Beiträge von Wooderson

    Der Beyma wiederum ist in sehr teuren Konstrukten wie von ggntkt s1 verbaut und hat sich wirklich gut messen lassen und ist auch für einen 6“ sehr pegelfest

    https://ggntkt.de/en/model-s1/

    Dort ist die 5" Variante verbaut, aber beide Treiber sind eine gute Wahl!


    Einzig ein noch flacheres Gehäuse wäre für viele noch von Vorteil

    Im HF wäre ein Faital oder RCF noch eine Empfehlung, die sind aber auch Faktor 2 teurer.


    Aber an sich eine gute Initiative!

    Hast Du dazu Details. Würde mich interessieren.

    Bei einer Kombination aus wirkungsgradstarken HF (z.b. Kompressionstreiber) und aktiver Ansteuerung wird besonders in kritischen Hörumgebungen (dazu zähle ich ein Heimkino, aber auch Studio, etc) oft eine passive Vorfilterung vorgenommen. Das ist meist ein Hochpass 1. Ordnung (= 1x Kondensator), ggfs unterstützt von einem Spannungsteiler (= 2x Widerstände in Reihe + Parallel). Darüber wird dann der aktive Filter gelegt mit einer akustischen Zielfunktion, um die Flanke zu bekommen, die man haben will. Damit erreicht man:

    • Absenkung des Leerlaufrauschens, durch die Pegelabsenkung, ggfs wird dadurch auch Amp und DAC Ausgang im rauschärmeren Bereich betrieben
    • Betriebssicherheit, da der angeschlossene Treiber durch den passiven Filter grundlegend geschützt ist.

    Oder Du schaust Dich einmal bei Ascendo Immersive Audioum. Die haben Koaxial Lautsprecher in allen Chassis und Gehäusegrössen. Da die Gehäuse rechteckig sind, kannst Du Sie je nach Bedarf quer oder längs verwenden.

    Ich sehe das mit dem Abstrahlverhalten etwas anders als beckersounds und mag es von der Abstrahlung horizontal und vertikal etwas breiter.

    (...)

    Ich habe gerade die Ascendo CCRM15BE bei uns getestet. Das ist der beste Lautsprecher den wir je bei uns im Kino hatten und wir werden Ihn daher auch als Demo bei uns einbauen. Das horizontale Abstrahlverhalten empfinde ich nicht als zu breit. Im Gegenteil. Mir ist es im Superhochton sogar etwas zu eng. Da wäre mir etwas breiter sogar lieber. Wir werden die Lautsprecher daher in der Front stark anwinkeln. Abgesehen vom Superhochton ist das Abstrahlverhalteq ansonsten aber extrem gut. Ich habe noch kein besseres gesehen in dieser Lautstärkeklasse.

    Die CCRM15BE ist natürlich sackteuer und fällt daher für die meisten aus. Aber in der aktuellen Audiovision ist ein komplettes Set aus der günstigsten Preisklasse sehr gut getestet worden.

    Die genannten Koaxe strahlen auch eigentlich nicht sehr breit ab, ich würde mal 80-100° schätzen. Klar, für PA wäre das eher breit, für HiFi schon eher richtend. Der 15" Coax wird ziemlich stark richten, je nach Trennung, wie ein großes Horn. Aber im Grunde sind das triviale Konstruktionen, also recht einfaches Gehäuse und nur ein Treiber rein. Ich sehe hier aber keine besondere Eignung dieses Bauprinzips für Surround, weil man hier eine noch breitere und eine schmalere vertikale Abstrahlung bräuchte, idealerweise beides so konstant wie möglich. Dafür gibt es deutlich bessere Lösungen. Für Deckenlautsprecher wären diese Koaxe aber eine gute Alternative.

    Das Thema sollte man nicht so dogmatisch sehen, da letztendlich die konkreten Anforderungen die beste Lösung bestimmen.

    Für die meisten im DIY Bereich ist aktiv/digital zu komplex, allenfalls fertige Plate-Aps kommen hier in Frage.

    Ich persönlich würde auch nicht mehr passiv bauen.

    In der Praxis exitieren aber oft auch Mischformen, wo z.b. nicht alle Wege aktiv ausgeführt werden oder aber im HF zumindest ein Kondensator den Treiber schützt und das Leerlaufrauschen mindert.

    Einen nicht zu unterschätzenden Vorteil der Aktivtechnisch ist auch der gesamte Bereich Limiter, womit man die Endstufen genau auf die Treiber (falls digtal dann in Software) abstimmt und so sicher im Grenzbereich betreiben kann – was passiert wenn man das nicht hat oder nicht korrekt konfiguriert, konnte man bei einem auf Youtube bekannten Installer sehen, der so teure Hochtöner zerstört hat.

    Ich war ja sehr lange ein Verfechter dessen, dass es nur auf das verzerrungsfreie Verschiebevolumen ankommt. Aber das hat sich geändert. Da gibt es schon noch mehr Parameter.

    Naja, das steht erstmal so haltlos im Raum. Eine vollständige CTA-2010 (ehem. CEA-2010) Messung beschreibt die Performance eines Subwoofer schon sehr genau.

    Was noch beachtenswert wäre, sind Nebengeräusche (rubb&buzz), die in Standardmessungen nicht immer zu erkennen sind. Und natürlich auch der Langzeitdrift der "weichen" Treiberkomponenten, hier können PA Treiber Vorteile haben.

    So ganz verstehe ich die Frage nicht, weil sie ja impliziert, das dies grundsätzlich gegenläufige Ziele sind. Aber das muss ja nicht zwingend so sein. Es gibt ja durchaus Subwoofer die dermaßen klein und flach sind, dass sich eine Wand mit LCR und Subwoofer-Array konfigurieren ließe, ohne das sich die beiden Komponenten groß in Gehege kommen.


    Der größte Einflussfaktor ist wohl die Gitterdichte, welche sich wiederum ableitet von der oberen Grenzfrequenz – aber auch hier lösst sich das Problem fast von selbst, denn bei hoher Gitterdichte/hocher Trennung werden auch die LCR recht klein, weil kein große rLF benötigt wird.

    Dieser aktive Monitor entspricht Deinen Anforderungen komplett.


    https://www.musikhaus-korn.de/…DFWDXMVnlgSBoCa48QAvD_BwE


    Bei 30° kaum ein Abfall bis in die Höhen, dezentral platzierter HT. Seitlich hat er Aufnahmen für einen Gabelständer/Halterung, so dass man ihn gut ausrichten/montieren könnte. Aber Du müsstest die 20 cm Gehäusetiefe akzeptieren.

    Man muss bei diesem Konzept aber auch die Nachteile des Pseudocoax nennen, nämlich die destruktiven Interferenzen des Mitteltöners durch den "verschattenden" Hochtöner. Gerade bei Geithein ist das Abstrahlverhalten manchmal "speziell" und sehr stark auf eine bestimmten Hörabstand optimiert.


    Ansonsten verweise ich auf meinen Beitrag zu Deckenlautsprecher, wo auch konkrete Produkte genannt wurden:

    RE: Directivity im Heimkino

    Also nur Frage du bewertest ein horizontales Abstrahlverhalten als "sehr gleichmäßig" dass bis ~1,5kHz keine (Halbraum) Bündelung aufweist und darüber deutlich steigt.

    Ich bewerte die Energieabgabe in Summe, so wie sie in der Praxis relevant ist. Das ist gut im Spinorama erkennbar und zeigt einen gleichmäßigen Verlauf.


    Im Übrigens spricht man schon von gleichmäßigem Abstrahlverhalten wenn dieses ab ca. 1 kHz konstant oder leicht zunehmend ist (Dein EBU Zitat nennt hier vergleichbare 500 Hz). Das erreichen selbst gefühlte 90% aller Lautsprecher nicht, der von Dir genannte Genelec Koax aber schon, eine M&K eben nicht.


    Das gesagt, komme ich nach wie vor zu dem Ergebnis, das die hier besprochene JBL in Summe überdurchschnittlich gleichmäßig abstrahlt und sehe zu Deinen Ausführungen keinen substanziellen Widerspruch.

    Mich wundert ehrlich gesagt deine Bewertung.

    Der Lautsprecher bündelt horizontal bis 1,5kHz praktisch gar nicht.


    Wie ist sowas mit "sehr gleichmäßiger" Bündelung bewertbar?

    Wie bewertest du dann einen Lautsprecher der ab 200Hz..500Hz gleichmäßig bündelt.

    Nochmal der Hinweis auf das Spinorama zu schauen.

    Wie die Kurven entstanden und zu lesen sind, ist Dir bekannt?


    Man sieht doch eindeutig den sehr gleichmäßigen Verlauf, welche die Summe/Gewichtung im Raum enthält. D.h. die Einzelmesswerte der Vertikalen schlagen hier nicht negativ durch. Das diese isoliert für sich nicht optimal sind, hatte ich bereits zu Beginn kommentiert, nur eben entstehen dadurch keine Nachteile wenn man die Montagehöhe beachtet.


    Deswegen halte ich den Lautsprecher im Kern für eine gelungene Konstruktion, was durch die Messung entsprechend bestätigt wird.

    Das Klippel NFS hat ein separates Modul für Inwall-Messungen:


    Mehr Infos dazu


    Naja mit einem schlechten Beispiel verglichen ist es leicht besser abzuliefern.

    Anhand der gezeigten Daten kann man die Performance gut beurteilen. Mich verwundert – wie schon bei M&K – etwas Deine alternative Bewertung der Datenlage. Relativierung um jeden Preis?

    Bei den 2,5 Wegen Frage ich mich welche Teiftöner denn der 0,5 te Weg sind. Die äußeren oder die oberen/unteren?

    Die beiden inneren LF laufen bis zum HF durch, die beiden äußeren werden vorher ausgeblendet. Wäre das nicht der Fall, würde die Nebenkeulen durch den zu großen Treiberabstand noch heftiger.

    Es gibt aber scheinbar ein "FAR" und "NEAR" Setting in der Weiche wo eben diese Ansteuerung modifiziert ist.

    Sehe ich auch so.
    Horizontal ist okay. Aber vertikal?
    Das sieht für mich nach Kraut und Rüben aus.


    Bitte im Spinorama die rote untere Kurve beachten, die ist sehr gleichmäßig, kaum ein Sprung erkennbar. Dazu passt auch die letztendlich daraus resultierende Verhalten (Prognose) im Raum:


    Das ist sehr linear und fast mustergültig für den angedachten Einsatzbereich. Kein Vergleich zur vormals besprochenen M&K!

    Ein weiterer Bericht mit Messungen von hervorragender Qualität findet sich hier zur JBL Synthesis SCL-6.


    JBL als Teil von Harman (jetzt Samsung) ist bekannt für sehr sauberes Engineering – F. Toole, S. Olive und andere haben hier Grundlagenarbeit für die ganze Branche geleistet.

    Die Synthesis-Linie ist Teil des Luxury Geschäftsbereiches (wie Revel) und speziell für den hochwertigen Residential Bereich angedacht, insbesondere zum Bau von Heimkino und Multikanal-Systemen. Die SCL Reihe gibt es erst seit ein paar Jahren und besteht größtenteils aus Inwall-Baugruppen, d.h. zur Montage in feste oder weiche Wände.


    Das Konzept der SCL6 ein größerer Waveguide mit konstanter Abstrahlung im Hochtonbereich bei ca. 80°x80°, sowie einem Linienstrahler in vertikaler Ausrichtung mit 4x 5" Treibern. Das Ganze ist passiv ausgeführt und hat kein rückwertiges Gehäuse. Die Montage kann horizontal als auch vertikal erfolgen.


    Das Spinorama gemessen mit dem Klippel NFS sieht (ohne Montagegrill) sehr gut aus:



    Zudem die Isobaren und beiden Hauptachsen:




    Bewertung:


    • Sehr gleichmäßiges Abstrahlverhalten, insbesondere horizontal. Die Energieverteilung ist entsprechend sehr gleichmäßig (siehe Sound Power).
    • Wegen der inwall Bauweise ist die horizontale Abstrahlung volle 180° bis ca. 1,5 kHz, darüber dann ca 80°
    • Einzig vertikal zeigt sich um ca 1 Khz eine zu hohe Bündelung und Nebenkeulen, was das Ergebnis des 4er Arrays ist. Der Hochtöner sollte daher auch Ohrhöhe platziert werden. Auch würde ich es auch nicht horizontal montieren.
    • Die Einbrüche >10 Khz im Hochtonbereich sind nicht relevant, weil an der Grenze der Hörbereichs und zu schmalbandig. Perfektionisten können hier trotzdem via PEQ eingreifen, da das Verhalten unter Winkeln identisch ist.
    • Kein Fullrange Lautsprecher, Trennung sollet eher bei ca 100 Hz erfolgen


    Im Grunde eine saubere Konstruktion mit der genannten Schwäche in der vertikalen. Dank der in Summe aber gleichmäßigen Abstrahlung lässt sich hier sehr gut mit EQ arbeiten. Mir persönlich gefällt die nach hinten offene Bauweise nicht, hier könnte aber bei der Montage eine Wanne/Rückgehäuse entsprechend vorgesehen werden. Durch die flache Bauweise (<10cm) ist dies auch bei Vorbauten mit geringer Tiefe gut integrierbar. In den USA liegt der Preis bei ca. 1700 USD

    In der besagten Genelec ist ein ScanSpeak OEM Treiber drin.

    Bei den aufgerufenen Ersatzteilpreisen bitte immer beachten, das es hier nicht um den Materialwert, sondern um die Logistik und die teilweise Jahrzehnte lange Bevorratung geht. Dazu noch der Einbau und des QC. Das relativiert sich dann schnell, auch wenn es natürlich ärgerlich ist.