Beiträge von mordsfilm

    Ich habe die Standardbreite eingestellt und reguliert wird dann nur über die Höhe(n).

    Nachteil ist, dass das Bild bei 16:9 schön groß ist, bei 21:9 dann aber immer nur gefühlt die Hälfte umfasst.

    Nervig ist generell, dass so oft das Menü der Disc in 16:9, der Film dann in 21:9 ist.

    Also wird immer erst zum Vorspann die Maskierung eingeregelt.

    Eine eventuelle Verdunkelung in der Breite spielt keine Rolle, weil praktisch nie etwass 4:3 hat, was ich sehe.

    Es gibt nur einige Filme, gerade im Animé-Bereich, die ein merkwürdiges, leichter Unterformat haben, so dass es rechts und links sehr schmale graue Streifen gibt. Dafür aber am Projektor rumzuspielen wäre mir zu nervig.

    Und solange der Proki noch mehr schwarz als grau produziert, lässt es sich ertragen.

    Wie wäre es mit einem Upgrade auf KEF 301?

    Die sind bei mir für alle Effektecken und -decken zuständig und bislang hatte ich bei 30m² Raum noch nie Probleme mit Druck, Volumen, einhüllender oder weiträumiger Atmo wo sie auf der Tonspur ist und merklicher Direktionalität, wo der Tonmischer sie eingesetzt hat.

    Zum Glück dann Monate später beim Spielen einen abgetrennten echten halb verwesten Frauen Schädel gefunden, da war der böse Film "Der Mann mit den Röntgenaugen" schnell vergessen und ich kann heute wieder gut schlafen :dry:

    Das schreit ja geradezu nach einem Thread im OT mit dem Titel: Was war das verstörendste, reale Erlebnis Eures Lebens?

    Von Edifier würde ich nach meiner Erfahrung mit angeblichen "Testsiegern" und "Referenzen der Preisklasse" die Finger lassen.

    Die Dinger klingen einfach scheiße, nämlich mumpfig, mit Bläh-Ich-Wäre-Gerne-Ein-Bass-Tiefmittelton, stimmnasal und haben keine nennenswerten Höhen.

    Also, sie machen von allem irgendwas und das vor allem schlecht.

    Sage ich mit meinen altersentsprechend eingeschränkten aber langzeiterprobten Waffelohren.

    Also ich sage mit dem Mund, was ich mit den Ohren höre, um genau zu sein.

    Und schreibe es mit den Fingern.

    Mann, hast Du mich gerade erschreckt.

    Zurück aus Berlin, wo ich bei eigentlich ganz gelungenen und interessanten Tagen eine Veranstaltung zum Thema Diversität in Film und Fernsehen über mich ergehen lassen musste, dachte ich eben entsetzt, nun hat es auch das Heimkino erwischt und fürderhin sprechen wir von Projektor*innen, werfen Bilder im Falle eines Falles auf alte, weiße Leinwände und die Kaschierung hat einen transzentralafrikanischen Migrationshintergrund.

    Oder so.

    Aber zum Glück geht es ja nur um eine Gerät*innengrundaustattung.

    Oder so....


    B)

    Ich habe in einem Haus die 4 + 4 Telefonverkabelung für Netzwerk genutzt (wurde 2000 verlegt) und was soll ich sagen?

    Gigabit über zig Meter und 6 Etagen.

    "Geht nicht", sagte der IT-Mann, als ich das vorschlug und wollte lieber beschichtetes Plastikhaar statt Kupferdraht. Wegen CAT und so.

    "Geht doch", sagte ich und verwies auf erfolgreiches Netzen (zu dem Zeitpunkt nur mit drei Anschlüssen in Selbstbastelweise).

    "Müssen wir versuchen", sagte er dann.

    Er versuchte.

    Und maß.

    Und staunte.

    Siehe oben.

    Also: testen. Könnte gehen, je nach verlegtem Klingeldraht.

    Dann wären die einzelnen Besprechungen aber so schwer zu finden, wenn das Ganze ein Endlosthread wäre.

    Vielleicht sollte man allgemein darüber nachdenken, das Besprechungsforum in Genres zu differenzieren?

    Animé oder allgemeiner Animation, damit Disneyworks dann nicht ein eigenes Unterforum braucht, wäre dann so eine Abteilung...

    Belle



    Film: 7


    Bild: 10


    Ton: 8



    Eine einzelgängerische Schülerin (Halbwaise – Überraschung!) flüchtet immer wieder in eine komplexe, virtuelle Gegenwelt und wird dort ein Gesangsstar, bis ein Ungeheuer eine große Show von ihr crasht. Das Monster wird von den Autoritäten der Computerwelt gejagt und das Mädchen unter Druck gesetzt, als klar wird, dass es Kontakt zu dem Ungeheuer aufgenommen hat und weiß, wo es zu finden ist.


    Eine Animé-Variante von die Schöne und das Biest präsentiert Mamoru Hosoda.


    Belle wird allgemein hoch gelobt, auf Festivals gezeigt und in Zeitungen enthusiastisch besprochen.


    Jedoch wohl eher nicht von Kennern der Animéproduktionen der letzten Jahrzehnte.


    Wer kein Genrefan ist und nicht viel gesehen hat, den kann der Film in seiner Farbenpracht, Emotionalität, Musik und teilweise auch in komischen Situationen sicher restlos begeistern.


    Wer die Welt der japanischen Animation jedoch kennt, der wird an praktisch jeder Ecke an etwas erinnert, was er schon mal gesehen hat.


    Da wird kaum was ausgelassen, von der depressiven Einzelgängerin über Familiendrama und Highschool-Love bis zum hackendem Intelligenzmoster am Rechner.


    Routiniert umgesetzt, mit ein paar optischen Kniffen, aber trotzdem praktisch nirgends mit etwas Neuem oder völlig Unerwartetem.


    Dabei hat der Regisseur, in dem mancher so furchtbar gerne einen neuen Miyazaki sehen möchte, auch keine Hemmungen, sich selbst zu beklauen.


    Die virtuelle Welt wirkt wie ein Abklatsch von OZ aus Summer Wars und wird auch noch auf die gleiche Weise vorgestellt. Man kennt viele der Character-Designs schon, so dass einiges einen recycelten Eindruck macht.


    Dazu kommt, dass ganze Sequenzen sich an Disneys Beauty & Beast mehr als orientieren.


    Bemerkenswert für Hosoda ist allerdings, dass er seine Charaktere dieses Mal deutlich weniger stilisiert hat zeichnen lassen, sondern mit mehr Details versehen hat, gerade im Vergleich zu Summer Wars und Das Mädchen, das durch die Zeit sprang.


    Trotz des für mich allgemein zwiespältigen Eindrucks ist es ein unterhaltsamer Film, der nicht langweilig wird.


    Aber m. E. wird er dem ganzen Brimborium, das darum gemacht wurde, nicht wirklich gerecht.


    Vielleicht wird er so hoch gelobt und begeistert aufgenommen, weil in Sachen originellem Animé die letzten Jahre leider eine echte Ebbe herrschte.


    Und wer sich jetzt fragt, warum ich Belle hier bespreche, obwohl er doch gerade erst in den Kinos ist: BR von amazon.com.



    Bild ist über jeden Zweifel erhaben



    Ton mehr als ordentlich und räumlich, Druck da, wo er hingehört. Aber wenn man nach ein paar Tagen darüber nachdenken muss, wie er eigentlich war, dann hat er wohl keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und für eine Spitzenwertung muss er sich für mich im Animationsbereich immer an Wolfwalkers messen lassen – und da fehlt ganz sicher eine Klasse.

    Alternative wäre ein eigener Unterbereich "Interessante Angebote" bei An- und Verkauf.

    Da könnte dann ein Interessantesfinder seine Entdeckung jeweils mit einem eigenen Thread vorstellen (und vielleicht auch erklären, WAS daran interessant sein soll, denn da werden ja leider immer wieder auch wahllos Sachen gepostet, die man an jeder Ecke zum gleichen Preis kriegt...) und wer meint, er müsse etwas dazu sagen, kann es direkt in dem Thread tun.

    So wäre dann immer alles zusammen, was zusammen gehört.

    In einem eigenen, globalen Debattenthread besteht nämlich auch immer die Gefahr, dass alles durcheinander geht, wie bisher.

    Wenn zum Beispiel an einem Tag vier bis hundert interessante Entdeckungen gefunden und gepostet werden und hier werden die Eier dann parallel begackert, dann ist das Chaos nur ein wenig verschoben.

    Denn bis auf das Fehlen des Ausgangspostings zum Angebot wäre hier dann alles genau gleich.

    Die Konkurrenz in Scifi 1997 war auch nicht zu verachten:


    Men in Black

    Das fünfte Element

    Event Horizon


    Da knallte es halt an jeder Ecke und ständig und mehr.

    In dem Umfeld war Contact eher zu ruhig und nachgerade philosophisch.


    Und jenseits des Genres musste jeder Film auch noch gegen Titanic und Forgotten World anstinken.

    Schwer, das...

    The Bad Guys


    Film: 8

    Bild: 8

    Ton: 9


    Man kann diesen Film mit identischen Feststellungen genau so bejubeln wie verdammen.

    Ein Animationswerk aus dem Hause Dreamworks, mit einem klassischen Thema (oder auch drei bis vier gleichzeitig): Spezialistengang von unterschiedlich talentierten Verbrechern (alle vertiert von Wolf, der Boss (surprise) über Schlange bis Tarantel (wenn nötig Hackerin auf sechs Tastaturen gleichzeitig...)) will den Supercoup durchziehen und den goldenen Delphin, der alle Jahre dem größten Gutmenschen (hier: Hamster) verliehen wird, während der Zeremonie klauen.

    Das geht schief.

    Und dann doch wieder nicht.

    Aber irgendwie.

    Und auf einmal müssen die Bösen gut werden. Ob sie wollen oder nicht. Und sie wollen eher nicht, weil... Genau. Böse ist ja gut für sie.

    Oder so.

    Man kennt aus der Filmgeschichte praktisch ALLE möglichen Plotwendungen, von daher KANN überhaupt nichts wirklich Überraschendes oder gar nie Gesehenes passieren.

    Aber das ist rasant inszeniert, in weiten Teilen wirklich witzig, mit Genrezitaten garniert und die Charaktere dürfen einiges an Individualität entwickeln.

    Interessant ist, dass alle NPCs Menschen sind, während es sich bei allen Hauptfiguren (bis auf die hysterische Polizeichefin) um Tiere handelt.

    Ohne dass irgendwer irgendwas vererklärt.

    Ist halt so.

    Gut. Das.

    Dazu kommt ein sehr signifikanter Stil, der aus einer zumindest dem Aussehen nach CGI-Zeichentrick-Kombination besteht, die stilsicher bis zum Ende geführt wird und für einen Comiclook sorgt.

    Kann man mögen, wenn man mag.

    Ich mochte.

    Wie gesagt, man kann das alles scheiße finden und bei Bedarf auch irgendwas von "schlecht gezeichnet" faseln, wenn man will und es so unbedingt wahrnehmen möchte.

    Ich für meinen Teil habe mich anderthalb Stunden lang auf eine sehr entspannende Art wunderbar unterhalten gefühlt.


    Messerscharfbisindieletzteeckecomputerspielmitvielgewimmel darf man bei dem Stil nicht erwarten.

    Daher reicht auch eine BR völlig. So viel zum Bild.


    Der Ton ist da und wuchtig. Bisschen mehr Atmo und Direktionalität und es hätte 10 Punkte gesetzt.


    Und wieder der schon obligatorische Tipp: O-Ton.

    Der deutsche Trailer hätte mich schon abgeschreckt, hätte ich nicht sowieso vorgehabt, nur das Original zu konsumieren.

    Die purpurnen Flüsse


    Film: 7

    Bild: 6

    Ton: 8


    Nicht die Serie. Der Film mit Jean Reno.

    Mal wieder gesehen.

    Schon der Roman von Grangé ist ziemlich vertrackt und es ist nicht leicht, im Buch allen Wendungen und Verwicklungen zu folgen, die auf Papier jedoch final ein Bild ergeben.

    Beim Film versucht man besser erst gar nicht, irgenwas wirklich zu verstehen, denn am Ende des Tages ergibt kaum etwas einen Sinn, es gibt Logiklöcher ohne Ende und die behauptete Chronologie funktioniert schon gar nicht.

    Trotzdem ist der Streifen meiner Meinung und Wahrnehmung nach wegen seiner Atmosphäre, der ordentlichen schauspielerischen Leistungen in einzelnen Szenen, der Locations und insgesamt des Schauwertes an sich auf eine merkwürdige Art doch unterhaltend..

    Man könnte auch sagen: Französisches Kino halt.

    Wenn auch im Film, anders als im Roman und damit tendenziell unfranzösisch, zu vielen Überleben.


    Die Bildqualität stürzt teilweise auf VHS-Level ab mit üblen Unschärfen.


    Der Ton ist reichlich dynamisch und auch immer mal wieder direktional.