Beiträge von George Lucas

    TEST: VIEWSONIC X100-4K

    Foto: Michael B. Rehders - ViewSonic X100-4K


    Ausstattung und Technik


    Der ViewSonic X100-4K ist ein DLP-Projektor mit 0,47-Zoll Single-Chip und nativer Full-HD-Auflösung. Via E-Shift-Technologie kann er 3840 x 2160 Pixel eines UHD-Bildes projizieren. Die sequentielle Darstellung geschieht dabei so schnell, dass der Zuschauer es als ein Bild wahrnimmt.

    Ein 1,2-faches Zoom-Objektiv sorgt für etwas Flexibilität in der Aufstellung. Aus einer Distanz von 2,40 – 2,88 Meter kann eine zwei Meter breite 16:9-Leinwand vollständig ausgeleuchtet werden. Motorzoom, horizontaler /vertikaler Lens-Shift erleichtern dabei die finale Ausrichtung und Einstellung.

    Ein Sechs-Achsen-Farbmanagement, feste Gammaeinstellungen und Gain/Offset-Regler sind vorhanden, um den Beamer auf den Punkt zu kalibrieren.

    Für schärfere und flüssigere Bewegszenen sorgt eine Frame Interpolation. Überdies ist der ViewSonic mit 20 Dezibel flüsterleise.

    Mit Hilfe eines kleinen WLAN-Dongles hat der Nutzer Zugriff jede Menge Apps, wie zum Beispiel Netflix, Amazon Prime Video und YouTube.

    3D-Filme können via DLP-Link-Brille betrachtet werden.

    Das Highlight ist HDR (High Definition Resolution). Die Technologien HDR10 und HLG (Hybrid Log Gamma) werden unterstützt.



    Farbraum ab Werk: Hier gibt es nichts zu kritteln. Im Grunde braucht gar nichts geändert zu werden, um präzise Farben zu erhalten.


    Farbraum HDR: Im Bildmodus „Nutzer 1“ hingegen wird Rot exakt reproduziert. Das Farbspektrum von Grün und Cyan fällt zudem auch ein wenig größer aus, erreicht die Vorgaben jedoch nicht ganz. Mit etwa 90 Prozent wird der Rec.2020/P3-Farbraum bereits gut ausgefüllt. Der Weißpunkt liegt mit 6500 Kelvin (D65) genau dort, wo er hingehört.



    Fazit

    Der ViewSonic X100-4K ist ein sehr leiser DLP-Projektor, der Ultra High Definition und HDR unterstützt. Seine umfangreiche Ausstattung gefällt mit zahlreichen Smart-Features, wie WLAN, Apps und Sprachsteuerung. Die Installation gelingt schnell und einfach, weil Motorzoom und Lens-Shift viel Flexibilität mitbringen. Im Wohnzimmer sorgt der X100-4K für großen Kino-Spaß, dank hoher Lichtausbeute, exzellenter Schärfe und langlebiger LED-Lampentechnologie.



    Den kompletten Testbericht mit allen Messungen, Bildeindrücken und jeder Menge Screenshots gibt es kostenlos in meinem Blog.

    Vor allem der Kontrast hat mich überrascht. Das ist der Grund:

    TEST: ViewSonic X100-4K

    Mal was neues:

    Netflix bietet angeblich 500 Mio $ für einen Exklusiv Deal.


    http://www.filmstarts.de/nachr…46oHvMVqlu6zFzhpMHZfLPK6I

    Diesbezüglich gibt es eine Stellungnahme von MGM.


    Zitat


    "Wir kommentieren keine Gerüchte. Der Film steht nicht zum Verkauf. Die Veröffentlichung des Films wurde auf April 2021 verschoben, um das Theatererlebnis für Kinogänger zu bewahren", sagte ein MGM-Sprecher gegenüber Variety.

    Quelle: Variety

    Mit Bordeinstellungen ist beim X7900 eine HDR-Wiedergabe möglich, die in vielen Filmen zu einem beachtlich gutem Ergebnis führt.

    Beim N7 führt das implementierte "Frame Adapt HDR"-Tool in Summe zu einem sichtbar besseren Ergebnis. Obendrein ist ja auch nicht nur die Schärfe beim N7 besser, sondern durch die höhere Auflösung auch die Feindarstellung.

    UHD/HDR-Content kommt schlicht und ergreifend besser zur Geltung ob der höheren Auflösung.


    Natürlich besitzt der X7900 einen noch besseren Kontrastumfang - und damit einhergehend ein etwas dunkleres Schwarz - als die N5 und N7. Ich muss aber gestehen, dass ich das dunklere Schwarz nie vermisst habe. Nicht einmal im direkten A/B-Vergleich, als ich zur Entscheidungsfindung N7 und X7900 hier parallel getestet habe. Zu sehr überwogen für mich die anderen positiven Eigenschaften des JVC DLA-N7 - angefangen mit der höheren Auflösungen und aufgehört mit dem erheblich kürzeren Handshake. Frame Adapt HDR wurde ja erst später nachgereicht!


    Klar kann man mit einem Mad-VR-Rechner die Frame Adapt HDR kompensieren, weil beide Features mittlerweile auf vergleichbarem Niveau sind - jedenfalls teilweise. Mit Mad-VR-PC ist es leider immer noch nicht möglich, HDR-Content von Neflix und Co. live abzuspielen. Für mich bedeutet das eine unzumutbare Einschränkung.


    Alternativ finde ich den ENVY besser geeignet. Doch für einen X7900 plus Envy Enthusiast bekomme ich schon einen NX9 - mit besserem Kontrast, höherer Lichtausbeute und der viermal höheren Auflösung. Da ziehe ich den NX9 mit Frame Adapt HDR einem X7900 mit Envy klar vor.



    Zur Eingangsfrage:

    Von JVC wird Stand jetzt keine "Modellpflege" betrieben in Form eines neuen Full-HD-Projektors mit D-ILA-Chips und E-Shift-Technik. Updates sind ebenfalls nicht angedacht, wie mir auf der IFA 2020 gesagt worden ist.

    Im Grunde sollte der X7900 schon lange ausgelaufen sein, wurde aber ob der damaligen Verzögerungen der N-Serie weiter produziert. Jetzt gibt es halt zwei Linien von JVC, die DLP-Projektoren mal außen vor gelassen.


    Einen Nachfolger des N5/7/9 wird es sicherlich geben, aber nicht in nächster Zeit. Stattdessen reicht JVC wiederholt nützliche Updates nach, wie das im November erscheinende erweiterte Frame-Adapt-HDR-Tool.

    Amazon hat meine Lieferung gerade auf unbekannt verschoben...

    Welche Ausgabe hast du bestellt?

    In der Tschechoslowakei wird das deutschsprachige Mediabook hergestellt. Dort soll es zu Corona bedingten Krankheitsausfällen gekommen sein, so dass sich die Produktion des Mediabooks bis auf weiteres verzögert.


    Die Steels sind davon nicht betroffen.


    Mit der Sprache ist das ein guter Hinweis. Das werde ich mir nachher mal genauer anhören.

    Bei mir kommt es auf Stufe 3 PLL zu gelegentlichen Tonaussetzern über den primären HDMI Out. Zwar sind die nur kurz und sporadisch, aber dennoch:

    Ein unmißverständliches Zeichen dafür, daß die Master Clock des Primärausgangs überfordert ist.

    Das habe ich bei meinen Panasonic-Player noch nicht gehabt.

    Wenn Fehler in der Signalübertragung beim Oppo auftreten, ist es doch kein Wunder, dass es zu unterschiedlichen Klangeindrücken kommt. Wenn sich das durch ein "Aufteilen" von Bild- und Tonübertragung beheben lässt, ist doch gut.


    Das hat dann aber doch nichts damit zu tun, dass der Ton grundsätzlich besser ist, wenn das Bild über HDMI 1 und der Ton über HDMI 2 übertragen wird, sondern damit, dass der Oppo schlichtweg einen hörbaren Fehler in der Signalübertragung verursacht.

    :sbier:

    ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT


    4K-Blu-ray


    Film: 10/10 Punkte

    Marty McFly flüchtet mit der Zeitmaschine, einem DeLorean, von Doc Brown vor islamistischen Terroristen. Dabei verschlägt es ihn aus 1985 zurück ins Jahr 1955. Dort verhindert er, dass sein damals zukünftiger Vater von einem Auto überfahren wird. Dummerweise verliebt sich seine zukünftige Mutter nun nicht mehr in seinen zukünftigen Vater, sondern in ihn. Um sein eigenes zukünftiges Leben zu retten, denn ohne seine Eltern wird es auch ihn nicht geben, schließt er sich dem jungen Doc Brown an. Gemeinsam versuchen sie, die Zeitmaschine zu reparieren und das Liebesleben von Martys zukünftigen Eltern auf Sprünge zu helfen.

    Robert Zemeckis schuf einen überaus kurzweilies Zeitreiseabenteuer, in dem Michael J. Fox und Christopher Lloyd die tragenden Rollen glänzend verkörpern. Doch auch die übrigen Charaktere sind bis in die kleinste Nebenrolle bestens besetzt. Die Mischung aus Humor, Sci-Fi und Action hat bis heute nichts an Qualität eingebüßt - und macht auch heute noch ganz großen Spaß.


    4K-Bild: 8/10 Punkte (innerhalb der UHD-Kritierien)

    Es wurde angeblich ein neuer 1,85:1-Transfer von den Kameranegativen angefertigt. Im Rahmen der vollständigen 4K-Restaurierung kommt der größere DCI-P3-Farbraum bestens zu Geltung. Grüne Bäume und Wiesen sehen schlichtweg prachtvoll aus. Überhaupt besitzt das UHD-Bild eine sichtbar bessere Feinauflösung als die schon etwas betagte Full-HD-Fassung. Von der UHD-Version wird förmlich ein Grauschleier abgezogen, die Farben sind satter und obwohl das Bild eine Spur dunkler erscheint, sieht es in Summe einfach brillanter und plastischer aus. Die Vorteile sind in nahezu jeder Szene offensichtlich. Bereits das nicht besonders gute Universal-Loge erzeugt auf der 4K-Blu-ray-Version so eine Tiefe mit leuchtenden Sternen vor sattschwarzen Himmel, dass allein dies schon fast dreidimensional aussieht. Allenfalls das auch etwas stärker sichtbare Filmkorn des damaligen Filmmaterial schmälert den positiven Gesamteindruck ein klein wenig.


    Ton: 8,5/10 Punkte

    Die deutsche Fassung auf der 4K-Blu-ray hat einen nagelneuen Dolby-Atmos-Mix erhalten. Und der hat es in sich! Während die DTS-Fassung auf der alten Full-HD-Fassung überwiegend Frontlastig tönt, nutzt Dolby Atmos auf der HDR-Version alle Speaker im Raum durchgehend aus. Bereits die Eröffnungssequenz zeigt, was den Zuschauer über die gesamte Spieldauer erwartet. Die Uhren ticken nicht nur aus der Leinwand, wie es in der Full-HD-Fassung der Fall ist, sondern werden punktgenau mit der geschwenkten Kamera im Raum platziert. Während der zahlreichen Musikstücke werden viele Instrumente auf den Rear- und Top-Speaker verteilt. Der Zuschauer wird permanent von einem differenzierten Klangevent umhüllt. Als es 1955 regnet, fällt der Regen auf das Dach des Elternhauses von Martys junger Mutter. Das Plätschern ist korrekt aus den Deckenlautsprechern zu hören. Der Tiefbass könnte etwas druckvoller sein, dafür ist die restliche Tonmischung überaus klar und detailreich.


    Fazit:

    Zurück in die Zukunft ist kein bisschen gealtert. Im Gegenteil: Durch die liebevolle 4K-Restaurierung und den umwerfend gelungenen Dolby-Atmos-Soundmix, ist die 4K Blu-ray allen Fans wärmstens zu empfohlen.

    Warum sollte man alles x-fach posten

    Aber das hast du doch gemacht. In mehreren Foren ist/war (wurde teilweise gelöscht) das identische Eingangsposting eingestellt.

    Ist ja nicht schlimm, das mache ich auch. Aber ich finde schon, dass du hier im Forum auf hier gestellte Fragen antworten solltest, und nicht nur auf andere Foren verlinken/verweisen solltest.

    Das kommt meiner Meinung nach besser an.



    Sich auch in anderen Foren anzumelden ist doch kein Problem

    Das wollen viele nicht, teilweise aus persönlichen Gründen.

    :zwinker2:



    Und einen ernstgemeinten Versuch hier zu posten habe ich ja unternommen.

    Nur kamen auch dort kaum Antworten auf sachliche Fragen.


    Wenn alles gutgeht noch im November

    Geht doch! - Ich hoffe wirklich, dass alles klappt und du mit dem Projektor zufrieden sein wirst.

    :sbier:

    CAPTAIN AMERICA: THE FIRST AVENGER



    4K-Blu-ray


    Film: 9/10 Punkte

    Gelungene Comic-Verfilmung aus 2011, die auf zwei Zeitebenen spielt und zeigt, wie aus dem schmächtigen Steve Rogers der Superheld Captain America wird.


    4K-Bild: 8/10 Punkte

    Der farbenfrohe Cinemascope-Transfer der 4K-Version ist der Full-HD-Fassung in allen Belangen sichtbar überlegen ist. Besonders auffällig finde ich, dass förmlich ein Grauschleier vom Bild gezogen wird und die UHD-Version dadurch viel klarer erscheint. Die Auflösung ist in allen Szenen etwas besser und die Farben satter und bunter. On Top kommt eine bessere Durchzeichnung heller und dunkler Szenen. Für mich hat sich das Upgrade von Full-HD auf 4K-Blu-ray gelohnt.


    Ton: 8/10 Punkte

    Klare Stimmen und teilweise ordentliche Pegelsprünge täuschen nicht darüber hinweg, dass der Soundmix ein wenig dynamikkomprimiert ist. Nicht so schlimm wie BLACK PANTHER, von daher gut auf der heimischen Anlage zu erleben.

    EIN HIMMLISCHER SCHWINDEL



    Blu-ray


    Film: 7/10 Punkte

    John Carpenter ist als Arzt in einem Slum von Los Angeles tätig. Als ihm drei Nonnen als Assistentinnen zur Seite gestellt werden, ist es mit dem ruhigen Leben des Arztes erstmal vorbei.
    Das ist der 31. Film mit Elvis Presley und gleichzeitig auch sein Letzter. Darüber hinaus singt er nur ganz selten und überzeugt vielmehr mit einer ordentlichen Performance als Schauspieler. Wer Freude an Filmen aus den 1960er-Jahren hat, wird hier bestens bedient. Wenig kitschiger Streifen mit dem King!


    Bild: 7/10 Punkte

    Der rauscharme 1,85:1-Transfer besitzt natürliche Farben. Das Filmkorn wird meistens fein reproduziert. Dunkle Szenen sind sehr gut durchgezeichnet, dank eines ausgewogenem Kontrastumfangs.


    Ton: 4/10 Punkte

    Mono! Während die Stimmen von Männern herrlich sonor tönen, klingt Musik dünn und drucklos. Frauenstimmen sind klar und gut zu verstehen, ganz ohne Zischlaute.

    OHNE LIMIT

    Die Droge für Reichtum und Macht




    Blu-ray


    Film: 10/10 Punkte

    Der erfolglose Schriftsteller Eddie Morras erhält von seinem Ex-Schwager eine Tablette: Eine neue Droge namens NZT-48, die dem Menschen 100 Prozent der Gehirnkapazität zu nutzen erlaubt. Unter der Wirkung der Droge stellt Eddie in kürzester Zeit seinen Roman fertig und verdient ein Vermögen an der Börse. Er erkennt und nutzt komplexe Zusammenhänge für seinen Erfolg, auf den auch andere aufmerksam werden. Doch als die Wirkung der Droge nachlässt, braucht Eddie mehr davon, um nicht in alte Muster zurück zu fallen. Doch NZT-48 begehren auch andere Menschen, die für den Erwerb bereit sind, über Leichen zu gehen.


    Regisseur Neil Burger schuf 2011 für 27 Mio. Dollar einen durchweg spannenden und überaus wendungsreichen Thriller, der von Bradley Cooper (A STAR IS BORN), Robert De Niro und Abbie Cornish getragen wird.



    Full-HD-Bild: 9/10 Punkte

    Der rauscharme CinemaScope-Transfer besitzt ein variables Colorgrading. Während Eddie "clean" ist, wird die Szenerie in triste Blaufarbtöne getaucht. Sobald er auf Droge ist, sind die Bilder herrlich warm und farbenfroh. Die Schärfe ist auf sehr gutem Niveau und dank ausgewogenem Kontrast sind selbst dunkle Inhalte bestens durchgezeichnet.



    Ton: 9/10 Punkte

    Der "DTS-HD MA 5.1"-Mix bezieht die Surrounds regelmäßig ins Klanggeschehen ein. Musik und Umgebungsgeräusche fluten den Raum. Der Subwoofer drückt das ein und andere Mal heftige Tiefbass-Attacken in den Raum. Inmitten derer bleiben die Stimmen sehr gut verständlich.



    Fazit:

    Erfreulich ernsthaft erzählt, schuf Regisseur Neil Burger einen überaus wendungsreichen und spannenden Thriller, in dem die Darsteller vollauf zu überzeugen vermögen. Bild und Ton sind auf sehr gutem Niveau. Eine echte Filmperle!

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    Foto: Michael B. Rehders - Ohne Bühne mit dem ganzen sichtbaren Krempel im Raum.



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    Foto: Michael B. Rehders - Mit Bühne, beleuchtetem Vorhang und Lautsprecher, die hinter der Leinwand untergebracht sind, sieht das alles schon sehr viel "aufgeräumter" aus.


    Darüber hinaus finde ich, dass mit Bühne optisch einiges rausgeholt und kaschiert werden kann.

    Das Gesamtkonzept muss aber stimmen.


    In meinem Bauthread bin ich näher darauf eingegangen.

    Falls vom 1. Die Hard die Rede ist gabs 1988 vermutlich eher kein DI. Also ganz sicher nicht...

    Korrekt. Damals wurde noch Negativschnitt betrieben. Davon wurde eine Positiv-Kopie erstellt: Die Null-Kopie oder auch Premierenkopie. War die in Ordnung wurden von dieser Positiv-Kopie weitere Negative erstellt, von denen anschließend die ersten Kinokopien gezogen wurden. Diese Kinokopien wurden weiter gegeben an Drittverwerter, die weitere Negativ/Positiv-Kopien daraus erzeugt haben.

    Die 70-mm-Kopie von Stirb Langsam (Die Hard) war eine "aufgeblasene" Kopie. Das 35-mm-Negativ wurde vergrößert auf 70-mm-Filmband gezogen.

    Bei all diesen Kopien ging mit jeder Generation erheblich an Auflösung, Schärfe und Im-Bild-Kontrast verloren.

    Die damalige DVD/Blu-ray war demzufolge viel näher an der Null-Kopie als die Filmbandfassungen inklusive 70 mm, die wir in den Kinos sehen konnten und teilweise immer noch sehen in Sondervorstellungen.


    Ein gutes Beispiel ist "Im Tal von Elah".

    Den Film hatte ich bereits auf Blu-ray, während er hier noch im Kino (3001) lief. Eine Szene hat den Qualitätsverlust überaus deutlich gezeigt.

    In einer Szene sitzt Tommy Lee Jones in einem Café. Hinter ihm ist eine große Panoramascheibe. Dahinter die Straße. In der 35-mm-Kinofassung war noch schemenhaft der Fußgängerweg erkennbar. Alles andere war Weiß überstrahlt, wie bei einer Gegenlichtaufnahme in der der Vordergrund bestens ausgeleuchtet ist. Kurz, es war außerhalb des Cafès praktisch nichts mehr zu sehen.

    Die Blu-ray-Fassung zeigt hingegen die komplette Straßenszenerie: Vorbeifahrende Autos, Fußgänger, Gebäude auf der anderen Straßenseite. Dieser Vergleich war für mich total verblüffend, weil ich zum ersten Mal sehen konnte, wie viele Inhalte bei einer typischen 35-mm-Kinokopie der 5. oder 6. Generation verlorengeht.

    Ich würde nicht das Leinwandformat von einem Beamer abhängig machen, den ich noch gar nicht habe, sondern umgekehrt im Falle einer CS-Leinwand einen Beamer mit Lensmemory kaufen. Leinwandformat ist eine Grundsatz- und keine Zufallsentscheidung.

    Zunächst einmal hat der TE bereits einen DLA-X5000 in Betracht gezogen - und nun steht die Leinwandfrage an.

    Daher hat er IMO aus alles richtig gemacht.


    Das Leinwandformat sollte grundsätzlich vom Projektor abhängig gemacht werden, denn dieser muss bestimmte Kriterien erfüllen, damit die Umsetzung überhaupt sinnvoll funktioniert. Der Projektor ist halt der limitierende Faktor in aller Regel.

    Zunächst einmal muss der Projektor überhaupt imstande sein, 16:9 und 21:9 via Zoom, Brennweite und Lens-Shift anfahren zu können. Denn was nutzt eine 21:9-Leinwand, wenn der Projektor außerstande ist, dieses Leinwandformat (und natürlich auch 16:9) aus dem angedachten Projektor-Platz vollständig ausfüllen?


    Darüber hinaus gibt es Lösungen für das Heimkino, um die Aufstellungsflexibilität des Projektion zu verbessern - wie zum Beispiel Anamorphoten, Weitwinkeloptiken, Spiegel - aber all diese Dinge bringen halt auch Nachteile mit sich.

    Ich habe mal gelesen, dass die theoretische Auflösung eines 35 mm Films besser als FHD wäre.

    Dazu kann GL aber sicher mehr sagen.

    Oh, ich wurde gerufen.

    :zwinker2:


    Dann mal los:

    1. Grundsätzlich kann ein 35 mm Filmband eine höhere Auflösung besitzen als Full HD. 4K ist im Vergleich möglich. Das hängt aber auch davon ab, welches Filmmaterial verwendet wird. Also mit hoher oder niedriger ISO. Je höher die ISO, desto mehr Rauschen besitzt der Content, desto geringer die Auflösung.


    2. Es wird immer wieder von Original Kamera-Negativen geschrieben. In vielen Fällen trifft das auch zu, vor allem bei älteren Filmen.


    3. Bei aktuellen Filmen glaube ich das eher weniger. Negative werden entwickelt und gescannt. Von mehreren Kameras. Anschließend werden diese digital bearbeitet. Also Colorgrading, Schnitt und Spezial Effekte werden eingefügt.

    Das Ergebnis ist dann das Digital Intermediate. Höchstwahrscheinlich damals in 2K.

    Das 2K-DI wird kopiert und geht digital zu Drittverwertern und die Kopien davon in die Kinos.

    Davon wird allerdings auch ein weiteres Negativ erzeugt. Meistens via Laser gedruckt. Das ist dann die Premieren-Kopie, von der es in aller Regel um die 10 Stück gibt. Diese erhalten Studio, Regisseur und ausgewählte andere Personen/Unternehmen. Davon wird dann ein weiteres Negativ erzeugt, von dem dann die "positiv" Kinokopien ausbelichtet werden. Meisten für das Herstellungsland. Es werden von diesen neuen positiv Kopien aber auch weitere Negative erzeugt, die an andere Länder geliefert werden, wo sie dann "erneut" ausbelichtet werden. Mit jeder neuen "analogen" Kopie geht Auflösung, Im-Bild-Kontrast und Schärfe massiv verloren. In diesem Fall ausgehend von einer 2K-Fassung mit 1K-SFX. Im Kino bekamen wir damals die fünfte oder sechste Generation davon zu sehen - mit entsprechend schlechter Qualität.
    Aus diesem Grund sieht selbst die schlechte BD-Fassung von Stirb Langsam deutlich besser aus als die hiesigen 35- und 70-mm-Kinokopien. Das Quellmaterial der BD war viel näher am "Original" DI.


    4. Wenn also von Original-Kamera-Negativen gesprochen wird beim Herr der Ringe, die gänzlich ohne SFX sind, ist das ein schwieriges Unterfangen. Bei einem alten Heinz-Rühmann-Film ist das hingegen sehr einfach, wenn es die Negative noch geben sollte, weil diese Filme "fertig" gedreht wurden ohne SFX (Titelvorspann mal außen vor). Ich gehe davon aus, dass die alten SFX überarbeitet worden sind, das Colorgrading neu gemacht wurde. Als Basis dienen die Original-SFX-Inhalte, aus denen damals das 2K-DI erstellt wurde - und die werden aufgearbeitet (verbessert) und davon ein neues 4K- oder 8K-DI erzeugt


    5. Sollten tatsächlich die Original Kameranegative neu gescannt worden sein, werden die alten gescannten Filminhalte gegen die neuen gescannten Inhalte in der Postproduktion ausgetauscht bzw. ersetzt. Da mit Ebenen gearbeitet wird in der Filmproduktion (ähnlich wie bei Photoshop), kommen die SFX "oben drauf". Diese Anpassungen halte ich für sehr schwierig mit damaligem Content - aber für den schlüssigsten Weg.


    6. Mit heutigem Material ist das alles sehr viel einfacher. Da wird sogar digital in 2K geschnitten und am Ende die 2K-Dateien einfach gegen die 4K-Dateien ersetzt. Das geschieht innerhalb von Sekunden. Alle Anpassungen wie Colorgrading, Schnitt, Blenden usw. werden verlustfrei übernommen.


    7. Die SFX für Herr der Ringe wurden damals in 1K gedreht - auch technischen und Kostengründen. Diese SFX werden heute auf 4K kaum besser aussehen. Gewinnen werden die Realaufnahmen, weil diese tatsächlich eine bessere Auflösung besitzen können als damals.
    Ich erwarte eine recht schwankende Qualität der Herr-der-Ringe-Reihe, die in Summe aber besser auf der 4K-Blu-ray aussieht als auf der betagten Blu-ray.