Hilfe: Kellerausbau - Gaming, Heimkino, Schallschutz, Atmos trotz niedriger Decke?

  • Hallo zusammen,


    ich plane den Ausbau eines Kellerraums zu einem Hybridraum: Zocken (PS5 + PC), Musik hören und Filme schauen. Wichtig: Es soll kein klassisches „Heimkino“ (dediziertes Heimkino) werden, sondern eher ein wohnlicher Raum, der im Zock-Modus bunt/hell sein darf und im Kino-Modus stark abgedunkelt werden kann (dazu später mehr). Trotzdem möchte ich versuchen das „bestmögliche“ aus diesem Raum rauszuholen, was möglich ist, bzw. was am Ende sinnhaft möglich ist. Ich möchte natürlich kein Geld verbrennen. 😀

    Raum / Bestand

    • Kellerraum, netto ca. 5,32 m × 4,30 m (≈ 23 m²).
    • Wände bestehen aus Beton/Stein.
    • 3 Außenwände liegen im Erdreich, 1 Wand ist eine Innenwand (zum Kellerflur/Treppenhaus).
    • Es gibt ein kleines, öffnungsfähiges Fenster (80cm x 40 cm) an Seitenwand 2 (Verdunkelung per Vorhang geplant).


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    Foto: Rohrleitungen im Eingangsbereich des Raums, orangene Zone (s. Screenshot unten)



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    Foto: Zukünftige Rückseite wo auch ein Schreibtisch stehen soll



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    Foto: Seitenwand 1



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    Fotos: Seitenwand 2



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    Foto: Vorderseite wo später der TV hin soll


    Bereits vorhandene Innendämmung
    An Vorderwand (TV-Wand) + beiden Seitenwänden ist bereits Erfurt KlimaTec IP 2500+ (25 mm) als Innendämmplatte aufgeklebt.

    Info: Ich habe mit Erfurt gesprochen: Empfehlung ist, dass die Platte oben und unten belüftet bleiben soll. Daraus folgt mein aktueller Plan: zwischen KlimaTec und neuer Vorsatzkonstruktion ca. 2 cm Luftschicht lassen.


    Hauptproblem: Leitungen / geringe Deckenhöhe / „Deckenlandschaft“
    Im Raum laufen viele Leitungen (Abwasser, Frischwasser, Heizung sowie Kabeltrassen). Dadurch ist die Deckenhöhe nicht überall gleich, sondern es gibt Zonen:


    image.jpg


    • Eingangsbereich (orange Zone): Decke muss wegen Abwasserleitungen auf ca. 193 cm runter (Boden bis Unterkante tiefste Leitung gemessen). Diese Zone ist ca. 163 cm tief über die gesamte Raumbreite.
    • Zusätzlich gibt es ein kleines Feld (Leitungsquerung), wo ca. 200 cm Deckenhöhe möglich wären.
    • An beiden Seitenwänden gibt es schmale Bereiche (ca. 30 cm Streifen), wo ebenfalls Leitungen laufen, die abgekastet werden müssen.
    • Der Rest der Decke ist frei von Leitungen


    Sehr wünschenswertes Ziel: Schallschutz ins Haus

    (vor allem Sprache spät Abends)


    Aktuell ist zum Kellerflur/Treppenhaus nur ein offener Durchgang vorhanden (keine Tür). Das Treppenhaus ist bis ins EG offen. Im EG gibt es einen weiteren Flur zur Treppe ins OG, welcher durch eine Türe geschlossen werden kann. Das Schlafzimmer im OG ist ebenfalls durch eine Tür verschließbar. Eine Tür/Abtrennung zum Kellerraum ist fest geplant (steht außer Frage).


    Das Haus ist eine Doppelhaushälfte / Bungalow (teilunterkellert). Der direkte Nachbar liegt seitlich an der Haushälfte an – und zwar auf der Seite, auf der auch die Kellertreppe / der Treppenbereich verläuft. Mein Hauptfokus ist trotzdem weniger der Nachbar (das ist kein Problem), sondern Ruhe im eigenen Haus, insbesondere im OG/Schlafzimmer.


    Zusätzlich ist die Bauweise im Haus für Schall relevant:

    • Vom EG zum OG gibt es eine Holzbalkenlage mit Dämmung dazwischen (also keine massive Betondecke).
    • Die Decke im EG ist mit Rigips beplankt.
    • Der Boden im Schlafzimmer (OG) besteht aus OSB-Platten, darauf liegt Trittschalldämmung und darauf Teppich.


    Wichtig ist für mich besonders:

    • Sprache / Gaming spät Abends (Headset, aber Stimme/Jubel) soll möglichst wenig ins Haus/ins OG (Schlafzimmer) übertragen werden.
    • Gleichzeitig soll moderater Film-/Spieleton über die Anlage möglich sein, ohne dass es sofort oben stört.

    Mein Wunsch:

    Der Raum soll ein Hybrid-Zimmer werden: primär Zocken, Musik und Filme. Ich möchte kein klassisches Heimkino, bei dem alle Wände stoffbespannt sind und dahinter direkt Dämmmaterial sitzt. Stattdessen soll der Raum im Alltag eher wie ein Zocker-/Chill-Zimmer wirken und im „Kino-Modus“ trotzdem gut funktionieren.


    Zock-Modus:

    • Meistens bin ich alleine im Raum, Filme werden aber häufig zu zweit geschaut.
    • PS5 und Gaming-PC sollen am AVR hängen, aber beide Geräte sollen zusätzlich auch an einem PC-Monitor am Schreibtisch nutzbar sein (Zocken am TV auf der Couch oder am Schreibtisch mit Maus/Tastatur).
    • Im Zock-Modus soll der Raum mit bunter LED-Beleuchtung arbeiten.
    • Geplant sind außerdem Regale/Lowboard mit Figuren, Blu-rays usw., Bilder an den Wänden und ein Regal für Vinyl.


    Kino-Modus:

    • Licht soll extrem gedimmt oder komplett ausgeschaltet werden.
    • Idee: ggf. schwarze Vorhänge (z. B. an den Seitenwänden) die man im Kino-Modus zuziehen kann (Überlegung, noch nicht final).
    • Wände sollen trotzdem nicht dauerhaft zu dunkel gestaltet werden (weil LED/Look sonst “schluckt”).


    Wandgestaltung (erste Idee / Wunsch):

    • Bis ca. 120 cm Höhe möchte ich „akustisch“ arbeiten (aber optisch als Design, nicht als offenes Dämmmaterial). Vielleicht mit Akkustikpaneelen oder ähnlichem
    • Darüber eine hellere Fläche, z. B. Holzpaneele oder ähnliches, damit das Licht im „Zock-Modus“ nicht zu sehr verschluckt wird


    Geplante Audio / Video-Technik (Ist + Ausbauüberlegungen)

    Aktuell ist ein 5.1 System vorhanden:

    • Front L/R: Dali Opticon 6 MK2
    • Center: Dali Opticon Vokal MK2
    • Surrounds (geplant): Dali Opticon 2 MK2 oder Opticon LCR
      Aktuell: Dali Oberon 3 Lautsprecher von vorheriger Anlage
    • Subwoofer: SVS 3000 Micro
    • AVR: Denon AVC-X3800H
    • Bild: Es wird ein neuer TV gekauft, kein Beamer/keine Leinwand geplant.

    Atmos / Heights (Fragezeichen):

    • Mein größter Wunsch ist, dass Deckenlautsprecher möglich werden / sind.
    • Ich bin unsicher, ob das bei der niedrigen Deckenhöhe (voraussichtlich ~1,95 m im Hauptbereich) umsetzbar ist und ob z. B. 5.1.4 / 5.2.4 in so einem Raum realistisch werden kann
    • Als mögliche Heights-Lautsprecher hatte ich an Dali Fazon Sat gedacht (Opticon 1 wäre vermutlich zu groß, ist nur eine Überlegung).


    Endstufe (Überlegung):

    • Optional wurde mir mal eine zusätzliche Endstufe beim Kauf der Anlage empfohlen (z. B. IOTAVX AVXP 1, 7-Kanal), um mehr aus den Lautsprechern zu holen. Ich kann den realen Mehrwert aktuell nicht gut einschätzen.

    Grobe Möblierung / Zonen (Planung)

    • TV/Kino-Front an der Vorderwand.
    • Couch für 2 Personen mit Schlaffunktion wird so positioniert, dass sie im Raum optimal steht (finale Position ist noch offen).
    • Gaming-Ecke: Schreibtisch in der oberen linken Ecke an der Rückwand/Technikseite.
    • An der Rückwand ist außerdem die Hauselektrik/Netzwerk; darunter soll Technik (AVR/Endstufe etc.) in einem Schrank mit Tür untergebracht werden (zugänglich, aber optisch sauber).


    Bitte beachtet das diese Bild nur eine ganz ganz grobe Skizze ist, die Bemaßungen nicht stimmen, die Couch kleiner wird etc. Das bild ist nur dafür gedacht damit man grob sehen kann wie es stehen soll.


    Bemaßungen.jpg



    Fragen an euch (Bauweise, Akustik, Schallschutz, Atmos)

    Vorsatzschale ja/nein? - Ich denke mal JA?!

    An den Außenwänden ist KlimaTec (25 mm) vorhanden. Erfurt empfiehlt, oben/unten Belüftung sicherzustellen → geplanter Aufbau:


    KlimaTec 25 mm → 2 cm Luftschicht (hinterlüftet) → Holzständer 60 mm + Mineralwolle 60 mm → Beplankung → Designoberfläche


    • Ist dieser Aufbau grundsätzlich sinnvoll oder würdet ihr etwas anders machen?
    • Gibt es bauphysikalische Risiken (Feuchte/Taupunkt), auf die ich achten muss?


    Wie groß sollten die Lüftungsöffnungen (oben/unten) sein?

    • Reicht z. B. eine durchgehende Schattenfuge (10–15 mm) oder sollte es anders gelöst werden (Gitter, versetzter Luftweg etc.)?


    Welches Dämmmaterial im Holzständerwerk ist sinnvoll?

    • Mineralwolle/Steinwolle: eher weiche Trennwanddämmung (z. B. Sonorock/Termarock/ähnliches) oder spezielle Akustikdämmplatten?
    • Gibt es Erfahrungswerte, was in der Praxis am besten funktioniert (auch bzgl. Verarbeitung/Faserflug)?


    Beplankung: 2× GK / OSB+GK?

    • Was ist hier eurer Meinung nach der beste Kompromiss aus Schallschutz, Montagefreundlichkeit (Regale/Vinyl/Panels), Kosten und Diffusion?
    • Ist 2× GK „Pflicht“ oder reicht 1× GK, wenn unten sowieso Akustikpaneele geplant sind?
    • Oder was anderes?


    Bringt doppelte Beplankung überhaupt etwas, wenn oben/unten hinterlüftet wird?

    • Hintergrund: Hinterlüftung ist ja ein „Leck“ (nicht komplett luftdicht).
    • Merkt man den Mehrwert von 2× GK trotzdem deutlich?


    Würdet Ihr die Decke auch komplett doppelt beplanken?


    Gibt es vielleicht sogar alternativen zum Decke abhängen?

    • Also das ich vielleicht direkt was auf der Betondecke anbringe, anstatt die Decke vollflächig abzuhängen.
    • Kann ich bei der Deckenhöhe trotzdem eine Atmos / One for All Positionierung der Lautsprecher realisieren?


    Endstufe an Denon X3800H: lohnt das realistisch?

    • Bringt eine zusätzliche Endstufe (z. B. 7-Kanal) in so einem Raum hörbar Mehrwert oder sind Raum, Sub-Setup (zweiter Sub), Einmessung die größeren Hebel?


    Das sind aktuell die Themen die mich beschäftigen und ich stehe kurz vor dem Start, bzw. könnte jeder Zeit starten, wenn ich abgesteckt habe, wie ich die ganze Sache aufbauen sollte. Ich würde mich sehr über Eure Hilfe freuen.


    Vielen Dank für's lesen!


    Grüße
    HTTPEte

  • HTTPete

    Changed the title of the thread from “Hilfe: Keller-Ausbau - Gaming, Heimkino, Schallschutz, Atmos trotz niedriger Decke?” to “Hilfe: Kellerausbau - Gaming, Heimkino, Schallschutz, Atmos trotz niedriger Decke?”.
  • Hallo,

    KlimaTec 25 mm → 2 cm Luftschicht (hinterlüftet) → Holzständer 60 mm + Mineralwolle 60 mm → Beplankung → Designoberfläche


    • Ist dieser Aufbau grundsätzlich sinnvoll oder würdet ihr etwas anders machen?
    • Gibt es bauphysikalische Risiken (Feuchte/Taupunkt), auf die ich achten muss?


    Wie groß sollten die Lüftungsöffnungen (oben/unten) sein?

    • Reicht z. B. eine durchgehende Schattenfuge (10–15 mm) oder sollte es anders gelöst werden (Gitter, versetzter Luftweg etc.)?

    - Weshalb möchtest du Holzständer wählen? Wäre auch Knauf Vorsatzschale mit Metallständern ein gangbarer Weg? Mit dem CW 50-Profil könntest Du sogar eine freistehende Vorsatzschale errichten (Hohlraum=60mm). Alternativ mit CD60/27, direkt befestigt (Mindesthohlraum=45mm). Metallständer wären m.E. besser von der Wand entkoppelt, d.h. besserer Schallschutz.

    - Bauphysikalische Risiken gibt es (insb. an Außenwänden) natürlich grundsätzlich! Du musts prüfen, ob Du Gefahr läufst, die Taupunkttemperatur auf der Innenseite der Außenwand (hinter der Dämmung) zu unterschreiten (--> Feuchte/Schimmel). Ob so eine Hinterlüftung wirklich was bringt, weiß ich nicht. Schallschutztechnisch halte ich die aber für fragwürdig: Die Hinterlüftung macht dir dein ganzes Schallschutzsystem kaputt!? Besser wäre da m.E. eine Dampfbremse von innen vor die Dämmung einzubauen.

    Welches Dämmmaterial im Holzständerwerk ist sinnvoll?

    • Mineralwolle/Steinwolle: eher weiche Trennwanddämmung (z. B. Sonorock/Termarock/ähnliches) oder spezielle Akustikdämmplatten?
    • Gibt es Erfahrungswerte, was in der Praxis am besten funktioniert (auch bzgl. Verarbeitung/Faserflug)?

    Wenn es um Schallschutz geht: Knauf empfiehlt eine Mineralwolle-Dämmschicht, z.B. Knauf Insulation, mit einem längenbezogenen Strömungswiderstand von 5kPa*s/m² < r < 50kPa*s/m². Ich kenne diese aus der Praxis tatsächlich nicht, aber habe mir die ausgesucht für mein anstehendes Projekt. Wenn also jemand tatsächlich Erahrung hat, wäre ich auch interessiert :-)

    Bezüglich "Akustikpaneele" sowie "etwas an der Decke anbringen, anstelle Decke vollflächig abhängen": Du musst klar zwischen Schallschutz/Bauakustik und Raumakustik unterscheiden. Akustikpanele und Einzelelemente an Decke bringen was in bezug auf die Raumakustik. Quasi aber nichts für die Bauakustik! D.h. für wirkungsvollen Schallschutz solltest du die Lecks vermeiden, und kritische Decken/Wände abhängen, bzw. eine geschlossene Schale davor bauen.

    Der Schallschutz ergibt sich insb. durch den gedämmten Hohlraum. 1- bzw- 2-lagige Beplankung machen hier nur einen geringen Unterschied. Ich habe für mich - dort wo es von der Aufbauhöhe her geht - für die 2-lagige Beplankung entschieden. Macht halt einfach nochmal 2-3dB mehr (absolut ~16dB Verbesserungsmaß) als einlagige GK-Beplankung. OSB weiß ich nicht....

    • Kann ich bei der Deckenhöhe trotzdem eine Atmos / One for All Positionierung der Lautsprecher realisieren?


    Endstufe an Denon X3800H: lohnt das realistisch?

    • Bringt eine zusätzliche Endstufe (z. B. 7-Kanal) in so einem Raum hörbar Mehrwert oder sind Raum, Sub-Setup (zweiter Sub), Einmessung die größeren Hebel?

    Erster Punkt: Ich würde sagen: Ja. Wie hoch liegen deine Ohren tatsächlich beim bequemen sitzen? Schau dass du den Winkel auf 30-55° (Atmos), bzw. 25-40° (Auro-3D) hinbekommst (beachte: beides ist gleichzeitig möglich, da der Winkelbezug für Atmos und Auro jeweils ein anderer ist)

    Der X3800H ist die Mindestvoraussetzung für 5.x.4, wenn du aufgrund fehlernder Endstufen nicht noch weitere Geräte einsetzen möchtest. Wenn 5.x.4 gewünscht (den Wunsch kann ich vollstens nachvollziehen!), dann "lohnt" sich der Denon natürlich zwangsläufig!

    Über all dem steht aber - du hast es selbst angesprochen - der Raum! Wenn die Raumakustik schlecht ist, hilft der beste AVR auch nicht zum Optimum. Ähnlich verhält es sich mit der Einmessung...


    Gruß, bendo

    DENON AVC X4800H, 5.2.4-Setup: 7x Nubert WS-14, Front: 2x Teufel Theater 500, SW: 2x SVS SB-2000 Pro

  • bendo erst mal vielen Lieben Dank für deine Zeit!


    Weshalb möchtest du Holzständer wählen?

    Zum Holzständerwerk: Ich hatte zuerst über Holz nachgedacht, weil ich es besser verarbeiten kann und ich im Raum einige Sonderkofferungen sauber lösen muss (Rohre, Sperrhähne, Überspannungsschutz PV, Glasfaser etc.). Ich würde Holz (egal ob Kofferungen oder Ständerwerk) konsequent entkoppeln (Entkopplungsband oder ähnliches).

    Frage: Spricht aus eurer Sicht etwas gegen einen Mix zu nutzen? Große Flächen als Metallständerwerk und die Sonderkofferungen aus Holz?


    Besser wäre da m.E. eine Dampfbremse von innen vor die Dämmung einzubauen.

    Also Laut Hersteller soll ich zur Erfurt KlimaTec IP 2500+ (25 mm) ja einen Abstand von ca. 2 cm für die Hinterbelüftung einplanen. Das hat mir unabhängig davon, auch die Malerfirma gesagt, die diese Platten bei mir angebracht hat. So wie ich das verstanden habe, soll die Platten mögliche Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk aufnehmen und dann an die Raumluft abgeben. Diese sind ja Diffusionsoffen. Ich glaube mit einer Dampfbremse oder diffusionsgeschlossenen Materialien, würde ich mir wahrscheinlich eher mehr Probleme einfangen oder? Aber ich bin auf dem Gebiet alles andere als ein Fachmann bzw. hab da leider kein tiefergehendes Wissen.


    eine Dampfbremse von innen vor die Dämmung

    Meinst du dann quasi von der Seite des Raums oder von der Seite der Außenwand zur Dämmung hin gesehen? Also quasi zwischen Dämmung und Erfurt KlimaTec IP 2500+ (25 mm) oder wischen Gibskarton und Dämmung.

    Du musts prüfen, ob Du Gefahr läufst, die Taupunkttemperatur auf der Innenseite der Außenwand (hinter der Dämmung) zu unterschreiten (--> Feuchte/Schimmel).

    Wie kann ich das denn am einfachsten herausfinden? Leider weiß ich nicht zu 100 % aus welchen Materialien die Wände bestehen außerdem wie dick diese auch sind. Meine Unterlagen vom Haus sind vom Vorbesitzer leider nicht mehr vollständig bzw. im Grundriss kann ich die Dicke der Außenwände nicht aus machen.




    Zur Decke: Ich werde die Decke wegen der Leitungen in den Zonen abhängen und mit Mineralwolle füllen. Je nach erreichbarer Höhe wäre ggf. nur einlagige Beplankung möglich bzw. muss ich schauen, wie weit ich runterkomme. 6 cm Dämmung wären mein Wunsch, evtl. muss ich aber auf 4 cm runter, um nicht zu viel Höhe zu verlieren.

    Frage: Bringt 4 cm Dämmung in so einer abgehängten Decke noch spürbar etwas oder hätte ich einen deutlichen mehrwert durch die 6 cm Dämmung?


    Decke Abhänge: Meine erste Überlegung war, die Decke mit Direktschwingabhänger und Holzbalken abzuhängen, dazwischen dann ebenfalls Dämmung und dann die Beplankung. Hier werde ich wahrscheinlich dann aber bei Gipskarton bleiben, da ich aktuell nicht wüsste, wie ich die Decke dann verkleiden soll, da ich nicht zu weit runter kommen will.


    Knauf Insulation, mit einem längenbezogenen Strömungswiderstand von 5kPa*s/m² < r < 50kPa*s/m²


    Im Baumarkt bei uns in der Nähe hatte ich jetzt die Knauf TP - 115 Trennwandplatte im Fokus. Diese dann wie gesagt in 60 mm. Das ist die "Akustikdämmung" die im Laden vorhanden / vorrätig ist. Natürlich würde ich hier auch das nehmen, bei dem bestenfalls andere Nutzer gute Erfahrung mit gemacht haben. Müsste das ggf. dann halt über das Internet bestellen oder schauen ob unser Baustoffhandel die entsprechende Dämmung, die empfohlen werden würde, besorgen kann.




  • Meinst du dann quasi von der Seite des Raums oder von der Seite der Außenwand zur Dämmung hin gesehen? Also quasi zwischen Dämmung und Erfurt KlimaTec IP 2500+ (25 mm) oder wischen Gibskarton und Dämmung.

    Hallo,

    von der "Seite des Raums zur Dämmung hin" bzw. zwischen GKP und Dämmung! Hintergrund: Die Dämmung isoliert die kühle Außenwand vor der Wärme des Innenraums. An der Stelle würde sich Feuchte niedershclagen. Also darf dort shcn keine Feuchte (aus der warmen Innenluft) hinkommen.

    Wie kann ich das denn am einfachsten herausfinden? Leider weiß ich nicht zu 100 % aus welchen Materialien die Wände bestehen außerdem wie dick diese auch sind. Meine Unterlagen vom Haus sind vom Vorbesitzer leider nicht mehr vollständig bzw. im Grundriss kann ich die Dicke der Außenwände nicht aus machen.

    Ja, das ist so eine Sache.... Wenn du den Aufbau einigermaßen kennst/schätzen kannst, kannst du mal Ubakus bedienen. 99% Materialkenntnis genügt ;-) Ggf. hilft eine Probebohrung (macht man im Tunnel auch so ;-) ).... Bezüglich der Dicke könntest du evtl. selbst irgendwie nachmessen...

    Ansonsten könntest du auch mal die Wandtemperatur, insb. die Ecken bei gegebener Raumtemperatur nachmessen (IR-Thermometer; IR-Kamera...). Für das Bauchgefühl: Wenn bei kalten Außentemepraturen die Differenz groß --> eher kritisch; wenn die Differenz sehr klein --> eher unkritisch. Aber wie gesagt, nur um mal etwas über den Daumen zu peilen...

    Frage: Bringt 4 cm Dämmung in so einer abgehängten Decke noch spürbar etwas oder hätte ich einen deutlichen mehrwert durch die 6 cm Dämmung?

    Hier findest du Daten zum Schall-Verbesserungsmaß für verschiedene Aufbauten und Dämmstärken von Vorsatzschalen. Damit kannst du einen Eindruck gewinnen, ob das bei 60mm mehr ist, als bei 40mm (kommt auch noch auf die Beplankung an!). Viel ist es nicht...

    Im Baumarkt bei uns in der Nähe hatte ich jetzt die Knauf TP - 115 Trennwandplatte im Fokus. Diese dann wie gesagt in 60 mm. Das ist die "Akustikdämmung" die im Laden vorhanden / vorrätig ist. Natürlich würde ich hier auch das nehmen, bei dem bestenfalls andere Nutzer gute Erfahrung mit gemacht haben. Müsste das ggf. dann halt über das Internet bestellen oder schauen ob unser Baustoffhandel die entsprechende Dämmung, die empfohlen werden würde, besorgen kann.

    "Erfahrung" habe ich keine aber nun beim Baustoffhändler bestellt :-) Bei mir war auch die Frage, was in welcher Dämmstärke überhaupt verfügbar war...

    Gruß, bendo

    DENON AVC X4800H, 5.2.4-Setup: 7x Nubert WS-14, Front: 2x Teufel Theater 500, SW: 2x SVS SB-2000 Pro

  • Hi,


    puh, das ist ja ein ewig langer Text...


    Vielleicht habe ich es deswegen überlesen; eine Tür baust Du aber schon ein, in die Öffnung zum Flur?


    In meinen Augen widersprechen sich da auch einige Dinge; z.Bsp. : willst Du wirklich Vorsatzschalen hinterlüften? Das bringst dann aber Null - Verbesserung der Schalldämmung.


    LG


    Uwe

  • Wenn du den Aufbau einigermaßen kennst/schätzen kannst, kannst du mal Ubakus bedienen. 99% Materialkenntnis genügt

    Den Ubakus kann man meiner Meinung nach auch höchstens für einen kleinen Richtwert nehmen. Das wird heute alles inzwischen anders gerechnet. Gerade beim taupunkt und ob überhaupt Kondensat anfällt, spielen so viele Faktoren mit rein.


    Auch geht der Rechner in den Wintermonaten von konstanten Wetterbedingungen aus. Innen 21 grad und außen -5 mit fixer Luftfeuchtigkeit über mehrere Monate. Total realistisch! 🙄


    Aber für einen ersten Ansatz mag es wohl reichen.

  • puh, das ist ja ein ewig langer Text...

    Kurzer ging es leider nicht. Ich wollte halt auch so viel wie möglich an Infos geben, damit es eben nicht zu Missverständnissen kommt.


    eine Tür baust Du aber schon ein, in die Öffnung zum Flur?

    Ja, natürlich. Das auf jeden Fall


    willst Du wirklich Vorsatzschalen hinterlüften? Das bringst dann aber Null - Verbesserung der Schalldämmung.

    Wollen nicht unbedingt. Ich denke eher müssen. Zumindest laut Aussage des Herstellers. Aber ich habe nicht erfragt ob es auch andere Lösungen gibt, da dies ja auch die Aussage von der Malerfirma war.


    Also bin ich bei dem Thema kein Stück weiter.


    des Kinos auch fürs Zocken nutzen wollen...

    Das werde ich auch machen. Ist auch so geplant. Worauf möchtest du denn hinaus?

  • Oder zockst du nicht am Schreibtisch?

    Beides. Ich zocke mit beidem (PC und der PS5) sowohl am TV als auch am Schreibtisch. Beide Geräte sind am TV und Monitor nutzbar. Wenn ich am Schreibtisch sitze, zocke ich Multiplayer Spiele und nur mit Headset.




    Thema Vorsatzschale: Hier müsste ich also klären ob ich nicht doch direkt an die KlimaTec Platten anbauen kann ohne Hinterbelüftung?


    Es geht auch nur um die 3 Außenwände. Die Innenwand und auch die Decke würde ich natürlich nicht hinterbelüften sondern direkt zu machen. Da ist die Frage, wie viel verliere ich dadurch tatsächlich. Denn hinter den drei Außenwände ist direkt Erdreich.



    In meinen Augen widersprechen sich da auch einige Dinge

    Welche Themen wären das denn? :)

  • Auch geht der Rechner in den Wintermonaten von konstanten Wetterbedingungen aus. Innen 21 grad und außen -5 mit fixer Luftfeuchtigkeit über mehrere Monate. Total realistisch! 🙄


    Aber für einen ersten Ansatz mag es wohl reichen.

    Genau: Für den ersten Ansatz! Ich habe bei Ubakus für meinen Fall einfach mal -8°C/80% (außen) und +25°C/60% (innen) angenommen. Das wären zwei klimatische Extreme. Mit dem Ergebnis, dass der Taupunkt immer noch in der Außenwand lag, wähne ich mich auf der sicheren Seite!?

    Gruß, bendo

    DENON AVC X4800H, 5.2.4-Setup: 7x Nubert WS-14, Front: 2x Teufel Theater 500, SW: 2x SVS SB-2000 Pro

  • Dass ein Taupunkt „in“ einer Wand liegen kann wäre mir persönlich neu.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann willst du so eine Art Vorsatzschale bauen? (Sorry war wirklich viieelllll Text)


    Falls dem so ist musst du die Materialien im Rechner so wählen wie der spätere Wandaufbau ist. Nicht nur Steine oder Trockenbauwände sondern auch Dämmung oder Luftschichten etc.


    Ich wäre mit dem Rechner wie gesagt vorsichtig. Als Beispiel wird sich, wenn es nicht entsprechend dicht konstruiert ist, Kondensat auf der „Innenseite der Aussenschale“ absätzen. Also quasi auf der Innenseite der jetzigen Kelleraussenwand. Das geht durch Diffusion und Druckausgleich auch durch Wände etc.


    Ob das überhaupt so ist und wieviel davon im Baustoff verbleibt und über die Sommermonate wieder entweicht ist schwer zu sagen. Zumal der Rechner immer einzelne Materialien berücksichtigt, aber sowas wie Fugen etc. überhaupt nicht.


  • Welche Themen wären das denn? :)

    Mahlzeit,


    ich habe z.Bsp. noch nicht begriffen, warum Du im Keller, welcher dreiseitig von Aussenwänden umschlossen ist, Vorsatzschalen aufbauen möchtest.


    Geht es hier um alle Wände oder nur um die, wo die Leitung an Wand und die Wasseruhr ist?



    Du willst/ musst verhindern, dass der Schall aus dem Keller im Haus zu hören ist, richtig?


    Die erste sinnvolle Maße wäre hier, die geplante Tür maximal schalldämmend auszuführen.


    LG


    Uwe

  • Erst mal ganz lieben Dank an alle für euren Input! :sbier:


    Ja, es ist viel Text, aber ich habe absichtlich alle Infos mitgeliefert, um deutlich zu machen, welche „Problemzonen“ es gibt, welche Fragen ich mir stelle, wie der Ist-Zustand aussieht und wo das Projekt am Ende hinführen soll.


    Sonst wären dazu vermutlich einige Rückfragen aufgekommen, oder?


    ich habe z.Bsp. noch nicht begriffen, warum Du im Keller, welcher dreiseitig von Aussenwänden umschlossen ist, Vorsatzschalen aufbauen möchtest.


    Ich habe mir verschiedene Anleitungen und Leitfäden angesehen (unter anderem auch hier im Forum) und dabei immer wieder gelesen, dass feste Bauteile gedämmt werden sollten, da Schall sonst über Rohre sowie Wand- und Deckendurchdringungen in den Baukörper bzw. ins Haus übertragen werden kann. Deshalb gehe ich aktuell davon aus, dass ich an dieser Stelle etwas machen muss und sollte, zumal im Kellerraum ja viele Leitungen usw. verlegt sind.


    Natürlich ist hinter manchen Wänden Erdreich, aber es geht doch auch um den Schall, der ins Mauerwerk geht und dadurch in anderen Räumlichkeiten hörbar sein könnte, oder? Hinter der Seitenwand 1 befindet sich zum Beispiel Erdreich, dort ist unsere Gartenseite. Darüber liegt dann aber wieder die Bodenplatte des Erdgeschosses und entsprechend auch weitere Räume. Unser Haus ist genau bis zur Mitte unterkellert.


    An fast jeder Wand verlaufen Rohre, Sperrhähne, der Überspannungsschutz der PV-Anlage, Glasfaser usw. Dazu kommen Deckendurchdringungen für Frisch- und Abwasserleitungen. Deshalb erscheint es mir deutlich sinnvoller und einfacher, eine passende Unterkonstruktion vor alle Wände zu setzen, anstatt hinterher unzählige einzelne Abkastungen als Insellösungen bauen zu müssen.


    Da diese Konstruktion dann ja hohl wäre, müsste diese doch ebenfalls aufgefüllt / gedämmt werden?!


    Außerdem muss ich Strom verlegen, alle Multimedia-Kabel in Versorgungsschächte legen damit diese bei Bedarf getauscht werden können, was mit einer Unterkonstruktion deutlich einfacher wäre. Irgendwo müssen die Kabel ja schließlich hin.


    Mein bisheriger Gedanke war, dass auch Leitungen Schall in den Baukörper übertragen können. Deshalb erschien es mir sinnvoll, davor eine entsprechend gedämmte Konstruktion zu setzen und darauf am Ende die Verkleidung aufzubauen.



    Du willst/ musst verhindern, dass der Schall aus dem Keller im Haus zu hören ist, richtig?

    Ja ganz genau!



    Die erste sinnvolle Maße wäre hier, die geplante Tür maximal schalldämmend auszuführen.

    Eine Tür wird, wie gesagt, selbstverständlich eingebaut.


    bendo & suchmich1983 :


    Den Rechner von Ubakus kenne ich. Damit habe ich damals schon den Dachausbau berechnet. Das war allerdings deutlich einfacher, weil ich die Materialien dort genau kannte.


    Für den Keller habe ich noch einmal in die leider lückenhaften Unterlagen des Vorbesitzers geschaut. Das Haus ist von 1970, und ich habe es 2017 kernsaniert. Für die Wände im Keller steht in der Baubeschreibung allerdings nur „Beton“. Ich gehe aktuell von 20 cm Wandstärke aus, da ich das am Kellerfenster so gemessen habe. Die Kellerdecke dürfte aus 16 cm Stahlbeton bestehen. Auf den Außenwänden sind von Innen die besagten Erfurt KlimaTec Platten aufgeklebt.

  • Hallo Pete,


    deine Überlegungen sind grundsätzlich alle richtig.


    Jedoch würde ich an deiner Stelle abwägen, welche Maßnahmen erstrangig sind und welche vielleicht gar nicht oder nur in geringerem Umfang erforderlich sind.


    Also als erstes: bestmögliche Schallschutztür einbauen.


    Dann Subwoofer in den Keller schleppen - nur der ist eigentlich relevant - und schrittweise lautermachen - oben hört die Famile mit und entscheidet, bis wann es erträglich bleibt.


    Dann weitere Schritte in Angriff nehmen.


    LG


    Uwe

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