Dann konnte ich mich endlich ans Messen setzen.
Auch hier habe ich viel Zeit vergeudet, dies hat aber viel Spaß gemacht. Habe viel gemessen, mit der Storm gespielt und sie in der Zeit zum zweiten mal lieben gelernt. Es ist unglaublich, wie einfach das alles vonstatten geht. Man muss keine Kabel mehr umstecken, etwas abschalten, hinters Rack kriechen, falsche Kabel rausziehen, Ewigkeiten nach Fehlern suchen, fluchen, blaue Flecke holen (verdammt die Taschenlampe ist wieder alle), etc. pp.
In der Storm kann ich alle Kanäle einzeln ein und ausschalten, die Signale routen, wie ich es brauche, so dass ich die Deckenlautsprecher bequem über Surround Kanäle ansprechen kann. Ich war total begeistert von den Möglichkeiten, die man hat. Und so konnte ich alle Subs einzeln messen, vorentzerren. Habe dann aus Spaß das DBA noch mal aufgebaut und noch mal gesehen, dass ich die 91 Hz Senke wieder habe. Hat dann wohl etwas mit Raum zu tun.
Ich war ja mit meinem ersten Versuch vor paar Tagen nicht sehr zufrieden. Es war definitiv ein Rückschritt zu meiner vorherigen Situation. Diesmal habe ich nach einigen Überlegen (Danke Opa Uwe für's Mitdenken
) mein Setup anders aufgestellt.
Ursprünglich habe ich die Subs so aufgeteilt, dass ich das vordere Array über eine AKtivweiche zu einem virtuellen Sub zusammengefasst habe, damit sie alle das LFE Signal bekommen. Die hinteren Subs habe ich einzeln eingebunden, so dass ich insgesamt 5 Subs in Dirac sichtbar hatte (4 vorne zusammengefasst plus 4 hinten). Das Ergebnis sah so aus:
AntPresetSub.jpg
Diesmal habe ich auch alle hinteren Subs per Aktivweiche zu einem virtuellen zusammengeschaltet, so das Dirac nur zwei Subs sieht. Das mach aus meiner Sicht mehr Sinn, denn meine Subs sind auf optimalen DBA Positionen platziert und können gemeinsam besser die Welle auslöschen, die von den vorderen kommt. Des Weiteren habe ich bei ungefähr der Hälfte meiner Subs (pro Array versteht sich) bis zu 2 ms Unterschiede festgestellt, die ich alle vor der Messung behoben habe.
Des Weiteren habe ich geringfügig vorentzerrt. So sahen die Subs vorne vorher aus.
AllSubsFront.jpg
Und so hinten:
AllSubsBack.jpg
Nach 1-2 EQ's waren die Spitzen behoben. Hier in rot alle vier Subs vorne zusammen und in Blau nach individueller Vorentzerrung der einzelnen Subs.
AllSubsFrontEQ.jpg
Das gleiche Bild für hinten (blau -vorher):
AllSubsBackEQ.jpg
Bei den Lautsprechen habe ich mich im Wesentlichen nur auf den Abgleich der Pegel konzentriert. Musste aber für 1-2 LS doch dezent 1-2 EQ's setzen.
Vorher:
AllSpeaker.jpg
Nachher:
AllSpeakerFinal.jpg
Und mit dem Setting bin ich ins Einmessen gelaufen. Auch hier habe ich ein Detail verändert: ich habe zwar auch beim letzten Mal die 9-Punkte Einmessung genommen, habe sie aber diesmal tatsächlich etwas enger (ca. 30 cm Abstand) gesetzt und zwei zusätzliche Punkte um die Hörerposition herum hinzugefügt (Empfehlung von AudioFreak). Bei den supportenden LS bin ich diesmal auch restriktiver rangegangen und habe viel eingeschränkt.
Was soll ich sagen - ich bin begeistert!

Es ist ein wesentlicher und hörbarer Fortschritt gegenüber dem, was ich vorher hatte. Es klingt alles viel lebendiger, offener, mit mehr Gefühl und Tiefe. Die Details, die ich in den oben erwähnten Stücken nie gehört habe. Es fehlt mir noch etwas Druck beim KickBass. Da muss ich wohl noch mit der Target Courve experimentieren. Ich stehe ja ganz am Anfang...
So sieht es momentan in REW aus. Rot - Standardkurve von Dirac, blau - die r85-s80-h5 von Nilsens:
AllSubsDiracTC.jpg
Die LR-LS:
AllSpeakerDirac.jpg
So, jetzt muss ich weiter hören
Bis morgen!