Posts by jgs

    DSP sehr komplex für Anfänger

    Ich denke für Anfänger ist jeder DSP in gewisser Weise komplex - aber wenn man sich einmal durchgeklickt hat, dann kommt man da schnell rein. Es gibt Videos eines deutschen Youtubers der die DSP Funktionen (nicht ganz allumfassend aber ganz OK) erläutert. CVR part 1, CVR Part 2

    Wie sieht es mit Strom bzw. Absicherung aus

    Ich betreibe je zwei CVR DSP-1504 an einem mit 16A abgesicherten Stromkreis. Hatte da noch nie Probleme, der Einschaltstrom ist sehr gut begrenzt.

    wie laut ist die?

    Pegelmessungen zum Betriebgeräusch habe ich noch keine gemacht - könnte ich aber ggf. heute Abend nachholen wenn von Interesse. Sie ist jedenfalls lauter als zB eine Proline, einfach aufgrund der Tatsache, dass 40mm Lüfter verbaute sind (Bauform 1HE) anstatt der 80mm (?) Lüfter einer Proline. Gut ist aber, dass sie thermisch geregelt sind. Das Betriebsgeräusch der Lüfter ist daher bei geringem Leistungsabruf recht leise, aber nicht unhörbar. Wenn man "Gas" gibt, dann drehen die Lüfter schon ordentlich hoch. Im Kino würde ich das so nicht haben wollen, im ausgelagerten Technikraum imho kein Problem.
    Und ja, Leistung haben die ausreichend.

    Hi Moe, Vorteil sehe ich für mich momentan hauptsächlich in den eingebauten Limiter-Funktionen. Ich kann meine Subs jetzt powermäßig genau an das vertretbare Limit fahren, muss dazu nicht in der Vorstufe Vorkehrungen treffen.
    Andere DSP-Funktionen habe ich jetzt mit der Trinnov nicht mehr in Verwendung, zuvor mit Dirac ART habe ich im DSP vorentzerrt. War ein integriertes System ohne nochmals zusätzlicher DSPs in der Kette.

    Mir kommt auch vor, dass die Kontrolle der Amps über die Chassis nochmals besser ist als mit der Proline - das dürfte aber auch damit zusammenhängen, dass jetzt pro Chassis ein eigener Kanal zur Verfügung steht.

    Weiterer Vorteil: Deutlich leiser als die Sinbosen FP10Q wenn auch lauter als die Prolines.

    Ja der Audio Str..ber fakturiert als Kleinunternehmer leider ohne Ust. In diesen sauren Apfel habe ich gebissen - wollte nicht selbst importieren.
    Glaube nicht (weiß es aber nicht zu 100'% sicher), dass das die gleiche Konstruktion wie die Sinbosen digital Amps ist. Von der Anordnung der Lüfter auf der Rückseite und dem verbauten DSP her würde ich sagen eher nicht.
    Hatte mich vor dem Kauf mit dem Händler über Vor- und Nachteile Sinbosen/CVR ausgetauscht. Er meinte, die CVRs seien vom Netzteil her nochmals robuster aufgebaut als die Sinbosen. An Power mangelt es in meiner Kombi jedenfalls nicht.

    Ich habe meine Subs mit Dayton Audio RSS390HO-4 an CVR DSP-1504 laufen und bin extrem zufrieden damit. Hatte vorher Proline 3000 Endstufen und kann nach dem Wechsel nur Positives berichten. DSP ist integriert inkl. Noisegate sollte dies aufgrund deiner kurzen Sitzfistanz notwendig sein.

    Wie oben schon kurz angeteasert möchte ich über die Entwicklungen der letzten Monate berichten. Es hat sich in Sachen Technik einiges verändert.

    Umbau Elektronik - 1x alles anders - Lehrgeld gezahlt!

    Ausgangsbasis Elektronik vor dem Umbau

    * Vorstufe: Stormaudio Elite MK2 16(18) Kanäle

    * Endstufe Front: Rotel RMB-1555

    * Endstufe Surround: Rotel RMB-1555

    * Endstufe Atmos: Rotel RMB-1575

    * Endstufen Subwoofer: 2x Proline 3000 + 2x Sinbosen FP10Q (nicht abgebildet)


    Rack_vorher.jpg


    Elektronik nach dem Umbau

    * Vorstufe: Trinnov Altitude32 24(28) Kanäle, HDMI 2.1, aktuelle DACs

    * Endstufe Front: Audiophonics 3-Kanal Purifi Endstufe

    * Endstufe Surround: Audiophonics 4-Kanal Purifi Endstufe

    * Endstufe Atmos: Rotel RMB-1575

    * Endstufen Subwoofer: 4x CVR DSP-1504 (gesamt 16 Kanäle)


    IMG_3305.jpg

    Warum habe ich diesen Umbau gemacht?

    Vorgeschichte

    Als ich vor einigen Jahren das Kino geplant habe, habe ich auf Dirac als Einmess-System gesetzt. Trinnov war mir schlichtweg zu teuer damals. Meine Wahl fiel auf eine Stormaudio Vorstufe, dies erschien mir als eine zukunftsfähige (weil modular aufgebaute und somit erweiterbare/ anpassbare) Lösung. Weder Dirac ART noch Trinnov Waveforming waren als Technologien absehbar.


    Ziel war es mit einer Basslösung ins Rennen zu gehen, die den gesamten LFE-Bereich abdecken kann, die "knackigen" Bass spielt, die unaufdringlich und nicht "vorlaut" aber impulsstark Bassakzente setzt.


    Leider wollte - warum auch immer - das DBA in meinem Raum nicht so gut funktionieren, wie ich mir das erhofft hatte und wie es am Papier mit 16 Subwoofern eigentlich sein sollte. Ein Bruchteil der DBA Einstellversuche ist in meinem Bau-Thread dokumentiert, viele weitere Stunden habe ich und haben auch andere (bedeutend erfahrenere) Forumskollegen versucht zu optimieren - mit leider mäßigem Erfolg.


    Dann kam Dirac ART - die erhoffte Verbesserung in Sachen Bass-Performance. Und ja, das hat schon was gebracht! Ich habe die DBA-Arrays aufgetrennt und mit zusätzlichen Endstufenkanälen (Sinbosen) im Rahmen der auf der Stromaudio verfügbaren Kanäle Dirac ART zum "Arbeiten" zur Verfügung gestellt.

    Performance tatsächlich recht gut - Dirac ART aber für mich ein Tool das sehr viele Stellschrauben zur Anpassung bietet, bei dem ich jedoch nie genau eingrenzen konnte, welche Veränderung welchen nachvollziehbaren Effekt erzielt. Ich bin schlussendlich mit dem vorhandenen Equipment nicht ans erhoffte Ziel gelangt.

    Analyse, woran liegt's denn eigentlich?

    Tja - ehrlich gesagt keine Ahnung! Vermutlich aber an der mit gefährlichem Halbwissen selbst durchgeführten Akustik"planung". Würde ich nochmals neu beginnen, würde ich jedenfalls ein Gesamtkonzept von einem Profi erarbeiten lassen. Ich habe viel Zeit und (dann doch gar nicht so wenig) Geld in die akustische Behandlung des Raumes investiert - ohne jedoch genau zu wissen, welche Maßnahme welchen Effekt hat (oder eben nicht hat). Dies gilt bedingt auch für die selbst getroffene Auswahl der Subwoofer-Chassis und der Anzahl der verbauten Subwoofer - auch hier wäre mit demselben finanziellen Aufwand vielleicht eine performantere Lösung (andere Chassis dafür weniger Subwoofer) denkbar gewesen. Dies zum Thema Lehrgeld und natürlich retroperspektiv. Im anfänglichen Elan war ich schon recht überzeugt davon, das im Rahmen meiner Möglichkeiten Bestmögliche zu tun.

    Conclusio - hat sich's gelohnt?

    Kurzfassung: JA, und wie!


    Ich habe seit Inbetriebnahme der Trinnov noch keinen Moment darüber nachgedacht, etwas verändern zu wollen - dies ist völlig neu für mich und ich genieße das momentan sehr!


    Waveforming macht bei mir klar den Unterschied! Die Bassperformance ist jetzt genau so, wie ich mir das immer vorgestellt hatte. Der Bass ist nie vorlaut oder zu fett, aber immer impulsiv und genau da wo man ihn braucht. Stets spürbar aber nie aufdringlich.

    Und auch die Umhüllung, die Geschlossenheit der Surroundkulisse ist besser als mit Dirac ART. Dies kam für mich ziemlich unerwartet und obwohl ich die Front-Wides mangels freier Kanäle derzeit nicht in das System eingebunden habe. Ich glaube Mankra hat Ähnliches berichtet, als er von Dirac auf die Trinnov gewechselt hat.


    260314_Waveforming_Ergebnis_Decay.jpg  260314_Waveforming_Ergebnis_Spectro_after.jpg


    Erwähnen möchte ich noch, dass es unmittelbar nach Installation noch ein kleines Intermezzo mit meinen Rotel RMB-1555 Endstufen gab. Ein Austausch dieser war nämlich nicht geplant. Jedoch hatte ich - anders als mit der Storm - mit der Trinnov ein nicht zu eliminierendes Brummen auf den angeschlossenen Lautsprechern. Ein Wechsel auf Endstufen mit XLR-Eingängen hat das Problem gelöst.


    Noch ein Wort zu den CVR Endstufen für die Subwoofer. Auf diese wurde ich durch Beiträge in einem der amerikanischen Foren aufmerksam, bezogen habe ich sie über einen deutschen Händler. Ich bin von der Performance schwer beeindruckt, vom Druck her mindestens auf Proline-Niveau. Jedoch mit dem Benefit, jeden Kanal über den DSP mit Limitern usw. versehen zu können und mit dem für mich ausschlaggebenden Faktor 16 performante Endstufenkanäle auf 4 HE im Rack unterbringen zu können. Dies zudem noch mit vertretbarer Lüfterlautstärke - sind deutlich leiser als meine Sinbosen (aber lauter als die Proline). Preis-/Leistungsmäßig eine klare Empfehlung von mir!

    Das DBA habe ich nie wirklich sauber zum Laufen gebracht - was auch immer da die genaue Ursache war. Denke da gab es zu viele Stellschrauben an denen ich (manchmal auch unkoordiiniert) gedreht habe.

    Mit Dirac ART (herrliche Spielwiese zum Rumprobieren) habe ich nach einer steilen Lernkurve ganz ansprechende Ergebnisse erzielt.


    Jetzt mit WF bin ich super zufrieden!

    Hallo Uwe,


    vielen Dank für das Lob, tut immer gut so etwas zu hören!
    Und ja, wahrscheinlich ist da etwas Wahres dran - die Lagerung auf Sylomer würde ich Stand heute nicht mehr machen.
    Da sind geballtes Halbwissen (in punkto Akustik) mit der (unberechtigten) Angst vor Vibrationsübertagung ins Gebäude aufeinander geprallt.
    Und da gibt es noch so einiges mehr, das ich heute anders machen würde. Beim nächsten Kino vielleicht...!


    Ich habe die Kosntruktion aber nachträglich noch an einigen Punkten an die Wand verankert. Mit "normalem" Rütteln bewegt sich da nichts mehr.

    Aber wie gesagt - und da gebe ich dir zu 100% recht - besser wäre mit größter Wahrscheinlichkeit die harte Ankoppelung zumindest der Subwoofer gewesen.


    Trotzdem bin ich mit dem jetzt laufenden Setup (mehr dazu demnächst) sehr glücklich!


    Schöne Grüße und gutes Gelingen für deine Baustelle!

    Jürgen

    Super dank, ich werd dann auch mal auf ungefähr 30 cm gehen. Bei mir schauen nur Erwachsene, Kinder gibts nicht :)
    Vllt probier ich das aber auch mal vorher grob aus, meine Leinwand ist SEHR tief, die fängt 29 cm über Boden an. Laut dem Rechner müsste ich 45cm nehmen, das kommt mir aber arg hoch vor.

    Vorher ausprobieren bzw. skizzieren ist sicherlich keine schlechte Idee. Meine Leinwand hängt auch ähnlich tief wie deine (Bildunterkante 33cm über dem Boden), mein Podest ist 41cm hoch.
    Ich habe mir das vorher rauskonstrukiert und bei der Podesthöhe ein bisschen "Luft" eingeplant. Man sinkt beim Sitzen ja auch noch ein. In der Umsetzung habe ich dann die hinteren Sitze (Ikea Poäng) dann sogar noch auf kleine "Böcke" gestellt um noch ein paar Zentimeter Sitzhöhe rauszuholen. Passt jetzt in der Praxis gerade so für Erwachsene in der hinteren Reihe.

    Denke der Podestechner liegt nicht ganz falsch mit den berechneten 45cm.


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