Posts by Moe

    Naja. Instrumente und Stimmen etc. Haben nun einmal eine reproduzierbare klangfarbe, Charakteristik usw. Jetzt einfach zu sagen ist alles Geschmack ist schon möglich. Aber authentisch ist es eben dann nicht unbedingt. Wenn am Ende eine Frau klingt wie ein Mann kann man auch sagen "ist subjektiv". Mit Hifi hat das ab einem gewissen Punkt dann für mich nichts mehr zu tun. Zuckerwatte kann man auch mit Bacon Geschmack herstellen oder Wein der wie Cola schmeckt, dann aber zu behaupten, dass das richtig tolle Zuckerwatte oder leckerer Wein ist, ist dann schon seehhrr subjektiv gedehnt und würde die meisten dann doch irritieren wenn sie Zuckerwatte und Rotwein erwarten. Unter dem Aspekt brauchen wir dann quasi garnichts mehr diskutieren bezüglich Originalität, directors intent und sämtliche Dinge die auf Authentizität aufbauen. Dann können die atmos auch auf den Boden wenn es denn subjektiv gefällt :big_smile: ich übertreibe bewusst, aber so erscheint mir ein Stück weit deine Quintessenz zu sein.

    War für mich auch eines der filmhighlights der letzten zwei Jahre. Hat mich super gut unterhalten. Vorgestern erst meinem Kollegen empfohlen, weil wir durch Zufall beim Thema npc`s waren.

    Ein DBA geht ja quasi immer. Im Selbstbau kann man so etwas schon mit 10cm aufbautiefe je Wand realisieren.


    Bei der anordnung in den Raumecken und passender entzerrung glaube ich nicht, dass eine wirkliche Ortung vorhanden ist.


    Multisubanordnungen kenne ich bisher nur aus Dachgeschossen. Da haben die aber durchaus gut funktioniert.

    Da hilft nur Hörerfahrung. Daher macht es Sinn sich Film und Musikdemos zusammenzustellen und sich Kinos anzuschauen oder es einfach nach Gutdünken und eigenem Geschmack einzustellen.

    Ich finde den tenor eigentlich auch hier recht eindeutig. Am Ende braucht es ein Konzept was deine Moden an all deinen Abhörplätzen in den Griff bekommt und langweilig für dich wird es nur wenn du massive überhohungen gewohnt bist und die gut findest oder du es dir zu langweilig einstellst.

    Richtig beinhaltet für mich schon ein Stück weit eine authentische Wiedergabe. Wo da jetzt genau die Grenze liegt ist sicher diskutabel. Gefallen muss es einem deshalb auch noch nicht. Jedoch deswegen zu behaupten, dass es kein richtig gibt, nur weil es unterschiedliche Geschmäcker gibt, finde ich eben irgendwie auch nicht passend. Das war eher die Motivation meiner Aussage.


    Ein breitbandig relativ gleichmäßiges Ausschwingverhalten ist dabei für mich schon richtiger als ein je nach Frequenz wechselhaftes. Darauf will ich im Grunde hinaus. Ist wie bei einem Auto. Ein schmales Leistungs / Drehmomentband fühlt sich auch spekatkulär ein. Ein breitbandiges ist meist dennoch schneller und auch universell besser nutzbarer, auch wenn es weniger Emotionen weckt.

    Das verstehe ich schon, dass du in dem Moment wieder einhaken wirst, warum es falscher sei, die Emotion zu wecken. Am Ende wird es darauf hinaus laufen, dass wir unterschiedliche Zieldefintionen von richtig haben :)

    Nur damit ich das richtig verstehe. Angenommen wir haben eine definierte kurze Abklingzeit durch ein DBA erzeugt. Der Einfachheit halber nehmen wir mal 0,3 Sekunden linear über den gesamten Bassbereich. Und im selben Raum nur einen Subwoofer, jedoch mit gleicher Abklingzeit durch die Raumakustik „erzeugt“. Dann klingt es Deiner Meinung nach gleich?



    Edith: Prinzipiell dürfte es sogar egal sein, wie viele Subwoofer in meinem zweiten Beispiel (perfekter Raum) eingesetzt werden. Es könnte die gleiche Anzahl sein und auf einem Haufen oder wild verteilt. Der Raum hat ja die gleiche Abklingzeit.

    Du versuchst mir zu viele allgemeingültige Absolutismen zu schaffen. Den Wunsch danach kann ich nachvollziehen, da man ja versucht wiederholbare Ergebnisse und Lösungen zu schaffem. Das Gehörte ist am Ende jedoch schon noch etwas komplexer, wenn es z.B. dann weitergeht mit Themen wie Strahlungswiderstand je nach genutzter Membranfläche usw. Prinzipiell um es etwas vereinfacht zu betrachten würde ich aber sagen, dass das Gehörte recht ähnlich sein wird.

    Also verstehe ich Dich richtig, dass das DBA typische Ausklingverhalten „langweilig“ klingt?

    Nein. Ich schrieb, wenn jemand ein (wie ich finde oft typisches) Singlesub-System gewohnt ist und gut findet, dass die Moden noch recht ausgeprägt sind und somit einzelne Frequenzen sehr betont sind, DANN kann ein sehr gleichmäßiges Ausschwingverhalten langweilig sein, weil es unter Umständen unspektakulärer und leiser klingt, auch wenn es das nicht ist. (Der Effekt ist auch bekannt, dass man "lauter" in einem gewissen Rahmen bei Vergleichen auch erstmal besser findet).


    Würde es Deiner Meinung nach auch „langweilig“ klingen, wenn es nicht mit einem DBA erzeugt wird, sondern die Raumakustik für das gleich kurze Abklingverhalten sorgen würde?


    Wenn am Ende die Tonalität, Ausschwingverhalten und Klirr ähnlich gut sind, ist mir relativ egal wie das Ergebnis erzeugt wird und ich denke der beschriebene Effekt wird ähnlich sein.


    Aber nochmal, wie sollte es denn idealer Weise sein, nach Deiner Meinung? Möglichst kurz?


    Ich kann dir hier keine starre Größe geben a la bei 30Hz die ersten 20dB innerhalb 200ms, 30dB innerhalb 350ms usw. ich bemerke nur, dass mir oberhalb 30-40Hz ein kurzes Ausschwingverhalten wichtiger ist, als darunter, da es deutlich dazu beiträgt einen harten definierten Anschlag und Auflösung zu erzeugen.


    Sofern darunter nicht einfach 1-2Sek alles schwingt oder der Pegel massiv überzogen ist, bin ich da deutlich unempfindlicher. Im Gegenteil ein wenig Restmode macht das unterhalb sogar deutlich spaßiger. Das ist auch ein Grund, warum ich schon länger darüber nachdenke das DBA auf BR umzubauen oder ein BR SBA zu bauen, da ich auch die höhere Gruppenlaufzeit in dem Bereich als nicht "so schlimm" wahrnehme. Im Gegenteil lässt sich so unter Umständen die Attacke und Knackigkeit oben heraus mit dem spektakulären Schub unten herum verbinden.

    Ich bezog das nicht zwangsläufig auf das DBA aber nur dort höre ich Beschreibungen wie "im Vergleich zu langweilig". Daher der Bezug darauf, in einem anderen parallelen topic schrieb ich das auch bereits, dass es einfach ein bass System braucht, welches an den hörplätzen modal und tonal brauchbar funktioniert. Wie die Lösung im Detail aussieht ist ja sehr vielfältig.

    Ja ich verstehe das schon was Stefan meint, EIN richtig gibt es sicher nicht. Ich bezog mich dabei aber auch auf das Ausschwingverhalten und die Tonalität und sehe das ja auch immer wieder, dass Freunde ihre Raummode feiern und den Bass toll finden und erstmal mit dem DBA u. U. was fehlt. Wenn man sich dann aber mal bei einem Bierchen die Zeit nimmt und einige Sachen bewusst hört und die Fehler aufzeigt und dann mal vergleichend beim anderen hört, ist die Erkenntnis doch meist recht schnell da, dass bei einem nicht so modal geprägten Bass einiges besser ist und sich dieses in der Tonalität immernoch den Wünschen anpassen lässt. Dass man nicht durchgängig in allen Frequenzen unter 300ms braucht gerade unter 30hz ist den meisten wahrscheinlich klar, aber die Freude am brachialen bass einer Mode vergeht auch schnell wenn man dafür die Fehler einmal erkannt hat. Da braucht es einfach etwas hörerfahrung und vielleicht auch jemand der einen etwas an die Hand nimmt.

    Es gibt definitiv ein richtig. Ob dir das gefällt ist nur diskutabel :big_smile: im Zweifel stellt man das dba einfach schlechter ein :rofl:

    Wer 20dB Mode gewohnt ist und das geil findet, wird auf jeden Fall erst mal seine Schwierigkeiten mit einem sauberen bass haben aber für mich ist das auch so eine Art Erziehung indem man dann auch wirklich vielleicht gemeinsam mal sehr breitbandig markante stellen anhört. Dann erkennt man die Vorteile oder noch offenen Wünsche ja durchaus und kann das mit einer entsprechenden housecurve anpassen.

    Dito, bis zur cnc habe ich nur Spanplatte verbaut da mir mdf zu sehr staubt trotz Absaugung. Mit cnc aber das deutlich geilere Material und nicht mehr so wild was Staub angeht. Die Ausbrüche kommen auch nicht beim bearbeiten erst später beim hantieren, warte ab :byebye:

    Ja das ist auch so, der Staub setzt sich viel schneller und verteilt sich nicht so. Zudem ist span etwas stoßfester aber bricht schneller an den kanten der verdichteten Oberfläche weg. Für sägeblatt und Fräser jedoch eine deutlich höhere Belastung als bei mdf.