Erfahrungen 1-punkt-Messung vs Mehrpunktmessung

  • Ich mache momentan nur 1 Messpunkt mit DLBC. Habe 3-17 Messpunkte in allen Varianten durchgetestet, aber bei mir waren die Mehrpunktmessungen zwar ähnlich gut, aber bisher nie wirklich besser als die 1Punkt. Sitze aber auch wirklich immer nur auf dem MLP.

    Von einer Einpunktmessung würde ich immer abraten. Da kann Dirac den Raum gar nicht richtig auswerten. Mach mal eine Gegenmessung mit REW um den Hörplatz rum (so 20-30cm).

  • Von einer Einpunktmessung würde ich immer abraten. Da kann Dirac den Raum gar nicht richtig auswerten. Mach mal eine Gegenmessung mit REW um den Hörplatz rum (so 20-30cm).

    Nilsens eine Frage in welchem Abstand machst du das in deinem Video ?

    Sieht nach 30 cm zur Seite und jeweils 15 cm nach vorne und nach hinten aus , kommt das so hin ?

  • Ich mache immer 8 Punkte mit DIRAC und auch mit REW und mittle dann.


    Dabei schaue ich mir immer an, wie der Raum ist. Wo sind Probleme (Reflexionen, Hindernisse zwischen LS und Hörplatz, etc.) und passe die exakten Messpunkte entsprechend an.


    Ebenfalls sollte man berücksichtigen, wie der Besitzer sitzt / lümmelt. Ich selbst rutsche z.B. an einem gemütlichen Abend auch mal auf der Couch runter - da machen dann Messpunkte weiter unten auch durchaus Sinn. Generell sollte man die Punkt in 3D, nicht nur 2D setzen. D.h. vorne - hinten, links - rechts, oben - unten vom Referenzplatz aus variieren.


    VG!

  • Ähnlich wie die gezeigten Positionen fand ich ganz gut.


    Die Quintessenz der Erklärung ist, dass keine zwei Messpunkte sich x,y oder z achse teilen sollten.

    Guter Hinweis! Das hab ich demnach nicht optimal gemacht und genau das Gegenteil angestrebt. Was ich mich noch Frage, bevor man Dirac nutzt, sollte man das ganze Setup auf eine gewisse Lautstärke hin Kalibrieren , zb auf 85 ddc und mit welchem Vorstufen Pegel? Im Video wurde auch erwähnt das man nur dann delays einstellen soll, wennn man Lautsprecher mit Treiber Versatz hat(bei mir ist das der Fall). Neugierig wäre ich was rauskommt wenn ich die delays nicht vorher einstelle...

    Demnächst möchte ich Dirac nochmal neu machen. Noch hab ich auch ART nicht

    L.G.

  • Bolle


    Also schaust du im Grunde an der MLP, welchem gemeinsamen quaderförmigen Raum die Ohren bei Ideal- und Lümmelhaltung aufspannen und nimmst zum Referenzpunkt die 8 darum herum liegenden Eckpunkte des Quaders? Klingt einleuchtend.

    "Remember; no matter where you go, there you are."

  • Danke für den Link , hab den Betreff mal übersetzt , schade das es den komplett nicht in Deutsch gibt .

    Platzierung des Mikrofons

    Das Grundprinzip der Mikrofonplatzierung besteht darin, dass jede zusätzliche Messung die Korrektur verbessert. Mehr Punkte = genauere Filter. Abhängig von der Akustik und Ausstattung Ihres Raumes kann der Nutzen mehrerer Messungen jedoch schneller nachlassen. Wir empfehlen, jeden Messpunkt in der von Ihnen gewählten Anordnung durchzuführen.

    Die Messpunkte sollten einen Abstand von mindestens 30 cm (12 in) zueinander haben.

    Vermeiden Sie Messungen auf zu kleinem Raum. Selbst für die Hörumgebung „eng fokussiert“ ist es wichtig, die Mikrofonpositionen in einer Kugel von mindestens 1 Meter Durchmesser zu verteilen. Zu kleiner Raum führt zu einer Überkompensation, die sehr trocken und dumpf klingt.


    Messen Sie einige Punkte außerhalb des Hörbereichs. Z.B. Bei einem Sofa empfiehlt es sich, einige Messungen 20–30 cm außerhalb des Sofas in jede Richtung vorzunehmen.

    Denken Sie daran, dass Sie ein dreidimensionales Volumen und nicht eine zweidimensionale Ebene messen. Nehmen Sie daher unbedingt Messungen in verschiedenen vertikalen Positionen vor und nicht in einer einzelnen horizontalen Linie. Berücksichtigen Sie auch die Tiefe.

    Richten Sie das Mikrofon beim Messen auf die Decke (90°), um sicherzustellen, dass die Färbung des Mikrofons sowohl bei den Wandreflexionen als auch bei der direkten Welle vom Lautsprecher ähnlich ist. In diesem Fall ist eine 90°-Mikrofonkalibrierungsdatei erforderlich.

    Die in der „Anordnung auswählen“ angegebenen Positionen dienen der Handlung als Orientierung. Sie können bei Bedarf davon abweichen, um bestimmte Räume hervorzuheben.


    Verschiedene vertikale Linien soll heißen nicht alle Messungen sollen auf gleicher Höhe stattfinden, wie macht ihr das dann ? Frei Schnauze einfach oder geht ihr da nach Schema vor ? Wenn ja welches ? In der Dirac Software ist die Messpunkte Anordnung wo ich auswähle aber eine horizontale Line so sieht es zumindestens aus? Es gibt über Kopf und unterm Kopf aber die nach vorne und nach hinten sind optisch auf gleicher Höhe.

    Wenn ich jetzt da einen Messpunkte auswähle gehe ich dann einfach etwas tiefer oder etwas höher wie die anderen?

    Wie macht ihr das dann wenn ihr die gleiche Messung nochmal braucht , REW nach messen zum Beispiel? Ihr trefft doch niemals die gleiche Position?

    Universelrezept?

    Ist die dirac Anleitung den nicht auch Universell? :-).

    Nein nein mir ging’s nur darum , mich würde es interessieren wieso soviel von der dirac Anleitung bzw. Was die Messpunkte an geht abweichen, wenn man hier eine Umfrage starten würde, wer es interessant wieviele das nach der dirac Anweisung messen würden


    Nilsens einmessung finde ich deshalb interessant weil ich ähnlich immer gemessen habe und meine Erfahrung nach, zuviele Messpunkte es auch eher schlechter gemacht haben bei mir.

    Mit dirac aber habe ich es noch nicht probiert das muss ich zugeben.


    Eigentlich ist dieses Thema so komplex und betrifft eigentlich alle, daß ich mich wundere das es dazu so Wenig Diskussionen gibt, meiner Meinung nach eine sehr Elementare Wichtige Geschichte, klar es gibt kein Patent Rezept aber die Herangehensweisen was man so liest, sind teilweise schon sehr verschieden.

  • einmessung finde ich deshalb interessant weil ich ähnlich immer gemessen habe und meine Erfahrung nach, zuviele Messpunkte es auch eher schlechter gemacht haben bei mir.

    Mit dirac aber habe ich es noch nicht probiert das muss ich zugeben.

    dann probiere doch mit Dirac beide Versionen unterschiedlicher Messpunktanzahl beim Einmessen einfach mal aus. Und speicher beide ab und höre sie dir im Vergleich mit umschalten an.

    Dann wirst du relativ schnell merken, welche bei dir/ für dich am besten funktioniert. Der Zeitaufwand ist auf jeden Fall weitaus geringer, als mehrere Tage auf eine zufriedenstellende Antwort zu warten.

  • Grundsätzlich sollte es durch mehr Messpunkte auf keine Fall schlechter werden.

    Für mich ist da eher die Frage: Ab wann bringen noch mehr Messpunkte keinen Vorteil mehr.

    Beispiel: Selbst wenn ich 150 Messungen in einem Bereich von z.B. einem Kreis mit einem Durchmesser von 0,6m mache, wobei die Referenzmessung (Mitte Masterplatz Ohrhöhe) genau die Mitte ist, dann sollte das auf keinen Fall schlechter werden.

    Viel mehr ist interessant, ab wann es keine Verbesserung mehr eintritt.


    Was das Thema 1 Punkt- Messung angeht:


    Ich habe nun schon mehrfach gehört: 1 Punkt klingt besser...

    Da aber einfach mal eine These:

    Klingt es wirklich besser oder klingt es einfach mehr so wie ihr es kennt?

    Wenn ich in der Vergangenheit z.B. immer was mittels EQ reduziert, was aber nur genau an der einen Stelle auftritt, dann klingt das neue natürlich anders...

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