Beiträge von FoLLgoTT

    Ich glaub schon, dass der Andi das richtige meint. Es geht ja um die step response richtig? Die optimiere ich auch mit dem Delay.

    Das geht nicht mit einer frequenzneutralen Verzögerung (Delay), weil die Hoch- und Tiefpässe frequenzabhängige Verzögerungen (Phasendrehungen) erzeugen. Die Gruppenlaufzeitverzerrungen können nur mit FIR-Filtern entzerrt werden.

    So, "Der Hobbit 1" zeigt tatsächlich mehr Details, es sieht aber irgendwie auch ein bisschen "wachsig" aus. So als ob ein Schärfefilter drübergejagt wurde. Die Ausschnitte sind auf 8k hochskaliert, damit man es besser beurteilen kann.


    Blu-ray:


    UHD:


    Interessanterweise ist das Aliasing, das bei der Blu-ray so auffällig war auf der UHD auch vorhanden. Man sieht es vor allem in der Bewegung in dieser Szene an den Dächern (roter Kringel). Ansonsten ist der Film relativ hell gemastert. Ich muss die Target Nits hochdrehen. Und selbst da sind einige Szenen immer noch deutlich heller (z.B. am Anfang in Erebor). Das Grading ist hier massiv verändert. Selbst Szenen ohne Highlights sind deutlich heller. Während der Erzählung ist übrigens das gesamte Bild in eine Art Vignette eingefasst, so dass erkenntlich ist, dass es sich um eine Erzählung handelt. Das war auf der Blu-ray nicht so. Ich muss mal schauen, ob ich damit warm werde, denn das Grading der Blu-ray war richtig gut. Für mich hatte der Film ein Bild nahe an der Referenz, den ich gerne zum Testen hergenommen habe. Ich weiß nicht, ob mir diese Änderungen gefallen...

    Ich habe inzwischen "Die Gefährten" hier. Das poppig Bunte der Fotos weiter oben bestätigt sich zum Glück nicht! Allerdings ist die Farbtemperatur komplett anders als auf der Blu-ray. Während das Bild der Blu-ray gerade in den Anfangszenen recht stark grün eingefärbt war, ist das jetzt deutlich neutraler gehalten. Die Sättigung wurde aber nicht angehoben. Das heißt, der eher pastellfarbene "Look" des Films ist erhalten geblieben.


    Der Kontrast wurde je nach Szene angehoben. Helle Bildteile sind deutlich heller und dunklere dunkler. Die Gradation ist also steiler. Im Direktvergleich ist der Unterschied hier relativ groß und dürfte neben der Farbtemperatur den größten Unterschied ausmachen.


    Der Detailgrad der UHD ist etwas höher, aber mit 4K hat das Master natürlich nicht viel zu tun. Das war ja auch nicht zu erwarten. Es ist jedenfalls nicht so, dass die UHD großartig mehr Details zu Tage fördert. Der Unterschied in der Gradation ist deutlich stärker für den Gesamteindruck.


    Ich habe nur stichprobenartig verglichen, aber was ich bisher gesehen habe, gefällt mir recht gut. Das dürfte bildmäßig die beste Version des Films sein, die es zu kaufen gibt.

    Wobei ich jetzt mal eine ganz verwegene Theorie aufstellen:

    Es ist "wirklich" der Luftzug aus dem BR Port?

    Gibts bei CB LS (wie meinen) nicht.

    Ein sehr guter Einwand!


    Bassreflex erzeugt gerade bei höheren Hüben massig Blindleistung in Form von Wind. Den kann man auch am Sitzplatz bemerken (selbst schon erlebt) und mit taktilem Schall verwechseln. Bei geschlossenen Lautsprechern bleibt davon nichts übrig. Von daher sind Bessreflexlautsprecher auf Kopfhöhe denkbar schlecht geeignet, um die Richtungswahrnehmung des Schalls zu beurteilen. Der Gegentest ist aber zum Glück relativ einfach. Ports zustopfen, digital entzerren und hören.

    Muss bei madVR-Nutzung das Gamma am Projektor nicht auf den Zielwert umgestellt werden, wenn ich Filme anstatt mit Gamma 2,2 in 2,4 anschauen möchte?

    Nein. Man kann madVR mitteilen, wie der Projektor kalibriert ist (sofern man keine 3D-LUT benutzt).


    Und dann kann man hier die Zielkurve einstellen, wenn sie denn von der kalibrierten abweichen soll.


    MadVR rechnet dann das Bild so um, dass das Zielgamma erreicht wird. Die Kalibrierung des Projektors ist somit egal, solange sie zu der Einstellung passt. Man kann dann z.B. auch mit einer 1,8-Kalibrierung ein 2,6 erzeugen.

    Der große Vorteil ist, dass man es verzögerungsfrei mitten im Film oder Standbild umschalten kann (per Hotkey). Und es ist sichergestellt, dass die Farbtemperatur identisch bleibt (was bei verschiedenen Gammaprofilen im Projektor nicht zwingend so sein muss).

    Kriegt man das nicht erfasst, wenn man die Linie aus sagen wir 3 m Distanz gegen eine Hauswand spielen lässt und das Mikro in der Nähe der Line platziert? Ich würde da jetzt einen Impuls zeitlich kurz nach Start und einen deutlich später erwarten. Das gleiche dann halt noch mal mit einem Kugelstrahler.

    Ja, aber es ist kalt draußen! :big_smile:


    Ich schaue mal, ob ich noch was sinnvolles messen oder simulieren kann...


    Da, wo ich evtl. noch mal neue LS für konstruieren würde, gibt's kaum senkrechte Wände.

    Da dürfe ja jede Reflexion die gesamte Zylinderwelle schräg abprallen lassen, also irgendwo in Richtung Boden. Im Grunde müsste man in einem Raum, der nicht nur senkrechte Wände hat auch irgendwann ein "chaotisches" Schallfeld haben. Aber zumindest die erste Wellenfront sollte auch hier intakt bleiben.

    FoLLgoTT Du hast da eine Linie aus den B&G zu stehen, korrekt? Magst Du das bei Gelegenheit mal probieren, zu erfassen? Das würde mich sehr interessieren.

    Hatte ich schon überlegt, aber ich denke, das wird nicht gut erfassbar sein. Ich kann die Reflexionen im Raum kaum isoliert auswerten, weil sich nach einer Zeit zu viele überlagern. Ich habe auch schon überlegt, das zu simulieren, aber hatte noch nicht die Zeit bisher.


    Aber ich denke, man darf die Reflexionen in der Horizontalen nicht überbewerten. Dafür fallen ja alle anderen quasi weg. Bei einem Kugelstrahler gibt es unendlich viele die nicht aus horizontaler oder vertikaler Richtung stammen, sondern dazwischen. Das gibt es bei einem idealen Linienstrahler nicht. Die Reflexionen befinden sich immer in einer Ebene (komplett senkrechte Wände vorausgesetzt).

    Das ist übrigens der Unterschied, über den wir hier reden.


    Gamma 2,2:


    Gamma 2,4:


    Jeder, der madVR benutzt, kann das Echtzeit den Gammafaktor verändern (unter "color & gamma"). Das ist deutlich genauer und schneller als den Projektor umzustellen oder neu zu kalibrieren. Vor allem, weil die Farbbalance unangetastet bleibt. Das nur als kleiner Tipp.

    Ich hatte es immer so verstanden, dass der Übergang zur Kugelwelle idealerweise knapp hinter dem Hörer stattfinden sollte, damit die Reflexionen etwas gezähmt werden.

    Das Problem ist ja, dass die Welle auch frequenzabhängig in eine Kugelform übergeht. Man kann also nie davon sprechen, dass sie das generell ab einer bestimmten Entfernung tut. Daher würde ich sie so auslegen, dass sie möglichst weit "wirft".


    Und dazu kommt noch eine interessante Frage: soll die Welle auch nach den Erstreflexionen ihr Zylinderform behalten? Denn nach meinem Verständnis dient eine Reflexion quasi als Verlängerung des Weges. Die Welle sollte also auch nach der Reflexion irgendwann in eine Kugelform übergehen.

    Gut, durch Möbel usw. wird die Form ohnehin nicht lange zylinderförmig bleiben. Von daher ist die Frage vielleicht eher akademischer Natur...

    Die Idee dahinter ist natürlich, Kosten einzusparen, ja.

    Die Idee haben viele bei einer Linie. Das Problem ist nur, dass sie dann nicht mehr so gut funktioniert. Wenn wirklich eine weitreichende und breitbandige Zylinderwelle entstehen soll, sollte nach meinen Simulationen zwingend die Bodenreflexion mit einbezogen werden. Das heißt aber, dass man nicht einfach die Hochtöner "schwebend" anbringen kann. Das Ergebnis wird deutlich schlechter.


    Vielleicht hat jemand die Möglichkeit und Lust, verschieden lange Lines im Raum zu simulieren? Z.B. 1m, 1,5m, 2m und 2,5m.

    Kein Problem. Ich hatte an anderer Stelle schon mal meine Simulation von der stehenden und hängenden Linie simuliert. Hier ist der Link dazu.


    Hier erstmal grundsätzlich die Pegelabnahme über die Entfernung im Vergleich zu einer Punktschallquelle in 3-dB-Schritten. Die simulierte Fläche hat die Maße 6 x 4 m und entspricht damit einem durchschnittlichen Heimkinoraum. Seitenwände und Decke sind in der Simulation nicht enthalten.


    Punktschallquelle:


    Linienquelle (2 m Länge):


    Daran kann jeder selbst abschätzen, wie groß der Vorteil bezüglich den weit entfernten und näher platzierten Lautsprechern ist. Wie Aries schon schrieb, wird der Vorteil der gleichmäßigen Beschallung bei den näher platzierten Lautsprechern (also den Rears) stärker ausgespielt.


    Und jetzt zu den Längen. Zunächst eine direkt auf dem Boden stehende Linie. Die Schallpegel sind jeweils normiert auf 2 m Abstand.


    1 m:


    1,5 m:


    2 m:


    2,5 m:



    Und jetzt schwebend in der Luft. Also eine verkürzte Linie, wie du sie für den Hochton vorschlägst (hatte ich übrigens alles schon mal durchsimuliert).


    1 m Länge in 0,5 m Höhe:


    Und hier noch mal ohne den Boden (also im Nichts):


    Abgesehen von der Bodenreflexion, die eine Welligkeit reinbringt, geht die Zylinderwelle schon unterhalb von ca. 3 kHz in eine Kugelwelle über. Oben mit Bodenreflexion passiert das im Frequenzbereich weiter unten. Ich halte daher diese Kostenersparnis für einen zu großen Einschnitt im bezüglich der Zylinderwelle.

    mit welcher Kodi Version nutzt du den Skin? Ich kann es bei der 17.6 madVR nicht einbinden, gibt irgendeinen Parsing Fehler aus oder so ähnlich..

    Die genaue Version kann ich jetzt nicht nachschauen, aber es ist wohl "Leia". Ich meine, die ist neuer als deine Version.


    In welchem Anwendungsfall entzerrt Kodi denn? Bei 21:9 habe ich den Anamorphoten im Lichtweg und im PJ den entsprechenden Modus gewählt, bei 16:9 habe ich den Anamorphoten gar nicht im Lichtweg.

    Ich habe den Anamorphoten immer im Lichtweg. Dann ist eine Vorentzerrung notwendig.

    Die Font-Lautsprecher sind i.d.R. schon mehrere Meter von der ersten Reihe entfernt, da sind die Pegeldifferenzen zwischen den einzelnen Plätzen gering.

    Das ist richtig. Für die Frontlautsprecher ist die Pegeldifferenz zwischen den Sitzreihen in der Regel nicht so groß. Bei den Surrounds trifft das deutlich stärker zu. Volle Zustimmung.


    Wenn ich mir anschaue, wie viel Aufwand das Konzept erfordert und dabei trotzdem noch einige Kompromisse erfordert, dann erscheint mir das nicht in einem sinnvollen Verhältnis zu stehen.

    Das tut es auch nicht. Daher baut die Dinger kaum einer. :zwinker2:


    Offen gesagt ... für mich hört sich das eher nach einer technischen Spielerei an.

    Das leugnet hier wohl keiner. :big_smile:

    Was ist denn in diesem Zusammenhang von budget-Kosntrukten wie MAUI und Co zu halten? https://www.kirstein.de/Live-S…BEgK-t_D_BwE&gclsrc=aw.ds

    Die haben eben meist 2 - 4"-Breitbänder verbaut, die entsprechend früh Nebenkeulen erzeugen. Weiterhin beginnt die Linie da häufig nicht am Boden und nutzt die virtuelle Verlängerung durch die Spiegelquellen nicht richtig. Trotzdem wäre mal eine Messung über mehrere Abstände interessant. Ich konnte bisher keine finden.

    Bei der ersten Szene mit den Rohirrim am Horizont hatte ich immer gedacht, das 4K und HDR nichts bringen. Die verwaschenen Pastelltöne schienen sich nicht dafür zu eignen. Aber sie sieht echt klasse aus, da steigt die Vorfreude beträchtlich.

    Naja, wenn der Film nachher so popping bunt ist wie eine Liebeskomödie, hat das mit dem "Director's Intent" auch nicht mehr viel zu tun...


    Ich bin mal gespannt. Denn die Handyfotos sind nahezu nichtssagend, weil es selbst die Sättigung in der Regel erhöht.

    Spectracal sagt dazu folgendes:


    Zitat von Spectracal


    Over time, several functions have been specified for this purpose. Most of these formulas have a power function at their core, usually with an exponent in a range from 2.0 to 2.4.
    ...
    As SpectraCal’s CalMAN 5.2 calibration software was the first to use BT.1886 as the default gamma target for Rec 709, this seems like an appropriate time to clear up any confusion as to the benefits of using BT.1886 when calibrating a reference display.


    Während früher immer eine Potenzfunktion mit einem Faktor von 2,2 der Standard war. Genauso wie in diversen anderen Kalibrierprogrammen. Also nicht mal da ist es einheitlich.

    Ich hatte damals mal Torsten Kaiser von TLEFilms gefragt, die Filme restaurieren. Und die hatten ihre Monitore auf 2,2 kalibriert. Hier hatten wir das damals diskutiert.


    Auch bei den Anzeigegeräten ist 2,2 der Standardwert.


    Das Thema ist im Grunde ein schlechter Witz...

    Das ist wohl die Antwort auf diese Diskussion. :zwinker2:


    Da für das Gamma keine Metadaten hinterlegt sind, lässt sich vorab kaum sagen, welcher Film mit Gamma 2.2 oder BT.1886 gemastert worden ist.

    Soweit ich das gelesen habe, ist BT.1886 nicht wirklich in den Studios angekommen. Abgesehen davon kommt es mir sehr merkwürdig vor, falls sich die Kalibrierung wirklich mittendrin geändert haben sollte. Und die Kurve von BT.1886 hängt vom Schwarzwert des Anzeigegerätes ab. Das heißt, BT.1886 ist nicht gleich BT.1886.


    Jedenfalls lag der Konses früher bei einer Potenzfunktion mit dem Faktor 2,2. Heute liest man meist eher von 2,4. Charles Poynton schreibt dagegen, dass man es vom Umgebungslicht abhängig machen sollte. Es gab aber angeblich damals zu CRT-Zeiten die Annahme, dass die Röhre einen "natürlichen" Faktor von 2,5 besitzt und der Gesamtfaktor am Ende 1,1 - 1,2 höher sein sollte als von der Kamera, was auf 2,4 - 2,6 hinausläuft. Meine Röhrenprojektoren hatten aber damals kein sauberes Gamma von 2,5, sondern irgendwas vergurktes, was ich mit meinem Gammaequalizer hinbiegen musste. Also passt auch das nicht wirklich.


    Interessant ist dann noch, dass BT.2084 für HDR plötzlich eine absolute Kurve definiert, die nicht vom Schwarzwert des Anzeigerätes abhängt...

    ich hab noch nicht so recht verstanden warum man sowas sich baut. Um es einfach zu testen?

    Kurz und knapp: um eine möglichst gleichmäßige Beschallung im Raum zu haben. Für mein Wohnzimmer z.B. halten wir uns immer irgendwo auf. Mal auf dem Sofa, am Esstisch oder die Kinder spielen auf dem Boden. Zum einen sinkt der Pegel mit der Entfernung viel schwächer als beim Kugelstrahler, so dass man sogar direkt davor sitzen kann und es einem nicht zu laut vorkommt. Und zum anderen spielt dann auch die Höhe des Kopfes keine Rolle. Man kann sitzen, stehen, alles egal. Es klingt immer nahezu gleich.


    Durch die vertikale Richtwirkung blenden sie außerdem einen Teil des Raums komplett aus, so dass man auch aus großer Entfernung gut hören kann. Ich habe meine Prototypen mal in mein Wohnzimmer (46 m²) gestellt. Die Effekte sind verblüffend und genau das, was ich dort haben will.


    Bezogen auf ein Heimkino kann der Linienstrahler seinen Vorteil bei mehreren Sitzreihen ausspielen. Die Pegel auf der hinteren Sitzreihe sind dann ähnlicher zur vorderen. Der Pegelverlust passt somit auch besser zum DBA, das ja gar keinen Pegel verliert (weil sich die Oberfläche der ebenen Welle nicht vergrößert).