Professionelle Einmessung

  • So kompliziert isses ja nun doch nicht, wer DER richtige ist, ist ja vielleicht gar nicht so wichtig...


    Wenn das Setup mit den darstellbaren Maßnahmen aufgebaut ist, wird jeder der bekannten und geschätzten Profis das sicher gut machen und ca 300 bis 500 Euro nehmen plus Anfahrt.


    Deswegen wird sicher wichtig sein, jemanden zu identifizieren, der in der näheren Gegend sitzt oder auf einer Tour in der Nähe vorbeikommt...

    Würde ich so unterschreiben, evtl. noch gedanken darüber machen, was man mag, da es ja grundliegend unterschiedliche Herangehensweisen gibt . ich bin z.B. langjähriger Grobi Kunde und sehr zufrieden, aber meine Beratung zur Raumakustik und die Einmessung hab ich nicht über die machen lassen, da ich einfach finde, dass ein Kino ( ohne DBA ) extrem von Helmholzresnoatoren profitiert. Das bringt pro Fläche einfach sooooooo viel mehr, wenn es an die Raummoden geht, als man dort mit Wolle erreichen kann. Sowas hab ich bei denen noch nie gesehen, außerdem verstehe ich deren Herangehensweise bei Einmessungen nicht so ganz...

    In den Videos sieht man immer Kunden, die begeistert erzählen, sie viel besser der Sound jetzt ist, wo die Bassüberhöungen raus sind, und als nächstes wird die Auromatik eingeschaltet, die ja den bass um locker bis zu 8db anhebt, und damit die ganze Einmessung "ruiniert".

    Das ist für mich kein Schlüssiges Konzept, also hab ich mich anderweitig umgesehen, und für das gleiche gilt jemanden gefunden, für den es normal ist, im bereich der Moden mit Resonatoren zu arbeiten, und ( falls Auromatik gewünscht ist ), die Basserhöung die damit einhergeht auszugleichen.

    Aber das sind Details, wer einfach mehr will, als die Software alleine macht, kann sich jeden der bekannten ins Haus holen , und wird zufrieden sein.

  • Option 4 : Die Vorstufe verkaufen und auf einen AVR mit Dirac umsteigen. Wahrscheinlich reicht schon ein Denon 3800, da du externe Endstufen nutzt.

    Du würdest also sagen, dass DIRAC so gut ist, dass es von einem Anfänger bedient, vergleichbare Ergebnisse erziehlt, wie ein Profi, der ohne arbeitet? DASS würde ich doch mehr sehr stark bezweifeln xD

  • Wo genau liest du diese Behauptung aus dem Zitat raus?


    Ich behaupte, dass jemand der nicht die riesengroßen Anprüche hat mit einer Standardeinmessung mit DLBC absolut zufrieden sein wird.


    Kann gut sein, dass ein Profi das besser hinbekommt. Die Frage ist aber, ob man es als notwendig erachtet.

  • Wo genau liest du diese Behauptung aus dem Zitat raus?


    Ich behaupte, dass jemand der nicht die riesengroßen Anprüche hat mit einer Standardeinmessung mit DLBC absolut zufrieden sein wird.


    Kann gut sein, dass ein Profi das besser hinbekommt. Die Frage ist aber, ob man es als notwendig erachtet.

    Und es kommt glaube ich verstanden zu haben noch ein weiterer Punkt hinzu.


    WENN ich mit Dirac live bass control einmesse, wird Dirac für alle Lautsprecher und Subwoofer die Zeitebene korrigieren.


    Wenn ich das erhalten will, kann man das zwar gegenmessen, aber Einstellwerte anpassen ist dann kontraproduktiv...?

    "Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid." (Yoda)

  • Man kann zumindest mit ganz wenig Zeitaufwand verschiedene Optionen ausprobieren, ohne sich großartig damit zu beschäftigen.


    Nach der Standard DLBC Einmessung würde ich


    1) verschiedene Zielkurven austesten und schauen, welche mir vom Klang am meisten zusagt.


    2) den Bereich, bis zu wie viel Hz Dirac eingreift, variieren.

    Das geht mit dem Schieberegler kinderleicht und ist selbsterklärend.


    Mehr muss man meiner Meinung nach nicht machen.

  • Wo genau liest du diese Behauptung aus dem Zitat raus?


    Ich behaupte, dass jemand der nicht die riesengroßen Anprüche hat mit einer Standardeinmessung mit DLBC absolut zufrieden sein wird.


    Kann gut sein, dass ein Profi das besser hinbekommt. Die Frage ist aber, ob man es als notwendig erachtet.

    Ok, interessante Sichtweise... Ob man es als Notwendig erachtet ist ja genau das , worum es bei der Einmessung durch den Profi geht... Vorher weiß man ja garnicht, wie viel besser das klingen kann, je nach Setup und Raum ;)

    Natürlich erachtet man es nicht als notwendig, wenn man nicht weiß, was man liegen lässt, dass ist ja das ganze Problem an der Sache, darum geht es ja gerade.

    Da kann man sich auch das Geld für Dirac sparen, denn die wenigsten, die nur audyssey kennen, werden es als notwendig erachten, mehr als die 20€ auszugeben, wenn man denen das nicht irgrndwo eingeredet hat, warum denn auch? Die kennen dann ja weder die Profi Einmessung, noch Dirac ;)

  • Was hier aber oft vergessen wird ist, das Akustikplanung und Einmessung im Grunde zusammen gehören. Grade wenn man kein 2000 Euro Kino baut, würde es schon Sinn machen einen externen Berater vor dem Bau heranzuziehen. Dann kann man das Kino so bauen, dass das optimale Einmessergebnis am Ende auch möglich wird.


    Trotzdem kann ich jedem DiY-Bauer empfehlen sich mit REW zu beschäftigen und den Raum einfach mal zu messen und auch was passiert, wenn ich Akustikelemente einbringe. Was passiert im Nachhall, was passiert mit der Impulseresponse (habe ich Reflektionen), da lernt man dann sehr viel und kann mit Hilfe des Forums zu einem sehr guten Ergebnis kommen (wenn man Zeit hat und lernwillig ist). Wer aber das Thema REW nicht anfassen will, dem rate ich vor! dem Bau einen Experten zu beauftragen für eine Planung.

  • Ok, interessante Sichtweise... Ob man es als Notwendig erachtet ist ja genau das , worum es bei der Einmessung durch den Profi geht... Vorher weiß man ja garnicht, wie viel besser das klingen kann, je nach Setup und Raum ;)

    Natürlich erachtet man es nicht als notwendig, wenn man nicht weiß, was man liegen lässt, dass ist ja das ganze Problem an der Sache, darum geht es ja gerade.

    Da kann man sich auch das Geld für Dirac sparen, denn die wenigsten, die nur audyssey kennen, werden es als notwendig erachten, mehr als die 20€ auszugeben, wenn man denen das nicht irgrndwo eingeredet hat, warum denn auch? Die kennen dann ja weder die Profi Einmessung, noch Dirac ;)

    Natürlich kann man sich eine Meinung bilden auch ohne den Vergleich einer „professionellen“ Einmessung.

    Indem man sich andere Kinos anhört.


    Und den Unterschied zwischen einer standard Audyssey Einmessung und DLBC wird man meiner Erfahrung nach hören. Gerade im Übergangsbereich, bzw. bei der Anbindung der Mains an den/die Sub spielt DLBC seine Stärken aus.

    Da habe ich mit Audyssey nie zufriedenstellende Ergebnisse erzielt.


    Der Unterschied zum Invest DLBC und einer externen Einmessung ist für mich, dass man mit DLBC wesentlich flexibler bei späteren Änderungen ist.


    Lodenlutz wo wohnst du denn? Ich konnte keinen Vorstellungsthread finden.

    Vielleicht unterstützt dich ja auch ein netter Forenteilnehmer.

  • Ich habe in meiner "Audio Karriere" zweimal mit Prof's zum Thema Akustik zusammen gearbeitet, einmal einen kompletten Raum planen mit entsprechenden Absorbern und Diffusoren etc und dann durch mich gebaut (durch die Firma WVier, die gibt es aber leider nicht mehr), einmal einen vorhandenen Raum, ein Wohnzimmer, zu vermessen und mögliche (Frau kompatiblen :big_smile: ) Maßnahmen empfehlen (durch Heimkinobau). Waren jeweils sehr unterschiedliche Aufträge, aber beides Mal hat es sich für mich sehr gelohnt und ich hab jeweils eine Menge gelernt.


    Trotzdem reicht mein Wissen zur Raumakustik nicht aus, um mir die jetzt anstehende Planung für einen separaten Audio/Video Hobbyraum selber zuzutrauen. Dafür sind mittlerweile meine Ansprüche an die Akustik einfach viel zu hoch. Dazu gehört dann auch für mich die optimale Abstimmung und Einmessung. Deshalb wenn es ins Budget passt würde ich immer einen Profi dazu nehmen so wie Holger auch schrieb um einfach von der (hoffentlich..) reichhaltigen Erfahrung zu profitieren. Das heißt ja nicht, das man nicht selber daran weiter basteln kann. Aber man hätte schon mal einen soliden Startpunkt.


    Demnach bin ich für Profi :sbier::woohoo:

  • Was kostet so eine Einmessung,wenn ich fragen darf?

    hängt ja davon ab, was du willst ;) 5.1 ist natürlich viel günstiger als 7.x.6+Bassshaker mit DBA aus mindestens 8 Subwoofern, und natürlich davon, ob jemand rauskommen muss, oder ob dir die technik zugeschickt wird, und du alles selber aufbaust. So um 500€ + fahrzeit sollte eine ungefähre hausnummer sein, aber wie gesagt... 13 Kanäle + DBA können nicht das selbe kosten wie 5.1 ;)

  • 95% unserer Kunden WOLLEN sich überhaupt nicht mit dem Thema perfekte Einmessung auseinander setzen. Die wollen ihr Wohnzimmer-Kino/Heimkino zum Filmeschauen nutzen und wollen sich nicht wochen- oder monatelang in die perfekten Kalibriermöglichkeiten ihrer Technik mit Laptop, externen Micro und REW einmessen. Das sieht hier im Forum anders aus (was ich absolut nachvollziehen kann), aber die Nutzer draussen in der freien Wildbahn ticken da zu 95% anders.

    Kann ich nur zustimmen. Gehöre auch eher zu diesen 95%.

    Habe zwar mein Heimkino selbst geplant und gebaut, aber alles was abschließende Kalibrierung betrifft, lass ich lieber einen Fachmann ran.

    Was dazukommt, ich habe wenig Heimkinos gesehen & gehört, hab also keine Vergleichs-Referenzen.

    Und wenn ich mich dann doch in REW reinfuchse, würde ich immer Zweifel haben, ob das Gehörte auch so klingen muss usw. :think:

    Da greif ich lieber auf das Wissen der Profis zurück.


    Genau so kam es dann auch:

    Holger Franz war vor einiger Zeit bei mir zu Besuch und hat mein Heimkino Sound-technisch zerlegt und auf Vordermann gebracht :dancewithme :sbier:


    Kurz zu meiner Heimkino-Reise bzw. meinem "Plan"...der sah in etwa so aus:

    wie Eingangs erwähnt, wollte ich alles selber planen und bauen.

    Ich will jede Schraube, jedes Kabel, jeden Stripe-Controller, jeden Switch etc. kennen und wissen....wenn mal was zwickt, wo muss ich nachgucken.

    Bzgl. Akustik, habe ich mich an die typischen Basics gehalten

    - Stereo-Dreick(e)

    - Absorber für Erstreflektionen

    - Deckensegel & Bodenpodest vor Leinwand

    - Sitzplatz und Sitzentfernung

    - und so weiter...


    Dafür hab ich lange Zeit in den verschiedenen Foren recherchiert und für mich & mein Heimkino festgelegt, was der richtige Weg ist (oder sein könnte).


    Während der Bauphase musste ich aber trotzdem vom Plan abweichen, es hat sich immer wieder mal was geändert, weil z.B. das ein oder andere mehr Sinn gemacht hat (auf dem Plan sah es klasse aus, in der Praxis eben nicht...wies halt manchmal so ist).

    Nur als Beispiel:

    meine ursprünglich fix geplanten 3 Sitzplätze haben sich mittlerweile auf einen reduziert.

    Oder aus 7.1 wurde dann doch nur ein 5.1. :cray:


    Während dieser Phase wäre mir aber nicht in den Sinn gekommen, einen Profi zwecks Kalibrierung zu buchen.

    Mir war klar, das macht keinen Sinn, weil mein HK zu jenem Zeitpunkt noch nicht vollständig fertig war.


    Erst Mitte 2023 war ich dann soweit.

    Alles Fertig.


    Daraufhin habe ich mit Holger Kontakt aufgenommen, um einen Termin zu buchen.

    Er sollte mich Anfang 2024 bitte auf eine Tour einplanen, wenn er mal in meiner Gegend wäre.

    Die Kalibrierung dauerte 3-4 Std.

    Holger hat mir jeden Step erklärt und gezeigt, was passiert wie & warum etc.

    Wertvolle Praxis Tips & Tricks, den ein oder anderen Vorschlag wo ich nachbessern kann/könnte.


    Mittlerweile sind schon 2 Monate vergangen und ich bin immer wieder erstaunt, wieviel besser/stimmiger/runder/umhüllender das Ganze klingt.

    (....und gleichzeitig schockiert, wie weit weg davon eine YPAO Einmessung meiner Yamaha Vorstufe war :waaaht: :waaaht: !!)


    Mit dem Ergebnis bin ich super zufrieden.

    Ob Stereo oder Surround, für meine Ansprüche könnte es nicht besser klingen :)

    Insgesamt sehe ich die Audio-Kalibrierung von Holger als Krönung für mein kleines Heimkino an.


    DANKE nochmal an Holger !! :sbier: :thumbup:


    Meiner Meinung nach lohnt sich eine Profi-Kalibrierung auf jeden Fall !!

    Aber nur dann, wenn der HK-Bau auch komplett abgeschlossen ist und in absehbarer Zeit nichts mehr großartig im Raum verändert wird.


    Bin demnach auch für Profi !! :thumbup:


    Viele Grüße

    Tom

  • Würde das in meinem Fall nicht per Team Viewer reichen mit einer Storm geht das ja?


    Meiner Meinung nach nein, weil das wichtigste am Ende fehlt: mein eigenes hören und abgleichen mit dem was du als Besitzer hörst und dazu sagst. Wenn du sagst der Hochton ist zu viel, dann kann dein Dienstleister remote doch überhaupt nicht nachvollziehen was genau du meinst. Wenn du dem Dienstleister aber vorspielst, bei welcher Stelle welches Instrument für dich wie klingt und was du gerne verändert haben möchtest, dann kann das der Dienstleister vor Ort selber hören, nachvollziehen und so deinen persönlichen Geschmack mit einfließen lassen - oder das, was dich klanglich stört, dann korrigieren.


    Denn nicht immer ist eine Flat-Curve - oder eine Harman-Curve - oder in der Stormaudio die Targetcurve das, was dem Besitzer am besten gefällt. Das per remote zu vermitteln und als Dienstleister nicht selber hören zu können, ist für mich das einzige Manko an einer Remote-Einmessung.


    DANKE nochmal an Holger !! :sbier: :thumbup:

    Danke dir - sehr nett von dir. :sbier:



    ... da ich einfach finde, dass ein Kino ( ohne DBA ) extrem von Helmholzresnoatoren profitiert. Das bringt pro Fläche einfach sooooooo viel mehr, wenn es an die Raummoden geht, als man dort mit Wolle erreichen kann. Sowas hab ich bei denen noch nie gesehen, außerdem verstehe ich deren Herangehensweise bei Einmessungen nicht so ganz...

    In den Videos sieht man immer Kunden, die begeistert erzählen, sie viel besser der Sound jetzt ist, wo die Bassüberhöungen raus sind, und als nächstes wird die Auromatik eingeschaltet, die ja den bass um locker bis zu 8db anhebt, und damit die ganze Einmessung "ruiniert".

    Das ist für mich kein Schlüssiges Konzept, also hab ich mich anderweitig umgesehen, und für das gleiche gilt jemanden gefunden, für den es normal ist, im bereich der Moden mit Resonatoren zu arbeiten, und ( falls Auromatik gewünscht ist ), die Basserhöung die damit einhergeht auszugleichen.

    Da du uns (ich zähle mich einfach mal mit zu Grobi dazu, da ich ja die Raumplanungen und Kinobauten mache), erlaube ich mir hier kurz zu antworten auf das Thema mit der Auromatik:


    1. ist die Auromatik nur EINE Option, die der Kunde für immersiven Sound nutzen kann. Daher ist die Einmessung selbstverständlich meiner ganz persönlichen, unbedeutenden Meinung nach) immer ohne Auromatik durchzuführen, wenn der Kunde eventuell auch Atmos nativ oder SACDs, Musikkonzerte und andere Dinge nativ ohne Upmixer hören will (was die meisten der Kunden machen). Wenn man vor Ort die Möglichkeit hat, mehrere Presets zu speichern (beispielsweise bei Trinnov), dann werden auch unterschiedliche Presets je nach Anwendungsfall gespeichert. Das ist aber nicht bei allen Vorstufen/Receivern möglich, also muss man sich meiner Meinung nach auf einen Punkt festlegen (und das ist dann die Kalibrierung ohne Upmixer).


    2. wenn man mit Auromatik kalibrieren würde (was ja überhapt kein Problem wäre), dann wäre der Klang bei allen anderen Möglichkeiten (Atmos, DTS-X, native normale Tonspuren) viel zu dünn, weil man die von Auro gewollte Bassanhebung heraus nehmen würde. Das darf zum Glück immer der Kunde entscheiden - mir persönlich ist das beim Einmessen doch komplett egal, ob wir uns rein auf Auro fokussieren und die Auromatik "entzerren" wollen oder ob wir es richtig machen.




    Wenn du für dich einen Weg gefunden hast, der für dich passt und der dir entgegen gekommen ist, dann freut mich das (und das meine ich tatsächlich ehrlich). So kann sich jeder Interessent oder Kunde aus dem Markt der Anbieter den für sich passenden Dienstleister heraussuchen, ganz gleich zu welchem meiner Kollegen er geht. Deswegen finde ich Remote-Einmessungen trotzdem nicht den passenden Weg, auch wenn er uns allen viele viele Kilometer auf der Autobahn ersparen würde - aber auch das ist nur meine ganz persönliche Meinung. :sbier:

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