Home Assistant – Zwei intensive Wochen voller Fortschritt
In der vergangenen Woche lag der Fokus erneut ganz klar auf der Programmierung meines Home-Assistant-Systems. Und ich kann mit großer Zufriedenheit sagen: Ich habe alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte.
Das Dashboard ist nun vollständig responsiv aufgebaut. Auf dem Smartphone werden die Bedienelemente übersichtlich untereinander dargestellt, während auf dem Tablet die Module nebeneinander angeordnet sind – links die Steuerungselemente und Schnellzugriffe, rechts die Statusanzeigen. Diese klare Struktur sorgt nicht nur für eine aufgeräumte Optik, sondern auch für eine intuitive Bedienung.
Innerhalb des Dashboards nutze ich mehrere Ansichten. Es gibt eine vollständige Steuerungsansicht mit sämtlichen verfügbaren Tasten sowie eine reduzierte „Cinema“-Ansicht, die nur die wichtigsten Funktionen enthält – perfekt für den schnellen Zugriff während eines Films.
Sobald ein Video gestartet wird, erscheint auf dem Bedienpanel automatisch das Coverbild sowie ein Fortschrittsbalken. Über diesen Slider kann man bequem im Film vor- oder zurückspulen oder direkt auf den Player zugreifen. Die Statusanzeigen liefern zusätzlich detaillierte Energiedaten wie Netzspannung, Leistungsaufnahme und Verbrauch. Technik, die nicht nur steuert, sondern auch transparent informiert.
Auch die Integration der Sonoff-Lichtsteuerung sowie meines JVC-Projektors ist gelungen. Das Umsetzungskonzept bleibt konsistent: links die Steuerung und Schnellfunktionen, rechts die Statusanzeigen inklusive Verbrauchsdaten. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
Dass ich dieses Niveau innerhalb von nur zwei Wochen erreichen konnte, erfüllt mich ehrlich gesagt mit großem Stolz.
Gestern Nacht ist schließlich noch ein eigenes Dashboard für den Trinnov-Prozessor entstanden. Dort lassen sich Quelle, Presets und Upmixer komfortabel einstellen. Ich würde sagen: Damit ist die Steuerzentrale nun komplett.
Ganz abgeschlossen ist das Projekt jedoch noch nicht. Als Nächstes steht die Integration des WLAN-Keyboards (Pico) auf dem Plan. Sobald das umgesetzt ist, werden auch madVR und nnD vollständig ins System eingebunden sein.
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Und warum habe ich so viel Energie in dieses Projekt investiert?
Zum einen, weil es mir einfach Freude bereitet. Mich motiviert es ungemein, Neues zu lernen, unbekannte Technologien zu verstehen und eigene Lösungen zu entwickeln.
Zum anderen stand ohnehin der Austausch meiner Harmony-Fernbedienung an, worüber ich bereits berichtet hatte.
Meine Wahl fiel zunächst auf die Sofabaton X2 – doch die Unfolded Circle Remote 3 ließ mir einfach keine Ruhe. So sehr, dass ich mir schließlich auch dieses Modell bestellt habe. Heute ist sie angekommen. Die Einrichtung steht noch bevor. Eines ist jedoch sicher: Im Vergleich zur Sofabaton wird die Konfiguration deutlich anspruchsvoller sein. Aber aufgeben kommt nicht in Frage.
Ich bin überzeugt, dass die Kombination aus der Remote 3 und Home Assistant ein völlig neues, professionelles Nutzererlebnis ermöglichen wird. Genau darauf freue ich mich am meisten.
Ich habe auch scon bei support nachgefragt, ob in der Zukunft eine "Erweiterung Tastenkombination" geplant ist, oder nicht, aber richtige Antwort habe ich nicht bekommen...
Home Assistant – Vom absoluten Neuling zum funktionierenden Kino-Setup in einer Woche
Heute habe ich mich intensiv mit den Home Assistant Integrationen beschäftigt. Wenn man bedenkt, dass ich bis vor einer Woche nicht einmal wusste, was Home Assistant überhaupt ist, bin ich ehrlich gesagt ziemlich weit gekommen.
Mein Ziel war zunächst eine relativ „einfache“ Steuerung für mein Heimkino umzusetzen:
Kodi
MPC-HC
JVC NZ800
Trinnov A32
Sonoff Lichtsteuerung
Ganz offen gesagt: Die ursprüngliche Motivation war, Home Assistant mit meiner Sofabaton-Fernbedienung – oder alternativ mit der Unfolded Circle Remote 3 – zu verheiraten. Das war der eigentliche Antrieb hinter dem Ganzen.
Aktueller Stand
Fertig ist bislang:
Integration von JVC NZ800
Integration des HTPC
Integration des Trinnov A32
Auf dem PC kann ich nun Kodi und MPC-HC direkt über ID-Codes steuern – nicht über Tastaturbefehle, sondern sauber und systemseitig korrekt angebunden.
Die Steuerung läuft absolut stabil, ohne Verzögerungen oder Aussetzer.
Besonders stolz bin ich auf die Trinnov-Integration:
Ein- und Ausschalten des A32 über HA
Vollständige Statusrückmeldung
Anzeige von:
Codec
Upmixer
Lautstärke
Preset
Ich habe ein sehr informatives Dashboard mit Sensoren erstellt, das mir eine perfekte Rückmeldung über den aktuellen Zustand des Prozessors liefert.
Die Buttons sind interaktiv und verfügen über Statusanzeigen.
Das Dashboard ist für das iPad optimiert, funktioniert aber genauso gut auf dem Smartphone. Unterhalb einer bestimmten Breite werden die Elemente automatisch untereinander angeordnet, im Landscape-Modus sauber nebeneinander. Für jemanden, der eigentlich „keine Ahnung“ von der Materie hat, bin ich mit dem Ergebnis wirklich zufrieden.
Eine große Hilfe war dabei tatsächlich ChatGPT – und ich habe nebenbei eine ziemlich steile Lernkurve hingelegt.
Als nächstes steht die Lichtsteuerung an. Ich vermute, das wird vergleichsweise unkompliziert.
Außerdem möchte ich das PICO WLAN Keyboard einbinden und ebenfalls über Home Assistant nutzen.
Meine madVR-Shortcuts konnte ich bisher nicht anderweitig lösen – aber dank Roman gibt es auch dafür eine perfekte Lösung.
Wenn alles sauber integriert ist, folgt der spannendste Teil: Automatisierung.
Ich bin optimistisch, dass ich auch das noch in den Griff bekomme.
Fernbedienungs-Frage
Am Ende wird sich zeigen, ob mir die HA-Unterstützung der Sofabaton ausreicht oder ob die Reise doch bei der Unfolded Circle Remote 3 endet.
Ich gebe es zu: Ich bin da etwas altmodisch. Ich drücke gerne echte Tasten. Ein Tablet allein reicht mir nicht – auch wenn man mit Home Assistant eine nahezu perfekte und extrem informative Oberfläche bauen kann.
Neues Spielzeug im Zoziplex – Sofabaton X2 erste Eindrücke
Am Freitag ist ein neues Spielzeug im Zoziplex eingezogen:
eine Sofabaton X2.
Schon seit Längerem spielte ich mit dem Gedanken, meine Harmony Elite in den Ruhestand zu schicken. Nicht, weil sie schlecht wäre – ganz im Gegenteil. Aber Systeme entwickeln sich weiter. Und ich wollte eine Lösung, die das Harmony-Erlebnis langfristig ersetzen – vielleicht sogar übertreffen – kann.
Das hier wird kein klassischer Testbericht.
Eher ein ehrlicher Erfahrungsbericht nach den ersten Tagen.
Die Entscheidung: UC Remote 3 oder Sofabaton X2?
Zwei Kandidaten standen zur Auswahl:
Unfolded Circle Remote 3
Sofabaton X2
Beide sind Home-Assistant-fähig – für mich ein entscheidender Punkt. Ich habe viele Tests gelesen, Videos geschaut und Foren durchforstet.
Die Remote 3 ist technisch extrem spannend. Allerdings wirkte sie aus Programmier- und Konfigurationssicht deutlich komplexer.
Ich wollte kein neues Vollzeit-Hobby.
Ich wollte ein funktionierendes System.
Also fiel die Entscheidung zugunsten der Sofabaton X2 – der scheinbar pragmatischeren Lösung.
Unboxing – hochwertiger erster Eindruck
Vor einer Woche bei Amazon bestellt, am Freitag geliefert.
Das Auspacken war entsprechend neugierig und gespannt – und zum Glück ohne Enttäuschung.
Die Verpackung ist ordentlich.
Die Fernbedienung wirkt hochwertig.
Gute Ergonomie.
Angenehm schwer – was das Premium-Gefühl noch verstärkt.
Der Hub erinnert stark an den Harmony Hub, vielleicht etwas kantiger.
Die Ladeschale ist kein High-End-Produkt, aber absolut akzeptabel.
Die Smartphone-App ist im Vergleich zur Harmony-PC-Software zunächst etwas gewöhnungsbedürftig.
Nach kurzer Eingewöhnung funktioniert die Konfiguration aber problemlos.
Mein System ist aktuell relativ überschaubar und dient ausschließlich der Heimkino-Steuerung:
Trinnov A32 (IR)
JVC NZ800 (IR)
HTPC mit Bluetooth-Keyboard
Sonoff Lichtsteuerung (RF)
Sowohl Geräte als auch Activities ließen sich problemlos einrichten. Besonders positiv: Innerhalb einer Activity funktionieren
IR
Bluetooth
RF
parallel und zuverlässig zusammen.
Und das erstaunlich gut.
Das „Nullniveau“ ist erreicht
Mein primäres Ziel war klar:
- Das Harmony-Erlebnis reproduzieren.
- Das ist gelungen.
- Saubere Activity-Logik.
- Stabiles Verhalten.
Da ich aktuell nur eine Quelle nutze, war die Konfiguration nicht besonders komplex.
Die Sonoff-Steuerung habe ich von bisherigen Tastaturbefehlen auf RF umgestellt – funktioniert einwandfrei.
Das Minimum ist also erreicht.
Genau das, wofür ich sie gekauft habe.
Aber das ist nur der Anfang
In letzter Zeit beschäftige ich mich intensiver mit Home Assistant.
Mein langfristiges Ziel ist nicht einfach eine Universalfernbedienung.
Sondern ein integriertes Steuerungssystem.
Die Vision:
Komponentensteuerung über IP
Kommunikation via MQTT
Minimale Latenz
Möglichst kein IR und kein Bluetooth mehr
Das aktuelle BT-Keyboard soll perspektivisch durch eine WLAN-Lösung (Namor) ersetzt werden. Ziel ist es, die kleinen, aber vorhandenen Verzögerungen durch IR und BT vollständig zu eliminieren.
Das ist kein simples Setup mehr.
Das ist Systemarchitektur.
Die spannende Frage wird sein, wie gut sich die Sofabaton in diese Architektur integrieren lässt.
Und wenn nicht?
Es gibt einen Plan B.
Sollte sich die Sofabaton langfristig als limitierend erweisen, übernimmt die UC Remote 3.
Aber aktuell bin ich optimistisch.
Fazit nach zwei Tage
Die Sofabaton X2:
- Reproduziert das Harmony-Erlebnis
- Arbeitet stabil
- Kombiniert IR, BT und RF zuverlässig
- Ist schnell eingerichtet
- Macht einen hochwertigen Eindruck
Und vor allem:
Sie könnte eine solide Basis für die nächste Ausbaustufe sein.
Das Projekt geht weiter.
Wenn die vollständige HA-/MQTT-Integration steht, folgt ein deutlich technischerer Deep-Dive.
Bis dahin:
Der neue „Gehirn“-Controller des Zoziplex ist im Einsatz.
Diese Woche hatte ich endlich wieder die Gelegenheit, ein paar Stunden intensiv zu testen. In letzter Zeit bin ich zwischenzeitlich auf die Wesel-Version zurückgegangen, da unsere Kinogewohnheiten etwas unregelmäßig waren. Ich dachte mir: Wenn wir es schon schaffen, einen Film zu schauen, dann soll wenigstens nichts stören – insbesondere kein nnD-Logo. Gleichzeitig wollte ich aber keinesfalls auf nnD verzichten.
Nach Rücksprache mit Roman ist dann doch wieder die neue Version inklusive nnD-Controller eingezogen. Parallel dazu wurde auch madVR aktualisiert – und aus irgendeinem Grund lief die Wiedergabe zunächst nicht ganz reibungslos. Gemeinsam mit Roman konnten wir jedoch die richtigen Einstellungen finden. Er gab mir einige wertvolle Tipps, die sich definitiv positiv auf die gesamte Kette ausgewirkt haben.
Die Optimierungen betrafen hauptsächlich den madVR-Windowed-Modus sowie den LAV-Video-Filter.
Mit diesen Einstellungen liegt ReShade nun bei stabilen 15–16 ms, meine madVR-Settings bewegen sich bei etwa 20–22 ms – betrieben mit einer RTX 4070 Super. Ich nutze die gehackte ReShade-Version 6.5.1, die einen extrem sauberen Start bietet – ganz ohne störende Systemmeldungen.
Zum Shader – meine Eindrücke
Im Laufe der Tests haben sich einige Gedanken gefestigt, die ich gern teilen möchte. Zunächst die positiven Aspekte:
Ganz klar: Ich möchte eigentlich nicht mehr ohne nnD Filme schauen. Der Dynamic-Black-Algorithmus – nennen wir ihn ruhig so – funktioniert hervorragend. Meiner Meinung nach sogar besser als manche integrierte Projektor-Algorithmen. Fehler konnte ich keine feststellen, wobei ich bewusst mit eher konservativen Einstellungen arbeite und keine Extremwerte nutze.
Der Klarheits-Filter ist einer meiner absoluten Favoriten. Ich liebe den Effekt auf das projizierte Bild. Der Schärfe-Algorithmus arbeitet zudem in perfekter Symbiose mit den madVR-Schärfealgorithmen. Natürlich gibt es einzelne Filme, bei denen man eingreifen muss – aber für die meisten Inhalte habe ich mittlerweile passende Einstellungen gefunden. Und wenn Feintuning nötig ist, ist die .ini-Datei eine enorme Hilfe. Diese filmindividuelle Konfigurationsmöglichkeit halte ich für ein großartiges Feature – ich bin sehr froh, dass es implementiert wurde.
Auch die Zoom-Funktion nutze ich aktiv. Sie hat madVR-Zoom für mich vollständig ersetzt – und ich vermisse absolut nichts.
Stabilizer – ein persönlicher Punkt
Mit dem Stabilizer bin ich persönlich noch nicht ganz warm geworden. Da mein Englisch nicht perfekt ist, schaue ich Filme im Originalton mit Untertiteln. Bei meinen Demo-Clips ist mir nichts aufgefallen (dort gibt es keine Untertitel), aber bei einem kompletten Film war es deutlich sichtbar: Die Untertitel bewegen sich gemeinsam mit dem Stabilizer leicht hin und her. Das empfand ich als störend, weshalb ich den Wert aktuell auf null gesetzt habe.
Das Modul komplett zu deaktivieren ist derzeit nicht möglich, da sonst Dynaback nicht korrekt arbeitet – aber dieses Thema soll in einem kommenden Release behoben werden.
nnD Controller
Die Bedienung über den nnD-Controller ist schlichtweg hervorragend. Shader-Feintuning, MPC- und Kodi-Steuerung – alles funktioniert IP-basiert, unmittelbar und ohne jegliche Verzögerung. Besser kann man es sich kaum wünschen. Und ich bin sicher: Die Entwicklung wird noch einige spannende Neuerungen bringen.
Wünsche & technische Hinweise
Grundsätzlich ist mein Eindruck extrem positiv. Der Shader befindet sich meiner Meinung nach bereits auf einem beeindruckend hohen Niveau.
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann eine Anwendung, die direkt im Tray startet. Zwar starte ich sie aktuell minimiert über das Startmenü per Schalter, aber beim Starten und Beenden von Filmen greift das Tray-Programm gelegentlich in die Prozesse ein.
Eine weitere sinnvolle Ergänzung wäre eine Schaltfläche zum Zurücksetzen von Drops innerhalb von nnD. Im Normalbetrieb ist das nicht notwendig – aber bei Fehlersuche oder beim Ausloten von Grenzen wäre es äußerst praktisch.
Ein technischer Punkt, über den ich bislang nichts gelesen hatte, den ich jedoch selbst erfahren habe:
Die Kette sollte auf Full – Full – Full (GPU – Projektor – madVR) eingestellt werden.
Die Konfiguration Limited – Full – Limited (Projektor – GPU – madVR) wäre theoretisch die beste Variante ohne Konvertierung, stört jedoch offenbar die Funktionsweise von nnD und führt zum Verlust von Schwarzdetails.
Fazit
Das sind meine gesammelten Eindrücke der letzten Woche.
Das Programm ist schon jetzt wirklich hervorragend – meine Glückwünsche an den Entwickler! Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, die man optimieren könnte, aber bereits in diesem Zustand übertrifft es deutlich das, was ich mir vor einem Jahr darunter vorgestellt oder zugetraut hätte.
Und dabei haben wir über Features wie SideFX, HLKicker oder die integrierte 3D-LUT-Möglichkeit noch gar nicht gesprochen.
Ganz klar: Ich bin ein großer nnD-Fan geworden.
Weiter so – ich freue mich auf alles, was noch kommt.
Mein Kinohaus ist ein leichtes Holzständergebäude in Fertigbauweise und steht vollständig freistehend.
Der Wandaufbau von außen nach innen ist wie folgt: 15 cm Außenisolierung (graphit XPS), 22 mm OSB, eine Tragkonstruktion aus 160×160 mm Holzständern mit 16 cm Steinwollefüllung, anschließend erneut 22 mm OSB und zum Abschluss eine doppelte Lage Rigips Blue Acoustic. Selbstverständlich sind die einzelnen Schichten mit entsprechender Entkopplung und Dämpfung ausgeführt – mittels Trennband sowie Green Glue zwischen den relevanten Lagen.
Die nutzbare Innenlänge des Gebäudes betrug vor der Aufteilung in einzelne Räume etwa 7,5 Meter. Der Technikraum ist 110 cm breit. Der eigentliche Kinoraum misst 542 cm von Wand zu Wand, also harte Oberfläche zu harter Oberfläche. An der Front befindet sich eine 50 cm tiefe, geschlossene Baffle Wall.
An der Rückwand gibt es jedoch eine Schiebetür, die nicht zu 100 % „druckdicht“ ist. Interessanterweise berechnet REW den ersten axialen Raummodus bei 29,5 Hz, was einer angenommenen Raumlänge von etwa 581 cm entspricht. Für das Waveforming habe ich hingegen die tatsächlich gemessene Länge von 551 cm verwendet.
Ob dieser Unterschied in der Praxis relevant ist oder lediglich für die Berechnung der Pressurization-Frequenz eine Rolle spielt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Fest steht jedoch, dass ich auch mit diesem eingegebenen Wert einen nahezu perfekten Frequenzgang erzielen konnte.
Nach längerer Zeit hatte ich heute Abend endlich wieder etwas Zeit für mein Heimkino. Aufgrund meiner vielen Verpflichtungen zu Jahresbeginn war ich zuletzt am 2. Januar unten, damals kam ein dreiköpfiges Team zu mir für eine Demo.
Heute kamen wieder das Trinnov-Mikrofon und das Stativ zum Einsatz. Der Anlass dafür war die Ankunft der Mikrofonhalterung, die ich bei Christian bestellt habe. Das Zubehör hat sich hervorragend bewährt: Das Finden der optimalen Mikrofonposition ist deutlich einfacher geworden. Die an der Halterung angebrachte Wasserwaage ersetzt zwar keine genaue Kontrolle, beschleunigt den Einstellprozess jedoch erheblich und macht ihn deutlich präziser. Der größte Vorteil für mich ist die einfache Einstellung des Azimuths. Sobald die perfekte horizontale Position gefunden ist, lässt sich das Mikrofon innerhalb der Halterung frei drehen. Dadurch konnte ich den Azimuth völlig problemlos perfekt einstellen.
Wenn das Mikrofon schon einmal korrekt positioniert war, habe ich natürlich auch gleich gemessen. Den HPF-Filter (16 Hz BW4) hatte ich dieses Mal bereits vor der Messung gesetzt – beim letzten Mal hatte ich das vergessen und konnte ihn nur nachträglich auf das fertige Preset anwenden. Für die aktuelle Kalibrierung habe ich mich im Vergleich zur vorherigen 20-Punkt-Messung für nur 10 Messpunkte entschieden.
Manchmal ist weniger tatsächlich mehr. Warum ich das so sehe? Nach der 10-Punkt-Messung habe ich den Waveforming-Algorithmus aktiviert, wodurch sich die Seat-to-Seat-Consistency von zuvor 1,89 dB auf 1,35 dB verbessert hat. Mit REW gegengemessen zeigt sich ein sehr sauberer Frequenzgang – frei von jeglichen Auffälligkeiten, selbst ohne Smoothing. Aufgrund des HPF-Filters arbeiten die Lautsprecher nun ab 20 Hz. Das ist meinerseits ein bewusster Kompromiss. Beim Dezember-Preset lag die untere Grenzfrequenz noch bei etwa 13–14 Hz, was sich jedoch nicht positiv auf den Raum ausgewirkt hat. In diesem Fall habe ich mich daher für den höheren Filter entschieden.
Auch die Pressurization-Funktion habe ich aktiviert, wobei mir ein interessantes Detail aufgefallen ist. Theoretisch liegt aufgrund der Raumlänge der erste Raummodus bei 32 Hz. Ich hatte gelesen, dass die Pressurization-Frequenz etwa 5 Hz unterhalb dieses Werts eingestellt werden sollte. Dennoch habe ich testweise versucht, diese Frequenz anzuheben. Interessanterweise verbesserten sich sowohl das Spektrogramm als auch das Waterfall-Diagramm bei einer Einstellung von 32 Hz nochmals im Vergleich zu 27 Hz. Ehrlich gesagt konnte ich klanglich keinen klaren Unterschied ausmachen. Das werde ich weiter testen, um die optimale Einstellung zu finden.
Ebenfalls bemerkenswert ist, dass diese Messung deutlich zurückhaltendere Filter für die Subwoofer berechnet hat. Das Dezember-Preset nutzte den oberen 20-dB-Bereich nahezu vollständig aus, während der Algorithmus dieses Mal wesentlich konservativer vorgegangen ist. Der "100 Hz Problembereich" auch verschwunden...
Für den Moment soll es das gewesen sein – Fortsetzung folgt.
Nachdem ich meinen Envy in Betrieb genommen habe, wurde heute mit Color Space eine 1D und 3D LUT gemacht. Die 1D LUT wurde als 2.4 Importgamma abgelegt und darauf aufbauend dann die 3D LUT mit 1000 Pattern auf Basis von Hohe Helligkeit und Farbprofil aus im JVC gemacht. Die LUT wurde dann in den P3 Slot des Envy geladen.
Am Ende blieben 130 Nits im 10% Fenster bei meiner 3,3m breiten CS Leinwand mit der Gerriets microperf übrig. Wenn ich das richtig im Kopf habe, waren von den 1000 Pattern nur 40 Pattern über einem Delta E von 1, alle anderen darunter.
Das Gamma ist ebenfalls auf den Punkt.
Die anschließenden Testszenen sahen durch die Bank alle top aus. Super Farben und Durchzeichnung. Insgesamt ein extrem stimmiges Bild, was mich total abholt.
Auch wenn ich lange mit mir gerungen habe, ob ich meinen NZ9 gegen einen NZ800 plus Envy tausche oder mir einen NZ900 hole, muss ich für mich sagen, dass die Kombi aus NZ800 und dem Envy dem NZ9 überlegen ist. Für einen NZ900 plus Envy reichte die Kohle halt nicht. Der NZ800 ist im Vergleich zum NZ9 heller und hat den besseren Kontrast.
Display More
Hallo Mekali,
wenn ich nur ein Abspielgerät (in meinem Fall HTPC mit madVR und nnD) habe, zahlt sich trotzdem aus einen Envy zu besorgen?
Was ich sehe, FI und wenn stärkere GRAKA dann 120Hz wäre Mehrwert... oder? und danke
ich habe die Advanced Optimizer Settings ursprünglich anhand des Audiofreak Expert Tutorial Videos von Markus eingerichtet.
Jetzt – rein aus Neugier – würde mich interessieren, wer den Optimizer wie feinjustiert und welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt.
Ich habe versucht, im Thread nach ähnlichen Beiträgen zu suchen, aber zu diesem Thema leider nicht viel gefunden.
Hier meine aktuellen Einstellungen und Gedanken dazu:
Optimizer / Advanced Settings
Add Decorrelation: ON
→ Nur auf die Surrounds angewendet.
Ich habe sowohl ON als auch OFF getestet, konnte aber keinen signifikanten Unterschied wahrnehmen.
Remapping: ON (nur Surrounds)
→ Ich habe gelesen, dass viele Remapping deaktiviert nutzen.
Meine Lautsprecher sind strikt nach Atmos-Vorgaben positioniert, trotzdem wirkt die Surround-Hülle mit aktiviertem Remapping für mich räumlicher.
Post Optimizer Alignment: OFF
→ Nur so folgt der Optimizer bei mir sauber der Target Curve.
FIR Filter Length: 100 ms
→ Ich habe bis 300 ms getestet, aber bei 100 ms wirkt der Bass für mich schneller und präziser.
Number of IIR Filters: 30
→ Ich habe auch 50 und 70 ausprobiert, konnte aber keinen signifikanten Unterschied feststellen.
Mit 30 Filtern und 1/12 Oktavauflösung erhalte ich bereits einen sehr guten Frequenzgang.
IIR Filter Max Frequency: 150 Hz
→ Tests bis 250 Hz gemacht, aber das für mich beste Ergebnis erreiche ich klar bei 150 Hz.
Room Smoothing: Squared Modulus
→ Empfehlung von Markus aus dem Video, bisher nicht aktiv getestet.
FIR Reference: 7 ms
→ Ebenfalls eine Empfehlung von Markus, bisher noch nicht ausprobiert.
Pre-Ringing: OFF
→ Aktuell deaktiviert.
Mein Eindruck ist, dass dies Einfluss auf die Dynamik hat – könnte aber auch Placebo sein.
Waveforming Einstellungen
Waveforming Mode: HIGH
Advanced Settings → Filter: MEDIUM
Pressurization: ON ab 20 Hz
Diese Kombination liefert für mich aktuell das ausgewogenste Ergebnis zwischen Tiefgang, Kontrolle und Dynamik im Bassbereich.
Das sind momentan meine bevorzugten Einstellungen.
Mich würde sehr interessieren, wie ihr den Optimizer und insbesondere Waveforming konfiguriert, welche Abweichungen ihr nutzt und welche klanglichen Unterschiede ihr wahrnehmt.
Vielleicht bekommen wir hier ja eine schöne Diskussion mit möglichst vielen Inputs und Praxis-Erfahrungen zustande 🙂
Trinnov Altitude32 – wenn das System das tut, was man sich wünscht
Vor knapp einem Monat, am 29. November, ist der Trinnov Altitude32 bei mir eingetroffen.
Aufgrund des Jahresendspurts und meiner zahlreichen Verpflichtungen konnte ich mich allerdings erst jetzt, während der Feiertage, intensiver damit beschäftigen und ihn vollständig ins System integrieren.
Der Einbau und die Verkabelung erfolgten bereits im Dezember – meist heimlich in den Abendstunden –, doch für eine vollständige Einmessung fehlte mir schlicht die nötige zusammenhängende Zeit.
Jetzt war es endlich so weit.
Die Basis des Systems
Die Ausgangslage:
21 Lautsprecher
9.6.6 Atmos-Konfiguration
Waveforming-Bassmanagement – mit kleinen Kompromissen
Die Subwoofer-Anordnung:
vorne 4 × 18" geschlossene BMS
hinten 2 × 18" geschlossene BMS
Die Platzierung ist nicht hundertprozentig ideal für Waveforming, da ich beim Bau des Raumes ursprünglich ausschließlich an ein klassisches Multisub-Setup gedacht habe.
Nichtsdestotrotz läuft jeder Subwoofer auf einem eigenen Kanal, angetrieben von Pronomic XA1400 Endstufen.
Am Trinnov nutze ich insgesamt 21 Kanäle.
Die aktiven LCRs werden über DB25–AES/EBU Kabel angesteuert, die ich von Audiofreak Markus bezogen habe. Dadurch entfällt bei diesen Kanälen vollständig die DA–AD-Wandlung.
Alle übrigen Lautsprecher sind klassisch analog per XLR angeschlossen, über DB25–XLR Mogami Kabel – ebenfalls von Markus.
Neustart: Einmessung von Grund auf
Gemeinsam mit dem Trinnov-Support habe ich zunächst einen Factory Reset durchgeführt, sodass das System komplett im Werkszustand gestartet ist.
Die Raumerfassung (Atmos 9.6.6) sowie die Mikrofonpositionierung verliefen schnell und absolut problemlos.
Vor der Messung erhielten die Subwoofer einen 12-Hz-BW4-Schutzfilter, um sie vor möglichen Schäden zu bewahren.
Der Sweet Spot wurde an einer Position gemessen. Beim Überprüfen der Kanalabstände und Azimut-Werte im Optimizer zeigte sich, dass die Mikrofonpositionierung nahezu perfekt gelungen war.
Anschließend folgte die Waveforming-Messung:
20 Messpunkte insgesamt (trinnov .gif Empfehlung)
12 Punkte auf 1 m Höhe
8 Punkte auf 1,6 m Höhe
Nach wenigen Stunden war mein erstes FLAT-Preset fertig, anschließend folgten die REW-Nachmessungen.
Waveforming-Feintuning – wenn auch die Diagramme Ruhe geben
Die ersten Ergebnisse sahen grundsätzlich gut aus, allerdings erzeugte der Waveforming-Algorithmus bei etwa 100 Hz eine deutliche Überhöhung, die sich auch im Wasserfalldiagramm negativ bemerkbar machte.
Die Lösung war letztlich die Begrenzung der Excursion Curve.
Die finalen Crossover-Frequenzen sehen wie folgt aus:
LCR: 80 Hz – extrem glatter Verlauf
Surrounds und Wides: 80 Hz
Back Surrounds und Atmos: 100 Hz
So ergaben sich die saubersten Übergänge im Übernahmebereich.
Auch die Sitzplatzkonsistenz habe ich überprüft:
Bis 80 (90) Hz verhalten sich alle Sitzplätze im Tieftonbereich sehr gleichmäßig. (Und eigentlich in ganzen Raum, wenn ich rund herum spaziere. Ungalublich...)
Ein ähnliches Ergebnis konnte ich früher nur mit MSO erzielen – allerdings mit deutlich höherem Zeitaufwand, und ohne Feinjustierungsmöglichkeiten.
Subjektive Eindrücke – wenn die Messungen abgeschlossen sind
Nach mehreren Stunden Messen, Kontrollieren und Feinjustieren konnte ich es kaum erwarten, bekannte Szenen zu hören.
Musik und Stimmen
Ich begann mit dem Greatest Showman. Die singenden Kinder, anschließend Rebecca Ferguson –
es war schon vorher gut, aber jetzt kam eine Energie rüber, bei der ich spontan dachte:
„So hat Rebecca in meinem Kino noch nie gesungen.“
Danach Lady Gaga – Shallow (A Star Is Born).
Die Atmosphäre war derart mitreißend, dass ich mich fühlte, als säße ich mitten im Publikum.
In diesem Moment wurde mir klar: Die Frontsektion performt besser als je zuvor.
Wenn es zur Sache geht
Weiter ging es mit härterem Material.
Bloodshot, die Anfangsszene:
das Klopfen an der morschen Holztür
das Klirren des Sicherungsstifts der Schallgranate
die Explosion
Eine enorme Energie, Schüsse, knarrender Boden über mir – der Blick ging ganz automatisch dorthin.
13 Hours – Bengasi:
Die Dialoge sind extrem klar und verständlich, dann die erste Explosion mit einem 120-dB-Peak, der einen regelrecht in den Sitz presst.
Szenen, die ich unzählige Male gehört habe – und doch klingt alles etwas anders.
Raum, Hülle, Immersion
Mit der A32 hat die Räumlichkeit nochmals deutlich zugelegt.
Ob das an der AES/EBU-Anbindung, der präziseren Basswiedergabe oder der niedrigeren Grenzfrequenz liegt, lässt sich schwer sagen – vermutlich an allem zusammen.
Die 3D-Abbildung, die Klangkulisse, diese akustische „Hülle“ ist stärker denn je.
Die Grenzen des Raumes verschwinden förmlich.
A Quiet Place, die Kellerszene: Uhrticken, Bewegungen des Monsters – brutal intensiv, und trotzdem sehr fein
John Wick: Die Shotgun-Szene traf mich buchstäblich in die Brust
Dune: Noch monumentaler, selbst bei hohen Pegeln vollkommen stabil
Tron: Ares: weit unter Referenzpegel, dennoch überraschend beeindruckend – Bass, 3D-Effekt, Bild - echte Bild und Ton Porno
Fazit – hat es sich gelohnt?
Es fühlt sich immer etwas seltsam an, das eigene Setup zu loben.
Ich gebe zu: Im Moment bin ich sehr euphorisch – das wird sich sicher in ein paar Wochen relativieren.
Aber unterm Strich: Der Wechsel war absolut positiv.
In diesem Hobby zahlt man oft sehr viel Geld für sehr kleine Schritte.
Diesen Schritt empfinde ich allerdings nicht als klein. Ganz im Gegenteil.
Wenn ich die Verbesserungen priorisieren müsste:
3D-Raumabbildung und Immersion
Bassmanagement (Waveforming + Pressurization)
Qualitativer Sprung in der Frontsektion
Mit der Altitude32 habe ich mir die Tür für weitere Upgrades offen gehalten.
Und wenn ich mich selbst kenne, dann ist das hier noch lange nicht das Ende.
Als Nächstes stehen die Atmos-Lautsprecher im Fokus:
Sie sollen endlich Gehäuse bekommen, die qualitativ auf dem Niveau der HKV1615 und HKV110 liegen – denn aktuell sind sie das schwächste Glied der Kette.
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