Directivity im Heimkino

  • Vertikal gibt es nur beschränkt Angaben wobei ich tippen würde, dass das neue Horn Vertikal offener war, d.h. einen höheren Winkel (40 Grad) hatte.

    Wenn es ohne Horn horizontal 120°, waren es wahrscheinlich auch vertikal 120°, so der Hochtöner ein radiales Maß hatte. Das dann neu verwendete Horn hatte 90° horizontal und wahrscheinlich noch mehr Bündelung in der vertikalen (60°?). Insofern können die beobachteten Effekte auch gut von dem vertikal unterschiedlichen Verhalten herrühren – wir wissen es nicht.


    dadurch, dass hier ein Pegelregler verbaut war konnte ich mit diesem spielen. Der Übergangsbereich zum TT wurde mit dem neuen Horn auch besser.

    Naja, das ist nicht ganz dasselbe wie die Einwinkelung sondern nur eine Annäherung die möglicherweise nicht ausreichend war (Bezug auf Bandbreite der Absenkung).



    Für mich war das sehr lehrreich, denn ein breites Abstrahlverhalten in der horizontalen ist gar nicht mein Ding.


    Das liest sich für mich so, also ob mehrer Themen hier vermischt wurden und das jeweilige Setting nicht ausoptimiert war. Bitte das nicht falsch verstehen, aber die Aussage muss dann entsprechend relativiert und im Kontext gesehen werden. Aber das Feedback ist in jedem Fall interessant.

  • Für mich war das sehr lehrreich, denn ein breites Abstrahlverhalten in der horizontalen ist gar nicht mein Ding.

    Interessant, bei mir geht es in die andere Richtung.

    Eine starke Bündelung in der horizontalen ist nicht mein Ding, insbesondere wenn dann auch die Seitenwände absorbierend ausgeführt sind.

    Dabei ist es für mich aber auch wichtig, dass die Erstreflexionspunkte geeignet bedämpft sind.

    Letztlich geht es für mich darum, die "guten" Anteile des indirekten Schalls zu fördern und die "schlechten" Anteile zu verringern.

    Was natürlich voraussetzt, dass man die guten und die schlechten Anteile auch richtig zugeordnet hat.

    Ausführlicher habe ich das hier in meinem Thread beschrieben.


    PS

    Bei der vertikalen Bündelung finde ich übrigens je mehr je besser.

  • Nur noch kurz


    Das neue hatte 60 *40

    Das alte müsste 120 * 30 (geschätzt) haben.

    Das sind aber jeweils eher spezielle Abstrahlmuster, insbesondere das letztere, und eben nur im HF wirksam. Interessant wäre gerade bei der starken 60° Richtwirkung die Betriebschallkurve am Hörplatz im Vergleich zu 120° zu sehen. Ich nehme an, es gibt keine Messungen davon?

    Interessant, bei mir geht es in die andere Richtung.

    Eine starke Bündelung in der horizontalen ist nicht mein Ding, insbesondere wenn dann auch die Seitenwände absorbierend ausgeführt sind.

    Die Erfahrung habe ich bei 2-Kanal/Musik auch. Das hat aber auch damit zu tun, das gerade bei Musik der "Raum" oft mit auf der Aufnahme ist, was beim Kinoton aber meist nicht der Fall ist.

    Vielleicht ist es auch eine Frage der persönlichen Präferenz, ob man mehr Umhüllung oder Lokalisationschärfe möchte, was sich jeweils aus dem Verhältnis von Direkt- zu Diffusschall ergibt.

    Die 60° horizontale Directivity ist schon extrem und die Tauglichkeit für Wohnräume mit ihren relativ kurzen Hörabständen fraglich... PA in Sälen und große Hörabstände außen vor, denn dafür sind solche Hörner ja gemacht.

  • Vielleicht ist es auch eine Frage der persönlichen Präferenz, ob man mehr Umhüllung oder Lokalisationschärfe möchte, was sich jeweils aus dem Verhältnis von Direkt- zu Diffusschall ergibt.

    Ich denke, dass man den Zielkonflikt zwischen Umhüllung und Lokalisationsschärfe zu einem guten Teil auflösen kann, siehe "gute" und "schlechte" Anteile des indirekten Schalls.

  • Die 60° horizontale Directivity ist schon extrem und die Tauglichkeit für Wohnräume mit ihren relativ kurzen Hörabständen fraglich... PA in Sälen und große Hörabstände außen vor, denn dafür sind solche Hörner ja gemacht.

    Naja, da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Meine Alcons machen H 90° x V 30° , die Tops von L + R sind eingewinkelt auf den MLP, das ergibt eine sehr breite Bühne, der Stereoeffekt ist auch off-center gegeben, die von Aries genannte Umhüllung und Lokalisationsschärfe immer gegeben.

  • Naja, da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Meine Alcons machen H 90° x V 30° , die Tops von L + R sind eingewinkelt auf den MLP, das ergibt eine sehr breite Bühne, der Stereoeffekt ist auch off-center gegeben, die von Aries genannte Umhüllung und Lokalisationsschärfe immer gegeben.

    Ich sprach von 60° hor. Directivity, die Alcons haben mit 90° "reguläres HiFi-Maß" – das ist ein deutlicher Unterschied.


    Aber wo wir bei der Einwinkelung sind: Diese Onwall Konstruktion der Alcons von der daniederliegenden Wand wegzuwinkeln (so habe ich es verstanden) bringt einige destruktive Reflexionen mit sich. Die lassen sich auch schlecht behandeln weil im Bereich von 200-300 Hz. Der Königsweg wäre flach in die Wand ohne jegliche rückseitigen Reflexionen, was aber eine breite oder asymmetrische Abstrahlung erfordert um den MLP auszuleuchten.

  • Ich sprach von 60° hor. Directivity, die Alcons haben mit 90° "reguläres HiFi-Maß" – das ist ein deutlicher Unterschied.

    Achso, habe ich überlesen.



    Diese Onwall Konstruktion der Alcons von der daniederliegenden Wand wegzuwinkeln (so habe ich es verstanden) bringt einige destruktive Reflexionen mit sich.

    Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, was du da meinst.

  • Wenn die Alcons flach an der Wand sind, strahlen diese ja auch flach von der Wand weg. Es bräucht praktisch eine Schallführung die Richtung zentralem Abhörplatz gerichtet ist. Oder man neigt den Speaker von der Wand weg, Richtung Masterplace, dann kommt es jedoch durch den erhöhten Abstand zu größer werdenden Reflexionen / Überlagerungen zur Rückwand.

  • Ich sprach von 60° hor. Directivity, die Alcons haben mit 90° "reguläres HiFi-Maß" – das ist ein deutlicher Unterschied.

    Constant Directivity - reguläres HiFi?!

    ... und die 90° sind jetzt wieso reguläres HiFi? Jetzt schreib bitte noch den regulären PA-Winkel und der Non-Sense ist perfekt.

    Alcons - reguläres HiFi?!


    Ich habe den Eindruck, Du machst Dir die Welt, wie sie Dir gefällt, daher hatte ich auch angekündigt, da nix weiter zu zu sagen, aber jetzt frage ich doch mal nach, weil es schon ein wenig witzig wird, langsam.. Mir hast Du ja auch schon erklärt, dass ich eigentlich alles falsch gemacht habe.

  • Constant Directivity - reguläres HiFi?!

    ... und die 90° sind jetzt wieso reguläres HiFi? Jetzt schreib bitte noch den regulären PA-Winkel und der Non-Sense ist perfekt.

    Alcons - reguläres HiFi?!


    Ich habe den Eindruck, Du machst Dir die Welt, wie sie Dir gefällt, daher hatte ich auch angekündigt, da nix weiter zu zu sagen, aber jetzt frage ich doch mal nach, weil es schon ein wenig witzig wird, langsam.. Mir hast Du ja auch schon erklärt, dass ich eigentlich alles falsch gemacht habe.

    Da hast Du mich missverstanden:

    Ich bezog mit auf 90° Directivity was gefühlt auf 95% aller HiFi-Lautsprecher zutrifft. Das ist nämlich das Maß bei dem man landet wenn man keine spezielle geometrische Schallführung nutzt, z.b. eine Kalotte plan auf der Schallwand. Ob dies konstant ist war gar nicht Teil der Aussage. Ob die Alcons mit Ihrer Schallführung konstant abstrahlen ist auch unbekannt, weil hier keine Messungen vorliegen.


    Im PA Bereich wird eben mit einem höheren Bündelungsmaß gearbeitet, aufgrund der größeren Hörabstände (Reduktion Reflexionen). Das war der Kern meiner Aussage.


    Zu den anderen Deiner Vorwürfe kann ich inhaltlich nicht viel sagen...

  • Wenn die Sache nicht konstant ist, kannst Du keinen Winkel benennen. Eine klassischer Kalotten-Lautsprecher bündelt komplett frequenzabhängig. Da stimmen die 90° genau für eine Frequenz.


    Erfreulicherweise findet in diesem Forum - vermutlich auch in weiteren Kreisen - allmählich eine Abkehr vom HiFi-Kram, hin zu professionellen Beschallungslösungen statt. Und da gibt es eben keine Standard-Lösungen, darin liegt ja gerade das "professionelle". Es gibt hier Gegebenheiten und Lösungen dafür und die sind vielfältig. 90°/90°, 90°/30°, 60°/30°, 60°/60° usw. Die professionelle Beschallungstechnik gibt heutzutage ganz spezifische Tools an die Hand, um Aufgaben zu lösen, die zu beschallende Orte meist diktieren. Das nun mit irgendwelchen "Standards" über einen Kamm zu scheren, wird der Sache nicht annähernd gerecht.


    Bei den prof. Beschallungslösungen stelle ich persönlich derzeit fest, dass es weiter geht. Aktuell ist die Branche beim "Beam-forming" angekommen. hier werden Schallzeilen - Arrays - einfach direkt an die Wand gehängt und die Abstrahlcharakteristik wird per DSP eingestellt. Das kann man aktuell gerne belächeln, weil diese Dinger allesamt das Problem haben, dass die Treiber zu groß sind und in Kammfilter-Effekte aufbrechen, aber die Branche ist inzwischen finanziell sehr mächtig aufgestellt - Entertainment wird riesengroß geschrieben - und es werden sich findige Hersteller dran machen, die Sache in den Griff zu bekommen. ich habe bereits da ein oder andere mal staunen dürfen.


    Da ist also noch lange kein Ende in Sicht und wir Heimkino-Freunde haben zusehends bessere Lösungen für unsere Bedürfnisse am Start.


    Du hast mir ja auch geschrieben, dass ich mit meinen 90° falsch liege. Da meine LS aber 45° eingewinkelt sind, leuchte ich damit recht genau mein Sofa aus, während die Seitenwände nix abbekommen. Halte ich für ganz richtig so.


    CD mit wieviel Grad auch immer ist im HiFi-Bereich eher die große Ausnahme, wo ich es aber häufig antreffe, ist in diversen Tonstudio-Lautsprechenr, Nah- wie Fernfeld. ich gebe offen und ehrlich zu, noch nix kleiner 90° selber entworfen und getestet zu haben, verkaufe aber auch meine 90° nicht als den heiligen Gral, obwohl ich nach aller Logik nach wie vor denke, dass die ein sehr gelungenes maß darstellen. Daher habe ich meine Lautsprecher auch erst mal so gebaut. Alle 60er, die ich bislang so gehört habe, waren mit persönlich zu direkt, "Kopfhörerig", irgendwie.

  • Ob die Alcons mit Ihrer Schallführung konstant abstrahlen ist auch unbekannt, weil hier keine Messungen vorliegen.

    Meinem Verständnis nach ist es so, dass der Ribbon immer konstant mit H 90° über sein gesamtes Frequenzband bei jeder SPL abstrahlt - das ist ja genau das Besondere an dieser pro-Ribbon Technik. Man muss das auch im Kontext betrachten, wo die klassischen Ribbon-Systeme unter Last zusammenbrechen, sprich ab 10khz sich das Horizontalverhalten sehr stark einschränkt.


    Weil Alcons keine Messungen veröffentlicht, heißt das nicht, dass es unbekannt ist. Man kann es sogar recht leicht selbst erfahren, wenn man den off-center Stereo Versuch macht.


    Ich denke, der Rest gehört wenn, dann in den Alcons Thread.

  • Wenn die Sache nicht konstant ist, kannst Du keinen Winkel benennen. Eine klassischer Kalotten-Lautsprecher bündelt komplett frequenzabhängig. Da stimmen die 90° genau für eine Frequenz.

    Also ob Kalotte oder was auch immer, sofern keine wie auch immer geartete Schallführung oder Verschaltung mehrerer Treiber unsw. vorhanden ist bündelt (fast) jeder Treiber seinen akustisch wirksamen Abmessungen in dieser Richtung entsprechend ab einer gewissen Frequenz. Darunter strahlt er +- kugel- bzw. in planer unendlicher Schallwand halbkugelförmig ab.


    Es braucht also gar nicht soooo viel Hirnschmalz einen bis zur Eigenbündelung des Hochtöners Halbraumstrahler zu machen.

    Würde ich dann auch nicht mehr als "komplett frequenzabhängig" bezeichnen, wenn es "nur" mehr die letzten 1-2 Oktaven betrifft.


    Das bitte nur als Zusatz zu verstehen.


    mfg

  • Meine VL und VR haben einen angegebenen Abstrahlwinkel von H 65° und V 40°. Das ist schon recht speziell.

    Am besten rührt man sich nicht am Hörplatz. Schon wenige cm außerhalb der Mitte erscheint die eine Box lauter als die andere. Den Oberkörper etwas nach Links oder Rechts neigen langt.


    Auf der anderen Seite bekomme ich mit den Boxen sehr schöne Phantomschallquellen/Bühne hin. Stimmen und Instrumente zum anfassen.


    Ich richte dabei die Boxen genau auf den Hörplatz. Vorher, mit anderen Boxen für VL und VR welche H 80° x V 55° abstrahlen, hatte ich die Boxen etwas weiter nach außen gedreht. So das sie nicht direkt auf den Hörplatz strahlen.

    Das machte die Bühne größer. Und die Hörposition war nicht so festgenagelt.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!