Posts by bendo

    Hallo,

    für die Bauakustik (das Unterforum ist also nicht exakt passend...) möchte ich aus Gründen des Schallschutzes in Nachbarräume eine abgehängte Decke herstellen (Trockenbau Knauf freitragende Decke). Hohlraum 150mm, davon 100-120mm gedämmt.

    Für das Dämmmaterial empfiehlt Hersteller Knauf zum Schallschutz einen längenbezogenen Strömungswiderstand r von 5kPa*s/m² <r<50kPa*s/m².


    Derselbe Hersteller bietet ein Produkt Knauf Akustik-Dämmplatte TP 440 mit >=12 kPa*s/m², oder Knauf Trennwand-Dämmplatte TP115 mit >=5 kPa*s/m² an.

    Was ist denn für meine Zwecke nun besser?

    Gilt da "so hoch wie möglich" (wobei es ja kleiner 50kPa*s/m² bleiben soll...)?


    Danke und Gruß, bendo

    Hallo,

    KlimaTec 25 mm → 2 cm Luftschicht (hinterlüftet) → Holzständer 60 mm + Mineralwolle 60 mm → Beplankung → Designoberfläche


    • Ist dieser Aufbau grundsätzlich sinnvoll oder würdet ihr etwas anders machen?
    • Gibt es bauphysikalische Risiken (Feuchte/Taupunkt), auf die ich achten muss?


    Wie groß sollten die Lüftungsöffnungen (oben/unten) sein?

    • Reicht z. B. eine durchgehende Schattenfuge (10–15 mm) oder sollte es anders gelöst werden (Gitter, versetzter Luftweg etc.)?

    - Weshalb möchtest du Holzständer wählen? Wäre auch Knauf Vorsatzschale mit Metallständern ein gangbarer Weg? Mit dem CW 50-Profil könntest Du sogar eine freistehende Vorsatzschale errichten (Hohlraum=60mm). Alternativ mit CD60/27, direkt befestigt (Mindesthohlraum=45mm). Metallständer wären m.E. besser von der Wand entkoppelt, d.h. besserer Schallschutz.

    - Bauphysikalische Risiken gibt es (insb. an Außenwänden) natürlich grundsätzlich! Du musts prüfen, ob Du Gefahr läufst, die Taupunkttemperatur auf der Innenseite der Außenwand (hinter der Dämmung) zu unterschreiten (--> Feuchte/Schimmel). Ob so eine Hinterlüftung wirklich was bringt, weiß ich nicht. Schallschutztechnisch halte ich die aber für fragwürdig: Die Hinterlüftung macht dir dein ganzes Schallschutzsystem kaputt!? Besser wäre da m.E. eine Dampfbremse von innen vor die Dämmung einzubauen.

    Welches Dämmmaterial im Holzständerwerk ist sinnvoll?

    • Mineralwolle/Steinwolle: eher weiche Trennwanddämmung (z. B. Sonorock/Termarock/ähnliches) oder spezielle Akustikdämmplatten?
    • Gibt es Erfahrungswerte, was in der Praxis am besten funktioniert (auch bzgl. Verarbeitung/Faserflug)?

    Wenn es um Schallschutz geht: Knauf empfiehlt eine Mineralwolle-Dämmschicht, z.B. Knauf Insulation, mit einem längenbezogenen Strömungswiderstand von 5kPa*s/m² < r < 50kPa*s/m². Ich kenne diese aus der Praxis tatsächlich nicht, aber habe mir die ausgesucht für mein anstehendes Projekt. Wenn also jemand tatsächlich Erahrung hat, wäre ich auch interessiert :-)

    Bezüglich "Akustikpaneele" sowie "etwas an der Decke anbringen, anstelle Decke vollflächig abhängen": Du musst klar zwischen Schallschutz/Bauakustik und Raumakustik unterscheiden. Akustikpanele und Einzelelemente an Decke bringen was in bezug auf die Raumakustik. Quasi aber nichts für die Bauakustik! D.h. für wirkungsvollen Schallschutz solltest du die Lecks vermeiden, und kritische Decken/Wände abhängen, bzw. eine geschlossene Schale davor bauen.

    Der Schallschutz ergibt sich insb. durch den gedämmten Hohlraum. 1- bzw- 2-lagige Beplankung machen hier nur einen geringen Unterschied. Ich habe für mich - dort wo es von der Aufbauhöhe her geht - für die 2-lagige Beplankung entschieden. Macht halt einfach nochmal 2-3dB mehr (absolut ~16dB Verbesserungsmaß) als einlagige GK-Beplankung. OSB weiß ich nicht....

    • Kann ich bei der Deckenhöhe trotzdem eine Atmos / One for All Positionierung der Lautsprecher realisieren?


    Endstufe an Denon X3800H: lohnt das realistisch?

    • Bringt eine zusätzliche Endstufe (z. B. 7-Kanal) in so einem Raum hörbar Mehrwert oder sind Raum, Sub-Setup (zweiter Sub), Einmessung die größeren Hebel?

    Erster Punkt: Ich würde sagen: Ja. Wie hoch liegen deine Ohren tatsächlich beim bequemen sitzen? Schau dass du den Winkel auf 30-55° (Atmos), bzw. 25-40° (Auro-3D) hinbekommst (beachte: beides ist gleichzeitig möglich, da der Winkelbezug für Atmos und Auro jeweils ein anderer ist)

    Der X3800H ist die Mindestvoraussetzung für 5.x.4, wenn du aufgrund fehlernder Endstufen nicht noch weitere Geräte einsetzen möchtest. Wenn 5.x.4 gewünscht (den Wunsch kann ich vollstens nachvollziehen!), dann "lohnt" sich der Denon natürlich zwangsläufig!

    Über all dem steht aber - du hast es selbst angesprochen - der Raum! Wenn die Raumakustik schlecht ist, hilft der beste AVR auch nicht zum Optimum. Ähnlich verhält es sich mit der Einmessung...


    Gruß, bendo

    bin beim Recherchieren nun auf folgende Schwerlastregal-Variante gestoßen. Denke die wird es werden.


    Screenshot 2025-06-24 112319.jpg


    Das nimmt auch nicht so viel Platz weg, passt aber in die Ecke.
    Zusätzlich kann ich vorne noch ein Akustikpaneel montieren auf welches ich dann wieder meine Dartscheibe schrauben kann.

    Hallo,

    nach einem knappen Jahr: suchmich1983 , hast Du Deine Lösung nun finalisiert? Ist es das Eck-Schwerlastregal geworden? Wie hast Du es aufgewertet? Ich bin auf der Suche nach Inspiration ;-)

    Danke und Gruß, bendo

    ...In der Praxis würde ich es da eher mit Trial and Error versuchen: Den Raum nackt messen, dann eine VS bausen und einfach beplanken und nachmessen, dann die zweite Lage drauf und Kontrollmessung machen.


    Ist zwar sehr arbeitsaufwendig aber sicherlich lehreich...

    Ja, das wäre in der Tat spannend! Da wäre jetzt ein zweiter AVR und ein weiterer potenter LS/SW geschickt, den ich nur für baubegleitende Messungen auf der Baustelle belasse :-)

    Gruß, bendo

    Hallo zusammen,


    da meine Fragestellung evtl. nicht ganz zum Ausgangsthread von Nupsi gepasst hat, oder dieser Thread schon zu lange ruht, bringe ich das Thema hier nochmal neu:


    Für meinen Raum (Maße nach geplanten bauakustischen Maßnahmen: 4,12 x 2,99 x 2,34m) möchte ich vor bestehende Porenbetonwände zum Zweck der Schallisolierung (Bauakustik) biegeweiche Vorsatzschalen (Prinzip Knauf W623) anbringen. Hier wird auf S. 15 erläutert, dass "Eine zweischalige Konstruktion [...] ein Schwingungssystem dar[stellt], das selbst eine Eigenfrequenz (Resonanzfrequenz) f0 besitzt. In diesem Bereich schwingen beide Schalen aufgrund der Luftschallwellenanregung mit maximaler Amplitude, was einen erheblichen Einbruch der Schalldämmung bedeutet.".


    Wie wirkt sich diese Resonanzfrequenz jedoch auf die Raumeigenmoden aus?


    Könnte die (eigentlich aus bauakustischen Gründen errichtete) Vorsatzschale zur Raumakustik (=Plattenabsorber) genutzt werden?


    Lt. Wikipedia sei die "Schallabsorption des Membranabsorbers [..] im Frequenzbereich seiner Eigenresonanz am effektivsten."


    Für meinen Raum erwarte ich folgende Raummoden:

    42,0 Hz

    57,8 Hz

    71,5 Hz

    74,1 Hz

    usw...


    Seither hatte ich geplant, eine Wand einlagig mit Knauf Silentboard, eine zweite Wand zweilagig mit 2x Knauf Silentboard zu beplanken. Wenn ich stattdessen einmal Knauf Massivbauplatte (Resonanzfrequenz=74Hz; siehe hier, Seite 7), bzw. 1x Silentboard+1xDiamant (Resonanzfrequenz=41 Hz) wähle, hätte ich damit dann schon mal zwei der Eigenmoden eliminiert?!


    Sind meine Gedanken physikalisch korrekt, oder bringe ich da grundverschiedene Sachen zusammen?!

    Danke und Gruß, bendo

    HifiWoodz : Hast du für deinen Lüfter noch eine Art Klappe/Tür installiert? Auf deinen Fotos erkenne ich es nicht ganz genau: Deine Wand ist ja vollflächig verkleidet. Ich nehme aber an, dass du weiterhin Zugang zum Lüfter hast...

    Danke und Gruß, bendo

    Nur der äusserst geringe Luftwechsel stört mich. Muss mal die Herstellerseite prüfen, obs da noch was größeres gibt...

    Hallo,

    so wie ich das der Homepage entnehme, istd er Hersteller spezialisiert auf genau sein spezielles Lüftergerät. Das gibt es in drei Ausführungen, die sich m.E. strömungstechnisch aber nicht unterscheiden (lediglich in Bezug auf ergänzende Features).

    Wenn Dir die Luftwechselzahl nicht genügt: Wie wäre es mit zwei Lüftern? :) Du bräuchtest dann entweder 4x Kernbohrungen für DN50 Rohre, oder könntest einfach zwei größere Herstellen und den Volumenstrom über Rohr aufteilen?

    Gruß, bendo

    Hallo,

    vielen Dank für Deine Hinweise! Auch Dein Bauthread ist sehr inspirierend!

    Ich habe mir den voll ausgestatteten bestellt (ich war etwas hin- und hergerissen, da ich die Zusatzfunktionen evtl. gar nicht benötige. Aber man weiß ja nie...).

    Deine Einschätzung zu dem Lüfter stimmt mich positiv!

    Der Lüfter ist bereits angekommen. Habe diesen mal probeweise auf dem Schreibtisch aufgebaut und die Lautsärke getestet (frei, sowie mit angeschlossenen Rohren). Ich war sofort überzeugt, dass der Lüfter "kinoraumtauglich" ist (manchmal hilft die Praxis einfach schneller als aufwändiges abwägen, à la #19  :think:): Auch auf höchster Stufe ist das Rauschen eher moderat. In einer Einhausung, sowie mit schallgedämmten Zu-/Abluftlabyrinten sollte das überhaupt kein Problem darstellen.

    Jedenfalls ist für mich nun klar, dass ich das Gerät direkt im Kinoraum aufstellen werde (und nicht aufwändig nebenan, mit zusätzlichen zwei Kernbohrungen)!

    Viele Grüße, bendo

    Hallo,

    für mein Vorhaben habe ich nun mal einen Lüfter von Bayernluft bestellt. Dieser benötigt zwei DN65-Kernlochbohrungen (also vergleichsweise klein, aber halt zwei Stück) und fördert damit Zu- und Abluft permanent über dasselbe Rohr. Eine WRG findet rekuperativ (also über Kreuz) statt. Was mir gefällt ist der scheinbar recht simple Aufbau und Kompatibilität mit "Baumarktartikeln". Die Raumlüftungsseite erfolgt eigentlich unmittelbar über Öffnungen an Geräteunter- bzw. oberseite. Hier kann allerdings problemlos ein Anschluss an HT-Rohre zur Luftführung (DN75 wird dann empfohlen, max. jeweils ~2m) erfolgen. Das Gerät selbst hat die Maße 44,5 x 32 x 11,5cm.


    Hat den jemand im Einsatz und kann ein paar Empfehlungen in Bezug auf Heimkino geben?


    Zunächst möchte ich nun mal prüfen, wie "laut" das Gerät bei Betrieb wirklich ist. Für mich ergeben sich nun zwei Möglichkeiten der Montage des Geräts: Innerhalb Raum des "Heimkinos" oder "im Raum nebenan". Der letztere Fall folgt der Idee, das "laute" Gerät auszulagern, den Luftwechsel aber genauso über Außenluft durchzuführen, diese dann aber über Rohre in/aus dem Heimkino zu führen.


    Im Raum nebenanDirekt im Heimkino
    Vorteile- Gerätegeräusche sind nicht im Kino à Gerät kann offen, ohne Umhausung aufgebaut werden
    - Gute Aufhängeposition vorhanden
    - nur 2 Kernbohrungen erforderlich
    - Unmittelbare Luftführung im Kino möglich: Raumseitige Zu/Abluft wird in 1-2m langen Rohren an gewünschte Stellen geführt.
    - Keine Penetration Innenwand
    - Ggf. bessere Kontrolle während Betrieb da im selben Raum
    Nachteile- 4 statt 2 Kernlochbohrungen erforderlich (da ergänzend durch Innenwand zum Heimkino erforderlich)
    - 2-fache Penetration der Innenwand (Schallschutz/Bauakustik)
    - komplexere Rohrführung
    - Aufhängeort muss in raumakustische Maßnahmen integriert werden, oder "verbaut" Platz dafür
    - Das Gerät ist laut! --> Muss eingehaust werden!


    Was haltet ihr von meinen Argumenten? Fallen Euch noch weitere relevante Aspekte ein?


    Danke und Gruß, bendo

    Kann ich nachvollziehen. Deine Idee müsste aber fnktionieren. Achte darauf, dass die Verbindung zur Decke ausreichend dimensioniert ist! Beim 1/2-Zoll-Deckenflansch sind die Bohrlöcher ggf. recht nah beieinander. Hier würde ich auf eine gute Schraub/Dübelverbindung setzen (ist es eine schöne massive Betondecke?).

    Gruß, bendo

    Hallo,

    wenn die Halterung entsprechend Deiner Darstellung nicht wirklich sichtbar ist, kann ich mir das Material vorstellen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich Deine Skizze (roter Strich) richtig verstanden habe: Soll die Halterung ein einfacher 90°-Bogen ergeben? Bei 30cm Ausladung könnte das eine ganz schönen Hebel geben?

    Ich plane gerade auch ein Heimkino und denke derzeit an ein "Gestell" aus KVH für die Height-LS (z.B. 6x10cm Balken). Vorteil wäre, dass ich daran auch nach allerlei andere Sachen aufhängen kann (z.B. Beleuchtung).

    Gruß, bendo

    Der Sitzabstand wird ca. 200cm betragen.


    Als Bildquelle würde ich den vorhandenen 55` Flachbildschirm verwenden. Ist das bei geringem Sitzabstand zu groß, wäre ein kleinerer jederzeit möglich. Größere Bildschirme würden in geringem Umfang ebenfalls gehen. Da zwar die Bildquali einer guten UHD "Auslegungsgrundlage" sein soll, ich jedoch auch (schlechten) linearen TV-Empfang ansehen möchte, macht eine größere Diagonale keinen Sinn, oder?


    Gruß, bendo

    Hallo,


    mit meiner Frage hänge ich mich mal an diesen, passenden Beitrag:


    Für meinen Raum (Maße nach geplanter bauakustischen Maßnahmen: 4,12 x 2,99 x 2,34m) möchte ich vor bestehende Porenbetonwände zum Zweck der Schallisolierung (Bauakustik) biegeweiche Vorsatzschalen (Prinzip Knauf W623) anbringen. Hier wird auf S. 15 erläutert, dass "Eine zweischalige Konstruktion [...] ein Schwingungssystem dar[stellt], das selbst eine Eigenfrequenz (Resonanzfrequenz) f0 besitzt. In diesem Bereich schwingen beide Schalen aufgrund der Luftschallwellenanregung mit maximaler Amplitude, was einen erheblichen Einbruch der Schalldämmung bedeutet.".


    Wie wirkt sich jedoch diese Resonanzfrequenz auf die Raumeigenmoden aus?

    Könnte die (eigentlich aus bauakustischen Gründen errichtete) Vorsatzschale zur Raumakustik (=Plattenabsorber) genutzt werden?


    Lt. Wikipedia sei die "Schallabsorption des Membranabsorbers [..] im Frequenzbereich seiner Eigenresonanz am effektivsten."


    Für meinen Raum erwarte ich folgende Raummoden:

    42,0 Hz

    57,8 Hz

    71,5 Hz

    74,1 Hz

    usw...


    Seither hatte ich geplant, eine Wand mit einlagig mit Knauf Silentboard, eine zweite Wand zweilagig mit 2x Knauf Silentboard zu beplanken. Wenn ich stattdessen auf einmal Knauf Massivbauplatte (Resonanzfrequenz=74Hz; siehe hier, Seite 7), bzw. 1x Silentboard+1xDiamant (Resonanzfrequenz=41 Hz) gehe, hätte ich damit dann schon mal zwei der Eigenmoden eliminiert?!


    Sind meine Gedanken physikalisch korrekt, oder bringe ich da grundverschiedene Sachen zusammen?!

    Danke und Gruß, bendo

    Hallo zusammen,


    nach meiner Vorstellung und der Anregung zu einem Bauthread, möchte ich diesen hier nun eröffnen. Ich möchte Euch an der Entwicklung teilhaben lassen und freue mich natürlich über konstruktive Kritik. Sicherlich werde ich auf meinem Weg zum "winzigsten 5.x.4-Kino aller Zeiten" ettliche Fragen haben, Probleme zu bearbeiten haben, die man hier diskutieren kann, per Forensuche zu einer Lösung kommt, oder in separaten Einzelthreads klären kann.

    Ich danke Euch schon mal für Eure Teilhabe!

    Legen wir los:


    Kapitel 1: Ausgangssituation


    Neuer Kinoraum:

    • Abmessungen (roh):
      • Breite: 4,19 m
      • Tiefe: 3,05-3,00 m (ja, die Innenwand steht tatsächlich so schief da :think: )
      • Höhe (bis zur Rohdecke): 2,51 m
    • Raum befindet sich in einer Gebäudeecke im EG eines EFH. Darunter: Keller, darüber 1. OG (DG).
    • Grundriss (Maße stimmen nicht!) Abb1_Grundriss.jpg
    • Das Haus ist Bj. 1989, und vollständig aus Porenbetonwänden aufgebaut.


    Kapitel 2: Prämissen

    • Setup: 5.x.4
    • LS-Aufstellung möglichst nah an den Vorgaben von Auro-3D und Dolby Atmos
    • Gute Raumakustik
    • Eine Sitzreihe bestehend aus 3 Sitzen.
    • Pragmatische Einrichtung, die eine gute Zugänglichkeit und leichten Wechsel von Komponenten ermöglicht.

    Kapitel 3: Grundkonzept


    Entsprechend Kap. 2 war zu überlegen, wie in den winzigen Raum ein Kino, bzw. Layout eingepasst werden kann. Unter Abwägung von Vor- und Nachteilen haben entschied ich mich für eine Anordnung, so, dass die Hauptblickrichtung in Richtung der breiten Seite (Fenster im Rücken) erfolgen soll. Die Herausforderung besteht nun darin, alle Komponenten optimal einzupassen und dabei die in nachfolgenden Kapiteln beschriebenen Einzelaspekte zu berücksichtigen.


    Ich beginne mit dem Grundlayout. Beachte: Die Innenwand in Blickrichtung steht tatsächlich nicht im rechten Winkel zur Außenwand, sondern verjüngt die Raumtiefe in Richtung Tür um weitere 5 cm (!).

    Abb2_Grundlayout.jpg


    In 3D-Ansicht ergibt sich folgende Darstellung:
    Abb3_3D-Modell Layout.jpg


    Zum Grundkonzept gehört auch, dass ich nahezu die gesamte Umsetzung in Eigenleistung übernehmen werde und nur einzelne, spezielle Gewerke ggf. einem Handwerker oder Profi überlassen möchte.


    Kapitel 4: Bauakustik


    Ziel: Bestmögliche Isolierung des Kinoraums gegen Schallausbreitung in die angrenzenden Zimmer, bzw. den Rest des Gebäudes.


    Da die Raumgröße schon sehr klein ist (und ich den Aufwand auch in Grenzen halten möchte), kommt eine Raum-in-Raum-Lösung nicht in Frage. Um die Bauakustik trotzdem zu verbessern, plane ich folgende Maßnahmen:

    • Freitragende Decke (System Knauf D13); z.B. aus CW125-Doppelprofilen, 2-fach beplankt mit Knauf Silentboard; Gesamtaufbauhöhe: 175mm.
    • 2x Vorsatzschale, vor jede der beiden Innenwände. Jeweils das dünnste System, Knauf W623, CD60/27 direkt befestigt (Sichtachse: 1-fach beplankt, Seitenwand: Aufgrund nicht ganz so extrem beengter Raummaße 2-fach-beplankt.
    • Ersatz der einfachen Innentür gegen eine Schallschutztür. Hierbei schwebt mir eine Zarge für eine Doppeltür, d.h. der Einsatz von zwei Türblättern vor (z.B. sowas). Preis und Umsetzungsmöglichkeiten stehen aus...

    Alle bauakustischen Maßnahmen (überwiegend Trockenbau) sollen so optimal wie möglich sein. D.h. ich plane an diesen Bauteilen so wenig wie möglich Störungen (Kabeldurchgänge, Schalter etc.) wie möglich ein.


    Kapitel 5: Beleuchtung


    Da die Einzelthemen Hand-in-Hand gehen, wäre ich bereits jetzt zum Thema „Beleuchtung“ gut beraten! Ich hätte gerne

    • Eine Raumbeleuchtung (Fluter, gerne auch billige LED-Panels), die den Raum für Arbeitszwecke hell ausleuchten
    • Ergänzend ein (möglichst dimmbares) Ambient-Licht, das je nach gefallen als Ergänzung während dem Filmgenuss dienen soll.

    Habt ihr hierzu einen Vorschlag? Ich frage, da ich bereits jetzt die Kabelanzahl und -führung, sowie Schalterpositionen gut überlegen sollte.


    Zukunft:


    Soweit mal zum Start. Weitere Themen die folgen werden (nach oben offen...):

    • Basskonzept
    • Raumbelüftung
    • Raumakustik
    • Sessel
    • Infrastruktur (LAN, Elektrik, TV-Empfang)
    • Installation/Einmessung

    Besten Dank schon mal und Grüße,

    bendo

    Hallo,

    passt am Rande: Gibt es UHD-Player, die sich über die nervigen Disc-Features hinwegsetzen?!

    Wir reden im Forum ja häufig über "Testhören" bekannter Szenen. Wenn ich nun Scheiben wechsele, benötigt es stets eine nervtötende Ewigkeit, bis diese Vorsequenzen verbindlich abgelaufen sind und man sich dann noch bis in die passenden Einstellungen vorgeclickt hat (tlw. laufen sogar noch Trailer ab - die man aber zum Glück vorspulen/springen kann).

    Ich würde mir einen Knopf wünschen, mit dem man unmittelbar nach dem Disc einlegen, direkt ins Hauptmenü springen kann...

    Gruß, bendo

    Was genau meinst du mit Bauakustik?

    Hallo,

    im Grunde alles was in Richtung Interaktion des Kinoraums mit dem restlichen Gebäude angeht. Also insb. Schallausbreitung aus dem Raum in andere Räume.

    Während man die Raumakustik i.w. durch Innenraumgestaltung (Absorber, Diffusoren etc.) herstellen kann (viel selbst machbar), geht`s bei der Bauakustik ins Eingemachte: Ggf. würde Dir dein Architekt dickere, massivere Betonwände vorschlagen, oder spezielle Entkopplung von Böden/Wänden/Decke zu angrenzenden Bereichen. Das wären Themen, die der Architekt am besten vor dem Bau berücksichtigen würde und beim Bau umgesetzt werden muss. Das kostet natürlich was und daher stellte ich die Frage, ob solche Maßnahmen Teil der 20k€ sein müssten, oder über das Budget für das restliche Haus "abgerechnet" werden können :-).

    Gruß, bendo

    ...Aktuell und auf absehbare Zeit ist das ein Sofa, auf dem bis zu vier Personen Platz finden können. Das Sofa steht aktuell (zum Missfallen meiner Frau) gute 70 cm von der Rückwand entfernt.

    Wie ist denn Dein Raum orientiert? Blick in der Achse der langen oder der kürzeren Raumseite? Ein Sofa für bis zu 4 Personen hat ja bereits eine Breite, die über die Raummaße hinaus geht?! Ich plane derzeit mit einem 3-Sitzer (wobei wir 4 im Haushalt sind. Hoffentlich will immer eine Person nicht mit schauen ;-) ).

    Derzeit gehe ich davon aus, dass meine Blickrichtung entlang der Achse der kürzeren Raumseite sein wird. Hintergrund: Wenn ich ein idealisiertes 5-LS-Basislayout um den MLP zeichne, ergibt sich ein darum herum gebastelter Raum, der eher "breit" als "tief" ist (darum wundere ich mich, dass die meisten heimkinoräume eher "tief" als "breit" sind...).

    ...Wie ist das bei Dir, bringt das zusätzliche Paar einen hörbaren Benefit?

    Ich bin direkt von 5.1 auf 5.1.4 umgestiegen. Und bin von den vier Heights begeistert! Ob ich mit zwei Heights-LS zufrieden wäre, kann ich gar nicht sagen... Allerdings habe ich im Wohnzimmer (und plane ich für das Heimkino ebenfalls) ein "one-for-all"-setup, d.h. auch Auro-3D fähig. Und da ist die Mindestanforderung 4 Height-LS.

    Gruß, bendo

    ..und die TiefMitteltöner (hast du Quellen ?) eh über die MLP gerichtet sein sollen ?

    Hallo,

    über diesen Beitrag im HKV-Forum bin ich auf dieses paper gestoßen. In dessen Kapitel 5.9.1 steht im ersten Absatz (ich übersetze), "die allgemeine Empfehlung lautet, dass, wann immer möglich, alle LS auf den Referenzsitzplatz zeigen sollten". Allerdings las ich diese so lautende Empfehlung zum allerersten mal! In allen anderen Quellen (von denen ich jetzt keine aus dem stehgreif zitieren kann; vermutlich Atmos guidelines) habe ich bisher vernommen, die Height-LS sollten in Richtung Kopfhöhe bei aufrechtem Stand angewinkelt sein. Letzteres käme dir schlicht entgegen. Hinzu käme dein Vorteil, dass die fehlende Verstellmöglichkeit beim Tieftöner weniger schlimm ist, als beim Hochtöner.

    Also sagst du quasi das ich mit den 45° mit denen das Tool rechnet arbeiten kann ...

    Keinesfalls würde ich die Positionierung der LS auf Basis der fixen Anwinkelung der LS bestimmen, sondern möglichst entsprechend der Vorgaben von Atmos/Auro etc.. Wenn die Anwinkelung nicht passt, dann

    - entweder damit leben

    - die LS durch technische Konstruktionen zusätzlich winkeln

    - andere LS einsetzen.


    Gruß, bendo

    ... und durfte in einem Kellerraum von knapp 12 m² ein kleines Heimkino einrichten. Erst nachdem diverse andere Renovierungsprojekte nach unserem Einzug abgeschlossen waren, habe ich realisiert, dass ich in einem dedizierten Kinoraum ja nun ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten habe als zuvor im Wohnzimmer. :freu:

    Aktuell ist der Heimkinoraum noch eher provisorisch und weitgehend mit den vorhandenen Komponenten eingerichtet und verdient die Bezeichnung eigentlich noch gar nicht. Geplant ist - im Rahmen der räumlich begrenzten Möglichkeiten - jedoch eine Neugestaltung mit dunklen Wänden und Decke, Optimierung der Raumakustik, besserer Leinwand (AT?), 7.x.2 Setup, Beleuchtungskonzept und was sonst noch so dazu kommt....

    Hallo Martin und willkommen im Forum!

    Ich würde gleich an Deine Info anknüpfen wollen:

    Auch ich plane ein Heimkino, wobei mir ebenfalls nur ein Raum mit ~12m² (3x4m) zur Verfügung steht. Daher würde ich mich sehr dafür interessieren, wie dein Layout aussieht, Sitzplatzanzahl und -anordnung, und wie du insgesamt mit den doch beengten Verhältnissen zurecht kommst.

    Ich möchte bei einem 5.x.4-System bleiben (derzeit Wohnzimmerkino), eine möglichst nahe der Vorgaben entsprechende LS-Positionierung umsetzen, sowie im Bereich Bau- und Raumakustik ein möglichst gutes Ergebnis erzielen.

    Vielen Dank und Grüße,

    Stephan