JRVR - Jriver's eigene Variante als Ersatz für madVR

  • So, ich habe das jetzt mal am PJ getestet.


    Positiv:

    - Der Upmixer macht einen guten Eindruck. Das ist schon mal ein Anreiz für mich. 5.1->7.1 mit dem Film Upgrade macht, was es soll. Das hat noch kein VST Plugin so überzeugend gemacht. Nun ja, mir scheint das ganze Ding auch seine Wurzeln im Audio-bereich zu haben. Das muss ich mal recherchieren.


    Negativ:

    - Absolut instabil.

    - Sobald ich spule, reißt das Audio ab und kommt nicht mehr wieder. Glücklicherweise merkt sich das Player, wie weit man gekommen ist und macht dort weiter. So konnte ich zumindest da hin im Film, wo ich hinwollte.

    - Nach einer Weile friert das Bild ein und die ganze Anwendung hängt und muss hart gekillt werden.

    - Alle Wechsel vom Vollbild und zurück gehen über einen weißen Screen. blendet einfach nur unnötig.

    - Menüs in 4k sind kaum zu lesen. Scaling scaled u.U. den Film mit, das müsste ich mal rausfinden.

    - Die Bedienung ist, wie befürchtet, mit Tastatur und Maus für jede Einstellung mal überhaupt nicht mein Ding. Das müsste tatsächlich irgendwie anders geregelt werden, damit ich mich damit anfreunden kann. Ich frage mich auch, wer da die Zielgruppe ist.


    Das sind jetzt erst mal viele negative Punkte, aber ich denke mal, davon werden sich einige von ganz alleine Lösen, wenn die Software mal reifer geworden ist. Preview ist nun mal Preview.


    Ob sich die anderen Punkte zufriedenstellend klären lassen werden, bleibt halt abzuwarten.


    Ich werde dann mal gucken, wie groß das Interesse an User Bugreports ist. Falls das gut funktioneren sollte, käme man ja da automatisch direkt mit dem Entwickler ins Gespräch.

  • Weil man keine zusätzliche Software braucht.

    Ob es einen Kompressor gibt weiß ich nicht, der Rest sieht nicht so wild aus. Aber du machst das schon :)

    Evtl. hast Du es ja überlesen:

    Ich bin kein Freund davon, alles auf eine Maschine zu knallen. Hätte ich das so, könnte ich z.B. aktuell nicht mal eben so den Windows-Video-PC gegen einen Linux-JRiver-PC tauschen.


    Daher gilt bei mir stets die Devise: One Job, one machine!

  • Dann solltest du besser wieder zu Windows wechseln, das was du da beschreibst kenne ich nicht :big_smile:

    ich hab mir Windows ziemlich genau von 1995 bis 1998 angetan.


    Und ja, mit Windows ist alles Kinderleicht und läuft auf Anhieb ... bis es das dann nicht mehr tut oder bis das Update sich selbst installiert.


    Mit Linux sitzt Du erst mal 8 x so lange, weil Du heraus finden musst, wie die Sachen im Kern funktionieren, kannst es dann aber 100 x so lange ohne Wartung benutzen und es in 1/4 der Zeit nachbauen, die Du dafür unter Windows bräuchtest. Ich betreue aktuell leider über 100 Windows Medien-installationen und um die 20 Linux-installationen. Erstere halten einen laufend auf Trab, von letzteren bekommt man genau nix mit, da die einfach nur, das machen, was sie sollen.

  • Langsam muss ich leider zu dem Schluss kommen, dass der Support bei JRiver sich nicht grundlegend von dem Support bei MadVR unterscheidet. Es wird mal auf eine Frage geantwortet, meist nicht sehr konkret, und wenn es schwieriger wird/in Arbeit auszuarten droht, wird das Problem ignoriert. Für Bezahlware für mich nicht akzeptabel. Dann schlage ich mich lieber mit kostenloser Software rum, wo ich nix zu erwarten habe. Da werde ich dann ggf. noch positiv überrascht.


    Ein Blick ins Linux-Unterforum ergibt aktuell das Bild, dass die Leute, die die Threads gestartet haben, auch die sind, die am letzen gepostet haben. Meist vor Tagen, zumeist Fragen.


    Wirklich schade.


    Nun sind meine 30 Tage Test noch nicht um, aber ich hatte es mir nicht so vorgestellt, dass man die Testphase für die Installation braucht. In meinem Fall versuche ich eine Fernbedienung per Lirc einzubinden. In jeden Multimedia Open-Source Projekt ein alter Hut, nix dabei, easy-peasy, lemon squeezy.

  • Leider nicht, da ich einen Lirc-Server auf einem Raspberry betreibe. Jeder Rechner im Netzwerk sieht über diesen jederzeit, welche Taste auf welcher Fernbedienung gerade gedrückt wurde und fischt sich die für ihn relevanten raus. Damit kann ich also Rechner X beibringen, bei Druck auf eine Tast, z.B. Play_Video, das Video abzuspielen, während Rechner Y erkennt, dass es an der Zeit ist, das Lich auszumachen.


    Daher ist eine meiner Motivationen, JRiver auf Linux einzusetzen, FLIRC los zu werden, weil die Möglichkeiten damit für meine Belange viel zu eingeschränkt sind.


    Insgesamt ist eine meiner Motivationen, nach wie vor einen HTPC zu betreiben, eben diese Verzahnung von Geräten, Rechnern und Diensten. Das klingt für viele nach unüberschaubarem Horror, ist aber, wenn man es sauber und mit Linux ausführt, einfach und stabil. Letzeres ist essentiell wichtig, da einen solche Installationen schnell wahnsinnig machen.

  • Im übrigen geht es mir auch darum, auszuloten, was man da zu erwarten hat. Es ist inzwischen so, dass ich auf einen konkreten Bug hingewiesen habe und sich niemand aus dem Team dafür zu interessieren scheint. Es wurden mir alternative Wege vorgeschlagen, die aber nicht das bringen, was ich möchte. Das, was in der Dokumentation als nutzbare FUnktion angegeben ist, wäre genau das, was ich brauche, aber wie gesagt, möchte sich bislang keiner der Sache annehmen.


    Nun sehe ich das so: Das ist bezahlte Software. Da möchte ich erwarten können, in die Dokumentation zu gucken und darauf hin etwas zu planen, dass sich dann auch umsetzen lässt. Dafür bezahlen ja schließlich viele Leute, so dass da hübsche Summen zusammen kommen und alle davon profitieren die Nuter und JRiver. Wenn ich es dann umsetzen möchte und feststellen muss, das die in der Doku angegebenen Funktionen nicht funktionieren oder teilweise noch nicht implementiert sind, ist das schon mal ärgerlich. Wenn dann aber die Mitarbeiter der Firma nach ein oder zwei laschen Kommentaren das Interesse verlieren, die Sache weiter zu verfolgen, dann formt sich bei mir ein gewisses Bild, auf was ich mich als zahlender Kunde da einlasse.


    https://yabb.jriver.com/interact/index.php?topic=131010.0

  • Oh Mann, dann deinstalliere es!

    Ich verstehe dich nicht, warum du so aggressiv unterwegs bist: das ist noch ganz neu, preview! (Und seit letzter Woche sogar schon mit Einstellungen). Und immerhin wird da was komplett neues (für das Team) aus dem Boden gestampft, gerade um Crossplatform weiter ausbauen zu können.


    Und bei mir startet der Win PC, dann automatisch Jriver mit Faltung (Acourate mit 14 Kanäle) und Theatreview (die leider sehr kompliziert zum modden ist, dann aber sehr hübsch ist) und FB mit Flirc. Keyboard geht übrigens auch problemlos, Pfeiltasten und Leertaste reicht schon fast ( ich habe eine Logitec K400, da sind auch Lautstärketasten drauf).

    Und ja, man muss sich etwas einarbeiten. Aber wenn ich dein Routing sehe, ist das auch nicht in 1Tag eingestellt. Auch habe ich Kodi auf RPI probiert: DAS ist auch nicht gleich so wie man es will!


    Vielleicht wartest du einfach noch 8 Wochen und schaust dann mal.


    Schönen Gruß


    Thorsten

  • Es ging ihm doch nicht um die neuen Funktionen, sondern um Funktionen die längst funktionieren sollten.

    Zudem ging es ihm darum, das er bei einem kostenpflichtigen Produkt besseren Support erwaret, als bei einem kostenfreien. Daher hinkt der Vergleich zu Kodi.

    Ja, etwas mehr Geduld würde ich wohl auch aufbringen, aber bei einem kostenpflichtigen Produkt würde ich auch besseren Support erwarten und daher kann ich die Kritik durchaus nachvollziehen.

    Und einfach 8Wochen warten und dann schauen kann er ja auch nicht, denn die Testlizenz läuft ja auch für die Alpha/Betaversionen nur 30Tage. In 8Wochen müsste er also eine Lizenz erwerben, um es erneut zu testen. Finde ich auch unglücklich.

  • Uff, man braucht sogar 'ne Frau, um das länger zu probieren? Na das kann ja heiter werden... ;)

    Oh Mann, dann deinstalliere es!

    Ich verstehe dich nicht, warum du so aggressiv unterwegs bist

    ich werde nach Ablauf der 30 Tage eine Lizenz kaufen oder den Rechner plattmachen, je nachdem, wie das Experiment ausgeht.


    Aggressiv bin ich überhaupt nicht; ich blogge nur ein wenig vor mich hin, da es andere ja interessieren könnte. Ich schreibe sowohl, was ich nicht gut finde, als auch, was mir gefällt, An sich neutral. Wenn der Support da so träge ist, kann ich da nix für und es wird mir hoffentlich erlaubt sein, es zu berichten. ich hoffe, dass ich irgendwann mal berichten kann, das das Ding gut funktioniert und ein Spitzen Bild macht. Aktuell bin ich ganz positiv überrascht von der Geschwindigkeit der Updates, in die auch immer wieder kleine wichtige Neuerungen einfließen.


    Mule hat schon ganz gut erkannt, aus welcher Richtung der Wind weht.


    Ich mache selber als Entwickler Support für ein kommerzielles Produkt, den Aroio, ebenfalls über ein Forum und habe daher eine gewisse Vorstellung. Was Kunden (!) halt wirklich nerven kann ist, wenn die sich mit dem Produkt auseinander setzen, es Probleme oder Bugs gibt, sie dass dann berichten, weil sie ohne die Hilfe der Firma dahinter nicht weiter kommen und dann teils drei Tage auf Feedback warten oder es gar ganz ausbleibt. Wir sprechen hier wie gesagt von zahlenden Kunden. Als Tester mit fester Kaufabsicht bei Gelingen zähle ich mich zu dieser Gruppe.


    Mir ist schon klar, dass die alle Hände voll zu tun haben, aber den knappen 30 Tage Testzeitraum habe ich mir nicht ausgedacht, das waren die schon selber. Auf die Art kommt dann halt ein gewisser Druck rein. Da kann ich nix für.

    Meiner Meinung nach sollte man Software im Alpha- oder Beta-Stadium auch einfach nicht verkaufen. Das zieht eben genau den gleichen Anspruch nach sich, wie ein fertiges Produkt.


    Von den Ärgernissen abgesehen, macht das Ding an sich ganz spannende Fortschritte. Es gibt jetzt schon mal eine Shift-Funktion, um das Bild an den unteren Rand zu bekommen und die ersten Tonemapping-Parameter sind auch schon drin. Eine große Frage ist dann natürlich, ob sie hartnäckig genug an dem ganzen Thema Renderer dranbleiben, um auch wirklich ein Bild abzuliefern, dass so Leute wie uns hier zufrieden stellt. Wie aufwändig das ist, lässt sich im TM-Beta Thread des MadVR leicht nachlesen.

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