Welcher Beamer Epson 9000,12000, EH-QB1000 oder SONY VPL-XW5100ES

  • Liebe Heimkinogemeinde,


    ich benötige für meine motorisierte 110zoll EC Grey Christal 16:9 Leinwand von XY Screens einen passenden Projektor. Der Projektor wird etwa 4,50 von der Leinwand entfernt, aber nicht ganz mittig an der Wand montiert. Der Sitzabstand beträgt etwa 2.80m.

    Die Wände sind schräg, die Decke 4m hoch und alles weiß gestrichen. Der Boden ist holzfarbenes Laminat. Gesessen wird auf einer Couch und ein Teppich wird zwischen Leinwand und der Couch platziert.

    Der Projektor wird an einem PC angeschlossen und über z.B. Jellyfin mit Filmen und Familienvideos versorgt. Derzeit unterstützt mein Debian Betriebssystem nur SDR Signal zum Projektor, bietet aber ein Tonemapping über Jellyfin bei HDR Aufnahmen an. Später wird es sicher auch möglich sein das HDR Signal unverfälscht zum Projektor zu schicken.

    Viele Filme sind in HD und die Familienvideos in 4k.

    Das Licht im Raum ist über Velux Verdunklungsrollos an allen Fenstern kontrollierbar. Tagsüber ist es nicht perfekt dunkel aber sehr abgedunkelt. Die Wände möchte ich nicht dunkel streichen.


    Der Sony Bravia 7 ist mit 7000,- mein Budgetmaximum. (In einem Test stand etwas von Schärfeverlust beim Umstellen von 21:9 auf 16:9. Ich dachte man könne den Projektor auf die 16:9 Leinwand für 16:9 Formate justieren und dann bei 21:9 das Format wechseln und eben dann nicht die ganze Höhe der Leinwand nutzen.)


    Nach einigem Lesen ist mir aber nicht klar ob nicht auch ein günstigeres Modell bei einer Projektorjungfrau wie mir reichen würde. Das Problem mit diesen Regenbogeneffekten und Lichtblitzen möchte ich allerdings nicht haben.

    Deshalb die Frage ob die Epsons für den Einstieg und die ersten Jahre in einem nicht optimalen Raum für den Einstieg ausreichen.

    Sound wird es aus 2 Stereo Selbstbau-Standlautsprechern und einem großen Subwoofer geben. Mit dem Klang war ich ohne Subwoofer bisher immer zufrieden und deswegen habe ich derzeit keine Wünsche nach Mehrkanalsystemen.


    Ich hoffe mir kann jemand bei der Auswahl helfen.

    Ein schönes Wochenende und Film ab

  • Also, der Sony Bravia 7 (XW5100) muss es definitv nicht sein. Der Mehrpreis zu einen XW5000 (z. Zt. ca. 4550.- mit 5-jahres-Garantie) steht nicht im Verhältnis zum moderaten Gewinn an Bildqualität. Im Grunde gibt es diesen Gewinn nur bei HDR-Filmen, durch das dynamische Tonemapping des XW5100. Die LIchtleistung ist annähernd gleich und völlig ausreichend für eine 110 Zoll 16:9-Leinwand. Das mit dem Schärfeverlust gilt nur für den XW5100, wenn ein 16:9-Bildformant elektronisch auf ein 21:9-Leinwand eingepasst wird. Der XW5000 bietet eine sehr gute Bildqaulität, empfiehlt sich durch das manuell zu justierende Objektiv insbesondere für 16:9-Leinwände. Einmaliges Einstellen des Fokus und des Bidlformats genügt hier ja.


    Der NZ500 ist der unbestrittene Top-Bild-Performer in dieser Preisklasse (~5k EUR), wenn die Leinwandbreite unter ca. 3.2 Meter bleibt. Diese Bildqualität kann er aber nur in einem kontrastoptimierten Heimkino richtig ausspielen. Der Nachteil, der ihn vielen nicht so schmackhaft macht, ist die fehlende Zwischenbildberechnung. Viele Leute die an diese gewöhnt waren, wollen auf dieses Feature nicht verzichten und greifen deshalb nicht zu. Manche mögen wiederum den reinen Kino-Look und benötigen sie deshalb nicht, und als Beamer-Einsteiger wirst Du sie vielleicht garnicht vermissen, weil Du nicht daran gewöhnt bist. Einfach mal beim Händler ansehen.


    Der Epson 9000 hat ein deutliches Manko im nativen Kontrast (gegenüber den Konkurrenten), das spiegelt sich auch im Preisgefüge wieder. Das Thema Kontrast macht der Epson 12000 schon um einiges besser, kann in dieser Disziplin aber den Sony und insbesondere auch den JVC nicht erreichen. Er hat aber die zweithöchste Lichtleistung und kann damit auch wirklich große Leinwände noch gut beleuchten, bzw. sich auch im Wohnzimmer gegen etwas Restlicht noch besser durchsetzen. Der native Kontrast ist im hellen Wohnzimmer auch nicht so entscheidend, weil ohnehin durch das reflektierende Streulicht der Wände limitiert. In dunkleren Szenen, die auch weniger Streulicht der Wände produzieren, werden Kontrastunterschiede dennoch in gewissem Umfang weiterhin sichtbar sein. Alle Epson haben auch 5-jahres-Garantie.


    Der QB1000 ist nochmals ein wenig heller, und hat auch ein dynamisches HDR-Tonemapping (wie der XW5100 und der NZ500). Die Implemtierung dieses dynamischen Modus finden manche allerdings weniger geglückt (eher etwas zu dunkel). Regelt man die HDR-Helligkeit deshalb mit dem Regler statisch nach der gwünschten Grundhelligkeit für HDR ein, hebt er sich vom LS12000, der nur die statische Regelung hat, nur noch durch etwas mehr Helligkeit ab.


    Das wäre mal meine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Punkte deiner aufgeführten Modelle - aus meiner Sicht.

  • Kommt doch darauf an, ob man einen Envy, Lumagen oder HTPC hat.

    Okay, HTPC blende ich immer aus… geht ja idR auch nur für Material von der Platte… (Videoprozessor würde ich in der Preisklasse nicht nehmen - kann man natürlich, logisch)

    Gruß
    olli


    The DARK-ROOM homecinema
    Lounge-Ledersessel, 3 Sitzreihen, Cinemascope-Projektion, 9.4.6 Multichannel, 24m² Sternenhimmel, Schallschutz + Akustikausbau, EIB-Steuerung

  • Zu welchem Beamer (auch nicht genannte) bis 7k Euro würdest du denn aktuell greifen, Armin?

    Gegen meinen NZ7 würde ich keinen der genannten Beamer tauschen. Dieser hat einfach alles was mir wichtig ist. Ich hoffe er hält noch lange. Hätte ich statt meiner 110 Zoll (16:9), eine Leinwand mit 3,5 Breite könnte es vielleicht schon ein Valerion Max werden, wobei ich mit dem Bildartefakten des EBL nicht klar komme, er müsste also ohne diesem laufen, was ihn auf einen ~ 3000:1-Kontrast reduziert. Mit dem XW5000 käme ich auch gut klar, weil ich einfach die FI haben möchte, die der NZ500 nicht hat. Mit den 10.000:1 Kontrast des XW würde ich nicht viel vermissen, der Bildlook der JVC gefällt mir aber mittlerweile besser . Den NZ800 finde ich wirklich toll, aber selbst 'günstig' eingekauft, finde ich ihn eigentlich noch zu teuer.

  • Vielen Dank für die vielen Vorschläge und Tipps.


    Nochmal für mich als Neuling:

    1. FI ist entweder im Projektor integriert und zuschaltbar oder über Envy, Lumagen oder spezielle Software auf dem HTPC? Nicht unbedingt von allen Zuschauern gewünscht?

    2. Wie gut oder schlecht guckt sich ein HDR Film mit dem dynamischen Tonemapping auf dem XW5100 gegen den XW5000 ohne Dynamik

    3. sollte ich noch bis zur IFA 2026 warten?

    4. XGMI Titan: gibts da schon Erfahrungen? Das Marketing klingt gut.

  • Und den XW6100? Hast du den schon gesehen?


    Den XW6100 noch nicht, aber einen XW8100 habe ich schon kalibriert und auch mit Filmschnipseln probegeschaut.


    Ich finde beide preislich seitens des Sony-Managements fehlplaziert. Man meint dort wohl, sich mit diesen Modellen im Highend-Consumer-Segment zu befinden, aber da gehören sie nicht wirklich hin. Sie liefern eine recht ordentliche, aber nicht durchgehend überzeugende Performance. Das ARC-F-Objektiv hat ja nicht einmal der XW8100. Beim dynamischen HDR-Tonemapping ist sicher ein großer Schritt gelungen, aber in wirklich dunklen Szenen, wie z.b. die nächtliche Szene von 'Black Panther' (2018) im Urwald, da sieht mein NZ7 dennoch wesentlich besser aus. Mit dem NZ800 als Konkurrenten, müsste m.E. der XW6100 unter 10k EUR VK liegen um angemessen bepreist zu sein.


    jimbim
    FI (Zwischenbildberechnung) hat so gut wie jeder moderne Consumer-Beamer. Bei JVC glaubte man mit dem Wegfall bei NZ500/NZ700 ein Differenzierungsmerkmal zu den höherpreisigen Modellen schaffen zu müssen. Etwa ein Drittel der Nutzer verzichtet aber bewusst, auf die zwar flüssigere, aber auch verfälschte Wiedergabe des originalen Kino-Looks und schaltet die FI deshalb garnicht ein.


    Ich finde, dass auch der XW5000 schon eine gut nutzbare HDR-Performance hat. Ein bisschen hat er die Neigung dunkle Bildpartien zulaufen zu lassen, wo sich mancher Nutzer noch mehr Schattendurchzeichnung wünscht. Hier ist der XW5100 sichtbar besser. Auch einen Zeichnungsverlust sehr heller Bildpartien hat der XW5100 durch die dynamische Anpassung besser im Griff.


    Der XGIMI Titan ist auch ein interessantes Modell mit einer enormen Helligkeit. Ein Helligkeitsüberschuss kann aber nur gedimmt werden und nicht per Iris-Schließung in höherem nativen Kontrast getauscht werden.

    Ich kenne jemanden, der schon seit einem halben Jahr einen hat (weil er aktuell in China arbeitet), der ist ziemlich begeistert. (im wohnzimmer mit grau getönter Leinwand)

  • Wie schätzt ihr den Wiederverkaufswert eines XW5000 in ein paar Jahren ein? Kann man dann auf einen besseren später upgraden oder kauft man sich den Projektor und nutzt ihn 10-15Jahre.

  • Ich bin da sehr skeptisch.

    Sony alleine hat aufgrund der Vergangenheit schon an Vertrauen verloren. Das manuelle Objektiv wird aber dann wohl die meisten abschrecken.


    Wenn du dich für den XW5000 entscheidest, dann, weil du von ihm überzeugt bist. Ich würde das nicht von einer Spekulation abhängig machen.


    Armin289

    Laut dem Test sind der XW6100 und der NZ800 sehr dicht beieinander.


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    Der Sony ist aber 2.000€ günstiger als der NZ800.

  • Wie schätzt ihr den Wiederverkaufswert eines XW5000 in ein paar Jahren ein? Kann man dann auf einen besseren später upgraden oder kauft man sich den Projektor und nutzt ihn 10-15Jahre.


    Der hat 2 große Schwächen.


    - kein elektrisches Objektiv.
    - kein HDR Tonmapping.


    Kommt wohl darauf an, wie günstig du den jetzt bekommst.
    Hier könnte evtl. auch ein Gebrauchtgerät interessant sein?
    Gibt bestimmt einige, die wegen dem Tonmapping auf den 5100 upgraden wollen und deshalb technisch einwandfreie 5000er günstig verlaufen?

  • Hab mir übrigens heute den XW5000 im Side by Side Shootout mit meinem HW65 angeschaut.

    Er hat mehr „Pop“ im Bild. Die kräftigeren Farben und HDR kommt richtig gut rüber.


    Aber in der für mich wichtigsten Disziplin „Schwarzwert“ ist der Unterschied absolut marginal, wenn überhaupt vorhanden.

    Mein HW65 ist im Vergleich von z.B. den Cinemascope Balken nahezu identisch! Das hat mich sehr überrascht!


    Mekali war auch so nett meinen HW65 zu vermessen. Farben und Gamma sind wie erwartet gedriftet, aber vom so wichtigen und irreparablen Kontrastdrift ist er verschont geblieben!! <3 Über 4000:1 haben wir gemessen 💪


    Das hatte ich übrigens auch die letzten Jahre mit meinem Luxmeter gemessen. Immer so zwischen 4000 und 4500:1


    Es wird dann jetzt aber wohl doch ein NZ500!

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