• Hallo zusammen,


    Nachdem ich hier im letzten Jahr schon sehr nett beraten wurde was die idelalen Grundmaße eines Heimkinos angeht haben wir angefangen die Planung in die Tat umzusetzen.
    Das hier wird sicher eine längere Projekltbegleitung da wir ganz von Vorne beginnen. Unser Haus gibt eine geeignete Räumlichkeit einfach nicht her (130 Jahre altes Bauernhaus mit vielen kleinen Räumen). Also erst einmal einen Raum bauen.....


    Meine Frau und ich sind beide sehr Filmbegeistert und früher sehr oft ins Kino gegangen. Seit die Horde Kinder da ist ist das nicht mehr möglich. Also wollen wir uns das Kno nach Hause holen.

    Knn ich hier irgenwie Miniaturbilder einfügen die man zum vergrößern anklickt?


    Das hier ist die Ausgangssituation


    Mal eben die Rabauken mit schweren Gerät ausgestatte und schwups...



    sah es so aus


    Bodenplatte gegossen



    Mauer mit KS hochziehen bis 30cm über das Erdniveau



    Mauer Abdichten und Dämmen mit Jackodur Platten



    Das ist jetzt in Etwa der Ist Zustand. Jetzt warten wir auf den Tischler der den Rest als Holtständerbau hochzieht und ein Pultdach draufsetzt. Den Rest machen wir dann wieder selbst.
    Ich hoffe das mich die versierten Heimkinobauer hier vor grundlegenden Fehler warnen die man schon beim Bau vermeiden kann.


    Einige infos zum geplanten Kino:
    - vorläufiger Projektname "Roxy"
    - Es hat eine Innenfläche von ca. 26qm (L 6,20 B 4,20 H 2,80)
    - Es wird ein Fenster mit Außenrolle eingeplant, keine aktive Lüftung
    - Von der Inneneinrichtung soll es im Stile eines 20er Jahre Kinos sein, Art Deco angehaucht
    - In der Scheune lagern bereits acht Kinostühle die ich aus einem alten öffentlichen Kino abgreifen konnte (klassisch rot)

  • Auf die Steine kam erst ein Bitumenvoranstrich, dann 4mm Ceresit Dichschicht. die Dämmplatten und die Noppenfolie ist mittlerweile auch drin.
    80mm ist das was der Architekt, das Wärmegutachten des Statikers und der Maurer abgesegnet haben.


    Wir haben hier auch kein drückendes Wasser. Wenn man hier gräbt gibt es nur Sand.

  • O.K
    mir wurde schon vor 14 Jahren 12cm XPS Dämmung auf meine 30cm Betonmauer von der Wohnbauförderung vorgeschrieben deswegen meine Frage. Heute sind 16 oder 20cm bei uns vorgeschrieben.
    Geht ja auch um das berühmte Schimmelthema bei Räumen unter Erde und je dünner die Dämmung desto weiter verschiebt sich der Taupunkt zur/in die Wand/Mauer.


    lg Alpi

  • Lando2081 Du meinst eine aktive Lüftung vom geheizten Nebenraum ins Kino und eine Abluft nach draussen?


    Die Lüftung ist Passiv.
    Der Lüfter sitzt außen bzw. man nimmt einen Lüfter aus einer dezentralen Lüftung und saugt die Luft im Kino bei Lüftungsbedarf ab.
    Die Zuluft erfolgt passiv aus einem daneben gelegenen Raum. Idealerweise ist der Raum geheizt, damit die Luft trocken ist.
    Für eine zusätzliche Zuluft von außen wäre ein Fenster in diesen Nebenraum sinnvoll. Dieses könnte man dann noch mit einem Kettenantrieb für das Fenster automatisieren. Dabei wird es dann nur gekippt, wenn draußen die Luftfeuchtigkeit niedriger ist als innen.
    Auch die Lüftung könnte man noch automatisieren, dass sie anspringt, wenn innen ein CO2 Level oder eine bestimmte Temperatur überschritten wird.


    Dazu nicht vergessen das ganze von der Akustik sinnvoll aufzubauen. Es sollte vermieden werden, dass Geräusche aus dem Kino durch die Durchbrüche gelangen oder das Lüftungsgeräusch zu hören ist.
    Hierzu verwendet man an den Druchbrüchen Telefonieschalldämpfer.

  • Cool. So etwa ist das bei uns auch gelaufen.. Altes Haus gibt den Raum nicht her, also anbauen.. :respect:


    Zitat

    oder 20cm bei uns vorgeschrieben


    Wenn ich mich recht entsinne, haben wir auch 20cm... Kostet ja nicht viel mehr, gibt aber einiges mehr an Sicherheit in Bezug auf Schimmelpotential.
    Das würde ich noch einmal hinterfragen, falls die Erde noch nicht wieder aufgeschüttet wurde.


    Zitat

    Der Lüfter sitzt außen bzw. man nimmt einen Lüfter auß einer dezentralen Lüftung und saugt die Luft im Kino bei Lüftungsbedarf ab.
    Die Zuluft erfolgt passiv aus einem daneben gelegenen Raum. Idealerweise ist der Raum geheizt, damit die Luft trocken ist.


    ich habe mich auch bewusst gegen ein Fenster entschieden und die von Lando beschriebene Lüftung verbaut. Bisher ohne Probleme.
    Allerdings kann ich es auch verstehen, dass so ein Raum, der oberirdisch liegt, vielleicht auch mal Tageslicht bekommen sollte.


    Achtet aber auf jeden Fall auf eine extrem gute Isolierung der Aussenwände, damit du mit deinen Akustikmassnahmen keine Hinterlüftungsprobleme bekommst..

  • Unabhängig von der stärke der ausgeführten Dämmung erkenne ich keine horizontale Abdichtung entsprechend DIN 18195 Teil 4.
    Abdichtung der Bodenplatte gegen Feuchtigkeit und Abdichtung unter erster Steinreihe gegen aufsteigende Feuchte + Verbund zur vertikalen Abdichtung.
    Auch eine alternative kapillarbrechende Schüttungen (Zulässige Alternative bei nicht ständig genutzen Räumen) erkenne ich hier nicht.


    Sollte diese vorhanden sein, so würde ich die nicht als "Abdichtung" für einen Kinoraum wählen.


    DIN 18195-4


    Ich habe lange überlegt ob ich hierzu schreibe...


    Auch auf die Gefahr hin, dass ich hier bald als Rechsbedenkenträger dar stehe ...
    Hinter- oder Erfrage das lieber nochmal.


    Auf das Thema mit der Dämmung will ich da garnicht weiter eingehen.


    Nur so viel, unrechten haben hier die anderen nicht!
    Sollten auf der Rauminnenseite noch Dämmmaßnahmen geplant sein, so kann es tatsächlich sein, dass sich der Taupunkt aus dem Monolit in deinen Raum verschiebt.


    Weis dein Planer über deine weiteren Vorhaben in dem Raum Bescheid?


    Gruß Alex

  • Die Lüftung werde ich mr mal durch den Kopf gehen lassen. Mein erster Gedanke wäre eine aktive Lüftung verstaut in einem Verschlag an der Außenseite des Anbaus. Die Luftzufuhr erfolgt dann durch ein Rohr oder Lüftungsgitter aus einem der Nebenräume die, da oberirdisch alle Fenster haben und in der Regel geheizt sind. Problematisch ist allerdings das im Nebenraum der Kamin steht, also müsste zwingend das Fenster geöffnet sein. Die Fenster dort sind allerdings zwar neu aber festverglast oder genau so alt wie das Haus und nicht für irgendeinen automatisierten Betrieb geeignet.
    Zumindest ein Fenster wollte ich einbauen da nicht gesagt ist das der Raum für den Rest meines Lebens als Kinoraum genutzt wird. Denkbar wäre hier auch ein Musikzimmer oder ein Bällebad :-)


    Der Planer ( mein Schwiegervater) weiss über die geplante Nutzung Bescheid.
    Die neue Bodenplatte sitzt auf der altenm Bodenplatte auf und ist aus WU Beton. Es wurden zwei Sperrschichten aufgebracht.
    Wie schon gesagt, man muss auch die lokalen Gegebenheiten berücksichtigen. Was in Gebieten mit wasserstauenden Schichten und drückendem Wasser absolut notwendig ist macht in anderen Gebieten einfach keinen Sinn.
    An der Inneseite der Mauer sind (wahrscheinlich) keine weiteren Dämmmaßnahmen geplant. Mal schauen wenn der Holzsständerbau steht. Vermutlich Ende Mai, aber wir verhandeln noch über den Preis...

  • Hallo zusammen,


    hier mal ein kleines Update. Das Team aus einem Tischler und einerm Zimmermann haben nicht mal eine Woche gebraucht um den Holzständer drauf zu packen.. Gebaut mit 16er Ständerwerk, ausgekleidet mit 18er rein ökologischen Holzfasermatten, Innen OSB. Von außen zusätzlich gedämmt mit Latttung und weiteren 4cm dicken Holzfasermatten, danach verschalt mit Holz Weichfaserplatten. Die Holzfasermatten kommen später noch von Innen aufs Mauerwerk. Aktuell sind die Lattungen an den Wänden und der Decke bereits drauf und wir checken Angebote für Trapezbleche um das Dach fertigzustellen. An die Wände außen kommt danach eine Boden Deckel Schalung aus sägerauer Lärche.
    Wir hatten uns ja entschieden zwei Fenster 100x80 einzubauen um den Raum evt. später auch anderweitig nutzen zu können. Die Fenster haben motorisierte Außenrolläden die sich später per app steuern lassen sollen.
    Von Außen wurde die Wand noch nicht vollständig geschlossen um einen Zugang von außen während der Bauphase zu haben damit ich nicht ständig mit den dreckigen Schuhen durchs Haus latschen muss. Vor dem Winter will ich das aber zu haben, d.h. bis dahin müssen alle größeren Schmutzarbeiten wie der Innenausbau und Estricht abgeschlossen sein.






    Ich beschäftige mich gerade mit der Frage des Stromes. In so einem alten Ziegelbau ist es praktisch unmöglich neue Stromkabel vom Anbau zu dem recht weit entfernten Sicherungskasten zu ziehen ohne im halben Haus die Wände aufzustemmen. Im Endeffekt würde ich gerne mind. drei gestrennte Kreisläufe im Kino haben. Aktuell kommt im Kino ein Stromkreislauf an der früher den alten Anbau versorgt hat. Würde es Sinn machen diesen zu nutzen und im Kino einen Unterverteiler zu integrieren oder gibt es andere Lösungen?
    Im Kino werden insgesamt keine extremen Verbraucher angeschlossen sein, also keine Vor- oder Endstufen oder ähnliches, die Beleuchtung wird aus led´s bestehen.

  • Schöne Arbeit :respect:




    Ich beschäftige mich gerade mit der Frage des Stromes. In so einem alten Ziegelbau ist es praktisch unmöglich neue Stromkabel vom Anbau zu dem recht weit entfernten Sicherungskasten zu ziehen ohne im halben Haus die Wände aufzustemmen. Im Endeffekt würde ich gerne mind. drei gestrennte Kreisläufe im Kino haben. Aktuell kommt im Kino ein Stromkreislauf an der früher den alten Anbau versorgt hat. Würde es Sinn machen diesen zu nutzen und im Kino einen Unterverteiler zu integrieren oder gibt es andere Lösungen?
    Im Kino werden insgesamt keine extremen Verbraucher angeschlossen sein, also keine Vor- oder Endstufen oder ähnliches, die Beleuchtung wird aus led´s bestehen.


    Klar kannst du den alten Anschluss nutzen, welchen Kabelquerschnitt hat dieser denn?
    Es spricht nichts gegen eine eigene Unterverteilung, solange die Zuleitung entsprechend des Kabelquerschnittes an der Hauptverteilung abgesichert ist.
    Was versprichst du dir denn von 3 getrennten Stromkreisen im Heimkino, wenn du selbst sagst, dass keine extremen Verbraucher dort angeschlossen werden?
    Wenn z.B. eine 4mm² Zuleitung besteht, die mit 25A abgesichert ist, könntest du in der Unterverteilung mit 1,5mm² und 16A Absicherung weitermachen.
    Generell würde ich so etwas aber einem Elektriker überlassen, damit ist nicht zu spaßen.


    Gruß Jan

  • Hier im Haus liegen würde ich sagen generell 3x1,5 Kabel. Ich habe gelesen, was ich auch als sinnvoll ansehe, zumindest dem beamer einen eigenen Stromkreis zu spenden. Falls die Sicherung des Kinos mal im Betrieb rausfliegt wird die Lampe des Beamers weiter gekühlt.
    Die Technik wird im Kino sein. Aber mehr als ein Mittelklasse 7.2 Receiver, diverse Aspielgeräte und eine Spielekonsole wird es wohl nicht werden.
    Ich denke ich werde es so machen das ich das Kino über das vorhandene Kabel laufen lasse und für den Beamer kann ich recht einfach eine weitere Leitung aus dem benachbarten Wohnzimmer legen. Dort hängt jetzt aktuell noch der Beamer.

  • Morgen kommt der Heizungsmensch und macht mir mal ein Angebot für die Heizungsinstallation. Der Raum wird in den normalen Hauskreislauf der Gasheizung angeschlossen. Ich schwanke noch zwischen zwei normalen Heizkörpern und einer Fußbodenheizung. Heizkörper würde ich eher als störend empfinden aber eine Bodenheizung reagiert recht träge und wenn man sich abends entscheidet einen Film schauen zu wollen soll das Kino auch im Winter schnell heizbar sein.
    Ebenfalls morgen kommen die Trapezbleche für die Dacheindeckung. Ich hoffe aus gutes Wetter am Wochenende...
    Unser Maurer kommt demnächst und schneidet die Tür in die 30cm dicke Außenwand unseres Hauses. DIe Position der Tür können wir mehr oder weniger frei wählen und haben uns für etwa 1m von der Leinwand entfernt an der Seite entschieden.
    Ich habe mich denke ich gegen eine aktive Lüftung im Kino entschieden. Auch in anderen Räumen halten wir uns einige Stunden auf die über keine Lüftung verfügen.

  • Moin,


    Morgen kommt der Heizungsmensch und macht mir mal ein Angebot für die Heizungsinstallation. Der Raum wird in den normalen Hauskreislauf der Gasheizung angeschlossen. Ich schwanke noch zwischen zwei normalen Heizkörpern und einer Fußbodenheizung. Heizkörper würde ich eher als störend empfinden aber eine Bodenheizung reagiert recht träge und wenn man sich abends entscheidet einen Film schauen zu wollen soll das Kino auch im Winter schnell heizbar sein.


    FBH lässt man durchlaufen, die stellt man nicht ständig an und aus. Insofern ist die Trägheit kein Thema. So wie ich das sehe scheint ja der Anbau auch ganz ordentlich gedämmt.


    Zitat

    Ich habe mich denke ich gegen eine aktive Lüftung im Kino entschieden. Auch in anderen Räumen halten wir uns einige Stunden auf die über keine Lüftung verfügen.


    Ist da auch permanent die Tür zu und sind da auch Geräte drin die heizen?
    Auf eine Lüftung würde ich nicht verzichten, da wurden ja auch schon unaufwändige Lösungen vorgeschlagen.

  • Zum Thema Kellerheizung im Allgemeinen - das war bei uns die größte Fehlinvestition beim gesamten Hausbau! Es mag sicher auch an der guten Basisisolierung plus der akustischen RiR Konstruktion liegen, aber ich hatte die Heizung erst einmal an und habe dann über die gesamte "Veranstaltung" die Hitze nicht mehr aus dem Raum bekommen - es war unerträglich! Wir haben im Sommer, wie im Winter stets angenehme Temperaturen im Keller.

    Hierbei kann ich mich hocky allerdings nur uneingeschränkt anschließen:

    Zitat

    Auf eine Lüftung würde ich nicht verzichten, da wurden ja auch schon unaufwändige Lösungen vorgeschlagen.

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