JVC NZ500 & DELUXX Dayvision 2.0 120": Ausrichtungsprobleme

  • Danke für deine Rückmeldung.

    Das Problem kann basierend auf den Messungen nicht direkt mit der Leinwand zu tun haben, da die vertikale rechte Linie ja bereits bei Projektion mit Lens-Shift aus (also Projektion des Gitters auf den Samtstoff, siehe Fotos 15 + 16) aus der Flucht läuft, ohne überhaupt die Leinwand zu berühren...?

  • Der Beamer ist von GrobiTV. Ich kann mir aber wie beschrieben nicht wirklich vorstellen, dass es hier ein technisches Problem gibt, da der vorher installierte Epson ein ähnliches Bild zeigte. Dieses war allerdings wesentlich weniger stark ausgeprägt, hier sprachen wir von ein paar kaum sichtbaren Millimetern, während es jetzt beim JVC schon ein guter Zentimeter ist...


    Die Keystone-Korrektur ist ausgeschaltet.

  • Hallo StarGeneral,


    du hast ja nun ja alles erdenklich Mögliche unternommen um den Beamer parallel zur Leinwand auszurichten. Obwohl die Leinwand dieselben Abstände zur Decke als auch zur rechten Wand aufweist, bedeutet dies weder, dass die Wand gerade, noch dass die Leinwand selbst perfekt ausgerichtet ist. :think:


    a) Überprüfe mit einer Wasserwaage ob der rechte Leinwandrahmen im Lot ist. Ist der Rahmen der Leinwand wie Roy Neary anmerkt nach links/rechts verzogen oder ist die Leinwand nach vorne/hinten geneigt? Möglicherweise sollte die rechte obere Ecke weiter weg von der Wand...


    b) Ich würde versuchen die Standfüße des Beamers so zu verstellen, dass du möglichst die gesamte nutzbare Leinwandfläche mit einer so gut es geht rechtwinkligen Projektionsfläche ausleuchtest. Eventuell auch elektronische Keystone-Korrektur.


    c) Da dieselbe Verzerrung bereits mit einem anderen Projektor aufgetreten ist, deutet dies m.E. tatsächlich auf eine nicht lotrechte Ausrichtung der (Lein)wand selbst hin oder es liegt doch am Lens Shift. Der mittlere Projektionspunkt ist bei dir aufstellungsbedingt nach oben rechts verschoben. Die größte Bildverzerrung tritt ebenfalls an der Ecke oben rechts auf. Daher würde ich jetzt eine technisch bedingte optische Verzerrung durch den Lens Shift nicht vollständig ausschließen. Da verschiedene Projektoren verschiedene Optiken verwenden erklärt es sich auch, dass du zwischen Epson und JVC einen Unterschied festmachen konntest. Ergibt doch Sinn, oder gibts andere Meinungen hierzu?


    d) Stelle den Projektor (testweise) falls möglich mittig links/rechts auf. Dann wird zumindest eine Bildachse nicht durch Lens Shift verzerrt.

  • Wie Breg geschrieben hat würde ich die Leinwand mal komplett mit einer Wasserwaage durchchecken und nicht mit dem Laser die Abstände zur Decke, etc. messen. Und vielleicht auch mal die Diagonale von links unten nach rechts oben und rechts unten nach links oben. Die müssten identisch sein, ansonsten passt was nicht.


  • Danke für deine erneute ausführliche Antwort. Ich habe mich folglich nun der Leinwand gewidmet und bin ihr mit Wasserwaage und Entfernungsmesser zu Leibe gerückt.


    Die Ergebnisse sind eindeutig: Horizontale Seiten sind gerade, vertikale Seiten sind schief.


    Das spiegelt sich sowohl in den Ergebnissen der Wasserwaage wider (siehe Fotos), als auch in der Messung der Diagonalen:


    Linke untere - rechte obere Ecke: 2,554

    Rechte untere - linke obere Ecke: 2,566


    Der Unterschied entspricht in etwa dem, um was ich die Wasserwaage an den vertikalen Seiten ausrichten muss, damit sie gerade wird.


    Was würdet ihr empfehlen? Leinwand abnehmen, Schrauben des Rahmens lösen und einen Ausrichtversuch unternehmen? Oder lieber nichts riskieren und damit leben?

  • Das heißt wenn du die Unterkante Leinwand von links nach rechts misst und die Oberkante von links nach rechts, dann weicht es ab? Du hast also kein richtiges Rechteck? In dem Fall würde ich das Tuch entfernen und schauen das ich den Rahmen ordentlich ausgerichtet bekomme. Falls da noch Garantie besteht und die Profile zu kurz geliefert wurden, würde ich das sogar reklamieren. Aber erstmal schauen ob alles korrekt montiert ist.

  • Was würdet ihr empfehlen? Leinwand abnehmen, Schrauben des Rahmens lösen und einen Ausrichtversuch unternehmen? Oder lieber nichts riskieren und damit leben?

    Ich habe exakt das gleiche Problem das auf der einen Seite immer ein kleiner Überstand ist wie bei Dir und ich das Bild des Projektors nicht 100% auf die Leinwand ausrichten kann.

    Das stört aber nur den inneren Monk.

    Beim Film schauen ist davon absolut nichts zu sehen. Die 1cm die rechts oben bei mir überstehen verschwinden komplett in der schwarzen Umrandung. Daher habe ich 5 gerade sein lassen und es so belassen. Und das würde ich hier auch empfehlen.

  • Mein innerer Monk ist leider stark, daher habe ich heute die Leinwand einmal abgenommen, alle Schrauben gelöst und das Ganze ausgerichtet.


    Ist nun schon viel besser als vorher, aber noch nicht perfekt, dafür brauche ich eine zweite Person.

    Werde da kommende Woche noch mal nachfassen und mich mit dem Endergebnis zurückmelden.


    Eine nachträgliche Ausrichtung ist aber auf jeden Fall möglich (ohne das Tuch abzunehmen).

  • Schlussmeldung: Die Leinwand konnte so weit ausgerichtet werden, dass nun bis auf eine absolute Minimalabweichung (ca. 1-2mm) eine passende Projektion möglich ist.
    Daher noch mal vielen Dank für die Hinweise und die Tipps, die im Verlaufe dieses Threads zu dem guten Ergebnis geführt haben! :thumbup:


    An alle, die eine vergleichbare Leinwand einsetzen: Löst man an der Rückseite alle Muttern vollständig an, kann durch "drücken / ziehen" am Rahmen eine Ausrichtung mittels einer Wasserwaager erfolgen. Eine Demontage des Tuchs ist dafür nicht nötig und das Ganze somit sehr unkompliziert.

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