Wie oben schon kurz angeteasert möchte ich über die Entwicklungen der letzten Monate berichten. Es hat sich in Sachen Technik einiges verändert.
Umbau Elektronik - 1x alles anders - Lehrgeld gezahlt!
Ausgangsbasis Elektronik vor dem Umbau
* Vorstufe: Stormaudio Elite MK2 16(18) Kanäle
* Endstufe Front: Rotel RMB-1555
* Endstufe Surround: Rotel RMB-1555
* Endstufe Atmos: Rotel RMB-1575
* Endstufen Subwoofer: 2x Proline 3000 + 2x Sinbosen FP10Q (nicht abgebildet)
Rack_vorher.jpg
Elektronik nach dem Umbau
* Vorstufe: Trinnov Altitude32 24(28) Kanäle, HDMI 2.1, aktuelle DACs
* Endstufe Front: Audiophonics 3-Kanal Purifi Endstufe
* Endstufe Surround: Audiophonics 4-Kanal Purifi Endstufe
* Endstufe Atmos: Rotel RMB-1575
* Endstufen Subwoofer: 4x CVR DSP-1504 (gesamt 16 Kanäle)
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Warum habe ich diesen Umbau gemacht?
Vorgeschichte
Als ich vor einigen Jahren das Kino geplant habe, habe ich auf Dirac als Einmess-System gesetzt. Trinnov war mir schlichtweg zu teuer damals. Meine Wahl fiel auf eine Stormaudio Vorstufe, dies erschien mir als eine zukunftsfähige (weil modular aufgebaute und somit erweiterbare/ anpassbare) Lösung. Weder Dirac ART noch Trinnov Waveforming waren als Technologien absehbar.
Ziel war es mit einer Basslösung ins Rennen zu gehen, die den gesamten LFE-Bereich abdecken kann, die "knackigen" Bass spielt, die unaufdringlich und nicht "vorlaut" aber impulsstark Bassakzente setzt.
Leider wollte - warum auch immer - das DBA in meinem Raum nicht so gut funktionieren, wie ich mir das erhofft hatte und wie es am Papier mit 16 Subwoofern eigentlich sein sollte. Ein Bruchteil der DBA Einstellversuche ist in meinem Bau-Thread dokumentiert, viele weitere Stunden habe ich und haben auch andere (bedeutend erfahrenere) Forumskollegen versucht zu optimieren - mit leider mäßigem Erfolg.
Dann kam Dirac ART - die erhoffte Verbesserung in Sachen Bass-Performance. Und ja, das hat schon was gebracht! Ich habe die DBA-Arrays aufgetrennt und mit zusätzlichen Endstufenkanälen (Sinbosen) im Rahmen der auf der Stromaudio verfügbaren Kanäle Dirac ART zum "Arbeiten" zur Verfügung gestellt.
Performance tatsächlich recht gut - Dirac ART aber für mich ein Tool das sehr viele Stellschrauben zur Anpassung bietet, bei dem ich jedoch nie genau eingrenzen konnte, welche Veränderung welchen nachvollziehbaren Effekt erzielt. Ich bin schlussendlich mit dem vorhandenen Equipment nicht ans erhoffte Ziel gelangt.
Analyse, woran liegt's denn eigentlich?
Tja - ehrlich gesagt keine Ahnung! Vermutlich aber an der mit gefährlichem Halbwissen selbst durchgeführten Akustik"planung". Würde ich nochmals neu beginnen, würde ich jedenfalls ein Gesamtkonzept von einem Profi erarbeiten lassen. Ich habe viel Zeit und (dann doch gar nicht so wenig) Geld in die akustische Behandlung des Raumes investiert - ohne jedoch genau zu wissen, welche Maßnahme welchen Effekt hat (oder eben nicht hat). Dies gilt bedingt auch für die selbst getroffene Auswahl der Subwoofer-Chassis und der Anzahl der verbauten Subwoofer - auch hier wäre mit demselben finanziellen Aufwand vielleicht eine performantere Lösung (andere Chassis dafür weniger Subwoofer) denkbar gewesen. Dies zum Thema Lehrgeld und natürlich retroperspektiv. Im anfänglichen Elan war ich schon recht überzeugt davon, das im Rahmen meiner Möglichkeiten Bestmögliche zu tun.
Conclusio - hat sich's gelohnt?
Kurzfassung: JA, und wie!
Ich habe seit Inbetriebnahme der Trinnov noch keinen Moment darüber nachgedacht, etwas verändern zu wollen - dies ist völlig neu für mich und ich genieße das momentan sehr!
Waveforming macht bei mir klar den Unterschied! Die Bassperformance ist jetzt genau so, wie ich mir das immer vorgestellt hatte. Der Bass ist nie vorlaut oder zu fett, aber immer impulsiv und genau da wo man ihn braucht. Stets spürbar aber nie aufdringlich.
Und auch die Umhüllung, die Geschlossenheit der Surroundkulisse ist besser als mit Dirac ART. Dies kam für mich ziemlich unerwartet und obwohl ich die Front-Wides mangels freier Kanäle derzeit nicht in das System eingebunden habe. Ich glaube Mankra hat Ähnliches berichtet, als er von Dirac auf die Trinnov gewechselt hat.
260314_Waveforming_Ergebnis_Decay.jpg 260314_Waveforming_Ergebnis_Spectro_after.jpg
Erwähnen möchte ich noch, dass es unmittelbar nach Installation noch ein kleines Intermezzo mit meinen Rotel RMB-1555 Endstufen gab. Ein Austausch dieser war nämlich nicht geplant. Jedoch hatte ich - anders als mit der Storm - mit der Trinnov ein nicht zu eliminierendes Brummen auf den angeschlossenen Lautsprechern. Ein Wechsel auf Endstufen mit XLR-Eingängen hat das Problem gelöst.
Noch ein Wort zu den CVR Endstufen für die Subwoofer. Auf diese wurde ich durch Beiträge in einem der amerikanischen Foren aufmerksam, bezogen habe ich sie über einen deutschen Händler. Ich bin von der Performance schwer beeindruckt, vom Druck her mindestens auf Proline-Niveau. Jedoch mit dem Benefit, jeden Kanal über den DSP mit Limitern usw. versehen zu können und mit dem für mich ausschlaggebenden Faktor 16 performante Endstufenkanäle auf 4 HE im Rack unterbringen zu können. Dies zudem noch mit vertretbarer Lüfterlautstärke - sind deutlich leiser als meine Sinbosen (aber lauter als die Proline). Preis-/Leistungsmäßig eine klare Empfehlung von mir!