Meine Suche nach Selbstbau - Referenzlautsprecher

  • Hi Andi,


    Zum Thema unoptimierte Räume habe ich meine eigene Theorie.
    Ich denke die Vorführräume sollen in Ihrer Ausstattung in etwa einem typischen Wohnräumen entsprechen. Wenn der Interessent bemerkt, dass der Raum stark optimiert ist, könnte das seine Entscheidung negativ beeinflussen. Nur so ein Gedanke.:cheer:


    das sehe ich anders. will der Interessent die Schwächen des Raumes oder den LS hören? Einen LS in einem fremden Raum zu beurteilen ist nicht einfach, ist der Raum auch noch schlecht wird es unmöglich.


    Gruß
    Holger

  • Moin,


    ich sehe das auch etwas anders...
    Denn was in ein normaler Hörraum? Der eine hat eine Designerwohnung mir 2Sek. Nachhall, der ander einen Uhrigen Altbau der schön trocken ist, der eine hat 15m², der andere 150m²...
    Ich finde jeder Hersteller / Vertrieb der Hochwertige Produkte anbietet, sollte zumindest zeigen können, zu was der LS in der Lage ist.
    Man muss ja nicht gleich den gesamten Raum auf 300-400ms Nachhall trimmen, aber mindestens in dem Umfang wie es z.B. HSB tut.
    Andernfalls kann der LS auch nicht annähernd das zeigen was er kann. So geht es mir z.B. so, dass ich unterm Strich auf den letzten Messen einfach nur enttäuscht war. Sicher konnte der ein oder andere LS in Einzelbereichen auftrumpfen (Im Hoch/Mittelton geht zu meiner RX halt noch was), aber unterm Strich würde ich nie einen Klang tauschen wollen. Dröhnen und ungewollte Reflexionen müssen einfach nicht sein.
    Wenn ich dann einen LS für 20K (mehr oder minder Selbstbau) sehe, der dann in so suboptimalen Räumen steht mit diesem süßen Diffusor, dann denke ich mir: da hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht...


    Um den LS zu Hause zu beurteilen erwarte ich eh von jedem Händler, dass ich den LS mit nehmen kann. In dem Fall bei wie bei dir natürlich unmöglich...


    Gruß
    Nilsens

  • Ich hatte mir diesbezüglich auf Tour auch schon meine Gedanken gemacht und mit Saphira darüber geredet. Es war mir einfach nicht klar warum man das seinem Lautsprecher oder seinen Interessenten antut. Wie soll ein Lautsprecher zeigen können was er kann, wenn er vom Raum limitiert ist ? :mad:


    Wenn die Anlage auf Messen nicht immer optimal aufgestellt werden kann, verstehe ich das ja noch. Nicht immer kann man sich die Vorführräume aussuchen.


    Aber wie bereits geschrieben. Auch SAC ignoriert den Einfluß des Raumes nicht und wird nach eigenen Angaben, den Abhörraum komplett neu gestalten.


    SAC hatte mir angeboten den Lautsprecher bei mir Zuhause auf und einzustellen. :respect:
    Die Marcto kommt so für mich so nicht in Frage. Hier ging es mir mehr um die Chassis AMT, 2x5" 2x8" von ETON in Verbidung mit den aktiven Weichen.

  • Unser Besuch bei


    Visaton


    Ein großes Firmengelände mit entsprechenden Kundenparkplätzen erwartet uns.
    Nach dem Empfang werden wir von Herr Willgerodt in den Hörraum begleitet.
    Ein kurz, angebundenes Gespräch und es gibt eine Einweisung in die Technik.


    „Wir haben nun hier für sie die Concorde und die VOX 200 MHT aufgebaut.
    Mit dieser Fernbedienung können sie zwischen beiden Modellen umschalten.
    Ein Halogenstrahler zeigt Ihnen an welcher Lautsprecher gerade spielt. Hier noch eine Fernbedienung zum einstellen der Lautstärke. Sie können ruhig etwas lauter machen,
    ganz nach Ihrem Geschmack. Sollten sie mich brauchen, wählen sie hier am Telefon die Nr. 50. Sie finden mich im Büro gegenüber.“




    Einmal im Raum umsehen. Auf etwa 80 qm haben sich eine ganze Reihe verschiedener Boxenbausätze zusammengefunden. Die Gehäuse sehen sehr hochwertig verarbeitet aus. Von Selbstbau ist hier nicht viel zu sehen. Der Raum ist mit geschätzten 4 m als sehr hoch einzustufen, was der Akustik sicher gut tut. An den Wänden sind stellenweise poröse Absorber in Pyramidenform angebracht.


    Als Testkandidaten stand neben der Concorde MK II und der VOX 200 MHT noch die Symphonie auf meinem Wunschzettel.


    Zunächst ein A + B Vergleich zwischen Conrode vs. VOX 200 MHT


    >>> Concorde MK III


    Die Concorde beeindruckt durch Ihre große Membranfläche. Im Hochtonbereich arbeitet mit der KE 25 ein beliebter Hochtöner, der in vielen Selbstbaukonzepten seinen Einsatz findet. Der Mitteltonbereich wird durch zwei 13er und der Tiefton durch zwei 20er Aluminium Chassis abgedeckt. Chassis aus Metall wie Aluminium oder Magnesium eilt etwas der Ruf voraus, dass sie zwar sehr präzise aber auch etwas kühl klingen. Die Concorde ist dafür bekannt, dass sie hohe Pegel fahren kann, ohne dabei zu verzerren.

    >>> VOX 200 MHT


    Die VOX 200 MHT ist dagegen etwas leichtfüßiger. Im Hochtonbereich verwendet sie einen Magnetostaten den MHT, dem sie auch Ihren Namen verdankt. Ob ein Magnetostat auch für Heimkino geeignet ist sollte kritisch betrachtet werden, da er den Schall bündelt und somit nicht auf alle Sitzplätze gleichmäßig abstrahlt. Auch die DÁppolitoanordnung der breiten TI 100 bündelt den Schall, jedoch nur vertikal. Der TI 100 zählt neben Kalotten, zu den klirrärmsten Mittenlautsprechern auf dem Markt. Das Basschassis mit 20cm Ø wurde wie für eine VOX typisch, in die Seitenwände des Lautsprechers eingelassen und bei 200 Hz getrennt.


    Fangen wir wieder mit dem gleichen Musikstück an. Das erste Lied von der Chris Jones
    CD „Roadhouses- Automobiles“. Chris Jones hat durch die Concorde eine kräftige, volle Stimme, Instrumental sind alle Details zu hören. Es klingt sehr harmonisch und ausgewogen, das zirpen der Grillen ist leise zu hören. Beim Umschalten auf die VOX 200 MHT hört sich die Stimme deutlich heller an, sie hat keine Buhst mehr. Im Grundtonbereich fehlt mir was.
    Eventuell liegt es am Seitenbass, pegelmäßig kommt sie nicht mit. In dieser Konstellation gefallen mir mir auch die TI 100 und der Magnetostat nicht. Da fehlt was.


    Nach dieser etwas schwachbrüstigen Vorstellung pilgere ich über den Gang und bitte um den Austausch der VOX 200 MHT in die Symphonie.


    >>> Symphonie


    Die Symphonie verwendet im Mitteltonbereich eine 50 mm Kalotte. Der Hochtöner ist die Kalotte KE 25 SC 8 Ohm und damit identisch mit dem der Concorde. Den Bassbereich teilen sich zwei 17 cm Tieftöner aus Aluminium die bis 700 Hz hinaufspielen.




    ... und weiter geht’s


    Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass die Concorde mein persönlicher Favorit der Firma Visaton darstellt, aber es sollte anders kommen. :dribble:
    Die Kalotte der Symphonie hatte mich vom ersten Ton an gefesselt. Das zirpen der Grille war sehr deutlich zu hören. Lauter als bei allen anderen Lautsprechern die ich zuvor gehört hatte. :dancewithme
    Details und Durchzeichnung waren in der Stimme zu hören, aber niemals aufdringlich. Das anreißen der Gitarrenseiten klingt nicht analytisch und hart, aber sehr detailreich. Keine Ahnung wie der Tonmeister sich das im Original so vorgestellt hatte. Aber das hier wollte ich hören. Das umschalten von der Symphonie auf die Concorde ist mir schwergefallen. Von einem filigranem und leichten Gesang hin zu einer wuchtigen Stimme. Der Bass von der Symphonie kommt so knackig und druckvoll, wie ich es von Ihr nicht erwartet hätte.
    Die Bässe der Symphonie sind Abgrund tief und lassen keinen Wusch nach einem Subwoofer aufkommen. Auch bei richtig hohen Pegeln, nervt mich der elektronische Hochtonbereich von der YELLO CD nicht im geringsten. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl jetzt wäre die Pegelgrenze erreicht. :kiss: Noch einmal umschalten auf die Concorde. Auch hier Leistungsreserve ohne Ende. Auch sie schiebt den Bassbereich ohne mühen raus. Aber das klingt nun doch zu fett. Diese hohe Bassenergie kann der Raum nicht mehr aufnehmen. Es wummert und dröhnt. Der Bass war durch die lange Nachhallzeit nicht mehr präzise. :mad:

    Jetzt bleibe ich bei der Symphonie kleben und habe keine Lust mehr umzuschalten und zutesten ich möchte einfach nur Musik hören. Durch ein eher war abgestimmtes Klangbild ist entspanntes Musikhören auch über einen längeren Zeitraum möglich. Bestimmte CDs und Passagen höre ich mir noch mal an um zu prüfen, um wirklich sicher zu gehen. Ich finde das dieser Lautsprecher zwar sehr detailreich aufspielt aber nicht alle Fehler der Aufnahme schonungslos aufdeckt. Ich hoffe nicht, dass sich diese Tatsache widersprüchlich anhört. Die Stimme von Norah Jones klang glasklar ohne jedoch zu überzeichnen oder zu nerven.
    Es ist mir bekannt, dass Kalotten keine Bündelung in Ihrer Abstrahlcharakteristik haben. Aber vielleicht entsteht gerade dadurch der sehr räumliche Eindruck, der das Orchester so 3 Dimensional abbildet und mich so zum schwärmen gebracht hat ?





    Nach Beendigung der Hörsession habe ich mich wieder an das Büro gegenüber gewendet. Herr Willgerodt war gerade nicht anwesend. Jetzt musste der Abteilungsleiter dran glauben und sich meine Lobeshymnen auf die Symphonie anhören. (Leider weiß ich jetzt seinen Namen nicht mehr. Alzheimer lässt grüßen.) Er hat gesagt, einen typischen Referenzlautsprecher von Visaton gäbe es nicht, dass wäre alles eine Frage des Geschmackes.




    Ich durfte dann noch einen Blick in den RAR >>> Reflexions Armer Raum werfen. Das ist ein schalltoter Messraum bei dem die Lautsprecherentwicklungen mit den Visatonchassis auf Herz und Nieren getestet werden. So gibt es in diesem Raum auch keinen Fußboden und man spaziert auf einem weitmaschigen Netz umher. Die eigene Stimme klingt stumpf. Man hat ein leicht, bedrückendes Gefühl von Taubheit. Bei den Hörtest war mir aufgefallen, dass die Lautsprecherkabel mehrfach verknotet waren. Sollte ich doch etwas wie Voodoo bei der Firma Visaton entdeckt haben ?



    Darauf habe ich Ihn angesprochen. Er hatte mich diesbezüglich beruhigt. Ich kann mir das verknoten meiner Kabel sparen. Es handelt sich dabei nur um die Wiedererkennung der verschiedenen Anschlusspaare, wurde mir versichert. :rofl: Offensichtlich hält man bei Visaton nicht sehr viel vom klang der Kabel oder Feinsicherungen, soviel wurde mir im Gespräch noch deutlich.

  • Holger
    Die gefühlte Lautstärke war schon recht ordentlich. Schließlich war das auch kein kleiner Raum. Ich hatte noch keine Verzerrungen Wahr genommen. :woohoo:
    Ich denke die beiden 17er Bässe passen von der Abstrahlung ganz gut zur 2" Kalotte.


    Letztendlich wird es ja auch auf die Trennfrequenz ankommen, bei der die Kalotte getrennt wird. Mit 750 Hz ist diese natürlich auch höher als bei einer 3" Kalotte.


    Mir selber wären auch 3" Kalotten sympatisch. Die kann mehr Pegel und den Übergangsbereich zu den Bässen in einen für das Ohr weniger empfindlichen Bereich schieben (ca.400-500 Hz). Für den Bassbereich könnte man dann 8" oder 10" Chassis verwenden.

  • Unser Besuch bei


    HIFI Selbstbau


    Am Samstag sind wir mit etwas Verspätung bei HSB (Hifi Selbstbau) in Köln eingetroffen.
    Wir hatten das Gefühl ganz Holland war auf der Autobahn.


    Die leichte Verspätung war aber nicht weiter schlimm, denn Theo war kurzfristig losgezogen um eine neue Panzersicherung zu besorgen. Das gesamte Verlies im Keller war also noch stromlos.


    Wir haben also kurzfristig im Gang mit Pico eine Stehparty eröffnet und über unsere neuen Erfahrungen von der Tour gesprochen, auch über meine Selbstbaupläne im Heimkino. Im Gespräch mit Pico ist schnell aufgefallen, dass ich noch erhebliche Wissenslücken habe.


    Kurze Zeit später war Theo wieder zurück und wir wurden erleuchtet. Großzügige Kellerräume sind die Geburtstätte von HSB´s Selbstbau Projekten. Vorbei an den Lautsprecherangeboten der Firma XTZ geht es gleich in den Hörraum. Die Trio war schon aufgebaut und stand zum Probehören bereit.



    Bildquelle : HSB


    Den Hörraum von HSB schätze ich in seiner Größe auf etwa 6.21 m x 4.43 m also 27,5 qm.
    OK, wenn ich ehrlich bin, habe ich es hier sehr leicht gehabt. Alles Detail vom Abhörraum ist auf Ihrer Homepage festgehalten. >>> Klick mich


    Es ist auffällig wie intensiv sich HSB mit dem eigenen Raum auseinadergesetzt hat.
    Auf Grund von störenden Einflüssen durch Reflexionen von den Seitenwänden, waren die meisten Abhörräume der quere nach genutzt. HSB hat nach reiflichen Überlegungen nun die Längsrichtung bevorzugt.
    Pico und Theo verstehen es den Raum und Lautsprecher, so zusammen zu verschmelzen, dass eine Einheit daraus wird. Hört sich komisch an, ist aber so.
    Jeder Raum hat mit seinen Eigenmoden und mit der Nachhallzeit zu kämpfen. Gerade beim Selbstbau ist man in der Lage auf diese Schwierigkeiten einzugehen. Das flexible ansteuern durch aktive Elektronik erlaubt in Verbindung mit Messtechnik ungeahnte Möglichkeiten. Warum sollte man z.B. ein Bassreflexrohr so abstimmen, das man maximal eine Raummode anregt. HSB nutzt die axiale Mode geschickt aus, um den Frequenzgang zu erweitern. Das macht beim Musikhören richtig Spaß.

    Trio


    Jetzt aber noch mal zurück zur Trio. Pico hat sich schon von vorneherein verweigert meinen Laptop anzuschließen. Er sagte aber, wenn da eine gute externe Soundkarte mit dran hängt, könnte das halbwegs funktionieren. Aber ich hatte ja auch meine CDs dabei.
    Pico hatte mal kurz drübergeschaut, bei Norah Jones die Stirn gerunzelt und sinngemäß gesagt:
    „Diese Scheibe ist nicht so toll aufgenommen, die Stimme ist sehr dominat und übertönt die Instrumente.“ Aber gerade diese CD war es, die im Laufe des Abends noch mehrmals im Player landen sollte. Ich finde, gerade bei Scheiben, die grenzwertig aufgenommen sind, bemerkt man ob ein Lautsprecher eher nervt oder angenehm klingt.



    Die Zuspielung erfolgte mit der elektronik von XTZ


    Als erstes war aber wieder Chris Jones an der Reihe. Wieder das erste Lied „Roadhouses & Automobiles“. Vom ersten Tackt an, hatte es sehr schlüssig geklungen. Die Grillen waren leise zu hören, die Stimme von Chris Jones hatte Brust und voll geklungen. Das atmen des Sängers, das entlanggleiten der Finger auf der Gitarrenseite. Die Trio konnte es detailliert abbilden. Erst bei Norah Jones wurde die Wiedergabe der Stimme in der passiven Vartiante grenzwertig. Pico hatte zwischenzeitlich die Trio auch mal aktiviert. Hier hatte ich die Stimme von Norah als angenehmer empfunden. Dann hatten wir noch mal elektronische Musik von YELLO gehört und die Schlagzeugmimprovision von Jim Keltner.
    Jetzt konnte die Trio zeigen, dass sie auch Pegel kann. Es war für mich verblüffend zu welchem Pegelen die kleinen in der Lage sind. Die Trommelschläge hatten ordentlich Punsch und klangen sehr authentisch. Auch elektronische Musik wie „AVRATZ“ von Infected Mushrooms war zur keiner Zeit nervig. Hier hatte sich auch ein paar mal die Raummode druckvoll bemerkbar gemacht. Insgesamt konnte ich keine Fehler der Trio finden. Für einen Lautsprecher dieser Preislage, sicher ein Geheimtipp.
    Pico sagte: „Die Trio wird unterschätzt, sie ist einfach zu klein“



    Rocket


    Zum Glück waren im Hörraum die aktiven Endstufen aufgebaut. So ergab siches auch eine Gelegenheit die Rocket zu hören. Das neue Setup wird in der Alto einfach ausgewählt,
    die Kabel angeschlossen und weiter ging es.



    Die Erwartungshaltung an die Rocket war entsprechend groß. Stellt sie doch die aktuelle Referenz von HSB dar. Zunächst Ernüchterung. Tja ist wohl doch nicht so spektakulär
    wie vermutet. Klingt irgendwie ähnlich wie bei der Trio. Denke ich mir. Doch das ändert sich nach einigen Takten. Man muss sich einfach fallen lassen und auf den Lautsprecher einlasse. Jetzt fängt die Musik an zu grooven und wieder hatte ich das Gefühl, nicht mehr testen zu wollen sondern nur noch Musik zu hören. Die Rocket hat den „Fußwippfaktor“ den ich nur von sehr wenigen Lautsprechern kenne. Eventuell trägt auch hier die Kalotte ihren Teil dazu bei. Pico hatte uns eindrucksvoll demonstiert, welchen Frequenzbereich die einzelnen Chassis in dem 4-Wege Lautsprecher übernehmen.


    High Live


    Zum Abschluss hatten wir dann noch das Vergnügen die „High Live“ zu hören.
    Pico wollte uns wenigstes noch einen Tinutus mit auf den Weg geben. Meine Frau ist danach aber relativ schnell geflüchtet. Ich war erstaunt das die „High Live“ nicht nur laut sondern auch audiophil tönen konnte. Irgendwie hatte ich aber einen Subwoofer vermisst. Da fehlt nach unten einfach noch eine Oktave.



    Insgesamt war das eine sehr professionelle Darbietung. Die Tatsache, das HSB von Marken unabhängig ist, unterstreicht für mich deren Glaubwürdigkeit. Vor der Kompetenz von Pico und Theo in Sachen Selbstbau und deren Hörempfinden habe ich großen Respekt.




    Noch einen schnellen Blick auf die Big Line erhaschen


    Auf meinen Tripp hatte ich mich erneut in den klang von Kalotten verliebt. Bei Visaton war es die Harmony die mich so begeistert hatte. Darum hatte ich Pico noch auf Entwicklungen in dieser Richtung angesprochen. Auf der Selbstaumesse in Stuttgart durfte ich letztes Jahr die Genuine mit der für mich sehr guten 75 mm Tangband Mitteltonkalotte hören. Pico hatte mir verraten, das damit in diesem Jahr noch ein neuer Lautsprecher geplant ist. Hochtöner und Tieftöner der Genuine sollen demnach neuen Komponenten weichen. Na da bin ich mal gespannt, was da noch auf uns zukommt.

  • Die Symphonie ist ja nun so etwas wie der heimliche Gewinner von meiner Tour.


    Gerade habe ich eine umfangreiche Klangbeschreibung dieses Lautsprechers vom Entwickler im Visatonforum gefunden.
    Damit wird in etwas blumiger Form ein sehr ähnlicher Gesamteindruck wie der von mir beschrieben.


    >>> Symphonie


    Gerne würde ich diese Lautsprecher mal im Vergleich zu meinen Dynaudios hören.


    Beide Lautsprecher arbeiten im Bassbereich mit je zwei 17er Tieftöner.
    Nach dem die beiden Visaton Chassis mit 22 mm mehr als den dreifachen Hub von den Dynaudio-Bässens machen,
    düften die Visaton deutlich mehr Pegel können. Auch der Wirkungsgrad der Symphonie ist höher.
    Mit der Bassreflexabstimmung ist der Lautsprecher sicher zu fett für die Eckaufstellung. :cheer:


    Na mal hören wie es weitergeht.


  • Beide Lautsprecher arbeiten im Bassbereich mit je zwei 17er Tieftöner.
    Nach dem die beiden Visaton Chassis mit 22 mm mehr als den dreifachen Hub von den Dynaudio-Bässens machen,
    düften die Visaton deutlich mehr Pegel können. Auch der Wirkungsgrad der Symphonie ist höher.


    Hi Andi,


    wie kommst du denn auf 22mm ??? Das wäre unmöglich... da müsste der Tieftöner einen Gummischlauch als Sicke haben.
    Die 17er haben 5,5mm Hub (11 gesamt)...


    Gruß
    Nilsens

  • Hi Andi,



    was du hier angibst ist die maximale Auslenkung.
    Aber bereits nach ca. 3mm verläßt die Spule den Bereich des starken Magnetfelds.
    Das kann man an der Polplattenstärke erkennen.
    Hier endet der lineare Bereich.
    Das heißt aber nicht das der AL aufhört bei hoheren Pegeln weiter auszulenken.
    Nur entstehen dann starke Verzerrungen.


    Deshalb wurden die Unterhangschwingspulen entwickelt.
    Diese arbeiten in einem wesentlich größeren Bereich linear.


    Gruß
    Chris

  • Hi Chris


    ich hatte da heute mit Nilses auch schon darüber geredet. (geschrieben)
    Der lineare Hub ist natürlich deutlich weniger.

    Das habe ich zum Thema linearer Hub über das AL 170 gefunden.


    Zitat

    18mm Wickelhöhe - 6mm Polplattenhöhe = 12mm Hub, +-6mm
    Die restlichen 10mm stellen wohl Luftspalt etc. dar.


    Wie kommst Du auf die 3mm ?


    Keine Ahnung was das im Vergleich zu den Dynaudio Chassis ist

  • Hi Andi,


    hatte das fasche Heft .
    Dort war es falsch angegeben.
    6mm sind richtig !


    Zu den Dynaudios kann ich nicht viel sagen.


    Sicher ist, durch die große Schwingspule sind sie sehr hoch und lange belastbar .


    Beide sind gut, aber es gibt noch besseres!
    Der Al kann durch den hohen Qts sehr gut in geschlossenen Gehäusen eingesetzt werde.


    Was mich eigentlich interresieren würde, wann kommen die Referencelautsprecher ?
    Reference bedeutet doch der Maßstab für alles ?
    Das Beste vom Besten ?
    Bis jetzt bist du erst bei guter Mittelklasse .:zwinker2:


    Ne aber mal im Ernst, da hast du dir einen großen Namen für dein Projekt ausgesucht .
    Selbst bei Visaton sind die Symphoni nur Mittelklasse !


    Gruß
    Chris

  • Hi Chris


    danke für die Info wegen der Chassis.


    Ich hatte gehofft, dass im Verlauf des Threads deutlich wird, dass es keinen Refernzlautsprecher geben kann.
    Es gibt nur eine persönliche Referenz. Meine Referenz habe ich noch nicht gefunden.
    Die Dynaudios sind es aber inzwischen nicht mehr. Vermutlich wird die Suche auch noch einige Zeit dauern.


    Auch wenn ich sie gefunden habe, werden sie Dir und den anderen Jungs vermutlich nicht gefallen.
    Das ist aber nicht weiter schlimm. Ich bin ja erwachsen :zwinker2:
    Ich mache das nur für mich. Für konstruktive Kritik bin ich immer dankbar. :respect:
    Auf Deiner Suche nach dem perfekten Lautsprecher, hast Du Dich doch auch nicht beirren lassen.
    Das ist auch gut so. :respect:

    Wenn ich jetzt z.B eine O500 von K+H als Referenzlautsprecher loben würde, so gäbe es doch 101 Gründe die dagegensprechen.
    Aber das weißt Du sicher besser als ich. :zwinker2: Das ist übrigens auch bei einer Wilson Audio oder einer Intl 1.3 so.


    Gruß Andi

  • Hi Andi,


    genau deshalb weil ich aus eigener Erfahrung weiß, würde ich nie Reference schreiben.


    Selbst bei meinen jetzigen Lautsprechern, würde ich es nicht ausschließen, das es noch besser geht.


    Wenn ich mir all die Selbstbaulautsprecher die ich kenne ansehe, dann gibt es vielleicht eine Reference.
    Die Audimax ist meßtechnisch der beste Kompromiß.
    Trotzdem würde ich sie etwas anders aufbaun.


    Ich weiß das du dich an das Thema langsam herantastest.
    Das finde ich auch super.
    Auch deine Beschreibnungen zu den gehörten Ls fand ich sehr amüsant.
    Die meißten von denen habe ich auch schon nachgebaut.


    Ich habe ja auch noch Eton und Visaton Classic MHT ( die im Betongehäuse )und viele andere bei mir hier rumstehen.


    Ich befürchte nur das du falsche Erwartungen bei anderen weckst.
    Auch wenn andere erfahrene Selbsbauer hier mitlesen , kannst du nicht deren Erwartungen erfüllen.
    Deine Erwartungen vielleicht !


    Das ist nicht böse gemeint.:zwinker2:


    Gruß
    Chris

  • Hi Chris


    die von mir besuchten Boxenentwickler zählen zu den renomierten und bekannststen auf dem Markt. Jeder dieser Anbieter behauptet natürlich von sich, den besten Lautsprecher zu bauen. Die vielen Gespräche mit den Lautsprecherentwicklern finde ich dabei sehr interessant. :respect:



    Vielen Dank für den Hinweis mit der >>> Audimax


    Könnte man die Audimax als Referenz von Hobby HIFI bezeichen, oder gibt es da schon wieder was neueres ?


    Natürlich ist mir auch die >>> Audimax nicht entgangen. Eine untere Grenzfrequenz von (-3dB)bei 32 Hz finde ich aber für einen Lautsprecher dieser Größe nicht sehr beindruckend ? Für meine Zwecke, wären dieses Männerboxen viel zu groß. Zur Probe würde ich ich trotz dem gerne hören. Wo kann man das denn ? Wo hast Du sie denn gehört ?


    Es würde mich natürlich freuen wenn ich auch von Deinen Erfahrungen profitieren könnte. Vielleicht kannst Du ein bischen was zum Lautsprecher schreiben ?


    Zitat

    Ich befürchte nur das du falsche Erwartungen bei anderen weckst.
    Auch wenn andere erfahrene Selbsbauer hier mitlesen , kannst du nicht deren Erwartungen erfüllen.


    Ich möchte die User ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen und auf das eigene Urteilvermögen vertrauen. Scön, wenn ich dabei etwas Neugierde wecken kann. Es sollte kein Lautsprecher einfach blind gebaut oder gekauft werden.


    Zitat

    Deine Erwartungen vielleicht !


    Ich merke, wir verstehen uns. :zwinker2:


    Mitte April werde ich vermutlich nach Wien fahren um weitere Erfahrungen zu sammeln.
    Natürlich werde ich darüber weiter berichten.


    Gruß Andi

  • Hi Andi,



    ich versuche immer etwas neues und besseres zu finden.
    Deshalb lese ich alle auf dem Markt erhältlichen Fachzeitschriften. ( Selbstbau und Fertige )
    Besonders interresieren mich die Meßwerte und die Klangbeschreibung.
    Die endgültige Bewertung ist für mich dagegen unwichtig.


    Wenn man also die Meßwerte der Audimax betrachtet, sind diese der beste Kompropmiß, von allen von mir bekannten Lautsprechern.
    Ob Selbstbau oder Fertiglautsprecher.


    Der Frequenzgang ist der linearste von 40-40Khz! Vorallem unter 30Grad Winkel.
    Das Ausschwingverhalten ist schlicht perfekt.
    Die Verzerrungen sogar ab den Tiefsttonbereich sind sensationell.
    Die Sprungantwort für einen passiven Ls sehr gut.


    Ich will damit aber nicht sagen das sie dadurch auch jedem gefallen.


    Ich hatte bei Ebäh mal günstig die Audaphon Neo Pro 5i ersteigert.
    Natürlich auch mit dem Gedanken, das der Mittelhochtonbereich für dich eine Möglichkeit wäre.


    Die Excel hatte ich ja bereits in Betrieb und so mußte ich nur die Weiche aufbaun.


    Im Vergleich zu meinen war der Unterschied sehr gering.
    Meine spielten nur ein kleines bischen ansatzloser und frischer .
    Dazu war die räumliche Abbildung ein gutes Stück realistischer.
    Gerade der große Amt, der ja als Dipol arbeitet, spielte bruchloser mit den Excels.


    Die Visaton Tiw gehören nicht gerade zu meinen Favorieten und vielen deshalb von Anfangan weg.


    Trotzdem hatte ich viele neue Erfahrungen gesammelt und auch gleich ein paar Dinge übernommen.


    Das Hochpassfilter habe ich fast übernommen und einen Sperrkreis mit leicher Pegelanpassung.
    Auch ein Teil der Impendanzlinearisierung hilf mir beim Betrieb mit meinen Röhrenverstärkern weiter.


    Das ist der Vorteil als Selbstbauer.
    Hier kann man seine persöhnlichen Vorlieben und Wünsche den räumlichen gegebenheiten anpassen.
    Denn alleine die Größe des Ls ist für mich eine Unmöglichkeit.
    Außerdem würde ich niewieder bei einer 3-Wege Box mit niedriger Trennfrequenz, den Tiefton passiv betreiben.
    Durch eine Aktivierung kann man sowohl auf den Raum, als auf die Pegelvorstellungen besser eingehen.
    Vorallem die Impulsantwort wird hierdurch wesentlich besser.


    Trotzdem bleibt die Audimax für mich als fertiger passiver Ls der perfekte Kompromiß.
    92db Wirkungsgrad.
    Unbegrenzte Pegelfähigkeiten.


    Ich für mich konnte aber aus 2 verschiedenen Bausätzen ( Audimax, Audio Int) einen noch besseren entwickeln und baun.


    Das bedeutet aber keinesfalls, das ich der Meinung bin, meine sind jetzt die Besten.


    Das ist rein mein subjetiver Eindruck und nicht auf andere übertragbar.


    Gruß
    Chris

  • Hi Chris


    so wie ich das herauslese, hast Du die Audimax auch noch nicht gehört. :S
    Es sind also mehr die technischen Daten die Dich an diesem Lautsprecher so faszinieren. :cheer:


    Ich habe Deine Selbstbaulautsprecher auch schon ausgiebig zur Probe hören dürfen.
    Leider treffen auch diese Lautsprecher nicht meinen Hörgeschmack.
    Für mich ist der Mittel- bis Hochtonbereich zu anlalytisch. Sie spielen sehr dynamisch, ohne Frage. Aber ich empfinde die Magnesiumchassis (Excel) als etwas hart und nervig, genau so wie ich das nun auch von den Hexagonchassis (ETON) erleben mußte.


    Udo Wohlgemuth führt alle seine Lautsprecherkreationen mit einem Röhrenamp vor. Damit klingen die Lautsprecher dann sehr harmonisch.


    Das geht ja offensichtlich nicht nur mir so. Bei meinem letzten Besuch bei Dir, war ja auch der Tom mit dabei. Uns beiden gefiel der Sound Deiner Lautsprecher deutlich besser,
    als Du Deine Röhre angeschlossen hattest. Das ist zum Stereohören auch völlig in Ordnung so. Aber fürs Heimkino ?


    Ich möchte einfach nicht die Nachteile eines Röhrenverstärkers in Kauf nehmen. Zunächst müssen sich diese Teile erst einmal warm laufen. Für einen "warmen klang" wird bewusst Klirrfaktor in Kauf genommen. Die Röhrenamps sind in Ihrer Leistung begrenzt. Der Dämpfungsfaktor ist so gering,
    dass bei höreren Pegeln die Kontrolle über die Basschassis verloren geht.
    Das war zumindest meine bisherige Erfahrung mit den Teilen.
    Sehe ich das falsch ?


    Aus diesem Grund werde ich vermutlich bei meinem nächsten Lautsprecher vom Pseudo DÀppolio absehen und auf einen Halbraumstrahler gehen. Der Kalottensound hat mich einfach verzaubert.


    Ich versuche ich nun erst mal die MBL mit einem Bass zu ergänzen und als 4-Wege LS zu betreiben. Die haben ja auch eine Kalotte im Mittelton und können im Bi-wiring Modus betrieben werden. Hoch und Mitteltonkalotte werden dann passiv, über die eingebaute Weiche angesteuert (700 Hz - 45khz). Der 11 cm Tieftöner wird zum Mitteltieftöner und nach unten bei ca. 200 Hz abgetrennt. Das Gehäuse dafür werde ich verschließen.
    Unterhalb von 200Hz möchte ich die geschlossenen 30cm Burmester Bässe verwenden.
    Für den Burmester Sub werde ich die ICE Module gebrückt betreiben, so dass 500 Watt Leistung zur Verfügung stehen.Im ICEQB Trhead werde ich über meine weiteren Versuche berichten.


    Ich hatte die MBL ja seiner Zeit nur gegen die Dynaudios getauscht, weil sie vom Pegel nicht die Anforderungen im Kino erfüllen konnten. Klanglich fand ich sie auf keinen Fall schlechter. Mal hören was eine deutliche Entlastung im Bass bewirkt.


    Gruß Latenight

  • Hi Andi,


    ich sehe das genauso wie Du: Röhrenamps klingen toll. Ich hatte selbst zwei Jahre lang Röhrenmonos im Wohnzimmer stehen, bis ich sie wegen der Kleinkinder (400 V Röhrenspannung offen) einem Freund zurückgeben mußte. Und zum entspannten Hören entsprechender Musik bei einem Glas Rotwein taugen die wirklich sehr. Da spielt der schlechte Klirrfaktor nicht so die Rolle. Aber für ein Heimkino taugen die Röhren nichts. Röhren haben einfach nicht die Kontrolle und Leistung, die im Heimkino, vor allem bei tiefen Bässen gefordert sind.


    Meiner Meinung nach ist es da besser sich mit Transistoren abzufinden und stattdessen den Lautsprecher zu finden, der einem langfristig mehr liegt. Analyisch bis neutral abgestimmte Systeme holen oft noch etwas mehr Details aus dem Medium. Aber für langes Hören ist eine leicht samtige Abstimmung schon vorteilhaft. Vor allem, da diese z.B. ein Orchester aus einem Guß spielen lassen. Es nutzt nicht immer, wenn jeder der zwanzig Instrument als Solist spielt. So gesehen kann ich Dich gut verstehen.


    Alaaf, Big Daddy

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