Alternative DBA-Anordnungen

  • Ups, ich hatte Absorption gelesen. Es sind 5 % Absorption, also 95 % Reflexion. Ich korrigiere den Beitrag. :)

    Ist das realistisch?

    Mit http://www.acousticmodelling.com/8layers/porous.php

    komme ich auf maximal 75% Absorbion bei 100Hz.


    Ist die Absorbion an den Wänden in deinen Berechnungen FQ-abhängig?

  • Ist das realistisch?

    Mit http://www.acousticmodelling.com/8layers/porous.php

    komme ich auf maximal 75% Absorbion bei 100Hz.

    Was genau meinst du? Meine 5 % Absorption oder deine 100 %, die ich für die Frontwand eingeben sollte?


    Bei ersterem weiß ich es nicht. Dafür fehlen mir die Daten.

    Zweites ist komplett unrealistisch. Selbst 1 m Steinwolle absorbieren die unteren Frequenzen nicht mal Ansatzweise zu 100 %. Es reicht aber trotzdem, um das Abklingen sehr stark zu reduzieren und auf einer Sitzreihe gut zu funktionieren.


    Ist Absorbion an den Wänden ist in deinen Berechnungen FQ-abhängig?

    Nein, das kann ABEC leider nicht. AKABAK soll das wohl können. Ich habe mein Raummodell noch nicht migriert. Sollte ich vielleicht mal tun und das ausprobieren.

  • Was genau meinst du? Meine 5 % Absorption oder deine 100 %, die ich für die Frontwand eingeben sollte?

    Unsinn - hab mich verlesen. 5% Absorbtion!


    Wobei, füllt man den Raum zwischen LS-Front und Wand vollständig (zb 50cm) mit Steinwolle auf, hätte man 60-80%-Absorbtion. Dies sollte den Kammfiltereffekt doch deutlich reduzieren, oder?

  • Wobei, füllt man den Raum zwischen LS-Front und Wand vollständig (zb 50cm) mit Steinwolle auf, hätte man 60-80%-Absorbtion. Dies sollte den Kammfiltereffekt doch deutlich reduzieren, oder?

    Ich glaube, wie reden gerade aneinander vorbei. :)


    Ich hatte dich so verstanden, dass du ein frontseitig bedämpftes DBA mit 50 cm Abstand der Treiber zur Wand simuliert haben möchtest. Dort entsteht der Kammfilter durch die Reflexion an der Rückwand des Raumes, nicht durch die Reflexion an der Frontwand (durch die 50 cm Abstand). Wenn du den Absorber an der Rückwand anbringst, gibt es keinen Kammfilter dieser Art. Dann werden die Moden recht gut bedämpft, es bleibt aber etwas übrig (siehe meine anderen Messungen von damals).

  • Ausgehend von der Diskussion über WaveForming / wie "perfekt" sind unsere DBAs eigentlich:

    In den meisten Räumen mit DBA befinden sich absorbierende Flächen an Seitenwänden und Decke - bei mir auch am Boden.

    Desweiteren sind die Seitenwände teilweise nicht exakt flach - z.B. in meinem Raum gibt es 20 cm tiefen Nischen.

    Und natürlich gibt es noch Podeste, teilweise mit integrierten Absorbern (so ist es in meinem Raum).

    Schließlich gibt es meist kleinere Raumöffnungen, z.B. für Klima- und Lüftungsanlagen.


    Lassen sich diese Einflüsse auf die ebene Wellenfront und die Wirkweise des DBAs simulieren?

  • Lassen sich diese Einflüsse auf die ebene Wellenfront und die Wirkweise des DBAs simulieren?

    Grundsätzlich ja, in gewissem Rahmen. Hindernisse kann man modellieren, allerdings steigt bei kleinen Objekten die notwendige Mesh-Dichte und somit die Rechenzeit. Mal abgesehen von der Zeit, die man für das Modellieren benötigt.


    Ich habe eben mal mein Raummodell nach AKABAK migriert und kann jetzt eine frequenzabhängige Dämpfung einstellen. Also beliebige Kurven für die Dämpfung. :)

    Das steht und fällt natürlich mit der Genauigkeit der Werte, die man dort eingibt bzw. wie stark sie mit der Realität übereinstimmen.

  • Ausgehend von der Diskussion über WaveForming / wie "perfekt" sind unsere DBAs eigentlich:

    In den meisten Räumen mit DBA befinden sich absorbierende Flächen an Seitenwänden und Decke - bei mir auch am Boden.

    Desweiteren sind die Seitenwände teilweise nicht exakt flach - z.B. in meinem Raum gibt es 20 cm tiefen Nischen.

    Und natürlich gibt es noch Podeste, teilweise mit integrierten Absorbern (so ist es in meinem Raum).

    Schließlich gibt es meist kleinere Raumöffnungen, z.B. für Klima- und Lüftungsanlagen.

    Über Ähnliches habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.

    Wenn ich eine 20cm tiefe, schallharte Baffle-Wall mit 10cm Hinterlüftung und 10cm Abstand zu Boden + Decke + Seiten anbringen, "kriecht" der Schall hinter die BW.

    Was macht der Schall dort hinten?


    Und freundlich grüßt

    der Simon

  • Klar jedes Abweichen (gilt auch für Chassisdifferenzen) ergibt eine Reduzierung der Wirkung.

    Das schlägt sich dann durch Reflexionen nieder die ihre Konsequenzen haben. Nachhall/Abklingen, Amplituden-FG,...


    Und so liegt es nahe, dass man durch etwas andere Ansteuerung der Chassis solche Dinge etwas verbessern kann.

    Gilt ja auch z.B. für unterschiedliche Chassis vorne/hinten.


    Bei mir spielen vorne 8 Chassis, hinten 2x4, davon sind 4 anderer Bauart als die übrigen 12.

    Sie stehen auch, baulich bedingt, etwas weiter im Raum als die anderen 4.

    Diese brauchen daher eine anderes Signal um (mein Ziel) minimalen Nachhall zu erzeugen.


    mfg

  • Hallo zusammen,


    ich klinke mich hier mal ein, da ich ebenfalls vor dem Problem, der nicht optimalen Aufstellung stehe.

    Bei meiner Rückseite gibt es einen Durchgang mit Tür.


    Geplant war ursprünglich mit einem DBA vorne und hinten 2x2 mit 15", da funktionieren die 1/4 Positionen auch korrekt.


    Da ich aber als Neuling durch das Forum "versaut" wurde :zwinker2: und nun eher Richtung 2x4 12er oder 2x3 15er tendiere (saubere Frequenzen + mehr Pegel)

    stehe ich vor dem Problem, dass ich auf der Rückseite entweder trotzdem auf 2x2 (mit 15er oder 12er?) gehe oder die Positionen von den mittleren Chassis
    jeweils nach außen verschieben muss.

    Bei dem 2x3 wäre es nicht sooo weit weg, bei dem 2x4 schon deutlicher.


    Beachtet nicht die Mains/Rears in der Zeichnung, die werden sicherlich auch nochmal geändert (verdammt ich lese hier zu viel:mad:),

    also an der Front würde jedes der 3 Varianten funktionieren.


    Nun meine Frage an die Experten:

    Was würdet ihr empfehlen oder was sagt die Erfahrung - macht es Sinn das Gitter der Front zu erhöhen

    und die Rearseite entweder mit weniger Subs zu bestücken oder mit alternativen Positionen zu versehen?


    Ich möchte halt ordentlich Druck (Verschiebevolumen) abbekommen und ich kann es nicht abschätzen,

    wie wichtig das Thema mit den Grenzfrequenzen ist.


    Gefühlt würde ich sagen, dass der beste Kompromiss für meinen Fall 2x3 15er vorne + 2x2 15er hinten

    mit jeweils optimalen Positionen ist, trügt mich da mein Gefühl?


    Oh man, ich muss auf jeden Fall Kniffs (Weiter so:thumbup:) Rat beherzigen: Kinos besuchen und anhören, anhören, anhören :)


    Danke,

    Patrick

  • Du könntest bei passender Tür auch die 12" an diese montieren.


    Aber das wichtigste vorab ist zu klären welchen Pegel du brauchst/willst.

    Davon hängt mMn. ziemlich viel ab.

    Ein Freund hat ein 4+4 aus 12" das reicht ihm gerade so, mir würde es locker reichen.


    "Problem" ist auch dass es mit dem Alpine 12" ein ziemlich tolles P/L Chassis gibt.

    Die 8 Stk. davon kosten ca. 720€ mit Gehäuse dann in DIY ~1000€.

    Wie viel kosten 6 Stk. 15" die mehr Verschiebevolumen bringen?


    mfg

  • Ok, also mag das Thema mit den stabilen Frequenzen bis 120 Hz recht wichtig zu sein.
    Den Kick von John Wick :-) bekomm ich dann trotzdem ...?


    Ich müsste dann auch nur eine "Spalte" der 12er ca. 35-45 cm nach rechts verschieben (siehe Bild 3 ... Alternative),

    dennoch lasse ich dann die rechten Subs genau auf 1/8 Position, korrekt?

    Da die Tür weiter hinten ist (erst ca. 45 cm Durchgang, siehe neues Bild, der Klinker/Rundbogen etc. kommt weg, im Prinzip kommt alles weg, auch die alten Boxen :) )
    macht es da sicherlich keinen Sinn auch noch Boxen drauf zu packen, zumal es der Haupteingang ist.
    Ich denke auch, dass ich die nach Außen zum Vorraum auf machen werden.



    Ist das also die allgemeine Meinung, lieber großes Gitter statt große Treiber?

  • Bei einer Raumbreite von 4,65m würde ich bei 4+4 DBA mit 15“Chassis bleiben und keine Kompromisse in der Aufstellung eingehen. Funktioniert bei mir sogar in einem 4,82m breiten Raum bis 100Hz linear ohne Abstriche. Das engere Gitter bricht auch oft in der Praxis früher als in der Theorie auf. Der Pegelzuwachs von 6 vs. 4 Chassis dürfte weniger als 1,5dB ausmachen.

  • Hier kam mehr oder weniger die Frage auf, warum eine Multisubanordnung in den Ecken im Bereich der 1. Mode praktisch keine Vorteile bringt. Daher hier ein Vergleich zu einem DBA mit 4 Treibern (2 pro Gitter).


    DBA (2 Treiber pro Gitter, versetzt angeordnet auf 1/4 und 3/4):


    Treiber in den Ecken (identisches Signal):


    Wie man sieht, ergibt sich bei der Multisubanordnung unterhalb der 1. Längsmode ein Anstieg, also zu sehr tiefen Frequenzen. Im Bereich der 2. Moden ergibt sich ein Modengewitter, wie zu erwarten. Hier ist der Pegelgewinn natürlich massiv, die Sitzplatzabhängigkeit aber auch.


    Die Frage ist jetzt, warum gibt es keinen Pegelgewinn bei der 1. Längsmode (ca. 29 Hz). Im Gegenteil, je nach Sitzplatz ist der Pegel sogar etwas niedriger. Nur exakt in der Raummitte ist der Pegel identisch zum DBA.


    Schaut man sich die 1. Längsmode von nur einem Treiber an, dann ist der Pegel in der Raummitte auch um 6 dB niedriger als wenn die Rückwand nicht existieren würde (100% bedämpftes SBA). Meine Erklärung ist, dass sich die 2. Halbwelle mit der Reflexion der 1. Halbwelle auslöscht. Die Auslöschung existiert ab dem Zeitpunkt dann immer weiter für diese Wellenlänge. Das heißt, selbst mit nur einem Gitter und voll reflektierender Rückwand ist der Pegel in der Raummitte um 6 dB niedriger als bei einem DBA (bzw. bedämpften SBA). Es ist eben nur die 1. Halbwelle hörbar. Dasselbe gilt bei Eckanordnung für die 1. Quermode.


    Bei der Multisubanordnung verdoppelt sich der Pegel der hörbaren 1. Halbwelle, da die Anzahl der Treiber doppelt so hoch ist. Und somit kommt dann wieder derselbe Pegel zustande wie beim DBA. Allerdings nur in der Raummitte. An allen anderen Stellen gibt es Laufzeitdifferenzen zwischen den Treibern (längs und quer) und somit keine vollen +6 dB mehr.



  • Wenn ich das mit REW simuliere bekomme ich mit 4 subs in den ecken schon etwas mehr outputm, beides gleicher MLP. Habe seine Raummasse benutzt. MLP ist mir unbekannt, aber habs so platziert wie ich sitzen würde

  • Hast du das mit maximal positiver summierung am MLP simuliert oder einfach nur alle subs mit zero delay?

    Das oben war ohne Verzögerung. Die rein konstruktive Interferenz ergibt sich also in der Raummitte. Das ist die Kurve mit dem höchsten Wert bei 29 Hz.


    Hier noch mal mit Verzögerung auf den mittleren hinteren Messpunkt, der sich irgendwo im Bereich der Sitzplätze befindet.



    Verzögerung der hinteren Treiber beträgt 4,39 ms.



    Das macht es nicht besser. Die 1. Längsmode schlägt jetzt an dem Punkt wieder voll durch. Das ist bei dir in REW übrigens auch zu sehen. Die Skalierung ist mit 80 dB nur ziemlich grob.

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