Posts by Trick17

    Mekali - ist da im Hintergrund ein Windows Update gelaufen was du nicht mitbekommen hast? Das hat auf meinem HTPC mal hintenrum "HDR" in windows eingeschaltet und ich habe mich tagelang mit mpc, madvr, kodi rumgeärgert weil ich nicht verstanden habe warum alles kaputt aussieht. Der geteilte Hintergrund _könnte_ darauf hindeuten, dass da irgendwelche Basic Settings durcheinandergegangen sind.

    Der Freitag-Filmabend mit den Kids, es gab

    Die Gangster Gang 2 (Blu)

    Film: 8/10 - Die "Gangster" aus Teil 1 sind zurück. Der Film setzt praktisch direkt nach dem ersten Teil an - die Supergauner haben ihre Karrieren an den Nagel gehängt und versuchen es auf ehrliche Weise. Das stellt sich als knifflig heraus, denn wie jeder weiß, haben die Gang-Mitglieder eine bewegte Karriere auf der falschen Seite des Gesetzes hinter sich. So schleppt man sich von Vorstellungsgespräch zu Vorstellungsgespräch, erträgt Andeutungen im Fernsehen ... bis die Truppe auf die Idee kommt den Spieß umzudrehen. Und so helfen die Ex-Gangster der Polizeichefin, eine aktuelle Raubserie aufzuklären.

    Ich glaube fast, der Teil hat uns allen noch eine Ecke besser gefallen als der erste. Man ist sofort drin, im totalen Chaos, als wären nicht Jahre sondern nur Stunden nach dem ersten Teil vergangen. Der Film folgt dem bewährten Motto "mehr vom Gleichen" - da aber der erste Teil schon total überdreht ist, gibt es einen der seltenen Fälle, wo "mehr" tatsächlich gleich "besser" ist. Sprüche ohne Ende, der Plot ist mindestens genauso absurd wie im ersten Teil. Definitiv 104 Minuten totaler Spaß!


    Bild/Ton (deutsch TrueHD) - beides wieder auf hohem Niveau. Die Überraschung ob des ungewöhnlichen Animationsstils ist diesmal weg, sind in den letzten drei Jahren von Flow bis zum wilden Roboter doch zahlreiche Animationsstreifen erschienen, die der Perfektion zugunsten eines eigenen Stils den Rücken gekehrt haben. Dennoch passt der hektisch-eigenwillige Stil wieder hervorragend zum turbulenten Treiben auf der Leinwand und macht eine Menge Spaß (übrigens hat Dreamworks aufgrund von "Sparmaßnahmen" Teile der Animations-Produktion an Sony ausgelagert).

    Auch der Ton fetzt wieder. Kinderfilm, trotzdem darf der LFE wummern und es kracht auf allen Kanälen. Dazu kommt ein herrlich abgedrehter Soundtrack (die Große hat sich ihre Lieblingstracks gleich mal aus dem Abspann "gescreenshottet" ;) ) der den Spaß gekonnt akustisch abrundet.


    Wie der erste Teil ein Ausbruch aus ausgetretenen Disney-Pixar Pfaden und herrlicher Spaß für die ganze Familie.

    Ich pack's mal in nen Spoiler ;)


    Film: 7/10 - den habe ich lange vor mir hergeschoben, 2023 für 6 Oscars nominiert und letztendlich ohne geblieben. Aber dadurch hat man wenigstens den Titel i.d.R. mal gehört. Lydia Tár (Cate Blanchett) hat es ganz nach oben geschafft, sie ist erste Dirigentin der Berliner Philharmoniker geworden. Der Film von Todd Field (Drehbuch, Regie) begleitet Tár durch die Vorbereitung zur Aufführung von Mahlers Fünften.

    Mit mehr als zweieinhalb Stunden Laufzeit reichlich lang geht es im Film auch sehr behäbig los. Lange Szenen, in denen Field eine fachlich brilliante aber auch arrogante Person zeichnet. Dialoge, wenig Schnitte, wenig Kamerabewegung. Erst im Verlauf nimmt der Film ein wenig Tempo auf, erzählt in harten Szenenwechseln vom manischen Tagesablauf der Dirigentin, die Szenen selbst jedoch sehr ruhig inszeniert. Und genau wie harte Schnitte zwischen langen Szenen einen feinen Gegensatz im Schnitt bilden, so ist es die Kombination aus Distanz und Nähe in Blanchetts Spiel, die eine unangenehme Spannung aufbaut. Das ist schon richtig gut gemacht.

    Im Verlauf entblättert sich schichtweise die Erkenntnis, dass man an diese Spitzenposition nicht gelangt, einfach weil man gut oder nett ist.

    Mehr will ich nicht sagen; der Film ist ein Drama und wird von der intensiven Darstellung Blanchetts' getragen. Ja, es geht um Musik, aber vor allem geht es um die egozentrische Person in deren Zentrum, die unerbittlich auf ihrem Kurs bleibt, komme was wolle.


    Bild: 8/10 - das leicht unterkühlte und entsättigte Bild der BluRay kommt extrem sauber daher. Kein Rauschen, von bewussten Unschärfen abgesehen stets knackigscharf. Todd und Kameramann Florian Hoffmeister (hierfür oscarnominiert, einer von zahllosen Deutschen vor und hinter der Kamera) sezieren das Geschehen mit klinischer Präzision, so dass man dem Drama einfach gebannt folgen muss. Zur unterkühlten Inszenierung und Darstellung passt denn auch die Ausstattung, die sich meist genauso spärlich gibt. Innenräume meist wenig dekoriert und kühl ausgestattet, selbst Szenen im Restaurant wirken wie vom OP-Tisch unter sterilen Bedingungen.


    Ton: 8/10 (englisch TrueHD) - es geht erstmal auf dem Center los, bis uns der Film nach rund 5 Minuten Vorspann (weiße Schrift auf schwarzem Grund) in die Handlung entlässt und das Klangfeld öffnet. Obwohl Mehrkanalmix, haben die Surroundlautsprecher wenig zu tun, werden aber punktuell effektvoll eingesetzt wenn Tár "Dinge" hört - die dann zudem aus dem falschen Kanal kommen. Clever gemacht. Aber, hier haben wir einen Musikfilm, und die spielt trotz allem eine Hauptrolle: die großen Orchesterstellen klingen einfach wunderbar und selbst wenn man mit Klassik nichts am Hut hat - wenn das Orchester zum Fortissimo ansetzt muss man schon eine Gänsehaut bekommen, so gut klingt das.

    Tár (Blu)

    Film: 7/10 - aus der Rubrik "lange vor mir hergeschoben", der Film der 2023 für 6 Oscars nominiert war und letztendlich keinen gewinnen konnte. Aber dadurch hat man wenigstens den Titel i.d.R. mal gehört. Lydia Tár (Cate Blanchett) hat es ganz nach oben geschafft, sie ist erste Dirigentin der Berliner Philharmoniker geworden. Der Film von Todd Field (Drehbuch, Regie) begleitet Tár durch die Vorbereitung zur Aufführung von Mahlers Fünften.

    Mit mehr als zweieinhalb Stunden Laufzeit reichlich lang geht es im Film auch sehr behäbig los. Lange Szenen, in denen Field eine fachlich brilliante aber auch arrogante Person zeichnet. Dialoge, wenig Schnitte, wenig Kamerabewegung. Erst im Verlauf nimmt der Film ein wenig Tempo auf, erzählt in harten Szenenwechseln vom manischen Tagesablauf der Dirigentin, die Szenen selbst jedoch sehr ruhig inszeniert. Und genau wie harte Schnitte zwischen langen Szenen einen feinen Gegensatz im Schnitt bilden, so ist es die Kombination aus Distanz und Nähe in Blanchetts Spiel, die eine unangenehme Spannung aufbaut. Das ist schon richtig gut gemacht.

    Im Verlauf entblättert sich schichtweise die Erkenntnis, dass man an diese Spitzenposition nicht gelangt, einfach weil man gut oder nett ist.

    Mehr will ich nicht sagen; der Film ist ein Drama und wird von der intensiven Darstellung Blanchetts' getragen. Ja, es geht um Musik, aber vor allem geht es um die egozentrische Person in deren Zentrum, die unerbittlich auf ihrem Kurs bleibt, komme was wolle.


    Bild: 8/10 - das leicht unterkühlte und entsättigte Bild kommt extrem sauber daher. Kein Rauschen, von bewussten Unschärfen abgesehen stets knackigscharf. Todd und Kameramann Florian Hoffmeister (hierfür oscarnominiert, einer von zahllosen Deutschen vor und hinter der Kamera) sezieren das Geschehen mit klinischer Präzision, so dass man dem Drama einfach gebannt folgen muss. Zur unterkühlten Inszenierung und Darstellung passt denn auch die Ausstattung, die sich meist genauso spärlich gibt. Innenräume meist wenig dekoriert und kühl ausgestattet, selbst Szenen im Restaurant wirken wie vom OP-Tisch unter sterilen Bedingungen.


    Ton: 8/10 (englisch TrueHD) - es geht erstmal auf dem Center los, bis uns der Film nach rund 5 Minuten Vorspann (weiße Schrift auf schwarzem Grund) in die Handlung entlässt und das Klangfeld öffnet. Obwohl Mehrkanalmix, haben die Surroundlautsprecher wenig zu tun, werden aber punktuell effektvoll eingesetzt wenn Tár "Dinge" hört - die dann zudem aus dem falschen Kanal kommen. Clever gemacht. Aber, hier haben wir einen Musikfilm, und die spielt trotz allem eine Hauptrolle: die großen Orchesterstellen klingen einfach wunderbar und selbst wenn man mit Klassik nichts am Hut hat - wenn das Orchester zum Fortissimo ansetzt muss man schon eine Gänsehaut bekommen, so gut klingt das.


    Kein leichter Film, der zudem seinen Zuschauern einige Geduld abverlangt. Wer nach einer Viertelstunde abschalten möchte, sollte das tun - so bleibt's. Man muss sich drauf einlassen, dann aber durchaus faszinierend.

    Talk to Me (Blu)

    Film: 7/10 - Mia (Sophie Wilde) trauert um ihre verstorbene Mutter, als sie mit Freunden auf einer Party ein verstörendes Ritual ausprobiert: Wer eine mumifizierte Hand berührt und "Talk to me" sagt, lässt für 90 Sekunden Geister in sich eindringen. Was als kurzer Grusel-Kick beginnt, wird schnell zur Sucht - und als Mias jüngerer Freund Riley (Joe Bird) die Zeitgrenze überschreitet, öffnet sich eine Tür, die sich nicht mehr schließen lässt. Regie führten die australischen Zwillinge Danny und Michael Philippou.

    Erfrischend unverbrauchter Horror, der Gelegenheits-Horror-Schauer wie mich gut zu unterhalten und angenehm zu gruseln weiß. Die Philippous verstehen ihr Handwerk - der Film baut eine klamme Atmosphäre auf, die sich immer weiter zuschraubt. Und, übrigens, lehnten sowohl Millionen aus Amerika für ein US Remake ab, als auch die Regie eines Films im DCEU (zugunsten ihres Debüt-Langfilms).


    Bild/Ton: Man sieht die digitale Herkunft deutlich, denn das Bild ist blitzsauber bei Tag wie Nacht und ist schön anzuschauen. Dabei gibt es viele CloseUps (die 1A fokussiert sind) die zusätzlich für Beklemmung sorgen. Trivia: das geringe Budget erlaubte nur für wenige Szenen den Einsatz von mehr als einer Kamera, so dass viel debattiert wurde wann die Kohle rausgehauen wird. Genauso wie jedes Department eine Art Joker bekam um eine wichtige Sache aus Sicht der Abteilung durchzubringen. Aus den Props ist es Mias senfgelber Pullover.

    Ton (englisch truehd) - geil. Es gibt ordentlich Bassgewitter, und das mehr als einmal. Und es gibt sowohl sehr subtile Surroundeffekte als auch gar nicht so subtile. Dass ich mich im Kino umdrehe um zu lauschen ob da jemand vor der Tür steht kommt nicht so oft vor. Hier schon ;) Musik könnte ich nicht genau sagen, hat aber gepasst.


    Unterm Strich ein guter Genrebeitrag, der entgegen vieler Genreverwandter, im letzten Akt nicht komplett entgleist und ein seltsames Finale serviert. Hier bleibt's bis zum Ende stimmig, hat mir gut gefallen. Und, wie so häufig bei kleinen Produktionen: technisch weit vorne! Tolles Bild, sauber fokussiert, ordentlicher Schnitt, furiouser Ton. Viele (gute) praktische Effekte die nirgendwo eine verräterische greenscreen-halo haben. Fein!

    The Fantastic Four: First Steps (UHD)

    Film: 5,5/10 - Naja, ne. Verstehe nicht wieso der rund um die Veröffentlichung so gut wegkam. Ich mochte das skurille 60er Technik Setting, was optisch mal was anderes war. Das war's. Zu keinem Charakter gibt's ein paar einleitende Worte (immerhin ist es ja eine Art Origin-Story), von Chemie zwischen Pascal und Kirby möchte ich nicht reden. Allgemein wirkten die Darsteller etwas unterfordert / gelangweilt. Und obwohl es ja ein wenig Story gegeben hätte, ist die irgendwie uninteressant und wirft im finalen Akt derart mit Blödsinn/Logiklöchern um sich, dass es - nunja - langweilig ist.


    Bild/Ton: Das Bild fand ich für 'ne UHD höchstens unterdurchschnittlich. Weder besonders scharf, noch tolle Highlights. Alles ein bisschen dunkel und muffig, dabei hätte das schicke 60er Setting mehr hergegeben. Ton (englisch truehd) der typische neue Marvel-Scheiss. Der Showdown am Ende ist genauso laut abgemischt wie der Eröffnungsdialog zwischen den beiden im Bad. Na schönen Dank.


    +++


    Nur zum Kontrast, die Tage gab's mit den Kids

    Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben (UHD)

    Film: 8,0/10 - Edgin (Pine) und Holga (Rodriguez) brechen aus dem Gefängnis aus, um kurz bei ihrem alten Kumpel Forge (Grant) vorbeizuschauen, die Tafel der Wiedererweckung abzuholen und Edgins zu früh verstorbene Frau wiederzubeleben. Leider kommt's anders, das Zweiergespann muss sich zum Team vergrößern und das Abholen gestaltet sich dann doch questiger als gedacht ...

    Was für ein Spaß, wie immer doppelt mit Kindern (13 und 9)! Gut gelaunter Cast (angeführt von Chris Pine und Michelle Rodriguez, und wie immer spielt er sich selbst: Hugh Grant), sehr hohe Gagdichte (noch zudem sehr viele, die auch tatsächlich zünden). Weitgehend schicke CGI, reichlich Schauwerte. Rollenspieler freuen sich sicher, dass der Film vor Namedroppung aus der Reihe nur so strotzt; imdb weiß zu berichten dass die initialen Reviews aus der D&D Gemeinde bei Cast und Crew mit Schaudern erwartet wurden, ob des diesem Menschenschlag innewohnenden .. Eifers ;) Die Sorge war unberechtigt, der Film ist eine Mordsgaudi. Den Kleinen freuen die vielen Actionszenen und die bunte Fantasywelt (und nach anfänglichen Schrecken wenn's mal gruseliger wird schlägt der Film schnell lustige Töne an, so dass man auch wieder hinter den erschrocken hochgerissenen Händen hervorschauen kann), die Große freuen noch dazu die launigen Wortgefechte, die sich nicht immer an U10-Ohren richten.


    Bild/Ton: eigentlich wollte ich gar nix zu dem Film schreiben, aber man kann die doofen F4 einfach nicht so stehen lassen. Schönes Bild, knackige Highlights, großer Spaß beim Zuschauen.

    Und _so_ muss ein Film (deutsch truehd) klingen. Fetter Bass, ordentlich Surrounds - das fetzt aus allen Kanälen, dass es nur so fetzt.

    Das ist ja gerade eher eine Technikdiskussion. Um mal wieder ein bisschen Inhalt zu bringen, hier habt ihr es schwarz auf weiß, von Matt Damon in der Variety über netflix Vorgaben. Der (übersetzte) Titel: Matt Damon sagt, Netflix wolle, dass Filme „die Handlung drei- oder viermal im Dialog wiederholen“, weil die Zuschauer „während des Zuschauens auf ihren Handys sind“.


    Im Text steht noch, dass man / er Actionkino mal so gelernt habe: es gibt drei Akte gibt und in jedem Akt gibt's ein Action-Setpiece. Im letzten Akt kommt das größte und teuerste. Netflix meint aber, es wäre nicht schlimm, wenn das größte und teuerste innerhalb der ersten 5 Minuten käme ...

    Thanksgiving (2023)

    Wollte mal wieder was deftigeres, bin aber über die ersten 10 Minuten nicht rausgekommen. Doofe Mischung aus bierernstem Ton, unsympathischer Figuren und dann überbordender Knochen-brechen-und-das-Blut-spritzt-Gewalt. Ätzend.

    Aus der Reihe "Mit Kinderaugen":


    Mission: Impossible II / M:I-2 (UHD)

    Im wesentlichen würde ich meinen Text von vor vier Jahren noch genauso schreiben, Film: 7/10, Bild: 6/10, Ton (deutsch DD): 6/10

    Aber die Große (demnächst 14) kommt in ein Alter, in dem man endlich eine größere Filmauswahl hat. Nachdem wir vor einer ganzen Weile den ersten Teil geschaut haben war gestern der zweite dran. Hat mit einem "Erst-Seher", noch dazu ohne Vorbelastungen und Erfahrungswerte, extrem viel Spaß gemacht. Sie schwankte dauernd zwischen "Was für ein Blödsinn!!! Und diese superlangen _tollen_ Haare, die in Zeitlupe extracool aussehen!!!" und "OMG!! KREISCH! Wie cool ist das denn?!". Und ja, tatsächlich ist das so. Ohne jahrzehntelange Abgeklärtheit kann man die Flamencoszenen zu Beginn, den Taubenblödsinn zum Schluss und etliche Szenen mittendrin ganz anders sehen. Das hat großen Spaß gemacht, und hier gibt's ein Kinderwertungszuschlag von locker einem Punkt. MI2 mit Teenie-Tochter: 8,5/10 😊


    + + +


    Star Wars 1-3 und 7

    Der größte Unterschied zwischen den beiden Kids, der Kleine ist 4 Jahre jünger aber deutlich abgeklärter / weniger zart besaitet. So dass er schon gut viele Filme ab 12 schauen kann. In den Weihnachtstagen haben wir die erste Star Wars Trilogie geschaut und als Bonus noch den siebten Teil. Meine Einschätzung bleibt gleichfalls bestehen, allerdings - wieder ein paar Jahre weiter - sieht die Lucas Prequel-Reihe von Jahr zu Jahr schlimmer aus. Was damals Oscar-würdig war, sieht heute definitiv bedeutend schlechter aus als eine Zwischensequenz in einem Videospiel; oder meist auch als das Spiel selber. Niedrige Auflösung, trotz allem zu wenig Rechenpower, der Lucas'sche Zwang alles in Green Screens zu drehen was die Filme extrem unecht aussehen lässt. Nun ja...

    Zurück zum Thema Kinderaugen. Star Wars ist trotz allem einfach cool und der Kurze hat die Filme sehr gefeiert. Aber - große Einschränkung - der Plot in allen Teilen, besonders der Prequel Trilogie, ist zu vielschichtig um ihn wirklich zu verstehen. Klone, Handelsföderation, Verschwörungen und Embargos - das übersteigt das junge Hirn doch bisweilen arg. Geht schon beim Crawl zu Beginn los (das klassische Ding bei Star Wars), wo Erwachsene schon Schwierigkeiten haben die Informationsdichte in drei Absätzen zu erfassen.

    Natürlich wusste er dass Anakin irgendwann die Reise auf die falsche Seite antritt, aber es zu sehen (auch wenn ihm die Lucas-holprige Hinführung wohl weitgehend entging) war für ihn schon toll. Doch(!) Teil 7 ist da von ganz anderem Kaliber. Alle Figuren viel nahbarer, alles fühlt sich viel echter an, mehr Emotion, mehr krach-Zing, mehr (charmanter und nicht aufgesetzter) Witz -- 7 ist mit Abstand am Besten weggekommen. Und auch beim Papa, dem JJ-Fanboy, hat sich der Abstand zur Prequel-Trilogie nochmal deutlich vergrößert.

    Ich denke, auch weil JJ nicht dem Zwang wie Lucas erliegt und einen pseudo-wichtigen Rahmen drumrum phantasiert, sondern einfach Star Wars liefert, ist der Teil viel kurzweiliger und macht deutlich mehr Spaß. Insbesondere in der sehr jungen Zielgruppe.

    The Secret Man (Blu)

    Film: 6/10 - Mark Felt (Liam Neeson) ist Deputy Director des FBI und wird unfreiwillig zur Schlüsselfigur in der Watergate-Affäre - während er gleichzeitig versucht, seine Position im FBI zu halten und seine Familie zusammenzuhalten. Peter Landesman erzählt die Geschichte aus Felts Perspektive statt aus der der Journalisten, was interessant sein könnte, aber leider in einem ziemlich zähen Political Thriller endet. Wenn man nicht mindestens Grundwissen über Watergate mitbringt, verliert man schnell den Faden - zu viele Namen, zu viele Ämter, zu viel Washington-Insidersprache. Noch dazu bin ich Gesichtslegastheniker und auch wenn die Maske und Ausstattung standesgemäß sind, sorgen sie aber dafür dass alle Figuren gleich aussehen, zumindest für mich. Das war ziemlich schwierig. Davon ab, Neeson mal nicht als Action-Opa zu sehen ist eine nette Abwechslung, aber auch er kann dem Film nicht genug Energie einhauchen. Solide Schauspieler in einem durchschnittlichen Historienfilm, der seine eigene Geschichte nicht spannend genug erzählt.


    Bild/Ton: beides okay. Das Bild hat einen sehr cleanen digitalen Look, ist aber seeehr blaugrau/verblasst gegradet. 2017 war der Grading Wahn noch weitverbreitet das sieht man hier sehr. Musik habe ich schon wieder vergessen, war aber okay. Ton - ist ein Dialogfilm, also nix krachbumm. Passt aber so.


    + + +


    Mickey 17 (UHD)

    Film 6/10 - Mickey Barnes (Robert Pattinson) hat einen Haufen Probleme und tritt die Flucht nach vorne an: weg von der Erde auf ein Kolonieschiff. Um sich einen der begehrten letzten Plätze zu sichern, schreibt er sich als "Expendable" ein, aller verwunderter "haben Sie die Bedingungen gelesen?!"-Nachfragen zum Trotz. So wird er zum Kolonist, der bei Bedarf geklont wird, wenn die aktuelle Version bei gefährlichen Missionen stirbt. Oder bei Versuchen ...

    Bong Joon-ho (vor allem durch das gefeierte "Parasite" bekannt), irre Prämisse, Science Fiction - das sollte eigentlich ein Selbstläufer sein. Stattdessen hinkt es m.E. doch mächtig. Das Pacing ist unausgewogen, Pattinsons Pseudo-Doof-Akzent (zumindest im O-Ton) nervt mehr als er charakterisiert, genauso Ruffalos und Colettes überdrehtes Overacting. Und der Film kann sich nicht entscheiden ob er Satire, schwarze Komödie oder ernstes Drama sein will. Eine spannende Prämisse die viele interessante Ideen und Fragestellungen hat - samt der unübersehbaren Parallele zum selbst-gebräunten blondierten Irren in der anderen Hälfte der Welt. Aber - ne. Meh.


    Bild/Ton: Hätte ich es nicht gewusst, hätte ich das für eine (ordentliche zwar, aber trotzdem) Bluray gehalten. Wenig oder keine Highlights, Schärfe nicht übermäßig doll. Im Schiff eher trist, außerhalb - auch. Dazu ein dezentes rausmischen der Sättigung; da tut's sicher auch die Bluray. Worldbuilding stimmig aber auf's Nötigste beschränkt.

    Wie schon geschrieben, kann man das sichtbare Overacting im Originalton auch deutlich hören. Da es mir deutlich zu übertrieben war, hat es eher genervt. Ich hätte eine etwas diffizilere Darstellung von Gut/Tumb/Böse begrüßt die nicht mit dem Holzhammer kommt. In den lebhafteren Szenen dreht der Ton ganz gut auf und macht durchaus Spaß. Dazu kommt ein pianolastiger Score, und da ich eine Schwäche für dieses Instrument habe fand' ich das natürlich klasse.


    Ergo - interessante Idee, alle Zutaten sind da, aber auf halber Strecke entgleist. Dennoch eine Empfehlung wert, vielleicht als "Konzeptfilm".

    Mr. Holland's Opus (Blu)

    Film: 7/10 - Glenn Holland (Richard Dreyfuss) ist Komponist mit großen Plänen, nimmt aber erstmal einen Job als Musiklehrer an, um die Rechnungen zu bezahlen - nur für ein Jahr, versteht sich. Aus dem Jahr werden Jahrzehnte während Holland versucht, desinteressierten Schülern Musik beizubringen und aus dem Übergangsjob wird stückweise eine Lebensaufgabe. Dreyfuss trägt den Film mit einer Performance, die nie ins Kitschige abdriftet und eine bermerkenswerte Spanne von 30 Jahren überbrückt - inklusive schöner Maske, die das Altern glaubhaft rüberbringt.

    Ich tue mich schwer, das Werk als Feel-Good-Movie zu bezeichnen, denn es ist eher Drama. Und natürlich irgendwie vorhersehbar, egal, schwamm drüber.


    Bild/Ton: ganz brauchbares Cinemaskop-Bild (deutlich besser als die DVD vor 100 Jahren). Interessanter ist eher der Ton: zwar weder besonders räumlich noch sonstwie besonders großartig abgemischt. Aber die Musik stammt aus der Feder von Michael Kamen - ja, genau dem, der mit Lethal Weapon und Stirb Langsam einige besonders ikonische Reihen vertont hat und Mitte 80er bis in die 90er 'nen guten Lauf hatte. Jedenfalls gibt es hier Kamen von einer damals eher ungewohnten Seite zu hören - der so von der Story inspiriert wurde, dass er eine Stiftung zugunsten unterpriviligierter Schüler ins Leben rief, um dieselben mit Musikinstrumenten zu versorgen.


    + + +


    Free Fire (Blu)

    Film: 6,5/10 - Ein Waffendeal in einer verfallenen Lagerhalle in Boston 1978 geht schief, und innerhalb von Minuten verwandelt sich die Transaktion in eine 90-minütige Schießerei, bei der alle Beteiligten hinter Kisten in Deckung gehen und sich gegenseitig beschimpfen. Ben Wheatley dreht quasi "Reservoir Dogs in Echtzeit", mit Brie Larson, Cillian Murphy, Armie Hammer und Sharlto Copley, die sich durch Dreck und Blut robben. Die Prämisse klingt lustig für 20 Minuten, nutzt sich bei 90 aber ein wenig ab. Dennoch - auch wegen der Laufzeit - recht kurzweilig, mit coolem Cast in schicken 70er Outfits und spaßiger Grundidee. Hirn im Leerlauf reicht hier aus.


    Bild/Ton: rauhes und sehr warmes auf spät-Siebziger getrimmtes Bild, netter Soundtrack mit ein bisschen passender Musik und ganz passablem ka-TSCHING!! auf allen Kanälen.


    + + +


    Hot Tub Time Machine (Blu)

    Film: 6/10 - mehrfach hier genannt, also hab' ich jetzt in der Badewanne Platz genommen. Vier Freunde (John Cusack, Rob Corddry, Craig Robinson, Clark Duke) landen in einem defekten Whirlpool und werden zurück ins Jahr 1986 geschleudert, wo sie ihren Ski-Urlaub nochmal erleben - und die Chance haben, ihre verpfuschten Leben zu korrigieren. Es wird recht derbe, es gibt mehrere unbedeckte Brüste (und schon gibt's ein R Rating), und es gibt für meinen Geschmack zuviel Fäkal- und Kotz "humor" (nämlich öfter als keinmal). Es gibt aber auch durchaus ein paar Lacher, aber ich denke in geselliger Runde mit 'nem Bierchen klappt der Film vermutlich besser. Cusack übrigens hat das Drehbuch vorab nicht gelesen, sonder direkt aufgrund des vielversprechenden Titels zugesagt. Der Gute hatte auch sichtbar Spaß an dem Klamauk ;)


    Bild/Ton: ziemlich ordentliches Bild, dass die bunten 80er ebenso auf die Leinwand bringt. Der häufiger positiv erwähnte Soundtrack hat mich jetzt nicht total umgehauen, insgesamt hatte ich mir das Werk 80er-lastiger vorgestellt.

    Avengement (Blu)

    Film: 6/10 - Cain (Scott Adkins), Gefangener, entkommt während eines Freigangs rächt sich fortan durch die Unterwelt, die ihn verraten und im Knast zum Monster gemacht hat. Low-Budget-Briten-Action von Jesse V. Johnson, der Scott Adkins endlich mal eine richtige Rolle gibt statt nur Kickboxen. Streckenweise schon brutal (FSK18) - aber ohne Übertreibung oder angedeutetes Wick'sches Augenzwinkern. Und damit sind wir bei der Schwäche: Avangement übertreibt es so sehr, dass es mitunter ins Lächerliche kippt. Die 6/10 sind für solide Actionchoreografie und Adkins' Performance, aber das Ding ist einfach ein bisschen verliebt in seine eigene Härte und der Plot ansonsten etwas dünn. Für 90 Minuten Gekloppe reicht's aber so gerade noch; eine Sequenz landete auf mehreren "bestes Gekloppe" Listen.


    Bild/Ton: beides da, beides sehr unspektakulär. Einzig die britische Machart sorgt im O-Ton für Charme, denn während man Ami-Englisch ja ständig hört ist die britische Variante deutlich eckiger und kantiger und man muss sich ordentlich reinhören.


    +++


    Dragonheart (UHD)

    Film: 6,5/10 - Ritter Bowen (Dennis Quaid) jagt Drachen, weil er glaubt, sie seien für die Tyrannei von König Einon verantwortlich. Als er auf den letzten Drachen Draco (Stimme: Sean Connery bzw. Mario Adorf) trifft, schließen die beiden einen Deal: Bowen "rettet" Dörfer vor Draco, der Drache kassiert Schutzgeld, beide teilen sich die Beute. Rob Cohens Fantasy-Film lebt von Sean Connerys charmanter Drachen-Performance (damals wurden über 200 Portraits(!) des charismatischen Schotten gemacht um daraus das Mimenspiel des Drachen abzuleiten) und der damals noch beeindruckenden CGI-Arbeit - Draco war einer der ersten volldigitalen Hauptcharaktere. Die 6.5/10 sind für nostalgischen Charme und solides Fantasy-Handwerk, auch wenn die Geschichte selbst ziemlich by-the-numbers ist und heute eher wie ein besserer TV-Film wirkt.


    Bild: 6/10 - die UHD von Shout ist ein sehr zweischneidiges Schwert und während manche Aufnahmen richtig gut sind, gibt es häufig stehendes Rauschen zu sehen und auch der Himmel (den es leinwandfüllend in allen Varianten gibt) kämpft mit unschöner Streifenbildung. Der nun 30 Jahre alte Drache ist offensichtlich nur in FullHD von der Renderfarm geschlüpft und ist naturgemäß eher schlecht gealtert. Schon okay, aber dem Thema geschuldet ist er deutlich schlechter als der etwa gleichalte Godzilla von Emmerich, der sich meist in Regen UND Dunkelheit verstecken konnte. Übrigens: zunächst war Jim Henson damit beauftrag den Drachen zu bauen (samt einiger lebensgroßer Ausschnitte mit denen Quaid interagieren konnte) - aber als alles fertig war, war Cohen so unterwältigt, dass er sich für einen volldigitalen Drachen entschied.


    Ton: 7/10 - ich erinnere mich dunkel an die DVD, die den Drachen in einer Szene - dank diskretem Mehrkanalmix - akustisch eindrucksvoll durch des Zuschauers vier Wände fliegen ließ. Mittlerweile ist man derlei Späße gewohnt, dennoch gibt es ein paar durchaus nette Effekte. Der Score von Randy Edelman - obwohl er "echt" ist - klingt mitunter etwas nach Synthesizer und musste seinerzeit ohne Preise auskommen. Aber er wartet mit einigen Motiven auf, die nach 1996 in zahllosen Trailern verwurstet wurde und so dürfte er bewusst oder unbewusst vielen bekannt vorkommen.

    Worum geht es mir?

    Ich habe hier noch einige Spiele liegen, die ich vor sehr langer Zeit sehr gerne gespielt habe, unter anderem sämtliche Versionen von Command & Conquer (Alarmstufe Rot und folgende). Diese Spiele laufen nicht mehr auf den aktuellen Windows-Versionen (ich glaube, schon seit Windows 7) und alles was an "kompatiblen" Versionen heute auf dem Markt ist, sind nicht wirklich ein Ersatz dafür.

    Wurde nicht kürzlich die C&C Reihe in irgendeiner Edition neu rausgebracht? Humble Bundle, GOG oder so? Ich denke generell dass das gehen würde aber der Aufwand extrem hoch ist. Zumal Du mit so einer Kiste eher nicht online gehen solltest (egal warum und wie lange).

    Wenn's Dir natürlich um's Zeit versenken geht ( immer ein guter Ansatz 😉 ) würde ich mal in die Richtung forschen: https://dosbox-x.com/wiki/Guide%3AInstalling-Windows-95

    Nobody 2 (UHD)

    Film: 5,5/10 - die Darsteller aus dem ersten Teil sind zurück. Leider haben sie den ersten Teil vergessen und Hutch verkommt zum aggressiven sofort-drauf-los-Klopper. Ne blöde Rahmenhandlung gibt's irgendwie auch, die keinen Sinn ergibt. Egal - alle fahren in Urlaub, und dort wird, naja, gekloppt. Wegen des Titels mitunter deftig, aber da alles mit komischem Humor vollgekleistert ist, ergibt das ne unrunde Mischung.

    Manchmal fragt man sich schon, ob irgendwer Drehbücher vorher liest. Oder überhaupt welche schreibt. Was'n Stuss ...


    Bild+Ton: gab's beides, Bild polierter als der rauhe erste Teil, deutscher Ton okay-ish. Meh.

    Es wurde schon alles gesagt, drei Zeilen mehr nur im "welcher Film" thread.

    Schade, doof. Einmal gucken reicht. Wegen allem was alle geschrieben haben.

    Mal wieder ein spannender FoLLgoTT Thread :)


    Ich wäre dabei, Immersion "wissenschaftlich" zu definieren, wie hier in zahlreichen Posts auch geschehen. Kinofeeling hingegen hat für mich eindeutig eine emotionale Komponente, steckt ja schon im Wort, das Kino gefühl. Und ich glaube, dass es daher nicht so recht greifbar ist, weil es für jeden wo anders rumschwirrt. Zwischen altem inhabergeführten "Kindeheitserinnerungs-erster-Kinofilm" und schwarzem Multiplex, zu viel süßem Popcorn und Nachos mit Salsa, dem Kinodienstag mit "den Jungs" und dem ersten Film mit der Freundin, und so weiter. Irgendwo da ist Kinofeeling obwohl es jeder ein wenig anders definiert.


    Immersion ist genau das Eingehen in den Film, offensichtlich enorm zu verstärken durch technische Maßnahmen. Nachts bei Sturm und ohne Licht im Raum ist ein Gruselfilm auf dem kleinen Röhrenfernseher auch recht immersiv, weil das ganze Drumherum zum Inhalt passt, unabhängig davon wie mickrig der Film präsentiert wird. Meist hilft es aber, dem Hirn bestmöglich vorzugaukeln dort zu sein wo der Film spielt: das Bild ist so groß und scharf und kontrastreich wie "in echt" und auch der Ton scheint "echt". Kunstgriffe wie Verfemden des Bildes (aka Grading) und Filmmusik scheinen zwar auf den ersten Blick die Immersion zu zerstören - weder gibts gegradete Bilder "in echt", noch läuft 'n Soundtrack mit. Aber beides kann ein Gefühl transportieren und damit die Immersion, das Hinüberwechseln in das Geschehen auf der Leinwand, verstärken.

    ... insofern ist es interessant, welche Wendung das mit dem Gegenangebot von Paramount genommen hat - nachdem netflix die Mail rausgejagt hat. Während netflix mit Sicherheit das absehbare Ende der Kinoauswertung bedeuten würde, könnte das mit Paramount anders sein. Mal gespannt wie es weitergeht - und in der Zwischenzeit weiter Scheiben kaufen, denn die kann mir keiner mehr wegnehmen :)