Hallo zusammen,
Wie im Vorstellungsthread „angedroht“, werde ich in diesem Thread den Werdegang meines Kinos darstellen, von der Idee über die Ausführung zum jetzigen Ergebnis. Natürlich auch zukünftige Entwicklungen. Ich hoffe, dass für Euch da interessante oder zumindest unterhaltsame Punkte dabei sind.
Leider habe ich während des eigentlichen Baus die Fotodokumentation vernachlässigt. Ich habe lieber gebaut als Fotos gemacht, das geht mir auch beim Motorradfahren so. Ich fahre lieber, als überall Fotos zu machen und dann fehlen mir zu meinen Erinnerungen die schönen Bilder, die ich hinterher zeigen kann – das ist aber ein anderes Thema.
Zurück zum Kino:
Wir sind Anfang 2021 in das jetzige Haus gezogen und zunächst war kein separates Kino geplant. Im „alten“ Haus hatte ich ein 7.1.4 Setup im Wohnzimmer installiert, allerdings war der Raum akustisch nicht behandelt und die Lautsprecheraufstellung (Positionen) war alles andere als optimal und im Grunde nicht geeignet. Trotzdem habe ich damals schon gesagt, dass „Film hören“ mehr Spaß macht als „Film sehen“. Also sollte auch bei der neuen Kinoinstallation besonders Wert auf die Akustik gelegt werden. Es war zunächst der Plan, im neuen Haus ebenfalls ein „Wohnzimmerkino“ zu installieren.
Da wir uns dann im Laufe der Renovierungsarbeiten entschlossen haben, doch den Dachboden auszubauen und somit das ehemalige Schlafzimmer frei wurde (dieses wanderte ins Dachgeschoss), hatte ich einen freien Raum zur Verfügung, um ein Heimkino zu planen. Damit wurde auch in Aussicht gestellt, die Technik aus dem Wohnzimmer abzuziehen, was die „Überzeugungsarbeit“ für das separate Heimkino deutlich vereinfachte.
Hier ein Bild vom Ursprungszustand des Raums.
Nachdem dann der Raum diverse Zeit leer gestanden hatte, weil andere Arbeiten im Haus Priorität hatten, habe ich dann im Herbst 2025 mit der Umgestaltung begonnen.
Die rote Tapete wollte ich möglichst erhalten, weil sie meiner Meinung nach auch zum Kinothema passt. Über der Tapete hatten wir schon im Schlafzimmer eine indirekte Beleuchtung angebaut. Diese wurde ebenfalls übernommen. Wichtig war für mich, dass ich an der Grundstruktur und den vorhandenen Komponenten im Raum (z.B. Heizung, Fußleisten,…) möglichst wenig ändere oder zerstöre - minimalinvasiv, wie man so sagt, so dass es später möglich ist, den Raum mit wenig Aufwand wieder in einen „normalen“ Wohnraum zurückzuverwandeln.
Grüße
Jürgen