IBeam / Shaker - Einstellungen DSP

  • Hallo zusammen,

    ich hab unter meinen vier Sitzen je einen IBeam, betrieben mit einem Reckhorn A804i. Wackelt ordentlich.


    Nun hab ich da einen Mini DSP 4x4 HD zwischengepackt und folgende 4 Einstellungen programmiert (Umstellung per Fernbedienung ist ja kein Problem):


    1: Cut bei 35 Hz mit 48 dB/Oktave (gedacht für Filme)

    2: Cut bei 45 Hz mit 48 dB/Oktave (gedacht für Spiele)

    3: Cut bei 35 Hz mit 24 dB/Oktave (gedacht für Musik)

    4: reiner Durchlauf


    Die Werte hab ich hier her:

    https://www.heimkino-praxis.de…anschliessen-und-trennen/


    Am Reckhorn steht der Regler bei so 60 Hz.


    Damit aber mit 1-3 überhaupt was ankommt, musste ich am DSP den Ein- und Ausgangspegel je auf Maximum (+12 DB) stellen. Dass mehr passiert, je höher der Cut gesetzt wird, ist mir klar. Ich bin nur zu mehreren konträren Aussagen etwas irritiert bzw. möchte gerne wissen, ob ich vielleicht auch was verwechsle:


    1) IBeam spielt keinen Bass, sondern kennt sozusagen nur ein oder aus und das mit verschiedenen Intensitäten

    2) IBeam kommt nur, wenn überhaupt, bis 30 Hz runter

    3) Nie bei einem Sub Frequenzen erhöhen, zum Angleichen nur Absenken


    Meine Fragen:

    Gilt Aussage 3 überhaupt für Shaker, wenn Aussage 1 stimmt?

    Und wenn Aussage 1 stimmt - warum geht der IBeam dann nur bis 30-35 Hz runter?

    Ist das Anheben der Ein- und Ausgangspegel schädlich für den IBeam? Auf DB 0 merkt man maximal ein kleines Kribbeln.


    So ganz hab ich das Prinzip noch nicht verstanden und wäre für eine Aufklärung sehr dankbar!!

  • Denke, die Fragestellung ist ein wenig verwirrend.

    Zu 2) kann ich nur bestätigen, dass er mit EQ nur bis 34Hz geht, danach fällt er mit 36 dB/Oct. ab also fehlt genau der Bereich wo es wirklich anfängt Einzelimpulse wahrzunehmen.

    gruß Dirk

  • Ich häng mich mal hier dran, obwohl der Beitrag älter ist. Doch vielleicht sind meine Erfahrungen für Einige hilfreich und es muss kein neuer Thread eröffnet werden.


    Screenshot_20251220_165818_Chrome.jpg


    Unter unserem dreisitzigem Sofa ist nun auch ein Ibeam verbaut. Davor ein Reckhorn 410 und davor ein Denon 6800.

    Das Sofa bot mir baulich bedingt die Möglichkeit, den Ibeam direkt im Sofa, anstatt darunter, zu befestigen.



    Screenshot_20251220_165712_Chrome.jpg



    Ich verschraubter eine relativ große und 18mm dicke Multiplex Birkenplatte, zusätzlich verwendete ich Montagekleber.

    Mittig ist der Ibeam verschraubt.


    Screenshot_20251220_165853_Chrome.jpg


    Zusätzlich entkoppelte ich das Sofa mit 1cm dicken Silikonfüßen. Da das Sofa direkt an der Wand steht, klebte ich auch an der Rückenlehne 4 Silikonfüße als Abstandhalter.


    Am Denon selbst habe ich den dafür vorgesehenen Subout 4 genommen. 1 & 2 sind belegt, 3 auch bald. Im Menü des Denon wurde noch der Körperschallwandler auf 'ein' gestellt.

    Die Distanz habe ich in der Zuweisung so gelassen der Pegel beträgt 0db.


    Den Reckhorn selbst habe ich mit den Filmen eingestellt, die mir zur Verfügung stehen und ich oft sah.


    Die Grundeinstellung habe ich aus der Eröffnung von Bladerunner genommen. Danach die Schussszenen von Sicario und diverse Schlachten aus Dune 2.


    So bin ich final bei folgenden Einstellungen geblieben.


    20251220_161909.jpg


    Ich hatte auch kurz mit der stufenlosen Phasenvetstellung experimentiert, bilde mir da aber Placebo ein.


    Bis auf Gespräche möchte ich nahezu alles spüren, daher sind diese Einstellungen äußerst subjektiv und insbesondere auch vom Sofa abhängig!


    Die pulsierende Musik und der Helikopter bei Sicario werden durch das Motorengeräusch der startenden Pickups unterbrochen - oder überstimmt? Ich weiß es nicht, aber es fühlt sich einzigartig, genial und irrsinnig krass an. Es ist erstaunlich, wie der Ibeam hier trennt oder zaubert. Kurz, knackig scharf und unheimlich stark!

    Auch die Schusswechsel spürt man so, als ob man im Rücken getroffen wird. Sowas habe ich nicht erwartet. Der Ibeam vibriert nicht mehr oder noch mehr, er handelt klug und spektakulär.


    Das Schlagen des Klopfer bei Dune, wenn man die Würmer ruft. Die Gefechte in der Wüste und natürlich das Hören der Stimme. Es sind komplett neue Eindrücke und es ist erstaunlich, wie sehr hier zwischen den Frequenzen selektiert und weiter gegeben wird.

    Das dies alles von einem einzigen Gerät kommt, ist für mich als Konsument unfassbar.


    Am kräftigsten ist es bei Bladerunner 2049. Die vielen kleinen Impulse oder das Peitschen der Wellen gegen die gigantische Wand. Es ist spürbar, vorallem unterschiedlich spürbar und sorgt für eine Intensität, die ich in unserem Wohnzimmer nicht geahnt hätte.


    Eine besondere Erfahrung habe ich au h beim Gaming/Zocken gemacht. Wie sich hier das öffnen von Kisten, zerschlagen von Objekten oder das nutzen von Waffen anfühlt, wie es erlebt wird, ist definitiv grandios und der Hammer!


    20251220_163554.jpg



    Unser Sofa ist 3m breit und es arbeitet bis in beide Armlehnen. Das Gefühl an der dick gepolsterten Rückenlehne ist heftig, der Impuls an allen Sitzflächen enorm spürbar - nicht am, sondern im Körper!


    Objektiv muss man sagen, dass unser Sofa im oberen dreistelligen Bereich lag und der Ibeam mit dieser Art von Qualität bzw. Verarbeitung sicherlich ein leichteres Spiel hat, als mit einem hochwertigen Sitzmöbel.

    Außerdem kommt hinzu, dass ich aktuell von der Wirkung des Ibeam und den echt tollen Einstellungen des Reckhorn 410 noch überschwänglich bin. Besitzer oder Nutzer, die den Einfluss von Körperschallwandlern kennen, werden sich vielleicht wundern, warum ich hier so laut hurra schreien. Doch für mich ist das eine völlig neue Erfahrung.


    Ebensowenig kann ich nicht beurteilen, in wie weit sich der Ibeam im Vergleich zu herkömmlichen Bass Shakern beurteilen lässt. Mir fehlt hier einfach der Vergleich.


    Mit Kabel, Platte und Kleinteilen bin ich bei über 600,-€ gelandet. Mir war es das absolut wert, ich freue mich, dass ich das verbaut habe und empfehle es definitiv weiter!


    Ob es dazu einen Reckhorn 410 braucht oder ob ein Verstärker mit weniger Möglichkeiten reicht, hängt sicherlich auch von der gewünschten Leistung und den eigenen Wünschen ab.

  • Dankeschön!


    Ja, Denon ist bei 40Hz. Über den benötigten Eingangspegel des Reckhorn weiß ich leider nichts. Da meine beiden Subwoofer im Minusbereich sind, fand ich die 0db schon viel (?).


    Genau. Boots und Equalizer sind - bei meinen wenigen UHD's - so perfekt für mein Empfinden und mein Sofa eingestellt:


    Da ich "Vieeel" spüren möchte, habe ich mit dem erhöhten Boost auch Motorengeräusche, Schüsse die weniger basslastig sind o.ä. durch gelassen. Ohne, dass ich dabei einfach den Gain am Reckhorn hochdrehe.

    Beim Equalizer habe ich mehr auf mein Sofa gehört, ohne dass dabei die Impulse schwächer werden. Hier könnte ich eventuell noch Richtung 1:00 Uhr gehen...


    In wie weit sich meine jetzigen Einstellungen auf künftige Filme übertragen lassen, werde ich abwarten. Da möchte ich mich nicht festlegen.

    Das Zusammenspiel bei Bass Shakern sehe ich vergleichsweise komplex. Es gibt halt mehrere Faktoren und Dinge, die alles verändern können. Zusätzlich empfand ich das einstellen des Reckhorn, exakt auf nein Vorlieben, doch recht aufwendig. Hier wiederholte ich immer wieder einzelne Filmszenen und ging nach Anpassungen auch prüfend zurück.

  • Auf Anregung eines Mitgliedes hier, habe ich zusätzlich einige KI-Modelle bemüht, mit meinen Wünschen und Setup gefüttert.


    Aktuell ist es nun so, dass ich einen Kompromiss aus der Präzision von Sicario, der Power von Bladerunner 2049 und der Kraft von Dune habe.

    Nicht ganz so basslastige Schüsse sind immernoch im Körper zu spüren. Das diffuse Dauerwummern bei Dune ist minimiert, ohne dass Kraft verloren geht.


    20251222_160130.jpg


    Bladerunner 2049 gefällt mir ibeammäßig am besten. Mir ist jedoch klar, dass jeder Film seitens des Reckhorn anders bedient werden möchte. Zumindest wenn man optimale Ergebnisse möchten, anstatt nur "Vibrationsalarm" - mal lauter, mal leiser.


    Der Gain/Sublevel ist nun fast auf 12:00. Ich denke, dass das für den Verstärker zumutbar ist. Vom roten Clipping Lämpchen habe ich nichts gesehen.

    Von daher lasse ich es zunächst so, bis der nächste Film kommt :think: .

  • Danke fürs Teilen deiner Einstellungen. Hab quasi 1:1 dein letztes Setting übernommen, das passt sehr gut. An meinem Denon 6700 hab ich den A-410 an Sub2 angeschlossen; Sub1 steht für das SBA auf -7 dB, Sub2 nun auf +5dB. Hatte erst +10, da hats mich bei der Stimme von Dune schier aus dem Sitz gehoben. War to much.

  • Gerne. Freut mich wenn Du da ebenso beste Ergebnisse bekommst, cool!


    Wie hattest Du es denn vorher?


    Ich bin ja am Subout 4, dort ist auch im Menü der ShakerModus aktiv. Ob das der 6700 auch hat und es einen Unterschied, kann ich nicht beurteilen.


    ...

    , Sub2 nun auf +5dB. Hatte erst +10, da hats mich bei der Stimme von Dune schier aus dem Sitz gehoben. War to much.


    Ha, ich sag's Dir :dancewithme Ist schon ordentlich was da so an Impulsen kommt. Ich lieb das.

  • Ich nicht. Eingemessen wurde mit Ibeam am Subout 4. Der 6800 hat dabei den Wert von 0db und die Entfernung ist 0m.


    Für mich fühlt es sich beim Film korrekt an, deshalb werde ich es im Denon so lassen und bei Bedarf am Reckhorn ändern.

    Aktuell kann ich kein Versatz oder fetten Impuls spüren.


    Meine Referenz Szene war der Schusswechsel in einer der letzten Szenen von Sicario, beim Abendessen mit der Familie sowie die ersten 2-3 Schüsse bei Bladerunner 2049 am Anfang im Replikantenhaus.

    Beide Male war es punktgenau, bei Bladerunner vergleichsweise mit ordentlich Punch.

  • Wie hattest Du es denn vorher?


    Ich bin ja am Subout 4, dort ist auch im Menü der ShakerModus aktiv. Ob das der 6700 auch hat und es einen Unterschied, kann ich nicht beurteilen.

    Gar nicht, hab den IBeam neu.

    Der 6700 hat keinen dedizierten Shakermodus und ich kann die Trennfrequenz auch nur global für alle Subwooferausgänge einstellen.

  • habts ihr beide schonmal mit der Distanz rumgespielt?

    Etwas. Hab am Ende dieselbe Entfernung wie beim Sub1 Ausgang eingestellt. Das passte am besten.
    Wobei das nicht immer gleich synchron innerhalb eines Filmes ist. Bspw. bei Greatest Showman ist das erste Stampfen sehr synchron, das Doppelstampfen danach etwas versetzt, fällt aber nur auf, wenn man nicht drauf achtet

  • hallo Freunde des gepflegten Rüttelns
    ich hab emittlerweile das mit den Shakern drangegeben, da diese permanent zu spät waren.
    besonders zu merken bei Impulsen (z.B. Schüsse), hier war es immer zeitverzögert / verschoben.
    habe mit Delay rumhantiert usw, egal wie, keine Besserung.
    bin aber in unserer Ddorfergruppe damit nicht alleine gewesen... :zwinker2:

    Nachdem ich die Shaker durch Subs ersetzt habe, ist es synchron.


    Ich greife per y-Kabel das Signal von meinem Sub1 ab (Klipsch 15") und gehe damit in eine N3000D, Output A ist unten, Output B ist hinten.

    sprich unten habe ich 10" jeweils unter eine Sitzfläche, und dahinter stehen 12" die direkt in den Rück drücken.

    Alle Sub Gehäuse sind geschlossen, da es sich im Low-Profile-Chassis handelt, kann man mit geringer Bautiefe bauen
    Der Vorteil bei diesem Verstärker ist, grafisches Interface, und man kann A und B mit parametrischem EQ komplett unaghängig von einander Konfigurieren.

    Denn Unten und Hinten müssen Unabhängig von einenander eingestellt werden, um das optimale Ergebnis zu erzielen.

    Sofa-Subs.jpeg


    Zum Testen empfehle ich u.a. The Dark Knight, Disc OT, da wo Batman den Stein aus der Wand rausholt, danach im Keller wo die Gatling auf dem Schlitten montiert 4 Schüsse abgibt ! Dabei wird die Intensität Stärker..... :big_smile:


    gruß

    propman

    Natürlich führe ich Selbstgespräche,

    schließlich brauch ich auch mal den Rat eines Experten :big_smile:

  • Gar nicht, hab den IBeam neu.

    Der 6700 hat keinen dedizierten Shakermodus und ich kann die Trennfrequenz auch nur global für alle Subwooferausgänge einstellen.

    Also ich kann euch sehr das neue AcoustiX Tool empfehlen, das ist für mich bis dato die einzige Lösung in Verbindung mit einem Denon oder Marantz seinen Shaker gescheit einstellen zu können. Man kann da sogar eigene TargetCurves verwenden und bei den neuen Modellen auch Distanzen von bis zu 18m verwenden.

  • Also ich kann euch sehr das neue AcoustiX Tool empfehlen, das ist für mich bis dato die einzige Lösung in Verbindung mit einem Denon oder Marantz seinen Shaker gescheit einstellen zu können. Man kann da sogar eigene TargetCurves verwenden und bei den neuen Modellen auch Distanzen von bis zu 18m verwenden.

    hm...
    ja es klingt cool mit der TargetCurve,
    diese sind (aber) dafür da, um LS-Klang zu harmonisieren.......aber was soll das bei Shakern bringen....? :think:

    So wohl bei mir als auch bei meinen Freunden in der Gruppe, wir regeln alle von Hand mit DSP die Shaker-Subs (entweder mit Reckhorn Amp oder Behringer N3000D), um es genau so zu haben wie man es fühlen will.

    d.h. u.a. den Frequenzgang zu beschneiden, z.B bei 40 Hz, als auch eventuell bei gewissen Frequenzen noch ne Schippe (paar db) drauf zu tun, um den gewünschten Effekt zu erhalten.


    gruß

    propman

    Natürlich führe ich Selbstgespräche,

    schließlich brauch ich auch mal den Rat eines Experten :big_smile:

  • so eine TargetCurve bringt bei Shakern eigentlich genau genommen genauso viel wie bei Lautsprechern. Des weiteren schon, weil dein Behringer unter 20hz deutlich nachgibt, wo du mit einem dsp dagegenhalten könntest. Kommt aber auch auf deine Shaker an, die Quakes bzw normalerweise sollten Shaker ja nur von einer Range von 0 bis ca 23hz eingesetzt werden.

  • Hast du einen Link zu dem Tool?

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