• Dies ist das US-Remake des (empfehlenswerten) norwegischen Films "Einer nach dem anderen" aus 2014. Den Drehbuchautor des Originals hat man gleich mitverpflichtet.
    Da Liam Neeson seit letztem Jahr nur an 15(!) Projekten beteiligt war/ist, war es ihm problemlos möglich, für die Hauptrolle zuzusagen. :respect:



    Ab 28. Februar im Kino.


    PS: Wieso der englische Titel "Cold Pursuit" in "Hard Powder" eingedeutscht wurde, gehört vermutlich zu den letzten Rätseln der Menschheit.

  • Hard Powder, BD


    FSK 16, 119 min


    Aloha!


    Ich mag Liam Neeson, aber diese Art Film mit ihm ist nun so langsam ausgelutscht. Zumal die Handlung oftmals einschläfernd ist. Der Film möchte überdies lustig sein, aber das misslingt meist. Die idyllische Bergwelt ist als Ort attraktiv, aber ändert auch nichts an einem 08/15-Machwerk.


    Film: 3
    Ton: 3+
    Bild: 2

    Gruß Mickey

    Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)

    Rezensionen und deren Bewertungen beruhen auf der BD-Fassung.

  • HARD POWDER


    Film: 8,5/10 Punkte
    Kehoe ist ein beschaulicher kleiner Ski-Ort in den Rocky Mountains. Als der Sohn des Schneepflugfahrers Nels Coxman ermordet wird, begibt sich Coxman auf die Suche nach den Tätern. Er sinnt auf Rache und knüpft sich einen nach dem anderen vor, der für Auftraggeber und Drogenboss Viking arbeitet.
    Was zunächst wie ein genretypischer Rache-Thriller beginnt, entwickelt sich zu einer wendungsreichen Geschichte mit mehreren Nebenplots. Gespickt mit viel schwarzem Humor wird es zunehmend abgedrehter.
    Regisseur Hans Petter Moland schuf ein herrlich böses und gefälliges Remake von "Einer nach dem anderen". Was den deutschen Filmverleih allerdings dazu bewegt hat, den Originaltitel "Cold Pursuit" in "Hard Powder" zu ändern, wissen wohl nur die Verantwortlichen dieses Unsinns allein. Nichts desto trotz sind es die glaubwürdigen Darsteller, den einen großen Anteil am Charme des Films haben. Allen voran tut Liam Neeson (Star Wars) das, was er in letzter Zeit gerne macht in Thrillern: Jagen und Rache nehmen. Doch auch Emmy Rossum (Shameless) verkörpert die junge Polizistin Kimberly Dash überzeugend. Die wenig klischeebehaftete Darstellung der Indianer gefällt mir überdies sehr gut. Auch wenn nicht alle Nebenstränge aufgelöst werden, so dass am Ende doch ein paar Fragen offen bleiben, bietet Hard Powder kurzweilige Unterhaltung und jede Menge schwarzen Humor.


    Full-HD-Bild: 9/10 Punkte
    Der knackscharfe Cinemascope-Transfer besitzt überwiegend einen hervorragenden Kontrastumfang. Allenfalls ein paar wenige Innenaufnahmen bei Coxman zu Hause fallen sichtbar ab. Diese sind relativ weich und besitzen ein unschön aufgehelltes Schwarz. Alle anderen Sets sind bestens ausgeleuchtet und bieten eine sehr gute Farbbrillanz. Nachtaufnahmen besitzen zahlreiche Spitzlichter. Das feine Schneegestöber wirkt überaus realistisch.


    Ton: 7/10 Punkte
    Der Dolby-Atmos-Mix besticht mit sonoren Männerstimmen und einer tollen Rundumbeschallung. Diese bezieht nicht nur die Rear-Speaker mit ein, sondern auch die Top-Lautsprecher unter der Zimmerdecke. Den Schüssen fehlt es hingegen etwas an Druck. Dafür versetzt einen die Umgebungsgeräusche wiederholt mitten ins Geschehen.


    Fazit:
    Regisseur Hans Petter Moland schuf ein herrlich böses und abgedrehtes Remake, das seinen Charme nicht zuletzt aus dem vorzüglich besetzten Cast bezieht. Audiovisuell ist der Cinemascope-Transfer auf gutem Niveau.

  • Kann die Namensgebung damit zu tun haben, dass in Deutschland ein Film der kein Remake ist nicht den selben Namen wie ein anderer Film haben darf?
    Ein bekanntes Beispiel dürfte der Disney Film „Vaiana“ sein, der im Original „Moana“ Heisst, es gibt aber einen Film über eine Pornodarstellerin mit dem Namen „Moana“ deswegen darf der Film in Deutschland nicht so heissen.


    Gruß Jan

  • Kann die Namensgebung damit zu tun haben, dass in Deutschland ein Film der kein Remake ist nicht den selben Namen wie ein anderer Film haben darf?


    Ich glaube nicht, dass das grundsätzlich so ist. Spontan fällt mir da Passengers ein (2008 und 2016, völlig verschiedene Filme).


    Das fragwürdige an der Titelgebung ist ja, dass der deutsche Titel - ohne sich um den Originaltitel zu handeln - in Englisch und nicht in Deutsch ist.

  • Mickey, kannst Du einen Vergleich zum Original ziehen ("Einer nach dem anderen" aus 2014)? Den fand ich schon ganz gut.


    Ich finde diese Vergleiche oft recht sinnbefreit, auch wenn es, wie man hier und da liest, wohl eine Art Neuverfilmung sein soll. Ich kann Dir sagen, dass ich den anderen Film mit einer "2" bewertete, mehr kann ich Dir nach vier Jahren nicht mehr dazu sagen. Aber auch sonst, jeder nimmt einen Film anders wahr und deswegen vergleiche ich Filme sehr ungern miteinander.

    Gruß Mickey

    Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)

    Rezensionen und deren Bewertungen beruhen auf der BD-Fassung.


  • Ich glaube nicht, dass das grundsätzlich so ist. Spontan fällt mir da Passengers ein (2008 und 2016, völlig verschiedene Filme).


    Also Grundsätzlich ist das schon so: Wikipedia: Titelschutz
    Hier auch ganz gut beschrieben: Filmstars: Titelchaos: Darum sind an dämlichen deutschen Titeln nicht immer nur die Verleiher schuld


    Zitat:

    Zitat

    Aus dem deutschen Urheberrecht ergibt sich, dass keine zwei Filme den exakt selben Namen tragen dürfen (es sei denn, es handelt sich um Original und Remake)


    Warum das jetzt bei Passengers nicht der Fall ist weiß ich nicht, möglicherweise weil das Wort zu allgemein ist.
    Warum im Fall Hard Powder ein anderer englischer Namen anstatt ein deutscher Name genommen wurde erklärt sich für mich darin, dass englische Namen "cooler" sind als Deutsche und auch auf ihren amerikanischen Ursprung verweisen.
    Ich kann mir schon vorstellen, dass der Name für viele schon einen Unterscheid macht, da viele keine deutschen Filme mögen.


    Gruß Jan

  • ich dachte nicht schon wieder so ein 96 Hour aufguss :angry: und wollte mir den film sparen, da zur zeit neuheiten rar sind, landete die UHD im player ;)


    für mich besser als 96 Hour, ich bin nicht so der reine action typ . mir hat der witz im film sehr gut gefallen, das der film mit einen lachen von mir geendet hat machte die sache rund.
    7/10 für inhalt


    beim bild war von gut bis unscharf alles dabei, also mehr als 5/10 war das nicht. der erweiterte farbraum machte sich eh nicht wirklich bemerkbar ;) bildtiefe war aber UHD gerecht.


    Atmos ton war ohne fehler, doch für den film gar nicht nötig!


    als fazit würde ich anmerken, auch die damen können einen blick riskieren ;)

  • An alle :


    Habt Ihr eigentlich schon das im ersten Post erwähnte norwegische Original von 2014 gesehen ?

    Wenn nicht, dann unbedingt nach holen! Eine Perle.

    Ist nur blöd wenn man hard Power schon gesehen hat.

    Ich musste Hard Powder damals nach 30 Minuten aus machen, weil er so gar nichts mit dem schwarzen Humor und der Klasse von "Einer nach dem Anderen" zu tun hatte.

  • Doch, doch - hat mir auch deutlich besser gefallen aus genannten Gründen. Habe die 4K des Remake deshalb auch wieder verkauft...

    Gruß
    olli


    The DARK-ROOM homecinema
    Ausstattung: 7 Lounge-Ledersessel, 3 Sitzreihen, 3m Cinemascope Leinwand, D-ILA-Projektion, 9.4.4 Multichannel,
    24m² Sternenhimmel, Filmausstellung, Schallschutzausbau, Fußbodenheizung, automatische Lüftung, Akustikdecke,
    EIB-Steuerung von Lichtszenen und Verdunklung, Raumakustikoptimierung, Lichtkranz.

  • Habt Ihr eigentlich schon das im ersten Post erwähnte norwegische Original von 2014 gesehen?

    Ja, bekam von mir eine 2, die Neuauflage nur eine 3.

    Gruß Mickey

    Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)

    Rezensionen und deren Bewertungen beruhen auf der BD-Fassung.

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