JVC NZ 7 / NZ 8 / NZ 9 (Laserprojektoren 2021) - Infos & FAQ siehe Beitrag #1

  • Bei dem NZ8 waren D65 und 75 bis auf die Nachkommastelle beide identisch. Verallgemeinern kann man bei Projektoren wohl nie.

    Bei meinem NZ9 ergab die Helligkeit ausgehend von D65 bzw D75 Preset einen kalibrierten Unterschied von 3 Nits (116 bzw 119 Nits). Der D75 sah ab werk besser / linearer aus und war sehr schnell erledigt. Der D65 war ab Werk heller, aber Rot und Grün mussten ziemlich reduziert werden (mit entsprechend grösserem Lichtverlust). Am Ende kam bei mir also praktisch das Gleiche raus ...

    Ich hatte übrigens kein Problem mit Blau oder einer Welligkeit (wie das Lars Mette beklagt hatte) . Das Gamma war nach der Kalibration schon völlig ausreichend linear auf Soll 2.2 (noch kein Drift). Eine Autocal oder eine 3D LUT habe ich deshalb noch nicht gemacht.

  • Hallo Bumblebee, von Sony war auch nie die Rede. Hier ist ja auch ein JVC Thread und meine Antwort war auf die beiden Posts über meinem bezogen. Was da jetzt durcheinander sein soll, verstehe ich nicht. Im ersten Satz bezog ich (wie bereits von dir zitiert) mich auf meine (!) JVC Projektoren.

    Jo, Das hab ich wohl falsch gelesen, ich zieh meinen kommentar zurück :zwinker2:

    "Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid." (Yoda)

  • Ich verstehe ohnehin nicht, warum manche Leuchte Projektoren ihrer Stärken berauben wollen, um die im Vergleich schlechtmöglichste Performance zu erhalten.

    Sorry, aber das ist doch wirklich Unsinn.

    Die Diskussion begann aufgrund der gewählten Randbedingungen, insbesondere "gleiche Helligkeit", bei dem von Kris Deering mit betreuten Vergleich.

    Das Ziel war doch nicht die schlechtmöglichste Performance zu erhalten.


    Ich kann es nur noch einmal betonen, die Einstellung der gleichen Helligkeit 100 nits im SDR Durchgang halte ich für ausgesprochen sinnvoll, Erklärung siehe oben.

    Auch die unterschiedliche Verwendung der dynamischen Lichtsteuerung kann ich gut nachvollziehen.

    Dass es für den einzelnen Benutzer am Ende darum geht die jeweils individuell bestmögliche Performance zu erhalten ist eine ganz andere Frage.

  • Sorry, aber das ist doch wirklich Unsinn.

    Überhaupt kein Unsinn. Lies dir die Forderungen einiger Nutzer im Hifi-Forum doch mal durch (und auch hier). Da wird genau das gefordert: Sony in der Lichtausbeute zu limitieren für einen "besseren" Vergleich zu den JVC-Projektoren. Andere haben dem entgegengehalten, dass man dann auch den Schwarzwert der JVC anpassen sollte.

    Nur wo willst du aufhören bei der Anpassung? Schärfe, Tone Mapping, max/min Helligkeit, FI ja/nein, dyn. Helligkeitsregelung ja/nein...

    Darauf habe ich mich bezogen.

    :zwinker2:


    Dass im von dir angesprochenen Vergleich ein paar Projektoren mit dynamischen Helligkeitsregelungen und Schärfefilterungen betrieben wurden, andere aber nicht, halte ich hingegen für falsch. Einerseits weil der VPL-XW7000ES mit dynamischer Helligkeitsregelung dunkle Inhalte zulaufen lässt ins Schwarz. Das geht aus meinen Messungen klar hervor.


    Die Diskussion begann aufgrund der gewählten Randbedingungen, insbesondere "gleiche Helligkeit", bei dem von Kris Deering mit betreuten Vergleich.

    Das Ziel war doch nicht die schlechtmöglichste Performance zu erhalten.

    Das habe ich auch nicht behauptet.

    Chris hast sich an die Vorgaben für SDR gehalten, als er die Projektoren auf 100 Nits für Rec.709 hin kalibriert hat.

    Bei UHD/HDR hat er den Hahn für die Lichtausbeute voll aufgedreht, wenn ich das richtig gesehen habe, um HDR-Inhalte mit DCI-P3-Farbraum bewerten zu können.

    Diese beiden gewählten Randbedingungen halte ich für richtig.

    Allerdings konnte ich nicht herauslesen, wie die Lichtausbeute reduziert worden ist für SDR. Wird nur der Laser heruntergeregelt, führt das halt vielfach zu einer Kontrastverringerung. Das gilt es zu beachten.

  • Lies dir die Forderungen einiger Nutzer im Hifi-Forum doch mal durch (und auch hier).

    Vom Hifi Forum war hier nicht die Rede.


    Da wird genau das gefordert: Sony in der Lichtausbeute zu limitieren für einen "besseren" Vergleich zu den JVC-Projektoren.

    Für einen systematischen Vergleich wie beschrieben halte ich das nicht nur für sinnvoll sondern für notwendig!

    Das würde genauso für einen Vergleich NZ7 - NZ8 - NZ9 gelten um den Einfluss des Lichtwegs (Hochkontrastobjektivs, 100 mm Linse, etc.) zu bewerten.

    Bei nicht angepasster Helligkeit wird bei direktem Umschalten der Helligkeitsunterschied den Bildeindruck bestimmen.

  • Ich denke es geht darum, für die persönlichen Rahmenbedingungen, Sehgewohnheiten und Budget das optimale Gerät auszuwählen. Diese Kriterien sind meist unterschiedlich.

    Deshalb werden Vergleiche/Shotouts immer mit unterschiedlichen, individuellen Kriterien durchgeführt. Wenn diese Kriterien nicht zu den eigenen Schwerpunkten passen, ist so ein Vergleich natürlich nicht zielführend.


    - Was bringen zB 4000 Lumen, wenn der Beamer dann so laut ist, dass er dafür in einen Technikraum oder Hushbox muss, aber der Anwender keinen Technikraum oder Hushox hat.

    => Also geht es einem Nutzer zB darum die Beamer so einzustellen, dass die Lautstärke akzeptabel ist, um dann zu bewerten "wie hell ist das Bild" bei verträglicher Lautstärke.


    - Wenn ein Nutzer eine externen VP nutzt, ist ein Vergleich von Ton-Mapping und digitaler Schärfe irrelevant.


    - Für Nutzer wie mich ist es wichtig die FI zu vergleichen. Ist das Bild absolut flüssig mit minimalen Artefakten? Für andere ist das kein Kriterium, da das Feature deaktiviert wird.


    - Schaut man hauptsächlich dunkle Filme wird der Schwarzwert wichtiger sein als andere Eigenschaften.


    - Hat man zuhause ein 4m-AT-Leinwand und bei der Vorführung wird eine 2,5m-Gain1,2 verwendet ist eine Bewertung der Helligkeit eher schwierig möglich.


    - Empfindet man mehr als 100nits als zu hell, macht es durch aus Sinn alle Beamer im Vergleich auf diese Helligkeit einzustellen und zu vergleichen welcher dann leiser ist oder den besseren Kontrast hat.


    - etc.

  • Dabei geht es offensichtlich nicht um den Gesamteindruck ("was für den Käufer unterm Strich auf der Leinwand bleibt"), sondern um die objektive Beurteilung einzelner Aspekte.

    Objektiv wäre es bei "identischen" Einstellungen. Nicht aber wenn die einen mit dynamisches Helligkeitsregelung betrieben werden, und die anderen ohne.

    Da kann gar kein objektiv vergleichbares Ergebnis herauskommen, weil diese Regelungen massiv Einfluss nehmen.

  • Bei nicht angepasster Helligkeit wird bei direktem Umschalten der Helligkeitsunterschied den Bildeindruck bestimmen.

    Korrekt. Von daher muss jeder sehen, wie er die Beamer anpasst für einen Vergleich.


    Da ich gerade im Endstadium eines A/B-Vergleiches bin zwischen DLA-NZ9, Barco Bragi CS und SIM 2 Nero 4S bin: Muss ich jetzt für Deinen Maßstab den Schwarzwert des JVC auf DLP-Niveau erhöhen, damit bei direktem Umschalten der Schwarzwert den Bildeindruck nicht bestimmt?


    Geht es nicht vielmehr darum: Den Bildeindruck zu verifizieren und mittels Messungen zu dokumentieren?

    Das gelingt mir aber nicht, ich den Sim 2 Nero 4S auf 2.000 Lumen reduziere (von 6.000 Lumen) und zugleich den Schwarzwert des JVC DLA-NZ9 angleiche.

  • Ich kann Aries' Forderung nach identischen Maximalleuchtdichten schon verstehen. Wie oft liest man von besseren Farben, nur weil das eine Gerät heller war. Viele Parameter kann man einfach gar nicht objektiv vergleichen, wenn die Leuchtdichte unterschiedlich ist.

    Es sollte immer klar sein, was man eigentlich vergleichen möchte. Das gesamte Gerät oder nur einzelne Parameter. Für letzteres kann es sehr sinnvoll sein, die Lichtströme anzugleichen.


    PS: es gibt übrigens keinen verpflichtenden Standard für die Leuchtdichte für SDR im Heimbereich. Darauf zu kalibrieren, ist genauso willkürlich wie auf jeden anderen Wert auch. Und letztendlich hängt das ja massiv von der Leinwandgröße und dem Gain ab, wie stark man da runterregelt.

  • Aries Wunsch ist eher eine wissenschaftliche Vorgehensweise, indem man die verschiedenen Faktoren isoliert.


    Das kann ich verstehen, wäre mir aber egal. Ich schaue das gesamte Bild an und versuche erst nachher herauszukriegen, woran es liegt, dass mir das Bild mehr oder weniger gefällt.


    Kann also jeder machen wie er will. :sbier:

  • Das kann ich verstehen, wäre mir aber egal. Ich schaue das gesamte Bild an und versuche erst nachher herauszukriegen, woran es liegt, dass mir das Bild mehr oder weniger gefällt

    Ja, für Dich selbst und jeden anderen auch ist das die zu empfehlende Vorgehensweise.


    Das bringt allerdings wenig, wenn man nicht für sich selbst als Käufer, sondern für die Allgemeinheit testet, was ja hier der Fall ist.

  • Die dynamische Regelungen bei einem Projektor zu nutzen und beim nächsten Projektor auszuschalten bringt für den objektiven Vergleich was?

    Das habe ich so nicht geschrieben, sondern es allgemein in diesem Sinn gemeint:

    Es sollte immer klar sein, was man eigentlich vergleichen möchte. Das gesamte Gerät oder nur einzelne Parameter. Für letzteres kann es sehr sinnvoll sein, die Lichtströme anzugleichen

  • Bei meinem NZ8 kriege ich den Weisspunkt mit D75 besser (heller) auf den Punkt statt mit D65. Aber das kann genau so gut an der Leinwand liegen, da man Gain ja nur herab- aber nicht hochstellen kann. Bei D65 muss ich entsprechend mehr absenken um eine gleichmässige RGB Balance bei 100% weiss zu bekommen. Verallgemeinern kann man das in der Tat wirklich nicht, da gebe ich Speedy7461 Recht. Eventuell kann man bei Leinwänden, die eine Verfärbung begünstigen, mit dem Screen Adjustement Mode nachhelfen und so wieder etwas Helligkeit gewinnen. Das geht aber leider nur in einem der vorgefertigten Profile.

    Da ich aber das meiste an Helligkeit und Kontrast herausholen möchte kommt für mich sowieso nur profile off und Hight Bright in Frage. Dank 3D LUT kein Thema.

  • Für die Allgemeinheit wäre es sinnvoll für unterschiedlichen Helligkeitsstufen anzugeben:
    - jeweils die Lautstärke der Lüfter - nach 30min und nicht gleich nach dem Umschalten - bei konstant 25°C Raumtemperatur
    - wenn möglich mit akustischem Spektrum
    - jeweils die Nits für typische Leinwände (2,5m NAT, 3,5m AT) - das können nicht alle im Kopf umrechnen.

    - Leistungsaufnahme


    Kontrast
    - ADL-Verläufe, oder zumindest 0% 1% 5% 10%, bei Blende: offen/halb/zu


    Schärfe mit und ohne digitale Helfer
    - anhand von Bildern


    Größe des Farbraums
    - nicht in %-Gesamt, sondern in % je Sättigung der DCI/BT2020-Grundfarben


    HDR-Performance - für Alle ohne externe Bildverarbeitung
    - Einstellbarkeit der Grundhelligkeit
    - Performance bei Spitzlichtern
    - Qualität der Durchzeichnung


    Der "Mini-Review" von Manni01 zum NZ8 hat imho Referenz-Charakter - was objektive und umfangreiche Messungen betrifft.
    https://www.avsforum.com/threa…calibration-tips.3235990/

  • Muss ich jetzt für Deinen Maßstab den Schwarzwert des JVC auf DLP-Niveau erhöhen, damit bei direktem Umschalten der Schwarzwert den Bildeindruck nicht bestimmt?

    Von einer Anpassung des Schwarzwerts habe ich nicht gesprochen.

    Mir ist auch nicht bekannt, dass der Schwarzwert so wie die Helligkeit beim A-B Umschalten den Bildeindruck im Hinblick auf andere Eigenschaften überlagert.

  • Hallo, ich reiße euch jetzt kurz aus eurer Diskussion :zwinker2:


    Ich erforsche ja gerade meinen NZ7 (und madVR). Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es beim Beamer eine Technik, wo das Licht reflektiert wird. Bei Schwarz wird das Licht beim „Reflektor“ nicht reflektiert, sondern durchgelassen und kommt dadurch nicht weiter. So soll sich das geniale Schwarz ergeben. (glaub das hab ich in irgendeinem Youtube Video gehört)


    Jetzt meine Frage: kommt diese Technik immer zum Einsatz, also auch bei SDR, oder nur beim HDR bzw. Frame Adapt HDR?

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