Posts by FoLLgoTT

    Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt (Blu-ray)


    In drei Wochen schlägt ein Asteroid ein, der die gesamte Menschheit auslöschen wird. Die Welt spielt entsprechend verrückt. In all dem Trubel um Feiern, Orgien und Ausschreitungen spielt Steve Carell einen ruhigen, langweiligen, leicht depressiven Versicherungsvertreter, den seine Frau verlassen hat. Er trifft auf seine Nachbarin (Keira Knightley mit leichtem Overacting) und macht sich mit ihr auf einen Roadtrip, um ein paar Dinge zu erledigen. Es handelt sich um ein Endzeit-Liebesdrama mit leichten komödiantischen Anleihen, wobei Steve Carell immer ernst bleibt und eher Keira Knightley den überdrehten Part spielt. Der Film ist somit die harmlose, romantische Variante von "These Final Hours". Insgesamt kein herausragender Film, aber überm Durchschnitt. Irgendwie ganz nett und man fühlt sich danach zumindest gut. Kann man also einmal schauen.


    Film: 6,4/10

    Tore tanzt (Deutsche DVD oder Blu-ray aus den USA)


    Ah, endlich wieder ein verstörender Film, den ich noch nicht kannte. Und dann auch noch aus Deutschland (Regisseurin von "Pelikanblut"). Danke Stephan V.ideo für den Tipp im Verstörende-Filme-Thread! :thumbup:


    Worum geht es? Der junge und stark gläubige "Jesus Freak", wie sich seine Kommune nennt, und Punk Tore lebt in einer WG mit seinem Kumpel. Auf einer Autobahnraststätte macht er zufällig Bekanntschaft mit einer kleinen Familie, da deren Auto nicht anspringt. Ein paar Tage später in einer Punkdisko trifft er den Vater der Familie wieder. Tore bekommt einen epileptischen Anfall und der Vater nimmt ihn mit in seinen Schrebergarten. Fortan lebt er dort mit der Familie, hilft im Garten und freundet sich mit der 15-jährigen Tochter an. Nach und nach zeigt der Vater sein wahres Gesicht...

    In dem Film geht es um psychische und physische Gewalt und Abhängigkeit zwischen einer sadistischen und einer naiven Person. Der Film baut eine beständig unangenehme Stimmung auf bis es zu ein paar Spitzen kommt, die länger im Gedächtnis bleiben. Da das alles so auch passieren kann, wirkt es plausibel und glaubhaft. Das ist die Stärke des Films. Eine klare Empfehlung für Freunde der schlechten Stimmung, denn die ist danach garantiert!


    Film: 7/10

    WarGames (UHD Blu-ray)


    Irgendwie ist dieser Film damals an mir vorbeigegangen. Also wurde er nachgeholt.

    Er spielt mitten im kalten Krieg. Es geht um einen Jugendlichen Hacker, der sich mit seinem Rechner zufällig in die Atomwaffenzentrale des Militärs einwählt und ein ein Spiel startet, dass Auswirkungen auf die reale Welt hat. Das Militär wird schnell auf ihn aufmerksam. "WarGames" ist erstaunlich gut und auch heute noch anschaubar. Er ist recht spannend, auch wenn er nicht immer ganz ernsthaft ist. Trotzdem bleibt er ernst genug, um nicht albern zu werden. Mir hat er gut gefallen. Die Bildungslücke ist somit geschlossen.


    Das Bild der UHD BD sieht für das Alter in Ordnung aus und hat feines Filmkorn. Ton ist auch vorhanden. Viel mehr kann man bei einem so alten Film nicht erwarten.


    Film: 7/10

    Cargo (2009) (Blu-ray)


    Auch aus der Schweiz kommt mal ein Science-Fiction-Film. Die Erde ist so ziemlich hinüber. Die Menschheit lebt in einer Raumstation und ein Raumschiff tritt einen Vierjahresflug zu einer anderen Station an. Doch auf dem Schiff ist nicht unbedingt das, was die Crew erwartet.

    Der Film ist billig produziert und das merkt man an allen Ecken. Die Schauspieler spielen auch nicht unbedingt in der 1. Liga. Nicht mal in der 2. Ich habe nichts gegen kleine, günstige Filme, aber dieser hier war leider nicht gut. Ich bin mittendrin fast eingeschlafen. Keine Empfehlung.


    Film: 4/10

    Dann solltest Du wenn nich schon geschehen auch Gen V 1+2 schauen. Gehört einfach mit dazu finde ich.

    Ich halte "Generation V" für einen netten Zusatz, aber für "The Boys" ist sie komplett unerheblich und insgesamt auch schlechter. Als Überbrückung bis zur letzten Staffel von "The Boys" kann man sie aber durchaus dazwischenschieben.

    Gebt Code 3 mal ne Chance.

    Hab ich, der war echt gut. :thumbup:

    Hat aber eben auch einen ernsten Kern und ist für mich daher keine reine Komödie.


    Ansonsten würde ich noch auf jeden Fall Amercan Fiction nennen. Sehr lustig.

    Den empfand ich eher als Drama mit humorigen Ansätzen. Kein schlechter Film, aber für mich ganz weit entfernt von Tränen vor Lachen.


    Im Sommer erscheint Scary Movie 6. Könnte gut werden, da ja bekanntlich viele großartige Horrorfilme die letzten Jahre erschienen sind. Die haben reichlich Verballhornungspotential.

    Ich bin gespannt. Zumindest der erste Teil war damals relativ lustig. Die Nachfolger dann leider weniger.

    Hmmm, gerade sind Kanu des Manitu und Nackte Kanone rausgekommen l :zwinker2:

    Das wirkt aber eher wie ein kurzes Zucken vor dem Tod als eine Wiederbelebung. :zwinker2:


    Ich habe ein wenig recherchiert und es scheint mehrere Gründe zu geben. Zum einen sind Komödien ein Risiko. Kino ist internationaler geworden, Leute empören sich heute viel schneller und kulturell unabhängigen Mainstreamhumor gibt es kaum noch (eher einzelne Blasen). Nebenbei wird das Internet mit lustigen Inhalten überflutet. Man geht also zum Lachen nicht mehr unbedingt ins Kino. Die Gründe klingen zumindest irgendwie plausibel.

    Interessanterweise hat die RomComs etwas zeitgleich dasselbe Schicksal ereilt (auch wenn evtl. die Gründe andere sind)

    Ja, deren Zenit ist auch überschritten.

    Da ich gerade wieder "Hot Rod" gesehen habe, ist mir mal wieder aufgefallen, dass es seit ca. 10 Jahren kaum noch reine Komödien gibt. Nur noch Filme mit anderem Primärgenre und komödiantischem Anteil. Bei denen kann man zwar mal kurz lachen oder schmunzeln, aber Bauchschmerzen vor lachen bekommt man da nicht. Schon schade, das diese Art von Filmen, so schrottig sie teilweise auch waren, in der Versenkung verschwunden ist. Gleichzeitig wird man zwar von allen Seiten mit Memes und lustigen Videos zugebombt, aber meistens lösen die auch nicht mehr als ein kurzes "Ha" aus.


    Ich schaue mit meinen Kindern im Moment "Die Simpsons" (natürlich nur die goldene Zeit), die ich bestimmt 20 Jahre lang nicht gesehen habe. "Futurama" und "The IT Crowd" haben wir auch schon durch. Gleichzeitig schaue ich nebenbei ältere Folgen von "South Park". Diese älteren Serien waren humoristisch so viel besser als das Meiste, was heute produziert wird. Viel bissiger, intelligenter und einfach lustiger. "Angie Tribeca" Staffel 1 ist da eine löbliche Ausnahme (ist ja auch von Steve Carell).


    Die aufgekommene Wokeness trug sicherlich ihren Teil dazu bei, aber bestimmt nicht alleine. Vieles würde auch heute noch gehen. Reine In-die-Fresse-Komödien lohnen sich im Kino anscheinend einfach nicht mehr. Dass dieser Thread so kurz und schnell versackt ist, sagt ja auch einiges aus.



    Hier mal eine Liste von Szenen, bei denen ich in letzter Zeit Tränen gelacht habe und Bauchschmerzen hatte. Und das kommt wirklich nicht oft vor.


    "Anchorman 2": Die absurde Kennenlernszene mit der Sekretärin

    "Hot Rod": die Waldszene

    "Hentai Kamen": die völlig bekloppte Unterhaltung über das Restaurant

    "Die Simpson": Khlav Kalash und Krabbensaft! Endgeile Folge!

    "Nicht nachmachen": wir haben viele Folgen am Stück gesehen. Wigald Boning kocht Tütensuppe im Geschirrspüler war dann der Endgegner. :rofl:


    Alles davon erschien vor 2014. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich in den letzten Jahren bei einem neuen Film oder Serie so gelacht hätte. Schon traurig irgendwie...


    PS: vielleicht sollte ich mal wieder "Scrubs" oder "RTL Samstag Nacht" auspacken.

    Tja, irgendwie hatte ich mehr erwartet. Die Story ist 08/15 und habe ich gefühlt schon tausend Mal gesehen. Im Grunde macht den Film nur das Gespann Momoa und Bautista sehenswert. Vor allem Momoa sticht heraus, Bautista bleibt eher blasst. Ein paar Sprüche waren echt lustig bzw. cool, aber das hätten mehr sein können. Der Film krankt ansonsten an einer zu hohen Laufzeit, wie viele Filme heutzutage. Es passiert zu wenig, vor allem im Mittelteil habe ich mich gelangweilt. Für die Story hätten 90 Minuten gereicht, dann wäre er knackiger gewesen. Kann man sich einmal anschauen, das reicht dann aber auch.


    Die FSK 16 kann ich auch nicht nachvollziehen. Da habe ich in letzter Zeit 18er gesehen, die lascher waren.


    Film: 6/10

    Hot Rod (Blu-ray)


    Ich habe diese Komödie bestimmt 15 Jahre lang nicht gesehen, davor aber häufiger. Heute habe ich ihn meinen Kindern vorgeführt. Und ja, das ist immer noch richtig geile Scheiße! :rofl:

    Solche Komödien werden einfach nicht mehr gemacht. Bescheuerte Charaktere, die bekloppte Dinge tun. Ganz im Stil einiger Komödien in den Nullerjahren (vor allem die mit Will Ferrell kommen einem ins Gedächtnis). Teilweise extrem lustig! Sicher nicht jedermanns Humor, aber meiner ist es. Bei der Waldszene hatte ich mal wieder Bauchschmerzen vor lachen. Meine Kinder fanden "Hot Rod" richtig gut. Die mögen aber grundsätzlich bekloppte Komödien. Guter Geschmack! Muss wohl vererbbar sein. :zwinker2:


    Film: 7/10

    Den ersten Sargnagel hat meines Erachtens J. J. Abrams in das Reboot gehauen, indem er aus grundsoliden SF mit philosophischen Tiefgang eine bunte Popcorn-Show gemacht hat.

    Das sehe ich auch so. Und mit den Filmen wurde im Grunde auch der komplette Geist und die Vision, die "Star Trek" ausgemacht hat, begraben. Ein ernsthafter, glaubwürdiger Ton wurde ersetzt durch belanglose Action. Dem Zuschauer eigenständiges Denken zuzutrauen, wurde verworfen. Echte Science-Fiction-Geschichten, die zum Nachdenken anregen, gibt es kaum noch. Nichts bleibt wirklich hängen.


    Auch mit "TNG", "DS9" und "Voyager" haben die Fans anfänglich gefremdelt, weil etwas anders war und "politische Korrektheit" war damals auch schon ein Thema (schwarzer Commander, Frau als Captain usw.). Aber spätestens ab Staffel 3 waren die Fans überzeugt und fanden es gut. Eben weil Substanz dahinter war. Bei "Discovery", die erst Potential hatte, ist das nicht passiert. "Picard" ist einfach nur geistiger Abfall und "Strange New Worlds" brennt bisher auf Sparflamme. "Lower Decks" ist erstaunlich gut, aber eben nur überdrehtes Zeichentrick. Lustigerweise trifft neben "Enterprise" nur "The Orville" den Geist der drei großen Serien. Zumindest deutlich mehr, als es die modernen Auswüchse des Franchise tun.

    Spectral (Netflix)


    In diesem Kriegsfilm mit leichten Horror- und Science-Fictionanleihen geht es um eine US-Einheit, die in Moldavien auf sogenannte spektrale Wesen stößt. Diese töten die Soldaten durch Berührung und sind ohne Spezialbrille unsichtbar. Der Film ist nicht unspannend und hat auch einiges an Action zu bieten, das Gehirn sollte man aber lieber auf Sparflamme belassen. Vor allem gegen Ende wird er ein wenig bescheuert, überhastet (MacGyver lässt grüßen) und etwas trashig. Trotzdem unterhält er oberhalb des Durchschnitts. Das ist diese Art von Filmen, die man sehen kann, wenn man die wichtigen schon gesehen hat. :zwinker2:


    Film: 6/10

    Archive (Blu-ray)


    Ratet mal, was ich heute gesehen habe. Richtig! Einen kleinen Science-Fiction-Film! :zwinker2:


    In "Archive" geht es um einen Ingenieur, der in einer abgelegenen, befestigten Anlage Roboter mit menschlich wirkender KIs entwickelt. Er macht große Fortschritte und baut schließlich seinen 3. Prototypen. Die anderen beiden Prototypen leben mit ihm auf der Basis. Seine Vorgesetzten machen ihm zunehmend Druck und der mittlere Prototyp wird mit der Zeit etwas eifersüchtig. Hinter dem Ganzen steckt noch deutlich mehr, aber das sollte man nicht verraten.

    Der Film erinnert an "Ex Machina" oder "I Am Mother", könnte aber auch gut eine "Black Mirror"-Folge sein. Die Musik spielt die ganze Zeit recht höhen- und tiefenarm. Nicht unangenehm, aber das hätte man dramatischer inszenieren können. In der Mitte gibt es einen Hänger. Ansonsten ist "Archive" aber trotz der vielen Vorbilder durchaus eigenständig und interessant genug. Insofern ist er für Freunde der Thematik einen Blick wert.


    Film: 6,4/10

    The Discovery (Netflix)


    Und noch ein kleiner Science-Fiction. In diesem Film hat ein Professor (Robert Redford) den Beweis erbracht, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Daraufhin begehen viele Menschen Selbstmord, um "dorthin" zu gelangen. Der Professor taucht nach einem missglückten Interview unter. Sein Sohn (der Protagonist) kehrt nach einiger Zeit auf die Insel zurück, auf der der Professor einige Anhänger um sich geschart hat und weiter experimentiert.

    Der Film ist fast schon mehr ein ruhiges Drama und Liebesgeschichte als Science-Fiction. Das Element kommt zwar vor, aber man hätte mehr daraus machen können. Denn das Konzept ist durchaus interessant. Der Film lässt vieles offen und über das Ende kann man wohl länger diskutieren. Kein Überflieger, aber auch kein verschwendeter Abend.


    Film: 6/10

    OtherLife (Amazon)


    Auch aus Australien kommt ab und zu ein Science-Fiction-Film. Ein Startup hat eine Art digitalbiologische Substanzentwickelt, mit der man Erlebnisse in das Gedächtnis eines Menschen einpflanzen kann. Innerhalb weniger Sekunden kann man so einen ganzen Tag erleben. Die Software hat allerdings ab und zu noch Fehler. Die Protagonistin und Gründerin der Firma wird zunehmend in Probleme verwickelt, die ich hier nicht verraten möchte. Es handelt sich zum Großteil um einen Thriller in den Fußstapfen von "Inception" oder "Black Mirror". Vor allem an letzteres ist es stark angelehnt, es hätte auch eine Folge der Serie sein können. Insgesamt hat mich der Film gut unterhalten und er war spannend genug. Allerdings blieben die Charaktere ziemlich blass und das Drehbuch wirkte manchmal nicht ganz ausgegoren.


    Film: 6,4/10

    Paradise (Netflix)


    Einer der seltenen Science-Fiction-Filme aus Deutschland! In einer nicht allzu entfernten Dystopie ist es möglich, Lebenszeit von einer Person auf eine andere zu übertragen. Ein Unternehmen in Berlin bietet an, Lebenszeit für viel Geld zu kaufen und an Reiche zu verkaufen. Arme Menschen können somit Lebenszeit gegen Wohlstand eintauschen. Doch das Ganze hat auch seine Schattenseiten, wie ein Pärchen zu spüren bekommt. Zur Story selbst will ich nicht zu viel verraten. Am Ende ist es ein Thriller, der vor allem in der ersten Hälfte recht spannend ist. Der Film sieht auch erstaunlich gut aus. Leider ist "Paradise" gegen Ende so moralisch und antikapitalistisch, dass der Teil wirkt, als wäre er von einer 16-jährigen Linksidealistin geschrieben worden. Und es gab ein paar merkwürdige Wendungen, die überhaupt nicht plausibel waren. Das zieht das Ganze leider etwas runter. Trotzdem insgesamt immer noch sehenswert, da das Konzept recht interessant ist.


    Film: 6,4/10

    Apokalypse Z (Amazon)


    Ein Beitrag zum Zombiegenre aus Spanien. Es beginnt kurz, bevor das Virus (wie immer) so richtig loslegt. Ein Mann bleibt während der Quarantäne alleine zu hause und schlägt sich dann so durch. Also ein bisschen wie "Omega Mann" oder "I am Legend", nur einen Tick authentischer vielleicht. Dafür hat der Film einige Längen und ein paar Klischees. Insofern nichts wirklich Neues aus der Welt der Zombies, aber ein paar sehenswerte Stellen hat er. Für Zombiefans durchaus eine Sichtung wert, aber es gibt bessere Vertreter.


    Film: 6/10