Posts by Sam7

    Ich konnte den Hype um diese Serie auch noch nie verstehen, obwohl sie sich technisch von Staffel zu Staffel immer mehr gesteigert hat. Daher finde ich die letzte Staffel von den CGI Effekten und vom Sound die Beste. Von der Story her dreht sich komischerweise alles immer nur im Kreis. Vor allen Dingen Soundtechnisch scheinen, die sich für eine Serie eine menge Mühe gegeben zu haben, den man wird fast schon für eine Serie Referenz würdig, von allen Seiten umhüllt und zu gedonnert mit Effekten. Manchmal ist es meiner Meinung nach sogar zu viel des Guten, sodass die Serie einen teilweise extrem stresst. Ich denke ein Grund warum die Serie auch gerade bei älteren Menschen so gut ankommt, ist durch die Musik die Erinnerung an die guten alten 80er und an Hörspiele von "die ???", TKKG, 5 Freunde etc.

    Hast du das mal selbst gemessen? Mit einer größeren Box steigt normalerweise der Wirkungsgrad im Tiefbass. Ich konnte bei diversen Messreihen immer nur Wirkungsgradverluste darstellen. Ich kenne die einschlägigen Messungen / Betrachtungen von z. B. Visaton dazu, betrachte diese "Volumenvergößerung" aber als Urban Legend. Linearisierung oben raus ja, aber meist in einem Bereich, den wir für Woofer nicht benötigen, erkauft durch Wirkungsgradverluste untenrum. Dabei habe ich auch diverse Materialien durchgemessen und geprüft. Schwarzes Sonofil z. B. hat mit etwas weniger Material besser geglättet, mit weniger Verlusten, als weißes, Schafswolle noch besser usw. Aber alles in geringen Unterschieden. Ich dämme daher Subgehäuse nur noch selten, sofern die nichr uferlos groß werden.

    Nein, selber gemessen und verglichen habe ich die verschiedenen Dämpfungsmaterialien / arten noch nicht, aber man findet auf der Visatonseite einen ausführlichen Bericht mit Messergebnissen und Belegen dazu.

    Wer das nachlesen möchte: https://www.visaton.de/de/serv…ung-von-gehaeusen-teil-ii


    Kurz zusammengefasst Zitat Fazit Visaton:

    "Ein Baßreflexgehäuse kann locker mit Dämpfungsmaterial gefüllt werden. Dadurch werden stehende Wellen im Gehäuse wirksam unterdrückt und das Boxenvolumen virtuell 20% größer. Das resultierende kleinere Gehäuse bzw. die tiefere Abstimmung wird dabei mit einem Wirkungsgradverlust im Bereich oberhalb der Abstimmfrequenz erkauft. Unterhalb der Abstimmfrequenz erzielt man dagegen einen Pegelgewinn. Eine Matte VISATON-Dämpfungsmaterial ist ausreichend für ca. 10 Liter Boxenvolumen. Einen guten Kompromiß zwischen wirksamer Unterdrückung störender Resonanzen im Gehäuseinneren und einem minimalen Pegelverlust oberhalb der Abstimmfrequenz stellt ein Füllgrad von 80% – 100% dar. Für Baßreflex-Systeme wird das Gehäuse möglichst gleichmäßig mit Dämpfungsmaterial gefüllt, wobei der Bereich hinter dem Baßreflexrohr frei bleibt, um die Luftströmung nicht zu behindern. Zwangsläufig liegt also auch Dämpfungsmaterial im Bereich zwischen Lautsprecher und Baßreflexrohr. Bei geringem Wirkungsgradverlust oberhalb der Tuningfrequenz erreicht man so einen nahezu maximalen Pegelgewinn unterhalb der Tuningfrequenz sowie eine wirksame Unterdrückung von stehenden Wellen im Gehäuseinneren."

    Eine Dämmung mit Polyesterflies an den Gehäusewänden bringt so gut wie gar nichts, wenn dann locker das gesamte Gehäusevolumen ausfüllen und dabei beachten, dass der Luftstrom zur Bassreflexöffnung frei bleibt. Je dichter du das Gehäuse stopfst, desto größer wird das virtuelle Volumen der Box. Theoretisch brauchst du aber bei einer Sub-Gehäusegröße kleiner als 1 m gar keine Dämmung, da keine stehenden Wellen entstehen können. Wenn du die Gehäusewände unbedingt dämmen möchtest, wirken Bitumenmatten in Kombination mit Fliesen am besten. Wichtiger und effektiver sind bei einem Subgehäuse aber eine ordentliche Kreuzverstrebung.

    Filme, insbesondere aus Hollywood, wurden schon immer als trojanisches Pferd dazu missbraucht, um unterschwellige Botschaften, Manipulationen und Werbung an den Betrachter zu bringen. Ich habe aber den Eindruck, dass sich die Prioritäten geändert haben und in den Anfängen noch die Story mehr im Vordergrund stand und die Botschaften drumherum platziert wurden. Heute habe ich den Eindruck, dass es bei den meisten Filmen genau andersrum ist. Die Produzenten / Investoren möchten eine bestimmte Botschaft an die Bevölkerung bringen und platzieren drumherum eine gut verpackte Story, die den Betrachter von der eigentlichen Botschaft ablenkt und diese nur unterschwellig wahrnehmen lässt. Auf diese Weise kann sich das menschliche Unterbewusstsein nicht dagegen wehren.


    Ihr erinnert euch sicher noch alle an die damaligen Testversuche in den Kinos, bei denen man während eines Filmes für einen Bruchteil einer Sekunde, für das menschliche Auge zwar sichtbar, aber für das Gehirn zu schnell, eine colatrinkende oder eisessende Person zu sehen war. Bei diesen Filmen wurden deutlich mehr Umsatz mit Snacks und Getränken gemacht als üblicherweise. Mittlerweile sind wir im Jahr 2025 und die Werbe- und Unterhaltungsindustrie hat dahingehend mit Sicherheit weitere unveröffentlichte Forschungen und Fortschritte gemacht. Da Ergebnis der Entwicklung sehen wir heute.


    Ich würde mal behaupten, dass nahezu kein Film mehr produziert wird, der frei ist von irgendwelchen Botschaften, Werbung und Manipulationen, im Gegenteil, sie sind aktuell nahezu übersät damit. Um auf solche Möglichkeiten zu verzichten, ist ein Film vermutlich einfach schlicht zu teuer. Bestes Beispiel ist der erste Teil von Top Gun, der wurde ursprünglich von der Airforce als reines Werbevideo gedreht und am Ende wurde daraus eines der bekanntesten und erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Anschließend konnte sich die Airforce kaum retten vor lauter neuer Rekruten.


    Ich mag diese Entwicklung gar nicht und bin deswegen manchmal schon kurz davor mein Filmhobby einfach aufzugeben, weil ich mich bei fast jedem Film, der es mal wieder übertreibt, irgendwie missbraucht fühle. Dabei möchte ich einfach nur gut unterhalten werden und nicht nach jedem Film direkt ein neues politisches Weltbild aufgezwungen bekommen oder als Snack-Konsument missbraucht werden. Achtet also genau darauf, was ihr auf euer Gehirn so loslasst, den jeder Film ist in der Lage euch ein Stückchen (unbewusst) zu verändern.



    P.S.: Wem es aufgefallen ist, ich möchte nicht wissen, wieviel Millionen M*rlboro dafür gezahlt hat, damit in einer der beliebtesten Serien wie Yellowstone, Rip Wheeler sich kackdreist eine Schachtel dieser Marke aus der Jacke zieht und genüßlich raucht. Überhaupt scheint die ganze Tabakindustrie in diese Serie enorm investiert und profitiert zu haben und das, obwohl Zigarettenwerbung offiziell verboten ist. Versucht mal in Yellowstone eine Szene zu finden, in der nicht gerade zufällig irgendeine Person sich gerade eine Zigarette ansteckt oder raucht. TJa, das Cowboy Image passt da natürlich auch perfekt zu. Zufall? Ich sag nur: ""Come to where the flavor is" "Come to M*rlboro Country" oder besser "Come to Yellowstone"? Wer vor der Serie eigentlich mit dem Rauchen aufgehört hat und nach der Serie plötzlich wieder rückfällig geworden ist, weiß jetzt warum. :boss:

    Whiplash lebt nur von der brillanten schauspielerischen Leistung der beiden Hauptprotagonisten J.K. Simmons und Miles Teller, daher würde ich ihn von der Machart Richtung "Adolescence" einstufen. Wer auf anspruchsvolles Filme, die zum Nachdenken anregen steht, sollte ihn auf jeden fall mal gesehen haben. Ich finde J.K. Simmons sowieso einen Hammer Darsteller, der mit seiner schauspielerischen Leistung fast jeden Film oder Serie aufwertet. Whiplash ist für mich eine klare 10/10

    Die Szenen wo die "Gipsys" ihre eigene Sprache sprechen und man nichts verstehen kann sind der Oberbrüller für mich.

    Was habe ich mich kaputt gelacht bei der Erstsichtung. Habe die Szenen sogar mehrfach zurück gespult. Geil!

    In den Snacht Gipsys Szenen (und 12 Monkeys) hat Brad Pitt für mich das erste mal gezeigt, was für ein guter Schauspieler in ihm steckt und das er nicht nur hübsch dreinschauen kann.


    Snatch: absolute 10/10 mit Sternchen

    Ich fand den Film genauso wie RW selbst, hatte Potenzial, völlig durchgeknallt und streckenweise etwas langatmig / langweilig. Der Hintergrund mit der Darstellung des Affen könnte auch an seiner vor einiger Zeit selbst zugegebenen psychischen Erkrankung namens "körperdysmorpher Störung" liegen.


    "Robbie Williams leidet an körperdysmorpher Störung

    Erst kürzlich hatte der 49-Jährige öffentlich gemacht, dass er unter einer körperdysmorphen Störung leide. Dabei ist die Körperwahrnehmung Betroffener gestört. Ihre Gedanken kreisen ständig um ihr Äusseres, sie empfinden sich als hässlich oder entstellt. In einem Post auf Instagram schrieb Williams: «Ich könnte ein Buch über Selbstverachtung schreiben, wenn es um mein Körperbild geht. Der reine Selbsthass, die Hässlichkeit, sich hässlich zu fühlen.»

    Selbstliebe und Selbstakzeptanz seien so schwierig für ihn, dass sie ihm unmöglich erscheinen, so der Sänger. Er deutet ausserdem an, dass er sowohl mit seinem Körpergewicht als auch mit dem Älterwerden grosse Mühe habe.


    Der hat aber angeblich auch verkündet, dass er an Long Covid leiden würde, was sich später als Lüge herausgestellt hat. Wer möchte, kann es hier nachlesen: Robbie Williams gibt Long-Covid-Lüge zu / körperdysmorpher Störung

    Typisch RW, durchgeknallt eben...

    ....

    Adolescence (NF)


    Sehr dramatisch. 4 Folgen in Echtzeit ohne erkennbaren Schnitt.

    Bild und Ton ok aber nicht relevant.

    10/10

    Adolescence, absolute schauspielerische Meisterleistung, besonders von dem Vater und dem Jungen. Stephen Graham (Vater) ist ja kein Unbekannter und ist meiner Meinung nach einer der underratesten Schauspieler Hollywoods. Schauspielerisch gehört er für mich in die gleiche Riege
    wie Al Pacino oder Robert de Niro. Was der Junge aber in dem Alter in der Serie schauspielerisch abliefert, ist unglaublich. Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist die Darbietung derart authentisch, dass man meint, der Kameramann hätte einfach im realen Leben dieser Familie gedreht und das auch noch überwiegend mit einem One-shot-Video. Das Gesamtbudget der Serie war sicherlich kaum höher als der Lohn der Schauspieler und des Regisseurs, übertrifft von der Qualität und Spannung her aber etliche Millionenproduktionen aus Hollywood. Fesselt einen von der ersten bis zur letzten Minute. Ist aber, ähnlich wie Schindlers Liste, kein Popcornkino, sondern gesellschaftskritisch, streckenweise schwer verdaulich und regt zum Nachdenken an. Brad Pitt war übrigens einer der Produzenten.

    Du kannst natürlich so laut hören, wie du willst. Jeder hat ein unterschiedliches Lautstärkeempfinden, unterschiedliche Ohren, ggf. ne Schwerhörigkeit, hört die Höhen nicht mehr linear…


    Daher machen Vergleiche à la „wer hört am lautesten“ auch wenig Sinn.

    Zumal auch ab einer gewissen dauerhaften Lautstärke das Gehör als Selbstschutzfunktion automatisch dicht macht. Jeder kennt sicherlich den Effekt nach sehr lauten Livekonzerten oder Discobesuchen, sobald man die Halle verlässt, klingt alles extrem dumpf und deutlich leiser. Es dauert eine Weile, bis das Gehör sich wieder an die ruhige Umgebung gewöhnt hat. Meiner Erfahrung nach erreicht man mit dauerhaften Lauthören genau das Gegenteil, die akustische Wahrnehmung und Intensität nimmt ab. Das ist auch der Grund, warum man nach einer gewissen Zeit das Gefühl hat ständig lauter machen zu müssen. Nicht weil man sich an die Lautstärke gewöhnt hat, sondern weil man gegen die Selbstschutzmaßnahme des Gehörs, das ständig die Hörsensibilität anpasst und herunterregelt, ankämpft. Auf Dauer kann das Gehör dadurch irreparablen Schaden nehmen. Andersrum ist mir ist schon häufig aufgefallen, dass wenn ich Musik oder Filme (notgedrungen) besonders leise gehört habe, z.B. Melodien und Dialoge, viel intensiver wahrnehme, weil ich wesentlich aufmerksamer bin und das Gehör regelrecht gespitzt ist. Natürlich bleibt dabei der physische Aspekt auf der Strecke, man fühlt den Sound halt nicht mehr mit dem ganzen Körper.


    Um auf die Frage des Threaderstellers zurückzukommen, bei Lautsprechern im Heimkino und Hifi lege ich Wert auf eine möglichst naturgetreue lineare Wiedergabe, bei denen auch das Abstrahlverhalten passt und ich auch noch Anpassungsmöglichkeiten habe. Obwohl ich mit den Visaton Concorde WG und aktiven Visaton Studio (mit KE25SC) ein extrem belastbares System habe, lege ich den Schwerpunkt eher auf den Feingeist, was sie auch hervorragend können.

    Teaser zum neuen Alien Teil :big_smile: :


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    Die komplette Alienreihe ist für mich ein absolutes Aushängeschild der Filmgeschichte. Diese düstere, authentische und spannungsgeladene Athmosphäre zieht sich durch alle Filme, einschließlich Romulus. Die Serie Earth wird uns da garantiert auch nicht enttäuschen und genau das abliefern, was wir alle erwarten. Ich weiß nicht ob es euch bei den meisten Alien Filmen auch so geht, aber egal wie lange der Film dauert, die Zeit vergeht immer wie im Zeitraffer und man fragt sich am Ende des Films "was, wirklich schon zu Ende, der ging aber diesmal kurz?" Das liegt daran, weil einem die Filme einfach permanent von der ersten bis zur letzten Minute total fesseln. Das schaffen nur wenige Filme. Ähnlich erging es mir damals nur bei dem 4 Stunden Epos "Der mit dem Wolf tanzt" im Kino. Der fühlte sich an wie ein 90 Minuten Film.


    Ich kann aber die Kritik mit den zu jungen Darstellern in Romulus nachvollziehen. Es zerstört bei mir ähnlich wie bei Valerian und Stranger Things die Authentizität, weil zu junge Darsteller in einem solchen Szenario einfach nicht glaubhaft wirken. Wer fliegt schon, kurz nachdem er noch die Schulbank gedrückt hat, gleich ein ganzes Raumschiff in den Orbit und besiegt die gefährlichste Alienrasse? Als ob das nicht schon genug wäre, marschiert vorne weg auch noch eine zierliche Frau, die in der Realität noch nicht mal dieses Riesengewehr hochhalten könnte (im Film garantiert aus Styropor). Die Weaver war wenigsten noch ein Mannsweib von 1,82m und damit genauso groß wie ein Durchschnittsmann.


    Ich weiß nicht warum sie uns mit aller Macht so ein unrealistisches Bild aufzwingen wollen aber es scheint aktuell ein Trend zu sein mit dem sie eine bestimmte ZIelgruppe ansprechen wollen. Nichtsdestotrotz, schadet es dem neuen Teil Alien Romulus nicht, da die Kernelemente des Film überwiegen und beibehalten wurden. Der heimliche Star ist für mich aber auch diesmal wieder der Droide, wie in den meisten Teilen. Allein für die Darstellung der Droiden, hätte die Reihe schon längst einen Oscar verdient.


    Es gab da übrigens noch einen anderen ähnlichen Horror Sci-Fi Klassiker der von der Spannung her sogar Alien in den Schatten stellt und meiner Meinung nach stark unterschätzt wurde, Event Horizon von `97, boah war der damals gruselig. Das war kein Kindergeburtstag. Der hatte eine dichte Atmosphäre zum durchschneiden und hätte meiner Meinung nach auch noch eine Fortsetzung verdient gehabt und damit die Alienreihe sogar noch toppen können.


    Hier sieht man deutlich das der Epson stark überdreht ist und die Farben sehr früh clippen. Der JVC hingegen scheint zwar auf den ersten Blick etwas dunkler, zeigt aber ein deutlich natürlicheres Bild, dadurch das er mehr Farbnuancen / Schattierungen darstellt. Für einen ernsthaften Vergleich solltest du besser vorher beide Beamer mit einem HDR/SDR Farbclippingtest so einstellen, dass alle Farbschattierungen dargestellt werden. Ich vermute aber, dass du dann mit dem dynamische Modus im Epson kein zufriedenstellendes Ergebnis mehr erreichen wirst und somit auch der Helligkeitsvorteil stark schrumpfen wird. Der dynamische Modus beim Epson, wirkt auf mich ein wenig wie die überdrehten Showroom-Settings von TV Herstellern. Auf den ersten Blick erschlagen die einen förmlich und erzeugen den typischen Wow-Effekt, beim genaueren Hinsehen stellt man aber mit Testbildern schnell fest, das sie viele Bildfehler enthalten.

    Die Bond Reihe ist sowieso schon lange tot und funktioniert in unserer heutigen Zeit leider nicht mehr. Mit den neueren Filmen wird die Marke "Bond" nur noch gemolken bis nichts mehr rauskommt. Keine Frage ein Qualitätssiegel, von der Story immer auf der Höhe der Zeit und allesamt technisch sehr hochwertig umgesetzt aber leider auch tot langweilig.


    Brosnan und insbesondere Craig verkörperten in ihren Bondfilmen irgendeinen knallharten toternsten Superhelden der Neuzeit, eher im Stiele von Avengers und co. Der Bond der ersten Filme in Person von Sean Connery, war eigentlich genau das Gegenteil, er sprühte dagegen nur so vor Charme, Inteligenz und Situationskomik und schlitterte eigentlich immer nur durch Zufall, tollpatschig von einem Abenteuer ins nächste und rettet aus Versehen noch die Welt. Alles andere als ein Superheld. Außerdem versprühten die alten Bondfilme mit ihrer zeitgenössischen Musik und Kulisse eine Atmosphäre, die bis heute nur ganz wenige Filme so hinbekommen haben und leider ausgestorben zu sein scheinen.

    Mich erinnert bei Squid Game dieses asiatische Acting stark an die alten Jackie Chan Filme aus den 80igern, die ich damals geliebt habe. Im Gegensatz zu Squid Game stand damals aber mehr die Action und der Kampfsport im Vordergrund, deswegen war es gut zu ertragen und eher amüsant, teilweise sogar lustig. Bei SG stehen aber die Charaktere und Konversationen stark im Vordergrund, deswegen ist es für viele "Nichtasiaten" schwer zu ertragen bzw. wirkt es stark überzogen.


    Die erste Staffel lebt von dem Überraschungseffekt und hält über weite Strecken noch den Spannungsbogen mit einer dicken Pointe am Ende. Eine Serie in der Art hat es zuvor noch nicht gegeben. Ich hatte den Eindruck, dass auch die schauspielerische Leistung der Darsteller um einiges besser war als beim zweiten Teil.


    Die zweite Staffel wirkt dagegen einfach nur wie eine schlechte Kopie der ersten Staffel. Dadurch hatte man oft das Gefühl, dass man jede Handlung vorhersagen konnte, was schnell zu Langeweile führt. Außerdem werden in beiden Staffeln jede menge abgedroschene Klischees bedient und sind mit nicht nachvollziehbaren unlogischen Handlungen übersät, wie z.B. die ständigen Abstimmungen nach jeder Spielrunde. Als ob bei der zweiten Staffel nach dem Massaker in der ersten Spielrunde, nicht schon 100% der Teilnehmer die Schnauze voll gehabt und gegen die Fortsetzung des Spiels gestimmt hätten. Aber natürlich nicht, denn dann wäre die Staffel schon nach der ersten Episode vorbei gewesen, stattdessen geht sie 157 zu 156 aus und es geht in Runde zwei.


    Man hat das Gefühl, vielleicht hat die Serie mit Staffel eins nicht die erwartete Summe eingespielt und wollte mit der zweiten Staffel den Hype der ersten Staffel mitnehmen und den letzten Won noch rausquetschen.