Ich habe nun gestern stundenlang Vergleich gehört, gemessen und herumprobiert.
Hier erstmal ein paar Messungen am Hörplatz, beide Subs standen mit dem Schallzentrum symmetrisch vor der Leinwand.
Die erste Messung ist komplett Stock, ohne DSP, Dirac oder sonst was, gemessen mit dem selben Pegel.
LaVoce-Alpine stock.jpg
Der blaue Verlauf wäre jetzt, wenn der LaVoce in einer Nahfeldmessung auf einen linearen Frequenzverlauf entzerrt wurde.
LaVoce entzerrt.jpg
Alternativ hab ich ihn dann noch so entzerrt dass er am Hörplatz gemessen den selben Verlauf hat wie der Alpine.
LaVoce angeglichen.jpg
Dann noch die Ergebnisse mit Dirac ART.
Alpine und LaVoce im stock Zustand eingemessen...
Alpine-LaVoce ART stock.jpg
Und wenn der LaVoce zuvor an den Alpine angeglichen wurde...
Alpine-LaVoce ART angelichen.jpg
Der Vergleich hinkt hier sicherlich ein bisschen, 12" gegen 18", HiFi vs PA, Bassreflex vs geschlossen.
Ich erlaube mir den Vergleich aber trotzdem mal.
Egal wie man beide vergleicht, der LaVoce SAF184.03 klingt für meine Ohren immer straffer, spielfreudiger und spürbarer.
Mit ART eingemessen machen beide Spaß, der Alpine klingt aber immer weicher und ist schneller am Ende.
Beim LaVoce kickt eine Bassdrum wie am Anfang von "Fever Dream" von Alex Warren so schön dass man ständig einfach nur lauter machen will. Bei "Barefoot" von Duan fühlt es sich ab einem gewissen Pegel schon fast wie eine leichte Massage an. Der Arsch und die Hosenbeine vibrieren. 
Der Alpine schlägt sich aber dennoch ziemlich gut für seine Chassis-Größe.
Ein ähnliches Bild zeigt sich im Filmbetrieb. Wieder meine Lieblingsszene aus "Wir waren Helden" bei 58:30 Laufzeit auf BD. Bin etwas überrascht dass die Szene nicht in den üblichen Filmsushis auftaucht.
Hier erreicht der Alpine schnell seinen Xmax, schiebt aber ordentlich an. Der LaVoce legt noch ein Schippe drauf, hier begrenzt dann aber die rot flackernde Endstufe. Wieviel hier noch gehen würde lässt sich schwer sagen.
Sind die 12mm Xmax beim SAF wirklich praxisnah ?
Abschließend kann ich erstmal sagen, wenn ich den Preis ausblende wäre der LaVoce mein klarer Favorit. Der Alpine hat wieder den Preisvorteil, davon könnte man immerhin 3 Stück kaufen. Bei dem Preis von 90€ und in BR gebaut macht man eigentlich nichts verkehrt, im geschlossenen Gehäuse würde er mir aber absolut nicht ausreichen.
Da bräuchte ich für eine Multi-Sub Anwendung mindestens 8 Stück.
Das Holz war für mich für beide Subs kostenlos, das sind irgendwelche Opferplatten die Ahmerkamp zum Schutz unter unsere eigentlich Holzlieferung packt.
Nun werde ich noch das Bassreflexgehäuse bauen, angepeilt sind 180L mit 22Hz Tuning und 400cm² Portfläche.
Eine Frage hätte ich mal noch, wenn ich mich endgültig für den LaVoce entscheide, würde ich wahrscheinlich zur 4 Ohm Version greifen, allerdings hat er mit 4 Ohm 38Hz Resonanzfrequenz statt 30Hz.
Das wäre ja für eine Bassreflex-Variante wieder ein Nachteil, oder wäre das noch in einem Bereich wo man sich keinen Kopf machen muss ?