• Klar, aber das sind wieder so Grundsatzfragen. Viele haben Probleme mit dem Gedanken an Schulden in Rente. Bis zum Tod eine unbekannte Miete zu zahlen, geht dafür klar. Es sind viele Eventualitäten. Sicher ist, dass Miete nie die eigenen Taschen füllt.

    Zudem gehe ich davon aus, dass wenn ich jetzt mit 30% meines Einkommens kalkuliere ich in 10 oder 20 Jahren mit dem gleichen Betrag erst recht gut durch das Leben komme. Wer kann mir denn versichern, was ich in 20 Jahre für Miete zahle. Mit einem Annuitätendarlehen und Zinsbindung oder Bausparkonstrukten kann ich das bis zum Ende sicher planen. Weiterhin ist das nicht mein Ziel, aber ich kann auch verstehen, wenn Menschen durchaus kalkulieren, garnicht die komplette Restschuld abzuzahlen sondern vielleicht auch einfach etwas zu spekulieren und den Kredit im Alter mit dem Verkauf des Objektes auszulösen und im Idealfall noch Vermögen über zu haben.


    Ein tolles Haus ist ja relativ, aber für 400-600k kann man definitiv ordentlich bauen. Was der Grund und Boden kostet, ist ja ein völlig anderes Thema.

  • OK, dann hatte ich das falsch verstanden. Ohne Grundstück sollte man in der Tat mit rund ner halben Million noch was recht anständiges hinstellen können.

    Aber 30% des Einkommens ist auch extrem vorsichtig kalkuliert. Was willst du denn mit dem ganzen übrigen Geld anstellen? :waaaht:

    Also ich finde, für die eigenen 4 Wände für die eigene Familie kann man doch auch bissl mehr einplanen - wofür denn auch sonst?

    Wahrscheinlich hab ich drum noch keinen NZ9 vorbestellt :byebye:

  • Mehr Abdrücken kann ich im Zweifel immer. Wir sind aktuell mit einem Kind zwei Vollverdiener. Ein zweites Kind ist nach wie vor Thema, danach wird Frauchen die nächsten 10-15 Jahre wohl nicht mehr voll gehen und mir persönlich reichen 36h/4 Tage auch. Die 30-35% sind auf unser aktuelles Einkommen ausgelegt, nun nimm mal ein halbes Einkommen weg usw. Weiterhin möchte ich einfach ein finanzielles Backup haben und dementsprechend ist mein persönliches Ziel eben nebenher auch noch mind. 15-20% in Vermögensbildung jeglicher Form abzuschieben. Darüber hinaus muss dann halt noch genug übrig bleiben um gescheit durchs Leben zu kommen und nicht jeden Cent umzudrehen. Dafür kalkuliere ich gern lieber etwas zu konservativ.

  • Ich habe mal gelesen, dass Immobilienbesitzer Ihr Vermögen u. a. deswegen vergrößern, weil man sich nach dem Erwerb der Immobilie für ein paar Jahre finanziell einschränkt bzw. einschränken muss. Vulgo: man kauft weniger Mist, weil man haushalten muss.


    Ein Wertzuwachs der Immobilie ist da noch gar nicht mitgerechnet. Beim Verkauf unserer ETW 2017 haben wir gegenüber dem Kauf 72% mehr erlöst. Steuerfrei.


    Das wollte ich als Anregung eines voll-integrierten schaffe-schaffe-Häusle-baua spanischem Schwaben mitgeben! :big_smile:

  • Nie wieder renoviere ich eine Bestandsimmobilie. Ich habe insgesamt wesentlich mehr Zeit und Geld investiert als in meinen Neubau, und es ist immernich ein altes Haus :(

    Was das "NEUE" auch wird:zwinker2:

    Und so konntest du je nach Umfang einer Renovierung (nicht Sanierung) das Stück für Stück tun so wie vielleicht das Geld da war. Da gibts schon noch ein paar mehr Aspekte als altes Haus und neues Haus.

    Gruß von dem der das bei 3 Häusern gemacht hat und nach wie vor macht.

  • Mehr Abdrücken kann ich im Zweifel immer. Wir sind aktuell mit einem Kind zwei Vollverdiener. Ein zweites Kind ist nach wie vor Thema, danach wird Frauchen die nächsten 10-15 Jahre wohl nicht mehr voll gehen und mir persönlich reichen 36h/4 Tage auch. Die 30-35% sind auf unser aktuelles Einkommen ausgelegt, nun nimm mal ein halbes Einkommen weg usw. Weiterhin möchte ich einfach ein finanzielles Backup haben und dementsprechend ist mein persönliches Ziel eben nebenher auch noch mind. 15-20% in Vermögensbildung jeglicher Form abzuschieben. Darüber hinaus muss dann halt noch genug übrig bleiben um gescheit durchs Leben zu kommen und nicht jeden Cent umzudrehen. Dafür kalkuliere ich gern lieber etwas zu konservativ.

    Schulden fürs Haus abtragen und gleichzeitig Vermögen bilden, damit konnte ich mich nie anfreunden. Ich hab das schnellere Tilgen bevorzugt. Nach dem Bau eine gewisse Reserve noch flüssig in der Hinterhand haben, sehe ich aber als wichtig an.

    Wir haben zu klein und zu sparsam gebaut. Hinterher, wenn alles gut gegangen ist und man mehr Platz möchte und finanziell könnte, wird jede Veränderung extra aufwändig und auch teuer.


    Die letzten Jahre haben gezeigt, dass sich Warten nicht auszahlt und ich denke, dass das noch lange so bleiben wird.

  • Ja das stimmt, aber wie gesagt, im Zweifel wenn es knapp wird über eine gewisse Zeit einfach kein oder weniger Vermögen zu bilden, empfinde ich als leichter und gibt mir Sicherheit. Weiterhin sind wir dann in einer Region in der die Finanzierung grenzwertig auch allein noch zu stemmen ist. Letzter und wichtigster Punkt. Gemessen an der aktuellen Miete ist die Rate auch so schon rund 30-40% höher, was die psychische Grenze meiner Partnerin darstellt. Sie kann mit Geld einfach schlecht umgehen, hat zudem in der Familie schlechte Erfahrungen mit Immobilien und für mehr ist sie nicht bereit sich zu binden. Da bin ich schon froh, dass sie das Grundprinzip mittlerweile ausreichend verstanden hat und annimmt. Sie wurde da einfach recht verkorkst erzogen und das muss man eben ein stück weit auch akzeptieren.

  • sandt1

    im Osten kann man das ggf. so machen, da soll es ja noch bezahlbare Häuser geben, hier im Südwesten bekommt man keine günstigen alten Häuser.

    Wenn man dann erstmal sämtliche Leitungen neu verlegt, neues Abwasser, neues Frischwasser, neue Heizungsleitungen, neue Heizanlage, neue Elektrik...

  • Und so konntest du je nach Umfang einer Renovierung (nicht Sanierung) das Stück für Stück tun so wie vielleicht das Geld da war.


    sandt1

    im Osten kann man das ggf. so machen, da soll es ja noch bezahlbare Häuser geben, hier im Südwesten bekommt man keine günstigen alten Häuser.

    Wenn man dann erstmal sämtliche Leitungen neu verlegt, neues Abwasser, neues Frischwasser, neue Heizungsleitungen, neue Heizanlage, neue Elektrik...


    Finde den Fehler ;)

  • Nie wieder renoviere ich eine Bestandsimmobilie. Ich habe insgesamt wesentlich mehr Zeit und Geld investiert als in meinen Neubau, und es ist immernich ein altes Haus :(

    Also wir Kernsanieren seit gefühlten Ewigkeiten ein Haus.

    Aktuell sind wir in den letzten Zügen.

    Ich kann sagen, dass es zum Teil gefühlt die Hölle auf Erden ist, aber das kann bei einem Neubau genauso sein. Da werden einem die Firmen sicher auch nicht die Bude einrennen!

    Wenn man hartnäckig ist und sich nicht gleich die erste Lösung als die Beste verkaufen lässt, dann kann man so ein Haus fast ohne Kompromisse auf fast Neubauniveau heben.

    Einziger Parameter wo wir jetzt Abstriche machen mussten ist die Deckenhöhe. Wenn man allerdings auch mit einer dezentralen KWL und einer Standard Elektroinstallation leben kann, dann wäre selbst das kein Thema gewesen.

    Also ich kann das Vorhaben mit der Bestandsimmobilie generell empfehlen. Aber viel Ärger hat man schon! ;)

  • Ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass viel möglich ist, auch bei einer Bestandsimmobilie.


    Klar wer ein Passivhaus am Ende mag, der ist bei einer Bestandsimmobilie falsch. Besser als KFW55 ist wahrscheinlich je nach Grundvoraussetzung schwer zu erreichen!

    Aber sicher gilt auch noch hier - möglich ist fast alles! :)

  • Unser Haus musste mit 36er Mauern gebaut werden (Wärmeschutzverordnung). Wir wollten auf jeden Fall massiv bauen, deswegen sind das "echte" Steine, und kein Styropor.


    Der Effekt: auch während der größten Hitzewelle 2018 hatten wir nie mehr als 24 Grad im Wohnzimmer. Ohne Klimaanlage, wohlgemerkt.


    Also, ja, eine 36er Mauer hat was. :big_smile:

  • ...Gemessen an der aktuellen Miete ist die Rate auch so schon rund 30-40% höher, was die psychische Grenze meiner Partnerin darstellt. Sie kann mit Geld einfach schlecht umgehen, hat zudem in der Familie schlechte Erfahrungen mit Immobilien und für mehr ist sie nicht bereit sich zu binden. Da bin ich schon froh, dass sie das Grundprinzip mittlerweile ausreichend verstanden hat und annimmt. Sie wurde da einfach recht verkorkst erzogen und das muss man eben ein stück weit auch akzeptieren.

    Ich hatte auch so meine Probleme mit der Höhe unseres Investes und war bei Bauantrag schon deutlich über der ursprüngl. angedachten Summe. Es ist eine riesige Verpflichtung, daher kann ich die Bedenken und die Unsicherheiten absolut verstehen.

    Aber es gibt auch Fakten, die man einbeziehen sollte und auf die man ein Stück weit vertrauen sollte. Das ist ein Entwicklungsprozess und der muss ja noch nicht abgeschlossen sein. Wenn Ihr konkrete Objekte habt, geht die Dinge immer wieder durch und betrachtet nüchtern die Szenarien was ihr wo bekommt, wie die Einkommensentwicklung sein wird, wie die Inflationsrate/Geldentwertung etc. So oder so, das ist ein Abwägungsprozess, der immer individuell ist und da werdet Ihr schon die für Euch richtige Kompromisslösung finden.


    Ich muss auch sagen, dass ich froh bin, nicht noch 15 Jahre mein halbes Einkommen fürs Haus aufwenden zu müssen. Einige qm mehr und dafür 3 oder 4 Jahre länger zahlen wären im Nachhinein aber der für uns sinnvollere Weg gewesen.

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