Posts by schauki

    Stimmt! Im PA-Bereich sind Latenzen vor allem aufgrund der Abstände auch für jeden hörbar! … das passiert im Heimkino eher nicht …


    … aber das lässt sich ja seit Ewigkeiten schon „einfach“ über passende Delays lösen!


    Ich höre öfters, dass man unterschiedliche Bässe im selben Frequenzbereich nicht verwenden soll, weil das dann nicht mehr vernünftig klingt. Wenn ich bei mir die beiden 18“er und 15“er parallel anwerfe, ist das klanglich wirklich kein Genuss - klingt irgendwie undefiniert/matschig/unlinear - ich habe aber auch keinerlei Entzerrung (außer einem EQ, der aber flat ist).

    Mit Latenz haben ich das gemeint was Moe geschrieben hat.

    Phasengang auf gleich stellen (komplett linear entzerren braucht man ja nicht um es anzugleichen).

    Da kommt dann aber gerade im TT oft ein für live Anwendungen zu großes Delay raus.



    Ohne Entzerrung (oder nennen wir es sinnvoll Ansteuerung/Einmessung) gelten mMn. völlig andere Regeln, bzw. nimmt man sich dadurch ganz viele Freiheitsgrade in der Auslegung.

    Das fängt dann ja schon viel früher an, indem man Gehäuse/Chassis so auswählen muss, dass sie den gewünschten Amplituden-FG von allein (=passiv) aufweisen.

    Was wiederum heißt, dass man mit TSPs arbeiten muss, sodass es zumindest mal im Kleinsignal passt, weiterhin mit der Unsicherheit das das Großsignal anders aussieht.



    mfg

    Wie sind eure Erfahrungen?


    Was muss man beachten?

    Kommt drauf an was man an Entzerrungstools zur Verfügung hat und ob es Echtzeit sein muss.


    Bei PA ist Latenz viel mehr Thema als bei Heimanwendungen (Konserve).


    Aber mit den passenden Tools reduziert es sich mMn. im TT auf den nutzbaren Pegel.

    Bis dahin kann man alles machen wie man will.



    Mischen und/oder mehrere Wege würde ich nur dann nutzen wenn es anders (Platz, Budget,..) nicht möglich ist.

    Bzw. sehe ich hier das Limit nur nach oben. D.h. obere Grenzfrequenz.

    Nach unten ist es prinzipiell skalierbar.


    mfg

    Wie immer bei BR, es kann bei der Tuning Frequenz bis zu 12dB bzw. lauter als CB bzw. Umkehrschluss für gleichen Pegel bräuchte man 4x CB Subs.


    Aber viele Wege führen nach Rom.

    Wenn man sowieso grundsätzlich massiv überdimensioniert spielen solche Überlegungen keine Rolle.


    Oft ist halt sowohl Platz als auch Budget begrenzt und überdimensioieren kostet beides.


    mfg

    ...


    Bis 27 Hz hört man noch was, ab 25 Hz ist fast nix mehr zu hören. Das ist das steilflankige 24 dB-Verhalten....

    Es sind 24dB/Oktave Abfall.

    Zwischen 27Hz und 25Hz liegen ja keine Oktave, nicht mal eine Terz, also werden das eher so 2-3dB sein die da bei 25Hz weniger rauskommen.


    Hier wäre ein Versuch interessant, was passiert, wenn du diese 2-3dB per EQ dazugibst.

    Denn auch die Hörkurven spiele da rein.


    Das ist ja das fiese am Tiefton. Man braucht schon technisch mehr Material, und dann hört man es auch noch schlechter.


    mfg

    Unabhängig von der Qualität der Geräte. Ist es nicht auch grundsätzlich so?

    Also auch wenn die Geräte mit weniger zurecht kommen (nicht hörbar mehr Rauschen) ist es nicht technisch trotzdem günstiger/besser und wahrscheinlich auch messbar?


    Sind ja dann Dinge die "nichts" kosten außer den Aufwand um die beste Einstellung zu finden.


    mfg

    ....Der akustische Kurzschluss ist wenn sich die Schallwellen so überlagern das sie sich perfekt auslöschen. Der subwoofer spielt unter seinem Tuning halt irgendwann als wenn er nicht in einem Gehäuse wäre. Freeair oder freiluft zumindest nahezu.

    Ich habe im Kopf dass ein Dipol mti 18dB/Oktave fällt (12dB vom Chassis, 6dB Geomatrie).

    CB 12dB vom Chassis sonst gibt es ja nichts

    BR 12dB vom Chassis und 12dB von Resonator (Gehäuse+Port)


    ....

    Wenn man über den Daumen für 3 dB mehr Output die doppelte Leistung annimmt, dann bedeuten 24 dB fast genau das 256-fache an erforderlicher Leistung.

    Ja das ist richtig.

    Und ja je nach Abstimmung und Chassis, geht damit nur ein gewisser Pegel, ggfs. geringer als ein CB.


    Daher:

    zuerst Pegel Anforderung bestimmen, dann erst Chassis/Gehäuse danach auswählen


    Aus meiner Sicht im Indoorbereich aus folgenden Gründen:

    ..

    Roomgain. Der sich bei entsprechender Auslegung mit dem Abfall einer CB ausgleicht.


    Naiv gefragt: warum sind dann (so gut wie alle?) Infrasubs dennoch CB? Weil sie mit BR unheimlich riesig werden würden oder weil es keine Chassis gibt, die in BR unter 20Hz noch gut funktionieren?

    Wahrscheinlich ist der Markt für BR mit Tuningfrequenz 10Hz in der Tat aufgrund der Baugröße so klein dass es niemand in Betracht zieht.


    mfg

    Das wäre das Ideal, aber so wird es ja in der Praxis nicht ablaufen, denn dazu müsste das System absolut phasenneutral und frequenzlinear sein.

    (min. 0,1% genau).

    Und dazu bräuchte es dann auch einen Amp, der von 0,1 Hz - 20 kHz (oder zum. bis 1 kHz) exakt linear arbeitet. So etwas gibt es (IMO) aber noch nicht.

    Wobei das mit der Regelung (natürlich im Rahmen der Genauigkeiten der Hardware) zumindest bei den Herstellern die ich kenne und Regelung machen sehr gut funktioniert.


    Es braucht auch keine Amp der linear arbeitet, der amp muss nur genug liefer können um das was gefordert wird (also die Regelung "meldet") abzudecken.


    Der Sub selbst liefert dann automatisch so gut es eben geht den Input als Output.

    Wenn der Input linear ist dann auch der Output.



    Aber auch das ist messbar.

    Das große Potential sehe ich aber in der Reduzierung der nicht linearen Verzerrungen.

    Zumindest die vom Antrieb sind bei den mit bekannten deutlich günstiger. Zumindest über lange Strecken wo es dann irgendwann sprunghaft steigt - die Grenzen des Systems.


    Letztendlich strebt man doch ein möglichst ideales System an, also eine Güte von etwa Q ≈ 0,5, bei der der Lautsprecher sauber und ohne Überschwingen einschwingt.

    Deshalb dient ein CB Gehäuse als Basis, da es einem Filter 2. Ordnung entspricht. BR oder TL verhalten sich eher wie Filter 4.–6. Ordnung und zeigen somit ein schlechteres Einschwingverhalten.

    Eine Verschiebung der Güte Richtung 0,5 kann z.B. durch Regelung/ Gegenkopplung oder auch einer Linkwitz-Transformation erreicht werden. Interessant wäre, ob man zwischen diesen Ansätzen in der Praxis überhaupt einen hörbaren Unterschied feststellen würde.

    Hörbarer Unterschied bei gleichem Amplituden FG und ohne, dass die nicht linearen Verzerrungen "Alarm" rufen?


    Ich wüsste nicht woher da was kommen sollte.

    Da müsste es im Schallfeld ja irgendwas noch nicht entdecktes/erforschtes geben, dass diese Information beinhaltet.


    MMn. verlässt man da relativ schnell den Bereich des Wissens und betritt den Bereich des Glaubens.


    mfg

    Ah... Wenn der PC schon aus/heruntergefahren ist, dann ist alles gut.


    Ich verwende dann fast nur noch die AppleTV FB.

    Laut/leise geht und die Auswahl Buttons.


    Hier "fehlt" nur ein Button für lens memory, wenn doch Mal ein 16:9 Inhalt geschaut wird.


    Einschalten heißt bei mir schon bevor ich in den Keller gehe am Handy ein. Da könnte man freilich noch irgendwo eine Hardware Taster hin machen. (Langer Druck Doppel Belegung auf einen smarten Lichtschalter z.B.).


    Aber das ganze per HA zu machen war die Investition die das HK von Komfort extrem nach vorne gebracht hat.

    Und seit die ersten Bugs ausgemerzt sind, läuft das super stabil.


    mfg

    Zuerst prüft Home Assistant den Status der Sonoff-Steckdose des HTPC. Falls nötig, wird sie kurz ausgeschaltet – dadurch entsteht ein künstlicher Stromausfall.

    Der HTPC ist im BIOS so konfiguriert, dass er nach einem Stromausfall automatisch startet. In meinem Setup funktioniert das zuverlässiger als Wake-on-LAN.


    ....

    Die Shutdown-Sequenz funktioniert nach der gleichen Logik – nur in umgekehrter Reihenfolge. Um ein versehentliches Ausschalten zu vermeiden, wird sie nur durch einen langen Tastendruck ausgelöst.

    Ist das für den PC okay? Nicht dass er irgendwann einen Schad erleidet weil der Strom weg ist. Wäre hier vielleicht eine USV mit kontrolliertem herunterfahren sicherer?


    Langer Tastendruck ist eine Möglichkeit, ich habe das (und die 0dB Schnellwahl) z.B. mit einer Abfrage "bist du sicher" gemacht.


    Aber HA ist in der Tat mächtig und erlaubt nahezu alles was man sich vorstellen kann.

    Bei mir war es dann so viel, dass ich die R3 ungeöffnet (habe sie über die Kickstarter Kampagne gekauft) weiterverkauft habe.

    Es blieb einfach zu wenig übrig dass ich überhaupt fernbediene - weil fast alles automatisiert ist.


    Freut mich aber, dass es bei dir so gut funktioniert und finde die Posts dazu sehr interessant.


    mfg

    Ein typisches BR fällt mit 24dB/Oktave ab, ein typisches CB mit 12dB/Okatve.

    Also ja, wenn man 1 Oktave unter der Grenzfrequenz auf lineare Anheben will braucht man da mal 24dB mehr (Leistung, Hub,..).


    Aber ganz allgemein:

    Wenn du ein BR System hast, hat das einen wie auch immer gearteten Amplituden-FG.

    Drehst du jetzt am Pegelsteller höher, dann verschiebt sich der parallel nach oben - eben bis

    1) die hörbaren Verzerrungen dich stoppen

    2) die mechanischen oder elektrischen Grenzen das Chassis selbst stoppen (Begrenzer, Anschlag, Explosion....)

    3) schlaue Systeme den Pegel reduzieren und sich dadurch der Amplituden-FG auch in seiner Form ändert (=zu tiefen Frequenzen gleich laut bleibt aber zu oberen steigt)



    Es gibt also je nach Frequenz einen Absolutpegel den das Ding schafft (die Grenze kannst du willkürlich/beliebig durch z.B. K2 2% definieren).

    Bis zu diesem Punkt kannst du natürlich m.o.w. beliebig entzerren und es wird das was du an dB Input dazu gibts als Output auch umsetzen.


    Und es verhält sich linear, es gibt also sowas wie einen plötzlichen "Kurzschluss" nicht, bzw. ist das eben der 24dB/Oktave Abfall bei typischen BR.


    mfg

    Genau das ist ja die Sache.

    Diese Regelung macht ja 2 Dinge auf einmal:


    - das Output Signal wird möglichst dem Input entsprechend gemacht

    - nichtlineare Verzerrungen sind nicht Bestandteil des Inputs und werden damit auch behandelt


    d.h. man kann das Ding sicher auch Klippeln, aber dann eben bitte mit Regelung.


    .... Vlt. vergleichbar mit einem dynamischen Kontrastverbesser bei eine Projektor. Da wird ja auch lieber der Kontrast mit Helferlein angegeben als ohne. Kann man machen.

    Im Vergleich zum Projektor ist es bei der Regelung aber so dass es nicht ein ein Kontrast schwarzbild wo Laser auf minimum vs. weiß mit Laser max auf alle anderen Bilder auch angewandt wird, also etwas das in der Praxis nie vorkommt.

    Die Verbesserung (hoffentlich) durch die Regelung ist akustisch immer messbar.



    Und so kommt man wieder auf den Punkt der bei Subs mMn. die einzig relevante Sache ist:

    - Welchen Pegel bei welcher Frequenz bei definierten zulässigen nicht linearen Verzerrungen (Klirr, IMD, ...) schafft das Ding


    Und das dann z.B. in Form eines solchen Diagramms (hier geht es um THD also Gesamtklirr):

    max_SPL_neum.png

    Quelle: https://www.neumann.com/de-at/produkte/monitors/kh-870-ii


    mfg

    ....

    Hinweis: Bei Bassreflex funktioniert die Entzerrung unterhalb der Fc nicht. Wenn man da unterhalb der Fc zusätzliche Leistung zuführt, dann bewegt sich zwar die Membran stärker, aber durch den „akustischen Kurzschluss“ macht der Tunnel das wieder zunichte. Daher setzt man da im PA-Bereich dann einen Hochpass ein, der alles unter 30-40 Hz abschwächt, um das Chassis vor zu viel Auslenkung zu schützen.

    Das stimmt so nicht.

    Auch ein BR ist innerhalb seiner elektr. und mechanischen Grenzen* ein LTI System und damit linear entzerrbar.


    * definiert zulässige nicht lineare Verzerrungen, thermische Kompression,..


    mfg

    fs ist die Freiluftresonaz des Chassis, im Einbau ist sowieso eine andere da (fc).


    Aber innerhalb der elektrischen und mechanischen Belastbarkeitsgrenzen kann man jedes Chassis auf "gleich" entzerren, was die linearen Parameter angeht.


    Was sich unterscheiden wird sind die nichtlineare Verzerrungen (Klirr, IMD,..).

    Nur diese sind aus den TSPs überhaupt nicht ersichtlich.


    Daher TSPs zur Abschätzung ob es passt nur dann wenn es keine besseren (=Großsignal) Messungen gibt die die nichtlinearen zeigen.


    mfg

    nehmen wir doch einfach mal willkürlich nur den TMS-Faktor Fs.


    … dann wird doch klar, dass du einen 12“ mit Fs 24 Hz anders entzerren musst, als einen 12“ mit Fs 41 Hz …


    … oder nicht?

    Ja klar, die Frage ist in wie weit es mich interessiert.

    Doch nur wenn ich (stark?) limitiert bin was die Umsetzung der Entzerrung angeht.

    Nur wann ist man das, wenn man übliche Tools nutzt?


    mfg

    Und T&S sind Kleinsignal, zeigen das Verhalten also nicht "unter Last".


    Thema Sub:

    - unter Last

    - fast immer elektr. entzerrt


    Was für mich heißt - T&S interessiert nicht. Amplituden-FG stellt man sowieso so ein wie man will (und damit auch alles andere - Phase, Impuls, GLZ,.. weils ja abhängig ist ohne FIR).

    Und weil man nichts geschenkt bekommt, betreibt man die dann auch nicht im Kleinsignalbereich wo sich die Parameter sowieso wieder ändern.


    mfg

    … Die Hummel kann doch physikalisch betrachtet angeblich auch nicht fliegen!

    Ich denke hier passt besser, wenn man sie theoretisch betrachtet und falsche Annahmen macht.


    Und das ist es auch was so "Klugscheißerei" (in dem Fall positiv) oft nach sich zieht.

    Es bleibt was hängen auch wenn es

    a) falsch

    oder

    b) in der Praxis nahezu irrelevant

    ist.


    Was aber auf keinen Fall heißt dass ich solche Diskussionen abwürgen will, ich finde den positiven Effekt wichtiger.


    mfg

    Klugschiss zu BL bei einfacher und doppelter Schwingspule:


    Eigentlich interessiert uns doch Tesla, Henry und der ganze Kram überhaupt nicht, sondern wir wollen wissen, wie stark unser Antrieb ist, der die Membran nach vorne schleudert und auch kontrolliert dabei wieder abbremst. Diese Kraft F misst man bekanntlich in Newton - aber wie komme ich da hin?

    Eigentlich interessiert uns doch das alles nicht, wenn wir eine Lautsprecher haben wollen.


    Dort interessiert und das Schallfeld das dieser Lautsprecher erzeugt.



    Dazu kommt, dass viele dieser Werte (BL, MMS, Material,....) nicht mit diesem Schallfeld korrelieren.

    Sie sind mMn. wenn überhaupt nur Indizien zur Auswahl wenn man meint man müsse ein Chassis/Lautsprecher nutzen über den es keine gute Dokumentation in Form von Schallfeld Messungen gibt.


    mfg