Mein Weg von 5.1 zum 7.4.6 Wohnzimmerkino

  • Hallo zusammen

    Gerne nehme ich euch mal mit auf meine Reise von meiner ursprünglichen "einfachen" Musik-Movie Umgebung zu einem ausgewachsenen Wohnzimmerkino.

    Angefangen hat alles bereits lange vor 2000, mit der Installation meiner ersten HiFi-Anlage, damals noch mit einem 2 Kanal Stereo Setup. Was mir aber schon damals immer wichtig war, war ein grosser TV, da mein Wohnzimmer dies hergab, und ich DVDs und Filme schon immer reichlich konsumiert habe. Mein erster grosser TV war dann ein Sony Rückenprojektions-TV, bei dem ein Beamer im TV Kasten unten eingebaut war und das Bild von hinten auf den Front-Screen projiziert wurde. War für mich damals schon echtes Kino.

    Mit dem grossen TV kam dann auch schon bald der Wunsch für einen Kino-Sound mit einem Center, Subwoofer und hinteren Surround LS (also 5.1). Nach einem Umzug in eine neue Wohnung kam dann 2007 der Moment, den ich als Geburtsstunde meines Wohnzimmerkinos definieren würde:

    Die vorderen LS wurden durch die High-End Modelle von Piega ersetzt, vorne die C10 Ltd plus C4 Ltd Center und einem P SUB 1, hinten die C2 Ltd als Surround. Dazu kam dann auch noch ein HiFi Rack von Spectral, um die neuen Vor- und Endverstärker von Marantz und AVM sowie DVD und CD Player und sonstige Endgeräte unter zu bringen. Weiter installierte ich eine Motorleinwand (100") und einen Beamer hinten an die Decke. So sah das damals noch aus. Der Sound und das Kino Feeling war fantastisch, und ich war rundum zufrieden und glücklich.



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    Naja, ich merkte schnell da fehlt ja noch was, also installierte ich noch 4 Auro 3D Lautsprecher, kaufte einen Plattenspieler, und ich ergänzte mein Ikea Kallax mit einem Plattenablageregal (zweckentfremdete Ikea Küchenoberschrank-Elemente).

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    Auch die Verkabelung war noch "einigermassen" einfach und überschaubar:

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    Ok, dann war ich wirklich sehr sehr sehr zufrieden, und glaubte das wäre es nun für "immer". Ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass dies erst ein Zwischenstop auf meiner Reise war. Immerhin hielt das ganze doch schon mal 6 Jahre, bis die Post dann erst so richtig abging.


    Aber dazu mehr im nächsten Teil meinem Reisebericht.

  • Das sieht alles sehr ordentlich aus...Respekt

  • zweiter Teil meiner Reise zum 7.4.6 Wohnzimmerkino

    Da ich beruflich von 2018 bis Herbst 2023 im Ausland lebte und arbeitete, verfiel mein Heimkino in einen zwischenzeitlichen Dornröschenschlaf. Ich bewohnte zu dieser Zeit ein tolles Apartment, wo ich auch ein temporäres Wohnzimmerkino einrichtete. Während der Corona Zeit und der Ausgangssperre konnte ich dann hemmungslos jeden Tag Netflix Serien schauen, ohne schlechtes Gewissen, dass ich die Wohnung nicht verlasse. Während der Zeit im Ausland reifte bei mir der Gedanke, dass ich bei der Rückkehr ein paar Upgrades an meiner Installation vornehmen wollte. Insbesondere die langsam in die Jahre gekommenen Front und der Center LS wollte ich ersetzen plus die Marantz Verstärker aufrüsten, um bezüglich Sound einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Da reifte auch schon der Gedanke, dass ich gerne auf Dolby Atmos ausbauen möchte, war dieses Theme doch bereits überall present.

    Im Herbst 2023 kam ich dann wieder zurück in meine Wohnung und startete meinen nächsten Ausbauschritt:

    Die Front LS und der Center wurden mit den grösseren Piega Coax 811 Gen2 (Front) und Coax 211 Gen 2 (Center) ersetzt, dazu kam dann noch ein zweiter Piega Subwoofer P SUB 1, sowie der alte Marantz AV Receiver wurde durch den AV10 ersetzt.

    Als erstes kam der zweite Subwoofer

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    dann die neuen LS


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    Gleichzeitig habe ich dann auch noch alle Mono-Enstufen mit schwarzen Modellen ausgetauscht, da ich langsam von einer Alu-Front auf eine schwarz Front wechseln wollte, dies im Hinblick auf weniger Lichtreflexionen während dem Filmeschauen. Darum habe ich auch die schwarzen LS Abdeckungen dazu gekauft und installiert.
    Was ich damals noch nicht wusste war, dass ich später noch viel tiefer in das (dunkle) Wohnzimmer Rabbit Hole runter steigen werde, sonst hätte ich lieber gleich die schwarzen Versionen der Piega LS gekauft. Dazu dann aber später mehr.

    Weiter habe ich noch meine Musik Streaming Installation auf- und ausgebaut, mit einem externen DAC, einem Musikstreamer, separatem Network Switch, externem Stromanschluss, einem Tidal Abo und noch jeweils die entsprechenden High-End Verkabelung ... Was soll ich sagen, es wurde mir nicht langweilig, und bei jedem neuen Ausbauschritt verbesserte sich das Musik-Erlebnis spürbar.

    Somit war ich dann mal wieder - zumindest für ein paar Monate :poppy: - zufrieden.


    Aber dann meldete sich da wieder dieser kleine Dämon auf meiner Schulter. Irgend etwas fehlte noch zu meinem Glück. Ach ja, da war doch noch was betreffend Dolby Atmos :think: .

    Also informierte ich mich was das für meinen Ausbau bedeuten würde. Nach langem einlesen in das Thema und im Austausch und der Hilfe eines Users aus einem Forum aus den USA fertigte ich den für mich optimalen LS Setup aus. Dazu half mir auch das Konfigurations-Excel von Dolby für die für meine Wohnzimmer optimale Platzierung der LS.

    Ein entscheidender Punkt für mich war, dass ich sowohl Auro 3D (z.B. für Musik) als auch Dolby Atmos (für Filme) paralle in Betrieb haben wollte. Das gab dann etwas später noch ein neues Problem, dass mir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war.

    Bei den neuen LS entschied ich mich dann dafür, dass ich noch zwei seitliche Surround LS plus 4 Höhen-LS über meiner Sitzposition installieren möchte (also zu diesem Zeitpunkt noch einen 7.2.4 Setup). Da nun aber die Anzahl der LS nicht mehr mit der Anzahl LS-Ausgänge an meinem Marantz Verstärker ausreichte, kam der Marantz AMP 10 auch noch auf meine Einkaufsliste.

    Bei den Surround und Höhenlautsprecher entschied ich mich wieder für die Marke Piega, und zwar für das Model AP 1.2. Somit hatte ich alle meine Lautsprecher von der gleichen Machart. Auch passten die AP 1.2. perfekt für die Deck und die Seitenwände. Vorgängig machte ich mir noch ein paar Karton-Muster und klebte sie mal an die Deck und und die Wand.

    (ich liebe MS Power Point wie man sieht)

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    Eine wichtige Voraussetzung für mich war, dass ich sowohl Auro 3D (z.B. für Musik) als auch Dolby Atmos (für Filme) haben wollte. Das gab dann aber das Problem, dass ich mit dem Marantz AV10 nicht beide LS Setups (Auro und Atmos) parallel aufsetzten konnte, da der Sound-Prozessor im Marantz und die Zuweisung der LS Ausgänge am AV dies nicht unterstützte. Somit musste ich mich für einen Kompromiss entscheiden, indem ich für den Atmos Betrieb die hinteren Atmos LS mit den hinteren Auro LS zusammenhängen musste:

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    Bei den neuen LS entschied ich mich dafür, dass ich noch zwei seitliche Surround LS plus 4 Höhen-LS über meiner Sitzposition installieren möchte. Da nun aber die Anzahl der LS nicht mehr mit der Anzahl LS-Ausgänge an meinem Marantz Verstärker ausreichte, kam der Marantz AMP 10 auch noch auf meine Einkaufsliste. Somit war das Bundle Marantz AV10 und AMP 10 nun auch komplett.

    Bei den Surround und Höhenlautsprecher entschied ich mich wieder für die Marke Piega, und zwar für das Model AP 1.2. Somit hatte ich alle meine Lautsprecher von der gleichen Marke, womit ich einen ausgewogenen Ton über alle LS erwartete. Auch passte die Kuchenstückform der AP 1.2. perfekt für die Montage und Ausrichtung auf die Sitzposition an der Deck und an den Seitenwänden. Zur Visualisierung machte ich mir noch ein paar Karton-Muster und klebte sie mal an die Deck und und die Wand. Dazu dann aber mehr im nächsten Teil, da ich die max. Anzahl der hochgeladenen Bilder erreicht habe. Denn jetzt begann ein neues Kapitel: die Installation und Verkabelung sowie Einmessung der neuen LS und Verstärker.

  • und weiter gehts

    Wie gesagt, ich habe mir nun mal alles mit Karton-Modellen visualisiert:

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    Nach der Lieferung der Surround LS gabs dann nochmals eine Anprobe zum sicher sein, dass ich auch alles richtig gemessen habe:

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    Alles passte perfekt!


    Somit konnte ich mich dann an die Montage der LS machen.

    Mit dem Laser wurde alles gemäss Plan vermessen und dann die Deckenlautsprecher montiert. Beim Bohren musste ich noch aufpassen, da es bei uns Deckenheizung gibt (also so was idiotisches, wer hat sich das wohl mal ausgedacht!). Habe vom Hauswart mal gehört, dass in einem Nebenhaus jemand ein Heizungsrohr in der Decke angebohrt hat, was sofort zu einem gröberen Wasserschaden in der Wohnung führte. Also immer schön sanft bohren. Hat dann aber alles funktioniert. Auch die seitlichen LS hingen dann recht schnell an der Wand:

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  • ....

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    Der Runco HD Beamer an der Decke wurde auch entfernt, da ich neu den kleineren und leiseren Mitsubishi HD Beamer auf dem hinteren Plattenregal platzieren werde.

    Somit kam dann die Königsdisziplin dran: Die Verkabelung.

    Also die meisten von euch kennen das ja, es gibt wohl keine mühsamere Arbeit als die Kabel zu verlegen, besonders wenn alles in sichtbare Kabelkanäle an den Wänden entlang und an der Decke verlegt werden müssen.

    Das ganze hat mich dann doch mehrere Tage Arbeit gekostet, mit Zuschneiden der Kabelkanäle, Kabel sortieren, einlegen, wieder rausnehmen weil man merkt, dass der Kanal zu klein ist, neue bestellen, wieder zuschneiden ... Besonders bei den Kabeln an der Decke bin ich fast verzweifelt, da diese millimetergenau in die Kanäle gepasst haben. Und jeder Maler weiss wie mühsam es ist, über dem Kopf an der Decke zu arbeiten.


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    Und natürlich müssen die Kabel ja auch noch irgendwo hin ...

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    Zu erwähnen ist hier noch, dass ich bei der ganzen Planung im Vorfeld mit einem Spezialisten von IsoTek in Deutschland meine Stromverkabelung besprochen und designed habe. Da bekam ich eine tolle Unterstützung betreffend wie ich die diversen Komponenten auf welche Stromleisten und Netzfilter verteilen soll, damit es die Hauptsicherung für den Wohnraum nicht jedesmal rauswirft beim Einschalten der Anlage.


    Am Ende war dann mal alles sauber montiert, verlegt und ich konnte die neue Audyssey Einmessung am Marantz AV10 durchführen.


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    Dabei habe ich dann wie bereits schon erwähnt bemerkt, dass das Marantz System leider bezüglich der Zuweisung der LS Ausgänge und LS Layouts limitiert ist, wodurch ich eben nicht die beiden LS-Layouts (Auro und Atmos) optimal im System abbilden und konfigurieren konnte.

    Das Resultat war doch schon eindrücklich und ein gewaltiger Schritt nach vorne im Vergleich zum 5.1 Setup.

    Aber eben, wie es so ist, beim Filmeschauen via Netflix hatte ich das Gefühl, dass der Atmos Sound einfach noch nicht das ist, was ich mir erhofft hatte.

    Somit machte ich mich auf die Suche, wie und was ich da verbessern konnte. Das bringt mich dann zu meinem nächsten Ausbauschritt im nächsten Beitrag.

  • Sehr geil! Und die Katze sieht auch schnuffig aus :)

    Ja, der CAF (cat acceptance factor) hat meine Anlage voll bestanden. Sie kuschelte sich jeweils an meine Seite auf dem Sofa wenn ich Filme schaute. Leider ist sie zwischenzeitlich gestorben, war aber auch schon recht alt. Bei all der heutigen Verkabelung hinter der Anlage kann ich leider keine Katze mehr halten.

  • der Reise dritter Teil ...

    Wie bereits gesagt hatte ich das Gefühl, dass Dolby Atmos bei mir noch nicht das war, was ich mir erhofft hatte. Die Netflix Filme mit Dolby Atmos hörten sich nicht besonders "Atmos like" an, und auch die diversen Trailers und Videos auf Youtube erzeugten keinen allumhüllenden Sound, wie es immer so schön in der Werbung heisst. Da kam ehrlich gesagt auch nicht sehr viel aus den oberen und seitlichen LS raus.

    Mein nächster Schritt war ein geplanter Test mit Ultra-HD Blue-Rays. Da gab es nur ein Problem: Mein DVD Player war nicht Ultra-HD fähig. Also kaufte ich den Panasonic DP-UB824 und ein Kollege gab mir ein paar seiner UHT-HDs zum Testen. Der Sound wurde hörbar besser, das erste mal hatte ich das Gefühl einer Sound-Glocke um mich herum. Auch das Bild auf der Leinwand meines HD Beamers wurde sichtbar besser. Der Kollege sagte mir dann mal beiläufig, dass ich bei all den gemachten Upgrades nun doch auch gleich mal einen 4K Beamer kaufen sollte, sonst bringt ja der ganze Aufwand nicht viel. Da hatte er natürlich vollkommen recht, und so fand nach einer kurzen Evaluation der Sony SPL-XW6100 ein neues Zuhause auf meinem Plattenregal hinten. Meine erste Befürchtung, dass mein HDMI Kabel die neuen Protokolle nicht unterstützt waren unbegründet, alles funktionierte auf Anhieb. Wow, was für ein Unterschied in der Bildqualität zum HD Beamer.

    Nun fühlte es sich schon wieder etwas mehr nach Kino-Feeling an als zuvor. Aber irgendwas fehlte dann halt doch noch, der eher dürftige Dolby Atmos Sound und die irgendwie doch etwas "kleine" 100" Leinwand. Als ich dann mal bei einem Film die Leinwand oben lies und direkt auf die Rückwand projizierte, war ich erneut begeistert. Mit dem Zoom des Bildes konnte ich locker ein 135" 16:9 Bild darstellen, und dank der grauen Wandfarbe war das Bild bei abgedunkeltem Wohnzimmer schon sehr eindrücklich:

    Meine ersten Tests, noch mit dem Bild an der Wand:

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    Dann nachdem ich das Bild abgehängt hatte:

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    Wow, somit war für mich klar, die Motorleinwand muss ersetzt werden!


    Die erste Idee war, ich lasse es so mit der Rückwand, da ich fand, dass das Bild doch super aussieht (ich hatte ja keine Ahnung, soviel mal an dieser Stelle!). Dann kam die Idee auf, event. die Wand mit einer speziellen Leinwand-Farbe zu malen. Bei der Suche im Internet nach geeigneten Farben und sonstigen Ideen stiess ich dann das erste Mal auf dieses Forum, und arbeitete mich durch die verschiedenen Forum Themen. Da eröffnete sich für mich wieder eine neue Welt, die Welt der Wohnzimmer und Heimkinos. Dann, bei einer meiner Fragen im Forum betreffend geeigneter Wandfarbe erwähnte ein Mitglied, dass es doch eine Verschwendung sei, bei einem solchen High-End Beamer auf eine Wand zu projizieren. Recht hatte er!

    Das überzeugte mich dann, doch mal die Option Leinwand zu evaluieren. Dabei gab es dann drei Optionen: 1. Motorleinwand von oben, 2. Motorleinwand vom Boden nach oben, 3. Fixleinwand. Die Grösse sollte etwa 135"/16.9 sein, da ich die ganze mögliche Breite der Rückwand ausnutzen wollte. Die Höhe und Breite wurde einzig limitiert durch den Centerspeaker und die seitlichen und oberen LS.
    Option 1 verwarf ich, da ein Leinwandkasten oben zu klobig und schwer wurde, Option 2. war eine tolle Option, aber leider wegen all den Kabel hinter dem Hifi Möbel nicht möglich, also sollte es eine Fixleinwand werden.


    Zur gleichen Zeit stolperte ich im Forum auch über das Thema "Trinnov". Ich hörte das allererste Mal von dieser Marke und merkt gleich, dass mit einer Trinnov wohl all meine Probleme bezüglich meinen LS Konfigurationen gelöst werden könnten. Die Trinnov musste ich unbedingt mal in Aktion sehen und mich von einem Händler/Spezialisten beraten lassen!

    Nach einer kurzen Suche im Internet fand ich einen Heimkino-Vertreter in meiner Nähe, welche die Trinnov in seinem Show-Room im Einsatz hatte, und buchte einen Demo-Besuch.

    Der Besuch und die Demo ist kurz erklärt: Ich sass das erste Mal in einem dediziertes Heimkino, die Leinwand war riesig, der Sound bombastisch, und die ersten Dolby Atmos Demo Trailer erzeugten Gänsehaut. Die kurzen Filmsequenzen taten das ihrige dazu: Sowas wollte/musste ich auch bei mir zuhause haben! Zwar habe ich kein Heimkino, aber da geht noch viel mehr bei meinem Wohnzimmerkino betreffend Sound, Bild, Kinoerlebnis. Dann besprachen wir meinen heutigen Setup mit meine Einschränkungen bezüglich LS-Layout und Sound-Konfigurationen, und ich bekam die Bestätigung, dass die Trinnov die richtige Wahl sein würde, um dies zu beheben. Bei der Anzahl meiner oberen Surround LS (4 Auro + 4 Atmos), den 7 Ground LS, und den sonstigen angeschlossenen Musikkomponenten wäre eine Trinnov AL 32/16 die empfohlene Lösung.


    Wieder zuhause startete ich die Planung meiner nächsten Ausbauschritte:

    1. Ersatz Marantz AV10 mit der Trinnov AL 32/16

    2. Ausbau von 2 auf 4 Subwoofer (mit Austausch der bestehend 2 SUBs und Einsatz von 4 gleichen Modellen), damit ich das WaveForming von Trinnov nutzen konnte

    3. Abbau der Motorleinwand und Ersatz durch eine grosse Fixleinwand
    4. Diverse Anpassungen im vorderen Teil des Kinos zur Ab-/Verdunklung und Reduktion von Lichtreflexionen:
    - Ersatz meines hellgrauen Teppichs mit einem dunklen Teppich

    - Ersatz meines HiFi Möbels

    - Abdunklung aller HiFi und sonstigen Komponenten und Geräte in der Front

    - Abdunklung/Maskierung von Wand und Decke

    5. Diverse LED Lichter/Streifen mit Remote Steuerung


    Somit war ich bereit, den vorläufig letzten Teil meiner Reise in Angriff zu nehmen. Und da kamen dann doch noch ein paar Überraschungen zu Tage ...

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  • Nun zu der Umsetzung meiner geplanten Um- und Ausbauten:

    1. Ersatz Marantz AV10 mit der Trinnov AL 32/16
    Mein Händler des Vertrauens machte mir ein tolles Eintauschangebot für den Marantz für den Kauf einer Trinnov. -> Punkt erledigt.


    2. Ausbau von 2 auf 4 Subwoofer (mit Austausch der bestehend 2 SUBs und Einsatz von 4 gleichen Modellen), damit ich das WaveForming von Trinnov nutzen konnte
    Ich entschied mich für 4 x SVS SB-2000 Pro, vorne schwarz, hinten weiss. Die beiden Piega SUBs gingen an einen netten Forumskollegen.

    Für die hinteren SUBs musste ich mein Ikea Kallax noch etwas verkleinern, damit ich beide SUBs optimal platzieren konnte. Nun passt auch der Plattenaufbau perfekt zum Unterbau.

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    3. Abbau der Motorleinwand und Ersatz durch eine grosse Fixleinwand

    Die Motorleinwand ging via Verkaufsplattform an einen glücklichen Besitzer. Bei der Fixleinwand habe ich mich nach erneutem Besuch bei meinem Heimkino-Händler und Vergleich von diversen Modellen dann auf eine Stewart Cima FF mit einem Tiburon G4 Tuch in der Grösse 135"/16:9 entschieden. Einziger Wehmutztropfen: Die Lieferung aus Amerika dauerte dann doch 2.5 Monate. Zum Glück hatte ich ja meine leere Rückwand, konnte mich also perfekt auf die Grösse der Leinwand schon mal einstimmen.


    Die lange Wartezeit für die Leinwand überbrückte ich dann mit den diversen Anpassungen im vorderen Teil des Kinos zur Ab-/Verdunklung und Reduktion von Lichtreflexionen:

    - Ersatz meines hellgrauen Teppichs mit einem nachtblauer Hochflor Teppich
    - Die inneren Seitenwände der Front- und Hight LS sowie die Oberseite des Centers habe ich mit einer schwarzen matten Fensterfolie beklebt, die nur mit etwas Wasser aufgesprüht wird, und die von alleine hält. Sie kann dann auch jederzeit wieder abgezogen werden. Auch die Türe zum Wohnzimmer bekam eine Folie, und die Türfalle wurde durch eine schwarzen Version ersetzt.
    - Mein Spectral Glas-HiFi-Möbel habe ich mit einem schwarzen USM Möbel ersetzt, welches perfekt zu meinen Komponenten und den Abstand zwischen den Frontlautsprecher passt

    - Die Plexiglasabdeckung meines Plattenspielers wurde mit einer schwarzen Plexiglasabdeckung, welche ich auf ebay gefunden habe, ersetzt.

    - Die Decke vorne und der Kamin rechts wurde schwarz gestrichen, und den Vorhangkasten links mit schwarzer Veloursfolie beklebt. Hinzu kamen noch dunkelblaue Velours-Vorhänge für die linke Fensterfront.


    Die Malerarbeiten hat dann ein Profi gemacht, der schon früher Wände in meiner Wohnung gestrichen hat:


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    Die Kabelkanäle hab ich dann selber gestrichen :)

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    Hier die neue Front, inkl. alle Abdunklungen, Teppich, neuen SUBs, und dem neuen HiFi-Möbel.


    Auf den kommenden Fotos sieht man bereits die Leinwand. Dazu aber mehr im nächsten Beitrag.

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    Als nächster Schritt installierte ich die LED Lichter. Ich entschied mich für LEDs und Lampen von Phillips HUE, da ich die bereits im Einsatz hatte. Die Installationen dauerten dann doch einige Zeit, da ich auch noch die richtigen Kabelkanäle mit Milchglasabdeckungen für die die Decken-LEDs finden musste. Wer sucht der findet, und so konnte ich schlussendlich eine stimmige Lichterlandschaft kreieren:


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  • Bevor ich nun zur Leinwand komme, hier noch der Bericht zur Installation der Trinnov.

    Nachdem ich das neue HiFi-Möbel geliefert bekam, kam der Spezialist meines Heimkino-Händlers zur Installation und Einmessung der Trinnov.

    Ich hatte bereits alles vorbereitet, die Trinnov im USM Möbel eingesetzt und alle Verkabelungen und Anschlüsse vorgenommen. Die Einrichtung nach dem ersten Aufstarten der Trinnov ging dann ohne Problem von statten. Bei der Festlegung der Atmos Lautsprecher haben wir uns dann entschieden, dass wir die vorderen Auro Hight Lautsprecher auch als vordere Atmos Lautsprecher definieren. Somit hatte ich 6 Atmos Lautsprecher. Dadurch ergab sich dann die 7.4.6 Lautsprecherkonfiguration.

    Danach folgte die Einmessung, welche auch ohne Probleme durchlief. Die Kontrolle der Einmessresultate zeigte dann, dass alle Lautsprecher schon beinahe perfekt platziert waren, und keine Korrekturen mehr benötigten. Auch das folgende WaveForming mit den 4 SUBs ging zügig durch, nur einmal musste das Mikrofon einen Zentimeter verschoben werden, weil die Einmessung einen SUB nicht lokalisieren konnte.
    Am Ende definierten wir dann noch eine Zielkurve, haben dann verschiedenen Konfigurationen als Preset gespeichert (drei verschiedene Auro und Atmos Konfigurationen mit unterschiedlich lauten WaveForming, damit ich auch später in der Nacht nicht meine Nachbarn aufwecke, sowie zwei Stereo Presets, einmal mit SUB, einmal ohne), und fertig war die Installation. Danach testeten wir alle angeschlossen Geräte wir Blue-Ray, SACD, Plattenspieler, Tidal Streaming, AppleTV und Netflix. Alles funktionierte.

    Als Abschluss liessen wir einige der bekannten Demo Trailer ab Blue-Ray laufen, und WOW, da war es dann: Das Dolby Atmos Erlebnis, dass ich vorher vermisst habe. Die Töne und Geräusche schwirrten nur so im Raum um und über mich herum. Die üblichen Demo Film-Ausschnitte zauberten ein breites Grinsen auf mein Gesicht. Ich war endlich angekommen!! Naja, noch nicht ganz, da war ja noch die Leinwand.


    Eine Überraschung gab es dann doch noch beim Testen der Trinnov. Als wir Netflix testeten, bemerkte der Spezialist, dass bei Filmen mit Atmos beim Eingangssignal der Trinnov gar kein Atmos angezeigt wurde. Zuerst dachten wir ich hätte event. nicht das Premium Paket von Netflix, was ich aber hatte. Dann prüfte er die AppleTV Version, und siehe da, ich hatte gar keine 4K AppleTV Box :waaaht:

    Nach meiner Rückkehr vom Ausland ist mir das völlig untergegangen, dass man für 4K und Atmos auch die entsprechende AppleTV Version benötigt. Glücklicherweise ist der MediaMark nicht weit entfernt, und in der Mittagspause nach dem Essen kauften wir dann gleich die richtige Version. Nach der kurzen Installation zuhause kamen dann auch die 4K Filme auf Netflix und AppleTV mit Dolby Atmos Sound durch.

    Die Zeit bis zur Lieferung der Leinwand Anfangs Januar überbrückte ich dann mit dem erneuten Abspielen diverser UHT-HD DVDs sowie extensivem Konsum von Netflix und AppleTV Filmen und Serien.


    Dann, anfangs Januar war es dann soweit. Die Leinwand traf ein. Der gleiche Heimkino-Spezialist brachte sie vorbei zur Installation.

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    Zum Glück passten die Einzelteile in den Warenlift, da ich im 10ten Stock wohne :shock:


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    Die Installation ging dann zügig voran, und dank der einfachen Montage hing die fertige Leinwand nach 2 Stunden an der Wand.


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    Die nachfolgenden Tests mit den Demo Trailers und Filmausschnitten waren wie Tag und Nacht im Vergleich zur Projektion an der Wand. Die Leuchtkraft, die Farben, das weisse Weiss, auch Schwarz war schwarz, die Schärfe, einfach alles, war sagenhaft!

    Somit war ich endlich angekommen. Ich muss sagen, aller Aufwand und alle Anpassungen und Ausbauten haben sich extrem gelohnt. Die Beratung, Unterstützung und Installation durch meinen Heimkino-Händler war fantastisch, und auch alle die Informationen und der Austausch in diesem Forum haben mir auf meiner Reise wertvolle Tipps und Anregungen gegeben.

    Das einzig schade an meiner Reise war, dass ich nicht schon gleich nach meiner Rückkehr aus dem Ausland dieses Forum entdeckt habe, und die Trinnov erst im einem zweiten Anlauf gefunden habe. Dies hätte mir viel Zeit gespart. Aber schlussendlich ist alles gut gekommen.

    Ach ja, die Reise ist noch nicht ganz fertig. Derzeit bin ich grad noch daran, einen Medienserver in meine Umgebung zu integrieren. Den R_volution PlayerMini habe ich schon, das R_volution NAS kommt nächste Woche.

    Und eine All-in-One Fernbedienung steht auch noch auf meinem Wunschzettel. Bevor ich mich da aber für ein Model entscheide, werde ich die entsprechenden Berichte in den verschiedenen Foren mitverfolgen. Hab da aber bereits was im Auge ...


    Und somit freue ich mich heute Abend auf die letzte Folge von Stranger Things

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  • Und eine All-in-One Fernbedienung steht auch noch auf meinem Wunschzettel. Bevor ich mich da aber für ein Model entscheide, werde ich die entsprechenden Berichte in den verschiedenen Foren mitverfolgen. Hab da aber bereits was im Auge ...

    Dann hoffe ich auf einen Erfahrungsbericht, denn die steht bei mir ebenfalls als nächstes an.

  • Mega cooles Kino :)


    Wie ist das denn mit den Nachbarn, wenn du im 10ten Stock wohnst. Hat sich da noch keiner beschwert :D

    also oben drüber gibt es keine mehr, der eine Nachbar auf der anderen Seite meines Wohnzimmers meinte mal, er höre schon ab und zu was, aber es stört ihn nicht (wir haben auch eh ein gutes Verhältnis untereinander mit Blumengiessen bei Ferienabwesenheiten, Post empfangen, gemeinsame Abendessen), die kennen auch mein Kino und werden eh auch mal zu einem Filmabend vorbei kommen. Von dem unten hab ich noch nie was gehört. Als ich vor ein paar Tagen mit einigen Freunden Dune Teil 1 geschaut habe, hatte ich schon etwas Bedenken, dass es den Nachbar unten stören könnte. Der Soundtrack in Dune ist ja echt krass. Aber da kam keine Reaktion, oder aber ich hab nichts gehört, falls jemand an der Tür geklingelt hat, weil der Sound eh zu laut war :rofl: Hab dann aber den Bass doch etwas reduziert, habe dazu ja verschiedene WaveForming Presets gespeichert.

    Die SUBs haben die SVS SoundPath Füsse, die scheinen da echt gut nach unten zu dämpfen. Hab auch schon mal selber einen Hörtest gemacht, und bin bei lautem Sound in den Eingangsbereich vor die Wohnungstüre gegangen, und da war es nicht besonders laut.

  • Als ich vor ein paar Tagen mit einigen Freunden Dune Teil 1 geschaut habe, hatte ich schon etwas Bedenken, dass es den Nachbar unten stören könnte. Der Soundtrack in Dune ist ja echt krass. Aber da kam keine Reaktion, oder aber ich hab nichts gehört, falls jemand an der Tür geklingelt hat, weil der Sound eh zu laut war :rofl:

    Ich wünsche dir, dass das so bleibt. Ich dachte auch mehrere Jahre, alles wäre gut schallisoliert und ich störe niemanden. Dann habe ich letztes Jahr "im Westen nichts Neues" (also den Neuen) in schöner Lautstärke genossen. Am nächsten Tag klingelten die Nachbarn und waren etwas erbost - hätten wohl ständig an die Rolladen geklopft und geklingelt und ich hätte nicht aufgemacht (habe ich natürlich nicht gehört). Sie hätten in ihrer Wohnung unter mir jedes Wort verstanden und was denn da los war, so ein Lärm und sowas. Und ich hab mich noch über die geile Explosion in dem Schützengrabetunnel gefreut, sodass ich mir die Szene gleich mehrmals hintereinander angeschaut hatte. Und so kurz war der Film auch nicht :beated:

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