine. Logisch, der Lichtstrom muss ja auch höher sein, um auf dieselbe Leuchtdichte zu kommen.

    Ich kann verstehen, dass Du als Jemand der enge wirtschaftliche Verflechtungen zum Hersteller eines Mitbewerber Produktes hat versuchst die Barcos schlecht aussehen zu lassen. Mir selbst wäre das peinlich.

    Ein völlig unangebrachte Antwort auf Andys sachlichen Kommentar. Wird das jetzt ein Zickenkrieg unter Gewerblichen?

    Ein einzelnes Glas kostet 8%?

    Ich denke, da ist die größere Fläche nicht eingerechnet und selbst dann ist die Verzerrung über die Fläche nicht gleichmäßig, so dass überall etwas andere Werte herauskommen. Das ist bei Anamorphoten auch so. Ob so eine Linse wirklich Licht kostet, ist nicht so einfach zu bestimmen, weil sich eben die Fläche (ungleichmäßig) ändert. Man müsste den Lichtstrom über die gesamte Fläche aufsummieren, was kaum möglich ist.


    Mit einem Weitwinkelkonverter von ISCO (2.000 Euro neu) habe ich keine so guten Erfahrungen gemacht und sie anschließend wieder veräußert.

    Welche war das? Bei dem Preis wahrscheinlich die II oder IIIS, oder?


    Für 19 € scheint das Ergebnis des Weitwinkelkonverters erstaunlich gut zu sein. Natürlich ist das kein Ersatz für einen Anamorphoten für Cinemascope-Leinwände. Für diejenigen, die ihre 16:9 -Leinwand nicht voll ausleuchten können, aber durchaus eine nahezu kostenfreie Lösung.

    ich habe im AVSForum gelernt dass man mit DaVinci Resolve (einer freien Videoschnittsoftware) Farbanalysen von Filmen machen kann, also z.B. Farbraumausnutzung.

    Ja, Resolve hatte ich ich mir vor einiger Zeit auch mal angeschaut. Ich habe aber auch gelesen, dass die Analyse der genutzten Farben wohl nicht ganz so trivial ist und man sich nicht immer darauf verlassen kann, was die Programme so ausspucken. Das ging mir dann nach weiteren Recherchen zu sehr in die Tiefe bzw. der Nutzen war für mich in dem Augenblick nicht da, um da weiter einzutauchen.