Posts by rumpeli

    Hallo,


    wie oben beschrieben habe ich nun ein paar suspekte Teile der Frequenzweiche ausgetauscht, nämlich den 15 uF Elko und die beiden Widerstände. Ein R2 war ja durch gebrannt und ein Elko schon aufgebeult, deshalb.


    Hier sind drei Messungen einer Box auf dem Boden liegend, im Wohnzimmer.

    blau - original Weiche

    grün - nach Wechsel von C1, R1 und R2

    rot - neue Teile aber Woofer ander rum gepolt


    Laut Spec trennt die Frequenzweiche bei 1,7 kHz.

    Für mich sieht die original Weiche blau noch am besten aus

    Mit den neuen spielt der Hochtöner ca. 6 - 8 db lauter. Deutet das auf zu kleine Widerstände hin?

    Weil der Frequenzgang grüne Kurve da etwas wellig aussieht habe ich aus Spaß mal den Woofer verpolt, also die Anschlüsse am Tieftöner getauscht und die rote Kurve aufgenommen. Wieso sieht die zwischen 1 und 2 kHz deutlich besser aus?


    Ich glaube, ich habe mich da in etwas verrannt.

    Liebes Forum,


    zur Aufwertung meiner PA für Garten- und Garagenpartys liefen mir neulich 2 Yamaha C115V über'n Weg. Beim ersten Test klang eine Box extrem schrill und auch anders als die andere. Da war ein 10W 8 Ohm Widerstand in Serie zum Hochtöner durchgebrannt. Nach Tausch gegen einen alten den ich noch irgendwo hatte klang es schon deutlich besser (Elkos und Widerstände zum kompletten Tausch der Frequenzweichen sind bestellt). Aber ich bin halt an Studiomonitore gewöhnt. "Aufwertung" ist auch sehr relativ zu sehen. Vom Klang ist es ein deutlicher Rückschritt und was ich jetzt schon hab wir eigentlich auch nie völlig aufgedreht, meist sind eben auch Frauen anwesend. Aber mit der neuen PA wäre ich halt zweifellos der lauteste im Block und Haben ist besser als Brauchen :-)))


    Nun versuche ich die Teile per EQ zu entzerren. Der Powermixer der mitkam (yamaha emx860st) hat einen 1 Oktav, 7 Band graphischen Equalizer. Falls das nicht reicht, Dosenmusik wird immer vom PC zugespielt und da läuft der sehr mächtige PEACE Equalizer. Bei Mikrofonen und live Instrumenten ist der Klang der Boxen nicht wirklich limitierend ;-) Der Amp ist auch eher zu klein mit 2 mal 135 Watt an 8 Ohm, Tests mit einer gebrückten Inuke 6000 - 4 klangen bei hohem Pegel merklich entspannter.


    Meine Messversuche mit REW haben mich leider noch nicht richtig weitergebracht. PA und Mikro auf Ständern im Wohnzimmer bringt schon mal garnix, die Raumeinflüsse sind einfach zu dominierend. Also den Kram im Garten aufgebaut und die Nachbarschaft mit Sweeps genervt. Messungen im Abstand von 1 bis 5 Metern bei unterschiedlichen Höhen zeigen aber immer noch eine ausgeprägte Welligkeit, welche sehr abhängig von der Mikroposition ist. Für meinen Anwendungsbereich sind die Boxen natürlich auch etwas zu groß und der Hörabstand sollte besser etwas weiter sein. Den Platz habe ich aber nicht. Am realistischsten scheint mir der tatsächliche Frequenzgang der Boxen auszusehen, wenn Nahfeldmessungen von Tweeter und Woofer summiert werden. Dann sind zumindest Raumeinflüsse weitgehend raus. Allerdings gibt es immer noch massiven Bleed zwischen den beiden zu summierenden Chassis, der Einfluss des Gitters ist mir unklar und- was ich garnicht beurteilen kann - wie repräsentativ ist die Nahfeldmessung von so einem großen Horn?


    So soll der Frequenzgang gemäß Service Manual aussehen:




    Nun ein paar Fragen


    Wie kann man mit haushaltsüblichen Mitteln eine aussagekräftige Messung des Frequenzganges machen? Nah, weit, am Boden, mehrere Messungen mitteln, mit dem Mikro wedeln?


    Welche Zielkurven und bei welchen Schalldruckpegeln klingen angenehm?


    Wie genau sollte man bei der Entzerrung sein? Reicht eine Oktave Bandbreite oder können auch schmalbandige Fehler deutlich hörbar sein? Reicht +- 3 db Genauigkeit?


    Welche erfahrung habt ihr in der Praxis mit PA für kleine Events und Venues?

    Hi,


    scheiß auf die Fußbodenheizung, leg dunkles Vinyl, Laminat oder Teppich auf die Fliesen. MIt der ganzen Elektronik wird es in dem Raum sowieso eher zu warm als zu kalt. Außerdem Wände und Decke mit schwarzem Stoff auf Spannrahmen verkleiden (oder Raufaser und schwarz streichen). Absorber und Diffusoren okay.


    Wenn du nicht schon deine großen Lautsprecher hättest würde ich ja immer zu kleineren 2-Wge Boxen raten. Bei dem eher kleinen Raum und mit Subwoofer reichen die vom Pegel und lassen sich besser platzieren.


    Wenn schon eine schalldurchlässige Leinwand kommt (was ich gut finde) dann macht auch ein DBA Sinn. Ein DBA kann man übrigens auch quer einbauen, wenn sonst zuwenig Platz ist. Ich bin mit meiner Multi Sub Anordnung auch recht glücklich, ist aber deutlich mehr Frickelei bis es korrekt eingestellt ist.


    Sitzabstand kannst du immer noch austesten wenn alles fertig ist. Überleg dir noch wo die Elektronik hinkommt, damit du nicht ständig die Blinkenlights im Auge hast.


    Gruß

    rumpeli

    Ich hätte Sorge, dass so ein Turm bei leicht unebenem Bodenbelag senkrecht und wackelfrei steht. Daher würde ich den Turm auf drei Lautsprecherfüße stellen, am besten per Gewinde höhenverstellbar. Solche Füße tragen auch schwere Konstruktionen, ich glaub die von meinen ehemaligen Visaton Atlas DSM MKIII liegen hier immer noch irgendwo rum.

    Timing Reference im Bass - Bist du sicher das das brauchbare Ergebnisse bringt. Wie gehst du da vor?

    Ich nehme irgendeinen der Satelliten 30 - 20000 Hz als akustische Referenz. Der Subwoofer wäre tatsächlich schlecht, weil die Impulsantwort (IR), aus der der Zeitversatz zwischen Ausgabe des Messsignals und Eingang am Mikrofon nicht sehr scharf bestimmt werden kann. Die geringe Bandbreite, 30-200 Hz oder so, führt nicht zu einem scharfen Peak in der Impulsantwort. Mithilfe der akustischen Referenz mit einem geeigneten breitbandigem Signal setzt REW aber den Nullpunkt der Impulsantwort immer korrekt, auch bei Subwoofersignalen.


    Wenn das Messsignal nicht per HDMI zum AVR gegeben wird sondern analog, dann kann man auch ein Loopback machen. Ohne Zeitreferenz muss man iterativ die Verzögerung und Pegel eines Kanals verstellen und dann jedes mal eine Messung machen. Mit Zeitreferenz können die Filter Verzögerung und Pegel auf eins der Rohsignale angewendet und anschließend mit dem anderen Rohsignal summiert werden. Das Ergebnis entspricht genau der akustischen Messung beider Signale mit Filter im DSP.


    Dasselbe kommt einem dann wieder bei der Ankopplung des DBA an die Satelliten entgegen. Je einmal Subwoofer und Satellit einzeln mit Zeitreferenz messen, Filter in REW optimieren und anschließend in das DSP / Vorstufe /AVR übertragen.


    Halb offtopic: Mit dieser Methode spart man eine Menge Messungen, die Ermittlung der Parameter für VErzögerung und PEgel erfolgt aber immer noch manuell. Die Software Multisuboptimizer berechnet diese Parameter automatisch. Allerdings lohnt der Aufwand der Einarbeitung in MSO wohl nicht, wenn man nur ein einzelnes DBA einstellen muss. Bei einer Multisub Anordnung geht es meines Erachtens gar nicht anders, weil es für eine Trial & Error Ansatz einfach zu viele Filter Parameter gibt.

    Einen Nachteil bei Leinwandbreite über die gesamte Front sehe ich in der Ausleuchtung der Seitenwände durch Streulicht von der Leinwand. Inwiefern die neuen superschwarzen Stoffe da tatsächlich Abhilfe schaffen kann ich nicht beurteilen. Ich habe recht tiefe Diffusoren an den Seitenwänden, die beschatten sich zum Teil selbst. Insgesamt hellt sich der Raum durch Streulicht aber schon auf. Das gilt natürlich auch für die Decke, der Boden ist nicht in meinem Sichtfeld.

    Im Video wird zwei mal ein Graph gezeigt, bei dem die Dämpfung und das Ausmaß der Kammfilterung von Gewebe mit dem Winkel zunimmt. Schon bei 20° ist Gewebe genauso schlecht wie senkrecht angestrahlte Folie. Die Untersuchungen wurden mit Horn Lautsprechern gemacht. Ich meine gehört zu haben, das Paper sei nicht kostenlos zu haben. Die Details spielen aber sicher eine große Rolle bei der Interpretation der Ergebnisse. Z.B. auch die Richtwirkung der untersuchten Lautsprecher.

    Vielen Dank für dieses Video. Sehr interessant. Auch wenn ich keine Horn Lautsprecher habe und die Ergebnisse angeblich nicht auf Kalotten und Koni übertragbar sind, ich werde meine Lautsprecherpositionierung und die Bedämpfung der Schallwand noch mal genau betrachten und überdenken. Vorteilhaft scheinen

    Gewebe ist besser als perforierte Folie

    großer Abstand Lautsprecher zu Leinwand

    Bedämpfung der Schallwand

    geringer Winkel zwischen Lautsprecher und Leinwand, am besten keiner

    EQ entzerrung der Hochtondämpfung verschlimmert den Kammfiltereffekt


    Vor einigen Jahren hatte mich das Thema schon mal hier und im anderen Forum beschäftigt. Und ich hatte auch schon mal THX lizensierte Lautsprecher mit ab Werk bedämpfter Schallwand:

    46202-k1024-img-2339-jpg

    Man kann dann zumindest im Bassanteil z.B. einen Frequenzbereich anheben, der beim Satelliten einen Einbruch enthält. Dann wäre die Summe zumindest sauberer. Klar, das klappt nur an einem Platz. Aber wir haben ja immer das Problem, dass das DBA im gesamten Raum einen annähernd konstanten Amplitudengang aufweist (und Pegel!) und die Satelliten stark ortsabhängig sind.

    Und damit handelt sich manch ein User unbewusst weitere Probleme ein, wenn er nämlich versucht die Surrounds im Bereich der Trennfrequenz per EQ zu entzerren, damit die Phase noch weiter verschiebt und damit die Auslöschung zum Subwoofer noch größer wird. Das passiert besonders unbewusst bei der Nutzung der meisten automatischen Einmesssysteme. Die haben nämlich keinen linearphasigen Equalizer, Hoch- und Tiefpass, den Hank -so glaube ich- voraussetzt wenn er schreibt:

    ....

    Also muss ich dafür sorgen, dass der Übergang vom Bass zum Rest (3 Wege) sauber funktioniert. Das ist in der Praxis auch problemlos möglich. ...



    Okay, das ist so schmalbandig, dass man es bestimmt nicht hört. Allerdings ist es nur vermeidbar mit DSP Geräten die FIR Filter unterstützen, wie z.B. Trinnov .

    rumpeli Hier schreibt schauki es doch schon...

    Heißt das er nimmt in Kauf, dass die räumliche Abbildung zwischen Center, LF/RF und den Surrounds nicht mehr passt?


    OT: Sorry falls ich blöd rüberkomme, fühle mich inzwischen wie der Geisterfahrer auf der Suche nach der nächsten Ausfahrt. Im persönlichen Gespräch wäre das Thema bestimmt viel effektiver zu erklären.