Pascals Kellerkino

  • Hallo liebe Heimkinofreunde,


    nach über 15 Jahren des Wartens und neidisch Begutachten Eurer tollen Heimkinos ist es nun auch endlich bei mir soweit: Wir haben ein freistehendes EFH bezogen und es gibt einen Kellerraum, der als Heimkino genutzt werden wird :-)! Mehr zu meiner Historie findet Ihr in meinem Vorstellungsthread.
    In diesem Thread möchte ich meinen Planungs- und Baufortschritt dokumentieren, meine Erfahrungen mit Euch teilen und natürlich auch auf Euer geballtes Wissen und Know-How zurückgreifen um die besten Ergebnisse zu erzielen.


    Inhaltsverzeichnis
    [ul]
    [li]Erste Überlegungen & Zielsetzung[/li]
    [li]Grundriss und Grobplanung[/li]
    [li]Lautsprecherauswahl / Probehören
    [ul]
    [li]B&W CT 800 Serie[/li]
    [li]Nubert NuVero 170[/li]
    [/ul]
    [/li]
    [/ul]


    Das obige Inhaltsverzeichnis werde ich dann immer aktualisieren.


    Viele Grüße und einen guten Start ins neue Jahr!
    Pascal

  • Erste Überlegungen & Zielsetzung


    Zunächst möchte ich kurz zusammenfassen, was ich mir von dem künftigen Kino erwarte und was sonst bereits feststeht.


    Nutzung
    Der Raum wird ca. 70% für Filme und 30% für Musik genutzt, sonst ist keine anderweitige Nutzung geplant. Der Raum wird die meiste Zeit zu zweit genutzt, manchmal alleine, selten mehr.


    Bild
    Es kommen größtenteils aktuelle und auch mal ältere Blockbusterfilme, „Mainstream“ auf die Leinwand. Es soll eine akustisch transparente Leinwand in der maximal möglichen Größe (ca. 3,60m) eingesetzt werden, 21:9. Der Sitzabstand soll ca. 1:1 betragen.


    3D und HDR haben bisher bei mir keine Rolle gespielt. Ich möchte mir das aber vor dem Baubeginn nochmal anschauen und neu entscheiden, ob sich eine entsprechende Investition lohnt. Natives 4K soll jetzt eh einziehen.


    Insgesamt muss ich sagen, dass mir das Bild bisher noch nie so wichtig war wie der Ton. Ich habe meinen alten JVC X5000 noch nicht mal kalibriert gehabt..


    Ton
    Der Raum wird auch viel für Musik genutzt werden. Es kommen dabei praktisch ausschließlich Studioaufnahmen (wenig/fast keine Konzertaufnahmen) zum Einsatz. Dabei sowohl Stereo-Aufnahmen als auch viel Mehrkanalmusik (SACDs, DVD-Audio etc.). Gehört wird ein breiter Genremix: 80s/90s, aktuelle Titel „aus dem Radio“, aber auch mal R&B, Jazz und Klassik (meistens gepaart mit modernen Instrumenten – z.B. Lindsey Stirling, Alex Christensen, Scorpions mit Berliner Philharmoniker etc.)


    Die Tonqualität ist mir daher sehr wichtig, insbesondere für Musik. Ich bin der Meinung, dass wenn es für Musik gut klingt, der Filmton automatisch auch passt. Ich bin keine „Pegelsau“ – dass der Schuss aus der Pistole ordentlich auf die Brust drücken muss ist für mich keine Voraussetzung ;-). Viel wichtiger ist mir eine große Bühne und eine sehr dynamische Abbildung.


    Aufgrund der Musiknutzung möchte ich einen Referenzplatz haben.


    Technik & Ausstattung
    Aus dem alten Kino übernehme ich kaum etwas, im Prinzip soll fast alles neu angeschafft werden. Dabei kommt insbesondere bei den Lautsprechern auch Gebrauchtkauf in Frage. Für die Subwoofer auch Selbstbau. Aus dem alten Kino übernommen wird nur das D-Box System, das 80TB NAS und ggf. der HTPC.


    Technisch stelle ich mir vor:
    [ul]
    [li]Natives 4K[/li]
    [li]7.1.4 wobei .1 ein SBA oder DBA sein soll[/li]
    [li]D-Box mindestens für den Referenzplatz, ggf. erweitert auf weitere Sitze im Raum[/li]
    [li]Loxone als Automatisierung[/li]
    [/ul]


    Raumdesign / Thema
    Wie der Raum optisch am Ende aussehen soll steht für mich noch nicht fest. Zum einen finde ich die „cleane“ Optik von einigen Heimkinos auch hier im Forum sehr ansprechend. Zum anderen habe ich schon immer an ein Themenkino gedacht. Hier würde mir aktuell sowas á la U.S.S. Vengeance Interieur und/oder „moderne“ Batcave vorschweben. Die Nachteile eines Themenkinos sind sicherlich mehr Aufwand beim Bau und der ein oder andere Kompromiss bei der technischen Umsetzung. Hier habe ich noch keine Entscheidung getroffen und muss mir das noch ein paar mal durch den Kopf gehen lassen..


    Soweit mal die Grundinfos zu meinen Vorstellungen. Natürlich gibt es auch noch viele weitere offene Punkte über die ich mir noch keine tiefergehenden Gedanken gemacht habe: Lüftungskonzept, SBA vs. DBA, weitere akustische Maßnahmen etc.


    Weiter geht’s dann aber erstmal mit dem Raum und einer Grobplanung.

  • Grundriss und Grobplanung


    Der Kellerraum hat netto Innenmaße von 7,96m x 3,73m x 2,30m (L/B/H). Leider ziemlich schmal, aber ich denke es lässt sich etwas daraus machen. Die Technik soll in einen angrenzenden Raum (vom Beamer mal abgesehen).


    Folgende Einschränkungen gibt es – neben der „Schmale“ – zusätzlich:
    [ul]
    [li]Kamin auf der linken Seite (Abmessungen 40x61cm)[/li]
    [li]2 große Fenster auf der rechten Seite (jeweils 1,98m x 1,05m)[/li]
    [li]Je 1 Heizkörper (Länge 140cm, 9cm Tiefe) unter den Fenstern[/li]
    [/ul]


    Hier der Grundriss:



    Ich habe die Hauspläne schon durchforstet – den Kamin bekommt man da leider nicht so einfach weg. Es ist zwar nur ein „Wohlfühlkamin“ (im Rest des Hauses liegt größtenteils FBH). Aber der Kaminschacht an sich ist nur 40x40cm, direkt anschließend befindet sich ein „tragender Stummel“ auf dem ein Stahlträger aufliegt und die Gesamtlänge von 61cm entsteht. Das klingt mir damit leider nach zu viel Aufwand, um den Kamin zu entfernen. Würdet Ihr empfehlen, dass nochmal im Detail zu prüfen? Alternativ würde ich versuchen den Kamin irgendwie in der Raumplanung (Optik) zu berücksichtigen.


    Die Kelleraußenwände befinden sich oben und rechts. Diese sind ausgeführt als 20cm Betonwand mit zusätzlich 10cm Dämmung. Die Innenwände sind unten und links, diese sind ausgeführt als 20cm KS-Stein. Die lange Seite rechts ist nur bis zur Fensterhöhe (ca. 1,05m über Boden) im Erdreich versenkt.


    Im ersten Schritt werde ich die Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit einem entsprechenden Logger mal beobachten. Das Haus ist Baujahr 2005, es gibt bis jetzt keine Anzeichen von Schimmel oder Feuchtigkeitsproblemen – allerdings weiß ich nicht, wie oft gelüftet wurde.. unter Umständen oft, da der Raum als Büro genutzt wurde. Ich hoffe, dass ich keine Feuchtigkeitsprobleme habe.


    Hier mal ein ganz grober Plan, wie Leinwand, Boxen und Sitze platziert werden könnten (Größe, Position und Winkel der Boxen noch alles grob freihand):



    Folgende Aspekte scheinen für mich so grob zu passen:
    [ul]
    [li]Sicht-Abstand zur Leinwand ca. 1:1[/li]
    [li]Platz vorne und hinten für ordentlich Bassabsorption (je ca. 1 Meter)[/li]
    [li]Sitze nicht im besonders engen Bereich des Kamins platziert[/li]
    [/ul]


    Was meint Ihr, macht das so Sinn? Stereo-Dreieck lässt sich leider nicht richtig einhalten, ein kleineres Bild will ich aber auch nicht in Kauf nehmen und unter 1:1 Sitzabstand will ich dann auch nicht gehen..


    Im Anhang noch zwei Fotos des Raums.

  • Ich habe ja auch schon darüber nachgedacht.


    Es macht halt nur Sinn wenn:
    [ul]
    [li]a) Der Kamin danach noch funktionsfähig ist, heißt konkret die Klappe zum Säubern muss irgendwo nach wie vor zugänglich sein und soll nicht in den Wohnbereich wandern[/li]
    [li]b) Auch die Stützwand auf der der Stahlträger liegt entfernt wird - und ich glaube das ist der schwierigere Teil..[/li]
    [/ul]


    Meint Ihr es macht Sinn da nochmal jemand kommen zu lassen um den Aufwand zu bewerten? Statiker etc. wird da wahrscheinlich alles benötigt..

  • Naja Stahlträger sollte soweit ich mich erinnere 20cm -30cm Auflage haben (musste damals einen nachsetzen Auflage vom Statiker ich mein da stand 30cm)


    Man kann also den Stahlträger stützen nimmt die Wand wo er aufliegt raus und verlängert diesen bis in die eigentliche Wand (idealerweise schweißen)


    Allerdings sehe ich bei dir gar keinen Träger oder befindet sich dieser in der Decke?

  • Stereo-Dreieck lässt sich leider nicht richtig einhalten...


    Wieso nicht?


    Ein "Stereo-Dreieck" ist doch nicht zwingend gleichseitig! Diese falsche Auffassung finde neuerding recht oft in den Foren, keine Ahnung warum.


    Es ist völlig ausreichend dass es gleichschenklig ist. Dabei kann die Basis ( der Abstand der Stereolautsprecher untereinander ) sowohl größer als als auch kleiner sein, als die Schenkellänge ( Abstand Hörer zu einem der beiden Lautsprecher).


    Eine extrem breite Basis kann beim Stereohören sehr interessante Eindrücke/ Hörerfahrungen mit sich bringen...


    LG


    Uwe

  • Eine extrem breite Basis wäre es aber wenn die LS wesentlich weiter auseinander stehen als man davon wegsitzt.
    Das ist hier aber nicht der Fall.

    Gruß


    kottan



    Wer schweigt stimmt nicht automatisch zu. Manchmal hat er nur keine Lust mit ... zu diskutieren.

  • Hi,


    Danke Euch für Eure Antworten.


    Anbei jetzt erst nochmal die Pläne die die Situation mit dem Stahlträger in der Decke beim Kamin zeigen. Verlängerung des Stahlträgers auf die gegenüberliegende Wand wäre wohl theoretisch möglich. Praktisch wahrscheinlich trotzdem sehr aufwändig, weil der Träger eben in der Decke integriert ist, oder? Hat jemand von Euch Erfahrung mit sowas?






    Bzgl. Stereodreieck: Wenn man danach sucht, findet man ja schon größtenteils die Info, dass ein optimales Stereodreieck ein gleichseitiges Dreieck darstellt mit 60° Winkeln. Bei mir wäre der Abstand zwischen den Lautsprechern ja dann kleiner als der Sitzabstand. Ich denke großartig anders planen kann man es in meinem Raum sowieso nicht..

  • Hallo Pascal, den Stahlträger kannst nicht so einfach entfernen, da liegt wahrscheinlich eine Mauer darüber und dient zur Lastabtragung, und er ist 5cm in die Decke integriert, da wären die Bewährungspläne intressant! Aber den entfernen würde ich vergessen und lieber integrieren! Zum Raum, ich würde ihn in der Länge abtrennen, dass es nicht mehr so ein Schlauch ist und dahinter den Technik Raum machen! Grüße Daniel

  • Man könnte vielleicht eine Stahlstütze stellen, dann würde Stützwand wegfallen , aber einen Vorsprung hast dann immer noch, geschätzt zwischen 10-16 cm, was die Stahlstütze aufträgt! Aber das müsste man mit einem Statiker durch gehen! Ich würde den Kamin aber integrieren in dein Kino! Das Kino würde ich auch drehen , so das der Eingang hinten ist! Und im hinteren Bereich,bei der Türe den Technikraum machen! Also den Schlauch abteilen mit einer Trennwand

  • Hi,


    ich denke auch, dass ich den Kamin integrieren werde und ggf. auf der anderen Seite der Symmetrie halber einen ähnlichen Kasten baue. Dann optisch mit Licht o.ä. verkleiden. Alles andere scheint sehr aufwändig zu sein..


    Zur 180° Drehung: Da sehe ich zwei Probleme:
    [ol]
    [li]Befinden sich die Sitze dann näher an dem sehr schmalen Bereich. Wenn ich rechts auch noch einen Kasten baue, habe ich auf der Höhe des Kamins nur noch ca. 2,90m Breite - bei einer 3er SItzbreite von ca. 2,72m[/li]
    [li]Wenn die Leinwand vorne ist, muss man an den Sitzen vorbei laufen um sich reinzusetzen. Und das in Kombination mit der Verengung.. kommt man ja kaum vorbei[/li]
    [/ol]
    Muss es vielleicht nochmal aufzeichen, spontan hatte ich aus diesen beiden Gründen die Leinwand unten (rechts von der Türe) geplant.


    Die Position der Boxen muss ich eh noch genauer planen. Die SL/SR hatte ich weiter hinten platziert, weil sonst der Abstand zu den äußeren Sitzen eben extrem gering ist.. man sagt ja immer, Abstand sollte 1-1,5m betragen.

  • Moin Pascal,


    ich würde Dein Kino auch um 180° drehen, damit sparst Du Dir eine Menge Aufriss.
    Zumal Du hinten noch einen kleinen Technikraum integrieren könntest und die Surrounds etwas näher zum Hörplatz bekämst.


    Wenn sich der Träger, beim Umbau der Stütze, nur ein bisschen setzt, dann hast Du Risse in allen Geschossen darüber.
    Dieses Risiko würde ich für das bisschen Kamin nicht eingehen, wenn ich das Kino so einfach um 180° drehen könnte.


    Schöne Grüße
    Frank

  • Ich noch einmal....


    Was wäre, wenn Du den Flur verlängerst und den Eingang zum Kino in den anderen Raum verlegst? So kämst Du auch wieder zwischen Leinwand und Sitzreihe in den Raum. Dann könntest Du einen Raum beim jetzigen Eingang abtrennen, um eventuell einen Technikraum zu bauen, oder Du könntest die Räume irgendwie umwidmen. Das geht natürlich nur, wenn die Räumlichkeiten auch zur Verfügung stehen. Aber manchmal lohnt es sich so etwas durchzudenken.


    Schöne Grüße
    Frank

  • Ja den Träger verlängern wird wohl nicht so easy


    Man könnte ggf mal ein Stück Decke öffnen und schauen ob der träger damals nicht doch schon länger ausgeführt wurde und bereits auf der flurwand aufliegt eventuell weil man merkete das es scheise ist den im Kamin zu integrieren (Stahlträger im Kamin bei dem Kondensat was sich da teilweise bildet? Klingt eh komisch)



    Stahlträger als stütze könnte gehen hab ich damals im dg auch gemacht allerdings war das nur eine 12er Wand die ich entfernt habe und darauf lagen deckenbalken, wahrscheinlich hatte ich da garkeinen Träger gebraucht bin nur auf Nummer sicher gegangen





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