Linienstrahler

  • Was haben denn deine Simulationen bzgl. einer "zu kurzen" Linie ergeben? Macht das Konzept dann überhaupt noch Sinn?

    Wenn die Linie direkt am Boden beginnt, erreicht man mit 1,5 m schon eine recht tiefe untere Grenzfrequenz. Ich hätte da keine Bedenken. 2,7 m Abstand sind ja auch noch nicht so viel. Ich habe bei meinen Simulationen auch immer 4 und 8 m mit eingeschlossen. Zum einen, weil ich solche Abstände im Wohnzimmer habe und zum anderen, um sicherzugehen, dass die Reflexionen an den Wänden auch noch Zylinderwellen bleiben. Aber letzteres überhaupt relevant ist, kann bezweifelt werden.

  • Ich habe zwei Linienstrahler in meinem Wintergarten stehen, ca. 220 hoch - die zudem auch noch als Dipol und Bipol arbeiten. Dazu auch die passenden 2x4 Subwoofertürme, allerdings ohne Dämmung an der Rückwand. :big_smile:


    Zur Praxis könnte ich also eventuell etwas beitragen oder was ausprobieren, was euch in der Theorie weiterhilft.

    Misst sich übrigens mit REW sch... - wäre also für die Member hier nichts, die Lautsprecher nur nach Messwerten kaufen. :sbier:

    Gruß
    Holger
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    Einmal editiert, zuletzt von Holger ()

  • Misst sich übrigens mit REW sch... - wäre also für die Member hier nichts, die Lautsprecher nur nach Messwerten kaufen. :sbier:

    Einen Zeilenlautsprecher zu messen ohne RAR und Ballon ist auch nicht trivial... einfach ein Mikro am Hörplatz aufzustellen ist zu kurz gesprungen. In Zeitschriften wie Produktion Partner sieht man des Aufwand der dazu nötig ist und welche Daten man erheben kann.


    Ansonsten korrelieren (solche vollständigen) Messungen sehr gut mit dem Hörerlebnis, das ist eigentlich Stand der Technik.

    Es gibt sogar Methoden mit denen man ziemlich genau das Verhalten des Lautsprecher im Raum vorhersagen kann.

    Teilweise sind sie auch Industriestandard.

    Das sieht dann in der Praxis so aus:

  • Das war als Scherz gedacht - ich hatte meine Infinity IRS mal vermessen, um am Sitzplatz die Ergebnisse gegen die Trinnov Einmessung zu vergleichen und dabei kam dann ein eher "lustiger" Amplitudengang dabei heraus. Ist aber auch egal, sollte wie gesagt eher ein Scherz sein.

    Nichts desto trotz steht hier halt ein 2.30m hoher Linienstrahler, über den ich mehrfach wöchentlich Musik höre - somit denke ich über gewisse praktische Erfahrungen mit diesem Lautsprecher zu verfügen. Ob diese für eure Überlegungen hilfreich sind (da es sich bei der IRS um einen Bipol/Dipol Lautsprecher handelt) kann ich nicht sagen.

  • Ob diese für eure Überlegungen hilfreich sind (da es sich bei der IRS um einen Bipol/Dipol Lautsprecher handelt) kann ich nicht sagen.

    Für die Ausbildung der Zylinderwelle spielt es keine Rolle, ob sie als Dipol abgestrahlt wird oder als Monopol. Ich habe hier auch einen zusammengeschusterten Prototypen als Dipol. Die typischen Zylinderwelleneffekte sind alle vorhanden. :)

  • Genau, der Höreindruck kommt maßgeblich von der Zylinderwelle.


    Ich kenne die Infinity jetzt nicht, aber dort sind nur die HF-Treiber hinten offen, oder? Falls ja, dann hat das vielleicht auch den Grund, dass die großen Flächentreiber nicht gut in Gehäusen funktionieren oder sehr empfindlich auf Dämmung reagieren. Ansonsten halte ich eine zweite Zylinderwelle aus gleicher Richtung (von der Rückwand mit Delay reflektiert) eher für nachteilig, aber das müsste man in der Tat mal hören.

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