Beiträge von Latenight

    Der Lautsprecher will übrigens im "MT/TT Bereich --> Trennfrequenz" Krieg mit mir. Jegliches Delay brachte auf der Trennung keine Besserung. Ob das an dem Horn liegt? Das wäre was was dann Freifeld nochmal gemessen werden muß.

    ... und invertieren hat auch nicht zum Erfolg geführt?

    Jetzt wollte ich Euch noch ein paar Bilder vom Aufbau schicken.

    Und die Stege breit genug sind ;)

    Die Stege von den Subwoofern sind schon etwas kräftiger. So sieht ein Subgehäuse von Ihnen aus.



    Die Lamellos waren bei der Montage sehr hilfreich für mich.



    Alle Gehäuseteile sind sehr genau geschnitten, da mußte ich am Ende nicht viel schleifen.








    Leider konnten nicht alle Seiten mit Gärung geschnitten werden




    So das war es jetzt erst mal wieder für diese Woche.

    Die Pläne der Gehäuse hatte ich nur mit Fotoshop gezeichnet. Damit hatte ich eine Anfrage bei der Firma >>> Speakercase.de gemacht.

    Das Angebot war zwar nicht ganz billig, aber die Gehäuse sind ja relativ aufwändig konstruiert. Am Ende hatte ich mich für 19 mm MDF entschieden, mit einer entsprechenden Versteifungsmatrix.
    Damit konnte ich mir noch ein paar Euronen sparen und die Tieftöner haben ein wenig mehr Gehäusevolumen. Bestellt hatte ich dann das MDF für zwei Mainlautsprecher und vier Subwoofergehäuse.
    Die Jungs von Speakercase hatten für die Produktion nochmal Ihre Planungssoftware bemüht, um Ihre CNC Fräse damit zu füttern.



    Auf Grund der Lieferschwierigkeiten von MDF Holz ist die Lieferung mit etwas Verspätung eingetroffen. Die Pakete waren aber insgesamt in einer guten Verfassung.
    Alle MDF Gehäuseteilen waren ordentlich mit Luftpolsterfolie eingewickelt und gut verpackt und gegen Stoß geschützt.



       
    Erst mal auspacken und prüfen ob alles vollständig ist. Leider habe ich keinen einigen Raum dafür und so mußte ich unseren Wintergarten in Beschlag nehmen.
    Zum Glück gibt es aktuell nicht so viele Feiern. Lockdown eben! :byebye:




    Da ich jetzt handwerklich auch kein Meister bin, kommt mir die Monatage mit den Lamellos sehr entgegen.




    Schon mal die Matrix für die Tieftöner zusammengesteckt ...


    ... und auch die Aussteifung für die Subwoofergehäuse scheinen zu passen.


    Hier noch ein Blick auf die Schallführung. Die aufgesetzte MDF Platte hat 12 mm Materialstärke und eine konische 45° Phase. Das würde man auch mit einem Fräser so hinbekommen.
    Speakercase hatte mir aber versichert, mit der CNC Fräse auch eine Horn Kontur wie Tractrix, Exponential oder eine eigene Kreation fräsen zu können.

    OK, alles vollständig! Jetzt kann es mit dem Aufbau der Gehäuse beginnen.

    Moin


    Was ich ja so überhaupt nicht verstehe ist das Basotect ja angeblich in genau dem Bereich von den 400Hz eine Absorption von 0,9 haben soll, das müsste man doch in den Messungen von Decke und Boden sehen können:dribble:

    Da nehme ich kurz meine Glaskugel aus dem Schrank und schaue nochmal ganz tief rein.

    Bei dem 400 Hz Loch handelt es sich um eine Interferenz, also eine ungünstige Überlagerung von Schallwellen die zu dieser Auslöschung führen. Die Interferenz kommt durch eine Reflexion von einer Stelle, die Du noch nicht mit dem Basotect bedämpft hast.

    Wenn das Loch bei 400 Hz aufgefüllt wird, nach dem Du die seitlichen Abosrber weg nimmst, dann ist das für mich der Beweis, dass Basotect hier seine Wirkung zeigt. Es entstehen nun von den Seitenwänden neue Reflexionen, auch im Bereich bei 400 Hz, die Dein Loch wieder auffüllen.


    Klingt komisch, könnte aber eine Erklärung sein.:mad:

    Am Basotect wird es nicht liegen, dass habe ich nicht im Verdacht.



    Gruß Andi

    Die Bankdrücker

    Woher kommt es, dass die Wirkung im unteren Bereich dadurch steigt? Dass es schmalbandiger wird, ist klar.


    Ich würde da eher mit Latten arbeiten, um mich an die ideale oeffnungsflaeche heranzutasten

    Habe gerade nochmal den Thread überflogen. Für den Fall, dass die Frage für mich war.
    Es ist egal ob die Öffnung des Absorbers geschlitzt oder gelocht ist. Ein Lochplatten oder Schlitzplattenabsorber wirkt wie ein Helmholzresonator. Die Größe der Öffnungen, die Länge der Öffnungen und die Tiefe des Absorbers, bestimmen seine Abstimmfrequenz. Wenn man die Größe der Löcher variiert, wird der Absorber breitbandiger. Das gleiche gilt auch bei den Schlitzplattenabsorbern. Die Absorber kann man auch gut in schräg aufbauen. Auch bei Bassreflexöffnung eines Subwoofers ist das so.

    sorry, habe mich vertan, ich meinte 0,7ms nicht 70cm

    Das mit 70 cm hatte schon gepasst. Ich hatte es schon in cm umgerechnet :sbier:



    Am wichtigsten ist die Erkenntnis das alle drei Lautsprecher von der Front die Senke bei 400 Hz haben.

    Reflexionen von den Seitenwänden würde ich da mal auschließen. Nach dem die Lautsprecher bündig in der Schallwaand verbaut sind schließe ich auch einen SBIR Effekt aus.

    Aus diesem Grund habe ich mir auch die frühen Reflexionen nochmal näher angesehen.


    Besonders interessant sind da die ETC in den ersten 15 Millisekunden nach dem Direktschall. Man findet die Auswertung der Energy Time Curve unter dem Reiter "Impulse" und wählt dort "Envelope ETC" an. Alles was über der - 15 dB Linie legt sollte man näher untersuchen. Der Berti hatte dass Thema für uns freudlicherweise ganz gut zusammengefasst >>> ETC Messen mit REW
    Als erstes die Sicht auf den Linken Main mit seitlichem Absorber.



    Die erste frühe Reflexion liegt hier bei knapp 2 Millisekunden. Nach dem der Schall in einer Sekunde 343 m zurücklegt, entsprechen die 2 Millisekunden ca. 68 cm. Diesen Weg braucht der Schall länger im Vergleich zum Direktschall, bis er am Höplatz eintrifft. Mit der Schnurmethode kann man die Stelle ausfinding machen, wo die Reflexionen erfolgt. Die Methodik hatte Fusel hatte in seinem Beitrag #598 ganz gut beschrieben.

    Der gleiche Lautsprecher (Main L) sieht ohne seitliche Bedämpfung so aus.



    Da ist jetzt bei 0.8 Millisekunden nochmal ein hässlicher Zacken dazu gekommen. :think:Hier wirkt der seitliche Absorber jetzt nicht mehr.

    Der Blick auf den Center zeigt auch Reflexionen bei 2 Millisekunden.



    Aus diesem Grund hatte ich eher Boden oder Deckenreflexionen im Verdacht.

    Es kann auch noch ganz interessant sein, die Auslöschung bzw. die Reflexionen bei 400 Hz näher zu untersuchen.
    Hierfür hatte der Betri in unserem REW Faden auch noch was geschrieben. Es geht um das Abklingen vom Schall in den ersten 15 Millisekunden>>> Decay Messen mit REW. Beide Linien sollten möglichst weit auseinander liegen.


    Der Blick auf den Center ohne Absorber im Bereiche von 200 bis 2000 Hz


    Auch die seitlichen Absorber können bei dem Loch mit 400 Hz nix bewirken.



    Noch kurz ein Blick auf den linken Main ohne die Bedämpfung der Erstreflexionen.



    Auch hier zeigt die Bedämpfung der Erstreflexionen keinen große Wirkung im Bereich von 400 Hz. Die Ursache dafür muß also an anderer Stelle liegen. :think:

    Leider kann auch ich für Dich keine einfache Lösung aus dem Ärmel zaubern. Aber vielleicht können Dir diese zwei Wege auf der Suche nach der Ursache für das Frequenzloch behilflich sein.
    Weitere Vergleiche kannst Du ja nun auch selber anstellen. Vielleicht kannst Du damit die Auswirkungen der Absorber besser sichtbar machen. Es lohnt sich auf jeden Fall, da mal näher hinzusehen.


    >>> Das von Penny09 vorgeschlagene vorgehen halte ich da auch für zielführend. Du könntest auch mal eine Messung direkt am Boden oder an der Decke machen um der Sache auf den Grund zu gehen. Halte uns auf dem Laufenden!

    Hallo Andi, ich vermute die Reflexion entsteht nicht nach 70cm, sondern die zeitliche differenz des direktschalls und der Reflexion zum mikro beträgt 70cm (sofern du nicht 0,7m irgendwo aus rew abgelesen hast, denn dann wären es ms). Daraus resultierend kann die Reflexion ganz woanders entstehen.

    Ganz klar ist das so. Früher haben wir dafür die Schnurmethode angewendet. :think: 
    Heute kann man dafür vielleicht den Onlinerechner dafür bemühen!.!?

    Die Beta 5.20 von REW ist ja richtig cool. :boss: Jetzt konnte ich auch die Files öffnen.

    Ich habe schon mal drüber geschaut und melde mich nochmal zum Thema.
    So viel vorab. Ist schon recht odentliuch, was Du da an Messungen abgeliefert hast. :respect:
    So viel vorab. Es fehlt an der Bedämpfung im Bereich bei 400 Hz mit einer Reflexion nach ca. 70 cm.
    Wie Moe schon festgestellt hat vermute ich


    blacksub

    Gibt es bei Dir schon wieder was Neues?

    Ich vermute, Andi hat noch eine alte REW-Version (5.19?). Funktioniert bei mir tadellos :sbier:

    Das vermute ich dann auch. :rofl: Da muß ich mal mein altes Laptop wieder entstauben und updaten. :sbier:
    Super Onlinerechner, super Tipps! Wir sollten diese Onlinetools und nützlichen Links nochmal in einem Verzeichnis speichern.:think:

    Ich wahrscheinlich auch einen Fehler gemacht bei den ganzen Messungen ist mir mal gerade in den Sinn gekommen, ich habe die ganzen Vergleichsmessungen mit angewendeten EQ gemacht. Die hätte ich doch besser ohne EQ gemacht oder?

    Ja, dass wäre sicher sinnvoll, um die Auswirkung der Absorber besser beurteilen zu können.
    Gerne schaue ich heute Abend auch nochmal über die neuen Messungen, aber Moe hat IHMO schon die richtigen Schlüsse gezogen.:respect:

    Durch Akustikplatten mit Streulochung >>> z.B. von Knauf kannst Du noch etwas breitbandiger absorbieren.
    Das heißt, weniger Absorbierung der Höhen, dafür etwas mehr im unteren Bereich. Gerade auch bei 400 Hz dürften die Platten gut ihre Wirkung zeigen.

    Woher kommt das Loch bei 400 Hz? Da bin ich mal auf Deine Messungen gespannt.

    So sieht die Simu von einem der SB WO24P-8 Chassis mit WinISD bei 18.5 Liter (QTC = 0,859) im Vergleich zu 33.17 Liter aus (QTC = 0,703)



    Hier noch Maximal SPL



    Group Delay


    Na mal schauen was die Messungen ergeben auch in Verbindung mit dem Raum kann das wieder völlig anders aussehen.

    Das ist interessant. Die grüne Linie sieht um einiges besser aus! Eventuell mal mit einer Lochplatte oder mit Schlitzplatten den Absorber zum Teil abdecken und experimentieren? :think:Werfe auch mal einen Blick auf die ETC. Eventuell kannst die beiden Messungen (*.mdat) auch mal hier im Forum hochladen. Gerne würde ich mir die mal im Original ansehen.
    Wie hört es sich denn bei der Wiedergabe von Musik oder Film mit und ohne die Absorber an?

    Danke!


    ..allerdings hatte ich mich wohl blöd ausgedrückt- ich meinte die 22er TMT aus der Zeichnung!

    Da ist zwar die Bemassung dran, aber womit rechnest du netto pro TMT?

    Da soll jetzt der Tieftöner SB Satori WO24P (24 cm Ø) mit 8 Ohm verbaut werden. Der muß jetzt mit ca. 18 Litern klar kommen.
    Vermutlich werde ich diese Bässe mit der STA-2000 betreiben. Die sollten genügend Kraft und Reserven haben um ihn ins Laufen zu bringen.


    http://www.loudspeakerdatabase.com/SB/WO24P


    Das wird amtlich!:respect:


    -wieviel Liter hat jedes Basschassis zum spielen?

    Die 12" Scans W30 werden ein Gehäusevolumen von ca. 48 Litern haben.

    Auf der Konstruktionszeichnung ist die Höhe des Gehäuses noch mit 55 cm eingezeichnet. Das hatte ich später nochmal auf 60 cm erhöht.


    Klasse Zeichnung!!!

    Das sieht sehr gut aus. Die schräge hinten könnte auch bei der Vermeidung stehender Wellen im

    MT helfen.

    Ich würde mich mit der trennfrequenz noch nicht jetzt schon festlegen, sondern erst mal

    Schauen was möglich ist da ich genau 80hz einen kritischen Bereich finde und die chassi doch bestimmt auch etwas tiefer können.

    Ja, die Abschrägung habe ich auch wegen der stehenden Wellen gemacht. :respect:
    Die endgültigen Trennfrequenzen werde ich erst nach den Messung festlegen.

    Bevor es jetzt mit dem Aufbau der Gehäuse weiter geht, wollte ich hier noch ein paar Konstruktionszeichnungen posten.



    Das Grundgehäuse von der "Lockdown" hat eine Höhe von 1100 mm, eine Breite 300 Breite und Tiefe 280 mm.
    Das Gehäuse ist hinten abgeschrägt, damit man sie im Surroundbereich besser auf den Sitzplatz eindrehen kann.

    Alle Treiber haben ein eigenes Abteil. Der Tieftöner hat zusätzlich eine Matrix als Versteifung bekommen. Im Hochtongehäuse sind noch zwei Streben verbaut.

    Die Surroundlautsprecher sollen möglichst breit in den Raum abstrahlen (180°), damit man auf allen Sitzplätzen eine gute Auflösung und einen brillante Hochtonbereich bekommt.
    Daher wird auch die Trennung der Chassis in einem Frequenzbereich erfolgen, wo sie noch nicht zu bündeln beginnen.
    Auf Aufgrund des geringeren Hörabstandes (ca. 2 m) sind die Pegelanforderungen im Surroundbereich nicht so hoch wie bei den Mains.



    Der von Dolby geforderten Referenzpegel von 105 dB am Sitzplatz, stellt an die Mains große Herausforderung.

    Aufgrund des größeren Hörabstandes von ca. 4 Meter, verursachen die Mainlautsprecher mehr Raumreflexionen am Sitzplatz.
    Aus diesen Gründen wollte ich den Mains eine zusätzliche Schallführung verpassen. Das Bündelungsverhalten des Hochtöners soll dadurch gleichmäßiger werden.
    Der Übergangsbereich zum Mitteltöner soll modeliert werden. Der Wirkungsgrad des LS soll erhöht, bzw. die Verzerrungen reduzieren werden.

    Die Mains und die Rearlautsprecher werden bei mir in den Raumecken stehen. Damit ich etwas Erfahrung sammeln kann, habe ich eine 300 Breite und 12 mm tiefe Schallwand, mit 45 Grad Winkeln fräßen lassen. Die werde ich erst mal vermessen. Die endgültige Schallwand wird dann eine Breite von 400 mm und je nach Simulation eine Stärke von 12 - 24 mm haben. ... und ja, ich bin mir darüber im Klaren, dass die Schallführung vorher simuliert werden sollte, wenn das Abstrahlverhalten gleichmäßig sein soll.


    Die 9,5" Bässe der Mains werden dann bei ca. 80 Hz getrennt. Hier übergeben sie an die 12" Subwoofer von Scan Speak. Als Mainlautsprecher werden die "Lockdown" zwischen die Subwoofer eingeklemmt, daher sie dann auch die Gehäusebreite von 400 mm.



    Die Gehäuseabmessungen der Subwoofer haben außen eine Höhe von 600 mm, 300 mm Breite und 300 mm Tiefe.

    Im Inneren haben sie eine relativ aufwende Matrix als Versteifung.