Apple Stream, Dolby Vision, Dolby Atmos OV
Den habe ich seit er 2002 rauskam nicht mehr gesehen und ich kann mit Freunde verkünden, dass er noch immer sehr gut funktioniert. Zu meiner Schande muss ich auch gestehen nicht mehr auf Scheibe gehabt zu haben, dass es sich um einen Fincher-Film handelt. Wenn man es weiß, kann man es aber sehen, denn Panic Room hat m.E. ein sehr ähnliches Color Grading bekommen wie Sieben.
Mit seinem bekannten Fable für Perfektion hat Fincher auch hier die Produktionskosten und das -team ordentlich gestresst.
Muss man wirklich einen Safe-Experten engagieren damit das Knacken möglichst echt aussieht? Wieviele Zuschauer merken das schon? Und die Kameramänner bekamen immer weniger zu tun als sich rausstellte dass das ferngesteerte Rig einfach smoother und besser für die teils komplexen Kamerafahrten war...
Fincher hatte es aber auch nicht einfach. Ursprünglich hatte Nicole Kidman die Hauptrolle, hatte sich aber parallel beim Training für Moulin Rouge am Knie verletzt, so dass man sich nach 5 Wochen um Ersatz bemühte. Nachdem mehrere namhafte Kandidatinnen absagten nahm sich Jodie Foster ein Herz und schnappte sich die Rolle für die Kleinigkeit von 12 Mio USD. Sie wurde aber lange in Drehpause geschickt als sie feststellte, dass sie schwanger war und das Studio entschied sie erst nach der Geburt wieder vor der Kamera sehen zu wollen.
Heraus kam ein Thriller der, ich erwähnte es bereits, auch heute noch sehr gut funktioniert und dessen Releases die BD übersprungen hat und nach langem Warten dann in DV erfolgte. An Details und Schärfe kommt der analog gedrehte Film aufgrund der Produktion inkl. CGI in 2k nicht ran. Aber FIncher hat es sich nicht nehmen lassen für das Re-Release die Cola-Dose so zu drehen, dass der Schriftzug nicht vorne steht und ein paar Vorhänge wurden digital gerade gezogen. Ordnung muss sein.
A propos CGI.. schaut auch mal auf Youtube was zur Produktion an. Da ist viel mehr digitales im Film als man zunächst meint und ein paar für ihre Zeit unübliche, sehr gut gemachte, aber auch irgendwie nicht aufdringliche One-Takes . Manche echt und manche gestitcht.
Neben einer weiteren tollen Leistung von Jodie Foster stellte der Film seinem Publikum auch Kristen Stewart vor, für deren Rolle ursprünglich Hayden Panettiere vorgesehen war. Wie wir alle wissen verliebte sich die eine später in einen glitzernden Blutsauger und die andere wurde Cheerleader ....
Spannend aber in Retrospektive zu sehen, dass die beim Dreh nichtmal 12 jährige Kristen schon so dermaßen nah an ihrem aktuell dreimal so altem Ich war.
Ja, Atmos hat das Ding in der OV auch und das lässt sich der Film durchaus immer wieder anmerken, wenn es durch die drei Etagen des Hauses geht und draußen regnet und gewittert.
Weiß gar nicht warum ich den seit dem Kino nicht mehr unter die Lupe genommen habe.
Ich würde gerne 8 Thrillerpunkte vergeben, ziehe aber wegen des Endes (Drehbuch und Auflösung der Story) einen halben Punkt ab.
Ergo: 7.5 Punkte