Ist Heimkino ein Hobby nur für Gutbetuchte? Umfrage: Einkommensverteilung der Forenteilnehmer

  • Mein erstes (halbwegs richtiges) Heimkino war mein Jugendzimmer. Projektor, schwarze Wand, 5.1 und ein Subwoofer. Da war ich 20 Jahre alt und verdiente 1800 DM im Monat, weil ich nicht zum Bund musste und ein Jahr lang gearbeitet habe (600 DM davon musste ich zu hause abgeben). Mein "Heimkino" hat keine 5000 DM gekostet und war besser und größer als alles, was meine Freunde hatten. Dafür hatte ich kein Auto, keinen Roller und habe mein Geld nicht in Zigaretten verpulvert. Alles ging ins Heimkino.


    Ich hatte damals ein interessantes Gespräch mit meinem ehemaligen Chef bei einem Bierchen. Er war schon ziemlich angetrunken und zeigte mir seine teure Rolex und schwadronierte irgendwas von "Du hast ein Heimkino. Ich habe diese teure Uhr, die hat zig Tausend DM gekostet.". Ich fand das befremdlich, da er sich auch einfach ein Heimkino hätte kaufen können (ihm gehörte die Firma). Er war anscheinend richtig neidisch, dass ein kleiner, armer Student ein eigenes Heimkino hatte. Dabei war das eine reine Prioritätensache und er kam nicht auf die Idee, auf andere Statussymbole zu verzichten (die mir scheißegal waren).


    Warum erzähle ich das? Keine Ahnung, jeder erzählt in diesem Thread irgendwelche Anekdoten und keine davon ist wirklich relevant. :zwinker2:


    Aber zum Thema: wer hat denn eigentlich für >500.000 € gestimmt? Waren da ernsthafte Stimmen dabei? :think:

  • Wenn die Grundbedürfnisse eines Menschen (Dach über Kopf, Strom, Wärme, Essen,...) gedeckt sind, regelt "mehr" Geld nur die Verteilung von knappen Gütern innerhalb der individuellen Präferenzen.

    Das heißt unter anderem, dass nicht jeder Millionär mit dem Hobby HK eine Trinnov hat und nicht jeder, der eine Trinnov hat, vermögend ist.

    Das Spektrum HK ist so breit gefächert, dass die Verteilung der Investitionen über die Gesamtbevölkerung vermutlich der allgemeinen Einkommensverteilung entspricht.

    Da es sich aber um ein Hobby mit potentiell extremen Kosteneinsatz handeln kann, folgt es wahrscheinlich nicht exakt der Einkommenskurve, da Leidenschaft die Budgetverteilung verzerrt.

    So jedenfalls meine Theorie...

  • Irgendwie habe ich zunehmend den Eindruck, dass manche hier zwanghaft versuchen jeden Einzelfall in eine statistische Aussage zu bekommen.


    Finde den Fehler :zwinker2:

    Tschau

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    MinMax - Birdies Heimkino

  • Ich lache mich bei dieser Diskussion kaputt.

    Heimkino muss Spass machen und die teuerste Anlage ist nicht immer die Beste. Die Liebe zum Detail und das Wissen darum ist der Schlüssel.

    Ich gönne jedem Alles, aber keiner atmet andere/bessere Luft ein und ist besser oder schlechter, als Wenigverdiener!

    Seid herzlichst gegrüßt...

  • Mein erstes (halbwegs richtiges) Heimkino war mein Jugendzimmer. Projektor, schwarze Wand, 5.1 und ein Subwoofer. Da war ich 20 Jahre alt und verdiente 1800 DM im Monat, weil ich nicht zum Bund musste und ein Jahr lang gearbeitet habe (600 DM davon musste ich zu hause abgeben). Mein "Heimkino" hat keine 5000 DM gekostet und war besser und größer als alles, was meine Freunde hatten. Dafür hatte ich kein Auto, keinen Roller und habe mein Geld nicht in Zigaretten verpulvert. Alles ging ins Heimkino.


    Ich hatte damals ein interessantes Gespräch mit meinem ehemaligen Chef bei einem Bierchen. Er war schon ziemlich angetrunken und zeigte mir seine teure Rolex und schwadronierte irgendwas von "Du hast ein Heimkino. Ich habe diese teure Uhr, die hat zig Tausend DM gekostet.". Ich fand das befremdlich, da er sich auch einfach ein Heimkino hätte kaufen können (ihm gehörte die Firma). Er war anscheinend richtig neidisch, dass ein kleiner, armer Student ein eigenes Heimkino hatte. Dabei war das eine reine Prioritätensache und er kam nicht auf die Idee, auf andere Statussymbole zu verzichten (die mir scheißegal waren).


    Warum erzähle ich das? Keine Ahnung, jeder erzählt in diesem Thread irgendwelche Anekdoten und keine davon ist wirklich

    Genau das Gegenteil ist der Fall:

    jede Anekdote ist hier relevant denn genau diese machen doch unser Hobby erst so richtig liebenswert.

  • Vielleicht sind Heimkinobegeisterte eher Familienorientiert. Wenn ich mir den Bundesdurchschnitt für einen 4-Personen-Haushalt anschaue, fällt fast die Hälfte der abstimmenden da rein. Die Anzahl der Singlehaushalte steigt massiv an und drückt so den Durchschnitt der Haushaltseinkommen ebenso massiv nach unten. Das sollte man berücksichtigen.

    auch gewerblich als User "Speaker Base" unterwegs

  • Aber machst du nicht selbiges?

    Oder hast du eine Statisik die was anderes zeigt?

    Finde ich nicht. Ich versuche mich an reiben mittleren bzw medianen.

    Das versucht zumindest Einzelfälle auszuschließen


    Ob meine Schlussfolgerungen richtig sind, wäre eine andere Frage. Auf Grund der einzigen vorhandenen Daten, zumindest die ich gefunden habe, also Einkommen und Wert des Kinos, sind andere Interpretationen mMn kaum möglich.

    Zumindest Statistisch.

    Tschau

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    MinMax - Birdies Heimkino

  • Ob meine Schlussfolgerungen richtig sind, wäre eine andere Frage. Auf Grund der einzigen vorhandenen Daten, zumindest die ich gefunden habe, also Einkommen und Wert des Kinos, sind andere Interpretationen mMn kaum möglich.

    Zumindest Statistisch.

    Am Ende gibt es halt keine echte Statistik dazu und hier geht es ja nicht um den Wert eines Kinos.


    Ich kann dir, auch wenn es vielleicht nur Annekdoten sind, sagen warum ich das anders sehe:


    FoLLgoTT, ich und viele betreiben das Hobby schon über 25 Jahre (bezogen nur auf das Thema Heimkino). Wir haben uns damals übers Hobby kennengelernt und ich habe unzählige andere Leute kennengelernt.

    Wir waren alle sehr jung, teilweise Studenten und hatte alle eigentlich kein Top Einkommen - dennoch haben wir das gemacht, was man bei einem Hobby macht. Sehr viel Zeit investiert und Geld innerhalb der Möglichkeiten. Damals haben in unserem Dunstkreis fast alle Leute alles selbergebaut. "Reiche" waren damals eher selten in den Foren unterwegs.

    Geld war z.B. ein Grund, warum DBAs erst später populär wurden. Nils hatte schon vor Ewigkeiten in dem Bereich geforscht, ein paar haben es nachgebaut aber keiner hatte mal eben die Kohle über, 2000-3000€ nur fürs Subs auszugeben.

    Ändert aber am Hobby nichts.


    Im Laufe der Jahre haben sich Jobs natürlich entwickelt. Der eine Verdient viel, der andere normal, mancher eher wenig. Hat das was am Hobby geändert? Eher nein- klar kann der Besserverdiener einen JVC der oberen Liga kaufen, wärend anderer vielleicht einen Epson hat, am Hobby ändert das aber nichts.


    Im Laufe der Zeit sind halt immer mehr Kinoinstaller auf den Markt gekommen und das Thema hat eine andere Präsenz. Entsprechend sind es natürlich oft die Besserverdiener, die sich ein Kino bauen lassen. Nur gibt es hier sicher auch einige, bei denen ich das nicht umbedingt als "Hobby" betrachten würde.

    Für mich am Ende auch egal - richtige Hobby haben für mich selten was mit Einkommen zu tun und das Einkommen an sich sagt nichts aus.

  • Irgendwie habe ich zunehmend den Eindruck, dass manche hier zwanghaft versuchen jeden Einzelfall in eine statistische Aussage zu bekommen....

    Das scheint allerdings ein Reflex zu sein, der über dieses Forum und dieses Hobby hinausgeht: Sobald eine statistische Aussage getätigt wird, sind die ersten 10 Beiträge "Ich kenne aber da einen, der....", "Bei mir ist das aber anders...", "Es gibt aber auch ....". Was da psychologisch hintersteht, weiß ich nicht, scheint aber tief verankert zu sein.

    ...Ich versuche mich an reiben mittleren bzw medianen.

    ...

    :waaaht::mad:
    Magst du das kurz erläutern?

  • Sobald eine statistische Aussage getätigt wird, sind die ersten 10 Beiträge "Ich kenne aber da einen, der....", "Bei mir ist das aber anders...", "Es gibt aber auch ...."

    Menschen haben kein natürliches Verständnis für Statistik, Wahrscheinlichkeiten und Mengen. Sie folgen undefinierten Bauchgefühlen und den eigenen beschränkten Erfahrungen. Daher schrieb ich, dass die Anekdoten (so schön sie auch sind) irrelevant für @Aries' Fragestellung sind. :)

  • Menschen haben kein natürliches Verständnis für Statistik, Wahrscheinlichkeiten und Mengen. Sie folgen undefinierten Bauchgefühlen und den eigenen beschränkten Erfahrungen. Daher schrieb ich, dass die Anekdoten (so schön sie auch sind) irrelevant für @Aries' Fragestellung sind. :)

    Noch steiler wirds wohl nicht mehr. Dein Nickname macht ordentlich Programm. Man könnte meinen, dass du selber kein Mensch bist.

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