Beiträge von Nilsens

    Ich hatte das Thema auch mit dem Jochen besprochen.

    Was ist besserer Klang? Die Frage ist gar nicht einfach zu beantworten und ich würde eher die Frage drehen in: Was klingt richtiger!

    Und richtiger heißt nicht gleichzeitig besser. Hören kann man lernen. Es gibt Klavierstimmer, die ihr Handwerk mit den Ohren besser verstehen als mit Messgeräten - klingt verrückt, ist aber so.

    Genau so kann ein Lied mit flascher Phase usw. besser gefallen. Für mich z.B. ist da ein Super Beispiel die High End Stockfisch Records.

    Die klingen auf hochwertigen passiven Anlange oft echt gut und gefällig. Hört man die aber in einem "richtigen" Setup mit passender Raumakustik merkt man ganz schnell: Das ist ScheibenMusik. Stimme Mitte, Gitarre Links usw.

    Da gefallen mir die Aufnahmen deutlich schlechter als auf einer eigentlich schlechteren Anlage.


    Insofern ist besser / schlechter extrem subjektiv. Richtig oder falsch wäre eher die richtige Beschreibung. Ich höre z.B. aus dem Gund Lieder die ich zum Testen nehme sehr viel über Kopfhörer. Hier wird zumindest der Raum so weit es geht ausgeblendet und ich kann erahnen und üben was der Raum macht, was der Lautsprecher macht usw. Das ist aber wirklich training.

    Dadurch habe ich aber schon ganz oft Kinos zerlegt, weil ich mit 1-2 Lieder sagen konnte, dass hier was ganz und gar nicht stimmt. Das zeigt eine Messung nicht zwangsläufig.


    Hier glaube ich schon, dass es Aktiv einfacher ist ans richtige ran zu kommen.

    Aber genau das ist ja mit der Software Geschichte. Vorher war es, abgesehen von der App - friss oder stirb!


    Mit der Software geht aber im Grunde alles was mit Yamaha geht, bzw. sogar noch mehr, da ich hier genau die Frequenz treffen kann. Das ist schon sehr sehr interessant!

    Was ist denn besser? Ich habe ein paar Stereo Setups gehört mit und ohne FIR-Korrektur jeglicher Art und bei weitem nicht bei allen war das für mich ein Fortschritt. Evtl. War das danach noch korrekter, aber emotional getouched hat mich das oft dann nicht mehr. Ich kann auch nicht erklären oder beschreiben, woher es kommt, aber ein Freund hat sich sehr intensiv damit über viele Jahre beschäftigt und am Ende sind wir in einigen Bereichen von FIR wieder weggekommen, da es einfach "tot" klingt, wie eine zu massive Raumbedämpfung oder so. Ist natürlich wieder ein schwer zu diskutierendes Totschlagargument. Vielleicht sind wir auch einfach zu doof richtig damit umzugehen :big_smile:

    Kann ich aber nachvollziehen. Mit Accourate oder Dirac habe ich da auch so meine Probleme, zumindest bei Stereo. Ist aber schwer zu beschreiben. Ich weiß aber genau was du meinst.

    Mit den neuen Tool von Audyssey würde ich auch durchaus was von Denon oder Maranz in betracht ziehen.

    Es braucht da halt nur was Know How bei der Einmessung. Das gibt es aber hier im Forum.

    Man darf bei dem Thema aber auch die Konstuktion nicht vernachlässigen. Ein großer Vorteil bei aktiven ist es ja nunmal, dass ich einen Delay zwischen den Chassis setzen kann.

    Wenn ich aber nun wie bei Limmer ein Horn / Waveguide habe der die Abstände der Treiber berücksichtigt, sodass die Phase hier auch ohne Delay passt, kann ich zumindest drüber nachdenken sowas passiv zu machen.


    Bei mir z.B. schwebt sowas im Kopf rum:

    Die Limmer 630 BC1 ist als 2 Wege gedacht mit Trennung bei 80HZ.

    Hier könnte ich recht günstig einen Teilaktiven 3 Wege Lautsprecher für die Front machen und ggf. die Trennfrequen irgendwo bei 200hz ansiedeln.

    Für den Rest hätte ich dann aber ein Passivkonzept welches selbige Treiber verwendet wie die Front, halt nur aufs DBA angewiesen ist.

    Sowas finde ich vom Grundsatz schon sehr interessant und würde gegen Aktiv halt auch jede Menge Kosten sparen.

    Der Platzbedarf ist nicht mehr so groß, die Gainstruktur passt komplett, der Verkabelung(und Fehlerpotential) ist gering, die Kosten sind mittlerweile niedriger als mit Xilica bei gleichzeitig besserer Qualität. Im Prinzip sind unsere Lautsprecher mittlerweile wie Studiomonitore, nur dass sie die Elektronik ausgelagert haben (was es bei Studiomonitoren auch gibt) und den Vorteil haben, dass man die Raumkorrektur im Lautsprechersystem mit erledigen kann.

    Das klingt spannend - nur würde ich das ggf. auch mal publik machen. Ich höre davon zum ersten mal und finde da auf der Webseite auch nix drüber. Das ist ja durchaus ein Argument!

    Ja, vielleicht bin ich da mittlerweile überempfindlich. Aber wenn Du sagst, dass Du verstehen kannst, dass Jemand ein System bevorzugt, weil er damit mehr Geld macht. Dann sagt es doch genau das aus? Wie kann man das damit relativieren, das man sagt, man hat ja selbst die Lautsprecher? Oder damit, dass man es dann mir gegenüber ausnimmt? Ehrlich gesagt verstehe ich das nicht. Aber das muss ich auch nicht verstehen. Insofern brauchen wir diese Diskussion hier auch nicht fortführen.


    Um das vielleicht nochmal klarer zu machen. Ich sehe den Lautsprecher, den DSP, die Endstufen und Kabelei als eine Einheit und verkaufe es auch so. Es gibt nicht nur die Lautsprecher. Ebend aus den genannten Gründen, dass es ein System ist. Und dann muss man den Preis auch des gesamten Systems nehmen und dann mit anderen vergleichen.

    Das ist aber das Problem: Ich habe nicht geschrieben "weil" sondern das Du halt hinter dem Konzept stehst. Das da am Ende mehr bei rum kommt ist nunmal so, das ist aber keine Kritik. Jeder Geldbeutel ist halt anders und da liest es sich für mich immer wieder mal zu: Naja, sind doch nur ein paar Endstufen und DSPs mehr... Das sehe ich halt anders. Ich habe z.B. nie ein Geheimnis draus gemacht, dass ich hinten nie aktiv bauen würde, nicht wegen Geld, sondern einfach weil für mich der Aufwand nicht in Realtion zum Nutzen steht (3LS vorne vs. 8 LS hinten). Insofern ist es doch schön wenn es verschiedene Konzepte gibt.

    Hätte ich mehr Zeit würde ich tatsächlich gerne in der Sache testen. Für mich ist aktiv in jedem Fall überlegen. Für mich stellt sicher allerdings die Frage in weit das am Ende in der Praxis Relevanz hat.

    Und Zack, da ist es wieder. Der böse Händler, der nur Geld verdienen will. Schade.

    Was soll das Stefan... Ich habe selber die B300!!! und ich habe extra geschrieben:


    Das ist in keiner Weise als Kritik gemeint - ganz im Gegenteil. Ist halt ein Konzept hinter dem du stehst.

    Wenn da immer noch meinst jemand will dir was böses kann ich dir leider nicht helfen. Das finde ich schade.

    Ich lege die tops auf die surrounds. Bei Yamaha kann man da z. B. Schön das komplette Layout auf ein zweites Layout kopieren und dann natürlich die surrounds Nullen vorab. Die Ergebnisse übernimmt man dann auf die tops des ersten Setups.

    Beim Yamaha kann man auf einfach den Testton aktivieren, navigiert im PEQ auf den entsprechenden Lautsprecher und nutzt in REW die RTA. So kann man prima eine gemittelte Messung machen und die EQs setzen.

    Warum Du nun sagst, dass Du das als Händler verstehen kannst, verstehe ich nun wieder nicht.

    Naja, weil es für einen Händler einfach deutlich lukrativer ist, wenn er im schlimmsten Fall statt nur 11x Lautsprecher in jedem Fall 11x Lautsprecher + Endstufen + DSP + Dienstleistung verkauft.

    Das ist in keiner Weise als Kritik gemeint - ganz im Gegenteil. Ist halt ein Konzept hinter dem du stehst.

    Das stimmt. Allerdings ist man dann wieder bei der Frage, wenn ich eh nen DSP brauche, warum gehe ich dann nciht gleich auf aktiv. Aber gut, jeder hat seine Herangehensweisen und beide sind berechtigt.

    Naja, ich stehe da so in der Mitte...

    Als Händler kann ich das schon verstehen, aber mir wird das auch ein wenig zu sehr verharmlost (mir fällt hier kein besseres Wort ein).


    Nehmen wir ein 7.1.4 Setup und vergleichen einfach mal ein passiv Setup mit einem aktiv Setup.

    11Kanäle zu 22 Kanälen.

    Habe ich hier nun einen AVR kann ich ggf. die Front aktivieren und brauche so nur eine 3 Kanal Endstufe.

    Dann kommen da noch min. 4x DSP hinzu -> das alleine sind aktuell über 1200€

    Vergleiche ich da eine 500€ Passivbox mit einer 500€ Aktivbox + Elektronik kommt da schon ein riesen Unterschied zusammen.

    Um 6000€ passiv vs. ca. 10.000€ aktiv -> Nur Lautsprecher und Endstufen.


    Insofern finde ich es durchaus interessant mal ein Konzept aktiv fertig eingemessen und selbiges Setup passiv mit EQ eingemessen zu hören und zu vergleichen. Wie groß sind die Unterschiede am Ende.

    Bei einem Lautsprecher wie dem vom Aries brauchen wir nicht drüber reden, aber normalen Konstruktionen kann man das schon mal machen. Mich interessiert das in jedem Fall schon lange.

    Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Verfechter von aktiven Konzepten bin. Der Aufwand ist nicht so viel größer. Beispiel: Ich habe eine Vor- und Endstufe und dazwischen einen DSP, weil ich ja die passive Box entzerren möchte. Dann brauche ich für die aktiv angesteuerte Box nur noch einen (oder zwei) Endstufenkanal mehr. Klar, dann auch noch 4 statt 2 Adern.

    Das kann man so oder so sehen. Das habe ich z.B. wieder am Wochenende gemerkt.

    Die Lautsprecher vom Jochen haben wir einfach so reingestellt und sie haben einfach so gut gespielt. Pegelgleichheit war vorhanden usw.


    Das ist aktiv schon eine andere Nummer. Da muss ich, z.B. im Falle von normalen Endstufen, in jedem Fall messen um die Pegel überhaupt erstmal innerhalb der Wege hinzubekommen. Dann noch die Lautsprecher aufeinander abstimmen. Wie viele kenne ich, die schon oft geflucht haben weil sie an die Pegelsteller der Endstufen gekommen sind. Weiter kann man sich bei einem Aktivkonzept ein wenig mehr verrennen. Das ist aber eher Neutral zu betrachten. Das ist Fluch und Segen zugleich.


    Interessant wird es für mich dann eher beim Vergleich zwischen den gleichen Lautsprechern aktiv und passiv. Eine Follhank z.B. bekommt man glaube ich nicht ohne großen Aufwand passiv hin. Hier wäre die Weiche vermutlich teurer als die Aktivierung, wenn es überhaupt möglich ist.

    Bei manchen Produkten von z.B. Limmer gibt es aber passive Entwicklungen. Hier fänd ich es schon interessant mal so eine passive Lösung die am Ende entzerrt ist gegen eine aktive Lösung zu vergleichen.

    Zum einen wäre da sicher das Thema Klang - aber genau so das Thema Verzerrungen usw... Die Box von Jochen war obenrum etwas schriller (ggf. Verzerrungen), war aber auch was lauter im HT und nicht entzerrt. Im Grunde müsste man hierfür im Freifeld oder RAR eine Messung machen:

    passiv mit normalen Bauteilen, passiv mit hochwertigen Bauteilen und aktiv. So hätte man Vergleiche was Verzerrungen usw. angeht bezogen auf aktiv / passiv.


    Wie sovieles: Viel Aufwand....

    Danke für die nette Aufnahme...

    Überlegt hatte ich schon lange, eben weil ich eh die Administration mache und so die Interaktion mit den Mitgliedern ggf. was einfacher ist - ausschlaggebend war aber u.a. die Lautsprecherentwicklung vom macelman

    Da steckt sowiel Arbeit, Zeit und Geld drin, und gerade Heimkinoneulinge bekommen hier ein wirklich tolles Set fürs Geld, dass ich mir am Ende dachte: Da kann man auch mal was für den Verein tun....

    Sicher das nicht doch ein Fehler in der Konfig vorhanden ist?


    So in der Art würde ich die Einstellung machen.

    Sub ist am Anschluss A der DCX, Routing wie beschieben, alles was durchgestrichen ist aus oder auf Null.

    Subs gleich laut eingegeln, hinteren Sub invertieren (geht über die DXC bei Short Delay) und beim Delay (2 auf der Grafik) das Delay solange verstellen / testen, bis ein Mix aus linearem Frequnzgang und kurzer Abklinzeit vorhanden ist.

    Dann mit den Pegel der hinteren Subs spielen, dann EQ am Eingang nutzen (Grafik 1)...