Aufbau und Wirkung BKA‘s und VPR‘s

  • Wofür braucht man die Kantbank?oder meinst du die Variante mit Lochblech Kasten?


    Verzinkt halte ich für unnötig! Was soll denn da passieren? Ich habe in der Küche seit Jahren einen Kasten aus rohem angeschliffenem Stahl hängen und da ist quasi Null Rost dran! Selbst wenn es ein wenig anfängt zu rosten ist es beim BKA völlig egal. Und beim VPR wird ja vermutlich sowieso nach gewünschter Optik lackiert oder bezogen. Verzinkt würde auch mehr reflektieren!

  • Verzundertes Blech wäre vermutlich noch die beste Lösung! Das ist günstiger und hat, wie ich finde, eine von Natur aus schöne Optik! Und ist eben schon von vornherein ziemlich dunkel! Der Zunder schützt auch schon super vor Rost!

  • Mahlzeit


    Wie dick sollten denn jetzt eigentlich der Basotect sein auf dem das Blech aufgeklebt wird? Muss das min 10cm sein oder geht da auch weniger, 6cm zb? Wie verhält sich das wenn dünneres oder dickeres Basotect genommen wird? Wird das Ergebnis besser oder schlechter?


    Was wäre wenn man 5cm auf beide Seiten aufklebt, gibt das den gleichen Effekt wie 10cm auf nur einer Seite jedoch halt mit dem positiven Nebeneffekt das man auch noch den Direktschall in den Griff bekommt.


    Das Stahlblech immer 2,5mm oder doch besser 1mm? Oder bleibt da nur noch das selber ausprobieren was jedoch leider sehr teuer und aufwändig wäre.


    Hat da vielleicht schon jemand anders Erfahrungen mit gemacht?


    zxlimited welche Mineralwolle hast du da genommen um das Schwingblech "einzuklemmen"?


    Grüße Mario

  • Hi Mario,


    10cm sind vorgeschlagen und erprobt. Caruso Isobond funktioniert auch. Ich denke je dünner die Schicht wird umso "härter" ist die Platte wieder aufgehängt - der Wikungsbereich und Wirkungsgrad wird dadurch anderst/schlechter.

    Ich würde also immer 10cm unter der Platte verwenden. Auf die Platte drauf kann man etwas machen oder auch nicht - ich denke wenn man eine möglichst breitbandig Wirkung haben möchte wären 5cm angebracht.

    Mit der Stärke der Stahlplatte kann man den Wirkbreich etwas steuern - sprich für den tiefen Bass eher 2,5mm und große Fläche (~ 2x1m am Stück). Je dünner die Platte umso mehr wandert der Wirkbereich nach oben.

    Kommt also darauf an wo man Probleme hat bzw. was man absorbieren möchte.


    Gruß

    Simon

  • Hallo zusammen, ich möchte aktuell zur Erstreflexionsbedämpfung auf 10cm Basotect ein Stahlblech kleben, um das Basotect so einfach per Magneten an die Decke zu hängen. Aus Gewichtsgründen wäre 0,7mm dafür natürlich am sinnvollsten. Wenn ich mir die Option offen lassen möchte, dass Material später auch umzudrehen und als BKA zu verwenden und auf die andere Seite auch noch 5cm Basotect zu kleben, ist es dann sinnvoll bei Flächen von 0,5*1m etwas dickeres Blech als die 0,7mm zu nehmen, um die Wirkung breitbandiger zu erhalten? (Sprich 1 oder 1,5mm?) Bei 2,5mm vermute ich, ist die Wirkung für die Fläche wohl eher zu tief angesiedelt. Danke für das Feedback. Wenn man das nicht so pauschal sagen kann, dann ist das so ich habe die Hoffnung, dass es da Erfahrungswerte gibt für eine durchgängig gleichmäßige Absorption auch wenn sie dann nicht so extrem tief greift.


    Danke schon einmal im Vorraus.

  • Hi Martin,

    0,7 mm sind etwas dünn - vor allem in Bezug auf die porösen Dicken von 100 und 50 mm. Da wäre ein 1mm Blech sinnvoller, besser sogar noch mehr (Richtung 2,5 mm). Sonst gewinnst Du so gut wie nichts gegenüber dem rein porösen Absorber. Am besten genutzt wären die 100mm, wenn Du sie aufteilst in 70 : 1 : 30. Damit kriegst Du ein Alpha s von um die 1 bis ca. 80 Hz runter.

    Gruß, Martin

  • Danke für die Info. Da bin ich nun im Zwiespalt, da ich aktuell an der Decke eigentlich wirklich nur basotect nutzen möchte und das nur eine Option wäre für später. Deshalb wären im grundton die 70mm aber schon ein Rückschritt gegenüber 100mm aktuell, wenn man rein von basotect ausgeht.


    Jetzt direkt einen BKA an die Decke zu hängen widerstrebt mir bei dem gewünschten Aufbau etwas da ich dann auch nicht sicher bin ob die haftwirkung über Kopf an den einzelnen materialien bei den gewichten gross genug wäre.


    Sprich an der Decke sind Magnete, daran dann ein Stahlblech. Entweder bei rein basotect selbstklebendes basotect an das blech (so ist der Plan aktuell). Da habe ich keine Bedenken. Nun jedoch auf das basotect noch ein 2mm Stahlblech geklebt mit 8kg und noch einmal basotect darauf erscheint mir doch etwas gewagt. Zumal sich die Frage stellt, ob die BKA an der Stelle überhaupt so viel mehr bringen.


    Daher tendiere ich eher nur zu blech und basotect. Macht es jedoch Sinn nun nur auf 70mm zu gehen und z. B. 2mm blech nur um daraus evtl. Irgendwann mal einen BKA zu machen.

  • Hi Moe,


    überleg doch erst mal ob es sinnvoll ist an den angedachten Stellen einen VPA zu verwenden. Welche Moden würden da überhaupt auftreten, stören die überhaupt bzw. wie ist den die Deckenhöhe?

    Vielleicht kannst Du nur für das Basotect anstatt einem Blech auch einfach Dübel plus Schrauben und Unterlagsscheiben zur Befestigung per Magnet verwenden. Aber warum nicht gleich die einfache Lösung per Dübel und Haken?

    Ein Stahlblech lässt sich so später immer noch verarbeiten und bis auf die hohen Kosten ist eine 10cm Grundlage ja nicht schlechter als 7cm.


    Aber: ich bin mir gar nicht sicher wie VPAs hängend arbeiten. Ich könnte mir vorstellen das durch die Schwerkraft die Platte zu sehr am Trägermaterial zieht und die Wirkung zunichte macht.

    Das wäre dann sehr viel Geld, Zeit und Aufwand für eine minimale Wirkung. Eventuell kann man da auch einfach mit etwas dünneren Stahlplatten gegensteuern - bzw. anderst ausgedrückt für gleiche Wirkung/Wirkbereich muss man eventuell die Stahlplatte dünner wählen. Ich würde aber auch keinen VPR kleiner als 1x1,5m bauen.


    An der Decke also eher mal überlegen ob man nicht mit 10cm plus Abstand ausreichend hinkommt. Wenn es um die maximale Wirkung geht könnte man auch mal zwei 5cm Platten ausprobieren mit Abstand dazwischen und zur Decke. Natürlich schwer zu realisieren aber könne nach Bauchgefühl sehr gut sein.


    Ich vermisse das Casakustik Forum - das war vollgestopft mit Wissen und Infos :cray:


    Gruß

    Simon

  • Warum nicht die einfache Lösung. Weil ich die Platte so nah wie möglich an der Decke haben möchte und nichts von der Aufhängung sehen möchte. Eigentlich will ich auch garkeinen vpr an der Decke. Das blech ist nur Mittel zum Zweck. Da es aber eben mal 230€ Material sind, dachte ich mir es wäre sinnvoll, es so zu bauen, dass ich es evtl später noch einem anderen Zweck zuführen kann. Deckenhoehe ist 2,5m

  • Hi,


    ich verstehe das natürlich. Meine doofen Fragen kommen halt daher das ich über Dein Vorhaben, Voraussetzungen und Vorgaben zuwenig weiß.

    Mir stellt sich da gleich die Frage warum ein Blech anstatt z.b. günstigere 2mm Flachstahl - klar bei einer Platte ist es egal wo die Magnete sind - bei Flachstahl muss man je nach Breite gut "treffen".

    Z.B. 2x60x1000mm sollte es eigentlich recht günstig geben in der Bucht.


    Gruß

    Simon

  • Hallo Martin,


    ich vermute mal, dass Deine möglichen Abmaße von nur 0,5*1,0 m zu klein sind, um im Bassbereich noch zu wirken.


    Der alte Prof.Fuchs, welcher die VPR (mit)entwickelt hat, schreibt in seinen Büchern immer von einer empfohlenen Größe von 1,5 *1,0 m.


    Einfach das Blech dicker zu machen, weil es kleiner ist, scheint mir aber auch nicht zielführend:


    Je kleiner und steifer das Stahlblech ist, umso mehr Energie wird erforderlich sein, um dieses Blech zu Partialschwingungen anzuregen.




    LG


    Uwe

  • Ja das waren auch meine Vermutungen, zudem eben weniger Gewicht was die Magnete halten müssen. Ein Stahlblech in 1mm bei 50x100cm kostet 8€x da sehe ich keinen Sinn auf Streifen zu gehen :) gut dann mache ich da keine Wissenschaft draus und Krache einfach 10cm auf 0,7er oder 1mm drauf und gut ist, oder koennte das blech auch einen negativen Effekt haben und Streifen wären deswegen besser?

  • Hi,


    ok wenns die Bleche so billig gibt... als mögliches Problem fällt mir auf die Schnelle ein: wenn das Blech verzogen ist oder durch das Verkleben irgendwie krum wird kanns später Probleme geben mit den Magneten...

    Bei Streifen besteht das Problem aber ebenso nur abgeschwächt. Am sichersten wären Blechstücke damit das Basotect Unebenheiten ausgleichen kann und kein Luftspalt zwischen Metall und Magnet entstehen kann.


    Ich weiß ja nicht wie der Aufbau der Decke ist aber vielleicht kannst Du recht einfach auch nur das Basotect mit Schrauben+Unterlagsscheiben festschrauben? Kommt ne Abdeckung/Stoff drüber?


    Gruß

    Simon

  • Hallo Simon, nein eben nicht. Es bleibt voll und ganz sichtbar. Gerade bei dem dünnen blech mache ich mir bezüglich Verzug keine Gedanken. Die neodymmagnete haben schon richtig Zug. Habe sicherlich schon 400 Magnete in der Bude in allen möglichen Dimensionen verbaut. Mir geht es eher darum, ob das blech evtl. Schwingungen erzeugt, die am Ende eher eine zusätzliche stoerquelle sein können oder ob es unter akustischem Aspekt nicht zu erwarten ist.

  • Hi,

    ich denke nicht das da etwas zu schwingen anfängt - hinten der "Zug" durch Magnete und vorne dämpft das Basotect...

    Im Zweifelsfall halt lieber mehr Magnete verwenden als nötig um Flächen die Schwingen könnten möglichst klein zu halten.

    Hab noch nicht so viel mit Magneten gemacht - der letzte Versuch mit Lautsprecherabdeckungen ging in die Hose... daher bin ich da vielleicht zu negativ eingestellt.




    Grüße

  • Bez. Dicke und Wirkfrequenz hier eine Grafik vom User Wolfgang:

    https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=6&t=1293 (Zehntes Posting)

    Demnach hat 2,5mm dickes Blech einen Peak in der Absorption bei 40-50Hz.

    Danke Micha, nachdem Verlauf her, gefällt mir die 1mm Variante für einen "Satelliten" der bei 80Hz getrennt wird schon besser.


    Wie wird sich dass Ganze denn verhalten, wenn man statt eines 2mm Bleches z.b. zwei 1mm Bleche aufeinander klebt? Dann könnte man jetzt mit 1mm arbeiten und ggfls später zwei auf eine größere Platte kleben? Ich mache es glaube cih aber auch echt unnötig kompliziert.

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