Hi Zusammen,
mein Name ist Florian, ich bin 36 Jahre alt und wie ihr der Überschrift schon entnehmen könnt, komme ich aus der Ostschweiz. Ich lese schon länger in diesem Forum mit und habe auch schon eine Weile einen Account und habe jetzt endlich mal die Motivation gefunden, eine ordentliche Vorstellung zu formulieren 😉
Wie bin ich zum Hobby gekommen?
Gerne stelle ich mich euch im Bezug auf unser Hobby kurz vor. Mein Interesse am Thema Heimkino wurde vor gut 10 Jahren zum ersten Mal geweckt, das müsste glaube ich in 2014 gewesen sein, als ein sehr guter Freund von mir sich so ein 5.1 Brüllwürfel- Set für seine WG gekauft hatte. Als ich das gehört hatte, war mir klar, dass ich sowas auch haben musste ![]()
Da ich aber jemand bin, der zuerst ein halbes Jahr recherchieren muss, bevor er etwas kaufen kann
habe ich dann begonnen, mich in Foren schlau zu machen, was man denn so kaufen sollte. Da hatte sich dann sehr schnell herausgestellt, dass diese Brüllwürfel nichts taugen und man besser direkt auf ein «richtiges» System mit AVR und «echten» Lautsprechern gehen sollte. Deshalb hatte ich dann, wie es normalerweise so läuft :D, mein anfängliches Budget massiv erhöht und mich auf dem Gebrauchtmarkt, denn meine finanziellen Ressourcen waren zu dem Zeitpunkt sehr begrenzt, auf die Jagd gemacht.
Also hatte ich mich dann nach dem Lesen von gefühlt 100 kommerziellen Testberichten (damals legte ich darauf noch Wert), 50 Erfahrungsberichten, 5 Blindtests und etlichen Preisvergleichen auf ein Heco Victo 5.0 Set festgelegt - (damals dachte ich noch ich bräuchte keinen Sub, heute kann ich mit dem Gedanken daran nur lachen und es kommt mir gleich das Meme: «Oh you sweet sommer child», in den Sinn
Dank einiger Geduld (gezwungenermassen da mir die finanziellen Mittel gefehlt hatten) fand ich dann ein tolles Angebot auf den örtlichen Kleinanzeigen und konnte ein ganzes Set zu einem sehr attraktiven Preis erstehen. Den AVR hatte ich ebenfalls gebraucht gekauft ich weiss allerdings das genaue Modell nicht mehr nur noch, dass es ein Onkyo Bolide war (war ein richtiges Monster im Vergleich zu meinem aktuellen Denon 4800 – heute würde ich das Teil wohl behalten…).
Dann konnte also der Spass losegehen und was soll ich sagen, ich war von Sekunde eins an am Haken!
Wenn ich das Setup heute hören würde, käme mir wahrscheinlich das Schaudern aber damals wars eigentlich das erste Mal, dass ich «echte Lautsprecher» gehört hatte – ausser natürlich im Kino und somit war ich hin und weg und hatte meine Lieblingsfilme rauf und runter geschaut. Im Zuge dessen hatte ich auch meine Liebe zur Musik neu entdeckt – nicht, dass sie je weg gewesen wäre. Ich war einer dieser Teenies, die nie ohne KH das Haus verlassen haben
Kassetten habe ich nur noch als Kind erlebt aber als Teenie hatte ich dann einen Disc Man, später einen Mini-Disc Player und zuletzt natürlich MP3-Player/Ipods – die waren bei mir eigentlich ständig auf Mann 😉 Allerdings war Musik für mich zu dem Zeitpunkt Anfang 20 eher in den Hintergrund gerückt und war im Alltag zu einer Art «Hintergrundbeschallung» beim Pendeln oder Lernen degradiert worden. Klar hatte ich immer noch grossen Spass an Musik, habe viele Konzerte besucht und auch zu Hause mal explizit nur Musik gehört (über Kopfhörer) aber Musik im Wohnzimmer über richtige Lautsprecher zu hören… das war ein ganz anderes Erlebnis! Ich hörte plötzlich wieder stundenlang einfach nur Musik…
Erste Upgrades:
Wie es am Anfang so ist, wollten natürlich schnell die ersten Upgrades her
Als erstes musste natürlich ein Subwoofer ran. Viele können hier jetzt wahrscheinlich mitfühlen, denn das Thema Subwoofer war ein sehr steiniger Weg mit enormen zeitlichen und finanziellen Verlusten, ist auch ein Thema, welches mich bis heute beschäftigt (mein letzter Subwooferkauf ist noch kein Jahr her :D). Man will anfangs einfach nicht glauben, was einem die hilfsbereiten Mitglieder in den Foren raten und kauft sich dann doch einen unterdimensionierten Sub aus finanziellen und/oder ästhetischen Gründen. Man muss sich mal vorstellen, wir hatten damals in unserer WG ein riesiges Wohnzimmer mit ca. 45 m2 und ich hatte als ersten Sub einen Canton AS 85 in diese Halle gestellt
Mittlerweile habe ich vier Subs auf 19m2 😉
Bei den Lautsprechern ging ich dann den klassischen Weg und habe mich einfach beim gleichen Hersteller durch die Serien gekauft zuerst Heco Metas danach Celan GTs, die gefielen mir sehr gut, sodass ich dann ein komplettes 5.1 Set mit den Celans zusammengekauft hatte. Andere Hersteller hatte ich nicht gross gehört, da ich nicht wirklich die Möglichkeit dazu hatte. Ich hatte zwischendrin mal noch zwei Canton Stand-LS, die gefielen mir allerdings überhaupt nicht. Wahrscheinlich hätte ich die Celans heute noch, wenn ich mein System aufgrund eines Umzugs nicht hätte weggeben müssen. Aktuell nutze ich ein 5.1 System mit XTZ M6 als Front.
Das Thema Bild hat mich komischerweise lange gar nicht wirklich interessiert, mit gutem Klang war ich eigentlich immer zufrieden. Bis ich dann mal bei Verwandten einen Oled gesehen hatte, dieses plastische Bild hat mich überwältigt und ich musste das dann auch haben
Das wurde dann ein ganz eigenes Rabbithole
aber mittlerweile bin ich mit meinem aktuellen Samsung S95C QD-Oled in 77» extrem zufrieden. Bei einem Sitzabstand von knapp 3m ginge natürlich in Punkto Grösse schon noch mehr 😉 Allerdings möchte ich weder zurück auf einen WOled noch auf einen LCD wechseln daher ist 77» Stand jetzt das höchste der Gefühle…
Einen Projektor hatte ich noch nie aber ehrlich gesagt habe ich in letzter Zeit wieder häufiger darüber nachgedacht allerdings scheue ich den Aufwand und in meinem aktuellen WoZi wäre das wohl auch nur schwer umsetzbar. In einem dedizierten Raum würde ich definitiv auf einen Projektor gehen, da ich beim Bild überhaupt kein Helligkeitsfetischist bin…
Aktueller Stand:
Also, wie sieht es denn aktuell bei mir aus? Nun ja ich habe ein bescheidenes 5.2.4 System in einem suboptimalen Wohnzimmer mit leider asymmetrischer Aufstellung -bin aber mit dem Klang durchaus zufrieden 😉 Das Bild des S95C hat mich auch nach zwei Jahren noch vom Hocker obwohl es natürlich noch grösser sein könnte.
Mein aktuelles Equipment:
Front: 3 x XTZ M6 LCR
Surrounds: 2x Monitor Audio Silver FX im Dipolmodus (die passenden XTZ S5 habe ich auch noch aber die flachen Dipole passen besser in mein jetziges Setup)
Heights: 2x XTZ S2 (noch nicht definitiv installiert)
Subwoofer: 2 x Arendal 1723 1S in der Front, 2 x SVS SB13U hinten rechts und links neben dem Sofa
Vorstufe: Denon 4800 (inkl. Dirac ART)
Endstufe: aktuell noch keine vorhanden, ist aber seit einiger Zeit auch auf dem Zettel…
Bild: Samsung S95C 77"
Quellen: Apple TV für Streaming (der S95C ist vom Netz getrennt), Panasonic UB820, Zidoo Z1000 Mediaplayer
Ausblick:
Was steht in nächster Zeit an? Nun ja, ehrlich gesagt habe ich so einige brach liegende Baustellen, bin aber in den letzten Monaten nicht dazu gekommen diese umzusetzen.
Als erstes wäre da das Projekt Bassshaker, die seit Ewigkeiten ungenutzt bei mir herumliegen. Ich hatte vor Jahren schon einmal einen Buttkicker LFE und einen Ibeam VT300 gekauft und hatte damit rumgespielt. Ich konnte jedoch beides nie richtig integrieren (lag wohl hauptsächlich daran, dass man an meinem damaligen MiniDSP nicht genug Delay einstellen konnte) und hatte beide deshalb wieder veräussert.
Vor einiger Zeit konnte ich sehr günstig auf Ebay ein Set von 4 Ibeam VT 300 inkl. 6 Stahlfederisolatoren erstehen, von jemandem, der diese in einem Podest verbaut hatte. Kurz danach konnte ich noch zusätzlich einen Q10B zu einem guten Kurs bekommen und nun wollte damit nochmals einen neuen Anlauf nehmen. Der Plan war beides mal auszuprobieren und zu sehen was mir besser gefällt. Also entweder die 4 Ibeam oder der einzelne Quake, beides zusammen zu integrieren würde ich mir nicht zutrauen, es wäre wohl schwierig genug ein Konzept gut zu integrieren. Eine lokale Anzeige von zwei gebrauchten SVS SB13U hatte mir dann dazwischen gegrätscht und ich war erstmal damit beschäftigt, die 4 Subwoofer zu integrieren ausserdem hatte sich mit 4 Subs das Verlangen nach noch mehr taktilem Feedback deutlich gelegt
Trotzdem möchte ich das sicher mal noch in Angriff nehmen, auch wenn die Implementierung von Shakern jetzt mit ART wohl wieder schwieriger geworden ist…
Die zweite Baustelle betrifft das Bild. Ich vor längerer Zeit mal eine TV-Wandhalterung gekauft mit der Idee, den TV für «normales Fernsehen» ganz nah an der Wand zu lassen und für Filme dann nochmals 60-70cm näher an die Sitzposition «rauszufahren» so dass der TV direkt über dem Center hängt und ich so den maximal möglichen Blickwinkel realisieren kann. Ich war nämlich schon immer der Meinung, dass für 16:9 Inhalte, speziell «nicht filmisches» Material wie Sport oder auch TV-Serien, die noch für kleinere Fernsehgeräte gefilmt wurden, ein kleineres Bild ausreichend bzw. sogar wesentlich angenehmer ist – vor allem da man solches Material ja häufig mehr als 1.5h konsumiert. Für 21:9 Filme kann dann das Bild allerdings kaum gross genug sein – deshalb fände ich eine variable Bildgrösse eigentlich sehr sinnvoll.
Dritte Baustelle ist die akustische Optimierung. Ich will eigentlich noch etwas mehr Absorber installieren das gestaltet sich aufgrund der Gegebenheiten allerdings als nicht ganz einfach. Ich hatte schon länger einen «mobilen» Absorber im Einsatz, den ich fürs Filme schauen an den Erstreflexionspunkt des linken Frontlautsprechers vor die Fensterfront gestellt. Jetzt habe ich auch noch vier Deckensegel von RTFS gebraucht gekauft mit der Idee, zwei Panele temporär mit Magneten an die Decke zu hängen. Da diese mit Magneten aufgehängt werden können, funktioniert das recht gut aber ich muss zugeben es wird langsam schon sehr aufwändig :S Aber bei einer Deckenhöhe von nur 220cm will ich sie einfach nicht hängen lassen… obwohl sie schon sehr schön aussehen. Ev. mache ich dann doch einen Kompromiss hänge einfach jeweils nur ein 1m x 1m Modul mittig (Erstreflexionspunkt des Centers) auf. Eine permanente Lösung wäre zwar schon wünschenswert zumal ich eigentlich auch seitlich noch einen zweiten Absorber für den Erstreflexionspunkt des Centers installieren wollte aber bei meiner Deckenhöhe halt praktisch nicht umsetzbar.. ☹ Ich habe zwar auch schon über sowas wie ein Hofa Deckensegel nachgedacht, in weiss und mit nur 4cm Stärke könnte man das ev. hängen lassen. Aber da frage ich mich dann halt wieder wie effektiv diese 4cm dann akustisch überhaupt noch sind… und grade günstig sind diese auch nicht.
Die letzte Baustelle betrifft die Höhenlautsprecher. Ich hatte mir zwei XTZ S2 Höhenlautsprecher gekauft um doch mal noch 3D-Sound auszuprobieren auch wenn das in meinem Raum schon sehr schwierig ist. Ich hatte sie zuerst auf den Fronts als Upfiring LS, das hat mir aber nicht wirklich gefallen, hat zwar etwas Ambiente «über den Front LS» hinzugefügt aber wirklich von oben kam da Nix. Der Winkel stimmt einfach nicht und wenn ich sie so stark anwinkle, dass die Reflexion an der MLP ankommt, höre ich zu viel vom Direktschall. Momentan hängen sie als Front height an der Frontwand aber auch damit bin ich noch nicht ganz glücklich. The Wall of Sound funktioniert zwar einigermassen aber so wirklich Höheneffekte generieren sie dort auch nicht.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Naja jedenfalls freue ich mich jetzt auf einen angeregten Austausch hier im Forum 😉 Ich hoffe auf interessante Gespräche mit Gleichgesinnten (Verrückten :D) und natürlich bin ich auch froh, wenn ich von der geballten Kompetenz hier profitieren kann. Ich selbst gebe immer sehr gern Ratschläge, wenn ich kann.
Anbei noch ein paar Bilder, so sieht es aktuell aus (naja nicht mehr 100% aktuell, jetzt hängen noch die S2 an der Frontwand und zwei RTFS-Deckenmodule an der Decke):
Ich habe für hinters Sofa "Abstandshalter gebaut, um die MLP etwas weiter von der Wand wegzubekommen. Heute würde ich diese noch breiter machen (und ja, das TV-Möbel ist auch selbstgemacht ;)):
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So siehts dann aus, wenn ich einen Film gucke: