Posts by SteveWilki

    Ja, die Sensitivity an 2,8V beträgt (laut Datenblatt) übliche 86,5dB.

    Der Wirkungsgrad (an 1W) beträgt für diesen nom. 4ohm Lautsprecher dann 83,5dB (oder eine Sensitivity von 83,5dB an 2,0V), wie Scorpio99 meinte.

    Das sind für eine Box mit einen "kleinen" Tieftöner übliche Werte.


    Edit: Scorpio war schneller.

    Ja, das habe ich schon gemacht und bestimmt viele andere auch.


    Das wichtigste in der Kalkulation ist ja, wie lange die Anlage in Betrieb ist pro Woche. Da bei mir dediziert, läuft sie ungefähr 6h pro Woche. Meine 9 Class A/B Endstufen verbrauchen ca 500W im Leerlauf, was übers Jahr gerechnet ca 200kWh ausmacht.

    In meinem Fall ist für mich das okay, erst recht seitdem ich ne PV mit Speicher habe.


    Wenn einer allerdings ein Wohnzimmerkino hat, bei dem die Anlage (+Beamer?) sehr viel mehr läuft pro Woche würde ich, wenn möglich auch auf Class D wechseln bzw von Anfang an so planen. Allerdings nur mit Class D Endstufen, welche ich für gut befunden habe!

    Repeater würde ich so gut es geht vermeiden, da diese die Geschwindigkeit stark ausbremsen (auch wenn gute Signalstärke angezeigt wird).


    An sich sollten die APs per LAN angebunden sein, für max Geschwindigkeit.

    Ein weiteres Thema ist noch WLAN Frequenz, Kanäle und Anzahl APs.


    Weiß nicht, wie wichtig oder relevant für Dich das Thema WLAN Roaming ist.

    Für mich war das vor ein paar Jahren, als ich mein Netzwerk neu gemacht habe mit Unifi, ein sehr wichtiger Aspekt und wird für jeden langfristig immer wichtiger (denke ich).

    Beim Roaming brauchst alles von einem Hersteller welcher das Roaming übernimmt.



    Schaust mal, inwiefern du das vorhandene noch optimieren kannst, aber langfristig wirst vermutlich um ein neues Konzept bzw Geräte nicht drum herum kommen.


    P.S. Edit

    Mit meinem Handy komme ich im gesamten Haus nicht unter 100Mbps. Im Garten wegen 2,4Ghz etwas weniger.

    Hallo Dennis,


    herzlich Willkommen hier!

    Ich habe kürzlich auch von einem HW55 aufgerüstet und wünsche Dir viel Erfolg beim upgraden.



    Ein kleiner Hinweis, falls du es noch nicht weißt, da ich ein ähnliches 7.1.6 Setup fahre wie du planst:

    Du kannst auch statt dem Center Height und VoG zwei Top Middle verwenden die auch als VoG fungieren können. Diese Variante finde ich persönlich die Praxis geeignetere, welche du dir bei Bedarf auch gerne bei mir anhören kannst.


    Grüße, Stefan

    Gibt es Erfahrungen zur Verwendung von Car Hifi Endstufen?

    Dort gibt es ja auch viele dedizierte Subwoofer Endstufen.

    Das grundlegende Problem von CarHifi Endstufen ist die Stromversorgung, da diese mit 12V betrieben werden.

    Somit müsstest du ein separates Netzteil kaufen/bauen welches von 230V auf 12V runtertransformiert. Diese sind in der Leistungsklasse aber i.d.R. sehr teuer, womit es sich eigentlich nicht lohnt.

    Herzlich Willkommen

    Mit einem toleranten Partner kann man auch in einem Wohnzimmer etwas schönes und gutes machen. Viel Erfolg dabei :respect:


    Nachbarschaftliche Grüße,

    Stefan

    1x Data und 3-5v und dann mit ESP home und den Home Assistant integriert. Also nicht OneWire ich finde die DHT22 besser.


    Ein Gehäuse und USB zur Spannungsversorgung...habe keine lust auf Batteriewechseln :zwinker2:

    Ich finde inzwischen die Steuerungen und andere Details genauso in einem Baubericht interessant wie das eigentliche Kino.


    Hast du das Gehäuse für den ESP selber designt oder als fertiges 3D File von wo downgeloaded?

    Ich habe den WD 6 für verschiedene Sachen in Verwendung und bin damit sehr zufrieden.


    Bzgl kurzer Schlauch:

    Ich habe mir noch das Kfz Reinigungsset geholt und dort war eine ca 1,5m Verlängerung dabei.

    Es gibt aber glaube ich auch einen offiziellen langen Schlauch. Musst mal etwas suchen aber es gibt für das Thema diverse Lösungen.

    Aus meiner Sicht nur mit doppelter Belastbarkeit?!

    Du hast das Quadrat in P=U^2/R vergessen.


    Bei Reihenschaltung hast 1/2 Spannung mit Quadrat dann Faktor 4.


    P.S.

    (In diesem Fall mit gleichem Gesamtwiderstand passt die Formel sogar 1:1, denn mit anderen Gesamtwiderstand musst eher übern Strom rechnen. )

    Ehrlicherweise verstehe ich das nicht.


    Wenn ich doch einen 20 Watt 2,2 Ohm Widerstand will, dann muß ich doch theoretisch (weil 4,4 gibts nicht) 2* 4,4 10Watt parallel anschliessen.


    Die 30 Watt haben übrigens je Stück 1,30 gekostet :zwinker2:

    Er meint eine Reihen- und Parallelkombination.


    Wennst z.B. zwei 2,2ohm in Reihe schaltest erhält man 4,4ohm. Dieses gesamte Reihenkonstrukt tust dann nochmal mit einer gleichen Reihenkonstruktion parallel schalten und erhältst die 2,2ohm als Gesamtwiderstand mit vierfacher Leistungsbelastbarkeit.


    Edit: P.S.

    Gleiches Ergebnis erhält man auch wenn zuerst zwei parallel (1,1ohm) und dieses dann nochmal in Reihe (2,2ohm).

    Wie groß von der Fläche her wird der (eine?) Diffusor?


    Grundsätzlich (abhängig von deinem Raum und deinen aktuellen Akustikeigenschaften RT60 und ETC) würde ich es jedem empfehlen es zu machen! :respect:


    Ja, es ist leider viel Arbeit :cray: (SketchUp kostet auch viel Zeit und habe es daher nur grob mit Excel gemacht).


    Wie es sich anhört machst du einen 1D Schröder, oder?

    Diese sind (je nach Konzept) beim Zusammenleimen etwas tricky. Daher wollte ich zukünftig nur noch 2D Skyline selber machen. Dauert an sich genauso lange, ist nur etwas entspannter zu machen.

    Du findest das unter Einstellungen>Töne und Bildschirm>Bildschirm>Dynamik Umfang Einstellungen>HDR deaktivieren

    Allerdings meine ich, dass ich in früheren Versuchen den Punkt HDR deaktivieren nicht vorliegen hatte. Sollte das bei Dir so sein, kann ich die anderen Einstellungen auch noch auflisten...

    Bei meinem Fire TV Cube (aktuelle Firmware und OS 7.6.x) gibt es die Auswahlmöglichkeit "HDR deaktivieren" nicht. Nur "Immer" oder "Adaptiv".


    Schade.

    Dann muss ich doch einen anderen Weg gehen. Außer du hast noch einen anderen Tipp wie ich HDR deaktivieren kann.

    4. Eigenrauschen


    Beim Eigenrauschen habe ich unter möglichst idealen Bedingungen (spät Abends, keine andere Person im Haus, Messlaptop außerhalb des Messraums, Mikrofon allein im isolierten Heimkino, etc.) gemessen. Ein paar kleinere Störungen im Bereich 50Hz-120Hz sind noch erkennbar, aber sollten ignoriert und gedanklich entfernt werden, da dies vermutlich vom Messaufbau her kommt und nicht vom Mikrofon.


    Hinweis: Außerdem ist dies hier ein Systemrauschen aus Mikrofon und USB-Soundinterface (außer beim Umik1) wobei hier ein aktuelles Focusrite 4i4 verwendet wird, welches ein sehr geringes Eingangs-/Eigenrauschen besitzt.



    Im ersten nachfolgenden Plot ist das Spektrum mithilfe des RTA von REW aufgenommen und zwar mit der Einstellung RTA 1/12 was etwas „pegelrichtiger“ ist als der zweite spätere Plot.


    240909_Vgl Noisefloor RTA1-12_MM1-umik1-EMX7150.jpg


    Es sind die drei Kurven der drei Messmikrofone abgebildet.


    Das Umik-1 hat das höchste Rauschlevel, welches im Minimum 18dB beträgt und ab 8kHz deutlich ansteigt, was vermutlich durch eine Störung durch die USB-Übertragung verursacht wird. Auch im Bass-Bereich ist das Rauschen gegenüber den anderen Mikrofonen deutlich erhöht und könnte evtl bei Abklingzeiten bermerkbar werden.


    Deutlich unterhalb des Umik1 liegt das MM1, welches über die Frequenz einen recht gleichmäßigen und niedrigen Rauschwert hat. Im Minimum beträgt es 11dB und steigt im Bassbereich leicht auf 20dB an. Damit sollte dies in der Praxis unterhalb den Umgebungsgeräuschen liegen und keinen nennenswerten Einfluss auf z.B. die Abklingzeiten haben.


    Am besten schneidet das EMX-7150 ab, welches im Minimum hier 5dB beträgt und zu ganz hohen und im Bassbereich leicht ansteigt. Auch hier sollten diese Werte in der Praxis unterhalb den Umgebungsgeräuschen liegen und keinen nennenswerten Einfluss auf z.B. die Abklingzeiten haben.



    Dann nochmal die gleichen Mikrofone nur im Spektrum-Mode gemessen, wodurch die Werte zwar relativ vergleichbar sind (im Vgl. RTA) aber absolut gegenüber der Praxis etwas anders liegen.


    240909_Vgl Noisefloor Spec_MM1-umik1-EMX7150_2.jpg


    Die Kurven vom MM1 und EMX-7150 verlaufen über die Frequenz ziemlich linear. Davon das EMX-7150 etwas besser als das MM1. Darüber dann schlechter das Umik-1, welches auch hier ab 8kHz nochmal einen nicht unerheblichen Anstieg hat.




    5. Frequenzgang


    Für das Thema Frequenzgang habe ich keine separaten Messungen durchgeführt, aber verwende indirekt die Winkelmessungen hierfür, was ausreichend sein sollte.


    Hierfür habe ich die drei Messmikrofone in 1m Abstand zu einem Lautsprecher möglichst an der gleichen Stelle positioniert, aus denen die drei nachfolgenden Plots erzeugt wurden.



    Als erstes sind zwei Messungen zu sehen bei jeweils 0° und 90° Ausrichtung OHNE Kalibrierfiles um die nativen Verläuft zu haben.


    Hier ist zu erkennen, dass das EMX7150 und das MM1 den exakt gleichen Kurvenverlauf bis zu den ganz hohen Frequenzen hat. Das Umik1 hat ab ca. 3kHz einen Höhenanstieg, welcher bei 20kHz teilweise wieder auf das Niveau der anderen absinkt.


    Speziell das Verhalten vom MM1 finde ich seltsam, da das MM1 eigentlich diffusfeldentzerrt sein sollte im Vgl. zum freifeldentzerrten EMX7150 und dennoch gleiche Frequenzverläufe herauskommen (siehe später Kalibrierdaten).

    Entweder merkt man hier, dass irgendwas mit dem LNA vom MM1 nicht stimmt (Höhenabfall), was aber bzgl. Charakteristik und einzusetzenden Frequenzbereich eher unwahrscheinlich ist oder irgendwas anderes mit ihm nicht stimmt.


    Vergleich Frequenzgang 00d bei 1mC.jpg

    Vergleich Frequenzgang 90d bei 1mC.jpg 90°


    Beim Frequenzgangverlauf MIT Kalibrierfiles bei 90° (MM1 und EMX7150 mit HSB Kalibrierfiles und Umik1 mit Hersteller-Kalibrierfile) ist zu erkennen, dass sich die Kurven vom Umik1 und EMX7150 nun annähern, wie es sein sollte. Das MM1 allerdings entfernt sich vom EMX7150, was genau das vorhin erwähnte Problem/Phänomen widerspiegelt und somit zeigt, dass damit was nicht stimmt. Eigentlich müsste ich das MM1 erneut zum Kalibrieren versenden um ein neues/aktuelles Kalibrierfile zu erhalten, da es anscheinend von früher und jetzt einen Unterschied gibt (den es eigentlich nicht geben sollte).


    Vergleich Frequenzgang 90d bei 1mC mit Calfiles.jpg


    Somit kann man sagen, dass wenn man aktuelle Kalibrierfiles hat und die Mikrofone technisch einwandfrei funktionieren, sollten die Frequenzgänge bis 20kHz passen und gleich sein.



    Zum absoluten Vergleich habe ich noch vom MM1 und EMX7150 die extern erstellten Kalibrierfiles (für je 0° und 90°) ausgewertet, welches nachfolgend zu sehen ist.


    Beim MM1 ist deutlich zu erkennen, dass dieses eine Diffusfeldentzerrung hat, wodurch bei 90° ein linearer Verlauf sein sollte. Der HSB misstbei den ganz hohen Frequenzen immer etwas konservativer, wodurch andere immer eine leichte Überhöhung bekommen. Laut HSB korrigiert dieser auch das Referenzmikrofon, was die meisten anderen Hersteller nicht machen (Details kann man beim Hifi-Selbstbau HSB selbst gerne nachlesen).


    Durch diese Diffusfeldentzerrung hat dieses Mikrofon bei 0° eine deutliche Überhöhung, was ich für Lautsprecherentwicklung (wo bei 0° vermessen wird) nicht ganz optimal halte.

    Das Delta zwischen 0° und 90° beträgt hier bei 20kHz ganze 6dB.



    Der Kurvenverlauf vom EMX7150 zeigt, dass dieses Fernfeldentzerrt ist, da dieses bei 0° einen linearen Verlauf darstellt (HSB Höheneffekt berücksichtigt). Dementsprechend fällt der Pegel bei 90° und 20kHz stark ab. Das Delta bei 20kHz beträgt 4,5dB.



    Interessant ist noch, dass das EMX7150 bei 10Hz doch einen starken Abfall von ca. 5dB hat und das MM1 von nur 3dB obwohl, dass EMX7150 laut Herstellerdiagramm hier sehr wenig haben sollte (die anderen Hersteller geben hier gar keinen Zahlenwert an). Dies könnte mit einem leichten Tuning vom MM1 zu tun haben, da dieses im 80Hz Bereich dafür eine leichte Überhöhung hat, während das EMX7150 hier linear runterläuft und dann mit dem Rolloff endet.



    Den 10Hz Abfall vom EMX7150 finde ich schade, aber dank Kalibrierfile ist dies ja eigentlich wieder egal. Das noch kurz zum kürzlich diskutierten Thema 10Hz Tauglichkeit von Messmikrofonen.


    Frequenzgangvgl EMX-7150 von HSB.jpg EMX-7150


    Frequenzgangvgl MM1 von HSB.jpg MM1

    3. Winkelstabilität


    Bei diesem Punkt geht es nicht um den eigentlichen Frequenzgang und dass ich für eine 0° oder 90° Messung ein Kalibrationsfile auswählen kann um den Winkeleinfluss bei hohen Frequenzen auszugleichen.


    Nein, hier möchte ich zeigen welche Pegelfehler (über die Frequenz) sich in einem 3D Soundsystem ergeben können und wie stark dieser bei den jeweiligen Messmikrofonen ist, denn auch wenn die Charakteristik als Kugel angegeben ist, ist dies nicht über den gesamten Frequenzbereich gleich.


    Dieser Messfehler entsteht, wenn z.B. am Hörplatz das Messmikrofon nach oben gerichtet ist. In diesem Fall verwendet man das 90° Kalibrierfile, womit für den Groundlayer alle Lautsprecher korrekt vermessen werden. Das Problem entsteht nun, wenn auch die 2, 4 oder 6 Höhenlautsprecher mit dieser gleichen Messmikrofonausrichtung vermessen werden soll, denn je nach Mikrofonausführung verändert sich bei diesen anderen Winkeln das Hochfrequenzverhalten zum Teil erheblich. Wenn bei den Höhenlautsprechern weiterhin das 90° File verwendet wird, dann steigt der Hochtonpegel an. Teilweise kompensieren kann man diesen Effekt durch Verwendung des 0° Kalibrierfiles, was aber von den verwendeten Lautsprecherwinkeln abhängt, ob es besser ist beim 90°zu bleiben oder 0° zu wechseln. Bei den Top Middle zum Beispiel ist es ratsam das 0° File zu nehmen.



    In den nachfolgenden Messungen und Plots habe ich die Variation bezogen auf die 90° Ausrichtung oder 0° Ausrichtung ausgewertet um zu beurteilen, welches File evtl. besser ist oder ob man es sogar für den persönlichen Anspruch vernachlässigen kann.



    EMX-7150:

    Vgl Winkel von EMX-7150 bei Ref 00d.jpg


    Dieser Plot zeigt die Differenz der anderen Winkel bezogen auf 0°, wie bei Lautsprecherentwicklungsmessungen üblicherweise gemessen wird.

    Bei den beiden Winkeln 0° und 45° ist die Differenz sogar bis 20khz so gering, dass diese vernachlässigt werden kann.

    Bei 90° fängt ab ca. 8kHz die Kapsel zum Bündeln an, womit ein Hochtonabfall ab ca. 8kHz eintritt, der bei 15kHz ca. -2dB beträgt, was ein sehr guter Wert ist.


    Vgl Winkel von EMX-7150 bei Ref 90d.jpg


    Bei diesem Plot mit der Referenz 90° ist es etwas anders und zeigt das Verhalten bei unseren üblichen Raummessungen in 90° Position (zur Decke ausgerichtet).

    Sobald man (bezogen auf 90°) die 45° Winkel misst, hat man "sofort" einen Höhenanstieg bei 10kHz um geringe 1dB und bei 15kHz von ca. 2dB. Das Verhalten ändert sich dann in Richtung 0° (=Decke) auch kaum noch.

    Mit diesem Mikrofon kann man ohne Korrekturen alle 3D Lautsprecher bis 10kHz bedenkenlos vermessen. Je nach persönlichen Anspruch können auch höhere Frequenzen mit dem 90° Kalibrierfile vermessen werden.



    Beyerdynamic MM-1:


    Vgl Winkel von MM1 bei Ref 00d.jpg


    Hier bei 45° sehr ähnlich wie beim EMX, kaum Differenz.

    Bei 90° allerdings fällt der Hochtonpegel bereits bei ca. 3kHz ab und hat bei 10kHz ca. -2dB und bei 15kHz ca. -3dB.


    Vgl Winkel von MM1 bei Ref 90d.jpg


    Bei der 90° Referenz allerdings steigt bereits bei ca. 2kHz der Hochtonpegel und erreicht bei 10kHz ca. +2dB, welcher sich bei 15kHz auf ca. +3dB nochmals erhöht.

    Je nach Anspruch könnte hier auch ohne Korrekturfileänderung gemessen werden oder man wechselt für genaue Messungen das Korrekturfile auf 0°.



    UMIK-1:


    Vgl Winkel von Umik1 bei Ref 00d.jpg


    Bei dem Kandidaten mit dem größten Mikrofonkopfdurchmesser (Kapsel sollte auch 1/4'' sein) ist der Höhenabfall selbst schon bei 45° zu erkennen. Dieser Abfall setzt bereits bei 3kHz ein und erreicht bei 90° folgende Werte. -3dB bei 10kHz und ca. -4dB bei 15kHz. Für Lautsprechermessungen bei 0° ausreichend.

    Vgl Winkel von Umik1 bei Ref 90d.jpg


    Beim 90° Bezug ist ein deutlicher Höhenanstieg bereits ab 2kHz zu erkennen, welcher bei 45° und 10kHz ca. +2dB und bei 15kHz ca. +3dB entspricht. Bei Höhenlautsprechern in 45° Anordnung sollte dies bei Raummessungen zu erkennen sein.

    Beim 90° Winkel sind die Werte ab 10kHz etwas höher, nämlich +3dB und bei 15kHz knapp über +4dB.

    Hier wäre die Empfehlung bei Höhenlautsprechern (>45°) das 0° Korrekturfile zu verwenden.

    1. Einführungsworte


    Nachdem mein Beyerdynamic MM1 defekt gegangen ist bzw. manchmal nicht zuverlässig funktioniert hat (was mir sehr sehr viel Zeit gekostet hat) habe ich mich entschieden ein neues Messmikrofon zu kaufen.


    Meine Anforderung war, dass es für die Lautsprecherentwicklung tauglich ist, womit es auch für Nahfeldmessungen einen etwas höheren SPLmax Pegel als das MM1 haben sollte. Dort hatte ich bei Nahfeldmessungen manchmal seltsame Messungen. Außerdem sollte es eine möglichst kleine Kapsel haben um winkelstabiler zu sein (Details siehe später). Rauscharm für Raummessungen auch bei geringeren Pegeln (75dB) sollte es auch sein, sowie natürlich klirrarm um die Chassis korrekt vergleichen zu können. Sehr wichtig war mir auch, dass es out-of-the-box schon einen linearen Frequenzgang hat bis 20kHz und dieser über Winkel auch stabil bleibt, was mich am MM1 schon etwas gestört hat. Ja, es wird wieder vom HSB kalibriert, aber dennoch bin ich persönlich der Meinung, dass jede Korrektur eine schlechte Korrektur ist und vermieden werden sollte!



    In der engeren Auswahl stand das Audix TM1 und das iSEMcon EMX-7150, welche von den technischen Daten und Preis sehr ähnlich sind. Beim TM1 wäre der Vorteil, dass es minimal günstiger ist (bei ohne Plus) und eine viel schnellere Lieferzeit hat, welche beim EMX-7150 wirklich sehr lange ist.


    Entschieden habe ich mich dennoch das EMX-7150, aufgrund der etwas besseren dokumentierten technischen Daten und der offiziellen 10Hz "Tauglichkeit" sowie des Frequenzverhaltens bei hohen Frequenzen.


    Nachdem Kauf habe ich es technisch vermessen, und es mit zwei verfügbaren Messmikrofonen (Umik1 und Beyerdynamic MM1) verglichen. Nun wollte ich mit diesem Post euch an diesen Ergebnissen teilhaben lassen, welche teilweise tiefer ins Detail gehen als bei den üblichen Tests und somit hoffentlich für euch auch ein Mehrwert dabei rauskommt.



    Kurzer Hinweis: Ich habe in meinen Untersuchungen mein altes teilweise defektes MM1 Messmikrofon mitvermessen als Vergleich. Bei diesem hat vermutlich der eingebaute LNA ein Problem, welches sich manchmal in schwankenden Pegelwerten widerspiegelt, die ich bei diesen Messungen nicht beobachten konnte, aber im Detail könnten sie zu einem aktuellen funktionsfähigen MM1 leicht abweichen.



    2. Klirrfaktor


    Beim Klirrfaktor wollte ich diesen über einige verschiedene Schalldruckpegel vermessen um einerseits das Verhalten bei üblichen Messpegeln zu haben, sowie bei sehr hohen Pegeln um anhand dessen einen ungefähren MaxSPL Pegel zu erhalten.


    Die Messung von solch hohen Schalldrücken und auch ein Vergleich des geringen Klirrfaktor von den Mikrofonen selber und nicht vom Lautsprecher ist gar nicht so einfach.


    Andere Tester haben hierfür einen speziellen Aufbau mit einer Druckkammer sich gebaut und darin mehrere Messmikrofone verglichen. Hierzu siehe Quelle vom paforum unterhalb und dann gab es noch eine/mehrere Messreihen von einem Magazin, deren Quelle ich im Moment nicht mehr finde.


    https://paforum.de/forum/index…essungen-mit-druckkammer/


    Ich wollte mir extra für meine Messungen keine Druckkammer bauen und habe daher mich für eine andere Lösung entschieden, welche recht gut funktioniert hat:

    Dafür habe ich in meiner Normschallwand mein aktuell klirrärmstes Tiefmitteltonchassis eingebaut und in dem Frequenzbereich des geringsten Klirrs (was bei dem ca. 800-1000Hz sind) im sehr geringen Abstand von 2cm gemessen.



    Nach der Einleitung und den Hintergründen dazu, nun meine eigenen Messergebnisse:


    Vergleich Klirr THD Messmikrofone 2024.jpg


    Begonnen habe ich bei 90dB, was bei meinen Lautsprechermessungen dem üblichen Pegel entspricht und auch recht nah an den üblichen 85dB liegt für die Raumeinmessung. In dem Bereich ist sich das Umik-1 und das MM1 recht ähnlich, welche vom EMX-7150 unterschritten wird.


    Zu hohen Pegeln bleibt das EMX immer deutlich unter den beiden anderen Mikrofonen und lässt sich selbst von 120dB kaum beeindrucken. Das Umik-1 geht gut und sauber auch bis 120dB, aber viel mehr geht da nicht wirklich, da es dann bei seinem eigenen digitalen Input langsam am Ende ist. Die im Datenblatt angegebenen 133dB kann ich nicht bestätigen bzw. nachvollziehen. Das MM1 geht bei meiner Messung nur bis ca. 116dB und dann passierte in meinem System eine Art Rückkopplung, wo entweder das Mikrofon oder der Messaufbau limitiert (laut anderen Messungen soll es noch bis ca. 125dB recht sauber gehen). Der SPLmax beim EMX liegt bei mir bei min. 124dB, da hier ebenfalls bei 124dB eine Art Rückkopplung entsteht, welche mich nicht weiter hoch messen ließ (laut anderen Messungen soll es auch bis 145dB recht sauber hoch gehen). Das Mikro hat bei 120dB einen erstaunlich geringen Klirr von 0,17%, womit hier selbst bei sehr hohen Schalldruckpegeln der Lautsprecher das begrenzende Element beim Klirr sein wird!


    (Schade, dass mein Messaufbau nicht 100% funktioniert hat und dadurch der echte MaxSPL nicht ermittelt werden konnte. Für mich reichen dennoch diese Ergebnisse und wollte auch nicht mehr Zeit in dieses Thema investieren.)



    Nachfolgend noch ein anderer Vergleich der drei Messmikrofone. Diesmal sind die Pegelverläuft noch nach der Harmonischen aufgeteilt.


    Einzelanalyse Klirr Messmikrofone 2024.jpg


    Dort ist interessant zu erkennen, dass das Umik-1 und das MM1 hauptsächlich nur aus K2 besteht, während beim EMX-7150 bei geringen Pegeln K3 dominant ist und dann bei ca. 107dB auf den K2 wechselt.

    Einpegeln kann man auf zwei Wege machen:

    1. Über dBsplCs Pegel (Zahlanzeige)

    2. Oder dBspl über Frequenz


    Meiner Erfahrung nach ist die erste Möglichkeit zu ungenau (je nach Anspruch und Welligkeiten) und von mir nicht zu empfehlen.


    Die zweite Methode benötigt allerdings etwas Erfahrung und muss Interpretiert werden (falls stärkere Welligkeiten drinnen sind).

    Diese kann über einen Sweep oder PinkNoise ermittelt werden. Das ist egal und kommt exakt das gleiche Ergebnis raus, wenn man es richtig macht.

    Wie man das macht, haben manche schon geschrieben.


    P.S.

    Ich habe schon länger vor, das im Detail für die vielen Möglichkeiten einmal schön zusammen zu fassen, aber das dauert leider noch etwas.

    Hoffe, es in den Weihnachtsferien zu schaffen.