Kurze Frage: Warum willst Du die Trennwand überhaupt? Steht bestimmt irgendwo, kann aber gerade nicht alles lesen.
Posts by cat54
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Großartig, Pascal!

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Definitiv die zweite Version! 😎
Evtl. weiter vereinfachen? Die Striche z. B. weg oder das Podest, auf dem der Hirsch steht.
LGN
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Derzeit liefert google Gemini m. M. nach die besseren Ergebnisse, probiers mal aus.
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Diese Absperr-Kordel hat was!

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Die Bild-Performance hat deine Besucher doch nachhaltiger beeindruckt als es Dir vielleicht bewusst ist - Mir ist darüber nur Bestes berichtet worden.

Das darf ich bestätigen! Bild war Hammer und sehr inspirierend.

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Das was Dich scheinbar stresst, brauch ich, damit die Szenen dementsprechende Emotionen erzeugt.
Alles gut!
Jeder hat seine Vorlieben, ist voll in Ordnung. Das war nicht wertend gemeint, sondern sollte nur meine persönliche Präferenzen aufzeigen. -
Meiner Erfahrung nach, hängt die bevorzugte Lautstärke auch stark von der Qualität der Wiedergabe ab.
Da bin ich bei Dir. Auch die Raumakustik spielt eine große Rolle: Je besser die Bedämpfung, umso höhere Pegel kann man hören, ohne dass es stressig wird.
Gegenüber vor einem Jahr höre ich jetzt so, dass die Peaks bei etwa 100 dB liegen. Und nicht mehr wie vorher bei 110 dB.
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Hinweis: Die nächsten Posts wurden aus dem Bauthread von 4kuji (ca. ab hier) herausgelöst und hierher kopiert, weil es um das Thema Abhörlautstärke geht.
Denn ein Film besteht halt nicht aus Sushi Scenen, sondern zum Großteil aus leiseren, ruhigeren Momenten. Wo die Handlung deutlich im Vordergrund stehen muss. Da ist dann schnell jede Überhöhung im Bass nachteilhaft. Bei meinem System bin ich sehr darauf bedacht das diese Momente genausogut funktionieren wie die Pow Bang Momente. Deswegen ist die extreme Impulsfreudigkeit höchste Pflicht! Das mit dem Vorhandenen Pegel, maximal Dynamisch umgesetzt werden kann. Nach oben geht es immer mit der Lautstärke. Macht aber nicht immer Sinn.
Seit ich in meinem HK das Isobond verbaut habe und der Sound sich erstmals so richtig von den Lautsprechern gelöst hat, sehe ich das auch so. Bin seitdem auch eher zum Leiser-Hörer geworden. Nach unserer letzten Heimkino-Tour im November, bei der ich zwei Anlagen mit + 10 dB Spaßkurve im Bass hören durfte, habe ich meine Spaßkurve etwas reduziert, auf aktuell +3 dB im Bass. Und zwar aus genau dem Grund, den Du oben schilderst.
Ich werde mich in Zukunft darauf konzentrieren, meine Anlage für die Lautstärke zu optimieren, in der ich tatsächlich Filme höre. Demos bei 110 - 120 dB Peak zu hören - das ist mir mittlerweile zu stressig. Es macht irgendwas mit dem Körper, wenn es so laut ist. Das strengt richtig an. Ich werde das, wenn überhaupt, nur noch sehr kurz vorführen. Stattdessen lieber so vorführen, wie man selbst hört. Und dafür optimieren.LGN
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ANDY_Cres Vielen herzlichen Dank für den ausführlichen und detaillierten Thread. Die Beschreibung des Kinos ist ein toller Mehrwert für unser Forum. Vermutlich ist das Projektbudget für die meisten hier vorerst nicht realisierbar, das spielt aber meiner Meinung nach keine Rolle. Der Thread zeigt einfach, was technisch heute möglich ist. Und das ist beeindruckend. Wer schon mal eine LED-Wall gesehen hat, weiß, was ich meine.
Ich persönlich freue mich genauso auf einen gewerblichen Präsentations-Thread, in dem die Aufgabenstellung lautete "Der Kunde hatte 20.000 € für alles - und das haben wir daraus gemacht." Wer von den Gewerblichen traut sich?
LG
Nelson
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Hola Heimkino-Nerds,
wusstet Ihr eigentlich, dass jeder Heimkino-Azubi im Forum ein Pflichtpraktikum bei einem erfahrenen Heimkinologen machen sollte? Das Praktikum im ersten Lehrjahr führte mich zu Andi Latenight nach München. Im zweiten Lehrjahr durfte ich einen Abend im Forschungslabor von Prof. Dr. aud. 4kuji aka Chris am Rande der schwäbischen Alb hospitieren. Das Heimkino von Chris war gleichzeitig die Versuchsanordnung. Heute lege ich meinen ausführlichen Praktikumsbericht vor.
Die zu prüfende Arbeitshypothese lautete: Kann auf meine alten Tage - und mit Unterstützung von Hörgeräten - in mir Begeisterung für guten Sound geweckt werden, ja oder nein?
Schauen wir mal, wie das Experiment ausging und ob die Hypothese widerlegt oder gar gestützt wird.
Anfahrt zum Forschungszentrum
Chris bezeichnet sich selbst als Nerd, genauer als Sound-Nerd. Ich finde das richtig gut: Er weiß, dass er einer ist, steht voll dahinter und kommuniziert das direkt - mehr Authentizität geht nicht. Chapeau!
In mir steckt selbst ein kleiner Nerd. Einer, der sich schon immer für Naturwissenschaft und Technik interessierte. Und sicherlich als Jugendlicher nicht der einfachste Mensch war. 2008 überredete ich beispielsweise meine Frau, ins CERN nach Genf zu fahren, wo man die Forschungseinrichtung ein letztes Mal besichtigen konnte, bevor sie in Betrieb ging. Die Wissenschaftler dort waren extrem engagiert, um den Besuchern zu zeigen, was sie da bauen. Wir kamen übrigens beide geflasht zurück!
Im Laufe der Jahre habe ich mühsam ein paar Sozialkompetenz-Updates bei mir installiert und hoffe, sie bringen etwas Linderung für meine Mitmenschen. Nerds haben deswegen seit jeher einen großen Platz in meinem Herzen. Aber nicht nur im Herzen, sondern auch im Hirn: Nerds sind in der Lage, außergewöhnliche Dinge zu vollbringen, wenn man sie nur lässt. Solche Fähigkeiten bewundere ich. Und genau so ein außergewöhnliches Ding wollte ich live bestaunen. Und zwar Chris' namenloses Heimkino. Dem gebe ich in Anlehnung an den Begriff CERN hiermit einfach die Bezeichnung "SZLE", auf gut schwäbisch ausgesprochen "Esszettle" 😁. Die Abkürzung steht für Schwäbisches Zentrum für Lautsprecher Entwicklung. Im Gegensatz zum CERN ist es nicht unter der Erde, sondern im Dachgeschoss untergebracht. Ich vermute, so kann die Abwärme der Aggregate besser abgeführt werden! 😬
Das namenlose Heimkino vom rückwärtigen Eingang aus betrachtet:
Forschungszentrum
Die Forschungsstätte ist zentral in einem kleinen Ort am Fuße der Alb gelegen. Schon beim Betreten des Foyers merkt man: Hier wird nicht gekleckert. Eine riesige Treppe dominiert den Eingangsbereich. Die Treppe ist so gewaltig - ich wartete darauf, dass Harald Juhnke im weißen Smoking mit einem Glas in der Hand die Treppe herunterschritt. Er kam aber nicht, stattdessen führte der Weg uns die Treppe nach oben, denn der "Versuchsreaktor" der Anlage befindet sich unter dem Dach. Doch bevor man Zutritt zu den sensiblen Laborbereichen erhält, muss man an der Security vorbei: Bella und Rias. Zwei Katzen, die hier für Recht und Ordnung (oder war es Unordnung?) sorgen 😻😻. Bella beschnüffelte mich intensiv, um eventuell gefährliche Substanzen zu identifizieren. Sogar der Kater Rias, laut Chris normalerweise extrem scheu, näherte sich mir kurz. 😍 Offenbar habe ich den Security-Check bestanden, denn ich durfte passieren.
Dann betraten wir das Heimkino. Oder sollte ich sagen: Die Kathedrale der Klang-Wissenschaft? Dieser Raum ist MO-NU-MEN-TAL! Mit einer Grundfläche von 6 x 12 Metern und einer Deckenhöhe, die zwischen 3 und 6 Metern (!) variiert, wirkt er weniger wie ein Heimkino, sondern eher wie eine Montagehalle der NASA. Das Raumgefühl ist überwältigend. Hier ist Platz für raumakustische Maßnahmen, von denen ich in meinem Setup nur träumen kann: Kubikmeterweise Akustikmaterial, riesige Deckenabsorber und ganz frisch vor meinem Besuch installierte, eigenentwickelte Bassabsorber. Quasi als "Abfallprodukt" gibt es im Heimkino sogar eine begehbare Galerie auf ca. drei Meter Höhe, die gleichzeitig in die Werkstatt führt. Da die Experimente unter kontrollierten Bedingungen stattfinden (und weil laut Laborchef keine Heizung installiert ist), herrschte im Raum eine Temperatur von konstant 16 Grad. 🥶 Warme Kleidung ist also anzuraten 😁. Diesen Raum MUSS man live erlebt haben! Er bietet beim Betreten das Gefühl eines kommerziellen Kinos. Fotos können das Volumen nicht mal ansatzweise einfangen. Ich habe es trotzdem oben von der Galerie aus versucht:
Versuchsanordnung
Es ist gute Wissenschaft, zunächst den Versuchsaufbau zu erläutern. Fangen wir mal mit dem einzigen Gerät an, das meiner bescheidenen Meinung nach ein Update vertragen könnte: Ein Epson 9400 wirft die Bilder auf eine 3,5 Meter breite, akustisch transparente Leinwand, laut meinen Notizen die xy Screen aus China. Das Bild ist für das Riesen-Heimkino zu klein. Wie wir wissen spiegelt jedes Heimkino seinen
BesitzerLaborleiter wider. Chris ist das Bild nicht so wichtig, er will primär guten Sound. Deswegen darf sich nichts im Signalweg zwischen den Emittern, also den Lautsprechern links und rechts der Leinwand, und den Empfängern (also den Ohren) befinden. Nicht mal eine akustisch transparente Leinwand. Punkt.Die Sound-Technik ist sicherlich das Juwel der Einrichtung und gleichzeitig feinste Ingenieurskunst zum selbst Erleben. Verbaut sind neun identische, komplett selbstentwickelte, vollaktive 3-Wege Lautsprecher auf der unteren Ebene. Die LS sind mit Visaton-Chassis in D'Appolito-Anordnung bestückt. Mit gewöhnlichen Konzepten kann man die nicht wirklich vergleichen. Teilweise wird der Bass auf die Subwoofer (oder war es andersrum?) geleitet - ich hab's ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, obwohl es in diesem Thread erläutert ist. Ist auch nicht schlimm, ich mache ja nur ein Praktikum. Jedenfalls entspricht der Aufbau quasi einem Setup mit 4-Wege Lautsprechern. Unterstützt - oder sollte ich sagen durchgeschüttelt - werden die LS und das gesamte Heimkino von vier 15" Bassreflex-Subwoofern hinter der Leinwand. Wer nun meint, das wäre für ein Labor dieser Größenordnung unterdimensioniert, dem darf ich versichern: Die sind mehr als nur ausreichend. Weit mehr. Damit kann man die nach oben offene Richterskala auch bei höchsten Energieniveaus untersuchen. An der Decke sind vier 2-Wege Atmos-Lautsprecher untergebracht. Die sind identisch wie die untere Ebene bestückt, aber mit modifizierter Chassis-Anordnung, um das Abstrahlverhalten für deren Einbausituation zu optimieren. Chris hat alle Lautsprecher zusammen mit einem Freund entwickelt, der schon seit seiner Jugend (seit 20 Jahren) Lautsprecher baut. Er sagt auch klipp und klar, dass er im Vergleich zu seinem Kumpel Manu der Azubi ist, was Lautsprecher angeht. Ein feiner Zug von ihm, finde ich!
Lasst Euch bitte nicht von der provisorischen Optik des Raums täuschen: Es ist ein Labor, in dem geforscht, konstruiert und kontinuierlich gearbeitet wird. Der Sound dort ist das Ergebnis höchster Ingenieurskunst und jahrelanger sorgfältiger Einmessung, bei der alle Register gezogen werden und auch sehr ungewöhnliche Wege beschritten werden. Die Entwicklung geht immer weiter, es ist so wie ich das verstanden habe nicht wirklich geplant, mal "fertig" zu sein und dann den Raum zu verschönern.
Chris meinte noch bescheiden, seine LS-Systeme seien „limitiert“, weil er Chassis verwendet hat, die er beim Start bereits hatte (oder günstig kaufen konnte). Er würde am liebsten nochmal mit „richtigen“ LS-Chassis bei Null anfangen. Meine Messgeräte (Ohren) konnte diese angebliche Limitierung jedenfalls nicht feststellen. Da fehlt mir aber vermutlich die Hörerfahrung.
Chris wäre nicht Chris, wenn die Lautsprecher-Aggregate nicht auf besondere Art und Weise angetrieben würden. Das Decoding übernimmt eine 17-Kanal Vorstufe von Iotavx. Aus der Vorstufe geht es in eine DSP-Armada, und von dort in dutzende Verstärkerkanäle. Die Verstärker stammen ursprünglich aus gewerblichen Installationen (z. B. Tunnel oder Stadien) und waren für kleines Geld gebraucht zu kaufen. Er hat die dort vorhandenen Ausgangstransformatoren rausgelötet, und übrig blieben Dynacord-Endstufen für (wenn ich es noch richtig im Kopf habe) lächerliche 30 € pro Verstärkerkanal. Mein lieber Herr Gesangsverein, das nenne ich einen kreativen Ansatz!
Hirnschmalz sticht Budget, würde ich sagen, Respekt!Der Proband (also ich) nimmt für die Versuchreihe auf dem mittleren Sessel platz, während der Versuchsleiter rechts davon sitzt und die Testsequenzen einleitet.
Testphase 1: Kalibrierung der Messsysteme
Bevor wir die biochemische Energiezufuhr (=Pizza) starteten, haben wir unsere Mess-Sensoren mit Stereo-Musik kalibriert.
- Schon beim ersten Track, Dark Aria Lv2 von Hiroyuki Sawano feat. XAI (hatte ich vorher noch nie gehört) klappte mir die Kinnlade runter. Die Stimmen füllten das riesige Volumen komplett aus, waren dabei gleichzeitig präzise an Ort und Stelle im Raum festgenagelt. Die Bühnenabbildung (Links/Rechts/vorne/hinten) war von einer Präzision, die ich so noch nicht gehört habe. Keine Ahnung, ob das noch Wissenschaft oder schon schwarze Magie ist.
- Danach war der Song "Can you feel the Love tonight" aus dem Lion King Soundtrack dran (hatte ich auch noch nie gehört): Es klang, als ob das Duo Beyoncé und weiß-nicht-mehr-wer physisch im Raum stünde. Das Duett bewegte sich während des Songs klar akustisch ortbar über die Bühne. WOW!
- Im Anschluss war ein Song dran, den ich auch kannte: "Don't worry be happy" von Bobby McFerrin. Ein Klassiker aus den späten 80ern, den ich im Labor neu entdecken durfte. Das Fingerschnippen stand mit einer nicht für möglich gehaltenen Impulspräzision vor mir. Das Summen von Bobby schien parallel den ganzen Raum zu füllen (Phasenverschiebung sei Dank). Mir war nicht klar, wie viel Auflösung in dieser Aufnahme aus den 80ern steckt.
- In den Track Labyrinth von Oomph! haben wir nur kurz reingehört, weil ich die Band aus meiner Industrial-Zeit noch kenne. Die Jungs gelten übrigens als einer der wichtigsten Einflüsse für Rammstein. Der Stil war mir bekannt, aber die Abmischung hielt dem hohen Auflösungsvermögen der Anlage nicht stand. So hatte der Oomph!-Track nur ein kurzes Gastspiel im Labor.
Zwischendurch gab es Theoretische Grundlagen vom Chefwissenschaftler: Er erklärte mir endlich den Druckkammereffekt mal verständlich - und zwar genauso geduldig und engagiert, wie die Wissenschaftler im CERN. Die Erklärung zur Gruppenlaufzeit habe ich vor lauter Begeisterung vergessen zu erfragen – das musste ich später im Selbststudium (Internet bzw. KI) nachholen. Damit der Reaktorkern der Anlage etwas abkühlen konnte, machten wir uns zu Fuß auf den Weg, um Pizzen zu holen. Oder waren wir einfach nur hungrig? 🤣 Herzlichen Dank für die Einladung, Chris! So eine Pizzeria in Laufweite hat übrigens was. 🤩
Testphase 2: Erweiterte Messreihen
Frisch gestärkt ging es weiter:
- Pink Floyd – Brick in the Wall: Der Kinderchor! Die Staffelung war so sauber, als hätte man die Kinder einzeln im Raum platziert und millimetergenau festgeklebt.
- Seal (Track vergessen): Obwohl nur Stereo, schien der Ton von oben zu kommen - wirklich faszinierende Psychoakustik.
- "The Expert" von Yello: Wie immer referenzverdächtig für Räumlichkeit von den Schweizer Elektronik-Künstlern, hier aber auf einem Level, das gigantisch Spaß macht.
Testphase 3: Stress-Tests
Für die Filmschnipsel fuhr Chris die Anlage ein wenig in der Leistung hoch. Wir sahen und hörten:
- Mad Max: Fury Road, das Intro bis zum Logo, das ist glaube ich Chris' am häufigsten verwendete Demo-Szene
Junge, Junge, damit hatte ich nicht gerechnet. Dass der Bass gewaltig und präzise sein würde, davon ging ich aus. Von der gigantischen Dynamik ebenfalls. Womit ich aber nicht gerechnet hatte, und was ich so noch nie gehört habe, war die Abbildung im Raum. Da spielten keine Subwoofer, da stand ein dreidimensionales Bass-Gebilde mitten im Raum. Und das mit unglaublicher Energie. Fuck, yeah! - Blade Runner 2049, der Absturz des Gleiters, ca. eine Stunde nach Beginn
Eine brachiale Szene, in der Ryan Gosling in seinem Spinner (heißen die Dinger so?) vom Himmel geholt wird. Dabei eine Sound-Umhüllung, die einen komplett in die dystopische Bladerunner-Welt reinsaugt. Danach folgt eine Auseinandersetzung am Boden, in deren Verlauf Schüsse abgefeuert werden. Aber wie! Alter Schwede, was für klar definierte Druckwellen. Dabei bleiben die immer exakt ortbar und präzise zum Bild passend. Richtiger 3D-Sound. - Matrix
Wir schauten die Szene unter der Brücke im Gewitter. Dabei war ich wirklich mitten IM Regen, das kam sehr glaubhaft rüber. Kam mir ein wenig so vor, als würden die Tropfen langsam den Nacken runterlaufen. Und währenddessen donnerte das Gewitter von oben. Bwahh, unglaublich.
Auf meinen Wunsch schauten wir noch die Dojo-Szene ("I know Kung-Fu." - "Show me.") an. Treibende Musik, der Track Spybreak! von den Propellerheads, parallel dazu die Sound-Effekte des Kampfs im Dojo. Alle Klänge wurden messerscharf und klar abgebildet. Bei so dichten Soundspuren schmiert gerne der Tieftonbereich zu - hier nicht. Erstaunlich, was diese 25 Jahre alte Tonspur mit Atmos-Remaster hergibt.
Langzeitstudie
Zum Abschluss der Versuchsreihe haben wir uns Akira in voller Länge gegönnt, und zwar die japanische Tonspur mit deutschen Untertiteln. Ich hatte die 4K von Akira (1988) kurz vorher in einem Sale geklickt und direkt zu Chris mitgebracht. Der Streifen ist einer der einflussreichsten Animationsfilme aller Zeiten und gilt bis heute als Meilenstein des japanischen Cyberpunk. Regisseur Katsuhiro Otomo setzte hier sein eigenes, umfangreiches Manga-Epos um.
Der Film beeindruckt durch seine dystopische Atmosphäre und eine technisch extrem aufwendige Inszenierung, die in den 80ern beispiellos war. Akira verzichtet auf Vereinfachungen und verlangt vom Zuschauer, sich mit der Welt aktiv zu beschäftigen. Das macht den Film recht sperrig und schwerer zugänglich. Das haben aber viele wegweisende Filme so an sich.
Der Einfluss des Films ist gigantisch: Akira machte Anime weltweit salonfähig und brachte der Kunstform erstmals Anerkennung in unserem Kulturkreis ein. Stilistisch prägte er ganze Generationen von Künstlern und Filmemachern – von The Matrix (<--- wie passend) über Chronicle bis zu zahlreichen Videospielen und Musikvideos. Auch die Art, urbane Zukunftsvisionen darzustellen, wurde durch Akira nachhaltig verändert: Neon-Dystopie, Megastadt-Ästhetik, organo-technologische Mutation – all das gab es in Akira erstmals zu sehen und wurde x-fach aufgegriffen.
Ergebnis der Versuchsreihe
Fazit: Die Hypothese stimmt, und ich bin tatsächlich empfänglich für guten Sound. Oder anders ausgedrückt: Es hat mich tief beeindruckt. Nach dem Besuch habe ich mir u a. den Track von Bobby McFerrin bei Apple gklickt und bei mir angehört. Es klingt da schon auch gut. Die meisten normalen Menschen werden das in dieser Qualität wie bei mir vermutlich noch nie gehört haben. Aber in Chris' Heimkino ist das gleich noch ein paar Ecken beeindruckender und zeigt, was möglich ist bzw. was in den Aufnahmen steckt.
Chris und sein Freund haben hier etwas einzigartiges geschaffen. Für ein sehr überschaubares Budget bietet das namenlose Kino eine Soundqualität, die Ihresgleichen sucht. Teures Equipment verbauen kann "jeder" (<--- das bitte ich nicht falsch zu verstehen), aber aus wenig Geldeinsatz so eine Qualität herauszuholen - das verdient höchsten Respekt und Anerkennung. Es ist kein „Kaufen und Hinstellen“-Kino (so wie z. B. meins), sondern ein „Entwickeln, Bauen und Perfektionieren“-Projekt. Wer die Gelegenheit hat, dieses Labor zu besuchen: Tut es! Aber seid gewarnt – die eigene Anlage zu Hause könnte euch danach vorkommen wie ein Transistorradio in der Laborecke.
Chris, vielen Dank, dass ich Dich besuchen durfte, für Deine Gastfreundschaft und die Hörizonterweiterung!
Es war mal wieder einer dieser Heimkinobesuche, von dem ich lange zehren werde. Und gib den beiden Security-Katzen ein paar Leckerlis!LG
Heimkino-Praktikant Nelson
PS: Lass mir bitte eine Praktikumsbestätigung zukommen, die werde ich für die Abschlussprüfung brauchen.

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Es könnte ja auch einfach das hinter dem "oder" gelten: "führen wir nicht mehr."
Vielleicht hat grobitv Lust, den Sachverhalt kurz zu erläutern. -
Life of Pi (2012), 4K UHD, mit der deutschen DTS 5.1 Tonspur
Ausführliche Infos im Thread zu Life of Pi
Kurzfassung
Film: Sehr gut - Meisterwerk
Ton: sehr gut
Bild: sehr gut
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Life of Pi (2012), 4K UHD, mit der deutschen DTS 5.1 Tonspur
Diesen Film habe ich schon sehr lange vor mir her geschoben, obwohl die 4K-Scheibe seit Jahren darauf wartete, ausgepackt zu werden. Warum? Als ich 2016 anfing, das FOKUS Heimkino zu planen, war ich bei den Fairland Studios in Bochum zu Besuch. "Leider" musste ich entgegen meines Plans, das Kino bauen zu lassen, aus Budgetgründen selbst bauen. Wenn unser Haus nicht deutlich kostspieliger geworden wäre, dann hätten wir mit Fairland gebaut. Die Entscheidung für Selbstbau war im Rückblick, obwohl zunächst nicht ganz freiwillig, eine für mich persönlich sehr wertvolle Entscheidung - dazu aber später an anderer Stelle im Forum mehr.
Eine der Demoszenen bei Fairland war der Untergang des Schiffes in diesem Film. Und WOW - das war richtig beeindruckend! Bild, Sound (soweit ich weiß war ein DBA installiert) - meine Frau und ich waren schwer begeistert. Deswegen habe ich diesen Film lange geschoben: Ich wollte Life of Pi erst anschauen, wenn mein Heimkino im Vergleich mit dem Profikino (aus der Erinnerung heraus) mithalten kann. Seit August 2025 ist es endlich meiner Meinung nach soweit. Ob das FOKUS den Test bestanden hat?
Zum Film: Ein wunderbarer Film, abseits des Marvel-DC-Star Wars-Franchise-Mainstreams. Die Verfilmung eines poetischen Buchs von einem kanadischen Autoren. Regisseur Ang Lee aus Taiwan (Eat Drink Man Woman) erzählt die Story berührend, zugänglich, und dennoch einzigartig. Kameramann Claudio Miranda aus Chile (zuletzt F1 - The Movie, u. a. Top Gun: Maverick und Oblivion) zaubert magische, surreale Bilder auf die Leinwand, z. B. (bei ca. 01:12:00):
Bildschirmfoto 2025-11-29 um 18.00.19.png
Auch die Unterwassersequenz bei ca. 01:25:00 ist visuell ein Genuß. Die Bilder wurden sensationell eingefangen und sehr fantasievoll bearbeitet. Die Gestaltung weist dabei sicherlich bewusst traumähnliche Elemente auf. Übrigens hat der Film ein paar wenige Formatwechsel, gehört aber zu den wenigen, die ich nicht auf 2,40:1 maskiere. Wer auf eine poetische Geschichte mit Tiefgang steht, die ANDERS ist, wird Life of Pi richtig lieben. Ist aber bestimmt kein Film für jedermann. Fazit: Unbedingt anschauen.
Film: Sehr gut - Meisterwerk
Ton: sehr gut
Bild: sehr gut
Hat das FOKUS Heimkino nun den Test bestanden? JA!

Und der Schiffsuntergang war in jeder Hinsicht ein Erlebnis: Bassimpulse, Umhüllung bei den Unterwasserszenen - herrlich. Nicht nur das, seit dem letzten Umbau (Einbau 4 Kubikmeter Caruso Isobond) macht es uns zum ersten Mal überhaupt Spaß, einfach nur Musik im Kino zu hören. Gestern bei Life of Pi haben wir den ganzen Abspann angeschaut, weil die Musik toll klang. Im Abspann ist perkussive, indisch angehauchte Musik und sie klang endlich schwerelos und souverän bei uns im Heimkino. Die Schlaginstrumente klangen einfach "echt" - wie live dabei.

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Heute eingetroffen, bzw. abgeholt, da ab 18: Scarface. Bin so froh, dieses Brett von einem Film endlich auf 4K zu haben.
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Unsere riesige Katze mit 6 bzw. 7 Krallen pro Pfote frist fasst 1kg Frischfutter pro Tag (Freigänger).
Wir wollen Fotos - aber im Katzenthread. 😻
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Der ist jeden letzten Mittwoch im Monat ab 18:30 Uhr. Denke den Dezember Stammtisch werden wir vor Weihnachten machen.
LGN
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Hallo beckeran
willkommen im Forum. Über Bilder freuen wir uns alle hier, egal ob gut oder nicht.
Magst Mal zum Stuttgart Stammtisch kommen? HKV Stammtisch Stuttgart Wir beißen nicht.
LG aus Stuttgart
Nelson
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Wie immer ein toller Heimkino-Porno, Nighthawk - Danke!
Wirklich toll. Das Öl werde ich mal für unser Parkett versuchen.