Posts by MiCo1972

    Ich hatte die Problematik mit den abweichenden Q mal dem Support von Audyssey gemeldet, heute kam nach einigen Rückfragen und interner Weiterleitung an des Engineering-Team folgende erfreuliche Antwort:


    Hi Michael, we have gone ahead and updated the app so that the filters are more equivalent when importing from REW into MultEQ-X.

    Please look for this update in the next release of MultEQ-X and let us know how you like it.


    Best Regards,

    Audyssey Support


    Da bin ich schon gespannt, die neue Version zu testen.


    Liebe Grüße


    Michael

    Finde ich auch wirklich gelungen. Mir gefällt ja besonders der Boden in Kombination mit den schwarzen Wänden. Solange der keine Reflexionen ins Bild bringt. Super Arbeit! :respect:

    Das schon. Gerade für Diskussionen innerhalb des Forums z.B. finde ich aber die Kenntnis über die realen Lautstärken schon relevant / wichtig.

    Das stimmt natürlich. Aber dafür ein UMIK1 mit einem geeichten Schallpegelmessgerät zu überprüfen, finde ich übertrieben und überhaupt auch sehr schwierig.

    Müsste man mal mit einem geeichten Schallpegelmessgerät überprüfen. Da ich „normale“ Messmikros und ein Audiointerface benutze, muss ich das vor jedem Messen einmal machen. Dauert in der Regel keine 2 Minuten.

    Wobei ich eine geeichte Kalibrierung für die Angleichung der Pegel als nicht notwendig ansehe. Wichtiger ist es doch, dass alle Kanäle gleich eingestellt werden und man dazu für alle Kanäle auch den gleichen Messaufbau verwendet. Wenn der absolute Pegel dann 1 oder 2 dB vom Referenzpegel abweicht wäre mir das doch egal.

    Nach dem Bericht von Mario nun mal der Tag aus meiner Sicht, wobei ich mir die Fotos erspare, da Mario ja schon einige hierzu gepostet hat und ich nicht alles doppelt posten möchte:


    Am schönen gestrigen Sonntag haben mein Sohn und ich uns also auf den Weg zu Mario gemacht. Ich habe noch nicht so viele Heimkinos gehört und gesehen und habe mich schon unglaublich gefreut, das von Mario zu erleben. Er hat ja einen riesigen Aufwand für die Erzeugung des Basses bei sich gemacht, ,so dass ich das gerne einmal am eigenen Leib im wahrsten Sinne des Wortes spüren wollte.


    Erst einmal sind wir in einen Stau geraten, dann wollte das Navi uns noch eine Rundfahrt um Köln spendieren, die ich in letzter Minute noch dankend ablehnen konnte. So kamen wir dann nach etwas über zwei Stunden Fahrt relativ pünktlich zum Mittagessen bei Mario an. Er wohnt mit seiner Familie sehr schön im Grünen, etwas außerhalb. Ich habe zwar ein Schild gesehen, was zum Rundwanderwerg um das Dorf einlud, dann aber bezweifelt, dass diese Wanderung länger als fünf Minuten dauern dürfte.


    Mario hatte uns schon auf den Hof fahren gesehen und hat uns freudestrahlend an der Türe begrüßt. Wir kanten uns ja noch nicht persönlich, aber er war mir gleich sympathisch. Wir durften dann die gute Stube betreten, die schon fein nach dem leckeren Essen duftete. Zwei von Marios Kindern sprangen auch umher. Marios Frau kränkelte leider an diesem Tag etwas und lag daher danieder.


    Während Mario die letzten Essensvorbereitungen traf konnten wir uns gleich angeregt unterhalten, als wenn man sich schon ewig kennen würde. Nebenbei habe ich mich ein wenig im Wohnzimmer umgesehen und gleich schöne Klipsch-Lautsprecher gesehen, die um den Fernseher herum für sich genommen auch schon ein schönes Wohnzimmerkino darstellten.


    Das Essen war wie im Forum wohl schon hinlänglich bekannt außerordentlich lecker. Es gab Schichtfleisch mit Nudeln und Salat. Auch wenn ich ordentlich zulangte und auch mein Sohn für seine Verhältnisse viel gegessen hatte, reichte es nicht, um auch nur die Hälfte des Schichtfleisches seiner Bestimmung zuzuführen. Zum Nachtisch gab es dann noch geriebenen Apfel und Rosinen mit Vanillepudding überbacken. Diesen herausragenden Nachtisch konnten wir dank der vorhergehenden Speisefülle leider nicht vollends würdigen, so dass auch hier vermutlich grob die Hälfte übrigblieb. Zwischendurch hat uns Marios Frau dann doch noch kurz begrüßt (auch ein sehr sympathisches Wesen) und Moritz hat mir noch feierlich ein selbst gestaltetes Kunstwerk als Geschenk überreicht.


    Nach den ganzen Erlebnissen folgte dann die feierliche Übergabe der bestellten Klemmleisten samt dazugehörigen Montagespachtels, bevor es endlich zum Kino ging.


    Das Kino wurde in einer Scheune incl. des eigentlichen Raumes komplett selbst gebaut. Über eine Treppe betritt man den Vorraum mit der Technik und der ansehnlichen und gut ausgesuchten Bluray-Bibliothek. Durch eine zweite Türe ging es dann in die heilige Halle.


    Der Raum ist nicht allzu groß aber ausreichend für eine große Leinwand, die meiner Erinnerung nach ca. 3,20m x 1,80m sein sollte und quasi die gesamte vordere Wand einnimmt. Der ganze Raum ist optisch noch nicht fertig und auch die Leinwand ist noch nicht fertig gespannt. Die provisorische Leuchte zeigte auf der Leinwand auch feinstes Streiflicht, so dass jede Wölbung der Leinwand aussah wie eine gefällige Hügellandschaft. Hier wird Mario auf jeden Fall noch nachbessern, beim Film konnte ich aber keine Wellen oder ähnliches mehr erkennen. Besonders beeindruckend waren die im hinteren Bereich sichtbaren selbstgebauten Lautsprecher nach den Plänen von macelman. Die machen alleine schon aufgrund der schieren Ausmaße einen bleibenden Eindruck. Mario setzt ja überall (ja, auch bei den Deckenlautsprechern) auf Vollbereichslautsprecher. Und rein optisch kommt schon keinerlei Zweifel auf, dass dies durch die Lautsprecher nicht vernünftig umgesetzt werden könnte.


    Akustisch ist in Marios Kino aber alles soweit ich weiß alles schon recht fertig und der Raum wurde ja auch schon umfangreich eingemessen. So steigerte sich die Vorfreude ins unermessliche und endlich konnten wir in der ersten Reihe Platz nehmen. Mein Sohn und ich mussten uns noch kurz darauf einigen, wer in der Mitte sitzen durfte. Da mein Sohn aber wohl doch mit dem Auto mit nach Hause wollte, hat er mir den Moneyseat dann zähneknirschend überlassen. Wir haben später aber auch einmal getauscht; so gemein wollte ich dann doch nicht sein.


    Mario startete mit verschiedenen Musikstücken vom HKV-Stick im reinen Stereobetrieb. Schon nach den ersten kurzen Hörproben war klar, dass meine Erwartungen voll erfüllt wurden. Das Bassfundament, dass Marios Anlage zaubert, ist vom feinsten. Egal ob Trommeln, Basssaiten oder welches Instrument gespielt wurde, die Boxen gaben sie wieder als wenn es das Selbstverständlichste von der Welt wäre. Auch die Mitten wurden sauber herausgearbeitet, nur die Höhen waren mir persönlich zu hart. Das ist aber sicherlich Geschmacks- und letztendlich auch eine reine Einstellungssache. Es mag sicherlich auch damit zusammenhängen, dass meine Bändchenhochtöner diesbezüglich etwas anders ausgelegt sind. Insgesamt auf jeden Fall ein gelungener Einstieg.


    Hinsichtlich der Räumlichkeit lässt auch der Stereobetrieb schon nichts vermissen. Besonders eindrücklich wurde das mit einem Stück von Roger Waters (The Ballad of Bill Hubbard) bei dem man bei exakter Positionierung im Stereodreieck nicht glauben wollte, dass da nicht doch noch seitlich Lautsprecher verbaut waren und heimlich mitliefen. Mario demonstrierte hier den Effekt des Stereodreiecks sehr gut, indem er mich dazu anregte mal den Kopf nur 10cm zur Seite zu bewegen. Schon war der seitliche "Lautsprecher" weg und das Geräusch kam von vorne links. So eklatant habe ich das noch nie vorher erlebt. Auch mein Sohn durften wir diese Erfahrung natürlich nicht verwehren, weswegen wir einmal Plätze tauschten.


    Nach der reinen Stereomusik ging es dann über zur Mehrkanalmusik. Wir hörten John Williams und konnten die Räumlichkeit dieser Aufnahme hautnah erleben. Das Fell der großen Basstrommel habe ich bislang noch nie so straff gespannt gehört. Man hatte wirklich den Eindruck, live dabei zu sein. Mario schaltete zwischendurch mal die Höhenebene aus, um den Unterschied aufzuzeigen. Auch in 5.1 ist die Aufnahme schon sehr gut, aber erst die Atmos-Spur vollendet die Umhüllung. Da ich die Aufnahme von Hans Zimmer in Prag recht gut kenne, spielte Mario diese von ihm nicht sehr geliebte Aufnahme trotzdem ab. Ich glaube, man kann die Bassqualität der Anlage eines Besitzers schon daran erkennen, ob derjenige die Aufnahme von Zimmer mag oder nicht. Bei mir hört sich die Aufnahme sehr gut und druckvoll an. Bei Mario hatte ich das gleiche Erlebnis wie schon bei einem anderen von mir besuchtem Heimkino: der Bass ist in der Aufnahme irgendwie zu sehr "aufgedickt". Auf einer so potenten Anlage wie die von Mario hört es sich dann schon etwas unnatürlich an. Mario und ich vermuteten, dass der Tiefbass in der Aufnahme künstlich angehoben wurde, um die Aufnahme auf "normalen" Anlagen besonders eindrucksvoll klingen zu lassen. Wenn aber eine Anlage auch die ganz tiefen Tönen mit vollem Pegel wiedergibt, wird es dann einfach zu viel.


    Nach dieser Erfahrung ging Mario dann über zu Filmausschnitten. Wenn ich die Reihenfolge noch richtig im Kopf habe, starteten wir mit Master & Commander. Diesen doch schon etwas älteren Film habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen, was ich unbedingt mal wieder ändern muss. Die Seeschlacht wurde druckvoll in Szene gesetzt. Die Kanonenschüsse gingen durch Mark und Bein. Einen Bassshaker braucht Mario wirklich nicht, bzw. hat er als luftangetriebenen Shaker bereits verbaut. Ich glaube in kurzen Sachen können empfindliche Menschen sich bei Mario einen Zug wegholen. Meine Herren, was ein Bassdruck. Dabei aber zu keiner Zeit übertrieben, sondern einfach immer da, so wie man sich halt das abfeuern von Kanonen in echt auch vorstellen würde. Ich könnte auch nicht sagen, ob der Bass von den beiden Hörnern, den Mains, dem LFE oder wo auch immer herkam. Er stand einfach völlig selbstverständlich und präsent im Raum, als gebe es nur eine einzige Schallquelle.


    Noch dickere Kanonen wurden uns dann in einem kurzen Ausschnitt aus "Die Gefährten" präsentiert. Wenn die Mitbewohner von Mario das Kino nicht schon kennen würden, hätten sie sich vermutlich angstvoll gefragt, ob die russische Artillerie jetzt schon bei sich im Hof angekommen ist. Was für eine pure Gewalt!


    Danach kam eine etwas unübliche Szene aus Star Trek. Warum das so ist, kann ich nicht sagen, aber die Explosion der Bibliothek erschütterte wieder gefühlt den ganzen Raum. Wobei man positiv festhalten muss, dass Mario vermutlich alle Wände mit in Himmelsschmieden gefertigten Befestigungsmaterialien verankerte, dass man bei solch einem Bassdruck keinerlei Vibrationsgeräusche ausmachen konnte. Hut ab, vor dieser Leistung.


    Ich konnte es dann am Gesicht von Mario schon sehen, dass er eine diebische Vorfreude entwickelte, nachdem er A Quiet Place einlegte. Mein Sohn kannte den Film noch nicht und musste sich natürlich für die kommende Szene auf dem Masterplatz setzen. Als das Monster bei der Vorgeburtsszene dann oben in den Atmos-Lautsprechern zu hören war, zuckte mein Sohn voll zusammen und ein sehr erfreuter Mario war trotz der enormen Lautstärke (ich wollte sie messen, aber scheinbar geht das Schallpegelmessgerät im iPhone "nur" bis 132dB, welche nachhaltig angezeigt wurden) gut von der hinteren Reihe zu hören.


    Aber die Lautsprecher können nicht nur tief und effektvoll; bei den bekannten Szenen aus Greatest Showman zeigten sich die Lautsprecher noch einmal von ihrer musikalischen Seite. Auch hier wiederholte sich der durchwegs positive Eindruck von dem Gesamtkonzept. Bei diesen Sznen konnte man auch die Bildqualität etwas besser beurteilen, auch wenn für Mario der Schwerpunkt nach eigenem Bekunden ganz klar beim Ton liegt. Der etwas ältere JVC-Beamer machte seine Sache recht ordentlich und die 16:9 Leinwand über die ganze Wand vermittelt einen sehr immersiven Eindruck.


    Den Schluss bildete dann das Rennen von RP1, welches auch hier eindrucksvoll in Szene gesetzt wurde.


    Nachdem die letzte Szene geschaut war, waren dann auch fast vier Stunden rum und mein Sohn und ich waren um eine glückliche Erfahrung reicher. Mario zeigte mir dann noch kurz seinen nicht minder eindrucksvollen selbstgebauten Smoker und dann war es leider schon Zeit für die Heimreise. Wir verabschiedeten uns und konnten uns auf der zweistündigen Rückfahrt ausführlich über unsere Eindrücke austauschen.


    Zu Hause angekommen stürmten mein Sohn und ich erst einmal unser eigenes Kino, um die frischen Erfahrungen mit dem eigenen Kino noch einmal abzugleichen. Mein Kino ist ja noch nicht fertig und auch noch nicht zufriedenstellend eingemessen. Die Tieftonwiedergabe ist bei mir im direkten Vergleich dann doch eher ernüchternd gewesen. Mein Sohn fragte dann auch gleich, wann wir das Kino entsprechend umbauen, um den gleichen Effekt zu erreichen. Seine Worten waren irgendetwas wie: "Das muss knallen!".... Was soll ich sagen: "Die Geister, die ich rief"...


    Ich bedanke mich ganz herzlich bei Mario für dieses Erlebnis und die Gelegenheit, einen so sympathischen und begeisterten Menschen kennenzulernen. Mein Angebot für einen Gegenbesuch steht auf jeden Fall.

    Meiner liegt noch aufgerollt in der Garage. Muss mal schauen, wie ich die 5m Rolle in den Keller bekomme..Sieht auf jeden Fall gut aus. Ich habe auch positiv zur Kenntnis genommen, dass Du auf Die Gesundheit achtest und Gehörschutz griffbereit zur Verfügung hast.. :rofl:

    Ich würde auch eine Zapfanlage mitbringen.. :sbier: Ach ja, und Deine Bespannungen sehen super aus. :respect: Ich habe meine Klemmleisten heute bei Mario abgeholt, bin schon gespannt, wie es wird. Wird auf jeden Fall noch etwas dauern..

    Ich bin am überlegen, die beiden noch freien Kanäle meines X6700H auszunutzen. Die letzten beiden Kanäle könnte ich als Front Wides, Top Middle oder Front/Top Heights nutzen.


    Front/Top Heights wären m. E. Nur für Auro nutzbar. Ich nutze den Upmixer zwar sehr gerne, meine aber, dass guter nativer Atmos Content doch mehr wird und die Auromatic bei mir daher eher rückläufig ist.


    Top Middle wären wiederum bei Auro nicht nutzbar und sollen auch nicht so viel bringen. Das habe ich zumindest öfters gelesen, kann das jemand bestätigen oder das Gegenteil behaupten? Teilweise sollen bei nativem Atmos Content dann sogar nur die Top Middles spieen ohne die vorderen und hinteren Heights einzubeziehen.


    Die Front Wides scheinen ihrerseits aber eigentlich nur bei nativem Content oder mit einer Trinnov vernünftig nutzbar zu sein. Ist das so richtig oder kann ich die Front Wides auch mit meinem Denon vernünftig nutzen. Eine Trinnov sehe ich bei mir nicht, da würde ich eher mit meinem 7.1.4 weiter leben.

    Das kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen, bist du dir da sicher?

    Das habe ich in diesem Video gesehen (ab 6:40):


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    Allerdings habe ich mich mit der Frequenz vertan; es sind 1000 Hz. Habe ich oben korrigiert. Ist eh ein sehr interessantes Video. Es erklärt viele Hintergründe zur Funktionsweise von Audyssey und macht auf mich einen fundierten Eindruck, da alles mit tatsächlichen Messungen erklärt wird. Einige Dinge erklären dann auch, warum Audyssey manchmal sehr gut funktioniert und manchmal eben nicht. Ist aber letztendlich keine offizielle Info von Audyssey.