Mein erstes "richtiges" Heimkino (Planungsphase)

  • Auf Anraten von Jan, mach hier hier nun weiter mit meinem Thema bzw.meinem Heimkino.


    Es war ja ursprünglich geplant das Heimkino ins WZ zu integrieren, das hat sich nun geändert. Somit auch die Ausgangslage.



    Meine Frau und ich sind zu dem Schluss gekommen es nun doch in einem anderen Zimmer zu machen.


    Auch wenn meine Frau sehr gern einen guten Film mitschaut, ist es am Ende aber doch so dass ich deutlich häufiger dazu Lust habe als sie.

    Hinzu kommt dass es auch einiges gibt was sie vom Genre her nicht anspricht, wie zb.StarWars, Alien etc. Darüber hinaus schaue ich auch sehr gern Live Konzerte ,spiele PS4 usw. So müsste häufig ein Kompromiss gefunden werden. Sie kann auch schlecht ein Buch lesen im WZ und ich lass die Bässe los.....:woohoo:


    Also haben wir nun entschieden es doch im separaten Zimmer zu machen.

    Dazu dient nun dieser Raum , die Maße habe ich eingezeichnet. Meine mich zu erinnern dass ein tendenziell eher schlauchartiger Raum akustisch auch günstiger ist, richtig?

    Das WZ geht eher in Richtung quadratisch.

    34879-bbb-jpg


    Der Raum ist also 6,9 x 4,4 Meter und 2,42m hoch.

    So ist auch klar dass es kein Ultrakurzbeamer wird, sondern ein "normaler".

    Hier geht dann gerade die Tendenz klar zum x7900 , schaue mir aber sehr gern auch den Epson 9400 an beim Jan.


    In meinem Rücken (also vom Foto aus gesehen) befindet sich auch ein Fenster mit Rolladen. Das Fenster was zu sehen ist auf dem Bild hat keine Rollos, dort dachte ich an schwarze Vorhänge, die auch zur Akustik beitragen sollen.Also das bekomme ich schon komplett dunkel denke ich.

    Rechts die Wand soll ebenfalls ein schwarzer Vorhang hin. Dann ist der Raum an sich schon gut verdunkelt glaube ich, werde dann später wenn der Beamer läuft sehen wie sehr und ob überhaupt die Decke Probleme macht .Das kann man ja jederzeit nachbessern.

    Es soll bei einer 120 Zoll Leinwand bleiben. Würde dann hier eine weiße reichen, oder gar besser sein als eine Kontrastleinwand?

    Format dachte ich an 16:9. Wobei hier wohl die Meinungen auseinander gehen, da wäre ich nochmal sehr an Anregungen Pro&Contra interessiert ob 16:9 oder 21:9.


    Lautsprecher Klipsch 8000F sollen links und rechts der LW, Center Klipsch RP 504c kommt dann unter die LW zentral.

    Sub R115 SW ist bisher einmal vorhanden ,soll aber mindestens ein weiterer dazu.

    Aufstellung muss ich dann sehen.

    Ich möchte ca. 1:1 sitzen somit ist genügend Platz hinter mir für die SR Lautsprecher.

    Ob es auch später in Richtung Atmos gehen soll weiß ich noch nicht. Das müsste ich mir auch mal intensiv anhören ob es für mich lohnt. Also ist derzeit erstmal ein solides 5.2 geplant. Dann sehe ich weiter.

    Möchte wenn das steht auch erstmal den Raum akustisch ein wenig optimieren mit Absorbern usw. Das ist für mich dann Neuland. Lese es aber dermaßen oft ,dass dort das größte Potenzial schlummert aus dem was man an Hardware hat dass annähernd optimale herauszuholen.

    Da werde ich hier sicher noch viele Fragen haben, nicht professionell ,aber ein wenig in das Thema messen möchte ich mich dann auch einarbeiten.



    Bin weiter für jede Anregung "Bequatschung:big_smile:" etc. offen.


    Mein Besuch bei GrobiTV zu Vorführung der Beamer hänge ich hier nochmal dran der Vollständigkeit halber.



    Heute hatte ich meinen Termin bei GrobiTV um mir die Beamer vorführen zu lassen.


    Am Start waren JVC X7900; JVC N5; Sony 270ES dazu kam kurzfristig noch der Ultrakurzdistanzbeamer Optoma UHZ 65 UST.


    Angefangen haben wir mit dem UHZ 65 auf einer 120" Kontrastleinwand.

    Es lief zunächst normales TV (BR HD). Der Raum war noch recht hell da Licht an war, und die Türe zum Eingangsbereich auch auf war.

    Unter diesen Umständen empfand ich das Bild bereits als wirklich gut. Tagsüber hier mal ne kleine Doku, Nachrichten etc.schauen, überhaupt kein Problem. Also diesbezüglich als TV Ersatz für mich voll tauglich.

    Dann gab es HD Material, und Licht aus, und Tür zu. Nicht stockduster, aber schon natürlich ne Ecke dunkler der Raum.

    Das gefiel mir ebenfalls sehr gut, die Größe war sehr beeindruckend, ich saß dort auch nur ca.2,5 Meter weg!

    Ich hatte eine 4k DVD mitgebracht (Kong Skull Island), welche wir dann einlegten.

    Auch hier war das Bild wirklich toll, das hätte ich so nicht erwartet.

    Da bei mir nur die Installation im WZ in Frage kommt, ist so ein UKDB evtl. eine gute Alternative dachte ich.

    Ich habe die Szene mal kurz mit dem Handy gefilmt , der Raum war nicht so dunkel wie es im Video ausschaut.


    Ich bekomme es zwar auf dem VLC Player um 90 Grad gedreht, wenn ich es aber hochlade ist wieder falsch, sorry dafür.Ich denke aber für das was es vermitteln soll reicht es aus.



    Dann gingen wir in den Vorführraum für die Beamer.

    2 Leinwände. Links zunächst JVC N5 , rechts Sony 270ES.

    Verschieden Filmszenen wurden eingespielt.Beide LW 110 Zoll.


    Die gleichen Szenen wie beim UHZ zunächst. (Film weiß ich gerade nicht)

    Der JVC N5 gefiel mir auf anhieb besser, dies aber natürlich auf hohem Niveau, der Sony machte keineswegs ein schlechtes Bild!

    Auch gegenüber dem UHZ 65 war das Bild des N5 nochmal besser, aber nicht wirklich deutlich. Nicht zu vergessen auch, dass hier der Raum komplett dunkel war!

    Gegen den Sony konnte der UHZ schon mithalten muss ich sagen.

    Wüsste nicht ob ich das bei einem Blindtest unterscheiden könnte.


    Den N5 bestimmt, er hat nochmal ein klareres, Tick schärferes Bild.

    Dann wollte er mir die HDR Frame Adaption vorführen vom N5. Dafür spielte sehr helle und sehr dunkle Szenen von Aquaman ein.

    Und ja, im direkten Vergleich war das auf dem N5 deutlich besser als auf dem Sony. Das Bild bekam deutlich mehr Tiefe und es waren deutlich mehr Details zu sehen als auf dem 270ES.

    Die Frage bei sowas ist immer (für mich), wie sehr fällt mir das auf wenn ich den direkten Vergleich nicht habe?!Wie sehr benötige ich das, wieviel Aufpreis ist es mir Wert?

    Wieviele Filme gibt es überhaupt wo das so ins Gewicht fällt?


    Gut, dann tauschte er den N5 gegen den X7900. Jetzt spielte dieser also gegen den 270ES an.

    Und wieder hatte der Sony das Nachsehen für mich. Einen wirklichen Unterschied zum N5 bei normalen Szenen und HD Material konnte ich nicht wirklich ausmachen!

    Danach wollte ich noch schauen wie Fussball aussieht auf dem Beamer. Und dies war die einzige Disziplin wo der Sony vorne war, das war auf diesem etwas besser als auf dem X7900, wo es aber auch völlig ok war!


    Tja...Was direkt klar war für mich, der Sony fällt raus. Ebenso war für mich klar, wenn Beamer dann den X7900 (Ca.4000€). Diese Entscheidung deshalb ,weil es mir bei weitem die rund 2000€ Aufpreis die der N5 (Ca. 6000€) mehr kostet definitiv nicht wert sind im Verhältnis zum X7900.


    Da bei mir eine Lösung für das WZ her muss, hat der UHZ im Moment etwas die Nase vorn aus zwei Gründen.

    Er kann problemlos den Fernseher ersetzen, und ist deutlich weniger anfällig für Streulicht bzw.helleren Raum.

    Er ist auch nochmal gute 700€ günstiger gegenüber dem 7900, wobei das nicht den Ausschlag geben würde, netter Nebeneffekt halt :-)

    Die Leinwände sind ca. gleich Teuer als Rahmenleinwand. Die Größe steht fest , 120 Zoll sollen es sein, bei ca. 3,20 Meter Sitzabstand. Nicht ganz 1:1 aber das ist völlig ok, schaue ich derzeit doch auf 65 Zoll....


    Es spricht also vieles in meiner konkreten Situation für einen Ultrakurzdistanz Beamer. Das hätte ich vor dem Termin heute so nicht gedacht, weil ich annahm dass der Unterschied im Bild größer ist.Dem war aber nicht so.


    Das sind erstmal meine Eindrücke von heute.Ich freue mich wenn es dazu Feedback von euch gibt, welches ich dann mit einfließen lassen kann.

    Hab ich etwas nicht bedacht evtl.?

    Welche Einwürfe fallen euch vielleicht ein etc.?


    Lg

    Kai

  • Bei 1:1 wäre die Empfehulg eher 21:9, weil eine 16:9 Leinwand hier doch eher erschlagen würde.

    Wenn ich das richtig im Kopf habe wird bei 16:9 ein Verhältnis von 1:1,2 empfohlen.


    Dazu sollte man den Content prüfen, welchen man vor allem zuspielen möchte. Wenn Filme dominieren sehe ich hier 21:9 klar als Präferenz.

    Bei Spielen oder Streaming eher 16:9.


    Bei mir sind auch die Filme wichtiger und ich liebe es, wenn das Bild bei Filmstart in die Breite geht. So kennt man das auch aus dem Kino, zumindest früher... :big_smile:

  • Eigentum? Soll der Raum ein dediziertes Heimkino werden? Dann würde sich die oft bewährte Stoffrahmen-Verkleidung eignen, dahinter lassen sich problemlos Kabel und Akustik verbauen, ist natürlich Geschmacksache.


    Gruß Jan

    Nein, kein Eigentum.

    Deswegen wird der Raum auch nicht komplett umgebaut.


    Heimkino ist ja nicht gleich Heimkino. Wenn ich so manches Kino sehe, traue ich mich fast garnicht mein zukünftiges auch so zu nennen:beated:


    Aber ich denke der Raum ist so schlecht nicht, und an der Hardware soll es auch nicht scheitern, auch wenn hier sicher kein High End verbaut wird.

    Ich hoffe und denke es lassen sich trotzdem sehr passable Ergebnisse erzielen, da setze ich natürlich auch weiter auf die geballte Kompetenz hier.


    Was mich sehr interessiert und wo ich weiter sehr unsicher bin ist das Thema Leinwand.

    Welchen Einfluss hat konkret die LW , bzw. deren Qualität auf die Bildqualität?

    Unterscheiden sich diesbezüglich die LW eher weniger ob sie jetzt 1000 oder 2000€ kostet?

    Viele scheinen ihren LW selbst zu bauen. Ist das ratsam, ein Hexenwerk wird es nicht sein, oder? Welchen Vorteil außer Kostenersparnis hat der Selbstbau der LW?

    Und wie bereits erwähnt, welches Format ist zu empfehlen bzw. nach welchen Kriterien sollte man das wählen?


    Fragen über Fragen.


    Lg

    Kai

  • Nein, kein Eigentum.

    Deswegen wird der Raum auch nicht komplett umgebaut.

    Ok schade, aber da wirst du schon was passendes für euch finden :respect:

    Akustik-Vorhänge sind z.B. eine Möglichkeit, den Raum ohne große Umbauten dunkel zu bekommen, genauso wie ein schwarzes Deckensegel und ein Schwarzer Teppich vor der Leinwand.


    Heimkino ist ja nicht gleich Heimkino. Wenn ich so manches Kino sehe, traue ich mich fast garnicht mein zukünftiges auch so zu nennen :beated:


    Aber ich denke der Raum ist so schlecht nicht, und an der Hardware soll es auch nicht scheitern, auch wenn hier sicher kein High End verbaut wird.

    Ich hoffe und denke es lassen sich trotzdem sehr passable Ergebnisse erzielen, da setze ich natürlich auch weiter auf die geballte Kompetenz hier.

    Das passt schon, hier hat ja auch nicht jeder zig 10-tausende Euros ins Heimkino investiert und sind trotzdem sehr zufrieden. Ich z.B. :sbier::dancewithme


    Was mich sehr interessiert und wo ich weiter sehr unsicher bin ist das Thema Leinwand.

    Ja interessantes Thema, ich bin auch kurz davor meine Leinwand zu tauschen.


    Welchen Einfluss hat konkret die LW , bzw. deren Qualität auf die Bildqualität?

    Es gibt grundsätzlich erst mal 2 Arten von Leinwänden, Gewebte Tücher und Folien.

    Tücher sind meistens Akustisch transparent, das hat den großen Vorteil, dass der Center-Kanal aus der Bildmitte kommt.

    Folie ist grundsätzlich erst mal nicht Akustisch transparent, es gibt aber auch mikro perforierte Folien, die haben kleine Löcher und sind dann auch Akustisch transparent.

    Die Hersteller haben natürlich alle verschiedene Arten die zu produzieren.

    Ein wichtiger Kompromiss bei Akustisch transparenten Leinwänden ist der Kompromiss zwischen der Akustischen Dämpfung und dem Helligkeitsverlust, den die Leinwand automatisch hat, wenn sie nicht geschlossen ist.

    Da gibt es dann noch High-Gain Leinwände, da muss man dann mit glitzeern und Hotspot bildung aufpassen, zweiteres kann man z.B. durch eine gekrümmte Leinwand mindern etc. pp

    Das gilt es für einen selbst abzuwägen, was man möchte.


    Viele scheinen ihren LW selbst zu bauen. Ist das ratsam, ein Hexenwerk wird es nicht sein, oder? Welchen Vorteil außer Kostenersparnis hat der Selbstbau der LW?

    Nein ist kein Hexenwerk, die Vorteile sind vor allem Kostenersparnis, aber auch die exakte Anpassung auf die eigenen Bedürfnisse, z.B. was die Größe angeht.

    Viele fertige Leinwandrahmen sind nicht individuell und gibt es nur in gewissen Abstufungen.


    Und wie bereits erwähnt, welches Format ist zu empfehlen bzw. nach welchen Kriterien sollte man das wählen?

    Hat ja Lando oben schon gut erklärt, es geht vor allem darum, dass einen ein 16:9 Bild in 1:1 oder noch größer meist erschlägt. Wenn man aber das 16:9 Bild nur in 1,3:1 z.B. macht ist das 21:9 Bild oft zu klein.

    Für viele ist es sehr angenehm, wenn die Bildhöhe gleich bleibt und sich nur die Bildbreite ändert, dann ist allerdings ein Beamer mit Lens-Memory notwendig, das hätten aber der JVC X7900 und auch der Epson 9400, der Sony 270ES aber z.B. nicht.

    Das Bildformat wird aber vor allem davon bestimmt, welche Formate man am öftesten guckt.

    Ich z.B. werde auf 21:9 (bzw. 2,40:1) umsteigen, da ich lieber bei Filmen das imposante große Bild bevorzuge und bei Serien mich mit dem etwas kleineren Bild abfinden werde.


    Gruß Jan

  • Ok.

    Ich schaue auch quasi fast nur Film.Serien eher nicht. Bis auf wenige Ausnahmen wie Chernobyl oder 4 Blocks.

    PS4 und Konzerte halt.Aber sicher 80% Film.


    Heißt also wäre eine 21:9 Leinwand die bessere Wahl für mich. Schalldurchlässig brauche ich auch nicht. Also würde für mich eine Folie reichen, oder machen Tücher evtl. ein besseres Bild?

    Den Sitzabstand kann ich jetzt ja korrigieren , der Raum ist knapp 7 Meter lang, und ich kann da überall sitzen!

    Welcher Anbieter von Leinwänden ist denn zu empfehlen, das selbst bauen der Leinwand würde ich durchaus in Angriff nehmen.

    Und ich kann also die LW Größe im Prinzip selbst bestimmen, muss halt immer dann Länge zur Höhe im Verhältnis 21:9 sein, richtig?

    Wie wichtig ist da der letzte Millimeter?


    Lg

    Kai

  • Also würde für mich eine Folie reichen, oder machen Tücher evtl. ein besseres Bild?

    Nein grundsätzlich haben gewebte Tücher schon mal mindestens 10% Helligkeitsverlust, viele auch mehr. Dann sollte man auch so weit weg sitzen, dass man die Struktur des Gewebes nicht mehr sieht, weil das deutlich stört. Es ist also ein ausreichender/größerer Abstand notwendig also bei einer (nicht gelochten) Folie. Dann muss das Bild zwangsläufig größer gemacht werden, was an sich ja gut ist, es muss halt der Raum die Größe erlauben und der Beamer dafür geeignet sein. Unter 3m Bildbreite würde ich also bei transparent nicht gehen, aber das macht heutzutage ohnehin keiner mehr freiwillig.


    muss halt immer dann Länge zur Höhe im Verhältnis 21:9 sein, richtig?

    Ja, ungefähr. Korrekt wäre ein Verhältnis von 2,39:1 (sichtbare Fläche). Das ist das Cinemascopeformat seit den 70er Jahren.


    Heißt also wäre eine 21:9 Leinwand die bessere Wahl für mich.

    Ja, definitiv. Besonders wenn Du echtes Kinofeeling haben möchtest.

  • Schalldurchlässig brauche ich auch nicht.

    Ich möchte es nicht mehr anders haben wollen. Es ist etwas ganz anderes, wenn die Stimmen direkt aus dem Bild kommen. Bei einem TV fällt das kaum auf, bei einem mehrere Meter großen Bild schon. Außerdem hört es sich auch besser an, wenn alle Frontlautsprecher auf gleicher Höhe spielen, besonders wenn es sich um die Höhe der Sitzposition handelt. Es ist auch mehr kinolike, denn die Filme sind schließlich tontechnisch so für das Kino konzipiert worden.

  • Ich möchte es nicht mehr anders haben wollen. Es ist etwas ganz anderes, wenn die Stimmen direkt aus dem Bild kommen. Bei einem TV fällt das kaum auf, bei einem mehrere Meter großen Bild schon. Außerdem hört es sich auch besser an, wenn alle Frontlautsprecher auf gleicher Höhe spielen, besonders wenn es sich um die Höhe der Sitzposition handelt. Es ist auch mehr kinolike, denn die Filme sind schließlich tontechnisch so für das Kino konzipiert worden.

    Ja, das verstehe ich. Kann das auch nachvollziehen.

    Jedoch ziehen solche Maßnahmen ja Andere wieder nach sich. Kompromisse werde ich eingehen, wollen und müssen.

    Das perfekte Heimkino (falls es das gibt) strebe ich ja ganz grundsätzlich nicht an.

    Jedoch soll es mir schon Spaß machen, DEUTLICH mehr als im WZ auf dem 65 Zoll Tv.

    Es ist aus den von dir genannten Gründen sicher optimaler, heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass ich keine Freude haben werde wenn ich keine AT LW nehme, denke ich :-)



    Ich treffe beim Lesen quer durch eure Bauthreads ja immer wieder auf die Messungen. War mal so frei und habe eine exemplarisch rausgesucht.

    Dazu habe ich eine ganz grundsätzliche Frage(n).


    Womit misst man das , was wird dazu alles genau benötigt.Evtl. einen Link wo man sich da gut einlesen kann OHNE das Ziel zu verfolgen Profi Toningenieur zu werden :-)


    Einen ganz konkreten Tipp für den Bau der LW wäre auch toll.Wo man das evtl.kauft am Besten, erste Schritte etc.Empfehlungen für eine Folie zb.


    Lg

  • Womit misst man das , was wird dazu alles genau benötigt.Evtl. einen Link wo man sich da gut einlesen kann OHNE das Ziel zu verfolgen Profi Toningenieur zu werden :-)

    Messen mit REW, deutsche Bedienungsanleitung

    und

    Messequipment - Was brauche ich ?

    Sind denke ich die ersten Anlaufstellen.


    Einen ganz konkreten Tipp für den Bau der LW wäre auch toll.Wo man das evtl.kauft am Besten, erste Schritte etc.Empfehlungen für eine Folie zb.

    Da gibts zich Anleitungen, es sind quasi alle richtig:

    Google: heimkino leinwand selber bauen


    Wichtig fand ich, dass man in der Mitte der langen Seite anfängt und sich dann im wechsel mit der kurzen Seite nach außen zu den Ecken durcharbeitet.

    Keilrahmen gibt es auf keilrahmen.de in verschiedenen Ausführungen.

    Als sehr günstige Folie würde sich z.B. die Gerriets Scene anbieten, die habe ich jetzt seit 7 Jahre im Einsatz und bis sehr zufrieden.

    Warum die jetzt aber nur noch als 50m Rolle angeboten wird, weiß ich leider nicht, vielleicht mal anrufen und nachfragen, hier zumindest in deren Rubrik "Heimkino-Specials" als 3m Variante die könnte ja vermutlich zu kurz sein.


    Beim Bau der Leinwand kann ich dir auch gerne helfen :thumbup:


    Gruß Jan

  • Schau mal hier Messen mit REW, deutsche Bedienungsanleitung


    Da solltest du einiges bis alles finden was du benötigst. Beim verstehen der ganzen Messungen hilft am besten selber zu messen. Ansonsten liegt hier geballtes Wissen im Forum an. Hier wird doch sehr gerne geholfen


    Edit: Jan war schneller:zwinker2:

    Hi.Danke für eure prompten Antworten.


    Doppelt hält aber ja auch besser :-)

    Lese gerade deinen Thread durch! Tolle Arbeit!


    Bin übrigens auch großer Klipsch Fan, und spiele mit dem Gedanken auf die RF7 mk2 aufzurüsten.Einen R115 SW hab ich ja schon.Da kommt mindestens noch einer hinzu. Wobei du ja bei den SUBs auf etwas anderes gesetzt hast. Kannst dazu was sagen?


    Und Jan, vielen Dank für das Angebot!! :thumbup:

    Lg

    Kai

  • Bitte bitte!


    Und danke für dein Lob:big_smile:


    Der 115er spielte bei mir leider überhaupt nicht musikalisch bzw. knackig. Muss aber zu seiner Verteidigung sagen das ich ihn nur vom Yamaha habe einmessen und korrigieren lassen. Evtl wäre da mehr rauszuholen gewesen. (Zu dem Zeitpunkt hatte ich das Forum noch nicht entdeckt :beat_plaste) Die Monitor Audio sind ja geschlossen, die haben von Anfang an sehr druckvoll gespielt. Aber was den tiefen Schub angeht war der Klipsch echt irre!


    Und zu den RF7 MKII, Wahnsinn was das ein Zugewinn war! Das war ein irrer Sprung in die nächste Liga. Hatte ja vorher die RP280F, die waren ja auch schon gut, aber die RF7 haben da gefühlt nochmal locker 30% mehr rausgeholt. Kann ich wirklich nur empfehlen :respect: Und optisch sind die natürlich auch der Kracher wenn man Klipsch Fan ist.

  • So.

    Nachdem jetzt ja fest steht in welchem Raum das realisiert wird, geht es nun an die konkrete Planung.


    Was steht fest?

    -Leinwand im Format 21:9 im Selbstbau mit Folie Breite ca. 2,7 bis 2,8 Meter

    -Beamer entweder X7900 oder doch ein Epson 9400. Werde da nach dem Besuch beim Jan entscheiden.Wann immer das sein wird, von mehreren Monaten gehe ich mal nicht aus.

    -Zunächst soll erstmal ein gut klingendes und vernünftig eingemessenes 5.2 laufen.

    Für die Zukunft ist dann durchaus ins Auge gefasst auf Auro oder Atmos zu erweitern.

    Hardware soll ein Denon X4400 werden, Front 2x Klipsch RP 8000F, Center Klipsch RP 504c, 2x SUB Klipsch R115 SW, SR Lautsprecher Klipsch 160M

    - Der Sitzabstand soll nahe 1:1 sein, wobei ich da sehr variabel bin und das nach meinem Geschmack ändern kann im Raum. Stück vor oder zurück ist kein Problem.

    - Ausgerichtet auf 3 Hauptsitzplätze in einer Reihe.


    Zunächst möchte ich die Wände bearbeiten.Hierzu einige Fotos:


    Dort wo die Pfeile hinzeigen soll schwarz gestrichen werden (Evtl.Empfehlung für eine satt schwarze Farbe , die nicht glänzt?)Blick ist aus Richtung der LW.


    An dieser Wand überlege ich aber auch einen schwarzen Vorhang zu installieren.

    Vorhang auch deshalb, weil ich mit einem Akustik Vorhang wie diesem hier zb.klick mir gleichzeitig eine Verbesserung des Raumes verspreche. Allerdings ist die Frage, kann man auch zu viel machen ? Die Wand ist 7 Meter lang, geht zuviel auch?

    Man könnte ja auch einen normalen Bühnenvorhang nehmen.


    Was meinen die Profis dazu?


    Hier die Wand wo die LW hin kommt.Auch diese möchte ich schwarz streichen.


    Wie gesagt, was ich noch nicht weiß ist was ich mit der Decke mache und ob es nötig sein wird, vermutlich ja. Das ist aber jeder Zeit möglich. In dem Bereich vor der Leinwand soll ein dunkler langfloriger Teppich hin. Vielleicht gibt es auch hier Tipps?

    Links das Fenster hat keine Rollos, dort kommt auch ein Vorhang hin, evtl.zusätzlich Plissees.

    Das wären jetzt die ersten Schritte ,also den Raum vorbereiten. Danach würde ich mit dem Bau der LW beginnen.

    Wenn ich grundlegendes vergessen habe, immer raus damit.Bin für JEDE Anregung dankbar.

    Kann man übrigens von der Tendenz her eine Aussage treffen wie sich der Teilbereich der Dachschräge bemerkbar machen wird akustisch?


    Lg

    Kai

  • Vorhang auch deshalb, weil ich mit einem Akustik Vorhang wie diesem hier zb.klick mir gleichzeitig eine Verbesserung des Raumes verspreche. Allerdings ist die Frage, kann man auch zu viel machen ? Die Wand ist 7 Meter lang, geht zuviel auch?

    Man könnte ja auch einen normalen Bühnenvorhang nehmen.


    Bitte nicht, mit dem Namen "Akustik-Studiovorhang" ist wohl in diesem Fall ein dicker Vorhang zur Absorption gemeint, dieser wird dir sehr viel Hochton dämpfen und der Raum wird schnell überdämpft, lieber Breitband Absorber installieren und Akustisch-Transparenten Vorhang benutzen, z.B. Schleiernessel, oder den Stoff von Akustikstoff.com nutzen.

    Da können aber andere noch Tipps geben, ich habe keinen Vorhang,


    Leinwand im Format 21:9 im Selbstbau mit Folie Breite ca. 2,7 bis 2,8 Meter

    Sicher so klein? Bei den Raummassen würde ich mindestens 3,30m breit bauen. Man gewöhnt sich schnell an die Größe und außerdem wirkt eine Raumfüllende Leinwand, egal wie breit der Raum ist, gleich viel größer, eine 4m Leinwand würde in einem 6,5m breiten Raum einfach kleiner aussehen. (das ist etwa das Verhältnis was du bei 2,70m Leinwandbreite hättest.


    Bitte 21:9 nicht wörtlich nehmen, das wäre nur 2,33:1, man müsste eigentlich von CinemaScope reden, das wären dann 2,35-2,40:1 in diesem Format sind nahezu alle Kinofilme und somit hat man bei kleineren Formaten immer die selbe Bildhöhe, ich werde auch eine 2,40:1 Leinwand bauen, die Paar Filme mit Cinerama oder Ultra Panavision 70 sind mir egal, dann muss ich halt meinen geliebten "The Hateful 8" mit Balken oben und unten gucken. :cray:


    Gruß Jan

  • Da geht doch bestimmt noch etwas breiter, oder?

    Von der Größe der Wand ja. 3,30 Meter wäre kein Problem.

    Bin etwas unsicher was die Dachschräge betrifft. Also das die nicht stört wenn der Beamer das Bild projiziert, gefühlt wird nicht stören, da wollte ich eh nochmal nachfragen wie die abstrahlen die Beamer.

    Wenn das geht mache ich größer :thumbup:

    Na das sind doch wieder hilfreiche Hinweise.Hätte in der Tat 2,33:1 gemacht.Also liegt man mit 2,37:1 goldrichtig?

    Auch das mit dem Vorhang leuchtet ein, vermutete ja dass es auch zu viel sein kann.

    Also AT Vorhang nehmen, und dahinter Absorber.

    Thema Absorber ist ja auch ein Kapitel für sich. Wenn ich so quer lese macht es am meisten Sinn erstmal alles fertig zu machen, aufzustellen etc. Dann vernünftig messen und dann mit entsprechenden Absorbern nach Bedarf einwirken auf den Raum?

    Gibt ja auch in dem Bereich zig Unterschiede ,wie wo was....


    Absolut lichtdichter Vorhang, aber trotzdem AT schließt sich nicht aus?


    Lg

    Kai

  • Also liegt man mit 2,37:1 goldrichtig?

    Nein, nicht ganz. 2,39:1 wäre das korrekte Maß.


    Absolut lichtdichter Vorhang, aber trotzdem AT schließt sich nicht aus?

    Für das Fenster würde ich schon so einen dicken Vorhang nehmen, für den Rest kann man auch die üblichen Stoffe wie z.B. MVEL22, TBV, Adamantium vor Absorber spannen.

    Hier gibts dazu was zu lesen.

  • das wären dann 2,35-2,40:1

    Also liegt man mit 2,37:1 goldrichtig?

    Nein, es wäre falsch, hier die goldene Mitte zu nehmen, die gibt es nämlich überhaupt nicht. Die Unterschiede ergeben sich aus den Produktionsjahren der Filme. Zu Beginn in den 50er Jahren hatte Cinemascope noch 2,55:1, dann grob gesagt bis Anfang der 70er 2,35:1 und seit dem dann 2,39:1, was dann der deutlich überwiegende Teil der Filme ist. Aufgerundet steht häufig auf den Covern auch 2,40:1, aber auch die haben 2,39:1.


    Und ja, die Leinwand so breit wie möglich machen, Du wirst es nicht bereuen. Nachträglich kleiner maskieren geht immer (wobei ich noch nie gehört habe, dass das einer gemacht hat). Nachträglich größer machen würde eine neue Leinwand bedeuten.

  • Ich habe jetzt mal provisorisch mit Klebeband die Umrisse der LW dargestellt.

    Wie man glaube ich direkt sieht, auch auf dem Bild, die 3,30 Meter große passt deutlich besser.Aber....

    Ich muss ja auch meine Front LS neben der Wand platzieren, rein vom Platz her ist das möglich, jedoch wandern sie dann recht stark in die Ecken. Ob dass evtl. zu Problemen führt?

    Aber gut dass ich eure erfahrenen Augen habe :-) 2,60 Meter sind in dem über 30qm großen Raum zu klein.Das war auch das Erste was meine Frau sagte als ich es ihr zeigte.

    Also wenn schon denn schon, möchte die LW auch so groß, umsomehr wo ich mir das jetzt visualisiert habe!

    Demnach muss einfach die Akustik an diese Vorgabe angepasst werden.


    Evtl.sehr gute Kompakte LS, dafür evtl. 4 statt 2 Subs zb. Ist das zumindest ein Ansatz?


    Was meint ihr?



    Lg

    Kai

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