Posts by marc_b_koeln

    Kleines Lebenszeichen: Die Ständerwerkkonstruktion im Schlafzimmer geht gut vorran. Ich bekomme sogar die Subs auf 1/4-Referenzposition:


    Ein kleines Detail wo ich penibel drauf geachtet habe: Alle Verbindungen zwischen Hölzern sind gefilzt und alle Verbindungen zur Wand sind mehrfach gummiert und gepresst eingebaut. Somit brauche ich keine Löcher in den Wänden. Wenn man am Ständerwerk rüttelt ist nichts am knarren. Da war vorher leider nicht so.

    Na ja im Video sagten sie idealerweise eine gleichmässige Bestückung. Da aber viele in ihren Kinos bereits Homogen die gleichen LS einsetzen sollte es passen. Könnte auch den Einsatz von Standlautsprechern wieder interessant machen, wenn man sie überall hinstellt (im unteren Layer).


    Ist aber auch pegelabhängig. Wenn deine kleinsten Boxen sagen wir 80db am Hörplatz schaffen, sollte es bis dahin klappen. Machst du lauter und deine Fronts spielen locker mit und die Rears laufen in die Begrenzung wirds nicht mehr gut klingen.

    Sony hatte ja auch mit dem HTA9 so ein System, wo man die Boxen frei verteilt, alle haben ein Mikro und das soll sich selber justieren. Hab es noch nie Probe gehört, ist sicher spannend für schicken Wohnräume. Riesige Pegel darf man denke ich da nicht erwarten.


    Mein persönliches Empfinden hier ist: Viele Lösungen und Optimierungen sind nicht primär dafür gemacht, dass der Enthusiast mit dem perfekten Raum noch 2% rauskitzelt, sondern den überwiegenden Teil der Leute zum Kauf zu bewegen, die sich einen optisch schön gestalteten Wohnraum erhalten wollen und bereit sind 30.000 Euro hinzulegen. Die will man auch nicht damit abschrecken, dass man sagt: "ohne dass du dir alles mit Absorbern zukleisterst, brauchst du erst gar nicht anzufangen" und einfach Highendig trotzdem eine breite Masse zu bedienen.

    Ich hab es mir mal komplett angesehen. Kernpunkte sind hier wohl:


    - Bisher galt ja, dass man im Mitten-Hoch-Ton-Bereich identische LS haben sollte, aber mit dem neuen System muss man sich eher über Full-Range-LS Gedanken machen, da die aktive Absorption auch im Tiefbassbereich stattfindet. Auch die Positionierung könnte sich zugunsten besserer aktiver Auslöschung verschieben.

    - SweetSpot ist beinahe der ganze Raum

    - Man spart sich weitestgehend akustische Behandlung des Raumes, sie trotzdem zu haben schadet nicht

    - DBA und ähnliches macht weiterhin Sinn für alles was tiefer spielt als die FullRange-LS

    - Mehr Kanäle sind besser, da der Algorithmus dann mehr Möglichkeiten hat einzugreifen

    - Höherer Leistungsbedarf pro Kanal, da die Surround-Backs zb Töne der Fronts auslöschen müssen und somit volle Power mitlaufen, auch wenn von hinten nichts kommt, somit sind reine AVRs bei hohen Pegeln eventuell zu schwach

    - Wieviel Rechenleistung das Ganze braucht hab ich nicht mitbekommen. Dirac hat das Ganze noch gar nicht released (im März 2023 ggf), aber welche Geräte das können ist ungewiss. Zumindest sagt er das Trinnov/StormAudio "potent" genug wären es zu implementieren, aber es noch kein Infos gibt, ob das geplant ist oder sie was eigenes machen.


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    Spannend wird das Upgrade (bzw liefert es optimale Ergenisse) denke für alle, die bereits Profivorstufen in grösseren Räumen mit vielen Sitzen einsetzen und bereits 9.X.8 oder 11.X.8-Setups fahren und auch im Bassbereich schon potente Speaker überall einsetzen. Hier dürfte es wahrscheinlich mit einem Softwareupdate + erneutem Einmessen getan sein, ohne grössere Umbauten des Raumes oder Technikupgrades.


    Ob das ganze für D&M-Geräte verfügbar wird, bleibt abzuwarten. Dort bekommt man bei den neuen Geräten zumindest normales Dirac, was aber in den Vergleichskurven schon extrem gut ist und grad in meinem 12qm Kino mit 7.x.4 und doch einiges an akustischen Maßnahmen und nur 1-2 Sitzplätzen, wahrscheinlich auch verzichtbar ist.

    Zum Thema XLR Remappen: In dem Video sagt er, dass man nur LCR auf die XLRs legen kann. Das scheint also nicht so zu sein, dass man sich noch weitere Kanäle rauskitzeln kann. Es bleibt beim 15 Kanal Processing, aber 17 Kanäle können angeschlossen werden, wenn man unterschiedliche Formate bedienen will.


    Interessant ist aber auch die selektive Vorstufen-Option, wenn man sich einen der aktiven Verstärker holt und diese mit externen Endstufen betreibt. Oft hat man nicht genau die passende Endstufe im Einsatz, sprich es fehlen einem hier und da mal 1-2 Kanäle für das Setup was man fahren will. So lässt sich der Verstärker auch noch recht kraftvoll mitnutzen ohne komische Workarounds mit extra Stereoendstufen machen zu müssen.


    Sehr interessant finde ich, wie Audissey nochmal erklärt wird. Damit kann es auch ganz spannend sein, die Messung als Benchmark für seinen eigenen Raum zu nehmen. Wenn da komische Werte rauskommen, hat man noch "Probleme" im Raum, die man dann beheben erstmal kann. Am Bassmanagement hat sich leider nichts getan.


    Zum Thema Dirac und BM, sagte er, kann er noch nichts zu sagen, sei es NDA hin oder her, ich denke dass die einfach noch nicht fertig sind, aber schonmal die neue Technik releasen, da ja jetzt auch lange nichts mehr kam. Und bevor hier jetzt irgendein verbuggter Mist rauskommt, sollen sie es erstmal zuende entwickeln. Ich werde mir das Upgrade auf Dirac aber definitiv mitnehmen, wenn es rauskommt.

    Die Speicherdiskussion ist sicher vorgeschoben, im Marketing ist Flunkern/Schönreden doch an der Tagesordnung ;) Ich vermute immernoch Lücken in der Software, die man nicht beheben will.


    Ich hab mir jetzt einen X3800H vorbestellt, den ich als reine Vorstufe über mein 2 Iotas nutzen werde. Die reine Vorstufenfunktion finde ich gut und 11-Kanal-Processing passt genau auf mein 7.x.4 Setup. Wie sich Dirac dann mal darstellt werden wir dann sehen, ich erwarte da aber keine grossen Probleme, ausser dass man wieder "nur" ein Setting hat, was mir hier aber egal ist im dedizierten Raum.

    Das werden die Tests dann hoffentlich zeigen, Dirac Live 3.0 mit Bassmanagement-Modul erwarte ich schon. Im oberen Artikel steht auch, dass man "angeblich" nach der Einmessung seine Target-Curve solange anpassen können soll, bis die Boxen so klingen wie man möchte. Spannend ob das dann auch Installerfreundlich genug ist, aber Lars Mette wird da sicher frühzeitig ein Meckervideo bringen ;)

    70-100cm Wandabstand --> kein Kickbass. Bündig an der Wand kickt es.

    Hat schonmal jemand versucht die Boxen einfach zur Wand zu drehen, dann ist der Wandabstand extrem klein, oder hat das andere Nachteile?

    Die Leute die hier 30.000 Euro Beamer testen sind aber irgendwie nur eine Handvoll und meistens selber Händler oder Heimkinounternehmer, wie Andy zb... natürlich gibts im Forum sicher auch den ein oder anderen Millionär, aber bei den mittlerweile 4000 Leuten im Forum sicher die Ausnahme. Habe gestern auch eine schöne Doku gesehen über eine Massivholzküche (beim SWR) wie eine Schreinerei sei fertigt. Die wanderte dann für 32.000 Euro Kaufpreis (ohne Geräte) in eine winzige Dachgeschosswohnung. 160 Arbeitsstunden steckten da drin, da sieht man mal wo auch einiges des Geldes in den Kinos verschwindet. Wenn man selber baut, spart man doch eine ganze Menge.