Posts by Bollundus

    Der Mensch ist in all seinen Facetten so komplex.
    Hier ein Mann mit einer Anlage, die ich mir nie leisten könnte/würde.

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    Aber wie sehr Stimmung, Setting und inneres Mindset die Richtung vorgeben können, kommt hier recht gut zwischen den Zeilen rüber.
    Den Begriff für den Stereosweetspot kannte ich auch noch nicht. :-)
    Vielleicht kommen ja noch ein paar Klicks für ihn dazu.
    Sorry, falls zu Off-Topic.

    Der Astronaut Hail Mary (Titania Palast, Saal 5)

    Gesehen habe ich Der Astronaut Hail Mary im Titania Palast, Saal 5.

    Ehrlich gesagt war ich zunächst etwas erschrocken, wie flau das Bild wirkte , da merkt man inzwischen schon, welches Niveau man im kleinen Wohnzimmer-Heimkino erreicht hat.

    Sei es drum: Der Film selbst hat davon kaum Schaden genommen. Story und Musik haben mich direkt abgeholt. Insgesamt ein sehr zugänglicher, fast schon herzerwärmender Science-Fiction-Film, der über die gesamte Laufzeit gut funktioniert.

    Trotzdem habe ich mir zwischendurch gewünscht, ihn in einem wirklich guten Saal oder idealerweise im IMAX zu sehen. Insofern Glückwunsch an alle, die diese Möglichkeit hatten :-) .

    Ich werde ihn mir auf jeden Fall noch einmal zu Hause anschauen und bin ehrlich gesagt gespannt, wie deutlich die Zweitsichtung dann die Kinoerfahrung übertreffen wird. Früher war das ja meist genau andersherum: Kino top, und zu Hause dann eher zwei Gänge zurück geschaltet.

    Vielleicht noch anzumerken wäre, Regie führte Sam Raimi (Tanz der Teufel). Das kam in der comichaften Gewaltinszenerierung recht gut rüber. Stichwort "Eber".

    Wie sieht es bei der Helligkeit aus? Ist ja normalerweise bei Profil "kein Farbraum" heller. Wenn auch nicht viel. Jedes Nit zählt.

    Sehr interessanter Punkt. Da ich den Weißpunkt vor der 3D-LUT-Erstellung bereits auf D65 gebracht hatte, sehe ich bei der Helligkeit keinen wahrnehmbaren Unterschied.

    Die Reduzierung der Gains bei Rot und Grün war in meinem Fall also schon so deutlich, dass sich daraus unter „kein Farbraum“ kein echter Helligkeitsvorteil mehr ableitet.

    Guten Morgen,

    meine Black Horizon von VNX ist dabei. Habe von Anfang an den Code benutzt. Es gibt beim Umschalten auch eine leichte Veränderung.

    Um einmal zu prüfen, wie stark sich die 3D-LUT aus DisplayCAL von der internen LUT abhebt, habe ich mir auch diese Umschaltung auf die Fernbedienung gelegt, also Natural/BT.2020 gegen keinen Farbraum mit externer 3D-LUT.

    Das Ergebnis hat mich ehrlich gesagt überrascht: Beim direkten Umschalten sind die Unterschiede sehr gering, eigentlich eher im Bereich feiner Nuancen.

    Zumindest in meinem Setting scheint eine 3D-LUT (1100 Pattern) für eine gute Farbdarstellung beim NZ500 also nicht zwingend erforderlich zu sein. Die JVC AutoCal mit profiliertem Colorimeter hat hier offenbar bereits erstaunlich gute Arbeit geleistet.

    Danke für Die Erläuterung. Ich hatte nicht zwei unterschiedliche User hinter das Aussage gesehen.
    Jetzt ist es aufgeklärt.

    Ich überlege unter meinem NZ500 einfach einen akustischen Schirm in Form einer überstehenden Basotectplatte zu setzen:

    Hier ein Bild zur Veranschaulichung:

    Wand.jpg

    hab ich gestern Abend gemessen. Wenn man dahinter steht "links = etwas über 20 Grad" und "rechts = so ca. 33 Grad" nach einer halben Stunde Betrieb

    Danke für die Zahlen, aber dann wäre es jetzt umgekehrt.
    Du meintest davor, wenn man vor dem Projektor steht? :-)

    Nein, vorne wird auf beiden Seiten angesaugt und hinten auch auf beiden Seiten ausgeblasen.

    Hinten links ist es heißer als rechts.

    Interessant, das mit "hinten links". Hattest Du das mal gemessen? Oder einfach nur mal "gefühlt"?

    Let Him Go (UHD)


    Ich war zunächst skeptisch. Der Film entwickelt sich dann aber zunehmend getragen von einer spannenden und tragischer Handlung.

    Die Geschichte spielt Anfang der 1960er Jahre und führt von Montana nach North Dakota. Gezeigt wird ein raues, abgelegenes Amerika abseits von Glanz und Gloria. Gerade dieses Setting wirkt sehr glaubwürdig und bildet den passenden Rahmen für die Handlung.

    Im Mittelpunkt stehen gesunde familiäre Strukturen versus clanartige Familien. Gewalt, insbesondere gegenüber Außenseitern, Frauen und Kindern, wird als Teil einer sich selbst verstärkenden Spirale innerhalb der ungünstigen Strukturen dargestellt. Das wirkt unangenehm, aber auch konsequent inszeniert.

    Die Darsteller tragen den Film sehr gut, insbesondere das Zusammenspiel von Kevin Costner und Diane Lane funktioniert sparsam aber überzeugend.

    Insgesamt ein sehenswerter Film, der ruhig beginnt, sich aber stetig verdichtet.

    Wertung:

    Film: 7,0 / 10

    Bild: 7,0 / 10

    Sound: 6,0 / 10

    Gestern Abend "Die Welle" gemeinsam mit den Kindern, da Nationalsozialismus gerade Thema in der Schule ist.

    Sehr beeindruckend - wobei einiges für mich zu schnell ging, da hätte man dem Thema noch ein bisschen mehr Zeit zum Aufbau geben können.

    Auf jeden Fall Zeit zum Diskutieren danach mit einplanen.

    Bild und Ton: unwichtig.

    Hier auch gerne der Hinweis auf den amerikanischen Film: The Aniversery /The Change von 2025, wo anhand der Darstellung einer amerikanischen Familie (über einen Zeitraum von ca. 5 Jahren) der rasend schnelle Verlauf einer politischen Umkrempelung dargestellt wird.

    Ich hadere ebenfalls mit der Lautstärke des NZ500 oberhalb von ~74 %.

    Ich habe mir deshalb auf der Fernbedienung zwei Tasten mit jeweils einer Sequenz definiert, die ein Umschalten zwischen 74 % und 100 % ermöglichen.

    Profil 100 % :

    • Laserleistung: 100 %
    • madVR schaltet bei HDR auf höhere TPN-Parameter und lädt eine bei 100 % LD gemessene 3D-LUT (strg+Alt+1)
    • NZ500 wechselt auf Usermodus 1 („kein Farbraum“, 100 % LD, Dyn LT: gering, Iris 0)

    Profil 74 % („leise / Referenzbetrieb“):

    • Laserleistung: 74 %
    • madVR nutzt die dafür abgestimmten TPN-Parameter und lädt die bei 74 % gemessene 3D-LUT (strg+Alt+7)
    • NZ500 entsprechend auf Usermodus 2 („kein Farbraum“, 74 % LD, Dyn LT: gering, Iris 0)

    So kann ich während des Films je nach Szene umschalten, bei Action kurz „Gas geben“, wenn der Sound den Lüfter überdeckt, und später wieder zurück auf den leiseren Betrieb, falls mich der Lüfter nerven sollte.

    Die Bildqualität bleibt dabei konsistent, weil beide Zustände jeweils sauber eingemessen sind.


    Beim Apple TV wird beim Start weiterhin „Natürlich“ mit BT.2020 gewählt.

    Ad Astra (UHD)


    Ad Astra stellt Raumfahrt auf eine ungewohnt nüchterne Weise dar. Reisen zum Mond wirken fast wie Alltag, inklusive einer kommerzialisierten Infrastruktur. Gleichzeitig wird dort bereits angedeutet, dass diese „Normalität“ brüchig ist, etwa in einer recht spektakulären Verfolgungsjagd auf der Mondoberfläche mit irgendwelchen Rebellen.

    Die Handlung folgt einem Astronauten, der auf der Suche nach seinem Vater ist. Die Verbindung wird von offizieller Seite genutzt, weil der Vater offenbar für Vorgänge verantwortlich ist, die negative Auswirkungen auf die Erde haben. Dadurch bekommt die Reise eine doppelte Bedeutung für Brad Pitt, persönlich und strategisch.

    Was der Film daraus macht, ist allerdings eher ruhig und introspektiv. Der Hauptcharakter bewegt sich fast stoisch durch die Handlung, teilweise blutarm und emotional stark kontrolliert. Am Ende steht weniger ein klassisches Ziel als vielmehr ein innerer Prozess, eine Art späte „Wiedergeburt“.

    Technisch ist der Film sehr stark. Die Kameraarbeit ist hervorragend und vermittelt die Leere und Einsamkeit des Weltraums sehr eindrücklich. Allein dafür ist der Film sehenswert.

    Was für mich nicht funktioniert hat: die emotionale Bindung. Ich konnte zu der Hauptfigur keinen wirklichen Zugang finden. Auch die Auftritte von Tommy Lee Jones und Donald Sutherland haben mich nicht abgeholt.

    Es hängt aber, wie so oft, von der eigenen Stimmung ab.

    Wertung

    Film: 6,5

    Bild: 8

    Sound: 8